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Udresie für Depeschen: «ozetger Gtchen« A<rnsprechanfchlußNr 51.
Nr. 161
etf»rim ta«n« au der Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem »elfischen tanbroirt die Wegener KamUte«. Hättet viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck n. Verlag der Brühl'schen
(PrfttS Blatt. 154. Jahrgang Dienstag 12. Julil»«4
GießenerAnzeigerk
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Amis- uni» Anzeigeblatt für ben Kreis Sieben MU
i——---- -------------------------- zeigenteil: Hans Beck.
Air heutige Yummer umfaßt 8 Seiten. 9~SS—~" 4 ggSES—■—W———
Ate neue Wahlkreis-Einteilung.
Die nach den Beschlüsien der zweiten Kammer vorzunehmende Einteilung der oberhessischen Wahlkreise haben wir bereits in aller Ausführlichkeit unseren Lesern mitgeteilt. Es wird dabei allgemein ausgefallen sein, daß fortan die Stadt Alsfeld, die bisher das alte gute Vorrecht hatte, einen eigenen Abgeordneten zu wählen, mit ihren etwa 4500 Einwohnern ganz in dem über 18 000 Einwohner zählenden großen neuen Wahlkreise aufgeht, also rettungslos aus der Gruppe der städtischen Vertreterschast verschwindet. Im allgemeinen ist indes die Einwohnerzahl der einzelnen ländlichen Wahlkreise ziemlich gleichmäßig. Sie schwankt zwischen 16—20 000.
Wie Oberhessen, würde auch die Provinz Rh ein Hessen 16 Mandate in folgender Verteilung erhalten:
Städte: 5 Wahlkreise.
Einwohnerzahl
Wahlkreis Mainz T|
337 893
„ II > (ohne Militär)
76 882
„ ml
M
Worms D (ohne Militär) ,z ni
■
38 922
Land: 11 Wahlkreise.
M
Bingen (Bügesheim, Gaulsheim,
Ilmen-Aue, Kempten)
13 868
Pfeddersheim ....
19 496
Alzey......
19 737
Wöllstein.....
20 461
Osthofen.....
20 523
Wörrstadt.....
19 030
ff
Oppenheim.....
19 020
Nierstein . . x
20 458
ff
Kastel......
25 562
ff
Ober-Ingelheim ....
25 434
ir
Gau-Älgesheim ....
18 380
Hier ist die Verschiedenheit ganz enorm. Dem kleinsten Kreise. Bingen und Umgegend, von 13 000 Einw. stehen die drei Mainzer sowie die von Kastel und Oberingelheim mit annähernd der doppelten Grüße gegenüber.
Die Provinz Starken burg hat außer den beiden neuen Stadtmandaten auch ein ländliche? Mandat mehr bekommen. Darmstadt wählt jetzt 3, Offenbach-Stadt 2 Abgeordnete. Der Odenwald soll Kreise von 15—16 000 Einw., dagegen die Wahlkreise in der Nähe der Städte deren 22 000 bis 23 500 erhalten. Die Darmstädter Stadtkreise zählen je 22 500, die Offenbacher Stadtkreise nahezu je 25 000 Einwohner.
Nun, die Erste Kammer und die Regierung werden ja nicht mit ihrer Kritik zurückhalten.
Politische Tagesschau.
Neuer Kulturkampf.
