Ausgabe 
9.4.1904 Viertes Blatt
 
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Viertes Blatt.

Jahrgang

Giehener Anzeiger

scheint täglich mit Ausnahme des Sonntags.

General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen

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Gießener Familienblätter" werden dem Anzeiger öiermol wöchentlich beigelegt. Der hessisch« Landwirt' effchemt monatlich einmal.

Samstag 8. April 1904

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'fche« UrriversitätLdruckerei. R. Lang«, Gießen.

Redaktton, Expeditton u. Druckerei: Schulftr.R» Tel. Nr. 61. Telegr.-Adr.: Anzeiger Gießen.

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33. ßhirurgenkongreß.

Prof. Madelung (Straßburg) sprach über Verletzungen der Zirbeldrüse an der Hand eines von ihm beobachteten Falles. Er nimmt an, daß die ungeheure Zunahme des Körpergewichts bei einem neunjährigen Mädchen wahrscheinlich durch eine Verletzung der Zirbeldrüse bedingt war, die von einem Kopfschuß herrührte. Dr. Boachard (Posen) berichtete über weüere Beobachtungen an einem jetzt 15 jährigen Mäd­chen, das durch Verletzungen vor sechs Jahren einen größeren Teil des Stirnhirncs verloren hatte, und bei dem sich in der Folge Seelenstörungen, läppisches Wesen und dergleichen zeigten. Ein operativer Eingriff brachte volle Heilung auch auf seelischem Gebiet. Denselben Zusammenhang zwischen Störungen des Seelenlebens und Stirnhirnoerletzungen bieten Beobachtungen von Dr. Friedrich (Hamburg) und Prof. Krönlein (Zürich), welche ihre früheren Berichte über ihre Kranken weiter ergänzen und die volle Ausheilung nach sehr langer Beobachtungszeit noch einmal mit Bestimmtheit be­tonen. Prof, von Effelsberg (Wien) hat an Kätzchen Ver­suche gemacht, aber diese Tiere nicht am Leben erhalten können. Nachdem derselbe Redner noch über eine speckig entartete Kropfgeschwulst und operative Heilung des Patienten Mitteilung gemacht hatte, berichtete Prof. Lanz (Amsterdam) über seine Versuche, die Beziehungen der Schilddrüse zur Fortpflanzungsfähigkeit kennen zu lernen. Die folgenden Vorträge behandelten vorwiegend Operationserfolge. So be­richtete Dr. Kausch (Breslau) über künstlichen Ersatz schaffende Operationen an Fingerknochen und Sehnen, Uebectragung von Knochenteilen vom Zeh in das Gesicht zur Bildung einer Nase, Dr. Joseph (Berlin) sprach über Nasenoerkleinerungen, Prof. Samter (Königsberg) über die blutige Einrichtung einer veralteten Unterkieferverletzung, Prof. Gluck (Berlin) über Erfolge nach Entfernung des Rachens und der oberen Lust- und Speiseröhrenteile wegen bösartiger Neubildung und gab Aushilfsmittel zur Ernährung solcher Pattenten an. Prof. Riedel (Jena) und Prof. Graser (Erlangen) sprachen über Behandlung von Kuiescheibenbrüchen und Verrenkungen. Dr. Bockcnheimer (Berlin) zeigte an Präparaten und Pattenten, wie selbst nach ausgiebiger Entfernung von Knochen bei Schonung der Knochenhaut und der Muskelansätze die Knochen­neubildung bei energischer Uebung sehr gut werden kann. Ein derartig operierter Patient ist jetzt als Akrobat tätig. Den Schluß bildeten Vorttäge der Herren Dr. Hahn (Nürn- berg), Dr. Jmmelmann (Berlin) und Prof. Bennecke (Berlin).

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verinischtes.

* Berlin, 8. April. Wie dieBerl. Ztg." meldet, liegt bei dem Verschwinden des Rechtsanwalts Dr. Ben s cher eine wohlvorbereitete Fluch t vor. Aller Wahr­scheinlichkeit nach will si,ch der Genannte mit seiner Ge­liebten, einer angeblichen Frau Dr. Kämmerling, mit der er vor seiner Ehe und auch jetzt noch ein Verhältnis unter­hielt, welchem drei Kinder entstammen, wieder vereinigen. Das eingebrachte Vermögen seiner Frau in Höhe von 125 000 Mk. sowie weitere 100 000 Mk., die er von seinen Schwiegereltern in Stettin erhalten hat, hat er bei wüsten Gelagen in der Wohnung der Geliebten verpraßt. Die Afsäre dürfte noch weitere Kreise ziehen, in denen gegen verschiedene Teilnehmer an den Orgien wegen Sittlichkeitsdelitten vorgegangen werden soll.

