Ausgabe 
11.11.1904 Erstes Blatt
 
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raus den Vorsitz an den 2. Vorsitzenden, Fabrikanten Günther, ab. In der Angelegenheit der Stadtverordnete n w a h l e n empfahl dieser int Namen de§ Vorstandes nuf3 Wärmste und Eindringlichste die Annahme deS Wahlvorschlags der beiden politischen Vereine mit der Begründung, eS sei nötig, einer Stimmenzersplitterung vorzubeugen. Die übrigen Mitglieder deS Vorstandes unterstützten mit Entschiedenheit diese Ansicht. Die Abstintrnung ergab jedoch schließlich nach sehr lebhafter und scharfer Debatte die Kandidatenliste, die gestern ver­öffentlicht tvttrde.

Wie man in der Pfalz Stadtverordneter wird! Int Rockenhausener Tageblatt findet sich folgende Anzeige: »Atif zur Wahl!- Wähler tvählt einstimmig Herrn Jakob Giehl, beim derselbe gibt folgendes zum besten: 600 Liter Wein, drei Reh bocke, ztvei Fasanen, sechs Hasen. Solche Leute müssen in den Ge­mein de rat, denn die sorgen auch für ihre Nächsten. Mehrere Bürger.- Das war also der richtige Kandidat.

Frankfurt a. M., 9. Nov. Bei den heutigen Stadt­oerordnetenwahlen tvaren 25 Neuwahlen vorzu nehmen. Es wurden nur drei fortschrittlich-demokratische Kandidaten und ein Sozialist dcsinitiv gewählt, int übrigen müssen Stichwahlen ftottfmbciu Hervorzuheben ist die starke Stimmenzunahme der Sozialisten, die bei den Stichwahlen in den meisten Bezirken den Ausschlag geben tverden.

Kleine Mitteilungen au§ Hessen und den Nachbarstaaten, lieber den Nachlaß des verstorbenen Prinzen Maximilian zu Psenburg und Büdingen in Wächtersbach wurde da§ Konkursverfahren er­öffnet.

Vermischte».

* Ter Zwischenfall von Hüll a l S Ballet. . £)te Engländer machen sich nach ihrem schönen Wahlspruch Geschäft ist Geschäft" alles zu nutze. Jetzt kann man sogar den Zwischenfall von Hüll schon auf der Bühne sehen. In London wird in der Alhambra der Zwischenfall als Ballet gegeben. Tie Szene ist völlig dunkel. Zwei Fischer­barken mit grünen Lichtern erscheinen und werfen in rhvt- mischcn Bewegungen ihre Netze. Ta erscheint am Horizont plötzlich ein russisches Kriegsschiff und beginnt die Barken zu bombardieren. Tie Besatzung, hübsche junge Balle­rinnen, verläßt die Fischerboote und tanzt mit den Fischern Pirouetten. Tann erscheint die Britannia und versöhnt alle Welt, während die patriotische MusikGott schütz' den König" spielt. Alle Welt ist ob dieser schönen Geschichte zufrieden, am meisten der Unternehmer, der täglich ein volles Haus hat.

