Ausgabe 
12.4.1904 Erstes Blatt
 
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Keer und Alotte.

Kiel, 12. April. Die Herb st Manöver der ak­tiven Sch lacht flotte beginnen am 15. August. Die Schlußmanöver bilden gemeinsame Hebungen der Flotte und der Landtruppen, voraussichtlich in der Neustädter Bucht.

Funst und 'Wtlseuslöalt.

Kopenhagen, 11. April. Nach ^»^elvreis« jt Instituts werden di« diesjährigen Noo v 140,858 Kronen betragen. ..r"

uttt> Volks wlrtfchaftSlehre sein unv dabei besonder- da- öffentliche Recht und das Strafrecht berücksichtigt werden.

Ter frühere Oberpräsident von Ostpreußen, Freiherr v. Richthofen ist in Florenz verstorben.

Der sozialdemokratische Parteitag wird diesmal in unmittelbarem Anschluß an den internationalen Sozialisten-Kongreß in Amsterdam vom 21. bis 27. August in Bremen abgehalten.

Breslau, 11. April. Die Prozesse, die man im Anschluß an den Prozeß gegen denG o r n o s l a z a k" glaubte erwarten zu müssen, sei es auf Grund von Anklagen wegen Meineides, sei es in der Form von Beleidigungs­klagen von verdächtigen Zeugen gegen Geistliche, werden nicht stattfinden. Kardinal Fürstbischof Tr. Kovp hat es verstanden, durch persönliches Eingreifen endgiltigen Frie­den herzustellen, wenigstens soweit gerichtliche Verhand­lungen in Frage stehen.

Schwerin, 11. April. Amtlich wird bekanntgegeben, baß die Hochzeitdes Groß Herzogs von Mecklen­burg-Schwerin mtt Prinzessin "Alexandra von Braun­schweig-Lüneburg auf den 7. Juni festgesetzt ist.

Düsseldorf, 11. April. Der Düsseldorfer Regier­ungspräsident lehnte cs ab, gegen das Vorgehen der Auf­sichtsbehörde im Solinger .Aerzte streik einzu- schreiten.

Stuttgart, 11. April. Auf den Aufruf der Stutt­garter Stadtverwaltung für das abgebrannte Aalesund sind von 1406 Gemeinden des Landes 21245.10 Mk. ein­gegangen.

München, 11. April. Gegenüber der Meldung der Münchener Post", daß Finanzmin ist er Frhr. von Riedel am 1. Juni in den Ruhestand trete und der Bundesratsbevollmächtigte Ministerialdirektor Ritter von Geiger zum Nachfolger ausersehen sei, stellt dieKorre­spondenz Hoffmann" fest, daß die Meldung unzutref- fen d und in maßgebenden Kreisen nichts davon bekannt ist.

Aus Ztüöt unö Kauü.

Gießen, 12. April 1904.

** Aus dem Militär- Wochenblatt. Beiling I Darmstadt), Untervcterinär der Landwehr 1. Aufgebots' zum Oberveterinär ernannt.

** Meisterprüfungen. Wie uns mitgeteilt wird, beginnt am 19 April d. I. in der Gewerbeschule Gießen ein Vorbereitungskursus für die Me stcrpcüfungen im Handwerk, und wir wollen nicht unterlassen, die Inter­

essenten unseres Leserkreises noch besonders darauf auf­merksam zu machen.

" Jubiläum. Heute sind 25 Jahre verfloßen, daß Herr Carl Müller (Landmannstraßc 4 wohnhaft) als Dreher bei der Firma Heyligenstaedt tu Co. beschäftigt ist. Da§ beste Zeugnis seiner Beliebtheit legten die dem Jubilar von einen Kollegen gebotenen Ueberraschungen ab. Heute morgen wurde er in der Fabrik von dein Arbeiterau4schuß empfangen und nam 'ü-Z der gesamten Arbeiterschaft üuf8 herzlichste be­glückwünscht. Hierauf wurden ihm die an der festlich dekorierten Stätte seines Wirkens aufgestellten Geschenke der Arbeiter

VermischteSch

Lüdenscheid, 11. April. Zwei Kinder deS w?* arbeiterS Lütting wurden gestern nachmittag von riM Personenzuge überfahren. Einem der Kinder wurt der Kopf vom Rumpfe getrennt, während dem anderen »m r ein Bein abgefahren wurde. ,

Berlin, 12. April. Die bekannte Frauenrecbt.cn- Elise Sch aaf tötete sich gestern in geistiger Umnachl" durch einen Rcvoloerschuß.

