Ausgabe 
6.9.1904 Erstes Blatt
 
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Die heutige Kummer umfaßt 8 Seiten.

die

einer neuen Bewegung Rültzuaslinie zu sichern. Aus Mulden nrirfo tele-

au §

Brautleute

Geburtstage bt i ' dessen sind wohl fcufantmen gesehen

um eine wcitew Gehcimhaüung

Aer Krieg Mischen Japan und Kußland.

Nach der Schlacht bei Liaujang.

Kuropatkins Armee hat nach heißem Kampf die be­festigten Stellungen geräumt und ist nach Norden abgezogen auf Charbin. Von großen Kapitulationen, zerschmet­terten Korps hat man nichts vernommen, wohl aber von großen Verlusten der russischen Armee, und diejapanischeJnvasionsarmeehatsichernicht weniger gelitten. Allmählich ebbt dasSedan- geschret" ab, das sich, weil es gerade die Zeit des Sedan­tages war, in der Presse zu bedeutender Höhe erhoben hatte es gribt weder einen gefangenen Zapen bei Liau­jang noch eine gefangene Armee. Die geschlaaene russische Armee geht na chNorden, der Zar freut sich seines jüngsten Sprößlings, die zweite mandschurische Armee bildet sich Nicht mit Sedan, sondern, wie der militärische Mitarbeiter derDtfch. TagesM." sehr richtig sagt, etwa mit Boro­dino, kann man die Schlacht bei Liaujang vergleichen, und selbst dieser Vergleich hinkt an vielen Stellen recht be­deutend. Als Napoleon mit einer Arpree, wie sie die Welt vorher, außer zu Zeiten DschingiS Khans, nicht gesehen hatte, in Rußland einbrach und direkt auf Moskau zog, erreichte er Teilerfolge, bei Smolensk und anderen Orten, siegte stets und rückte vor- genau tote die Japaner. Das russische Volk aber forderte eine Schlacht, mindestens eine vor Moskau, und wie zu Liaujang stellte sich Suwaroff bei Borodino an der Moskwa der Grande Armee enb- gegen. Borodino war für Napoleon ein Erfolg wie Liau- jaug, ein Erfolg nach gewaltigem Kampf, ja ein noch größerer Erfolg als Liaujang, denn einmal hatte der Kaiser m der Schlacht seine Garden gar nicht eingesetzt, und dann ist der gewaltige Unterschied der, daß hinter der Moskwa das heilige Moskau wehrlos lag, die alte Zarenstjadt mit dem Kreml und den Heiligtümern Rußlands, unb hinter Liaujang liegt nichts! Denn Mukden und selbst Ehar- bin wird man als strategisch oder politisch gewonnene Punkte doch wohl nicht mit der Bedeutung Moskaus vergleichen wollen. Nach dem siegreichen Borodino und mit dem Besitz Moskaus glaubte Napoleon sich auf der Höhe. Er hielt die damalige Hauptstadt Rußlands im Besitz, seine Flanken waren burtij die Armee unter Macdonalo und V?rl im Norden, unter Schwarzenberg int Süden' gedeckt, feine Rückzugslinie war unbedroht in seinen Händen; Korps Victor stand in Reserve auf ihr; Paris und Frankreich jubelten, Preußen und Oesterreich mußten, schwer gedemü- tigt, zusehen, in Italien, in Spanien strahlte oer Ruhm fran­zösischer Waffen, und zu Moskau im Kreml stand der Jm- ^cra^ einer siegreichen Juvasionsarmee von über 100 000 Mann der besten Truppen der Welt, etwa um die­selbe Zett wie jetzt die Japaner in Liaujang, aut1 14. Sep­tember. Aber hinter Liaujang liegt kein Moskau so nahe wie hinter Borodino, sondern viele Tausende Kilometer entfernt---das ist der gewaltige Unterschied zwischen

Liaujang und Borodino! Und Moskau ist das Wab des französischen ersten Kaiserreichs geworden. Alexander I. wies alle Frieden. Vorschläge Napoleons zurück. Da redet man jetzt von Frudcu, weil da hinten in Ostasien eine russische Armee aus einem Ort verdrängt ist, den vor dem Kriege nur die kaunten, die sich mit der Sivirischeu Eisen-

