Ausgabe 
9.1.1904 Erstes Blatt
 
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Samstag 8. Januar 1904

1S4. Jahrgang

Erstes Blatt.

Nr. 7

rlrfjflnt tfigfl» au&er Sonntag».

Dem iLleßener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die rtebener Kamiliru- blätter oirrmoi tn der Woche bctgelegU KolaNonSdruck eu Ver­lag der Brühl 'scheu Untvech-Buch-a. Stein- krude rei tPÜch lieben) RcCki/IUtl -rpeditiov and Druckerei:

LchnlVrabe ? Adresse» Depeschau «uzeiger Gießen.

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Vtzeaaiworttich tüx den potti. unC idgrm. Teil' V öitlto. tüt »Stadl mit Land' and , Geruh kSs aal" i Laaust D ö tz; tüt den eln- jetqentefl: pan« Beck.

Gießener Ameiger

General-Anzeiger v **

Amts- und AnZeigeblatt für den Kreis Gießen

Deutsches Reich.

Berlin, 8. Jan. %er Kaiser hatte gestern nach- Wittag in Berlin mit dem Reichskanzler in dessen Palais eine Uuterredimg und kehrte dann nach dem Neuen Palais zurück.

Aus die Neujah-rsadresse- der Berliner Stadt­verordnetenversammlung ist trom Kaiser solgew- des Antwortschreiben eingegangen:

,^ch danke den Stadtverordneten bestens für die freundlichen Glückwünsche, welchen dieselben als erwählte Vertreter der Berliner Bürgerschaft mii anläßlich des Jahreswechsels und meiner Genesung gewidrnet haben. In der Adresse bin ich gern dem Ausdruck der Freude über die Verschönerung begegnet, welche die Reichs- Hauptstadt durch die von mir gestifteten -Denkmäler weiland Ihrer Mcajestäten des Kaisers und der Kai­serin Friedrich vor dem Brandenburger Tor er­fahren hat, und freue ich mich über die treue Verehrung, welche meinen in Gott ruhenden Eltern in den Herzen der Berliner Bürgerschaft bewahrt toirb." Wilhelm."

Aus Kiel wird berichtet: Auf der kaiserl. Werft werden die Jnstandsetzungsarbeilen für die kaiscr- hd>e Jacht o henKollern" und für die als Begleit­schiff in Aussicht genommeneNymphe" eifrig fortgesetzt. An der Rtöaiiäfteit einer K a i s e r r ei s e n a ch d e m M i t- telmeer scheint hier noch fest^ehalten zu werden. Die Hohenzollern" wird demnächst in das Trockendock 1 ge­bracht werden.

TieNordd. Allg. Ztg." veröffentlicht den gestern vom Bundesrat entgegengenommenen Gesetzentwurf bett, die Erriäftung von Kaufmannsgerichten. Tas Gesetz soll am 1. Januar n. I. in Kraft treten.

In der gestrigen Sitzung der Stadtverord­neten wurde der alte Vorsteher Dr. Langerhans einstim­mig wieder gewählt. Bei der Wahl der übrigen Mitglieder des Vorstandes unterlag die Sozialdemokratie, die zum Stellvertreter des Vorsitzenden Singer präsentiert hatte. Bei der Einführung der neugewählten Stadtver­ordneten ermahnte Dr. Langerhans in seiner Begrüßung zu ruhiger Verhandlung und Vermeidung persönlicher An­feindung,wenn Einer noch so Dummes sagt".

Dresden, 8. Jan. Die Wahlrechts vor schlage der Negierung befriedigen augenscheinlich nur die Agrarier, deren geistiger Mitwirkung sich die Regierung dabei wal/rscheinlich besonders versicherte. Der Industrie angel-örende sächsische politische Personen erklären, daß die sächsischen Industriellen nicht nur die Wahlrechtsvorschläge verwerfen, sondern nach wie vor eine gründliche Re­form, auch der ersten Kammer verlangen, dergestalt, daß auch hier die Industrie einen ihrer Bedeutung entsprechen­den Einfluß erhält.

