Ausgabe 
8.12.1904 Zweites Blatt
 
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das T h e a t e r ein L ur u s

einigen

ohne daß man weiß, wo er jetzt ist. Wa« hat er zurück- qclassen? Hier ist sein Erbe: 3 Kinder, gestorben bei ihrer Geburt; 2 Kinder, gestorben mit l1/* Jahren. Unter den Lebenden: 1 Kind ist tuberkulös, 1 Kind hat epileptische An­fälle, 1 Kind ist skrophulöS im schlimmsten Grade, 1 Kind ist in seiner körperlichen Entwicklung zurückgeblieben. Was im Laufe von 8 bis 9 Jahren für diese Familie auS öffent­lichen Mitteln bezahlt werden mußte, hat jetzt die Summe von 4800 Mk. erreicht. DaS jüngste Kind ist aber erst 7 Jahre alt. Welches Interesse haben doch alle Stadt­verwaltungen, alle Armenbehörden, diejenigen Bestrebungen tatkräftig zu unterstützen, welche sich gegen den Mißbrauch geistiger Getränke mit all seinen unübersehbaren wirtschaft-

.... ... _ it, während der Saalbau ein Nutzbau für die breiteste Bürgerschaft werden soll. Tiefe breiteste Bürgerschaft ist bei Herrn Fromme gleich:in einzelnen .Kreisen" während jene bevorzugten Kreise, denen der Lurus des Theaters näher liegt, nach Fromme die Majorität

reichlichen Beifall rechnen. Tie von ihr Verklagten, unter denen sich der städtische Sanitätsbeamte, der Stadtbaumeister der Stadtschreiber und fast alle Gemeinderats-Mitgliedec be- sindne, sind schon jetzt entschlossen, mit Ehemännern nur dann noch Poker 311 spielen, wenn diese eine notariell beglaubigte Bescheinigung ihrer Ft:au mitbringcn, daß unter keinen Um­ständen aus Herausgabe etwaiger Gewinne geklagt werden wird. Wenn man bedenkt, wie schwierig es mancher Ehe­mann finden wird, von seiner Gjattm diese Bescheinigung zu

Tentlichkeit hervor.

Zu 4) Tie angeführten Krüge r'schen Worte konnten für den Unbefangenen, zumal bei 'den ihnen folgenden näheren Ausführungen doch nur besagen:ebenso wie in jedem Saalbau natürlich ja auch Theater gespielt werden kann." Und hieran knüpft dann Herr Fromme die ganz sonderbare Behauptung: ,,denn zugegebcne Tatsache ist ja, daß felbst viel größere Städte, als Gießen, ihre Konzerte mit Vorliebe im Theater halten, s e l b st wenn ihnen ein größerer Saal zur Verfügung steht." lTie Sperrungen sind von uns.) Wo ist, wer hat das zu­gegeben ? Will Herr Fromme diese absolut falsche Behaupt­ung ausrecht erhalten? Wer sind seine Gewährsmänner? Dagegen beachte man: Unter ca. 325 Städten, wie wir an Hand des Breitkopf'schen Programmaustausches sestgestellt haben, waren nur 15, in denen überhaupt Konzerte im Theater stattfanden; von 669 Konzerten in einem Quartal fanden 614 im Kon- zertsaale, nur 55 in Theatern statt, darunter ein einziges Chor­konzert: unter diesen 55 wiederum sind 25 solche Konzerte, die von den bctr. Theater-Orchesterinstituten in ihren Theatern zu Gunsten ihres eigenen Witwen- und Waisenfonds gegeben werden, weil ifytcit dazu das Theater frei zur Verfügung steht. Es finden also von diesen abgesehen nur 4,1 Prozent im Theater statt, vermutlich, weil kein anderer Raum zur Ver­fügung ist: Chor-Konzerte im Theater sind aber geradezu ' Somit ist das gerade Gegenteil der

muß man sagen: Wahrlich, wenn die Tenne von chule macht, dann ist die Blütezeit des PokcrS für orbei.