London, 5. Sept. Aus Peking wird telegraphiert: Der japanische Versuch einer Flankenbewegung nach Westen wurde zurückgeschlagen. Ein russischer Luftballon entdeckte die feindliche Stellung, die dann durch einen entschlossenen Bajonettangriff genommen wurde. Die Japaner, die mit dem Leben davon kamen, waren so erschöpft, daß sie nicht einmal mehr ihre Gewehre abfeuern konnten. Sie hatten 6 Tage in nassen Schützen­gräben gelegen, nachdem sie 2 Tage ohne Pro­viant marschiert waren. Die Bahn jenseits Jentai ist offen, doch fallen japanische Granaten in das Gelände zwischen dem Bahnhof von Liaujang und der Taitse-Brücke Der Rückzug des größeren Teils der russischen Ar­me e bis Jntai ist ausgeführt, aber mit enormen Ver­lusten. Kuroki droht jedoch mit einer neuen Bewegung und Kuropatkin muß ihn, um die RüHugslinie zu sichern, mit dret Armeekorps an greifen. Aus Mukden wird tele­graphiert, daß Kuropatkin eine Anzahl Geschütze zurücklassen mußte.

v Petersburg, 5. Sept. General Kuropatkin meldet dem Kaiser vom 6. Sept.: Ter Rückzua unserer Truppen auS Lrauiang nach dem rechten User des Taitse wurde m der Nacht -um 4. Sept, in Ordnung beendet. Un­bedeutende Versuche des Gegners, .uns zuverfolgen, wurden durch unsere Arriöregarden vereitelt. Im Verlauf des 4. Sept, verstärkten die Japaner ihre Stellung gegenüber unserem linken Flügel, indem sie sich von den Steinkohlengrnben von Jentai nach Norden wie auch in der Richtung von BensiluS- Mukden ausbreiteten. Wie festgestcllt ist, setzten die Ja­paner auf .das rechte Ufer des Taitse westlich vonBensilus über. Am 4. Sept, fetzten die Japaner auf das rechte Ufer sowohl bei Liaujang wie in seiner Umgebung über.

Nach Meldungen aus Tokio glaubt man dort, daß Kuro­patkin eine weitere schwere Schlacht bei Yent ai wird annehmen müssen, ehe er den Rest feiner Armee sicher nach dem Norden bringen kanu Beide Teile sind durch die tagelcmgen schweren Kämpft und besonders durch den Mangel an Proviant furchtbar erschöpft.

:n nur spärlicke Meldungen vor. Wir lassen hier

lern der stattfinden. In*

seine Vermittlung im russisch-japanischen Kriege angeboten habe, sind vollständig aus der Luft gegriffen.

Vertrag zwischen Japan vud Korea.

Tokio , 5. Sept. .(Reuter.) Heute wurde der am 22. August in Soeul abgeschlossene Vertrag Mischen Japan und Korea ver­öffentlicht. Danach verpflichtet sich Korea, .einen von Japan empfohlenen Japaner als Finanzheirat und einen von den Japanern empfohlenen Ausländer als diplomatischen Ratgeber im Auswärtigen Amt anzustellen. Alle finanziellen Angelegenheiten, sowie alle bedeutenden Maßnahmen inbezug auf die auswärtige Politik dürfen erst nach Anhören des be- züglichen Beirates erledigt werden. Tie koreanische Regierung verpflichtet sich, .vor dem Ablaufe von Verträgen und Konven­tionen mit fremden Mächten sowie vor Erledigung sonstiger wichtiger diplomatischer Angelegenheiten, wie beispielsweise Er­teilung .von Konzessionen an Ausländer und andere Der- tragsabschLüsse mit Ausländern, den Rat Japans einzuholen. Als finanzieller Beirat ist der Direktor des EinkommenbureauS in Tokio Basata, als diplomatischer Ratgeber, Legationsrat Stevens ernannt worden:

Von Port Arthur .

liegen heute auch einige Nachrichten vor. Die wichtigste ist die folgende:

T s ch i f u, 4. Sept. (Reuter.) Am 27. August begannen die Japaner den zweiten allgemeinen Angriff aufPort Arthur. Dieser wurde unter heißen Kämpfen bis zum 31. Aug. fortgeführt. An diesem Tage zogen sich die Japaner überall zurück außer auS Palungsshan. Am 30. August Mrrden verschiedene heftige Angriffe auf Jdcshan abgeschlagen.

