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7.4.1904 Zweites Blatt
 
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General-Anzeiger, Amt;- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen.

heutige Kummer umfaßt 8 Seiten.

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Rotationsdruck und Verlag der Brühl's chen Universitätsdruckerei. R. Lauge, Gießen.

Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.

Tel. Nr. 6L Tetegr.»Adr.; Anzeiger Gieße»

diesem Grunde kein Fahrzeug rmserer Marine nördlich des deutschen Pachtgebietes in China und die Hauptmacht der deutschen Seestreükräste, aus den Kreuzern .Fürst Bismarck* und , Herthabestehend, verweilten im März auf der süd- chinesischen Station. Don unterrichteter Seite wird jetzt mit­geteilt, daß eine neue Anordnung ergangen ist, nach ivelchec die Schiffe des Geschwaders sich jetzt wieder mehr der Sphäre des Kriegsschauplatzes nähern können. Die erwähnten Kriegsschiffe sind deshalb von Hongkong nach Tsingtau ab- gedampft, welchen Ort sie gegenwärtig erreicht haben. Der große Kreuzer .Hansa* wird sich gleichfalls den Hauptschiffen anschließen und sich mit diesen dann nordwärts begeben. Diese Aenderung in den Dispositionen hat selbstverständlich mit einer Aenderung unserer Politik gegenüber den krieg­führenden Mächten nichts zu schaffen, da die strikte Be­obachtung unserer Neutralität außer Zweifel steht.

Unser ostafiatisches Geschwader.

te Zeit war der Befehl erteilt worden, daß alle oeu ähe.zn Kriegsschiffe aus den Gewässern des Kriegs- schau^krs zurückgezogen werden sollten. Es befand sich aus

Ker Krieg zwischen Japan und Auhlaud.

Vom Kriegsschauplätze.

General Kuropatkin traf am 6. d. M. m Nint- flijn i ng em und besichtigte die Truppen, deren Zahl unge- ffhc <1000 Mann beträgt. Die Truppen setzen sich aus einer Äckern« Feldartillerie, einem Teil der vier hier stehenden . Sorrenter sibirischer Schützen und Abteilungen von Kosaken mb regulärer Kavallerie zusammen. Folgendes Telegramm H» DeneralS Kuropatkin an den Kaiser wird amtlich oer- Nntächt: Generalmajor Kaschtalinski meldet unterm 4. April: . ,!li. . Jalu ist alles ruhig. Gegenüber von Turmüschen auf Fusel Matnzeo hatten Freiwillige em Geplänkel mit am Lorposten der Japaner bei Widschu. Unsererseits fein Äkllini. Die Jap aner hatten sechs Tote; die Zahl der Äli.-rmdeten ist unbekannt. Die Depots in der russi- jien Ansiedelung in Poenampho wurden geplün- i oin unb verbrannt. In Poenampho stand uns eine übe Abteilung von 300 Mann japanischer Infanterie gtgenubec.4

. Daily Chronikle^ meldet aus Shanghai: Eine Nachricht <.in-nesischer Quelle bestätige, daß die russischen Truppen > M-. . schast Tschenglsen verlassen haben und nach der M i. düng des Jalu-Fluffes zurückgekehrt sind. Die japanische S Kmickerre sei am Abend des 3. April in Widschu einge- ttwAcn Die Ruffen hätten die Stadt am Tage vorher £ nciumt.

9^ ach einer Meldung aus Söul gehen die Japaner in t ffiur.-ij id)en auf den Jalu vor. Gestern besetzten sie Cholsan emo Sunchon, etwa 40 Km. von Widschu. Emer Herald- u tratlbui. 9 zufolge verließen die letzten Kosaken - Truppen Jyn, i poliB ganz Nordwest.Korea ungehindert von den ^Aepa-nern okkupiert werden könne.

Wie aus Petersburg berichtet wird, geht dort das Ge- r 14$, zwischen Kosacken und japanischerKavalle- r üt ux Norden Koreas in der Nähe von Anfchudjoo .nnZr sammenstoß stattgefunden habe, wobei die Russen g ü.ivrngep worden seien, sich vor der Uebermacht der < ;wncr zurückzuziehen.