Aus Abg^ordneteukreisen wird un5 geschrieben:
In der aufgeregten Zeit vor den letzten ReichStagS- wahlen war von der Gründung einer protestantischen Volkspartei die Rede. Der Plan wurde, wie eS hieß, nur deshalb aufgegeben, weil man die Zersplitterung im Lager der bürgerlichen Parteien nicht noch vergrößern wollte. Neuerdings lebt nun die Idee einer geordneten Beteiligung deS protestantischen Volkes am politischen Leben wieder auf. E§ ist eine Betätigung des Evangel. Bundes als politischer Faktor in Anregung gebracht, dergestalt, daß der Bund seine Mitglieder verpflichten soll, bei Wahlen zum Reichstag oder Landtag nur demjenigen Kandidaten ihre Sttmme zu geben, der „auf treuer Wacht gegen den römischen Ansturm steht". Es heißt, daß der Gedanke in protestantischen Kreisen Beifall findet. Er wird also in der nächsten Generalversammlung voraussichtlich zum Vorschlag gelangen. ES bleibt abzuwarten, welche Stimmung auf dem in Regensburg ftattftndenden Katholikentage herrscht. Die parlamentarischen Vertreter deS Zentrums haben ja in neuerer Zeit sehr lebhaft für den religiösen Frieden gesprochen. Wird nun auch auf dem Katholikentag zur Waffenniederlegung aufgefordert? DaS ist notwendig, soll man glauben, daß es dem Zentrum mit der Bekämpfung der Sozialdemokratie Ernst ist. Denn zweifellos leidet das nationale Jntereffe, wenn auf Grund der vom Evangelischen Bund geplanten, eingangs erwähnten Abwehrmaßregel bei den Wahlen die (Stimmen von Protestanten dem Sozialdemokraten zufallen oder überhaupt nicht abgegeben werden. Der nationale Standpunkt eben ist eS, von dem aus jede weitere Verschärfung deS konfessionellen Zwistes beklagt werden muß. Und daß dieser Standpunkt bei den Wahlen der maßgebende bleibt, sollten Evangelische wie Katholiken gleichermaßen wünschen. Verlangt doch auch das Zentrum mit Entschiedenheit, daß man seine nationale Ge- rnnung nicht in Zweifel ziehe.
Deutsches Reich.
Berlin, 12. Juli. Der Bau deS neuen Schonerkreuzers für den Kaiser nach dem Muster der amerikanischen Dacht „Jngomar" ist der Firma HerreShof in Newyork übertragen worden.
— Von italienischer Sachkenntnis schreibt man auS Rom: Der langjährige Berliner Korrespondent der .Tribuna" meldet seinem Blatte: .In Begleitung Kaiser Wilhelms befinden sich auf der Nordlandsfahrt auch die Professoren Güßfeldt und Saltz mann. Man führt daS auf neue Besorgnisse für die Gesund
heit deS Kaisers zurück!" In Deutschland wird man wohl kaum annehmen, daß der Forschungsreisende Güßfeldt und der Maler Saltzmann über Nacht Leibärzte geworden sind.
— Einen neuen Ministerposten schlägt aus der Zentrumspartei die „Köln. Volksztg." vor; sie schreibt:
„Wie wäre es mit einem eigenen Minister für Reprä- s e n t a t i o n , der alle Amüsements mitmachte, damit die übrigen Minister ungestört arbeiten könnten ? Dieser Ehe! des Vergnüg- ungsdepartements hätte die Reichs- und Staatsregierung bei allen Denkmalsenthüllungen, Einweihungen von Brückenbauten und Bahnhöfen, Empfängen fremder Fürstlichkeiten und amerikanischer Milliardäre u. s. w. u. s. w. zu vertreten. Dafür müßte den Reffortminiftern aber ganz energisch die Pflicht auferlegt werden, fortan die Gesetze sorgfältiger auszuarbeiten; wir denken, so würden alle Teile dabei gewinnen, Wir unterbreiten diesen äußerst keimfähigen Gedanken vertraueret voll dem Wohlwollen des politischen Publikums/
— Wie aus Elbing gemeldet wird, äußerte der Finanz- minister Frhr. v. Rheinbaben bei dem Besuche der Löser u. Wolff'schen Zigarrenfabrik, daß der Tabak in Deutschland noch zu wenig Zoll bringe.
— Der Verein preußischer Schlachthof-Tierarzte hielt hier gestern eine Versammlung ab, in der auch über den jüngst angenommenen Gesetzentwurf verhandelt wurde, der die Nachuntersuchung frischen Fleisches verbietet. Es wurde folgende Resolution einstimmig angenommen:
-Der Verein preußischer Schlachthof-Tierarzte beschloß in seiner heutigen Versammlung, den Herrn Minister des Innern, sowie ben Minister der Landwirtschaft zu bitten, die ihm Nachgeordneten Behörden anzuweisen, im Wege der Polizeiverordnung Maßregeln zu treffen, die in Gemeinden mit öffentlichen Schlachthäusern eine wirksame Kontrolle darüber ermöglichen, daß alles eingeführte Fleisch, bevor es feilgeboten oder in Gast- unb Speisewrrtschaften zugerichtet wird, an einer bestimmten Stelle vorgelegt wird, um festzustellen, ob es amtlich tierärztlich untersucht ist oder nicht/
Hamburg, 11. Juli. Der Senat wählte für den Reft deS Jahres 1904 und für 1905 Bürgermeister Möncke- berg zum ersten, Senator Dr. Burchard zum zweiten Bürgermeister.