* Kleine T a g e s ch r o n 11. Durch den letzten Sturm brach in Gelsenkirchen das Gerüst eines Neubaues zusammen. Fünf Stukkateure sind abgestürzt, einer ist tot, vier schwer verletzt. In Hagen wurde der im April d. I. wegen Mordes an einem achtjährigen Mädchen zum Tode verurteilte Bahnarbeiter Otto.Henkel aus^Wetter (Ruhr) hingerichtet. InTüssel - dorf ist seit Samstag ein Assistent des Postamtes am Hauptbahnhof. nach Unterschlagung eines Geldbriefes mit etwa 4000 Mark flüchtig geworden. Er hatte den Wertbrief am Freitag abend in Empfang genommen und darüber ordnungs­mäßig quittiert, die Sendung aber nicht in das Annahmebuch eingetragen. Tas Fehlen des Briefes konnte aus diesem Grunde von der Post nicht bemerkt werden. Am Samstag meldete sich der ungetreue Beamte krank und machte sich dann davon. Tic Unterschlagung wurde erst heute infolge einer Reklamation des Adressaten des Geldbriefes bekannt, sodaß der Flüchtige einige Tage Vorsprung hat. Ob er weitere Veruntreuungen begangen hat, ist noch nicht festgestellt. Ferner wurden in T ü s s c l - darf falsche Taler stücke in den letzten Tagen angebalten. Tie Falsifikate tragen das Bildnis des Königs Friedrich IV. und die Jahreszahl 1850. Im Oberbarz hat der Winter Einzug gehaltert. In der Nacht hat es stark geschneit, der Schnee liegt teilweise einen halben Fuß hoch. In Wien wütet ein heftiger Sturm, der vielfachen Materialschaden anrichtete. Mehrere Personen erlitten schwere Verletzungen. In Magde­burg verübten die Frau und die verheiratete Tochter des Lehrers Sprengler gemeinsam Selb stm ord durch Er­hängen. Tas Motiv-zu der Tat ist unbekannt. In Allais (Frankreich) hatte ein Grubenarbeiter mit einem Wirt einen Wortwechsel. Ter Grubenarbeiter zog einen Revolver, worauf der Wirt die Gendarmerie verständigte. Währenddessen steckte sich der Grubenarbeiter eine Tynamitpatrone in den Mund und brachte sie, zur Explosion. Ter Unglückliche wurde vollständig zer­rissen. Meldungen aus E'nsiwal (Rheinland) zufolge hat ein dortiger Einwohner namens Monat seine Frau und seine Schwägerin mit Vitriol begossen und dann an­zuzünden versucht. Beide Frauen haben das Augenlicht ver­loren. Ter Mann beging dann Selbstmord durch Erschießen.

Aerichtssaal.

, Aachen, 10. Nov. Tie hiesige Strafkammer verurteilte em junges Mädchen Gevenich, das in die Zeitung eine Negierte Verlobungsanzeige eingerückt hatte, wegen onentlicher Beleidigung zu einem Monat Gefängnis, xn lG ost ha' 10. Nov. Ter Fabrikarbeiter Scharsfenbe^g aus s? < ' der feine 84jährige Mutter so mißhan-

öelt hatte, daß sie noch denselben Tag starb >wurde vom Schwurgericht zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.

. '£ f: Leip Zi g, 10. Nov. Wegen Verführung wurde

der Barbier M a x Rüger am 23. Februar d. I. vom Land­gericht Gießen zu einer 'Gefängnisstrafe verurteilt. Ter An- genagte wohnte seinerzeit in einem Hause mit einem Schuhmacher Bender zusammen, der eine Tochter besitzt, um die cs sich hier handelt und zurzeit der Begehung der strafbaren Handlung das 1 >. ^ebenswhr noch nicht überschritten hatte. Zur Begründung ferner Nevrnon gegen das Urteil behauptete der Angeklagte, die kotiäa)lichen Festellungen seien nicht geeignet, zur Annahme des Taweftandes der Verführung auszureicyen. Insbesondere laue das ongesochtene Urteil eine Feststellung dahingehend ver­minen, dog der Wille des Mädchens von dem Angeklagten be- ?1* ,.^r Anwendbarkeit ßes angezogenen Straf­

gesetzes ier erwrderlich, daß der Angeklagte sich den Willen der geneigt gemacht habe. Somit entfalle ein wichtiges Tatbeftandsmerkmal,, sodaß das Urteil der Aushebung unterliegen mime. .crJtc Strafsenat erkannte entsprechend dem Anträge des Reichsanwalts aus kostenpflichtige Verwerf- ung der Reviiion des Angeklagten, da diese lediglich gegen die tatsäch rchen FestsWellungen des erüen Richters ankämpft.