* Breslau, 8. April. Auf einem Oderkahn brach während, der Nacht Feuer aus, wobei zwei Schiffer, die auf dem Kahn übernachteten, den Tod in den Flammen fanden.

Paris, 8. Avril. Der Untersuchungsrichter hat in Sachen der Zentralbank für Mobiliar- und In- d u st r i e - K r e d i t eine neue Verhaftung vorgenommen. Es handelt sich um einen gewissen Massado, welcher beauf­tragt war, die Agenten anzustellen, welche notwendig waren, die Schein-Gesellschaften in den verschiedenen Städten zu eröffnen. Die Zahl der Klagen gegen die Bank nimmt täglich zu. Gestern allein sind 150 Klagen eingelaufen.

* Aus einem Anwaltsschriftsatz.Der be- klagtische Hund verfolgte die klägerische Katze bis ans Ende des Dorfes und dort zerriß er dieselbe ohne jeglichen Rechtsgrund."

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Eisenbahndriektion Mainz mit der Absicht tragen, auf der Strecke Worms-Ostho f en-Guntersb Ium durch Ein­führung elektrischer Motorwagen eine Verbesser­ung der verschiedenen Aufschlüsse von Hauptbahnen auf Nebenbahnen herbeizuführen. In Zürich wurde der von der Staatsanwaltschaft Berlin seit 1901 wegen Betrugs im Betrage von 10000 Mk. steckbrieflich verfolgte Kaufmann Deetz aus Darmstadt verhaftet. Er hatte sich feit feiner Flucht in Egypten aufgehalten und- war erst letzter Tage mit einem Freunde nach Zürich gekommen. Man meldet aus Bingerbrück: Als der Landwirt Peter Können- macher von der Kontrollversammlung heimkehrte, stürzte er auf der Landstraße so unglücklich wider einen Ste^ daß er das Genick brach und sofort tot war.

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Aus Stadl und Land.

Gießen, den 9. April 1904.

*5... K. H. der Großherzog ist nach einer der . Ztg." zugegangenen Meldung am 7. d. M. von 'ttoiir ndti) Athen abgereist.. Nach W. T. B. ist er dort berei ts Kn Freitag eingetroffen und im königlichen Palais »Wr.

* l11ershaus - Konzert.. Am Montag, den 25. Apri il, zb-rnds 8y4 lkhr, wird der berühmte Tenorist kgl. :cof» vffcpnger Alfred Ritters Haus aus Berlin unter Aivn.yxnng der Mrviervirttrosin Frl. Marie Klein- Han n an Saale des Caf4 Leib ein zfonzert geben, das nach ar.: vorliegenden zahlreichen Krittken einen ganz her- oorrc 4) im Genuß verspricht, zumal auch das Programm mit Virtwn Verständnis gewählt ist. Es gelangen mehrere

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Kirche Schule.

-Vorn Kongreß des Vereins für Reforma- cos,gesch ich te in Kassel wird noch gemeldet: Beim Z-tzkLzottesdicnst hatte die Festprcdigt Konsistorialrat Prof. . rrhu-ipt-Halle a. S. Gemralsuperintendent Pfeiffer ent- >i: bie Grüße des hessischen Kirchenregiments und der hessi- Kirche, Dekan lwöner-Kassel bewillkommnete die Ge- wmlienffammlung im Namen der Ortsgruppe und der -Äctzälicktett in Kassel, worauf Prof. Dr. Achelis-Marburg der Marburger Universität und Professor der Dr ews-Gießen Dank und Gruß der Hess. ZaÄr< imiversttät entbot. Pfr. Lic. Dr. Diehl-Hirschhorn )iekti einten Vortrag überMarttn Butzers Bedeutung für ii L sachliche Leben Hessens". Der Vorsitzende, Konsistorial- ataistoji. Dr. Kawerau-Breslau verbreitete sich überAuf- , - Linb Arbeiten des Vereins für Reformations- .4Der Verein, der nunmehr 21 Jahre besteht, iel sich Arbeiten ledigüch literarischer Art, indem er -nick Schriften die Kenntnis ^der Reformationsgeschichte er rrvpnn und fördern will. In den letzten drei Jahren . .41. solcher Schriften veröffentlicht worden. Der Verein, eldü 5000 Mitglieder zählt, glaubte vor einem halben Jal.ch Laß er seine Tätigkeit einstellen dürfe, da der .) m nicht mehr so heftig schien. Indes seien da die ei £ Eichungen Delisles gekommen, welche aufs neue rr ni^nichtungskamps gegen den Protestantismus her- ausH < cten und scharfe Gegenwelp: notwettdig machen. Settazu begrüßen sei auch, daß seit einiger Zeit eine be- 1 initcri ton Archivdirektor Dr. Friedberg herausgegebene u .jjOArchiv für Reformationsgeschichte" erscyeine.

