Erstes Blatt.
Freitag 11. November 180-1
Scholstratze 7. llbrefie für Depeschen: Vnzetger Gieße». Fernsvrechanschlug Nr 51.
151 Jahrgang
GietzenerAmeiger
• General-Anzeiger y
Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Eietzen
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Verantwortlich fflt den potiL und allgem. Teil: P. Witlko: für .Stadt und 2ctnb* und .Gerichtssaal-: August Goetz; für den An- zeigenteil: HanS Beck.
Nr. Ä66
o-lch-tut eaglich außer Sonntags.
Dem Gteßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Familien» hlStter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der Brühk'schen Untverl-Buch-u. Stein- druckeret. 9t dang«.
Are heutige Wummer umfaßt 12 Seiten.
Kin vaterländischer KedenKtag.
Gießen, 11. November 1904.
Tas ganze Großherzogtum Hessen und das benachbarte Kurhessen stehen in diesen Tagen unter dem Zeichen Philipps desGroßmütigen. Auf den nächsten Sonntag, den 13. November 1904, fällt des großen Landgrafen 400. Geburtstag. Philipps des Großmütigen Lande bilden ja heute längst keine territoriale Einheit mehr, denn die alte Landgrasschaft umfaßte Gebietsteile, die jetzt zum Teil dem Königreiche Preußen, zum Teil deut Großherzogtum Hessen an gehören, nämlich: Niederhessen Mit der Hauptstadt Kassel, Oberhessen mit der Hauptstadt Marburg, die Grafschaften Ziegenhain und Nidda, die Obergrafschaft mit Darmstadt, die Niedergrafschaft mit St. Goar, einen Teil der Grafschaft Diez und der Herrschaft Eppstein, die Aemter Homburg v. d. H., Bickenbach, Umstadt zur Hälfte und viele kleinere Gebietsteile. Darum gedenkt ntan sowohl in Hessen- Kassel wie bei uns in Hessen-Darmstadt in diesen Tagen pietätvoll des größten unter den hessischen Fürsten. Und nicht nur die Hessenlande, sondern auch das ganze protestantische Deutschland ist an der Feier mitbeteiligt; denn Landgraf Philipps Bedeutung ging ja weit über die Grenzen seines Landes hinaus. Blättern wir in dem Heldenbuche der deutschen Reformationsgeschichte, so begegnet uns der Name des hessischen Landgrafen fast auf jeder Seite, und die hehre unbestechliche Göttin Geschichte nennt ihn unter ihren unsterblichen Lieblingen einen Fürsten der Toleranz, dessen ganzen hohen Menschheitswert erst eine spätere Zeit erkannte. IN seltenem Maße gehörte ihm die Liebe seines Volkes, für dessen Wohlfahrt er allezeit unermüdlich besorgt war. Zwingli hatte Recht, als er am 22. Juli 1530 an den damals 25jährigen Fürsten, dem sein kraftvolles Eintreten für den widerrechtlich aus feinem Lande vertriebenen Herzog Ulrich von Württemberg den Beinamen „der Grotznckitige" eintrug, schrieb:
„Es ist auch alle Ehr der Geburt und Herrlichkeit klein, ja nichts gegen der Ehr, die inan im Himmel und auf Erden bekennen und loben wird, daß Ihr der einstige und erste seid aus allen Fürsten, der ohne Hintersichsehen den Pflug hebt." Tie Stadt Gießen hat vor allen Städten des Großherzogtums den Vorzug, daß die Philipps feier, die die hessische Landes Universität morgen begeht, ausgezeichnet wird durch die Teilnahme Sr. Kgl. Hoheit unseres Groß Herzogs Ernst Ludwig. Ein inniges Band der Zuneigung verknüpft von Alters her im Hessenlande Fürst und Volk. Sei es in dem treuen Charakter des Hesfenvolkes begründet, sei es das Verdienst der hessischen Fürsten, der Nachfolger Philipps des Großmütigen, die es verstanden, sich durch, edle Leutseligkeit und ehrenvolles Handeln die Liebe ihres Volkes zu erringen — die herzliche Harmonie, das innige »Verständnis für die gegen- feitigen Interessen, die in Heften Fürst und Volk verbinden, dürfen beide unt Stolz erfüllen.