'raurig, aber wahr! In Bl verließ vor Jahren em Trinker seine Familie und verschwand,

Dermifetytet»

Die Steuer der Berliner. Von den Einkommen-^ sieuerzahlern Berlins hatte nach einer soeben erschienenen Statistik für das Steucrjabr 1903/04 der Höchstbesteuerte sein Einkommen auf 2 970000 Mk. geschätzt, wofür er dem Staat und der Gemeinde je 118 600 Mk. Einkommensteuer zahlte. Gleich hinter ihm auf der Steuersnifenleiter standen zwei Steuerpflichtige mit Mk. 2 285.000 beziehungsweise 2 190 000 Mk. Einkommen. Es folgten dann nenn Steuer­pflichtige mit weniger als 2 000 000 Mk., aber doch mehr als 1 000 000 Mk., 30 mit 500 000 bi§ 1 000 000 Mk., 615 mit 100 000 bis 500 000 Mk. usw. Ein Einkommen über 3000 Mk. hatten überhaupt 54 466 Personen zu ver­steuern, denen 414 839 Steuerpflichtige mit unter 3000 Mk. bis hinab zu 900 Mk. gegenüberstanden. Die ,nicht physischen Personen" (Gesellschaften usw.) versteuerten in 31 Fällen unter 3000 Mk., in 353 Fällen über 3000 Mk. DaS höchste

ausmachen.

Zu 2) Daß es Leute gibt, die Wohl für ein Theater allein, nicht aber für einen Saalbau allein zeichnen würden, ist nie bestritten worden. Soll nun hier gesagt werden, daß es wirklich 'Leute von so engherziger Anschauung gäbe, die da erklären:WaS wir geben, geben wir nur fürs Theater und wir geben Nichts, wenn Theater und Saalbau zu­sammen gebaut werden sollen! ?

Zu 3^ Wenn die Sammellisten die von Herrn Fromme an­gegebene Fassung haben wer hat dieselben redigiert? so zeugt das, wenn man allen Ernstes für das Gefamtprojekt eintreten wollte, wie es doch beschlossene Sache war, von einem bedenklichen Mangel an Tiplomatte, dagegen für eine große Begabung für Diplomatie, wenn diese Fassung die Freiheit geben follte, das Gefamtprojekt in den Hintergrund zu drängen.

Denn sie ermöglicht, was öffentliches Geheimnis ist, nämlich, daß man zwar zunächst erklärt, es handele sich um daS Gesamt- Projekt, dann aber alsbald entgegen dem gefaßten Beschluß, der eS zur Pflicht machen müßte, Mit aller Energie für daS Ge samtprojekt einzutreten, seine Ansicht kund gibt: das ganze Projekt sei ja doch nicht zu Verwirkliehen, und man möge dann wenigstens für das nach Ansicht des Herrn Fromme not* wendigere Theater zeichnen. Daß in dieser Weise agitiert wird, gebt auch aus Herrn Fromme's letztem Eingesandt mit aller

baupt begehen tonnte, sind zu bet Feier, die um 3 Uhr nachmittags mit einem Gottesdienst in der hiesigen Kirche beginnt, herzlich willkommen.

[] Marburg, 7. Dez. Außer dem m Gießen ver­hafteten Korbmacher Johannes Arnold auS Allendorf ist nun auch dessen Bruder Daniel in der Berleburqer Gegend festgenommen worden. Beide hatten am 14. Juni d. I. in Birkenbringhausen den Blechschmied Lengefeld getötet. Ihre Aburteilung erfolgt vor dem hiesigen Gericht.