Greifswald, 10. Nov. Tie Strafkammer verurteilte zwei Kandidaten wegen S a b ei duells , bei dem der eine schwer verletzt wurde, zu dreiMonaten Festungshaft Tic Angabe des Tuellgrundes wurde verweigert.

Tie Geliebte erstochen, trotzdem freiae- sprachen. Am 25. Juli war der Kutscher H o l e s ch i n s k v an der Sophienbrücke in Wien mit seiner Ge lebten, der 18 jährigen Milchausträgerin Margarete Kugel, zusammengetroffen und hatte ihr nach einem kurzen Wortwechsel ein Messer in die Brust gestoßen, was ihren Tod zur Folge hatte. Jetzt hatte sich Hole- ichmsky vor dem Schwurgerichte wegen Todschlages zu verant­worten. Holeschinskv wird als ein dütterer, verschlossener Mensch geschildert, dessen Charakter zu dem lebenslustigen Naturell seiner «'-'liebten nicht paßte. Es gab zwischen den Beiden öfters Zank und Streit. An dem fraglichen Tage machte Holeschinsky seiner üöettebten voll Eifersucht Vonoürfe über ihre vermeintliche Un­treue. Plötzlich zog er fein Messer und versetzte ihr einen Stich

in das Herz. Margarete Kugel starb am' dritten Tage an den Folgen der Verletzung. Holeschinsky gestand bei der Polizei und vor dem Untersuchungsrichter, daß er aus Eifersucht und Rache gelullt beit habe, doch iwllte er die ungetreue Geliebte nicht töten. Bei der Verhandlung erklärte der Gerichtsarzt in seinem Gut- achten, der Angeklagte sei erblich belastet,, nervös reizbar und von geminderter Intelligenz; ob er zurzeit der Tat von einer momentanen Sinnesstörung befallen worden sei, lasse sich nicht feststellen. Tie Geschwoirnen bejahten die Hauptfrage auf Tod­schlag und die Zusatzftage auf SinnesverNnrrung zurzeit der Tat, worauf der Angeklagte freigesprochen wurde.

Kunst und Wistcnschast.

Man schreibt uns aus Frankfurt (t M.: Tie neu arrangierte November-Ausstellung deS Kunst-Salons H ermeß enthält Sonderausstellungen von Max Schlichting-Berlin, Ren6 Ianssens-Brüssel und Mois Penz-Frankfurt a. M. Außerdem das Original-OelgemäldeVerlobung der heiligen Katharina" von Tizian, das im Jahre 1898 in Berlin im Akademiegebäude ausgestellt Ivar und großes Aussehen erregte. Ferner wird die Aus­stellung vervollständigt durch hervorragende Einzelwerkc von Ad. v. Menzel, H. Thoma, &. Sergantini, Max Liebermann, Fritz Aug. v. Kaulbach, F. v. Defregger, F. v. Lenbach, H. v. Haber­mann, L. v. Zumbusch, P. Burnitz, A. Burger, H. Tumler, ^ranz Conrtens, Fritz Thaulow, Jos. Weuglein, Jos. Israels, W Trübner, E. Zimmermann rc. ?c. Ed. Grützner sandte sein neuestes WerkSchlafender Falstaff" und Max Schüler ein Porträt der Sarah Bernhardt.

fandet urb Derkeffr.

Manganerzsunde int Odentvald. Ans Darmstadt wird geschrieben: 9luf dem bei Wald » Michelbach belegenen Wendel- eben Manganerzbergwerk ist es durch künstliche Unterführungen und Umgehungen des Granitgesteines gelungen, aus Erzlager von 2.50 bis 3 Dieter Mächtigkeit zu stoßen. Ties Manganerz ist von vorzüglicher Beschaffenheit. Odenwäldcr Mangan wird als Bei­mischung zur Fabrikation von Stahl sehr geschätzt.