-i an:r, torbenen 1. Vorsitzenden des Vereins, Oberkonsisto- iLlm: Dr. jur. Köstlin widmete Redner warme Worte . .im.n Nachrufs. Sodann wurden die fettherigen Mit- g e < :>es Vorstandes und ,Verwaltungsrates wieder go n ahM rnb die Versammlung geschlossen. Nachmittags un- n m-ninttt die Teilnehmer der Versammlung einen Ausflug nack^ . - Helmshohe.

ttieslau, 8. April. Der Kultusminister genehmigte die .Ik: den Breslauer Stadtbehörden beschlossene Erricht- Lu.g: mes sechsklassigen Real-Gymnasiums für .i öic n, im Anschluß an die städtische Vikwriaschule, ,j. > cils Endziel die Reifeprüfung vorfieht.

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Nniversttäts-Yachrichteu.

Die^Horerzahl der französischen Universl- täten. Die französischen Universitäten haben in diesem Schul­jahre 30 405 Hörer: Paris 12 985, Bordeaux 2320, Toulouse 2291, Lyon 2069, Monlpellier 1707, Nancy 1327, Rennes 1190, Poitiers 863 usw. 10 972 Studierende widmen sich der Rechtswissenschaft, 6686 der Medizin, 4765 den Naturwissenschaften, 3014 der %ocma- ceutik und 119 gehören den prokestanlischen Thrologiefakuttvten in Paris und Montauban an. Weitaus die Mehrheit der Studieren­den sind Franzosen; unter den Ausländern sind die Russen und Rumänen am zahlreichsten vertreten. An der MedizuHchnle in Paris studieren 751 Fremde, von denen 197 aus Persien kommen, 202 Französinnen und 164 Ausläilderinnen, größtenteils Russinnen. Die schönivissenschaitlichen Fakultäten haben 613 Studentinnen, 355 Französinnen und 258 Ausländerinnen, vorwiegend Amerikanerinnen und Skandinavierinnen.

Szenen aus brutschen, italienischen und französischen Opern zur Wiedergabe, außerdem herrliche Lieder und Balladen klassischer und moderner Meister.

** Einrichtung einer deutschen Po st an st alt in Ts inan fu (China). In Tfinanfu (China) ist eine deutsche Post anstatt eingerichtet worden, deren Tätigkeit sich auf den Briefpost-, Zeitungs- und Postanweisungs­dienst sowie auf die Annahme und Ausgabe von gewöhn­lichen Paketen mit oder ohne Nachnahme und von Briefen, Kästchen und Paketen mit Wertangabe und mit oder ohne Nachnahme erstreckt, lieber die Taxen und Versendungs- bedingungeu geben die Postanstalten auf Verlangen Auskunft.

0 Butzbach, 8. April. Unser Bataillon ist nach Griesheim zum Regimentsexerzieren ausgerückt.

§ Bad-Nauheim, 8. Lchril. Das Lehrerheim Vogelsberg hiell gestern am 7. April im Hotel Langs­dorf zu Bad-Nauheim feine diesjährige Hauptversammlung ab. In Abwesenheit des ersten und zweiten Vorsitzenden wurde Oberlehrer Backes die Leitung übergeben. Da ein eigentlicher Jahresbericht nicht vorlag, so führte Ober­lehrer Backes kurz aus, daß die finanzietten Verhältnisse im abyelaufenen Jahre gut waren. Es ist jetzt gelungen, das Heim aus eigene Füße zu stellen. Nachdem Mitglieder und (Sfömter 15050 Mack Anteilscheine gezeichnet haben, hat die Landes-Hypothekenbank den Rest von 10 000 Mk. zu geringem Prozentsatz für unkündbar übernommen. Der Rechner, Lehrer Schäfer, erstattete den Rechenschaftsberiu,t. Die Einnahmen betrugen 5013,95 Mark, die Ausgaben 4304,55 Mk., es bleibt ein Barvermögen von 709,40 Mk. Das Gebäude, Mobiliar usw. hat einen Wert von 35 760 Mk., welchen nur 25050 Mk. Schulden gegenüber stehen. Auf Vorschlag des Oberlehrers Backes wird der Vorstand des Lehrerheims erneuert. Es werden gewählt: zum Vorsitzen­den Hotz-Nidda, Stellvertreter Dem-Ulfa, Schriftführer Spieß-Rainrod. Im Herbst soll auf dem Lebrerheim eine außerordentliche Generalversammlung ftattfinoen.

