qrtivfcn fei feien seht bar Burvcmvorstrcher und her ango- ftfiTtx Ovbilfe StaaÄbctaitie. Sie bildeten ein wichtiges Mit o in dein großen ^crtpnlfTrngSaigxirat. Dem von dem Vorstand der Birreanl'eamden gestellten Anträge ans Ein firdnmg ber Einiälrrigenderechtials Vordeotn'sgnrg für die Zulassung zum Examen ständen erbebTtcf^c Bedenken entgegen. Elnnnrl liege kein (^nutb vor, strebsamen Volks- fdniTcnt diese Becnntenlanfbadn zu verschließen. Ans der Dvlkssckmle seien fein* tüchtige und vorzügliche Beamte dervorgegangen. Neberdies stehe die dessksche Volksschule auf so hoher* Stufe, daß sie s. E. vollständig mrsreicbend sei. (Gerade als Vorsitzender der Kreisschulkomlmission lege er Wert bvranif, befähigten Volksschülern die fraglichen Stellen zugänglich zu machen. Sehr wichtig für die tPrtixL amtx<Bilreaubea inten ^Karriere sei die Kenntnis der Stenographie, die bei den VrrdanL'lnngen in den Kreis- und Pwvinzialausschuß-Sttzungeri nrit großem Nutzen verweiset werden könne. — Der Vorsitzende legte hierauf die (Gründe dar, die den Vorstand veranlaßt hätten, das fragliche Ersuchen an die (Nroßh. Regierimg AU richten, Ckrn- besonders sei der Vorstand von der Erwägung ausgegangen, daß der Stand der Kreisantts-B^lrearrbi^amten, der nun in Rang und Gehakt mit den Finanzbeamten und Gerichts- schreibern gleichgestellt sei, auch binfichtlstl) per Vorbildimg aut gleiche Steife zu stallen sei. Der Vorstand habe übrigens noch “ einen weiteren Vorschlag erwogen, den er aber erst in zweiter Ainie habe stellen wollen, nämlich den Antrag, eine Vorprüfung einzufuhren, die sich auf das allgemeine Wissen zu erstrecken habe Vom Bestehen dieses Borexamens solle die Znlassimg zur Fachprüfung abhängig sein. Darmt werde das Examen selbst entlastet und weiter bezweckt, daß nur beMigte jimge Leute zur Fachprüfung zugelassen wer- bcn. — Pwvinzialdirektor Dr. Breidert erwiderte, der von dem Vorsitzenden mitgeteilte weitere Antrag auf Einführung einer Vorprüfung scheine ihm sehr erwägenswert. Im übrigen glaube er, daß eine Benachteiligung der KreiS- anrtS-BMLubeamten, deren dienstlicl^ Tätigkeit sicher so hoch cm Zuschlägen sei, nnc die der Finanzbeamten und Gc- mchtsschrerber, nicht zu befürchten sei.
- DaS Amtsgeheimnis der Post. Die General- bireftion der bayerischen Posten und Telegraphen bringt ihren Beamten die Vorschriften über das Amtsgeheimnis der Post in Erinnerung. Diese Vorschriften gelten auch für daß Gebiet der ReichSpostverwaltung, und eS scheint unS zweckmäßig, hier wiederzugeben, rvas die Münchener „Allq. Ztg/ schreibt:
Da das Brief-, Telegraphen- und Amtsgeheimnis besonders aut dem Lande vielfach nicht mit jener Gewissenhaftigkeit gewahrt wird, die im Aiteresie deS Dienstes imbedingt gefordert werden nrup, so bat die Generaldirektion der Poften und Telegraphen die im § 5 und § 8 deS ReicbSpoft- bezw. Reichstelegraphenqefetzes enthaltenen bezüglichen Beftimnmngen in Erinnerung gebracht und erlauien, daß sich daS Brief- und Telegraphengeheinmis nicht nur auf den Inhalt der Postsendungen, Telegramme und telephonischen Mitteilungen, sondern auf alle Tatsachen des postalischen, telegraphischen und telephonischen Verkehrs zwischen zwei Personen — also z. B. auch die Zu- Peilungen von Zeitungen, worauf besonders hinzuweisen wir Grund haben — erstrecke, welche dem Postbeamten oder Bediensteten aus seiner bienstlicben Belastung hiermit bekannt geworden seien. Als unter dem Schutz deS Bries- und Telegramm- geheirnnisieS stehend sei eS beispielsweise verboten, dritten Personen oder Behörden irgend welche Mitteilungen über den Inhalt von Briefen, Postkarten, Postanweisungen, Begleitadressen, Telegrammen, telephonischen Gesprächen n. bergt znkommen zu lassen oder deren KenntniS- nahme zu gestatten: als dritte Personen seien nicht allein alle Privatperionen, mit Ausnahme der Absender, Adresiaten oder deren Bevollmächtigten, sondern auch jene Poft- oder Telegraphenbeamte anzusehen, die bei ber betr. Poft- ober Telearaphenanftalt nicht bedienstet sind. DaS dierchhabende Personal selbst habe sich der Ein- sichMahme der Korrespondenz usw. tunlichst zu enthalten und solle sich über den ihr bekannt geworbenen Inhalt ber genannten Gegenstände auch gegenseitig nur insoweit Mitteilung machen, als eS ber Dienst erfordere.
