Ausgabe 
9.3.1904 Zweites Blatt
 
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Mittwoch 9. März1ttO4

154. Jahrgang

Nr. 58

Zweites Matt

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Gensral-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Sietzen

Ai- ycutige Plummer umfaßt 12 Seiten.

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Erscheint täglich mit Ausnahme des Sonntag?.

DieGießener Zamilienblätter44 werden dem Anzeiger viermal wöchentlich beigelegt. Der -Hessische Eanötotrf* erscheint monatlich einmal.

freiheit" habe. Aber wenn Herr Köhler in seinem Speech gegen die Journalisten (die seine Rede übrigens ebenfalls mit der gebührenden Heiterkeit aufnahmen) unseren Kor­respondenten dadurch zu verdächtigen sucht, daß er ihn als Vertreter einer einzelnen Persönlichkeit hin­stellt, für den er einseitige Kammerberichte schreibe, so können mir Herrn Köhler die Versicherung geben, daß er sich recht tüchtig irrt. Er meint, hinter diesen Kammer- Referaten stecke die Persönlichkeit des Freiherrn v. Heyl als rector spiritus. Wir würden uns aber eine solche Art der Berichterstattung schönstens verbitten, und die Personal-Union, die drei hessische Blätter in Bezug auf die Kammer-Referate eingegangen sind, ging von der so selbstverständlichen als unerläßlichen Bedingung aus, daß dabei keine einseitige Partei­politik getrieben werde und daß die Persönlichkeit unseres Darmstädter Redakteurs völlig unabhängig und unbeeinflußt dastehe. Hätten wir die Ueberzeugung, daß von irgend einer Seite ein Druck ausgeübt werde, so würden wir nicht anstehen, unsere Maßnahmen sofort zu treffen, die dem bestehenden Zustande ein Ende bereiten würden. Bisher haben wir genügende Beweise, daß in objektiv urteilenden Kreisen unsere Landtags-Berichte als streng sachlich angesehen werden, und wir werden auch in Zukunft dafür Sorge tragen, daß diese Sachlich­keit bewahrt bleibt. Im übrigen ist bisher weder von Herrn Köhler, noch von sonst Jemand in der Kammer auch nur der leiseste Versuch gemacht worden, irgend eine Unrichtigkeit in den Artikeln nachzu­weisen. Daß die Presse ein durch die Verfassung garan­tiertes Recht zur Kritik hat, das sie sich durch Niemanden wird verkümmern lassen, sollte besonders zu betonen eigentlich nicht von Nöten sein.

richtig hält.

Abg. Weidner meint, es sei immerhin auffallend, daß einzelne Berichterstatter immer nur das verstehen, was die Redner seiner Partei sagen. Auch in der Tarmst. Ztg. seien ihm gerade mehrmals Unrichtigkeiten nachgesagt worden.

Abg. Ulrich bemerkt, Köhler sei gerade der am wenigsten geeignete Mann zu einer derartigen Kritik über die Presse. Er rede über alle Dinge und stelle zu allen Dingen Anträge und wenn er sie dann begründen solle, sei er dazu nicht in der Lage oder er sei überhaupt nicht zugegen (Große Heiterkeit). Als Kähler darauf wütend schreit:Das ist gelogen", wird er vom Präsidenten zur Ordnung gerufen, aber Abg. Ulrich sagt mit scharfer Ironie: Lasten Sie nur, Herr Präsident, der Herr Köhler hat volle Rede­freiheit bei mir! (Große Heiterkeit.)

Nach einer kurzen weiteren Auseinandersetzung zwischen den Abgg. Wolf und Adelung schließt die Debatte und das Hau, vertagt sich auf Mittwoch vormittag 9 Uhr.

Wie der Leser leicht erraten wird, handelt es sich hier um die auch in unferm Blatt veröffentlichten Artikel über die Tätigkeit der zweiten Kammer, von denen schon einmal im Hause die Rede war. Herrn Köhler? Sermon wurde indessen in der zweiten Kammer nicht ernst genommen, wie das die stürmische Heiterkeit beweist, mit der das HauL die Bemerkung des Abg. Ulrich aufnahm, daß Köhler bei ihm .volle Rede-

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>t.'udarmenlvohnungen ober ablehnen wolle. Nachdem die ! cgierung die Errichtung derselben für dringend notwenürg erklärt, werde er dafür stimmen.