AuS Tientsien wird telegraphiert, daß 1OOOO Mann Truppen mit 3 Kompagnien Artillerie in einiger G Memumg von Jinkau zusammengestoßen sind, wahrscheinlich ai te baoyang. Auf den Westforts vom Liaofiuß find Ge- cl W - iontirt worden.

Li steht außer Zweifel, daß Japan bis jetzt nur den CliHinerten Teil seines Heeres mobil gemacht hat und ,iinorm' VKlnzen 6 Divisionen von den vorhandenen 13 ak- i® toisionen. Die ganze erste Armee unter dem General iillwoli list seit dem 26. März in Korea, die 2. Armee ist zumZtil unterwegs nach der Liaotung-Küste. Es stehen noch auaiijbtnn Friedensfuß in ihren bisherigen Garnisonen sieben DiüisurEN.

Sstich Depeschen aus Tokio würde namentlich von Kian- $ aus em lebhaftes Geschäft mit Port Arthur beterner.. Dschunken, die die Blockade Port Arthurs brechen, oe nten den Hafen von Tsingtau unter dem Anschein einer Ji «M-Flotille. Sie stehen unter einem gemeinsamen Führer, beiSki drohender Gefahr signalisirt.

3n Gegenwart des Mikado wurde am 6. dS. Mts. lopanischen Hauptquartiere eine K onfere nz ab n-ybdltlen, an der die Minister, die Generalsekretäre des und des Marineministeriums, die höheren Befehlshaber teittveeaes und der Flotte, sowie verschiedene alte Staats- uiäMrm teilnahmen. Dem Vernehmen nach wurden die bis- eitel imaritimen Bewegungen besprochen und die einzelnen rn des Admirals Togo verlesen. Es ist unbekannt, ob n aoi Entscheidung in Bezug auf die künftigen Operationen getarnte wurde.

Szenen an Bord eines russischen Kriegsschiffes.

ZeitungNowikrai" in Port Arthur bringt folgende ' i-b< xsy.gK Schilderung der Szenen, die sich während einer oerr ,.;en Beschießungen von Port Arthur an Bord des vusA-ru ^breuzersBafan" abspielten.

rc ci *j,i warfen einen Mann nach dem anderen nieder, o . Lecks von Blut schlüpfrig waren. Mitten in diesem ui te-.muü: stand der Kapitän vollständig unbewegt in mW:Dobachtungsturm und telephonierte in alter Ruhe m l.t fehle an die Geschütze. Diese merkwürdige Ruhe

a t.en wunderbaren Einfluß auf alle Offiziere aus. lL.r«..Mslazarett war bald mit Verwundeten gesültt. Vor - " - Tig des Kampfes waren 39 Mann hinuntergebracht wor L Unter dem Donner der Geschütze, unter dem Zischen der: . Lust durchschneidenden Geschosse, unter dem Ge- tvfe-c;. X lches krepierende Granaten, zersplitterndes Holz- wer-HMd die schwer arbeitenden Maschinen hervorriefen, a u-t-ten die Aerzte ruhig an den auf dem Operations­teil sigelegten Verwundeten. Obgleich einige der Leute entsl^chc Schmerzen litten, und obgleich nur in einem ?, lut Dmerzbetaubende Mittel verwendet wurden, hörte m-r uu wenig Stöhnen. Als die Schlacht zu Ende war, nnd de szanfing, abzuziehen, brachen die Offiziere auf der DruH im Hurrarufe aus. Tiefes Hurra pflanzte i"id) fort Ul 0 Uliekbst von den Heizern im Maschinenraum und soga-M-M, den Verwundeten ausgenommen. Der Kapitän sign 'ti teemit Volldampf voraus hinter den zurück- gciieÄ..; Japanern her", aber das Schiff war noch nicht weck, llchren, als das Flaggschiff signalifierte:Baian iurioinranen."

Aus Stadt und Kaud.

Gießen, 7. April 1904.

Omnibusgesellschaft. Die Generalversammlung, die durch ein Versehen für gestern an dieser Stelle angekündigt ' war, findet heute abend 81/i Uhr im Restaurant ' Bavaria statt.