Kleine Mitteilungen aus ffen und den Nachbarstaaten. Bei der 3. Z. in Friedberg befind- sichen Menagerie wurde ein Arbeiter von einem Bären erfaßt und verletzt. Man brachte ihn inS Hospital. In Staden ist die alte hessische Ritterburg, welche die Gemeinde von der Freiherrlich v. Stein'schen Familie für 50 000 Mk. angekauft patte, zu einem zweiklassigen SchulhauS eingerichtet worden. Die Einweihung fand durch KreiSrat Fei) und KreiS-Schul- inspektor Süß statt. Rach dem ..Rhein. Cour." hat Wiesbadens Einwohnerzahl die 100 000 überschritten.

steuerpflichtige Einkommen war hier 11 785 000 Mk.

* Ermordung eines deutschen PastorS und feiner Familie, lieber die kürzlich gemeldete grausige Mord­tat in der Tauriscben Kolonie Prischib gibt derNevaler Beob. nach einem in Reval eingetroffenen Privatbriefe genauere Nacv- nichten. Tie £nfer deS Mordes sind der 72 jährige Pastor Bau­mann, feine 66 Fabre alt gewordene Göttin geb. Lamm, die Schwester des Estlandifchen Gcneralsuperintendenten und deren Tochter Lisbetb. 26 Jahre alt. Ter erwähnte Brief lautet:Wenn Sie diese Zeilen erhalten, werden Sie vielleicht schon von der grausigen Tat gehört haben, die in der vergangenen Nacht, also I am 9. November hier in Prischib verübt worden ist. Unstr lieber Pastor Baumann, seine Frau und feine Tochter sind Cvfcr eines I grauenhaften Mordes geworden. Um 1 »2 Uhr nachts wurde heftig an mein Fenster geklopft man weckte mich mit dem Rui, die ganze Familie des Pastors fei soeben ermordet worden. WUen dreien war der Schädel zerschmettert worden, die Paiwriu raub ich noch röchelnd vor, nach einer Stunde gab aber auch sie ihren | Geist auf. Ter Pastor lag in seinem Bette, Gesicht und Lber-1 körper mit seinem blutbefleckten Federpfuhl bedeckt. Nach Turch- tchreitung des Saales und Speisezimmers gelangten wir in das Schlafzimmer der Pastorin, wo sich ein grauenhafter Anblick dar­bot: mitten im Zimmer lag die Pastorin auf dem Rücken, noch stöhnend in einer großen Blutlache, mit bis zur Unkenntlichkeit entstelltem Gesicht und zwei großen klaffenden Wunden auf der Stim. und nicht weit von ihr am Öfen die Tochter, gleichfalls mit zerschmettertem Gesicht und in einer mächtigen Blutlache. Tie Mörder waren durch ein aufgebrochenes Femter des Vor­hauses eingestiegen 'bie Krampe war ausgerisi'en), hatten die Tür in des Pastors Schreibzimmer aufgebrochen, fbie Krampe des Türschlosses war gleichfalls ausgerissen und lag auf der Tiefe', hatten im anliegenden Schlafzimmer den Pastor^ offenbar in feinem Bett erschlagen und begaben sich durch Saal und Speisezimmer in das Schlafzimmer der Pastorin, welche hier hinter einem Vorhang schlief, auf den Lärm hin aber wahrschein­lich den Mördern entgegengetreten war^ aus ihrem anstoßenden Schlafzimmer war offenbar auch die Teckner ins Schlafzimmer j der Pastorin geeilt, wo sie dann beide erschlagen wurden. Tie Betten beider befanden sich in Ordnung und wiesen keine Kampfes- 1 tmren auf. Geraubt worben ist nichts An den^Betten lagen unberührt goldene Uhren mit Ketten, und in den Schübläden der Kommode in des Pastors Schlafzimmer, in welcher der Schlüssel steckte, fanden sich in bester Ordnung bares Geld und Wertpapiere