Laub ach, 8. April. Eine Abschiedsfeierzu Ehren des nach Gießen versetzten Oberlehrers Prof. Dr. Röschen fand gestern abend im Saale desSchützen- Hofes" statt und erfreute sich reger Beteiligung aus allen Kreisen der Einwohnerschaft unserer Stadt. Vertreter der Stadt, des Lehrerkollegiums, der hier zurzeit anwesenden ftüheren Schüler des Gymnasiums u. a. m. widmeten dem Scheidenden Wschiedsworte, die er mit Dank für die ihm gewordenen Ehrungen erwiderte. Prof. Röschen hat heute mit feiner Familie Laubach verlassen, um mit Beginn des kommenden Schuljahres in Gießen in feinen neuen Wirk­ungskreis einzutreten. (Gr. Anz.)

(i) Ran stabt, 7. April. Heute morgen wurde der Dachdeckermeister Schwarzhaupt von hier in feiner Wohnung erhängt auf gefunden. Seine Frau hatte eine Ehescheidungsklage gegen ihn angehLngt.

(f) Ober-Widdersheim, 7. Asnckl. Gestern wurde unter großer Beteiligung von hier und auswärts unser neu errichtetes Schulhaus eingeweiht.

Bensheim, 6. April. Ein mysteriöser Todes­fall ist hier zu verzeichnen. Der Landwirt E. K. fand am 2. Feiertage feine Frau tot auf dem Speicher seiner Wohnung vor, wo sie sich seit drei Tagen ob freiwillig oder unfreiwillig, ist noch nicht aufgeklärt aufgehalten haben soll, lieber die Todesursache zirkulieren alle mög­lichen Vermutungen. Die Ehe war stets vom größten Un­frieden begleitet, wegen des schlechten LebenswaÄels der Frau, die, was feststeht, kürzlich eine Spareinlage des Mannes erhoben und vergeudet hat. Die Leiche wurde gerichtlich beschlagnahrnt und gestern mittag zur Sektion tn das Leichenhaus des hiesigen Friedhofes gebracht. Wie in Erfahrung gebracht wurde, ist als ärztliche Todes­urfache Syphilis angegeben worden. (B Anzgbl.)

Frankfurt, 8. April. Aus dem Palmengar- ten. Einen besonderen Genuß bietet stets die Vollblüte der indischen Azaleen, die gerade in diesen Tagen in befter Entwicklung sind. Vor allem sind es die großen Bäume, alte Kameraden aus der Zeit, als noch die Mntergärten in BiÄrich das Ziel der Blumenfteunde bildeten, welche den Westgang der Galerie mit ihren rosavioletten Blüten- glocken schmücken und einen imposanten Eindruck machen. Tas reizende Miniaturröschen behauptet feinen Platz neben der stolzen Teerose, kräftige Remontenttosen erheben "sich zwischen den zarten Tönungen der Teehybriden, alle die verschiedenen Klassen findet man vertreten. Gerne gesehen sind auch die in zierlich überhcmgender Traube angeord­neten Blüten des ,Luugfemherzchens", die in Verbindung mit Goldlack, Primeln und Hyazinthen so recht frühlings- gemäß anmuten. Auf dem Wege nach den neuen Gewächshäusern im Anzuchtgarten bemerkt man in der Moorbeetgruppe die maiglöckchenähnliche Blüte der japani­schen Andromede und in den Häusern, tue sich außer­ordentlich wirksam präsentierende Azaleengruppe des Mit­telhauses und die durch hervorragend schöne Blumen sich auszeichnenden (Zinerarien. (Rh. C.)