BreSlau, 11. April. In Neudorf hat der Hüttenarbeiter Binia seine Frau auf gräßliche Weise mordet; er schlug sie mit den Fäusten zu Boden un dann mit den Füßen solange auf dem Körper der ichen herum, bis diese kein Lebenszeichen mehr

' Paris, 12. April. Der Bankbuchhalter , Bordeaux stellte sich dem Gerichte. Er bekannte mordn ng seiner Gattin und seiner bctbfrt « Das Bekenntnis erwies sich als wahr. Ec .a ,| veruntreut und wollte schließlich daS HauS an-un e den Flammen sterben, wozn ihm aber der " -

sd. Darmstadt, 12. April. (Eigener trabt« bericht). In der im 1. Stock gelegenen Wohnung :: Herrn Gebrüder Trier, Rheinstraße 25, entstand heute vor­mittag kurz vor V29 Uhr eine Gasexplosion, wobei it- gerade im Zimmer anwesende Dienstmädchen Elise Lulerlenh aus Münster bei Dieburg durch starke Brandwunden am Oberkörper sehr stark verletzt wurde, sodaß seine Ausnahme ins städtische Krankenhaus bewirkt wurde. Die ®a§erp!o"cr soll durch sogenannte Gasselbstzünder entstanden fein.

Worms, 11. April. Die Stadt WormS ist bur» Er­richtung der We st end schule um einen Monumental e reicher geworden, der in seinem hübschen Aeustcren fit sofort als Schulbau kenntlich macht und in seinem Innern einen äußerst behaglichen Eindruck ausllbt. Tie Au kos ec belaufen sich einschließlich Gelände auf ca. 480000 Mk Schule enthält 22 Schulklassen, in welchen etwa 1400 Kinder Aufnahme finden, daneben Säle für den Zeichen- und lcc - sertigkeitsunterricht, die Küche, mit mehreren Herden -- - unterricht, die Brausebäder usw. Tie Pläne rühren r- Stadtbaumeister Metzler her. Zur Einweihung, zu her 1 Einladungen ergangen waren, waren heute vorm. 11 Um h Stadtvorstand, die Spitzen der Behörden, b'- kommission, der Schulvorstand, die Okistlickkeit, eine Awa. städtischer Beamten, die Lehrer und Lehrerinnen der i<- erschienen.W.,

ZIniversttäts-NachrtchlkN.

A n der Technischenvocbk d) u l ei >' $ f & a,, > wird mit der bisher geübten völlig unterschied- > KH< F«' lang 'n 11 e c Studierenden, l u 31« .en jütit'j l ä n d c r, mit Bogmn des neuen 6cmc|ter3 (u ^giiine''-1 Laut Beschluß der Senate werden für ^2 «m 19. an aus Sommersemester in den por- und ftonltrun

Ter durch die Münchener Kloakenwässer total ver­schmutzte Zustand der Isar, der, wie allbekannt, gemein­gefährliche Charakter des durch die Hamburg-Altonaer Siel- lauchen verpesteten Elbwassers; die durch den Kaiserlichen Baurat Doell in Metz erst kürzlich dargelegten unhaltbaren Zustände der durch Gemeinden und Industrien verschmutzten Bäche und Flüsse Elsaß-Lothringens; die zahllosen Klagen der Fischer aus bei weitem den meisten Flußgebieten Deutsch­lands über den Untergang fast der gesamten Binnenfischerei infolge der gesetzwidrigen Verschmutzung der Gewässer mögen an dieser Stelle Beweismaterial genug sein, um die Unhaltbarkeit der heutigen Zustände darzutun, denn Wasser, welches für Fische nicht mehr taugt, taugt weder in Friedens- noch in Kriegs­zeiten für Menschen!

In Preußen ist im Jahre 1901 ein Königlicher Erlaß gegen die Flußverunreinigung erschienen, der in einzelnen Teilen der Monarchie mit bestem Erfolge strenge gehand­habt wird, in anderen dagegen auf dem Papiere zu stehen scheint. Mit Recht stemmen sich unsere Kriegsministerien gegen die zunehmende Verseuchung der deutschen Flüsse durch die Städte. Zahlreiche Städte wir nennen mir Heidel­berg, Weimar, Neumünster, Kiel, Posen sind bis jetzt mit zum Teil glänzendem Beispiel in der Verwertung ihrer Fäkalien vorangegangen, von den Beispielen des Auslandes, wie Stockholm mit seinen 350 000 Ein­wohnern (!), von England mit seinen strengen Gesetzen zur Reinhaltung der Gewässer ganz zu schweigen zum Segen der städtischen Steuersäckel, wie der die Städte um­gebenden Landwirtschaft.