A u s der T ex t i l i n d u st r i et An den Wolluiärkteu in Australien und Argentinien herrscht gegenwärtig eine sehr feste Tendenz. Ans den gegenwärtig in Melbourne stattfindenden Auktionen besteht besonders rege Nachfrage für bessere Sorten. In Buenos Ayrcs liegen große Kanfordres für Rechnung der Ve^ einigten Staaten vor, die namentlich Kreitzzuebten kauften. Tie Situation in der Textilindustrie in deii Vereinigten Ctaatcii bat sich in jüngster Zeit wesentlich gebessert. TieS gilt nicht nur für die Wollbraitche, soiidern auch für die Seiden- uiid Bauinivoll- industrie. An den ctiropäischen Wollmärkten ist das Geschäft zur Zeil nicht sehr rege. In der europäischen Batunwollindustrie wird seit einiger Zeit im großen und qaitzen eine Bcstcrung der Geschäfts* läge konstatiert.

K o h l c n v r e i S e r h ö h il n g i n S i ch t. Tie Verhand­lungen Se5 Kohlensrndikats über die Preisfestsetzung dürften, wie wir übrigens schon früher mitteilen konnten, eine Preiserhöhung in einigeit Sorten ergeben. Beslimmtcc Angaben in dieser Rich­tung sind vorläufig noch nicht zu mackwn, da das Kohleusvndikat das Geschäftsgeheimnis stets möglichst lange und streng zu wahren ücht.

Japanische Anleihe. Japan nnrb mit seinert-Geldbedürs- niffen von seinen Gcldgeöeni ordentlich unter die Schraub" ge­nommen. Tic neue äußere Anleihe von 12 Mill. Psd. Sterl. muß mit G Proz. verzinst werden, vnb der Ausgabekurs der Fonds beträgt nur OOi/s Proz. Tie japanische Regiw-ung hat unter Berücksichtigung des Emissionskurses alles zusammengerechnet, diesmal eine Verzinsung von 7 Proz. zu tragen. Es ist dies die zweite Ausländsanleihe, die Japan seit bent Llnsbruch des Krieges aufnimmt. Tie erste betrug 10 Mill. Psd. Sterl., ist gleichfalls mit 6 Proz. zu verzinsen und bereu Emissionskurs 93Vr Proz. Prozent.

Märkte.

fc. Frankfurt a. M., 11. Nov. Drig.-Telegr. des ^Gieß. Anz.") S ch w e i n e iit a r k t. Ztmt Verkauf staiiden 311 Schweitte. Schweine: 1. Qualität 60-61 Pfg., Lebendgewicht 4800 Pfg., 2. Oual. 5859 Pfg., Lebendgetvickst 47 00 Pfg., 3. Qualität 5356 Pfg., Lebeudgewicht 0000. Geschäft gut, kein Ueberstattd.

Universität Gienen.

V e r z e i ch n i s der neu e i tt g e s ch r i e b e tt e it S t u b i c r c it b c n. a. Theologische Fakultät.

A. Battsch, Kastel, Lttdwigstr. 8.

W. Eisenblätter, Maittz, Grt'utbergerstr. 27.

9)t. Kragh, Bräraa, Ludwigstr. 4.

I. Lienert, Katzendorf, Nettstadt 4.

F. Müller, Jttgenheini, Bleichstr. 9.

Th. Peter'en, Darmstadt, Ctephanstr. 14.

W. Stephattt, Marienburg, Nettstadt 4.

O. Watenphul, Hüttenhofen, Tiezstr. 7.

C. Wisstg, Bad-Nattheim, Neuenbäue 21.

b. Juristische Fakttltät.