Baugenossenschaft des evaug. Arbeiter­vereins. Anläßlich des zehnjährigen Bestehens der <Se* nossenschaft hat deren Direktor, Rendant Hermann Doe­ring, eine Denkschrift herausgegeben, enthaltend eine Darstellung der geschichtlichen Entwicklung und Tätigkeit der Genossenschaft. Das kleine, fesselnd g schRebene Buck> bildet einen überzeugenden Beleg dafür, was trotz auf­tretender Schwierigkeiten eifrige, von dem großen sozial­politischen Werte dieser Tätigteit durchdrungene Manner im Rahmen einer solchen Genossenschaft zu leisten ver­mögen. Es wurden bisher erbaut 36 Häuser, wovon drei größere Mietshäuser sind, während es sich im übrigen tun kleine Häuser zum Verkauf handelt. Sechs der Häuser wur­den im Jahre 1903 errichtet, im Bau begriffen sind gegen­wärtig fünf Häuser. Der Gesamtherstellungswert der fer­tigen Häuser, einschl. Grund und Boden, beträgt 294 700 Mark, die erforderlichen Mittel wurden aufgebracht außer durch Einzahlungen der Mitglieder auf den Geschäftsanteil durch Darlehen, die u. a. von dem Verbände Der Erwerbs­und Wirtschastsgenossenschaften der Provmz Oberhessen, von der Invalidenversicherungs-Anstalt Großh. Hessen, von bei Plock'schen Stiftung und von der Spar- unb ^eihtasse in Gießen entnommen wurden; außerdem hat die Genossen­schaft 31/2 proz. Inhaber-Obligationen zum Betrage von 37 90) Mark aus gegeben. Die Stadtvertretung steht der Genossenschaft wohlwollend gegenüber; es wurde ihr von der Stadt Baugelände zu billigem Preise überlassen, ferner hat die Stadt sich zur Uebernahme der Bürgschaft für neue Darlehen bis zu öO 000 Mark bereit erklärt. Die von dem Baumeister der Genossenschaft, Architetten G. Ha­mann in Gießen, entworfenen Projekte weisen gute Grund­rißaufteilungen auf; die äußere Ausstattung der Häuser ist sehr gut gelungen. Die Schrift enthält bildliche Dar­stellungen nebst Grundrißzeichnungen mehrerer Häuser­gruppen der Genossenschaft, und gerade durch Beifügung dieser Bilder und einiger Tabellen über die Höhe der Kauf- und Mietpreise pp. wird die praktische und den Be­dürfnissen des kleinen Mannes entsprechende Tätigkeit der Genossenschaft ins rechte Licht gesetzt.

** Drei Kolossalgeschwister werden vom 7. d. M. ab, wie ein Inserat in der heutigen Nr. sagt, m Lonys Bier­keller zu sehen sein. Die .Hess. Landesztg.^ in Marburg schreibt über diese Menschenwunder: Es ist fürwahr wunder­lich, wie überaus reichlich mit Körperfülle die Natur dieses Geschwistertrio ausgestattet hat. Die Abbildungen, denen man so oft begegnet, sind tatsächlich ferne Uebertreibung und man kann es begreifen, wenn der verstorbene Professor von Virchow diese Menschenwunder zum Gegenstand einer wissenschaftlichen Abhandlung vor zahlreichen Autoritäten machte.

m. Grüningen, 6. April. Unter acht Bewerbern wurde dem Lehrer Jung hier eine Stelle an der otei> klaffigen Schule zu Erzhausen, im Kreise Darmstadt, über­tragen.

+ Langsdorf, 6. April. Seit drei Wintern ist hier eine landwirtschaftliche Fortbildungsschule unter Leitung des Lehrers Leidig eingerichtet. Am Schluß des Schuljahres fand dieser Tage eine Schlußprüfung des dritten Winterkursus statt, wobei anwesend waren: die Riinffterial- rate Dr. Eisenhuth und Braun, Prooinzialdirektor Dr. Breidert und Kreisschulinspektor Kleinschmidt-Gießen, Landtagsabg. Köhler, der Direttor der LandwirtschaftSschule zu Friedberg Dr. v. Peter und mehrere Lehrer. An unseren ländlichen Fortbildungsschulen stehen Reformen bevor, die der Land­wirtschaft mehr Rechnung tragen werden. Es soll eine ge­eignete Vorbildung der Lehrer in den landwirtschaftlichen Fächern in die Wege geleitet werden.

u. Bingenheim, 6. April. Dem hiesigen Krieger- oerein ist anläßlich seines 25jährigen Bestehens von S. M. dem Kaiser eine Fahnenschleife verliehen worden, die am 24. April durch Kreisrat Böckmann überreicht werden wird. Gleichzeitig wirb die Ueberreichung einer Fahnenschleife an den hiesigen Gesangverein stattffnden, die von den Frauen und Jungfrauen Bingenheims gestiftet worden ist.