Straßburg t E., 8. Jan. Der Reichstagsabg. Delsor, welcher der klerikalen elsässischen Landespartei angelchrt, ist, wie derEls. Volksb." meldet, gestern abend in Luneville, lvo er beabsichtigte, einen religiös-sozialen Vortrag im Vereinshause zu halten, durch Verfügung des Präfekten von Nancy wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit aus Frankreich ausgewiesen worden.

Ausland.

Rom, 8. Jan.Giornale d'Jtalia" zufolge sind die deutschen Telegierten für die Handelsvertrags- Verhandlungen hier eingetragen. Don selten Italiens werden dieselben Persönlichkeiten bevollmächtigt, welche die Verhandlungen mit O e st e r r e i ch - U n a ar n führten. Tie Verhandlungen sollen beginnen, sobalv Giolittt und Luzatti hierher zurückgekehrt find.

Konstantinopel, 7. Jan. In Ipek wurde ein christlicher Gendarm von einem unbekannten Täter erschösse n. Tie Untersuchung ist eingeleitet. Der Mord ist ein neuer Beweis für das Ueberhandnehmen der alba- nesischen Bewegung im Sandschak Ipek und für die ddot- wendigkeit des energischen Vorgehens, welches Schensi Pascha dieser Tage durch eine Expeditton gegen den unbot­mäßigen A l b an e s e n f Ü h r er B e i r a m Hadschi be­gonnen hat. Ter befestigte Wo h n s itz Beirams in Nowo- selo im Tisttitt Djakoloo wurde militärisch umzingelt und nachdem der Aufforderung zur Uebergabe nicht Folge ge­leistet war, durch Feuer zerstört. Beiram selbst, drei feiner Anhänger und vier Frauen wurden hierbei getötet, sechs Anhänger ergaben sich. Auf türkischer Seite wurde ein Mann getötet und drei verwundet.

Rußland uvd Japan.

Ter Petersburger Korrespondent derKöln. Ztg." telegraphiert: Ta Admiral Alexejew bereits am 3. Januar im Besitze der Anweisungen für Rußlands Antwort a u f d i e japanische N o t e war, dürfte in den Aus- las jungen derNowij Krai", datiert aus Port Arthur vom 5. Januar, ein Niederschlag der russischen Antwort zu er­blicken sein. Man versichere ihm, daß Rußlands Ant­wort das größte Entge genkommen bezüglich Ko­re a s ausdrücke, dagegen betteffs der M a n d s chu r e i den bisherigen russischen Standpunkt weiterhin aufrecht er­halte. Der Korrespondent hält nach ihm von beteiligter Seite gewordenen Nachrichten die Möglichkeit uicht ganz für ausgeschlosse n, daß Japan vielleicht doch nicht mit allen rusjlschen Lorfchlägea ganz ein v er stan­den sein könnte, sodaß aucu über Korea noch St.-Ciai:pCr^ ungen denkbar wären. TerStandard" meldet aus Tokio: In amtlichen Kreisen wird bezüglich des Inhaltes der Antwort Rußlands äußerste Zurückhaltung beobachtet. Aber man glaubt allgemem, daß die Zugeständnisse, die Mußland als solche betrachtet zu sehen wünscht, eher an­gebliche und illusorische als tatsächliche seien. Rußlands

Bestreben gehe zunächst rarr dahin, Zeit zu gewinnen. Aber die öffentliche Meinung Japans widersetzt sich mit Entschiedenhett einem weiteren Verzüge und sagt, das Land wartet bereits zu lange; sie verlangt von der Regierung, daß diese auf vollständige und sofortige Annahme der letzten Forderungen bestehe, da sie die allermindesten Ansprüche Japans bil­deten; weigere sich Rußland, so habe es die Folgen zu tragen. Tem Reut er scheu Bureau teilte der Londoner japanische Gesandte Havashi mit, er habe ein Telegramm aus Lotto empfangen, das dm Inhalt der Antwort Ruß- lands enthalte. Er sei jedoch außer stände, eine Meinung in dem einen oder anderen Sinne zu äußern, da dadurch. der Charakter der Antwort angedeutet werden würde, die gehalten werden müßte, bis von seiner Regierung ein end- gütiger Schritt getan worden sei. Ter Gesandte fügte hinzu, die Zeit des Wartens sei, was Japan an- betreffe, vorbei; jetzt sei es an Rußland, zu warten. Ter Gesandte stellte noch dte verschiedenen Berichte über die Bewegungen der japanischen Truppen und Schiffe in Abrede. Tie je wurden so geheim gehalten, daß es un­möglich sei, davon Kenntnis zu bekommen.