im Betrage von etwa 12 000 Rubel (Privatvermögen, Kirchen­kasse, Armenkasse, Kasse der Taubstummenanstalt). Tas erklärt sich jedoch d adurch, daß die Männer offenbar die Flucht ergreifen mußten, denn dem vierten Opfer, der Magd, war es gelungen, zu entkommen. Sie war besinnungslos geschlagen und für tot gehalten worden, entfloh jedoch, zur Besinnung erwacht, von einem der Mörder bis auf die Straße verfolgt, und entkam über die Straße zu dem Nachbarhofe, wo ihr Mann als Knecht dient. Sie behauvtet, es seien vier Mann ins Paswrat eingedrungen gewesen. Tie Erregung, die in Prischib und Hingegenb herrscht, ist groß. Seit dem etwa hundertjährigen Bestehen der Kolonie

iiVXlÄ&ta I £= I ten £ HeUff«

itrömten Menschen herbei. Viele denken daran, den Ort zu ver- Rekurs aufrecht, der in der heutigen Sitzung zur Verhandlung und erner spättr emzuberiisendenc 'er weiterüerarbeiten- lmsm, nachdem sich in le&ter Z-it M-rkmal- dcr Wiihl-r-i g°- kam. Ta bem «tmeinberat zu Kaichen ei/V-rglE»°rMag so , >m° -wer wnteren

zeigt haben, van bet diese ruchloie Tat vielleicht eine Frucht ift. grma(6t werben soll, beschloß der Provinzialausschuß, bie Ent- d-» Jnbustrren m einem engeren äuinmnu.niU)iui|c oorzu

Eine Schattenseite des Poker-Sprels.^WaS^chezdun!, auszusetzcn. I ^Mannheim, 7. Tez. In b-r heutigen außervrbentlichen Generalversammlung der Süddeutschen Bank tourbe bie Erhöhung bes Grundkapitals der Gci-ll,chast um 4 Millionen Mark, welche unter Ausschluß des Bezuqsrcchts der Aktionäre der Deutschen Bank in Berlin und der Oberrheinischen Bank in Mannheim, überlassen werden sollen, beschlosien.

Z u m tz i b e r n i a st r e i t. Dirch ba8 bereits von uns tritt, geteilte Urteil des Kammergcrichts l,egt cs nun fest, daß bas Ver. mögen der Aktienncscllschaft 5)ibernia 60 Millionen Mark betrügt. Ti- Gegner brr Verstaatlichung besitzen nun bi- Mehrheit, sie haben das Seft in Sünden. Aus der anderen ^eite wird baS preußische Abgeordnetenhaus die Rcgieningsvorlagc annehmen und bann ist es wahrscheinlich, daß das Hibemia-Kousortium oder auch die Regierung den Verständigungsweg betritt. Jeden­falls ist die Position desTrotztrnst" wesentlich gestärkt aber ui Ende ist die Geschichte immer noch nicht.

5 D e u ts ck) - O st a fri k a n i f ch e Bank. Wie gemeldet wird, ist die Errichtung einer Teutschostafrikanifchen Bank in der Form einer Kolonialgesellschaft beschlossene Sache. Die Bank wird ihren Sitz in Berlin, mit Zweigniederlassungen in Deutsch-Ostafnka haben. Das Aktienkapital soll vorderhand 2 Mill, betragen. Die Noten werden auf Rupien lauten und die Bank dem Auswärtigen Amt unterstehen. Die Gründung soll schon in 8 Tagen erfolgen und die Tätigkeit des Instituts mit Anfang n. I. beginnen.

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Akron im Staate Ohio gab. Nachdem ein Mann in diesem Verantwortung.)

Spiel im Laufe der Zeit bedeutende Verluste erlitten hatte, Offene Antwort.

griff plötzlich seine bessere Hälfte ein, und deckte dadurch eine Selten dürfte eine Meinungsäußerung über die Theater- Schattenseite ded Spiels auf, von der bisher selbst der ge- Saalbaufrage so mißdeutet worden sein, wie die Krüger-

cfLt.il \ hebe von Herrn Fromme, abgesehen von dem btclcn, wav

wandteue Pokempieter keine Ahnung gehabt hatte. Kurz ge- er ^^rgangen hat.

