Tas dort
Quaker oats«
Für das Mausoleum
in den Tom.
und
Quaker Oats wird am besten
Sarkophaas für das Mausoleum zu Potsdam, aufgestellte Werk kommt in den Tom. Für an der Friedenstirche ist eine neue Darstellung in panthclischem Marmor bestimmt, ein Material auS dem auch der Sarkophag
Flug inS Weite mit unserer Braugcrslc ift unS verjagt.
Ganz ähnlich geht es mit dem Weizcnverkauf. Von Als seid aus wurde uns Weizen für 17.50 Mk. angeboteu. Ter angcbolene Tanz gefiel unS nicht. Ter Weizen rentierte damals nicht einmal nach Gießen. In Frankfurt hatte uns dieser Weizen selbst 18.10 Ml. gekostet. Wir hatten also damals alle Aussicht gehabt, bei diesem Handel Geld darauf zu legen, und dazu haben wir doch keins! Und doch ist dieser Weizen von der Lberhcssischen KornhauS- genossenschajt Alsfeld nach Frankfurt an eine Großfirma zu 17.50 Vik. ab Alsfeld ücifauft, er hat die 60 Alk. Fracht und sonstige Nebenkosten vertragen können und der Großhändler, der ihn mit anderem Weizen an eine Großmühle weiter verhandelte, hat immer noch seine 10—15 Alk. am Waggon verdient. Also auch bei Weizen gilt es, große Mengen gleichartiger Ware gut gereinigt direkt an die Mühten zu bringen. Ter Preis darf nicht geschmälert werben dadurch, Laß 20—50 Alk. für den Waggon in zwei oder drei Zwischenhänden hängen bleiben, sonst kann der Land-! wirt nicht den richtigen Preis für sein Getreide erhalten.
Vor ca. 10 Tagen fand die G e n e r a l v e r j a m in l u n g d e r ReichsgenojjenschaftSbank in Frankfurt am Alain statt. Dort waren jo ziemlich alle deutschen Bundesstaaten und Provinzen vertreten. Ost- und Weslpreußen, Posen, Pommern, Eljaß-Lothringcn, Baden, Bayern, Würtemberg, Sachsen, Schleswig-Holstein, Hessen-Nassau re. k.
Unter den Vertretern Badens befand sich auch der Direktor R., derjelbe, dessen sich die Teilnehmer an der
B aJl-Heuheiten c,v. |
In wundervoller Auswahl. Verlangen Sie Muster.
Seiden-Grieder-Zürich
Aufstand in Aculsch-SüVwestasriKa.
General v. Trotha
meldet untenn 6. d. M. aus Windhuk: Am 1. November wurde Oberleutnant v. Brandt mit 15 Gewehren auf dem Marsche nach Gideon bei Seeis-KamclSbaum von fünfzig Witl/oiS angeg-rissen. Nach einem mißglückten Um- gehungSvetsuche zog sieh der Feind unter Verlust von drei Toten zurück. Diesseits sind ein eingeborener Polizist und drei Buren gefallen, der Nest der Patrouille erreichte Gideon, wo v. Brandt das STommonbo übernimmt. 21m 5. November rückte die zweite Kompanie des Feldregiments Nr. 1 unter Oberleutnant Ritter von Rehoboth nach Kub ab. Die Heliographenverbindung mit KcetmanShoop ist wieder hergestellt. 2(m 3. November hatte v. Klitzing mit der 9. Kompanie des Feldregiments Nr. 1 östlich von Okunjahi Iein erfolgreiches Gefecht mit einem größeren Herero-
Ir u p p, der etwa 250 Köpfe stark war. Der Feind ließ sechs Tote zurück. Tie weitere Verfolgung war wegen der Dunkelheit unmöglich. Am 4. November folgte ü. Klitzing den nach Norden führenden Spuren und zersprengte zwei kleinere Herero banden. Vier Hereros mürben erschossen nnb ein Gewehr wurde erbeutet. Gleichfalls am 3. November lockte Oberleutnant v. Beesten die Hereros bei Ombakaha in einen Hinterhalt. Vier Groß- feute sind gefallen, nämlich Kavizera auS Okahandja,! Katrimin auS Gobebis, Kaiun aus Otjihännena und Salom auS Otjenga, außerdem die Vormänner EliphaS und Groß- Traugott auS Groß-Barmen, Kairiran auS Okosongohu, Gottlieb Bittlisau und zahlreiche Orlogleute. Erbeutet würben 16 Pferde, zwei Neitochjen, sowie zahlreiche Gewehre. Diesseits keine Verluste. Es standen im Gefecht 25 Reiter der 2. Kompanie des Feldregiments Nr. 2 unter Leutnant v. Hammerstein, die Ojfizierpatroilille HermenS von der 3.Kompanie und zwei Maschinenkanonen. Major v. Mü h len- felS hat Anweisung, unablässig mit Streifkolonnen alle Wasserstellen in der Umgegend abstreifen zu lassen.