verniischteA.
♦ Die Pilgerfahrt einer Prinzessin. DTH- r-end man sich über die Flucht der jtoburgerin unterhält, frischt das „N. W. Journal" die Affäre der Prinzessin Alice, geschiebenen Gemahlin des Prinzen Friedrich von Schönburg-Waldenburg wieder auf. Diese 2lffäre spielte in der Hauvtsache in Dresden. Das genannte Blatt teilt mit: „Ilm eine Schuld zu sühnen, unternimmt soeben ein fürstliches Paar eine Pilgerreise von Sachsen aus zu Fuß nach der Ewigen Stabt (Rom). Prinz von Schonburg- Daldenbnrg hatte sich im Jahre 1897 in Venedig mit der Prinzessin Alice von Bourbon vermählt. Dort wurde das Paar von dem damaligen Patriarchen Sarto, jetzigen Papst Pius X., getraut. Die Q?fie war indes keine glückliche und es kam zur Scheidung. Seither hat Papst Pius X. allen seinen Einfluß ausgewendet, um eine Aussöhnung der Geschiedenen hercheizufuhren, und das ist ihm denn auch gelungen. Die weitere Folge hiervon ist die nunmehrige Pilgerfahrt des wiedervereinigteu fürstlichen Paares nach Rom, um dort vom Papste die volle Absolution zu erbitten. Das fürstliche Pilgerpaar kehrt auf seiner Fußreise in den gewöhnlichen Gasthöfen ein, die es auf seinem Wege vorsindet, und betätigt seine Büßfertigkeit auf dem ganzen weiten Weg durch Werke der Wohltätigkeit, indem es überall Almosen verteilt. Prinzessin Alice trägt eine schwarze Reisetoilette ohne geglichen Schmuck: als Kopfbedeckung einen schwarzen Schleier. 7 r Prinz legt den toeiten Weg in einem^schlichsten grauen Anzüge zurück; er trägt gleichsam zur Betonung des Wesens seiner Pilgerfahrt eine schwarte Armbinde. Als Fußbeklei düng trägt er Sandalen unb das Haupt bedeckt ein dunkler Filzhut."