München, 11. Juli. Kultusminister Dr. v. Wehner führte in der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer unter anderem folgendes aus: ,Wa§ haben Schule und Lehrer vom neuen Kultusminister zu erwarten?" Diese Frage hat der Abg. Segitz vorgestern aufgeworfen. Ich erachte es als meine Aufgabe, daß die Jugend in religiösen Sitten, aber auch zur Einfachheit und Nüchternheit erzogen wird. Ich werde darüber wachen, daß die christlichen Grundsätze au§ der Schule nicht verdrängt werden, und werde dafür sorgen, daß der christliche Geist un* erer Vo lksschulen erhalten bleibt, wie ich auch als konservativer Minister weiter dafür sorge, daß nicht Altes unnötigerweise über Bord geworfen werde und neues Minderes an seine Stelle gesetzt wird. Ich habe zu erklären, daß ich das sozialistische Schulprogramm nicht durchführen
Kleines Keuilleton.
: ist. Das In einem
Reben unb neben nassen. Dr. Alexander Meyer schreib: der „Voss. Ztg": „In dem 18. Bande der Schriften der Goethe - Gesellschaft, der Goethes Korrespondenz nrit verschiedenen Oesterreichern unb namentlich mit der pikannten Marianne v. Ehbenberg enthält, finden wir einen Brief Goethes an Marianne vom 12. Juli 1808, der mit den Worten beginnt: „Was haben Sie gesagt, liebe Freundin, daß ich Ihnen so entsprungen bin? Reben und neben nasseu." Man sieht sich unwillkürlich in ben Anmerkungen des Herausgebers nach einer Erläuterung um und wirb dahin belehrt, es handle sich um die Verspottung eines gemeinsamen Bekannten. Indessen setzt der Herausgeber ein Fragezeichen hinzu, weil er seiner Sack)e nicht “ Fragezeichens ist berechtigt; die Sache verl-ält sich Lustspiel von Kotzebue — wenn mein Gedächtnis mich "nicht täuscht, ist es „Der Bräutigam aus Mexiko" — tritt ein .Herr v. Lerchenthal auf, dessen Spaß darin besteht, daß er fein l aussprechen kann und dafür stets ein n setzt. „Ich
heiße v. Rerchenthan". — „Wie? Rerchenthan?" der
dumme Kern kann koiw n aussprechen!" Dieser Scherz verbreitete in ganz Deutschland eine solche Freude, hne etwa m
unseren Tagen die lispelnde Dame im „Weißen Roßl . Zum
Beweise dafür folgende Anekdote. In Berlin war damals Herr Lazarus Löwe ein börsengewaltiger Mann. Einst tourbe er beim Betreten der Börse mit den Worten begrüßt: „Da kommtja Herr Razarus Roewe". Seine schlagftrtige Aiwvort lautete: „Reckt mich!" Es ist nicht ohne Interesse, zu sehen, daß dieftr banale Scherz auch bei dem Olympier in Weimar Ausnahme gesunden hat". (Herrn Dr. Meyer scheint nichts bekannt zu sein, tmß jn Laufs bekanntem Schwanke „Pension rchöll'r" ein Jüngling eine Hauptrolle spielt, der ebenso wie der Kotzebuesche Herr v. Lerchertthai b-aS l nicht anssprechen kann unb in seinem vermeintlichen Schauspienertanent die „Gnocre von Schinner" deftiamiert. D. Red. des „Gieß. Anz. )
- Wn« ist bas nrösttc U n n.l ü ck im L e b en? An ber Aussenseite der Sakristei der Altstädter Kirche zu ^Zkleseld wie man der ......It" idyreibt - - ein J bi
saphium in lateinischer Sprache, das zu putsch heißt: „Vier :uht zusammen mit seiner Gattin Elisabeth Hackers Johannes ^urggreve senior, der die Wahl -nm Bürgermeister dieser Ctnht fflr ba< atSfitf Unfltürf in f ei n em ß c be u bt<rtt. (<r starb im Jastre bes deils 1690 am 20. Oktober, nachbem feine twrnemmnte Mattin am 13. Wxmcmbrr 1677 vorher in (Vhriffn »erstneben war". Offenbar ist di.ckcr Bilr^ermeister mcktt "Uf Rosen arbeitet newrsen Isbvck, ist bie Ursache feine« Mralles nicht bekannt. Bei loder Snisststrnna tuns neuen Vfiiamnciflerei wirb an diese Grabschrisl cnnv.l ", die Bi lefelber Wrnr sollen sie so Alt Herzen genommen haben, bah seit ben Innen br« selchen Burgarene die Biirairmeister nickt mehr über sie ,n klonen gehabt haben. lImmkrhin ist S besser, wenn ein Bürgermeister Aber ine Bstrnerschast, fll» wenn
die Bürgerschaft in ihrer Mehrheit über den Bürgermeister zu klagen hat. D. Red.)