H. Becker, Darmstadt, Bismarckstr. 38.

F. Earlebach, Mainz, Ludtvigstr. 46.

I. Törlam, Groß-Hausen, Sonttettstr. 25.

W. Fabricttts, Darmstadt, Lttdwigstr. 26.

I. Frauz, Qtteckboru, Lttdivigstr. 33.

W. Georgi, Dartnstadt, Wilhelmstr. 10.

H. Haller, Tartnstad't, Bismarckstr. 11.

S. Jacob, Nieder-(tzemünden, Wobnuug ttoch nicht angegeben.

F. Killing, Hagett i. W., Lttdwigstr. 26.

F. Kitoblattch, Frankfttrt a. Al., Wohttung ttoch nicht angegeben.

F. Krug, Mainz, Lttdivigstr. 30.

L. Landzettel, Darmstadt, Goetbestr. 23.

E. Langettbach, Darmstadt, Grüuberqerstr. 52.

E. Schoenhals, Gießen, Stephaustr. 36.

F. Scholl, Dlaiitz, Grünbergerstr. 5.

P. Simon, Maittz, Lttdwigstr. 18.

K. Frhr. vott Äächter-Sptltler, Stttttqart, Moltkestr. 32.

W. Winkelmann, Hirschhorn, Schtffettbergerweg 12.

c. Medizinische Fakultät.

A. Balzer, Tierhlk. Mich lau, Erednerslr. 36.

I. Blümers, Zahnhlk., Erbes-Büdesheint, Plockstr. 10.

K. Bottboff, Med., Telgte, Franksurterstr. 73.

E. Bullmann, Med., Eaterttberg, Bruchstr. 3.

H. Dun, Tierhlk., Aschaffenbttrg, Nettenbätte 9.

St. Duröki, Tierhlk., Guesen, Eredtterstr. 34.

N. Eugau, Med., Darmstadt, Frauksttrlerstr. 69.

R. Geisler, Tierhlk., Dresden, Altcestr. 25.

A. Goldiug, Med., Essenheim, Bismarckstr. 16.

K. Groll, Tierhlk., Ohlau, Marktpl. 20.

F. Grimm, Med., Driedorf, Hillebrandstr. 9.

W. Hammerfchmidt, Tierhlk., Regensburg, Frauksttrlerstr. 81.

R. Höfling, Tierhlk., Rörnhild, Selterstveg 16.

L. Hoffmann, Tierhlk., Hagenatt, Rtegelpfad 28.

S. Katz, Tierhlk., Gießen, Nordattlage 21.

H. Klost, Med., Breitenau, Htllebranostr. 10.

B. Maier, Tierhlk., Schw.-Gntüud, Franksurterstr. 25.

R. Noack, Med., Berlin, Goethestr. 29.

W. Panthen, Tierhlk., Hagenau, Walltorstr. 35.

W. Reich, Aked., Prettngesheim, Grünbergerstr. 10 a.

B. Rosenthal, Med., Gießctt, Bahnhosstr. 54.

L. Sachs, Tierhlk., Heidelberg, Landgrasenstr. 5.

L. Ccharntaittt, Med., Darntstadt, Grünbergerstr. 17.

F. Schnutz, Dted., Siegburg, Bruchstr. 4.

R. Schneider, Dieb., Franksurt a. M., Lttdwigstr. 40.

M. Schote, Tierhlk., Zobtett am Berge, Slephattstr. 15. 4

^l. Schultz, Died., Hamm i. W., Hillebrandstr. 10.

G. Schtttnacher, Tierhlk., Elsheim, Eredtterstr. 12.

G. Steinmüller, Tierhlk., Hohenberg, Alicestr. 27.

Ehr^ Stieda, Med., Leipzig, Alicestr. 11.

O. Stöger, Tierhlk., Landshttt, Dioltkestr. 26.

P. Ctttssler, Tterhlk Mühldorf, Wilhelntstr. 1.

Tecklenborg, Med., Ml'ntster i. W., Franksurterstr. 72.

F. Trümpler, Med., Maröttrg. Ercd..erstr. 81.

W. Voigt, Died., Kassel, Fraukfttrterstr. 43.

9L Wachcttscld, Med., Bad-Nattheim, Lttdwigstr. 52.