X Groß en--Eich en, 6. April. Ein hiesiger Landwirt bestieg die Leiter in seiner Scheuer, um Futter herabzuwerfen. Hierbei glitt er aus, stürzte herab und siel auf einen in ber Tenne stehenden Pftug. Bei dem Falle brach er eine Rippe, und diese drang ihm in die Lunge.

§ Friedberg, 6. April. Mehrere Lehrer-Zu- ammenkünfte fanden gestern und heute hier statt, um in der alten Seminarstadt mit den ehemaligen Seminar- und Klaffenbrüdern nach Jahren ein frohes Wiedersehen zu feiern: Es hatten sich eingefunden die Jahrgänge 1864, 1869, 1884' und 1894. Die Reihen der alten Herren haben sich bereits bedeutend gelichtet, während die jüngeren Lehrer in stattlicher Zahl erschienen. Trotz des ungünstigen Wetters fanden Be-- ichtigungen des Lehrerseminars, der Burg, der Siadtkirche und anderer Sehenswürdigkeiten statt. An die Seminar­lehrer wurden Begrußungstelegramme abgesandt und der bereits entschlafenen Seminarlehrer in warmen Wortew gedacht.

Uolltischc Tagesschau.

Vom Schlachtvieh- und Fleifchbeschaugefeh.

Im Hinblick auf vielfache Klagen und Beschwerden, die in agrarischen Kreisen gegen das Schlachtvieh- und Fleisch­beschaugesetz erhoben werden, wiederholen dieBerl. Pol. Nachr." die Mahnung, daß es gegenwärtig noch nicht an­gebracht sei, über Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit des Gesetzes ein Urteil abzugeben, wozu doch wohl erst feine Wirkung während eines längeren Zeitraumes abgewartet werben müsse, unb schreiben weiter:

»Es ist selbstverständlich, daß bei diesem Gesetze, das so außer­ordentlich umfangreiche Aussührungsoorschriiten notwendig gemacht hat, ebenso wie bei anderen ähnlichen Gesetzen in der Anfangszeit "ach dem Erlasse an einzelnen Stellen Zweisel, Alißverständnisse und Verschiedenheiten beim Vollzüge austreten. Sobald aber solche Faste zur Kenntnis der Reichsoerwaltung gelangen, wird für Ab­hilfe regelmäßig^ Sorge getragen. Dagegen werden Wünsche, wie sie in einigen süddeutschen Landbezirken aufgetreten sind, und die dahin gehen, entweder das Gesetz überhaupt aufzuheben oder es wenigstens für die Landgemeinden außer Kraft zu setzen, aus Be­rücksichtigung nicht rechnen können. Für einzelne Gebietsteile, d. h. in diesem Falle für Landgemeinden, das Gesetz außer Kraft zu setzen, erscheint schon deshalb nicht angängig, weil der Begrif Landgemeinde" nicht für alle Teile des Reiches gleichmäßig ab- gegrenzt ist, übrigens auch Landgemeinden existieren, für die das Bedürfnis der Fleischbeschau ebenso aniuerkennen ist, wie für

Stadtgemeinden. Die nächste Revision auf dem Gebiete der Fleischbeschau wird, wie schon gemeldet, den Gebührentarif betreffen. Ueber weitere Aenderungen wird man sich erst schlüssig machen können, wenn das Gesetz längere Zeit gehandhabt jein wird."

