Nr. 212
•rf«int tägttch außer Sonntag».
Zem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kesstfchen Landwirt die Siebener KamMen. hlätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag der BrÜhk'schen Un wers.-B uch-u. Stein- druckerri. Ä. Lang«.
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Eoftes Blatt. 154. Jahrgang Freitag S. September 1N04
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GietzenerAnzeiger
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Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gichen WW
,,.n.n.i __zeigenteil: Hans Beck.
3>ie Heutige Ymnmer umfaßt 10 Seite«.
Aer Krieg zwischen Japan und Außland
Aus der Mandschurei.
. Petersburger Meldungen ist General Kuropat- dem Gros seiner Armee im Marsch von Mulden nach Tieling, der nördlich gelegenen Ausnahmestellung!, gekommen. Dort werden unter Heranziehung von Tausenden chinesischer Arbeiter Verteidigungswerke errichtet. Die Deckung des Rückzuges ist den europäischen Truppen vom 1. und 17. Armeekorps übertragen; beide sind unter den Oberdefehl des Generals der Kavallerie Baron Meyendorf ' gestellt, während unter diesem General Bilderling das Kommando über sein 17. Korps weiterbehält. Diese starke Nachhut ist von den herandrängenden Scharen Kurokis von neuem angegriffen worden; die Japaner setzen alles daran, um. doch noch einen Teil der lveichienden feindlichen Armee in ihre Gewalt zu bringen.
Aus Tokio wird telegraphiert: Kurokis Armee marschiert nordöstlich gegen Mulden vor in der Hoffnung, die Hauptmacht der Russen abzuschneiden. Die Nachricht von der Besetzung Mukdens durch die Japaner wird stündlich erwartet. Südlich von Mukden fand ein heftiger Kampf mit dem russischen Nachtrab statt. Die Räumung aller mandschurischen Städte, einschließlich der von Mukden, findet mit solcher Schnelligkeit statt, daß die Flucht an Pa nik grenzt. Me Bevölkerung ■nimmt, nur Wertsachen und leichtes Gepäck mit fort, wäh- rend die Armee die ganze Bagage mit sich führt. Die Züge sind überfüllt, gehen aber in guter Ordnung ab; sogar Rangiermaschinen werden zum Transport benutzt. Die Verwundeten werden zuerst berücksichtigt. Alle Züge gehen einen halben Tag lang in einer Richtung und kehren dann zurück. An 80 Waggons mit Verwundeten passieren täglich Mukden. Die Verletzungen der durch Schrapnells Verwundeten sind entsetzlich; zumeist sterben sie auf dem Transport. Mukden ist voller Soldaten, die einen sehr bedrückten Eindruck machen.
Ueber den Angriff der Japaner auf die ver- nnigten zwei Korps der russischen Nachhut verlautet, daß die Russen anfangs, indem sie die Derrainvorteile gut ausnützten, den Japanern schwere Verluste beibrachten, bis es diesen gelang, einen Teil ihrer Artillerie günstig aufzustellen. Die Entscheidung ist noch ungewiß, Bilderlings Truppen halten überaus tapfer stand.
~ „Dus Tokio meldet vom 8. Sept. Reuter: Nach berichtigter Schätzung bestand die russische Streitmacht, die an den Kämpfen bei Liaujang beteiligt war aus 184 Bataillonen Infanterie. 128 Esladrons Kavallerie und 572 Geschützen.
Ein Telegramm des Generals Kuropatkin an den Kaiser vom 7. ds. besagt: Am 7. Sept, fanden außer kleinen Vo-tzpostenscharmützeln keine- kriegerischen Opera- Honen statt.
Aus Weihaiwei meldet vom 8. Sept. Reuter: In der vergangenem Nacht wurde hier von hoher Seie her Geschützfeuer gehört. Die Schiffe, die dem Schießen in der letzten Nacht nachforschjten, berichten: das Aufblitzen der Schiffe war deutlich sichtbar. Die Ursache des Schießens war nicht erkennbar. Wahrscheinlich schossen die Japaner auf Dschunken.