Staatsminister Tr. Rvlye weist auf die Notwendigkeit drei geforderten Gendarmenwohnungen hin, und er» iiL-ta um Bewilligung derselben ohne heute auf die Frage

Tienstwohnungsgelderfrage näher emzugehen.

Mchdem der Ausschußberichterstatter Abg. Molthan Lr Annahme des Ausschußantrags plattiert, die Abgg. Weidner und H ä u s e l für Bewilligung der drei Gebäude emigetreten, wird der Ausschußantrag mit geringer Mehr-

MtlemeiUQridd)em|oroitiv- "'s du d. Lchularb. ertti., evnme, erfahrene Lehrens V- unt 180 an die fritk tetMeasctt

Arbeiten ller Art, Vervielfältig»;» c. werden prompt unö

Krvvmjrar-Huvschuß.

(Schluß.)

Gießen, 7. Mär^.

Tas Gesuch der Marie Ott zu Gießen um Erteilung der Erlaubnis zum Betrieb eines Lrödelhandels bildete den zweiten Punkt der Tagesordnung. Ter Sachverhalt ist folgender: Unterm 5. Aanuar 1903 b-^chtete das Großh. Polizeiamt an daS

beit angenommen.

Qum Kapitel Zentralbau wesen liegen noch t^r- I (frnebene Nachtragsforderungen vor. Tas Haus lehnt. eine Zv.rderung von 800 Mark für eine Arrestzelle m Kailbach ab bewilligt dagegen für den Neubau einer chirur- aNchen und einer ophthalmologischfen Klinik an der Universität Gießen 345800 Mark und für | eine Psychiatrische Klinik 16300 Näark, ferner für tie Erbauung neuer veterinärmedizinischer Jn- iii tute als letzte Rate 258000 Mark unb für die untere SimrichLung 66 400 Mark, für den Neubau einer Uni­versitätsbibliothek aus den Ersparnissen an den ab au kosten 36050 Mark, zum Umbau der alten Tniiversitätsbibliothek 35 000 Mk. Für die tech­nische Hochschule wurden als zweite Rate für die Er­ve terungsbauten südliche der ^chschulftraße $15 000 Mk., ! rua Heizungsanlagen in den Gewächshäusern 44o0 ML I -willigt Für den Neubau emes Gymnasiums zu Wor m s ve-iden als Restbetrag 36000 Mark gefordert uno^bewilligt.

Eine längere Debatte entspinnt sich bei der Forderung

PreutzischeS Abgeordnetenhaus.

Berlin, 8. März.

Tie zweite Beratung des Eisenbahnetats wirb bei den Einnahmen fortgesetzt. Abg. Broemel (fr. 23a.) ist einverstanden mit der Energie, mit der Minister Budd« entschlossen ist, jeder unberechtigten Einmischung des Fi- nanzminifters entgegenzutreten. Ten Kartellen sollte die Regierung nicht nur mit billigen Tarifen gegenüber treten, sondern auch unberechtigte Forderungen von ihrer Seite mit aller Energie zurückweisen. Kleine Ausstellungen seien natürlich immer noch zu maü)en. So namentlich über die Ueberfüuung der dritten Wagenklasse. Abg. Vo lger (frk.) führt aus, durch die E i s e n b a h n b e a m t e n - Konsum­vereine würden z. B. Bäcker und Fleischer auss schwerste geschädigt. Ter M i 11 e l st a n d werde r u i n i e r t und der Sozialdemokratie in die Hände getrieben. Abg. F u n ck (fr. Bp.) wünscht erhöhte Aufwendungen für Die Zugsicherheit. Abg. Tr. v. Dirks en (frk.) führt 2k* schiwerde über das allzuweite Entgegenkommen der Eisen- bahnoerwaltung gegenüber den wirtschaftlichen Oraani- sationen der Staatsarbeiter unb verlangt vollkom­mene Unparteilichkeit. Staatssekretär Budde erklärt, er sei nicht in der Sage, den Eisenbahnarbeitern zu ver­bieten, sich in ihren dienstfreien Stunden zu Konsum­vereinen zusammenzuschließen. Tie Mitgliedschaft in so­zialdemokratischen Konsumvereinen könne er ihnen aller­dings nicht freistellen. Was die Platzkarten anlange, so würden dieselben nicht aus fiskalischen, sondern aus be­triebstechnischen Gründen beibehalten. Zu Broemels Klage über die Uebersüllung der Züge im Berliner Sonntagsver­kehr bemerke er, daß die Stadtverwaltung dafür sorgen möge, den Bau von Untergrundbahnen nach den Vororten zu beschleunigen. Alsdann geht dec Minister auf einige vor- gebrachte Wünsche näher ein. Abg. Wolgast (fr. Bv.) bringt dann Spezialwünsche in Bezug auf die Schülerfahr­karten vor. _

Ier Ausstand der Kererüs.