Wie aus London gemeldet wird, liegen dort Meldungen aus Tokio vor, nach denen unmittelbar nach der lieber* reichun g der russischen Note ein wichtiger Kabi­ne 11 s r a t stattsand, an dem auch der Chef des General­stabes teilnahm. Sehr bemerkt werden die Konferenzen zwischen dem französischen Militärattachee und dem rusii- schen Gesandten Baron Rosen. Die Kricgsrüsmngen werden inzwischen fortgesetzt, eine Kriegs steuer ist in Vor­bereitung.

9lach einer Depesche des ,Fluss. Handelstel. Bur." auS Tokio dauern die Verhandlungen zwischen Rußland und Japan fort unb werden streng gel^eim gehalten. Die Mein­ung der japanischen Presse geht dahin, daß die Antwort nicht ganz günstig ausgefallen seh jedoch hege man Hoffnung auf weitere Verhandlungen. In den höheren greifen Japans ist die Stimmung ziemlich ruhig.

Alis yüiM uni) gflili).

Gießen, 9. Januar 1904*

R.-ß. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog wird, wie uns aus Darmstadt drahtlich gemeldet wird, nach Erkundigungen in eingeweihten Kreisen, in 14 Tagen spätestens seine Steife nach England und Egypten angetreten haben.

R-B. Versetzungen. Der Hilfsgerichtsschreiber Karl Joh. Grünewald wurde von Herbstem an das Amts­gericht Gießen, der Gettchtsschreibergehilfe W. Reitz von Groß-Umstadt nach Herbstein versetzt.

** Ernennung. Großh. Geometer 1. Klasse Mayer hier wurde zum Großh. Feldbereinigungsgeometer ernannt.

Personalien. In den Ruhestand wurde versetzt am 2. Januar d. I. der Amtsgerichtsdiener bei dem Amts­gericht Seligenstadt Emil Robert Oskar Steinert auf sein Rachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit.

** Professor Eck. lieber den an die Stelle des nach Götttngeu gehenden Herrn Geh. Kirchenrats Professors D. Kattenbusch zum theologischen Prafessor berufenen Darm­städter Pfarrer Lic. cheol. S. Eck sind wir heute in der Lage, folgende $Jcitteitungen zu machen. Pf. Eck ist 1856 in Petersburg geboren; er studierte zunächst in Leipzig und Tübingen von 16741677 Philologie und Philosophie, ging aber dann zur Theologie über, die er 18771880 in Göt­tingen und Gießen trieb. Nachdem er etliche Jahre als Hauslehrer und Vikar in Riga, Dorpat und Petersburg zugebracht hatte, wurde er 1883 Pastor in Ackermann in Süddeutschland, 1885 Pastor in Odessa. 1887 siedelte er nach Deutschland, und zwar in unser Hessen über, wo er 1887 in Numpenheim eine Psarrftelle sand. Hier trat er der Kaiserin Friedrich persönlich nahe. 1899 übernahm er ein Pfarramt in Offenbach; fett dreiviertel Jahren ist er tn Darmstadt tätig, wo er sich rasch in hohem Däaße die Liebe und Achtung seiner Gemeinde erwarb. Die wich­tigsten seiner veröffentlichten Schriften sind: Zingendocs und seine Nachwirkung in der Gegenwart (1890); David Friedrich Strauß (1899); Älus den großen Tagen der Philo­sophie (1901); Goethes Lebensanschpuung (1902). Die hiesige theologische' Fakultät verlieh ihm vor Jahren schon den Titel eines Lieentiaten der Theologie honoris causa.