Umso unbegreiflicher muß es erscheinen, daß eine Reihe deutscher Städte, förmlich hypnotisiert von den ästhetischen Vorzügen des englischen Wasserklosetts, mit Hilfe nur zu nachgiebiger, die eigene Wissenschaft verleugnender Aerzte immer wieder neu die staatliche Konzession zur Hinein­leitung ihrer Fäkalien zum Teil unter Auferlegung gänzlich ungenügender, kaum den Schein einer prophy­laktischen Seuchenverhinderung wahrender sogenannter mechanischer Kläranlagen, zum Teil sogar auch ohne diese in die Flüsse erlangen.

Mir erkennen die Notwendigkeit der Kanalisation un­serer Städte zur Fortleitung der Abfallstoffe aus Küchen, Waschküchen und Baderäumen, sowie der Abwässer der Industrien, freilich unter sorgfältiger Reinigung in den einzelnen Betrieben selbst, voll und ganz an und geben nur an dieser Stelle unserer Verwunderung darüber Aus­druck, daß die Verpestung des Bodens und der Luft so vieler deutscher Ortschaften und Städte infolge mangel­hafter geregelter Abfuhr ihrer Abwässer sowohl, wie der menschlichen Abfallstoffe (Fäkalien und Urin) behördlicher­seits zum Teil noch immer geduldet wird. Wir müssen aber auf das nachdrücklichste dagegen protestieren, daß die Einführung ües Wasserklosetts als quasi zugehörig zur Kanalisation der be­treffende nStädte erachtet wird. Als Volksmiß- wirtschaft müssen wir es bezeichnen, daß wir jetzt schon alljährlich mit den Fäkalien von 10 Millionen Einwohnern Deutschlands, mit einem Dnngwert von 50 Millionen Mark!, unsere herrlichen Flüsse verpesten, um zum Ersatz für den auf diese Weise vergeudeten Dünger für über 100 Millionen Mark künstliche Dungstoffe vöm Auslande wiederum einzuführen!

Se. Exzellenz, der Herr Staatssekretär Graf Posadowsky hat am 28. Februar d. I. in der 27. Sitzung des oeutschen Reichstages selbst bereits zugegeben, daß die Frage der Verunreinigung der deutschen Gewässervon Tag zu Tag wichtiger" wird. Mit Recht hat Graf Posadowsky bei dieser Gelegenheit es ausgesprochen, daß,wenn die Zustände sich so weiter entwickelten, wie es bis jetzt geschehen ist, so würden unsere Ströme kein Lebenselement für Fische mehr bilden und die fortgesetzte Verunreinigung eine große Gefahr für die Gesundheit der Menschen herbeiführen."

Mit Sorgen sehen wir aber dem Wege entgegen, den Graf Posadowsky zur Abstellung der jetzt schon unhalt­baren Zustände beschreiten will, denn dieser Weg würde eine Verzögerung der notwendigen Reformen um viele Jahre bedeuten. Tie Erledigung einer Frage aber,die von Tag zu Tag wichtiger wird", duldet keinen langen Aufschub.

Tie Fäkalien der Menschen aus den Flüssen heraus und die übrigen Abwässer der Stävre und der Industrien nach dem Stande der heutigen Technik unter allen Um- länden nur gereinigt den Flüssen übergeben, das ist die Basis des schleunigst zu schaffenden Reichsflußichutzgesetzes welches die Erfahrungen der ganzen Welt, insbesondere aber die heute schon erreichten schauderhaften Zustände unserer deutschen Ströme gebieterisch fordern!

Tie Handhabung dieser Gesetze darf aber nicht ab­hängig sein von dem Wohlwollen oder der Schlaffheit )ieser oder jener Behörden oder gefälliger Autoritäten, ondern muß von Reichs wegen ehern feststehen unter dem Gesichtspunkte, daß sich der Einzelne im Nahmen unserer Wissenschaft und Erfahrung und unserer Zeit hochentwickel­ten Technik dem Wohle des Ganzen zu fügen hat.

Mjr bitten daher dringend zum gesundheitlichen Schutze des ganzen Volkes und im Namen vieler Tausender, durch sie jetzigen Zustände in ihrer Existenz schwer bedrohten Reichsbürger und ganzer Stadtgemeinden, sowie im In­teresse der gesamten deutschen Volkswirtschaft, der deut- chen Binnenfischerei, Flußschifferei, der gesamten deutschen Landwirtschaft, sowie um der militärischen Sicherheit un­tres Vaterlandes und nicht zuletzt um des Ansehens des putschen Namens willens, da uns bei weitem die meisten Kulturstaatcn in der Reinhaltung ihrer Gewässer längs! uns überflügelnd, unS vorangeschritten sind: Hoher Teut- cher Reichstag wolle in oben beregtem Sinne beschließen.