Aus Ts chiffl wird gemeldet: Das russischeTrocken- dock in Dalny ist wieder in Ordnung. Augenblicklich wird ein Torpedobootszerstörer darin ausgebessert und ein Fahrzeug, das beim Hafeneingang gesunken war, gehoben.
Neue Rüstungen in Japan.
Angesichts der Tatsache, daß die russische Mandschurei- Armee aus der Niederlage bei Liaujang den Hcnlptteil ihres Bestandes hat nach Norden retten können, der Feldzug also sozusagen von neuem angesangen werden muß, bietet Japan den letzten waffenfähigen Mann auf, um seine Heere auf der Stärke zu erhalten, die zur Fortführung der Offensive unbedingt nötig ist. Seit dem 1. September ist der ganze Eisenbahnverkehr auf den Inseln unterbrochen, um 40 000 Mann nach den Kriegs- und Einschiffungshäfen Kobe, Sasebo, Hiroschima und Schimonoseki zu befördern. Man sagt, es handelt sich um eine Expedition gegen Wladiwostok, aber ebenso gut können auch Port Arthur oder die Mandschurei die Bestimmungsorte für die Truppen sein.
Japan bestellte fer-rer bei den Carnegie-Stahlwerken in Pittsburg 7500 Tonnen bester Nickel stahlplatten für Schlachtschiffe.
Russische Verproviantierung.
Omsk im Akmolinskgebiet, 8. Sept. Im Kreis Koktschataw erri ästen, wie die „Stopnoi Krai" meldet, .die Gebr. Brand mit einen! Kostenaufwand von einer halben Million Rubel eine Fabrik für Hammelfleischkonserven mit Stellungen für Verarbeitung von Blut. Fett, Häuten und Knochen und zur Herstellung von Blechbüchsen. Äe hat in kürzester Zeit für die Mandschureiarmee 200 000 Pud Konserven zu liefern. Das Anlagekapital gibt eine englische Firma Percle.
Rowik.
Petersburg , 8. Sept. Ein Telegramm Generals Lia- punow an den Kaiser vom 7. Sept, meldet ergänzend Wer den Anschlag der Japaner auf den bei Korssakow ge- sunsen-n reuzer „Rowik", daß man, als die Japaner vor dem rn 0'1)7’'-en Feuer sich vom „Nowik" entfernt hatten, an Bord hcJ reu- ms Zündsämüre von ansgelegten aber nicht explodierten Minen fand. Zum Wegräumen der Minen wurde sofort geschritten. Neun Minen, die von Pen Japanern an verschiedenen Stellen d,-s Kreuzers gelegt warn, wurden glücklich entfernt
Port Arthur.
Tokio, 8. Seot. Nichtamtlichen Nachrichten zufolge über* steigen die bisherigen russischen Verlustein Port Arihur 10OOO Mann sämtliche Gebäude im norddstliänn Stadtteile sowie von Taijanglou werden als Hospitäler verwendet.
Landon, 8. Sept. Sa । ; ltten Pott Arthur
für uneinnehmbar, fall» es angemessen besetzt und ver proviauttctt ist. Die igpaniLhe BloÄdc w-rrde verschärft, und
zwei mit Vorräten versehene Dschunken wurden in den Grund gebohrt
„Smolensk.