* * Dilettanten-Konzert. Durch dieFliegenden" und andere Witzblätter sind wir gewohnt, den deutschen Studenten als ein meistenteils angesäuseltes, stets zu Rempe­leien und zum Kollegschwänzen aufgelegtes und in chronischer Geldnot seine Mitmenschen auf das Naivste anpumpendes Individuum männlichen Geschlechtes im Alter von 18 bis mehr Jahren zu betrachten. Diese herkömmliche Vorstellung muß jetzt hier in Gießen einen derben Stoß erleiden, wenn wir hören, daß sich eine Schaar jener so mäßig beleumun­deten Jünger der Wissenschaft zusammengetan hat, um Geld zu verdienen und diesen Verdienst horribile dictu in warmer Milch anzulegen. Daß dieses nahrhafte und be­kömmliche Getränke aber von den Erwerbern auch selbst ge­trunken werden soll, ist allerdings eine unzutreffende und böswillige Erfindung, der die Unwahrheit an der Stirne ge­schrieben steht. Soiveit wird die Selbstverleugnung Gießener Storrenten" trotz aller Abstinenzbewegung niemals gehen, es soll vielmehr das leider meist unzureichende Frühstück unbemittelter Schulkinder damit verbessert werden. Um zu diesem guten Zweck möglichst viel Geld zu verdienen, muß die edle Frau Musica herhalten, und' wenn auch der

Natur der Sache nach klasfische Darbietungen nicht ermattet werden dürfen, so glauben wir doch nicht zu viel zu ver­sprechen, wenn wir die fteundlichen Besucher deS zu ver­anstaltenden KonzetteZ versichern, daß sie mit entsprechend nachsichtiger Beurteilung ein paar vergnügte Stunden in dem angenehmen Bewußtsein verleben werden, gleichzeitig eine gute Sache unterstützt zu haben. Im Jntereffe des hoffent­lich in wünschenswerter Majotttät erscheinenden DamenflorL wird schon jetzt das sogenannte starke Geschlecht höflich ge­beten, im ersten Teil der als Bier- und Wein-Konzert ge­dachten Darbietung auf den Genuß des geliebten Glimm­stengels verzichten zu wollen. Zwecks gemütlichen Zusammen­seins der akademischen Jugend nach Schluß des Konzertes ist allgemeiner Burgfriede geboten.

* * Hessische Bereinigung für Volkskunde. Die Gießener Ortsgruppe hält, wie aus dem 2lnzeigenteil der Donnerstagnummer unseres Blattes ersichtlich ist, ihren dritten Mitgliederabend am Montag den 11. Januar abends 81/* Uhr im Cafs Ebel ab. Profeffor Dr. Sticker hat für diesen Abend einen Vortrag über den Aussatz im Mittelalter angekündigt. Man wird gewiß gern diese Gelegenheit be­nutzen, über diese schreckliche Krankheit, dieMiselsucht" deS armen Heinrich, die ja in früheren Jahrhunderten auch in Deutschland ungeheuer verbreitet war man denke nur an dieGutleuthöfe" so vieler Städte durch einen hervor­ragenden Forscher auf dem Gebiete der Geschichte der Medizin näheres zu erfahren. Gäste sind, rote uns mitgeteilt wird, willkommen.

* Die Gemälde-Ausstellung am Brand, ist oon morgen, Sonntag, an wieder geöffnet. U. a. ist eine Kollektion von 31 Gemälden von Hans Balluschek - Berlin neu ausgestellt. Baluscheks Bilder, deffen Motive alle der Berliner Vorstadt und den bekannten Laubenkolonien abge­lauscht sind, werden auch bei unseren Kunstfreunden auf ein besonderes Jntereffe rechnen dürfen. Ferner sei noch darauf hingewiesen, daß im Laufe der nächsten Zeit fast wöchentlich ein Wechsel der Ausstellung vorgenommen wird. Kommende Woche schon gelangt ein großer Test der ausgestellten Bilder zur Weitersendung, um an deren Stelle wieder über 60 Ge­mälde neu zur Ausstellung bringen zu können.