Ausland.

Wien, 11. April. Man glaubt hier in politischen Kreisen, das immer sich erneuernde Gerücht von einem Besuche Kaiser Wilhelms in Abbazia sei be­gründet. Der Besuch werde aus politischen Gründen im An­schluß an den Besuch des Kaisers Franz Josef in Abbazia bei König Oskar angeblich am 19. oder 20. April erfolgen.

Agram, 11. April. In Samobor bei Agram in Kroatien kam es gestern zu großen Bauernunruhen. Das Gemeindehaus wurde gestürmt und alle Amtsakten vernichtet. Von den ausgerücktcn Artilleristen wurde ein Mann getötet und mehrere Personen verletzt; eine stärkere Militärabteilung ist nach Samobor gesandt worden.

Paris, 11. April. Hiesige Blätter verzeichnen das Gerücht von einer bevorstehenden Verlobung des deutsch en Kronprinzen mit der Prinzessin Thyra von Dänemark und sagen, daß dies den ersten Schritt zu einer vertragsmäßigen Allianz zwischen Deutschland und Dänemark bedeuten würde.

Es heißt, Oberst Marchand suchte seine Ent­lassung nach, weil der Kriegsminister ihm die Erlaub- nis verweigerte, sich nach dem ostasiatischen Kriegsschau­platz zu begeben, wo er auf besondere Einladung des Kaisers Nikolaus den militärischen Operationen folgen wollte.

Madrid, 11. April. Als der König Alfons in Barcelona bei der Rückkehr vom Kloster Montserrat am Triumphbogen durchkam, ertönte aus der Menge Zischen. Die Polizei verhaftete 13 Personen.

« Die amtlicheCassetta" ist heute mit schwar­zem Trauerrand erschienen. Sie veröffentlicht nur die nackte Tatsache von dem Ableben der Exkönigin Isabella ohne die geringste Notiz betreffend amtliche Ehrenbezeugungen, die der Verstorbenen erwiesen werden sollen. Ter königliche Hof legt auf ein Jahr Trauer an. Morgen werden gleichzeitig in Madrid und Barcelona Trauerfeierlichkeiten abgchalten. Der König hat den Wunsch geäußert, daß seiner Großmutter die größten Ehrenbezeug­ungen erwiesen werden sollen. Es wird jedoch kein Ne­gierungsbeamter bis zur Grenze fahren, um die Leiche in Empfang zu nehmen. Der Justizminister und verschiedene Beamte seines Ressorts werden sich nach dem Eskorial begeben, zwecks amtlicher Feststellung des Todes der Königin.

Bei einer heute hier abgehaltencn religiösen Pro­zession veranstaltete eine große Anzahl von Anti­klerikalen Gegenknndgebungcn unter Hochrufen auf das Heer. Als einige Schüsse fielen, bemächtigte sich der Menge eine Panik. Die Veranstalter der Kundgebungen warfen mit Steinen nach dem Hause des Bürgermeisters. Die Polizei^gab darauf Feuer und verwundete mehrere Personen. Mehrere Verhaftungen wurden vorgcnommen.

Rom, 11. April. König Viktor Emanuel hat an die holländische Königin Wilhelmine, die sich mit ihrem Prinz-Gemahl in Sorrent aufhält, ein in warmen Worten gehaltenes Degrüßungstelegramm ge­richtet.

Salonik, 10. April. Tie Zivilagenten verhan­delten in den letzten Sitzungen mit dem Gcneralinspektor Hilmi Pascha über zwei bedeutende wirtschaft­lich e F r a g e n, und zwar über die Regelung der Zehnten- erhebung und eine praktische Reform der 'landwirtschaft­lichen Vorschußkassen. Für erstere liegt ein Entwurf Hilmi Paschas vor, der sich auf die autoneme'iakeit der Land­gemeinden gründet. Hierdurch werden alle Plackereien bei der Zehntenerhebung beseitigt. Tie Reform ist für die Bevölkerung, wie für den Staatsschatz vorteilhaft. Die Einführung des neuen Zehntensystems ist zunächst fakul- tativ gedacht.

Zur Zreinvaltung der Zslüffe.