sagt, sie verklagte eine große Anzahl von Herren auf Heraus- Zu 1) Wenn ' die bisherigen Umfragen ergeben haben gäbe der Summen, die ihr Mann im Poker verlor. Die sollten, daß das Theater die größeren Syrnpathieen habe, so Sache ist sehr peinlich. So qern man qeleqentlsch auch Pater wäre bas boch^wirklich Bcrreunbtrfi*; benn c3 finb mit

r < wenigen Ausnahmen bis letzt säst nur Leute angegangen worden,

spielen mag, w wtH man es doch nicht an die große 03(0^1 ^ercn persönliches Interesse am Theater ein größeres ist, gehängt haben. Roch peinlicher soll es aber sein, wenn man als am Saalbau. Man übersieht, daß" ' "

gerichtlich zur Wiederherausgabe eines SpielgewinnS gezivungen für bie wenigen Besserbemittelten ist wird. Tie Dame von Akron kann unmöglich auf allzii w

Akro imm

Tui» TTnntnfl ao-a gibt es nur ein wirklich rationelles Mir ndllLpnege Mittel, das unübertroffene, nicht ITw Ä Myrrholinglycerin.

bei den Deutschen der Skat, das ift bei den Amerikanern Poker:--------------- --------. ----

das nationale Kartenspiel. Poker besitzt einen ungeheueren Sprechsaak.

Reiz, der inbeß wohl balb schwinbcn müßte, wenn ba§ Bei- (5fir bcn ber lnlter dieser Rubrik stehcnbcn Artikel

spiel Nachahmung fände, das eine Ehefrau in der Stadt übernimmt die Redaktion dem Dublikum gegenüber keinerlei

lichen Schädigungen wenden!

* Kleine TageSchronik. In Berlin ivnrbe eine unbekleidete Franenleiche auS dem Landwelwkanal gezogen: der Sckmdel war z?rttümmert, der Körper wies verschiedene Wun­den auf. Ter linke Unter ar in fehlt. In Krefeld fhlytc infolge deS Sturmes die Giebelmauer dited Neubaues ein. Tie Steiumafsen fielen in eine benachbarte Wirtschaft. Eme Putz­frau wurde getötet, melyrere Personen wurden leicht verletzt. - Die im Ku risch en Haff eingefrorenen F ischerboot e murben durch den RegierungsdampferNickwrd" ausgesimden und mit Lebensmitteln versehen. Tie Boote konnten, da sie frei von Eis geworden sind, sich ohne Hilfe nach der Heimat begeben. Ter Handlungsgehilfe Michael Quarz von Landstuhl, der im Oktober seinen Bruder Joseph erstochen hat, wurde vom Pfälzischen Schwurgericht unter Annahme mdbrrnber Um­stünde zu sechs. Monaten Gefän.Tnis verurteilt. Bet den Nestau- ricrunqöarbeiten an der NeiNtödterkirche in Herford wurden i Monstrum' aus der Tiefe des Kirchenplatzes eilt Sarg auS rohen hoher- ^..,n°nesichen Behauptung richtig." Brettern und ein b.er Zn 5l Wenn hier einem Privatunternehmer die

worden war, ans Tageslicht befördert. Beide enthalten noch Saalbau frage überlassen bleibt, so heißt das

menschliche Skelette. Die Geb eine gehören Bürgerschaft, darfst zwar auf der einen Seite die

mehr l e b e n d e n M e n i ch en 11) V u 3 an. In der mth ll(§baIb stefqendcn Z u s ch ü ff c für ein Theater bezahlen, aber tärsich-mediztnischen Sc^tle ju e t c r 3 b u r g Wjbte bcn y $ ö n c n Gewinn an einem Saalbau-Unternehmen die Offiziere, welche eme Versammlung unterlagen wollten, f^nen Privatunternehmer überlassen. Damit ist aber

bvraigenr ii nett. stillschweigend anerkannt, daß ein Saalbau- Unternehmen gute

> .. . ~ RentabilitätS ausfichten hat oder glaubt Herr Fromme,

Sitzung des Frovinjialausjaju^ts. t' er einen Privatunternehmer für einen Saalbau sindet, brt ßu «6 P n 6 Dezember kein Geschäft damit machen will? Und da soll man glauben, < m namentlich ein Saalbau" könne sich hur rentieren,