• Der Jurist als Kneipwirt. Man berichtet un- term 6. Ceptbr. aus Halle: Der stub. jur. Ziegel von hier, nachdem er in Greifswald und Halle 16 Semester Jura genossen hat, sagte ber Juristerei Valet und wurde ehrbarer Bierwirt. Jedenfalls konn er als akademisch gebildeter Gastwirt mit seinen juristischen Kenntnissen kein Unheil anrichten. Daß er sich in den 16 Semestern bei seinem Studium nicht allzu sehr abgerackert hat, dafür sorgten die Forschungen auf dem Oe biete bet .Bierologie*. Aber auch in bem neuen Berufe ist eS dem Jünger der Rechtswissenschaft schlecht ergangen. Bei der Uebernahme der Kneipe „Zur fröhlichen T ederkehr" versagten seine juristischen Kenntniste gänzlich, und man hat ihn, wie man so zu sagen pflegt, gründlich üderS Ohr gehauen. Mit der Gattin deS früheren Besitzers lener Kneipe kam er m Streft. Die Frau brachte bem Z. ar Besicht einige .Kratzwunden bei. Gegenwärtig klagt sich der So maltrastierte Jurist auch noch vor dem Gewerbegerich
" ' -Lxrid)<rfterin, Frau Lebusch, die chn unter an- urw „Lump" genannt haben soll. Dre Verhandlung wurde n»rto^,
• Der Plan ein er Gebirgsbahn auf den Montblanc, der der französischen Regierung von einer Finanzgruppe unterbreitet worden war, hat die Genehmigung erhalten. Rach dem am 9. Juli zwischen dem Präfekten deS Departements Haute Saooie und den Vertretern wr Finanzgruppe unterzeichneten Vertrage ist die Konzession ür eine elektrische Bahn auf 75 Jahre unter folgenden Bedingungen gewährt worden: Die Bahn soll bei Le Fayet St. Gervais, der vorletzten Station auf der Linie Gens— Chamonnix, beginnen und Haltestellen vorsehen bei St. Gervais led BainS, Motivon, Col de Voza, Pavillon de Bellevue, Mont Lachst, LeS Rognct, Tete Rouße und der Spitze der Aiguille du Gouter. Die endgiltigen Pläne sollen innerhalb eines Jahres vorgelcgt werden, der Bau muß im zweiten Jahre beginnen und binnen sechs Jahren vollendet werden. Während der Zeit vom 15. Juni bis 15. September sollen demnächst in jeder Richtung zwei Fahrten stattfinden. Die Fahrgeschwindigkeit darf 9 Kilometer in der Stunde nicht übersteigen; der Fahrpreis soll 1,50 Frcö. für das Kilometer betragen.
* Die Schlösser dcS Zaren. Nicht viele dürsten wißen, baß Nikolaus II. in seinem ungeheuren Reiche mehr als hundert Paläste und Schlösier besitzt. In diesen hundert Schlößern sind ständig fast 32 000 Bedienstete, Köche, Pagen, Kammerdiener, Küfer, Kammerfrauen, Stallknechte, Vorreiter und Gärtner beschäftigt. Die Gehälter dieses gewaltigen Dicnerhceres betragen jährlich mindestens 16 Millionen Mk. In den Ställen bc8 Zaren stehen 5000 biß 5500 Zug- und Sattelpferbe, unb baS Vieh, baS auf ben Besitzungen deS Kaisers gezüchtet wirb, umfaßt mehr als 50 000 Häupter. Die meisten seiner Schlößer hat Nikolaus II. noch nie gesehen unb gewohnt bat er nur in einigen wenigen. Trotzbem bars baS Leben auf keiner einzigen bieser Besitzungen still stehen, unb eß wirb in allen Schlößern genau so gewirtschaftet, als wenn die kaiserliche Familie bovt für bie Dauer Aufenthalt nähme.
• Poesie im Untersuchungsgefängnis. DaS Poesie-Album beS Berliner Kriminalgcrichtßgebä»lbe8 setzt sich zusammen auß ben Hcrzenßergußen, btc bie Unlersuchungß- gescmgenen an die Wänbe ber DetentionSzellen kritzeln, in denen sie ihre Vorsühnmg vor die Strafkammer oder ihre Abführung noch dem Gefängniß erwarten. Manche dieser .Blüten und Perlen bcutscker Dichtung^ sind biß auf einige Kraftaußdrücke verbrecherischen Galgenhumors nicht nichr zu entziffern, andere geben Zeugnis von der Dcrschiedenoriigkcil ber Gefühle, mit bcnen bie Insassen ihr Ecbicksal tragen. So schrieb einer, ber sich nicht unterkriegen laßen will, an die Wand:
.Immer luftig und vergnügt, Bis ber Mann im Sarge liegt!