Gegenüber der Behauptung eines Berliner BlatteS, Gouverneur Leutwein habe wiederholt in Berlin an- gefragt, ob er Friendensverhandlungen mit den Hereros einleiten könne, sei jedoch durch die bestimm­ten Weisungen aus Berlin an der Ausführung dieser Ab­sicht verhindert worden, meldet dieNorddeutsche": Diese Larstellung entspricht nicht dem wahren Sachver­halt. Dieser ist vielmehr folgender: Seuttoein wurde alsbald nach seiner Rückkehr nach Dwakopmund, ohne daß er eine Anfrage nach Berlin gerichtet hatte, mit telegra­phischen Weisungen versehen, die davon ausgingen, daß Verhandlungen mit den Hereros völlig ausgeschlossen seien. Daraus antwortete Leutwein, daß er gleichwohl er­mächtigt zu sein glaube, sich gegebenenfalls zur Vermeid­ung unnötigen Blutvergießens auf Scheinverhand­lungen einzulassen. Das ist alles, was an zuständiger Stelle in dieser Angelegenheit bekannt ist.

Tie großyerzogl. und erbgroßherzogl. badischen Herr­schaften haben sich an den beiden Sammlungen für Deutsch- Sudwestafrika, und zwar für die Truppen und für die in Not geratenen Ansiedler, mit namhaften 23eträgcn betei­ligt, Die insgesamt den Betrag von iGOo Mk. erreichen.

-Kirche und schult.

Ter 2kschluß des Colmarer Gemeinderates, den französischen Sprachunterricht in den oberen Klassen der Volksschule ein^usühren, hat dte Genehmig­ung der Regierung nicht erhalten.

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von 54 000 Mk. für den Neubau eines Schullehrerseminar­gebäudes in Bensheim.

Abg. Dr. Heidenreich beantragt namens des Aus­schusses die Genehmigung der Summe.

Abg. Ulrich befürwortet den Antrag und meint, man sage damit eigentlich heute nur A, man werde wohl schließ­lich bis zu einer Million zu bewilligen haben. Aber not­wendig sei die Forderung, denn was jetzt als Seminar dort stehe, sei ein ganz unglaubliches Gebäude, in dem Ratten hausten, Pilzbildungen sich zeigten und Licht und Luft höchst mangelhaft seien. Die Polizei hätte schon längst einschreiten und das Haus schließen müssen.

Ministerialrat Dr. Eisenhuth entgegnet, man habe bisher mit der Forderung zurückgehalten, weil die Aus­gaben für das Volksschulwesen, Gehaltserhöhungen usw. ohnehin schon hohe Anforderungen an den Staat stellten. Man werde übrigens bei Veräußerung des alten Grund­stücks einen wesentlichen Ertrag zu Gunsten der Unkosten erzielen. ~

Nach einigen Bemerkungen des Abg. Dr. Fr en ah wird der Ausschlußantrag angenommen.

Für die Präparanden-An st alt in Sich wer­den daraus 5000 Mk., für den Neubau des Museums zu Darmstadt als 3. Rate 168000 Mk., für den Dom zu Worms als letzte Rate 40 000 Mk., für das Landes­hospital Hofheim 36 000 Mk^ für die Sandesirrenanstalt Heppenheim 10900 Mk., für Kap. 125, Kttchssn 61500 Mark (gegen die Stimmen der Sozialdemokraten), für das Gutenbergmuseum Mainz al§ 4. Rate 2500 Mk. und für Bodenmeliorations- unb Wasserversorgungswesen 11030 Mk. bewilligt.