L pnMbcr 0-strig-n S'Vung W. ?"Mn,iaiauSf«uiser kam »ur Mc Baügclbcr gesenkt seien? Der schenkt biese benn Verhandlung das Gemch deS Wilhelm Watz zu großen- Privatunternehmer? Somit ist Linden um öcnelyinigung einer D a m p f ke s 1 e l a n l a g e. * einea Har- NurderSaalbauhat überhaupt Aus- Schon # im März ? i wT äae Hd&t auf Rentabilität, niemals das Theater! Für die

ung cme5 TampfkesielS nachgemcht, mit hx.ir^m r"1! 11 a e m e i n b c i t kann ein Theater allein nur höhere

betrieben werden solle. Msbald langte auch eine Stenern bringen, während sür sie das Saalbauunternehmen

der Nachbarn ein, bie sich durch den Betrieb gestört glaubten. Stadt dal le von überragender Bedeutung wäre! Es

Wäbrenb bcr Offenlegung bcr^ dlane würben sobann b"l° Em. > nur baTauf au(ommm, l>as Theater unb ben Saalbau in Wendungen wiederlwlt. Um den Beschwerdeführern entgegenzn- .. Größe zu errichten.

kommen, reichte Watz neue Dläne, cm. m denen bie Anlage um «>eun Öerr Fromme nun gar ben Vorwurf besJcsuitis. 1'0 Meter zuruckgeruckt wurde, .luch hiergegen wurden die er « ver G^lixnseite" zurückgeben zu können glaubt, so möchten hoben en Beschwerden aufrecht 1c^altc' cfyte >vjr doch fragen: Wenn es Herrn Fromme wirklich vor allem um

teilte m lemer eitjung vorn 16. Januar d. I. die uchte Gesamtprojekt, dem Komiteebeschluß gemäß, zu tun «on^iicn unter »var, roanim bat er nicht seinerseits alsbolb bie irrigen Stuf-

Cnsicheidung legten die Anwälte der Brick werdsiuhrer Rekur. I T-a1-rulIqen ^3 Arttkcls' ,Tie Lösung der Saalbaufrage" demen- cin. Ter Provsiizialauchchuß beschloß, nach zuvor eingenommenem Svohr Walther.

Augenschein, der am 14. November d. I. stattfand, bie nackigepichte .... '< "J1 Genehmigung zu erteilen unb die eingelegten Rekurse kostenfälltg Kunst UNd Wissenschaft.

lieber ^das Gesuch dcS Heinrich Luft IN. zu Hart- I r e n e T ri e f ch charakterisiert Al f r e d Ke r rin einem manns Hain um Erlaubnis zum Kleinhandel mit Drannt- soeben in Berlin W. 62 bei Bard, Marauardt u. Co. erschienenen, I itrein, mußte die Verlwndlung vertagt werden, da der C^csuch-1 s^n auSgestatteten Büchelchen überSchauspielkunst sol- steiler erkrankt ist und im gestrigen Termin nicht erscheinen gendermaßen:Eine merkwürdige Person mit Schattenseiten und konnte. . getvalhgen Vorzügen. Andere wirken gewinnender und mit

Ter letzte Punkt der Tagesordnung betraf die Wieder- höherem Reiz. Wohingegen die Triesch, welche nicht eine I Herstellung deS ehemals bu r g fr ie db e r g i s ck en ^üdin ist, sondern ein verkleideter Jude, eine dunkle, wehe

Amts Hauses laltes SchulhauS) zu Kaichen Durch Erbau- Gestalt mit schmutzigen Schmerzenszügen losbricht, unb nag*

ung des neuen SchulhauseS zu Kaichen sind die beiden alten schreit, wie das Alte Testament, erschütternd und ohne Rücksicht,