Tie Truppenmacht v. Trothas.
Die .Hamb. Nachr." geben rine genaue Berechnung der zahlreichen Abgänge in folgender Darstellung: Im ganzen sind — ausschließlich der für den Süden bestimmten Truppen bis Ende Oktober 7 3 37 Mann als Verstärkungen der ursprünglich vorhanden gewesenen Schutztruppe zum Abtransport gelangt. Von diesen finden augenblicklich 2100 Mann für die Nachführung von Munition und Verpflegung, für die Herstellung der Verbindung der Abteilungen untereinander und nach rückwärts durch Funken und Telegraphen, für den Bau der Landungsbrücke in Swakopmund und für die Landes- Liusnahlne Verwendung. Der hauptsächlichste Teil der 2100 l Mann wirb für erstere beiden Aufgaben gebraucht. Die Zahl ist verhältnismäßig sehr gering, wenn man sie mit den Zahlen vergleicht, welche die Engländer bei ihren kolonialen Kriegen für diese Zwecke verwandt haben. So fanden während deS abesjinischeii Krieges allein über 10000 Eingeborene, während des AschantikriegeS etwa 6000 Eingeborene hierfür Verwendung. Nach Abzug der genannten 2100 Mann bleiben General von Trotha für die Operationen und die Sicherung der rückwärtigen Verbindungen 5200 Mann. Hierzu müssen die Reste der ulten Schutztruppe mit 300 Mann hinzugerechnet werden, wodurch sich die Gesamtzahl auf 5500 er-1 höht. Tatsächlich hat General von Trotha aber nicht annähernd diese Truppenstärke für die Operationen zur Verfügung gehabt, da Krankheiten und andere Verluste große Lücken gerissen haben. So hat das Marine-Expeditionskorps, das ursprünglich 636 Mann stark gewesen ist, allein einen Abgang von 300 Mann zu ver- I zeichnen gehabt. Außerdem beanspruchte der Schutz der rückwärtigen Verbindungen sehr viele Truppen, denn es waren nicht nur, wie bisher, die 350 Kilometer lange Eisenbahn Swakopmund—Windhuk, sondern auch die 210 Kilometer lange Etappenstraße Karibib-Outjo und die 240 Kilometer lange Etappenstraße Okahandja-Epiikiro gu sichern.
Im Auftrage des Auswärtigen Amtes bc- I reifte der Kreistieravzt Dr. Fröhner aus Fulda während
der letzten Tage in Genieinschaft mit Mitgliedern des Kreis- ailSschusseS den Landkreis Erfurt, um bei der Ziegenzucht- aenossenschast größere Ankäufe von Togge n b urger Ziegen für Südwestafrika zu machen. Die Tiere sollen von der Neichsregierung an die dortigen Farmer ziir Zucht gratis verteilt werben.
Reise zur Besichtigung unterbadischer Lagerhäuser wohl noef) I erinnern. Er hielt uns in Oberschefflenz im Rathaussaal einen Vortrag über bas Getreibelagerhauswesen. Mir, Herr R uiib ich erkannten unS in Frankfurt sofort wicber. Bei Tische waren wir Nachbarn. Nachdem wir bei einer Flasche rheinhessischeti Weins die Bekanntschaft wieder ausgefriseht hatten, würben die Zungen loser. Herr R. erzählte mir, waS ich schon ivilßte, daß in Oberbaden, dort, wo starke Viehzucht getrieben wirb, u< diesem Jahre wieder zwei größere Lagerhäuser erbaut worden seien — ich I)Qttc sie schon gesehen. Und erzählte weiter, daß sie, die KornhauSgenossen- schast Mannheim, das ist die Zentrale aller Kornlagerhäuser in Baden, an die Proviantämter Darmstadt imd Mainz Hafer lieferten und in dieser Fruchtart größere Abschlüsse! gemacht hätten. . .