Es folgt Kap. 1)1, Bauwesen. Für einen Neubau der Oberförsterei Münster bei Dieburg werden 34 310 Mk., für ein Steuerkommissariat in Michelstadt 14 100 Mk., in Homberg a. O. 7000 Mk., in Alzey 22 000 Mk., als Rest- forderung, in Butzbach 48100 Mk. verlangt unb bewilligt. Tie Forderung für ein neues Dienst- unb Wohngebäude in Wörrstadt wird abgelehnt, die gleiche Forderung für Büdingen mit 19 000 Mk. angenommen. Abgelehnt wer­den endlich noch für ein Steueraussehergebäude in Sangen 8600 Mk. und die Dammwärterwohnung in Wimpfen 10 900 Mk. und in Ginsheim mit 26 300 Mk., bewilligt da­gegen 4000 Mk. für Erhaltung und Restauration skaatlichier Lau- und Kunstdenkmäler.

Nachdem auch noch der Verwaltungsboranschlag der 2. Kammer für 1904 nach kurzem Bericht des Abg. Schmal­bach und Abschnitt XIV, Indisponible und reservierte Fonds genehmigt, erstattet Abg. Möllinger noch kurz 'Bericht über das ganze Etatsgesetz, über dessen Zahlen morgen nach genauer Feststellung abgeftimmt werden soll. Damit ist dann der Gesamtetat erledigt.

Zum Schluß der Sitzung entspann sich noch eine äußerst lebhafte Debatte über die Sandtagsberichterstatt- ung in den Zeitungen.

Abg. Dr. Heidenreich, fragt an, wie es mit der schon früher gegebenen Anregung bezüglich der Herausgabe einer amtlichen Sandtagskorrespondenz stände. Das Sand habe ein lebhaftes Interesse daran, über die Verhand­lungen des Hauses genau unterrichtet zu werden.

Abg. Köhler unterstützt diese Anregung, denn nach, den Erfahrungen, die wirmit denen da oben" (auf der Journaliftenttibüne) gemacht haben (große Heiterkeit), ist das sehr notwendig. Redner sprich^ bann bavon, baßmit denen ba oben" gründlich Tabula rasa gemacht werben müsse, bie verständen ja nichts von der Landwirtschaft. Ein Berichterstatter, der noch dazu aus Preußen importiert wurde, habe sogar den Präsidenten beschimpft und über die Tätigkeit der Kammer Kritik geübt, den Mitgliedern Zettvergeudung vorgeworfen rc. ic.

Abg. Wolf schließt sich den Vorrednern an. Er muffe den Berichterstattern mildernde Umstände zubilligen, solange auch in der Kammer selber Redakteure säßen, die über die Sitzungen falsch? 2krichte brächten. So habe Abg. Adelung als veranttvortlichier Redakteur jüngst eine Rede von ihm vollständig unterschlagen (Große Unruhe), deren Inhalt er in schärfster Weise politisch kritisiert hatte.

Präs. Haas bemerkt, es sei auch oft für die Bericht­erstatter sehr schwer, alles zu verstehen, was hier im Hause gesprochen toeroe.

Abg. Adelung wendet sich scharf gegen Kohler unb Wolf. Er müsse ganz entschieden das R e ch t d e r P r e s s e verteidigen, da zu kritisieren, wo es ihr not­wendig erscheint. Er lasse sich dieses Recht auf keinen n-all nehmen. Es sei nicht nur ein Recht, sondern auch eine Pflicht hier Presse, so zu kritisieren, wie sie es für

8. (k^Teug, LudmH.

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Meise», Lumpen, hin 'upfer, Messing, $n, iua ic., LMelo, W, erzeug, Gotö- nob Mn heu, Müujtit unb SnhW !0L oÄtaWi 'Jlewrotfj 22._____

krövreSAuwefcnmg, G rage innerhalb dc-e: >e;irls, zum betrieb eines 'ugros- ober Heinen iP ^Ääiles geeignet, zu verM: kjp, durch die lirp. b.-A.

1-2 -chüler finden in saufe gute Pen,Ion unters veduigungeu. CnetteniMi iü79_an die ExpedUW^ ileüete Same erteilt inmdl'chen .u Kiaviernnlerm 251 ^ubwigtt^ Unterrillji

heut angenommen. t

Für das Kreisamt in Dieburg wird die lieber- fchceitung der Bausnmme um 9270 Mark unter ausdrück­licher Verwahrung auf zukünftige Fälle genehmigt.

Für das Kreisamtsgebäude in Mainz werden zum Juifbau eines Stockwerks auf das Nebengebäude zur Unter­bringung der Tiensträume des Lreisbauinspektors 18600 Nart gefordert und ohne Tebatte bewilligt.