Großherzog Ernst Ludwig ist einer der würdigsten Nachfolger Philipps des Großmütigen, einer der von seinem Volke geliebtesten deutschen Fürsten unserer Zeit. „Höchstes Glück der Erdenkinder ist doch die Persönlichkeit", sagte Goethe einmal. Dieses Glück ist auch dem Großherzog Ernst Ludwig zu gemessen. Der Dichter fährt fort:
Jedes Leben sei zu führen, , \ . -
Wenn man sich nicht selbst ermißt;
Mles könne man verlieren, Wenn man bliebe, was man ist.
Dieser Spruch trifft auf unseren Landesherrn vor vielen Mächtigen Fürsten und Herren zu. Gerade deswegen verehren und lieben aus tiefstem Herzen auch die Bewohner Gießens ihren Fürsten, nicht mit hösischer Devotion, sondern mit der Liebe 4des freien Mannes, der auch im' Monarchen zuerst nach dem Charakter und der menschlichen Qualität, und dann erst nach dem Piedestal sieht, auf das ihn die Vorsehung gestellt hat. Sie sind, mitsamt. der Gießener Gelehrtenrepublik, stolz darauf, daß er zur Phitippsfeier just nach Gießen kommt, daß er vor allen seinen Städten feiner Universitätsstadt, von der aus der reformatorische Geist Philipps des Großmütigen über die Hefti-, scheu und über die anderen deutschen Lande dringt, die außerordentliche Ehre seines Besuches schenkt, gleichzeitig iim der erste zu sein, der durch die Pforten des neuen Palastgebäudes des reichen Universitats- bijcherschatzes tritt. . r
Nur kurz weilt diesmal der Großherzog in unseren Mauern, aber wir wissen, daß er Gießen und die Gießener nicht vergißt, daß er die alten, in seinen ersten Jünglrngs- jahren beginnenden Beziehungen der Wertschätzung und Liebe, die zwischen ihm und Gießen bestehen, mit der Treue pflegt, die dem gewissenhaften Herrscher Regentenpflicht geworden ist.
Sein getreues Gießen entbietet ihm ehrfurchtsvollen Gruß. Heil dem Landesherrn! Gott segne den Großherzog!
Irr Aufstand in AeutsH-Südwestafrika.
Ein Weißbuch über Südwestafrika.
In parlamentarischen Kreisen verlautet, daß dem Reichstag im Anschluß an die bedeutenden Geloforderungen für Südwestafrika ein Weißbuch zugehen wird, das über den bisherigen Verlauf des Feldzugs im Zusammenhänge berichten, die Notwendigkeit der Truppennachschübe vom militrischen Standpunkt aus darlegen und einen Ausblick in d i e n ä d) fte 3 n Fun ft des Schutzgebietes eröffnen soll. Es ist nahezu ein halbes Jahr verstrichen seit der letzten parlamentarischen Diskussion über Südwestafrika, und damals konnte nur wenig gesagt werden, weil die Entwicklung der Dinge sich nicht absehen
ließ. Andererseits hat das Volk bei den schweren Opfern, die es für die Kolonie bringen muß, Anspruch, aufs genaueste unterrichtet zu werden. Es ist überhaupt zu wünschen, daß die Regierung die kolonialen Fragen allgemein dem diplomatischen Halbdunkel entrückt. Man sollte dem Beispiel Englands Weißbücher vorleaen. Die Denkschriften über die Entwickelung der Schutzgebiete behandeln weiter zurückliegende Zeitperioden, sind also nicht zeitgemäß genug. Dem Kolonialamt würde daraus allerdings eine größere Arbeitsleistung erwachsen, aber es geht ja "bereits das Gerücht, daß die Umwandlung dieser Abteilung des Auswärtigen Amts in ein selbständiges Reichsamt im Plane liegt. Auch ist das Kolonialawt seit einigen Jähren in einem eigenen «Verwaltungsgebäude untergebracht, was auf die dlbsicht einer organischen Lösung vom -Auswärtigen' Amt hindeutet. Ueber die Angelegenheit dürften die Kolo- niäldebatten im Reichstag ebenfalls Aufschluß bringen.