Ueber die Abgabe des kaiserlichen Befehls an die russischen Hilfskreuzer „Petersburg" und „Smolensk" wird dem Reuteffchen Bureau aus Sansibar gemeldet: Der englische Koeuzer „Forte" verließ Sansibar Dienstag früh und bekam bald die russischen Schliffe „Petersburg" und „Smolensk" rn Sicht, welche ihn nicht eher sahen, als bis er dicht bei ihnen war. Sie lichteten darauf die Anker und auf die Signale vom „Forte", daß er wichtige Depeschen für die Schiffe habe, hielten sie. Ein englischer Offizier ging mit einer chiffrierten russischen Depeschp an »Bord der „Petersburg. Später ging der Kommandant der „Petersburg" an Bord der „Forte" und erklärte in liebenswürdiger Weise, daß sie sofort abdampfen würden. Die „Smolensk" hätte nur 300 Tonnen Kohlen- während die „Petersburg" noch volle Bunker hätte. Darauf wechselten die Schiffe Salut und die Russen dampften fort. Sie wurden zuletzt 15 Seemeilen westlich von der Südspitze von Sansibar gesehen, nachdem sich ihnen vorher noch ein Kohlendampfer angeschlossen hatte. Der „Forte" liegt noch in Sansibar. Tie „Petersburg" hat sieben fünfzöllige und einige kleinere Geschütze, die „Smolensk" mehrere Geschütze verschiedenen Kalibers, alle ziemlich veraltet, an Bord.
Rußland Lagt.
Mailand 8. Sept. Da die hiesige Aktiengesellschaft Co- razza Benedetti die von Rußland bestellten 100 000 Jnfantette- panzer nicht in der verttagsmäßigen Zeit lieferte hat die russische Regierung sie auf Zahlung einer Entschädigung von mehreren Millionen Lire verklagt.
Volilische Tagesschau.
Reformvoffchlage für Teutsch-Sudwestafrika.
R. Berlin, 8. September.
In der ^Deutschen Kolonialzeitung" werden Reform- vorschläge für Deutsch-Südwestafnka veröffentlicht. Die Vorschläge sind von einem berufenen Kenner versaßt, von dem Sprecher der in Kaiserlicher Audienz empfangenen Abordnung, Farmer Erdmann-Haris. Im wesentlichen lehnt sich die erstrebte Neuordnung an die in den englischen Kolonien be- wähtten Grundsätze an, insbesondere in Bezug auf die Selbstverwaltung der Kolonisten. Aehnliche Ziele dürften auch, nach unseren Informationen, bei der von unserer Regierung seit längerem verbreiteten Reform in Betracht kommen.
Deutsches Deich.
Berlin, 8. Sept. Man meldet aus Helgoland: Gestern morgen wurde vor dem schon gemeldeten Hochseekamp' ein ^Ausfall der Port Arthurflotte" aus der Elb- mündung gemacht. Er mißlang. Bei dem Kampf der beiden Geschwader vor Helgoland führte der Kaiser die angreifende feindliche Panzerflotte. Diese wurde geschlagen. Nachts gab es nochmals ein Gefecht. Heute Vormittag wurden die Rollen vertauscht. Die Kreuzer stellten einen von Norden kommenden Feind dar, der Helgoland und die Elbmündung nehmen will, während das Panzergeschwader diese vetteidigt. Infolge Nebel mußten beide Geschwader Anker werfen, wobei die Kreuzer mitten zwischen die Panzer kamen. Der Kaiser war diesmal der Unparteiische auf der „Hohenzollern^. Er entschied, daß der Nebel gelte und der „Feind gesiegt" habe. Die ^Hohenzollern" ist mit dem Kaiser an Bord um 7 Uhr abends unter Salut der Batterie hinter der Düne vor Anker gegangen. Als Begleitschiff folgten das Depeschenboot ,Sleipner" und das Linienschiff ^Kaiser Wilhelm II." und einige Torpedoboote.
— Für den Aufenthalt des Kaisers in Cadinen ind vier Tage in Aussicht genommen.
— Großherzog Friedrich von Baden vollendet morgen in seinem auf der Insel Meinau im Bodensee liegenden Schloß sein 7 8. Lebensjahr.
— Die „Bert. Korresp." teilt mit, daß von dem Minister der öffentlichen Arbeiten am 6. September ein Erlaß an die Eisenbahndirektionen erging, in welchem er angesichts der starken Zunahme des Bedarfes an bedeckten Wagen und der ungewöhnlich hohen Ausfälle für die nächste Zeit die größte Sorgfalt und unbedingte Durch- ührung aller Vorschriften forbert Der Minister gibt in dem Erlaffe den Direttionen nähere Anweisungen.