Bei der Forderung von 51 900 Mark für die Erbau- U m q von drei Gen darmen-Wohnungen in Kail­bach Wenings und Appenheim, jede für zwei Gendarmen, beantragt der Ausschuß wie im Vorjahre die Ablehnung, da derselbe keine weiteren Posten für Beamtenwohnungen ui bewilligen, beschlossen, bevor die Regierung Nicht eine Imlage für die anderweitige Regelung der Mietskosten- utschädigung der Beamten gemacht hat Abg. Häusel sucht um Bewilligung des Baues i^ Kailbach, ebenso Abg. neuner. Abg. Bähr spricht für den Ausschußantrag, Reinhart meint, das Haus setze sich m Wider- sv-uch, wenn es das Projekt Bensheim annehme, die drei

Kcsstschcr Landtag.

Darmstadt, 8. März.

Tie zweite Kammer der Stände setzte die Beratung des außerordentlichen Budgets fort. Zum Titel .Kreis amt Bensheim" sind 52 650 Mark gefordert, der Ausschuß hat Einsicht genommen und sich von der Not- tvrnbigfeit baulicher Herstellungen überzeugt. Derselbe be­antragt Bewilligung. .

Berichterstatter Hirschel begrüubet dies. Es ,er be­absichtigt, ein An wesen käuflich zu erwerben und am alten Gebäude einige Aenderungen vorzunehmen.

Abg. Brauer hält die Sache angesichts des wegen Festsetzung der Beamtenwohnungentschäoigung in Aussicht sie henden Entwurfs nicht für dringlich.

Abg. Kreimer fordert die Berücksichtigung der hessi­schen Sie in Industrie bei der Herstellung öffentlicher Bauten.

Staatsminister Rothe und Abg. Tr. Heid en reich . torifen nach, daß es notwendig sei, die bisheriae Äreis- _ raitswvhnung als Tiensttüume zu verwenden und in dem neiu erworbenen Gebäude die Wohnung einznrichten. -etz- te: er unterstützt außerdem die Klagen der Steinindu- slriiellen. Beim Wormser Brückenbau habe man Pfälzer kleine verwendet, wie ihm mitgeteilt wurde, sollen sich beirt schon die Witterungseinflüsse gelten machen.

Oberbaurat Klin gelh ö f f er zählt eine Reihe Staats- bernten auf, bei welchen Odenwälder Sandsteine zur Ver- luiribung tarnen, und versichert die hessische Steinindustrie boller BerücksickMgung.

Abg. Weidn er hält für besser, wenn man für den Ki,eis rat in Bensheim nicht eher eine Wohnung miete, bis mim über die Mietentschüdiaungsfrage klar sei.

Dlinisterialrat Best stellte fest, daß der vorgeschlagene Ausweg am billigsten und raschesten die bestehenden Miß- sttnde beseitige.

Abg. Euler teilte mit, daß, wenn es noch einmal zu geschehen habe, man das neue Anwesen nicht so billig toitt es angeboten wurde, haben könne.

Abg. Tr. Schmitt verfehlt nicht, ebenfalls die Kitte aiisszusprechen, daß bei Staats bauten möglichst einheimische ömine Verwendung finden. Sache der Bauabteilung sei es sich über den Wert der hessischen Brüche genau zu ber­gigen. Als er neulich nach der Tebatte über die Be- lem chtun g s an la g e in Bad-Nauheim heim fam, halbe ihm ein Bürger den Vers von Sanbtoig zitiert:Ta iuiljl'e se, wo Moskau leit, unn in de Ortsgemarkung kaan L<jsche id."

Es reden noch die Abgg. Ulrich, Häusel, Schlen- fl< r, Tr. Gutfleisch und Dr. Fren ay, welche für bit Bewilligung der Regierungsforderung ein treten und ujn . hervor heben, daß das nach dem Projekt zu er- tverbenbe Grundstück, das in nächster Nähe des Kreisamts an zwei Straßenfronten liegt und Raum für ebent. weitere LL ulichketten bietet, ein sehr empfehlenswertes Ankaufs- Mekt für den Preis von 48000 Mark fei, während die Wag. Weidner und Brauer verschiedene Bedenken geuen die jetzige Bewilligung äußern, wird der Ausschuß- anitiag auf Bewilligung der Forderung mit großer Mehr-

Rotationsdruck und Verlag der Brüh loschen

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B B H h R M Redaktion, Expedition u.Druckerei: EchulsK.7.

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