Tiefereß Gemüt verrät solgenber Beitrag:
,Im Glücke jubeln, Im Unglück nicht klagen, Im Leiden nicht vertagen Unb baS Unvermeibliche Mit Würbe tragen/
Einer, ber bie schwedischen Gardinen gar nicht liebt, verewigte sich mit folgenden Sätzen:
.Wer Freiheit nicht zu schätzen weiß, Muß dieses Haus betreten, So lernt er dann in kurzer Zeit Für feine Freibeit beten/
In Prosa setzte ein Spaßvogel darunter:
r<?QÜt Euch Moabit nicht verleiden! Viel schlimmer wie im Zuchthaus ist es hier auch nicht/
Ein Zerknirschter ruft in schlechten Reimen seinen Leidcns- genoßen zu:
.Zu spät lernt man eß erst erkennen, WaS doch bte*golb*ne Freiheit zu bebeuten hat. Wenn man erst hier zu beuken muß beginnen, Dann weiß man, baß fein Glück verscherzt man hat. Drum, lieben Freunbe, höret auf mein D-ort, In Zukunft werfet alle schlechten Taten fort, Lebt mir in Ehrlichkeit imb Frieb',
Dann kommt ihr nicht nochmals nach Moabit.^
Daß diese Mahnung nicht überall den gewünschten Eindruck gemacht hat, beweist ein Unvcrbcßerlicher, der mit einem gewißen Stolz an die Wand geschrieben hat:
.Daß ich bin wieder hier gewesen, Tas kann ein jeder lesen 1
Und rin Phlegmatiker schreibt als Bekenntnis seiner schönen Seele:
.Zwei Jahre? Del regt mir nich uff! ES leb' die Liebe und der Suff!
Man sieht, daß auch in diesen Augenblicken deS .Hängens und Bangens in schwebender Pein^ manche der fierten Verbrecher dem alten Mahnwort nacheifern: .Singe, wem Gesang gegeben in dem deutschen Dichterwald!'
Kerichtssaal.
R. B. Darmstadt, 9. Sept. Sehr unangenehme Folgen hatte für einen Soldaten des 118. Jns.-Regts. (Worms) dos Regiments- und Brigade-Exerzieren des genannten Regiments auf bem Mainzer Truppenübungsplatz, das großenteils in der Rheintorbaracka unteryebracht war. Ter Musketier Matthias Schmitt HL, früher Maurer in Viernheim, stand vor dem hiesigen Kriegsgericht unter der An Nage der GelwrsamSverweigerung und der Körperverletzung, verübt durch reckftswidrigen Gebrauch der Waffe. Er nxrr am 28. August arrflatt um 7 erst um 9 Uhr abends zurückgekehrt, nachdem er mit einer Anzahl Kameraden tüchtig gekneipt hatte, und geriet mit zwei ruhig auf der Bank sitzenden .stamerad-n in Streit, weil er einem derselben eine Zigarre aus der Tasche nahm imb rauchte. Ter seiner Zigarre Beraubte machte seiner Unlust darüber durch eine Beinerkung über bie Wirkung des Zigarrenrauchcns auf Schmitt Lust und dieser nnirbc infolgedessen so erregt, daß er sein Seitengewehr zvg und auf die beiden einschlug. Den Kameraden Wagenheimcr schlug er an die linke .Halsseite, den Kameraden Scherzer au Arm und Rücken. Beim Verfolgen der beiden mit der blanken Waffe begegnete er dem Musketier Haas, der ihn zur Beswnung ermahnte. Tas schien auch auf Schmitt einzuwirken, aber plöklich zog er wieder wmf und schlug auch Haas auf den Kopf, daß er auf der linken Schädelhälfte eine blutige Wunde davontrug. Schmitt wurde darauf entwaffnet und auf Veranlassung deS Sergeanten Spieß nach der Alicenkaserne in Arrest abgeführt. Der An- geklagte , der schon wegen Gewalttätigkeit vorbestraft ist, wollte in der heutigen Verhandlung von dem ganzen Vorfall nichts wißen unb mtsclruldigte sich mit sinnloser Tnmkenhcit. Das Zeugenverhör — es waren 17 zugegen — erbrachte für btc letztere keinen bestimmten Beweis; es wurde vielmehr festge.stelst, baß Schmitt sich verschiedener näherer Vorgänge sogar noch recht genou erinnerte Das Gericht billigte ihm nur fit den als etne fortgrirbte Handlung ausgesoßtcn Angriffen gegen Wagcnhenner und Srnerzer mildernde Umstände zu und verurteilte ihn zu einer Gesamtstrasc von drei Monaten 14 Tagen lyesängnis. Schmitt erklärte, sich bei dem Urteil beruhigen zu wollen.