Ich erinnere mich sehr gut, daß, als wir tm vergangenen Winter in Oberschefflenz nach der Besichtigung deS dortigen KornhauseS beim Abendessen saßen, ein gesundheitstrotzender achter We11erauer, der reichlich das Gardemaß Hat, seinen ! hellblonden Schnurrbart strich und sagte: „WaS die hier könne, das könne mir schon lang". TaS war ganz richtig, nur sind wir mit dem „Können" etwas langsam. Wir sehen heute schon zu, wie die in Unterbaden, die Zwerge gegen uns sind, unsere großen Proviantämter im Großherzog- tum Hessen und die in Karlsruhe mit gleichartigem, daher annehmbarem Hafer versorgen, während wir mit unseren zwanzigerlei Qualitäten bei den Proviantämtern nicht landen können. Wir sehen zu, wie die Badenser mit ihren Lager- I Häusern uns vor unserer Nase im eigenen Lande Konkurrenz | machen, unS den Rahm von der Mileh nehmen.
Wohin jetzt auf einmal mit der schönen Braugerste, die auf einmal jo stark angeboten wirb? Wir sind auf die Konsumenten in der Provinz und auf die Händler in unserer nächsten Umgebung angewiesen und die können mit uns machen, waS sie wollen. Weit hinaus können wir mit unserer Ware nicht gehen, da finden wir keine Abnehmer, dazu haben wir bei der 'heutigen Verkaufsart keine gleichmäßige, also keine lieferbare Ware.
Brauchen wir danach in Oberhessen Getreibelagerhänser?
. Kerichlsjaal.
Berlin, 7. Nov. Von der ersten Strafkammer deS Land-- aerichls I wurde heute die wegen Wilchers aiigeklagte geschiedene Heiratsvermittlerin H a r t e r t f r e l g e s p r o ch e ii. 4)ie Harlert wurde im Jahre 1898 wegen Kuppelei und Betruges zu 13 Mcnaten GciängmS und 1000 All. Geldstrafe verurteilt. Die heute Aiiv Verhandlung gestellten Wucherfälle waren schon m der danialigel, "Anklage enthalten, mußten aber wegen des Ausbleibens der Haiipibelastungszeugeli vertagt iverden.
Handel und Uerkehr. Volkswirtschast.
Märkte.
Gießen,8. Nov. Akarktberichl. ?liü heutige,n Wochenmarkt kosteten: Lutter pr. Pfd. 1.20—1.25 Alk., Hühnereier 1 St. 8-10 Big.. 2 Stek. 15—00 Pfg., Gänseeier 00-OO Pfg., Enteneier 7—0 Pfg., Käse pv. Stck. 6—8 Pf.,' Käscmatte LStck. 5—6 Pfg. Erbsen pr.Liter 21Pfg., Linien pr.Liter 32 Pfg., Taubenpr.Paar0,80-0,90Mk., Hühnerpr.St. 1 oo-l GO Alk., Hähne pr. Stück 0,60—1,20 Alk., Enten pr. Stuck 1'80—2,20 Alk., Gänse pr.Pid.58— 60 Pfg., Ochscnfleisch pr. Pfimd 70—80 Pfg., Kuh- und Rindfleisck) pr. Piimd 02—68 Pfg., Schweinefleisch pr. Pfund 60-72 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 76 Psg., Kalbfleisch pr. Pjd. 70-74 Pfg., Harnrnelfleuch pr. Pfund 50-74 Pfg. Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,00-6,50 Alk., Wechkraut per Stück 8—10 Pfg., per Zentner 4.00—4.00 Alk., Zwiebeln pr. Zentner 8,00-10,00 Alk., Alilch per Liter 18 Psg., Aepfcl per 3cnhier 4 7 Alt., in Körben 00—00 Pfg. vlusse 100 St. 20-25 Pfg. Wetschen per Zentner 0.00-0.00 Alk. Birnen per Zentner 6 bis 0.00 Alk. Alarktzeit 8—2 Uhr.
„Mde bin ich, geh' zur Auh'"
IX g spricht das Kindchen beim Schlafengehen. — Dann bettelt J? es: „Muttchen, gib mir einen Bonbon". Die verständige K Mama schüttelt den Kopf: „Bonbons verderben den 3 Magen und sind für Kinder gar nicht gut. Da hast du E drei Fay's Sodener Alineral - Pastillen. Die schmecken gut, bekommen vortrefflich imb nützen mehr gegen deinen rty Hullen, als alles Zuckerwerk. — Nun leg' dich und schlaf süß!" Für 85 Pfg. in allen Apotheken, Drogerien und
Jf I Almeralwasserhdl. erhältlich. hv ■»
parlamentarisches.