K. Wagtter, Zahuhlk., Gatt-Weiuhctut, Wolsstr. 8.

I. Wais, Tierhlk., Waal, Selterstveg 44.

G. Weidutauu, Med., Framersheim, Bahuhoistr. 63.

G. Weigl, Tierhlk., Oberwiechtach, Walllorstr. 23.

A. Wenter, Med., Friedberg, Hillebraudstr. 2.

A. Zahlt, Med., Gerntersheim, Goethestr. 32.

Kirchliche Nachrichten.

Cvattgelische Gemeinde.

2 4. S o n n t a g n a ch T r i n i t a t i s, d e n 1 3. N o v e m b e r? (bettesdicust.

3tt her Stadtkirche.

Vormittags 9/2 Uhr: Plarrasfisteitt S ch u l z.

Vormittags 11 Uhr: Kittdcrlirche für die Diarkusgentcinde.

Pfarrer S ch w a b e.

^Abends 5 Uhr: Pfarrer D. Schlosse r.

Di oulag, bett 14. Novctuber, abeuds 8 Uhr: Vereinigtmg bev kottfirmtcrtctt weiblichen Jugend der Diatthättsgettteinde. '

D i e tt s t a g , den 15. November, abends 6 Uhr, 93er- eittigttttg der konfirmierten weiblichen Jttgend der Diarktts- genteinde.

D o >t tt e r s t a g , dctt 17. November, abends 8 Uhr, im Matthä'ussaal, Kirchstraßc 9: Vortrag der Missionarin Fräulein A. Steiner über die Mission unter der Frattemvelt in Indien.

In der JohantreSkirche.

Vormittags 9'\ Uhr: Pfarrer Eule r.

Vorntittags 11 Uhr: Kindcrgottesdienst für die Lukas- gcmeiltdc. Pfarrer Euler.

Abettds 5 Uhr: Siebe Ctadtkirche.

Somttag abettd 8 Uhr: Versantmlttng ttttd Bibelbefprechuttg tm Koitfinnattdcttsaale der IohattttcSktrche.

Motttag, bett 14. November, abends 8 Uhr, BibelstnndL im Konsinnandensaal der L tt k a s g e m e i tt d e, Liebigstraße 56. Text: Offb. Joh. 2, 1217. Pfarrer E n l e r.

Nächstfolgenden Sonittag, dctt 20. November, Gedächtnis­feier f ü r d i e V e r st o r b e tt e n. 9(tt diesem Tage nachmittags 2 Uhr Gottesdienst in der ölten Friedhosskapelle.

A n die K o tt s i r m a tt d e tt der I o h a n n e s g e m e i n d t tt n d ihre Elter n.

Noch immer bin ich krattk, der Arzt verbietet mir noch für einige Wochett jede Arbeit nach attßen hin, Darttm ist es Zeit, daß Ihr liebelt Kottsirmandett eitdltch geordneten Unterricht be- foittmf. Herr Pfarrer Ettler ist gente bereit, Euch in feinen Konsirmandenuuterricht der Lttkasgemeittde attfzunehmett, tutd zwar die Kuabcu Molttags tntd Donnerstags von 34, die Mädchen alt deitselben Tagelt von 41/» bis 57i Uhr. Er hat dazu Platz in seinem Kottfirmalldensaal iit der Liebigstraße. Deshalb fordere ich Euch auf, vom nächsten Diontag, den 14. d. Mts. an, Eltch zu den Koltfinnalldensttuldell der Lttkasgemeittde einzttfinden; ich erwarte vott Ettch, daß Ihr Euch brav, attstäudig und sletßig verhaltet, Somit Herr Pfarrer Euler fein Aergernis über Euch hat. Auch ist cs Zeit, daß Ihr Ettch einen geregelten Kirchgang angewohnt, Herr Pfarrer Ettler wird Euch das Nähere darüber mitteilen.

Diit herzlichctn Gruß, auf baldiges Wiederselwn.

Euer Pfarrer Dr. Naumann.