I Schulhäuser, daS eine an der Hauptstraße und daS andere, das sich hingebend, sich ausblutend, stoßweiß überwältigend. Man

ehemals knirgfriedbergifche AmtshauS, mitten im Ort, als solche I sghtt etwas Heißes anfsteigen und denkt: schafft sie fort! Tie frei geworden. Ter Gemeinderat zu Kaichen beabsichtigte ur- Lerche Nora glaubt ihr niemand. Sie ist wenig narb. Doch

sprünglich auS dem Erlös deS an der Hauptstraße gelegenen in Schmerz und Scknnerzenswucht bei uns kaum vergleichbar. Ja I Schulhauses, das verkauft worden war daS andere SchulhauS I sie scheint geschaffen für den Schmerz. Sie zeigt es, ^Amtshaus, renovieren zu lassen. Wegen der Höl>e der Kosten wie sie als Hebbels Klara ben Jugendgeliebten um­nahm er jedoch hiervon Abstand und setzte auch das zweite Schul- krampft. Das ist nicht zu vergessen. Leuchtende Anmut des haus einer Versteigerung aus. Ties sand jedoch nicht die Billig-1 Kindhasien und gedankenlos blühende. Freude: dafür schemt I ung des Großh. Kreisamts Friedberg und zwar, weil das in I sie nicht gemacht. Tie Triesch und die Sorma sind annähernd I Betracht kommende Gebäude geschichtlich unb baulich interessant 1 wie Rahel und Bettina." Ueber drie Sorma stinnnt dann Kerr und deshalb unter Denkmalschutz gestellt sei. Tas Gebäude^ ist I ein Jubellied an, das sich wie ein $ebicf)t liest, (rine norbiw I ein hoher zweistöckiger Fachwerksbau au5 der zweiten Halste Ballade intoniert er über Albert Niemann. Duse des 18. Jahrhunderts, der in einem Giebel den in Eichenholz besingt er in Tithvramben - Tonart usw. usw. Jedenfalls ist I geschnitzten und bemalten burgsriedbergischen Adler trägt. seineSchauspielkunst" ein sehr reizvolles und geistreiches, sprach- Tie Sachlage wurde dem KreisauSschuß des Kreises Friedberg I sich blendend schönes Schristchen, von dem viele Theaterfreunde unterbreitet, der in seiner Sitzung vom 24. Oktober 1903 be- sich gern werden berauschen lassen.

schloß, den Verkauf des Amtshauses nicht zu genehmigen. Der ----- -UU. . f

Gemeinderat von Kaichen rekurrierte gegen diesen Beschluß durch Kandel UNd Kerkeyr. KolkSwirislyast. seinen Vertreter, der in seiner Rekursschrift ausführte, daß es " meldet, waren heutt

sich hicr nicht um einen Bai, handle dessen Erhaltung in < 7- «»®-eKxLnender weiterverarb et­licher ober lunstgeschiEcher Einsicht im allgemeinen üf,en - hrtt V-rtreter erner.Ne.ye von versammelt,

lichen Untere,se geboten ericfieine. Mufierbm fei aier aud» tne tenben 3:nbuftri i« einer

Gemeinde finanziell nicht in der Lage, sich den Luxus der 'N der !°laenderWNUU geraßt re o . u?-' ltnisse in der Erhaltung eines solchen Baudenkmals zu gestatten. m^fen! und "tablinduibrie sich zugunsten ^der Erzeuger der Roh-

Ter Provinzialousschuß nahm durch eine Kommission eine L' * h ,i.m^ Nackittile der weiter-

. Besichtigung an Ort und Stelle vor. Es ivurde eine gütliche ^r Haw^ugnM und zum ^«teue^o

Einigung versucht und darauf der Staat um einen Zuschuß zur ?"°^A/denen ^Knipv-neitcrttttarfrHtenben Industrien Erhaltung des Gebäudes , ersucht, der auch unter besrrmmten^ Be- > ^^'°>iedenen s-IMll«n