Frankfurt, 8. April. Ter Verband süd- und West­deutscher Detaillisten, der feinen Sitz in Frankfurt hat, ver­anstaltet eine Umfrage bei den andern deutschen Tetaillisten- öereinigungen, ob sie die einheitliche Regelung derSonntagsruhe für wünschenswert und durchführ­bar halten. Der Verband ist selbst der Ansicht, daß es nicht leicht sein werde, die Stunden so festzusetzen, daß alle Kaufleute und (ferner betreib enden in allen Orten gleich­mäßig befriedigt sind. Er will deshalb die Aeußerungen der Schwesterverbände abroarten, bevor er enbgiltig Stell­ung nimmt. (Kl. Pr.)

Wiesbaden, 8. April. Während der Anwesenheit des Kaisers ans Anlaß der Einweihung der neuen Rhcin- eifeubahnbrücke findet auf kaiserlichen Befehl in den hie­sigen kgil. Schauspielen am 1. Mai in Anwesenheit des Koffers eine Festvorstellung statt. Zur Aufführung gelangt lautRhein. Kur." Anders komische OperMaurer uitb Schlosser" in völlig neuer Einrichtung unter Direktion des Professors Mannstaedl-Miesbaden und unter Mitwirkung Wiesbadener und Berliner Künstler.

Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Dem Vernehmen nach soll sich die

Volitische Tagesschau.

Zur kirchliche« Lage

qreM dasHeff. Sonntagsblatt" in seiner letzten Nummer chemdes:

,Der große Einfluß des llltramontanis- iv 4 hi Deutschland, wie er in den Ereignissen der letzten fthen zutage trat, und der nickt zu verschleiernde un- ifirucre Mißerfolg, den der Deutsche Evana. ti. Ihe n a u s s ch n ß gleich bei seinem ersten Auftreten mit 'lärm Einspruch gegen Aufhebung des 8 2 des Jesuiten- Kjty.e8 zu verzeichnen hatte, legt einen Gedanken nahe, kairaS in Hessen dieses Jahr besonders beschäfttgen sollte. Jir Steinen, der Kirch en aus s ch u ß unserer Kircyen- V.. törben bedarf dringend einer Ergänzung, einer 'MtzL durch eine breitere kirchliche Organisa- ücb , die doch zugleich einer aktionsfähigen Geschlossenheit jtb Jegrengtljeit nicht entbehrt und organffch in dem ver- B^lgsmäßigen Leben der deuffchen evangelischen Landes- ;aan wurzelt. Der Evangelische Bund kann dies giijt Ifein, so schätzens- und dankenswert feine Arbeit als -iräiiic und Förderer evangelischen Bewußffeins ist. Wär rnn itia, was uns not tut, brennend not tut, ist die Der- imiu'-ljung längst ausgesprochener Wünsche: daß dem Deut­zen ^angelischen K^chenausschuß eine freie von unten, :oon oben her geschaffene Körperschaft von Ver- iiti i.rn aller Deuts ch en Evan gelischen San- jbcfr- und Provinzialsynoden als Ergänzung, als Mtzr zur Seite trete. Es ist gleichgiltig, welchen Namen nw . iner solchen Schöpfung gibt Name ist Schall und ' lÄQih wenn nur die Sache da ist, der rechte Name M ur rechten Zeit sich ein, da, wodie Begriffe nicht

', sondern gegeben und vorhanden sind. Und nun i mien wir, gerade wir Hessen hätten gerade dieses Jahr V cht, ja die Pflicht, die Jil-angriffnahme dieses dMigend r mejibigen Werkes anzuregen. Unser Großherzogtum, xt e Landeskirche bildet eine natürliche Verbindung zwi- f i'torb und Süd auf beiden Ufern des Mains haben arc ^.itereffen Freunde Vertrauen. Dazu komntt, di.kVj ö^es Jahr bei uns der 400jähr. Geburtstag Sbii: pps des Gr o ßmütigen gefeiert wird, des Re- i wnshelden und des Mannes der Hamberger! S Sisobej Sein Genius weist uns hin auf die Schaffung c diizr roßen deutschen synodalen Vertretung elischer Interessen! Wär's nicht angezeigt, ,4 ialat Herbst der 13. ober 23. November, der GÄurts- ttgb.; Landgrafen Philipp (beide Daten werden angegeben) etwas spät eine Zusammenkunft zunächst oiel- :cii t :Estdeuffcher Synodalen etwa in Marburg, dem £ .x. ueformatorffcher (Erinnerungen, herbeizuführen, die --)iel fest ins Auge sichte und sogleich in Angriff MkÄMie?'