Am Typhus gestorben: der Reiter Winterle und Wei- ck)elt. Trompeter Unteroffizier Neubert am 6. November bei Okamungongou durck) Schuß in den Oberarm schwer verwundet. Reiter Christian, seit 19. Oktober aus dem Wege Epukiro-Okahand)a, wird vermißt.
Zur Verstärkung bezw. Ergänzung der Schutztruppe in Südwest-Afrika werden vom 12. November bis zum 17. Dezember vier Truppentransporte in das Schutzgebiet abgesendet, deren Gesamtstärke 76 Offiziere und 2290 Mannschaften mit 2214 Pferden beträgt.
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Nachdem im laufenden Jahre die Polizei truppe in Kamerun um 3 00 Mann vermehrt wurde, kommt, wie der „Schles. Ztg." gemeldet wird, im nächsten Jahre noch eine Verstärkung von 10 0 M an'n hinzu. Ferner soll die Kompagnie der Schutztruppe, die im vorigen Jähre abgesetzt wurde, wiederhergestellt werden. Dadurch wird die bewaffnete Macht im Schutzgebiet auf mehr als 1500 Mann gebracht.
Tie „Nationalztg." erfährt von unterrichteter Seite, die amtliche Berichterstattung aus Kamerun werde zukünftig auf solche Vorgänge ausgedehnt werden, denen man an Ort und Stelle keine größere Bedeutung beimessen zu sollen glaube, und die, wenn sie auf privatem Wege nach Deutschland gelangen, Beunruhigung Hervorrufen können.
Voütische Tagesschau.
MajestatLbeleidiguirgen.
Für die wegen Maiestätsbeleidigung Verurteilten wird vom Kaiser das Begnadigungsrecht seit einiger Zeit in umfassender Weise ausgeübt. Wie ein Berliner Blatt hört, wird den Anträgen auf Begnadigung so gut wie ausnahmslos Folge gegeben, wenn der Verurteilte Bevölkerungsschichten angehört, in denen der geringere Bildungsgrad und die mangelnde Erziehung ein rohes Wort schnell sprechen lassen. Ebenso erfolgt die Begnadigung fast stets bei solchen Personen, von denen angenommen werden darf, daß sie sich der Tragweite ihrer Aeußerungen gar nicht bewußt gewesen sind oder daß sie in einem Zustande gehandelt haben, der wie bei Trunkenheit die ruhige Üeberlegung ausschließt.
Dies ist erfteulich zu Höven. Der preußische JUstiz- minister Schönstedt hat aber im Reichstag schon vor Jahren im gleichen Sinne sich geäußert. Wichtiger als die Begnadigung erscheint uns die Anweisung an die Anklagebehörden, in solchen Fällen, z. B. bei rachsüchtigen Anzeigen, möglichste Zurückhaltung zu beobachten.
Kirche und Schute.
— Wie der „Berl. Ztg." aus Metz gemeldet wird, geht dort das Gerücht, Bischof Benzler trage sich mit Gedanken, seine Würde niederzu legen und in fein Kloster in der Eifel zurückzukehren.
Kolonialpost.
— Wie aus Sidney nach London gemeldet wird, seien im Simpson-Hafen in Deutsch-Neu-Britannien die Errichtung einer großen Werft, sowie von Warenhäusern im Gange. Angeblich seien diese Werke für die Bedürfnisse der Norddeutschen Lloyd-Dampfer bestinnnt. Doch glaubt man, es bestehe die Absicht, den Hafen zu einer deutschen Flotten-Basis zu gestalten.
AöerHessischer herein für innere Mission. ii.
r. Gießen, 9. Nov.