Die lurhessischeu Koruhauser

haben im abgtiaufeuen Geschäftsjahre ine klingenden Er­folge vermissen lassen. Wahrend im Vorjahre das Korn- haus in Hofgeismar einen Verlust zu verzeichnen hatte, wird dieses Jahr das Kornhaus Zierenberg unter den Hammer kommen, da die Genossen jetzt doch nicht mehr mitmachen wollen. Am 2. April abends in aller Stille ist das Kornhaus am Bahnhöfe in Zieren­berg in Hessen von der Zentrale in Kassel geschlossen worden. Man wollte diese Schließung verhindern, allein die Zierenberger Kornhausgenossenschaft, welche während der fünf Betriebsjahre nicht einmal mit Gewinn gearbeitet hatte, war nicht in der Sage, mehr als 30000 Mt. für das Silo zu bieten. Für diesen Preis kann der Staat das Kvrnhaus, das ihm selbst weit mehr als 60 000 Mk. ge­kostet hat, nicht verkaufen; das teilte er der Kasseler Zen­trale, die lange Zeit mit ihm wegen dieses Ankaufs ver- handell hatte, mit Von den Zierenberger Kornhausge­nossen schaftsmitgliedern hat jeder Anteilbescher in den fünf Betriebsjahr en 450 bis 500 Mk. Einbuße erlitten, und trotz aller BemülMigen mußte außerdem noch die Zierenberger Tarlehnskasse über 1500 Mk. aus ihrem Fonds beisteuern. Diese Tatsache machte diejenigen Genossen der Darlehns- kasse, die mit dem Kornhaus nichts zu schaffen haben, wie die Mitglieder der Kornhausgenossenschast stutzig und erregte wenia Lust, für den Erwerb des Kornhauses mehr als 30000 ALk. anzulegen. Zudem sind auch aus diesen Gründen unb aus weiteren persönlichen Erwägungen fast alle größeren Gutspächter aus der Kornhausgenossenschaft ausgetreten. In den genossenschaftlichen Kreisen erzählt man sich daher, daß das Kornhaus bis zum 1. Juli meist­bietend und öffentlich versteigert werden wird. Bis dahin wirb die noch etwa eurkvmmende Frucht sofort weiter­geschickt und der Rest der noch vorhandenen Futter- und Düngemittel unter der Hand verkauft werden.

Inzwischen läßt die Kornhausgenossenschaft Kirch­hain i. H. ein großes neues Silo erbauen, wozu die Hessenbank die Gelder hergeben soll, während vom Staat eine namhafte Unterstützung aus Staatsmitteln er­wartet wird.

Offenbach, 6. April. Tie 37. Aevsammlung deA Oberrheinischen geologischen Vereins, welche vom 5. bis 9. April hier abgehalten wird, wurde gestern nachmittag 4 lLch durch eine Besichtigung der Samm­lungen »es Offenbacher Verein: für Naturümde unter Führung des Vorsitzenden dieses «Vereins, Pros. Aketz, einV -geleitet. Am Wend folgte eine gesellige Vereinigung im llndinesaale des Stadtgartens, in der die fremden Gäste' mit hiesigen Freunden der geologischen Mssenschast einige

Zweites Blatt. 154. Jahrgang Donnerstag 7. April 1904

hti)etnl täglich mit Ausnahme des Sonntags. . , . .

tuSiebener Lamllienblätter- werden dem M mN» ß ll< Jr |g KB A M kj

feiger viermal wöchentlich beigelegt. Der M M W B wL B M wL . BL A JjE B 3 ttK . B S 1 Ufi _ HMsch« Lan-wtrta erscheint monatlich einmal. V L U V V W V"

Ieutschsü-westafriLanisches.

Oberst Leutwein telegraphiert aus Okahandja; 80 Wckbois unb eine Felbkompagnie sind am 2. April von Winbhuk nach Okahancha abgerückt. Nach Aussage von Ge­fangenen unb Uebedäufem steht die Hauptmacht der Herero noch bei Oganjira, Abteilungen bei Okatumba unb Katjapia. Ma)or v. Glasenapp ist am 1. April von Owikokorero nach Otjikuoko vorgerückt. Ein Trupp Otjimbinguer Herero ist in ber Nacht 00m 29. 5um 30. März bei Teufelsbach ost­wärts über btc Bahn gegangen. Von Okahanbja ist emc Kompagnie mit der Eisenbahn vorgesandt. Bastards ver­folgten von Großbarmen aus. Der Rest ber Otjimbinguer ist anscheinend in bas Komas-Hochlanb zurückgegangen.

Der Kronprinz erschien am Mittwoch abenb bei ber Abfahrt bes für Sübweslafrika bestimmten Truppen­transports auf bem Bahnhofe in Berlin.