— Einemerkwürdige G esch i cht e wird dem „Morning Leader" aus Vancouver gemeldet. Dort will man nämlich endlich ein Geschöpf gefunden haben, das halb Mensch und halb Affe ist. Bekanntlich haben die Indianer schon immer Wunderdinge davon erzählt, daß auf Vancouver Island Angehörige einer solchen geheimnisvollen Rasse gesehen worden seien, und jetzt meldet ein Weißer, der Reisende Michael King, daß er ebenfalls einem solchen Geschöpf begegnet sei. Der genannte Reisende erzählte, er habe, als er sich auf einer Irrfahrt durch den Urwald befand, der diese Insel bedeckt, plötzlich einen eigentümlichen ängstlichen Schrei gehört, der dem einer menschlichen Stimme ziemlich ähnlich gewesen sei. Da er wußte, daß er sich lveit von allen menschlichen Wohnungen entfernt befand, habe er unwillkürlich nach dem Gewehr gegriffen, und mit dem Finger am Abzug sei er ruhig stehen geblieben. Als er sich nach allen Seiten umsah, nm zu entdecken, woher der Saut eigentlich gekommen sei, habe er plötzlich in einer Entfernung von etwa hundert Schritt eine Gestalt gesehen, die vollkommen mit Haar bedeckt Ivar. Die Arme hingen lang bis über die Knie herunter, und ein paar stechende Augen sahen unter einem Wulst von Haaren heraus. Von dem ersten Augenblick an. sayt Mr. King, sei es ihm klar gewesen, daß es sich nm einen Menschen handeln mußte, aber ebenso klar war es ihm, daß diese Gestalt keiner Rasse glich, die bisher bekannt geworden ist Mr. King erinnerte sich, daß die Indier sich verschiedentlich geweigert hatten, mit ihm in diesen Teil des Urwaldes zu gehen, weil sie behaupteten, daß seltsame Gestalten in demselben umgingen. Der indischen Sage nach seien dieses Abkommen eines spanischen Gottes. Inzwischen war aber die affenartige Gestalt auch schon wieder verschwunden hinter den bidxten Bäumen, die den Platz einschlossen. Mr. King versuchte, noch einmal ein solches Geschöpf zu Augen zu bekommen, aber vergebens, er sah niemals eine Spur davon wieder. Der Korrespondent fügt hinzu, daß diese Geschichte natürlich zuerst mit sarkastischen Bemerkungen aufgenommen nwrbeu sei, aber man messe ihr doch einige Bedeuttnw bei, ba ein anderer Reisender, Otto Schön, gerade von dem nördlichen Teil von 23an- couver Island zm-ückgekommen sei und berichtet habe, daß er Fährten gesel-en habe, die von fernem bekannten Tier berstamm- ten; sie fallen der Spur eines menschlickwn Fußes einigermaßen ähnlich, aber sic seien wieder sehr verschieden von denen der Indianer ober gar der Weißen.