Tie heutige Jahresversammlung im Konfirmandensaale !drr Johanueskirche litt etwas unter dem schlechten Wetter, das wohl manche Freunde von auswärts abgehalten hatte, zu kommen. Tas war umsomehr zu bedauern, als sie ganz besonders wert- und gehaltvolles bot. Das galt zunächst von der schönen Morgenandacht, die Direktor Dr. Wurster aus Friedberg, der Verfasser des vortrefflichen, den Bedürfnissen unserer Zeit so verständnisvollen Hausandachtsbuches (Hausbuch für evang. Christen") über 2. Tim. 1, 7 hielt. Nicht minder aber auch von dem Vortrag des Herrn Pfarrers Julius Werner aus Frankfurt a. M. über „Christentuw und moderne Literatur", in dem er fiel) als ein genauer und seiner Kenner unserer modernen Literatur erwres. Redner, der erklärte, sich' auf Drama und Roman beschränken zu wollen, führte in geistvoller freier, vielfach durch treffliche Beispiele gewürzter Rede zunächst aus, was an der modernen Literatur den Widersprud) frommer Christen herausfordere: der bewußte Widersprud) gegen alles Ueberlieferte, in Religion und Sittlichkeit so gut wie in Kunstformen, der vielfach für die Vergangenheit kein Verständnis habe, sich am
„Namen geradezu berausche, der schrankenlose SubjektiviF- mus, der sich allen festen Normen und Maßstäben entziehe, eine „Los-von-Gott-Vewegung", die vielfach zur „Los von- Sittlichkeit" werde, eine Bestienmoral, die nur noch das' Recht der eigenen Persönlichkeit, bis zum Recht der „freien! Liebe", anerkenne, und sich in der Zerstörung der Ehe unty des Familienlebens gefalle. In Stil und Darstellungsweise herrsche vielfach eine aphoristische Art, der Reiz, werde gesucht im Widersprud) der Stimmungen mit den überlieferten Wahrheiten, in der Ausstellung von Problemen, die keine Lösung fi'.lden, in unklaren Stimmungen, in breiter Kleinmalerei. Au Stelle gesunden Humors dränge sich zersetzender Witz und gelegentlich nervöse Lustigkeit. Der gerühmte Realismus wende sich einseitig der Nachtseite zu> die psychologische Betrachtung verliere sich in minutiöses Beobachtungen. Trotzdem müsse auch der fromme Christ sich mit diesen Dingen beschäftigen.
Man könne manches daraus lernen, zunächst Verständnis der unsere Zeit beherrschenden Gedanken, aber auch wirklich' für die Kenner wertvolles: Wirklichkeitssinn, psychologische Begründung, Kunst der Darstellung. Unserer christlichen! Volksliteratur im engeren Sinne fehle es oft daran. Wir könnten ja nimmermehr darauf verzichten, den Inhalt auch auf seinen Gehalt anzusehen, aber auch die Darstellung müsse künstlerisch wertvoll sein. Daß es auch unserer modemest Literatur nicht an Künstlern und Werken fehle, die nach beiden Richtungen Gediegenes und Bedeuterrdes bieten, erläutert Redner^ ,cm einer Reihe von Beispielen (Raabe/ Seidel, Fisck)er-Graz, Rosegger, and) Tolstoi-Frentzen trotz einzelner Bedenken). Eine lebhafte Diskussion knüpfte sich an, in der besonders betont wurde, wie sich in der Literatur! nur wieder spiegele, was das geistige Leben unseres Volkes! bewege, wie das gesteigerte Kraftgefiihl, das Streben, seine! Persönlichkeit aus leben zu wollen, eine gesunde Reaktiont sei gegen die vor 1870 vielfach vorhandene Weichheit unds Berschwommienheit des deutschen Volkslebens, wie es auch darauf ankomme, daß im Kunstwerk ein wirklicher Künstler zum Wort komme, der echt aus innerem Drange schaffe, und darum wahr sei, wie im modernen Realismus nur der alte gesunde Realismus z. B. eines Jeremial Gotthelf wieder zur Herrschaft kommt, aber auch, daß man sich durch manche abstoßende Züge der modernen Literatur, ihren ost pervers- sinnlichen Zug nicht abhalten lassen' dürfe, anzuerkennen- daß in ihrem tiefften Streben vieles zur Geltung komme, was aus dem Geist des Christentums komme: oer Simt für das Kleine, die Fähigkeit, auch im Häßlichen noch dem göttlichen Funken zu erkennen, die Vorliebe!für „Stimmung", d. h. das Enrpfinden geistiger Werte usw. Nur durch wirklich edle Kunstwerke könne man falsche Afterkunst bekämpfen.