Oldenburg, 8. Sept. Von liberaler Seite wird beabsichtigt, die Regierung über die Haltung der Justizbehörde zu interpellieren, die gegenüber den Verdächtigungen, die der ^Residenzbote- noch fortgesetzt gegen den Minister Ruh st rat (aus dem Spielerprozeß bekannt) schleudett, die Augen andauernd verschließt. In den Spalten des iguriert der Minister als Meineidiger, der ins Unter* uchungsgesängniS abgeführt werden muffe, weil er, seiner Aussage vor Gericht und im Landtage zuwider, nicht zuletzt vor etwa 19 Jahren, sondern — laut „R.-B." — im le tzten Herbst noch gejeut haben soll. Da die Gerichtsbehörde sich völlig passiv in dieser Angelegenheit verhält, so will der Landtag eine Erklärung ordern. Hoffentlich wird dadurch eine klare Situation ge- chaffen; die jetzige Unsicherheit und Venvorrenhett der Lage t unerträglich. Die 9ttihstrat-Affäre wird hier vielfach mit der Mirbach-Angelegenheit verglichen, sie ist aber in Wirklichkeit für imfcr kleines Land viel schlimmer, denn Ruhstrat lebt mit an der Spitze der Regierung; sein Ressort ist Kirche, Schule und Justiz. ES fft unmöglich, daß ein Mann in
solcher Stellung Beleidigungen der gekennzeichneten Art fort» gesetzt stillschweigend hinnimmt, die in einem weitverbreiteten- Blatte allwöchentlich im ganzen Lande verbreitet werden.
St. Johann-Saarbrücken, 8. Sept. Der 9. Allgemeine Deutsche Bergmannstag, der heute hier eröffnet wurde, war von 550 Teilnehmern besucht mit 125 Damen. Nach einer Anzahl von Votträgen wurde unt halb 1 Uhr die Versammlung geschloffen. Als Ott der nächsten Versammlung wurde Eisenach gewählt.
Stuttgart, 8. Sept. Einem Arzte eine Stelle im Gewerbeaufsichtsratsdienst zu übertragen, hat das württembergische Ministerium des Innern sich bereit ettlätt.
Ausland.
Budapest, 8. Sept. Der 6. internationale (9e* nossensch aftskon gueß wurde heute ge^schlossert.^ Henry Wolff hielt einen Vortrag über die Zenttalisatiory des genossenschaftlichen Kredits und Wer die SchiaffunE einer Zenttalbank. Der Redner überreichte einen Beschluß antvag, wonach es wünschssnstvert sei, die Genossenschiaften: in den weniger entwickelten Staaten stets mit Aufmerffam^ keit zu verfolgen und über deren StcrW an das Zentrat-^ komitee zu berichten, damit eine Unterstützung durch di« entwickelteren Staaten ermöglicht werde. Im Verlaufe des gestrigen Banketts kam es zu einer argen Verstimmung der zahlreich vertretenen österreichischen und reichsdeut- schen Delegierten, die. sich zurückgesetzt fühlten, weit bei Dem Bankett der Gebrauch der deutschen Sprache offen* tativ vermieden und den Deutschen kein Toast gewidmet wmLe. Graf Cmerich Szechenyi, der nur einige Wvrte^ deuffch sprach, setzte den' Toast ftanzösisch fort, indem: et schließlich nur auf die Schwerzer Vertretung toastierte! Die meisten reichsde utschen und öfter-- reichischen. Delegierten lehnten infolge des Zwischenfalles die weitere Teilnahme an der Kongreßberatung ab. Der Vizepräsideilt des Kongresses Graf Majlath versuchte heute eine Applanierung des f>einlichen: Vorfalles, indem er in der heuttgen Schlußrede, die er urr- garisch, deuffch und ftanzösisch hielt, besonders die deutschen Mitglieder des Kongresses. Die deutschen Delegierten, auch die Oefterreicher, mögen überzeugt sein, daß niemand dft Absicht hatte, jemanden wegen seiner Religion, Sprache vdett Nattonalität zu verletzen. Der Redner begrüßte die Delegierten der Deuffchen in ihrer Sprache. Der Auffchwuna des Genossenschaftswesens habe speziell den Deuffchen viel: 8» danken, deren wirffchaftliche und geistige Tättgkeit auch hier zur Geltung gelange.