Berlin, 7. Nov. Das Abgeordnetenhaus hat heute zunächst den konservativen Antrag aus Verbesserung der Besoldiings-Verhältnisse der Militäranwärter im Staats- und Kommilnaldienst an die Budget-Kommission verwiesen.
— Die Komniission des Abgeordnetenhauses iehnte mit 7 gegen 7 Stimmen § 1 Absatz 1 des Gesetzentwurfs, betr. Öen Vertragsbruch der landwirtschaftlichen 2lr- b eit er, ab, nach welchem derjenige bestraft wird, der Vertragsbrüchige landwirtschaftliche Arbeiter in Dienst nimmt.
gpidplrttc der verrmigten Frankfurter Ztadttheater.
Dpernhauö.
Dienstag ben 8. November*): „Tie Zauberflöte." Mittwoch den 9. November: „Boccaccio." Donnerstag den 10. November: Tw verkaufte Braut." Freitag den 11. November geschlossen. Samstag den 12. November: „Earmen." Sonntag den 13. November, nachmittags halb 4 Uhr: „A-ic Geisha. Abends 7 Uhr • Die Hugenotten." Montag den 14. November geschlossen.
Schauspielhaus.
Tj6nstcm den 8. November'): .Die Räuber.» Mittwoch de» 9* November: Die Welt, in ücc man sich langweilt." Donnerstag den 10. November: Zu Schillers GebnrtsMg: iie Jungfrau von Orleans." Freitag den 11. November. , r^s'
schüler." Samstag ben 12. November: 5 u m ersten Ala le: AiaSkcrad e". von L. Fulda. Soiintag ben 13. November, nachmittags halb 4 Uhr: „Alt-Heidelb-rg." Abends 7 Uhr: „Aiasleradc." Aiontag den 14. November: „Im grünen Baum zur Nachtigall."
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, abends um 7 Uhr.
der Kaiserin Friedrich gefertigt ift.
— Otto Erich vartleben hat den dritten Akt seines I Stndienstücke^ „I m grünen Baum zur N a ch t i g a l t" einer Umarbeitung unterzogen. Tas Stück wird in d^r neuen Fassung am 12. November im Münchener Hoftheatcr in Szene gehen.
— In London ist Dan L e n o, der Spaßmacher-König und des Königs Spaßmacher, gestorben. Er war ein unübertresflicher I Meister in jener Gattung der grotesken Pantomime, die für uns Deutsche i-n „Eharleys Tante" verlörpert ist. Mit seinem Altweibergesicht, in dem aus tausend Fältchen eine ewige | Lustigkeit hervorlugte, feinem breiten, stets lachendem Munde und den listigen, funkelnden Augen bot er ein Minenspiel von größter I Wirkung, und wenn er mit feiner krätzigen, zitternden Stimme eine parodierte Ballade oder ein Lied absang, erweckte er Stürme unendlichen Gelächters. Schon in dem Alter von drei Jahren trat er in einem Londoner Variete auf, und zwar als Akrobat; aber diese Laufbahn beendete er schon mit fünf Jahren durch einen Unglücksfall, und nun wurde er als Tänzer ausgebildet, und zwar exzellierte er besonders im Holzschuhtanz. Nun zoaen seine Eltem mit ihm auf dem Lande umher, wo diese Art des Tanzes noch ihre Bewunderer fand. Nach einem wechselvollen Dasein voll Hunger und Not und Elend kam auch bessere Zeit. Tenn Leno verdiente später am Trury Lane-Theater 6 000 M f. bie Woche! 1880 errang er die Meisterschaft in der Kunst des Holzschuhtanzes. Daneben bildeten sich auch sck)on seine humo- > ristischen Fähigkeiten aus. Bald begannen ferne Triumphe und sie gipfelten schließlich in einer Einladung des Königs, der ihn nach Sandringham zu kommen bat.
— Das Fürstenzimmer der ta11on Zell-No m- tob ift in dem ncncftcn (November-- Hefte der tvmtgcmerbt. Zeit- fchrift ,. unendekorction" abgcbildet. Ein großer .Kamm gibt Dem Raum etwas Behagliches. Dte Geweihe an oen Wänden uno der aus Geweihen gefertigte Kronleuchter deuten oen Zweck oec Besuche unseres Großherzogs, die Nahe des grosch. .^agd- ut-ckofses ar Entwurf und Llusführung stammen von der Gieuener .Nöbelfabrit Th. Brück.