Israelitische Neligionsgesellschast.

S a b b a t h f e i e r am 12. N o v e m b c r 1904.

Freitag abettd: 4.20 Uhr.

Samstag vormittag: 8.30 Uhr.

Samstag nachmittag: 3.30 Uhr.

Sabbathctnsgmtg 5.35 Uhr.

Wochengottesdiettst: morgens 7.00, abenSs 4 00.

Israelitische Neligiousgemeinde.

Äottesdienä in brr Synagoge (5üdtinGgc).

Santstag, beit 12. November 1904:

Vorabend 4.30 Uhr.

Morgens 9.00 Uhr.

Nachmittags 3.30 Uhr.

Schrifterklärung.

Sabdathausgang 5.35 Uhr.

Eingesandt.

(Für Form unb Inhalt aller unter di -r Rubrik stchenbcn Artikel übernimmt bic Rebaltiou bem Pttblikum gegenüber keinerlei

Verantwortung.)

Wir erhielten folaende Zuschrift von Bürgermeister Weib* ner aus Herchenhaiu:

Dtirch mehrfache innerhalb ber letzten Wochen in Ihrer Zeit­ung erschienenen Erörterungen über bie stattgehabte Bürger- meistcrwahl in Herchenhaiu dürften unrichtige Tarstellunger in eine größere Zahl vott Zeitungen gekommen sind. Es gehört nickt zu meinen Gepflogenheiten, mich auf Zeitungspolemiken einzulassen, die in Nr. 240 des Gießener Anzeiger gebrachte längere Ausführung z u r H e r ch e nhai n e r Bür germeist ewähl veranlaßte mich jedoch, im Hinblick auf bie gegen mich gerichteten persönlichen Angriffe zu folgenber Erklärung, bie ich aufzunehmen bitte:

Es ist erfunden unb von ben Einsenbern nicht z n re d)tfertigen, wenn sie behaupten, ich habe 1) mir alle erben Hiebe Mühe gegeben, für eine Wahlversammlung ein Lokal zu erhalten, was gefcheitert fei, weil bie beiden Wirte mir ihre Lokale verweigert hätten. (Ich habe bei niemand um ein Lokal nachgefucht.) 2) Die weitgehendsten Versprechungen gemacht, um Leute auf meine Seite zu bringen. 3) Eine Versammlung in mein Wohnhaus einbenifen.

Driefkallen der Redaktilm.

(Anonyme Anfrage!» bleiben nnberücksichtigt.)

M. L. Die Zttstclluttg der Klage hat auf die Verjährung feinen Einfluß.

H- F- N. Für Ihre freundlichett aiterkenttendett Zeilen besten Dank. Alle Theateraufführuugen iu breiter Attsfübrlichkeit zu be- sprechett, ist iitdeß mt§ verschiedenen Gründen nicht aitgäugig. Laube'sKarlsschüler" witrden überdies bei ihrer letzten Gießener Anfführung am 8. Februar 1901^ emgehend gewürdigt, und heute wäre über das alte uerftciubtc Stück schlechterdittgs ttichts Neues zu sagen. Wenn Sie ein Interesse daran haben, so ließe sich tvohl noch eine Nummer mit jener Besprechung jür Sie aus- reiben.

Familten-Nachnchtcn.

Gestorben: Veronika Suter, geb. Schäfer, Bad-Natth ei in.

Nu brat' mir Einer einen Storch!

Fay's ächte Sodener Mineral - Pastillen haben meinen h h n Katarrh ivahrhaftlg bis onf die letzte Spur verjagt! Man I B | soll's nicht benfen, wie viel Sie prächtigen Dinger nützen. I I | Gestern konnte ich mit jeden» Köter um die Wette bellen III und heute - Brust, Hals alles frei, der Diagen in Ord- 1 nung! Von jetzt ab fümmeit mir Fay's Sodener nicht mehr aus der Tasche. Per Schachtel 31t 85 Pfg. überall

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