TerInternationale Verein zur Reinhaltung der Flüsie, des Bodens und der Luft" hat an den deutschen Reichstag einen dringenden Antrag zur baldigsten Schaff­ung eines Rcichsflußschutzgesctzes gerichtet, der folgender­maßen begründet wird:

Dringender als je zuvor erfordert die zunehmende Ver­unreinigung, ja, Verpestung der meisten unserer deutschen Gewässer die Schaffung eines Reich Sflußschutz-Gc- setzes mit Exetutivbehördeu, welc!>e unab­hängig den Magistraten der Städte und dem Einfluß unserer Industriellen gegenüber stehen.

' Don Kommerzienrat Heyligenstaedt wurde «

Jubilar em namhaftes Geldqefchenk durch Vrokaeir,.

' überreicht. Ebenso wurde ihm von den Beamten ' sinniges Geschenk übermittelt. n r\-

** Der Männer-Turnverein hielt nn, - rm Hotel Schütz seine diesjährige Haupkveriamlnl

, Die Berichte des ersten Sprechens, r

warts ergaben, daß der Verein in einem steten 1

begriffen ist. Auch der Rechnungsabschluß toaT fehr und das Vereinsvermögen hat eine beträchtlicheSn««? ung erfahren. Bei der Vorstandswahl lehnte der fr$

Kling eino Wiederwahl auf das da entschiedenste ab. An seiner Stelle wurde SetfitLl" Kaufmann zum 1. Sprecher gewählt K 1. Schriftführer, O. Mtzher Rechner. den Tur^?at den gewählt: Gg. Kling, 2. Sprecher, K. Schwarks wart, 5t. Wenzel 2. Turnwart, H. Endig ? Schrift^ " P-.^^ß,olf Gegenrechner, A Reinig Zeugwart Äs' und K. We n z e l Beisitzer. Bei der Aufstellung des Som Programms wurde u .a. beschlossen, im Laufe des wiederum em So mm er fest im Neuen Saalbau halten. Am Himmelfahrttage soll ein Familienausssi,^ 1 den Bubenröder Hof erfolgen. ->ugc:s

ri ** Lahnkanalisation. Am 5. April hat der stand des Lahnkanal-Vereins eine Sitzung abgcbalmn^ der beschlossen wurde, daß in etwa zwe^i Monaten ei^ Hauptversammlung in Limvurg a. L. stattfinden soll Di-> iE vorgeschlagen werden, den Vorstand a.1 30 Mitglieder zu ergänzen und die Geschäftsführung eint Ausschuß von 10 Mitgliedern zu übertragen, die vom ftanb zu Wahlen sind. Ter Verein sieht seine Hauptam'a-^' darin, für eine nachhaltige Agitation zu arbeiten 4? unbedingt davon überzeugt, daß, wenn alle beteilim Kreise m der Verfolgung der Bestrebungen des

.Schuldigkeit tun und wenn alle Interessenten h^ herein beitreten, die Verwirklichung der Lahnkanalisatz-r sicher ist. Durch eine neue Denkschrift soll die Notw'n h reit und Rentabilität der Lahnkanalisation nacko w ein technisches Projekt soll von berufener Seite ausaeacbc-1 werden und durch Wandervorträge soll die Teilnahme ' die Bestrebungen des Lahnkanal-Vereins geweckt werde- Mit großer Genugtuung hat die Versammlung davon fcmr- nrs genommen, daß die nassauischen ^geordneten ru ein - Sonderberatung zusammengetreten sind und den einstim­migen Beschluß gefaßt haben, eine baldige Kanali ation br Lahn zu befürworten.

r. Lollar, 11.April. Weißbindermeister Franz Tau. b e rt und Ehefrau begehen am 13. April das Fest br silbernen Hochzeit.

(A) N idda, 11. April. Heute fand hier im Saale de- HotelTraube" die diesjährige 14. Generalversammln-" des Vorschuß- und Kreditvereins Mda statt Nach dem vom Rechner vorgetragenen Bericht war da? ad- gelaufene Geschäftsjahr als recht günstig zu bezeichnen, zumal keinerlei Verluste abzuschreiben waren. Für da'. Geschäftsjahr 1903 betrug der Gesamtumschlag 1?^-^ Mark und der Reingewinn 12 362.07 Mk. Die General­versammlung beschloß, aus dem Reingewinn eine Divibende von 5 Prozent zur Verteilung zu bringen, sowie dem Re­servefonds 7000 Mark, der Spezialreserve 500 Mark und dem Verein Krankenpflege 300 Mark zuzuweisen. Ter Rest in Höhe von 1912.07 Mark wurde auf neue M'niir vorgetragen. Das Vermögen des Vereins beträgt tnrteit 139 800 Mark und setzt sich aus 74 000 Mark Kstem 55 000 Mark Aktienkapital, sowie 10 800 Mark Lpexal- reserven zusammen.