* Die Auflösung des Preisrätsels in unseren Familienblättern" ist heute erfolgt. Die Preisoerteilung (sechs Preise) ist in der heutigen Nummer derFamilien­blätter" bekannt gegeben worden, worauf wir aufmertfam machen.

Da§ Promenadenkonzert unserer Milttärkapelle fällt morgen, Sonntag, auS.

Aus dem Bureau beS Stadttheaters. Noch­mals sei auch an dieser Stelle auf die Fremdenvorstellung des morgigen Sonntags hingewiesen, die zu ermäßigten PreisenAls ich wiederkam" bringt. Die Abonne­mentsoorstellung des morgigen Sonntags bringt BeyerleinS sensationelles SchauspielZapfenstreich", für das sich außerordentliches Jntereffe kundgiebt.

Pferdemarkt. In dem Sitzungssaale der Bürger­meisterei tagte am Donnerstag abend die Pferdemartt- Kommission, um über die Vorarbeiten des am 16. März stattfindenden Pferdemarktes zu beraten. Der Vorsitzende teilte mit, daß das Ministerium des Innern die Abhaltung zweier Pferdemärkte am 16. März und 7. September nebst Abhaltung je einer Verlosung genehmigt hätte; der Vertrieb der Lose soll wieder Herrn Buchacker übertragen werden. An die Landratsämter der benachbarten preußischen Kreise sind bereits im November v. I. Gesuche, den Vertrieb der Lose betreffend abgegangen; eine Antwort der Genehmigung ist bis jetzt aber nicht eingetroffen; es wird beschloffen, des­wegen nochmals vorstellig zu werden. Es sind 30000 Lose vorgesehen und folgende Haupttreffer in Aussicht genommen: 1 viersitzige Equipage nebst Pferd und silberplattierten Ge­schirr, 1 Lauterbacher Wagen mit Kutschierbock und Kummet­geschirr, 1 Reitpferd nebst Sattel und Zaumzeug, 7 Pferde und Fohlen, Nähmaschinen, Fahrräder, landwirtschaftliche Geräte und Haushaltungsgegenstände. Die Vorführung der prämiierten Pferde und Geschirre soll versuchsweise bei Konzert stattfinden und außer dieser Neuerung eine Sanitäts­wache eingerichtet werden. An Stelle des nach Mainz ver­zogenen Oberstleutnants Freiherrn von Normann ist Major Zahn gewählt worden und bereits in die Kommission einge­treten. Die Pferdemarkt-Kommission setzt sich nunmehr wie folgt zusammen: Stadtv. Kirch Vorsitzender, Brauerei­besitzer Bich l er, Stellvertreter, Bureauvorsteher 2lllendorf, Sekretär, Unioersitätsrettlehrer Creutzburg, Fabrikant Heinrich EmmeliuS, Stadtv. Helfrich, Hoflohnkutscher Huhn, Stadtv. Jughardt, Brauereidlrektor Sem me, Dr. Liebe, Oekonomierat Schlcnke, Weinhändler Schwan und Älajor Zahn.

* * Kais er Panorama. Tiefe Woche bringt uns das Kaiser-Panorama die hochittiteressanten Ansichten von Paris, Bilder des Zarenbesuchs und der Weltausstellung.

* * Der Landtagsabg. Hir schel erklärt in seiner Volkswachr" folgendes:

Wie ich geijört t)abc, hat meine neuliche Erklärung, daß ich den Vorsitz un Landesverband (der Deutschen Reiornipartei für Südwestdeutschiland) niebcrgclegi habe, vielfach zu irrigen Folgeruntzen Anlaß gegeben. Dem­gegenüber erkläre, daß lediglich p^e r s ö n l i ch e Diffe­renzen den Anlaß zu diesem Schritt gegeben haben,.