Konstantinopel, 8. Sept. Der HaNdelS-Mr^ nister Möller, sowie einige 60 Großindustrielle und mehrere Ehefs großer Schiffahrtskompag- n i e n beabsichttgen anfangs Oktober eine Sttrdienfcchrt nach Konstanttnopel zu unternehmen. — Die Pforte teilte ihren B-otschaftern mit, daß sie die Erfüllung der Bestreb un gen des Prinzen Georg bezüglich Kretas" durch die Großmächte als eine flagrante Verletzung des StatuK guo würde ansehen müssen, für deren Folgen sie jede Verantwortung ablehne. Die Pforte erhielt von den meisten Kabinetten beruhigende Versicherungen.
Petersburg, 8. Sept. Die Ernennung des Fürsten Swiatopolk-Mirski zum Nachfolger des Minister:-s! des Innern Plehwe rst amttich bekanntgegeben wordem Die Ernennung wird auf den Einffuß der Kaiserin-Mutter und des Grafen Scheremetiew zrrrückgeführt. Der neue Minister gilt als ein Gegner des Fanatismus in RekigionS- fachen._______________________________________
Ans §taöt und Landi ~
Gieß en, den 9. September 1904.
* * S. K. H. der Groß her zog kehtt am 14. d. Mts., von Hemmelmark nach Darmstadt zurück, um der Eröffnung des Jntettrnstheaters beizuwohnen, und begiebt sich am 15. d. Mts. zusammen mit den Battenbergischen Herr- chaften nach Romrod zu den Manövern m Oberheffen.
• • Hauptgewinne des Gießener Pferdemarktes: 1. auf Rr. 1511 nach Burg (Dillkreis), 2. auf Nr. 7072 nach Gießen, 3. auf Nr. 8637 nach Gießen, 4. auf Nr. 14 568 nach Wetzlar, 5. auf Nr. 3972 nach Dutenhofen, 6. auf Nr. 8307 nach Gießen, 7. auf Nr. 15 292 nach Gießen, 8. auf Nr. 18 636 nach Gießen, 9. auf Nr. 3188 nach Ober-Widdersheim, 10. auf Nr. II 292 nach Hörns- Ijeitn. Den 2. Hcnrptgewinn haben 2 Kinder, ein Knabe von 5 imd ein Mädchen von 4 Jahren gewonnen, welche hier bei Frau Witt Belloff Ww. in Pflege sind. Im übrigen verweisen wir auf die Gewinnliste im' Inseratenteil.
** Gr ne gemütliche Zusammenkunft samticher ilnteroffrziere der 49. Infanterie-Brig-ade hat gestern abend von 5 Uhr ab im Wittshans zum Philosophcll- ^wald stattgefunden. Die Eirrladung dazu war von dem Unterossizierkorps deS hiesigen Regiments an die Unteroffiziere des Leib-Garde-ReginientS und des Jrrfanterie-Regiments Nr. 168 ergangen. Zirka 250 Mann maren in treuer Kameradschaft in dem Leibschen Saale vereinigt, wo die Kapelle des hiesigen Regiments spielte. Der Beip'isterung für das Vaterland, Kaiser und Armee wurde durch Ansprachen mehrfach Worte verliehen und die soldatische Ei,rtt-acht deS Unterofft^ierkorpS der Brigade fam während des Abends zum besten Ausdruck.
* • Staatsfürforge für landschaftliche Schön- beit. Der hessische Ctaat hat schon seit langer Zeit dre lokalen Forstbehörden angewiesen, bemerkenswerte Bäume m den einzelnen Revieren mcht av^ujchiagen und btejen em bchoa