— Im Westen bes Reiches tvird seit über einem Jahre der Unterleibstyphus nach einem zwischen den beteiligten Regierungen Preußens, Bayerns, Elsaß Lothr^ng-ns und Oldenburgs vereinbarten Plane nach der von Robert Koch gegebenen Direktive bekämpst. DaS Reich bat die Arbeiten unter Mitwirkung dl ’ Gesunl1 it kmri - und des ReichSgesundheitSrate- in die W ge geleitet unb zahlt jährlich einen erheblichen Zuschuß zu den Kosten. Am 29. Juni haben nun im GesundheitSamte zu Berlin Besprechungen zwisclien den Leitern der bakteriologischen Sta
tionen Landon, Metz, Saarbrücken, Straßburg und Trier unter Mitwirkung von Fachmännern aus den beteiligten Bundesstaate« stattgefunden, um die bei den bisherigen Versuchen gesammelten Erfahrungen auszutauschen, und sich über einige bei der Handhabung der bestehenden Bestimmungen, insbesondere gegenüber den sogenannten Bazillenträgern (d. h. äußerlich nicht kranken, aber Typhusbazillen ausscheidenden Personen) entstandenen Zweifel zu verständigen. An den Verhandlungen nahmen unter anderem bie Professoren Robert Koch, Gaffky-Gießen, Forster-Straß- buvg und Gruber-München teil.
y- Der Kunstwort. Rundschau über Dichtung. Theater, Musik und bitbrnbe Künste. Herausgeber Ferdinand Avenarins. Verlag von Georg D. W. Callwey in München. ,Vierteljährlich 3 Mk., das einzelne Heft 60 Psg.) Der „Kunstwort", der jetzt im 17. Jahrgänge steht, hat sich zu einer der beachtetsien und beachtenswertesten Zeitschriften emporgearbeitet. Er bietet eine umfassende Monatsschau über bildende unb angewandte Kirnst sowohl, wie über Dichtung, Theater und Musik. Der „Kunsd- wart" heult nicht mit den Wölfen, und ist doch ganz modern und auch über den Parteien, politischen wie Ktmstrichtungs- Parteien stehend. Dabei wird er auch nickst bezüglich der bildenden Kunst zum Bilderbuch, sondern legt den Hanptwert auf gediegene Mhandlrmgen. Für die Masse der Textbilder anderer Revuen entschädigt er uns durch die trcffliüx Ausführung« stiner Kunstbeilagen, deren jedes Heft mehrere bringt. Am ruck'tbarsten erscheint aber die weitangelegte, reichhaltige Rund- schau, in der in bunter Reihe kurze Referate, Kintiken, Polemiken, Rezensionen über alles Mögliche im Kunstleben sich svlgen, wo man manchmal mehr Anregungen und Belehrungen siechet als in. langen Spezialstudien. Jedenfalls dürfte der „Kuustwart" sirr alle Kunstverstarrdige und Kunstfieunde, auch eint man nicht in allem seine Meinung teilt, viel Willkommem>5 bieten. Inhalt des zweiten Inliheftes:' Die Kunst im Zeitalter der Maschine. Don F r i e d r i ck Naumann. — § on ber Kunst der religi ösen Rede. Von Arthur Bonu^ — Hebungen im Mnsikhoren. Von G. M ü n z e r. — Lose Blätter: Aus Karl Weitvreästs „Gesammelten Gedichten". Aus Artur Schnitzlers „Einsamer Wech^. — Rundschau: Wil- Hel m Jordan. Internationaler Kongreß gegen die unfitt liche Literatur. Das Urheberrecht des Herausgebci . Schiller — Schüler — Schuber. Majorisierung der Kritik? Von ber 40 Tonkün^ler Versammlung. .Cornelius in Weimar. Musikgeschi h ten. Muß denn alles Mnsenm sein? Berliner Kunst. Die Große KunstanSstellunir ^,Los von Berlin!" Vom Rninrn'Rni vieren Der Dürerbund - Rötende lagen: K^millo Hern, Weh Lieb, ich muß nun fdtetben: Run auf, mein Herz, mit < innen Job. Hermann Schein, Memande: ^nm'lus (Bretonilch.e- Völk^' liedV Bilderln'ilrn.wu: I. B. Cissarz iDarmstadts Slür
miscke Herbstnacht an der Nordsee: Bild Hn Musikzimmer; Eduard Ma;7NuS, Jenny Lind.