Giiuenjeiteit dcS cxponieitcn BitdcS beantlvortcü TaffenJ: Die Analnse bev falschen Teils der Reproduktion ergab eine L Reihe interessanter psychologischer Tatsachen. Zunächst war , die Wayrnehniung selbst unvollständig; bann lvaren Eruzel-1 Leiten be-s Bildes verkannt worden; oder die Einzelheiten - waren zu einander in falsche Beziehungen gebracht warben . u. a. Bon ber einmal als Erinnerungsbild irr der ^cele I festgeleateu Wahrnehrnurrg wurden einzelne Teile vergessen oder die übermäßig starke F-esthaltung von Nebensächlich- \ feiten beeinträchtigten die tu ich tigeren Wahrnehmungen, oder Lücken im 'Erinnerungsbilde, die als solche zum Bewußtsein kanten, würben durch Associationen nachträglich auSaejültn oder die Fragestellung am Ettde deS iBersuchs übte eine suggestive SBtrhing ans; und noch manche andere Einflüsse der Seelentätigkeit machten sich äls das Erlebnis verfälschend bemerwar. Der Redner war auf diese Weise int stände, das Entstehen einer falschen Aussage von normalen und als Reproduzenten einwan.dsfreieti Personen der Biersammlung ab oculos zu demonstrieren. Mit einigen aus dem Leven gegriffenen Beispielen ähnlicher Eigenart und einigen Semei*hingen über die Beantwortung ber Zeugeiiaussagen von Kinbern schloß der Redner fernen von ber .Versammlung mit großem Interesse an geh orten Vortrag und erntete reichen Beifall.
Sind $e$mDcluget!}äij|tr uvcrflüssig?
Ich will hier keine lange Abhandlung schreiben, sondern ganz kurz und geradcauS der Frage an dcn Hals gehen. I AuS dem, was wir erfahren, erleben, müssen wir unsere An-1 schauungen bilden und danach handeln.
In diesem Herbst, eigentlich dem ersten, den die Haupt- genojjenschast für Oberhessen in Friedberg erlebte, wagten wir uns, wenn auch noch schüchtern wie em junges Mädchen, daS zum ersten Male zum Tanze geht, an J)cn Getreideeinkauf. Wir kauften Gerste von einzelnen Genosien- fchaftcn oft fünf oft auch noch mehr verschiedene Sorten und Qualitäten in einem Orte. Mit einem Waggon solcher Gerste kann man wohl in der Umgebung ankommen, aber auf dem großen Marti kann man mit so und soviel Wagen schöner Gerste, die aber in den einzelnen Sorten ganz verschieden aussieht, nicht ankommen. Man muß Durchschnitts Muster anbieten und danach 10 — 20 — 50 Wagen liefern können.! Das heißt, man muß all die schönen Gersten, die uns der sonnige Himmel in diesem Jahr beschert hat, zusammenwerfen, reinigen, mischen und auf diese Weise eine einheitliche Ware schaffen können. Damit geben wir unserer Wetterauer Ierste Flügel, wir können sie in Frankfurt, Mainz, Köln, Düffeldorf, Elberfeld, Dortmund den größten Mälzereien an» bieten, große Partien zu den höchsten Preisen verkaufen. Tas machen schon seit Jahren die badischen, bayrischen Getrcide- lagerhäujer, indem sie ihre Gerste den Rhein hinunterschwinimen lassen von Atannheini aus.
Mit dem heutigen Verkaufsvcrfahren sind unS die Flügel gebunden, wir müssen hübsch daheim bleiben mit der Gerste und unsere Ware, wenn sie auch noch so schön ift, hier an den Mann, d. h. an die Brauerei zu bringen suchen. Der
vorteilhaftesten in einem Quaker
Oats Kocher zubereitet.
Wir senden Gratis emen
Quaker Oats Kocher
an jede beliebige Adresse in Deutschland
falls uns die unten angegebene Anzahl
Schutzmarken, die aus der Vorderseite
der Packete zu schneiden sind BW*
und so ausschen, franco in einer Send-
und vor dem 31. Dezember 1905
uncr
zugehen.
BO Schutzmarken von 1 Pfd. Paoketen oder
100
Um deutliche Antrabe des Namens und Adresse
wird höfl. gebeten.
ABTEILUNG: T<
VI
THE AM GR SCAN OEREÄL COMPANY,
Kaiser Wilhclmstrasse 82, Hamburg.