Handel und Ueiliehr. Volkswirtschaft.
Berliner Börse vom 9. September 1904.
(Mitqoteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.) Privat-Tiskont 27/e Prozent.
Anfangs- u. Schluhknrfe.
Ccft. Kredit . . .
Deutsche Bank . .
Darmstädter Bank Bochumer Guß . .
Harpener Bergban
Tendenz:
. 204.50
. 224.00
. 142.80
. 209.60
. 220.60 Schwächer.
204.00
224.25
142.75
209.75
221.00
Märkte
Gießen, 10. Sept. Marktbericht. Ani bentigem Wochenmarkt kosteten: Butter pr. Pid. 1.00—1.15 Mk., Hühnereier 1 St. 7—O Pfg^ 2 Stck. 15—00 t'fg., Gänfeeier 00—00 Psg., Enteneier 7—0 Pfg., Käse pr. Stck. 6—8 Pf., Räfcmattc 2 Stck. 5—6 Pfg. (fcrbfcn pr. Liter 21 Pfg., Linfenvr. Liter 32 Pfg., Taubenpr.Paar0,80 — 0,90Mk., Hühner pr.St. 1,00—1,60 Mk., Hähne pr. Stück 0,60—1,20 Mk.. Enten pr. Stück 1,80—2,20 Mk.. Gänse vr. Pid. 00—70Pfg., Dchsenfteisch pr. Pfund 00—80 Pfg., Knh- und Rindfteifch pr. Pfund 62—68 Pfg., Schweine- steifch pr. Pfund 00—72 Psg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 68—76 Pfg., Hammelfleisch vr. Pfund 50—74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 7,00—8,00 Mk., Weißkraut per Stück 80—40 Pfg., per Zentner 0.00—0.00 Mk., Zwiebeln pr. Zentner 8,00—10.00 Mk., Milch per Liter 18 Psg., Aepfel per Zentner 8 biß 10 Mk.. in Körben 00-00 Psg. Nüsse 100 St. 00- 00 Psg. Zwetschen 8.00—10.00 Mk. Marktzeil 7—1 Uhr.
Diehmarkt z u Gießen. Bei dem am 6. und 7. September stattgebabt"N Markte waren aufgetrieben 755 Stuck Rindvieh. 537 Sckiweine. ,Bei dem Vferdcmarkt am 7. September wurden 218 Pferde unb 24 Fohlen aufgetrieben. Dor -tächiste Markt findet am 27. unb 28. September statt; an letzterem Tage auch Krämermarkt.
Ävsmy ans Lkll SlBnbfBflmlDrfciftfn! brr Strt! «ikßni.
Aufgebote.
September. 1. Philipp Lubwig Wilhelm Rühl, Bankbeamter in Darmstadt, mit Marie Nies dahier. 2. Dr. Anton Friedrich Bigener, Privatgelehrtcr dahier, mit Anna Sophia Kölsch in Main^. 8. Friedrich Wilhelm Pöhner, Versichernngsbeamter dahier, mit Franziska Sophie Karoline Minna Thürnau in Hannover. 5. Wilhelm Balzar, Schlosser dahier, mit Lina Wilhelmine Elise Lanzendörier in Betzdorf. 6. August Wilhelm Nakowitsch. .HikfS- bmnfcr in Dortmund, mit Katharine Keller dahier. 6. Philipp Hild, Banausfeher-2lspirant dahier, mit Margarethe Lantz in Cber-niainftabt. 9. Gustav Ehristian Melchior Sommerlad, Küfer in Wicscck, mit Katharine Charlotte Roth dahier.
Eheschließungen.