Nod) sei nachgetragen, daß vor Eintritt in die Tagesordnung Pfarrer Fritsch aus Ruppertsburg den schamlosen Artikel zur Spraye brachte, in dem der Simplieissi- mus mit in geradezu unerhört unflätiger Weise die Konferenz der Sittlichkeitsvereine und die Kämpfer für die Sittenreinheit in unserem Volke in den Schmutz zieht. Die aus allen Ständen gemischte Versammlung nahm eine Er- klärung an, in der die einmütige Verurteilung solch schandbaren Treibens misgesprochen wurde. Ohne einer freimütigen Kritik bestehender Mißstände den Weg verschränken, oder ihr die Waffe aud)' eines scharfen Spottes wahren zu wollen, muß sich unser Volk einer solchen offenbaren schmutzigen Gemeinheit erwehren, lueun es nicht Schaden leiden solle; an seinem Besten. Zur Ergänzung des Vorstandes wurden an Stelle des .Herrn Landgerichtsdirektors Domseiff urt# Stiftspfarrer Weber in Lich die Herren Oberstaatsanwalt; Theobald und Pfarrer Weber in Lang-Göns gewählt^
Aus Stad! und Kmd.
Gießen, den 11. November 1904.
* * Die Ergänzungswahlen zur Großherzog^ lichen Handelskammer, die gestern stattfanden, hatten folgendes Nefnltat. 177 Stimmen haben gewählt. Davon entfielen auf Kommerzienrat Koch 174, Kommerzienrat Heichelheim 168, Fabrikant Schirmer 171, Fabrikant W. Zurbuch 149 und Ernst Balser 114. Die ansgeschie- denen Mitglieder der Kainmer sind damit wiedergewählt. 62 Stiinmen wurden für August Gabriel jun. abgegeben, 15 Stimmen zersplitterten. Die Wähler für Gießen-Land vereinigten 50 Stimmen einstimmig auf Fabrikant L. Rinn in Heuchelheim, der somit gewählt ist. — Es haben nun noch zu wählen Grünberg (heute mittag von 2—3 Uhr), Alsfeld (heute von 10—12 Uhr) und Lauterbach (Montag von 10—12 Uhr)*
* * Der Hi st orische Verein f ü r d a § G r o ß h e r z o g» tum Hessen ließ uns eine Einladung zugehen zu der aut 13. November d§. Js. vormittags ll1/, Uhr, im städtischen Saalbau in Darmstadt stattsindenden Feier des 4 0 0. Geburtstages Landgraf Philipps des Großmütigen. Das Programm enthält u. a. Psalm: „Wann ich in Angst und Nöten bin". Text von Burkhard Waldis (c. 1500 bis 1556). Musik von Johann Heugel, Hofkomponist Langras Philipps des Großnn'itigen (1500—1589), eine Ansprache des Präsidenten des historischen Vereins für das Großherzogtum Hessen, Archivdirektors Dr. Freiherrn Schenk zn SchweinS- berg und eine Festrede von Oberlehrer Lic. theol. Herrmann.
* * Der Bezirksverein Nord-Ost teilt uns zu der gestrigen kurzen, uns von privater Seite zugegangenen Notiz folgende tatsächliche Darstellung seiner vorgestrigen General- versannnlung mit. Der Vorsitzende, Herr Max Friedberger, eröffnete die sehr gut besuchte Versammlung mit einem Geschäftsbericht über das abgelaufene Vereinsjahr und trat da-