September. 3. Andreas Heinrich Wilhelm Eidmann, Kauf- nimm dahier, mit Lina Marie Riihl hierfelbst. 3. Alwin Andreas, Schlosser dahier, mit Therese Christine Sauer hierfelbst. 3. August Wilhelm Efchenauer. Kailftnann in Heidelberg, mit Marie Philippme. gen. Bertha Kinkel dahier.
Geborene.
Muguft. 28. Dem Bremser Konrad Malkomeftus ein Sohn, Ludwig Karl Christian. 29. Dem Küfer Wilhelm Schmall UL ein Sohn, Erich. 80. Tem Feldwebel Wilhelm Lotz eine Tochter, Lina. September. 1. Tem Fuhrmann Georg Leinbach eine Tochter, Margarete Karoline. 2. Tem Sergeanten Heinrich Feyh ein Sohn, Heinrich Willy. 6. Tem Taglöhncr Friedrich Cimst Schisfner eine Tochter, Margarete Luife. 6. Tem Heizer Karl Meiik eine Tochter, Erna Emma Marie. 7. Tem Kulturtechniker Mathias Willems ein Sohn, Joseph. 7. Dem Wagner Ludwig Iiidt ein Sohn, Christian Heinrich. 7. Tem Wirt und Spezereihändler Ludwig 6häf eine Tochter, Paula. 7. Dem Masseur Angust Krebs ein Sohn. 7. Tem Kaufmann Fritz Adam eine Tochter, Sophie Carola. 7. Tem Sergeanten Karl Ganß ein Sohn.
Gestorbene.
September. 2. Heinrich Angust Otto Ohly, 21 Jahre alt, Musketier dahier. 3. Friedrich Schenck, 2 Monate alt, Sohn des FrifeurS Hermann Schenck dahier. 4. Christian Kemmer, 74 Jahre alt, Pfandmeister i. P. dahier. 5. Marie Liehe, geb. Carle, 33 Jahre alt, Ehestan des Schmiedes Johannes Liehe dahier. 5. Kurt Adolf Leithaufer, 2 Monate alt, Sohn des Kaufmanns dlugust Leithäufer dahier. 7. Heinrich Bender II., 54 Jahre alt, Schuhmachermeifter dahier. 7. Elifabethe Stammel, geb. Müller, 68 Jahre alt, Witwe deS BremferS Konrad Stommel dahier. 8. Paula Graf, 3 Stunden alt, Tochter des Wirts und Spezereihändlers Ludwig Gräf dahier.
Splcfplan des AroljB. Kurigeaters Aad-Kauötim
(Tirektion S t e i n g o e t t e r).
Montag den 12. September: „Ich heirate meine Tochter/ „Zum Einsiedler/ Dientag den 13. September: „Die Ehre.^ Donnerstag ben 15. September: „Der Rabenvater/ Freitag ben 16. September: „Der Herr Senator/ Samstag ben 17. September : „Hans Huckebein. *
Schisssnachrichten.
Norbbeutscher LIoyb.
In Gießen vertreten burch Carl Loos, Kirchenplatz.
Bremen, 6. Sept. 'Per transatlantischen Telegrapkst. Der Doppelfchranden-Schnellpostbampfer „Kaiser Wilhelm der Grotze , Kapitän O. Cüppers, vom Norbbentschen Lloyd in Bremen, yl heute 4 Uhr morqenS wohlbehalten in Newyork angekommen.
Bremen, 6. Sept. -Per transatlantischen Telegraph.) Der Doppelschrailben-Postbainpser „König Alber/, Kap.^C. Pvlack, vom Norbbeutschen Lloyb in Bremen, ist gestern 8 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angekommen.
Red Star Linie
Vertreter Carl Retter, Gießen, Bleichstraße 8.
Der Postbampfer „Zcelanb" ber Reb Star Linie in Antwerpen, ist (aut Telegramm am 5. September wohlbehalten in Neiv-Pork angekonimen. ...
Der Postbampfer „Switzerland" der Red Star Lime m Antwerpen ist laut Telegramm am 6. Septeinber wohlbehalten in P h i (ab elphia an gekommen.
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