2- Sept, um 3 Uhr morgens griffen die Japaner heftig die mke Flanke der Russen an, zogen sich aber um 6 Uhr morgens urück, worauf die Beschießung wieder begann. Tie Japaner eueren namentlich van Shushyien und Palimgshan, die Russen von Antsuchan und Erlungshan.

Tokio, 5. Sept. 40 Bataillone haben in den letzten Tagen Tokio verlassen, um die japanischen Verluste vor Port Arthur z u ersetzen. Nach den neuesten Informationen be- rragen die japanischen Truppen vor Port Arthur 45 000 Mann, toätymtb die Insassen inder Festung nur noch 11000 kampffähige Soldaten betragen. Ein neuer Angriff steht unmittel­bar bevor. Der Fall Liauianas' wurde gestern durch einen großen Fackelzug, an dem sich 5000 Personen beteiligten, gefeiert. Die Gesamtverluste der Japaner vor Port Arthur betragen nach den neuesten Schäinlngen ungefähr 25 000 Mann.

Askolb ttttb Grosovoi.

5. Sept. (Reuter.) Tie Mannschaften der russischen KriegsschiffeAskold" undGrosovoi" bleiben in China und werden in den VertragSbäfen, wo sich russische Kon- ulate befinden, wie Tientsin, Tschifu. Haukau, Shanghai und Futschau einquartiert. Nunmehr ist sicher, daß derAskold" einen ungewöhnlich großen Vorrat an Munition an Bord hatte. Er hatte 180 Schuß für jedes Geschütz großen Ka­libers und reichlichen Vorrat für die kleinkalibrigen Geschütze.

Keine Intervention.

Berlin 5. Sept. Die. in englischen und amerikanischen Blättern aufgctaucbten Meldungen, ^vonach Kaiser Wilhelm

Nr. 201» Erstes Blatt. 154. Jahrgang D-cnstag 6. September 1904

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MM Amts- md Anzeigeblatt für den Arm Gießen Üfcl

.......« ... _____________________ zeigenteil: Hans Beck.

Dom KreuzerRjurik".

Petersburg 5. Sept. Ein Telegramm des Statthalters Alexejew an den Kaiser von gestern besagt: Wie Leut­nant Iwanow, .der am 14. August während des Kampfes das Kommando über den .KreuzerRlurir" als Rangältester übernahm, berichtet, befand sich 'der Kreuzer in der Abteilung unter der Flagge des Kontreadmirals Jessen, als am 14. August um 4,30 Uhr früh ein feindliches Geschwader gesichtet wurde, das aus vier gepanzerten Kreuzern bestand. Wir ließen uns, be­richtet Leutnant Iwanow weiter, Mit diesen Schiffen in den Kam^ ein. Der Feirrd richtete fein Feuer hauptsächlicb auf uns. Um 8 Uhr morgens wurde durch ein feindliches Geschoß das Steuer beschädigt imb der Kreuzer konnte dem Befehl brö1 Ad­mirals, per ihm signalisierte, er solle mit voller Geschwindigkeit den sich entfernenden KreuzernRossija undG r o m o bo i" folgen, nicht nachkommen. Diese beiden Kreuzer kämpften mit vier gepanzerten Kreuzern. Rjurik blieb zurück und nahm den Kampf .mit den sich von neuem nähernden beiden Kreuzern ,,Tanatschio" undNaniwa" aus, die die schwierige Lage des Kreuzers ausnutzten uird auf ihn feuerten. Hierbei fügten sie ihm durch ihre Schüsse auS großkalibrigen Geschützen großen Schaden zu. . Unser Feuer wurde allmählich schwächer, da eine große Zahl von Geschützen außer Gefecht gesetzt war. Um 12 Uhr mittags hörte unser Feuer völlig auf, da alle Geschütze ge- fechtsunfLhig waren und toür großen Verlust 'an Offizieren und Mannschaften hatten. Wir schossen MlS dem Lancierrohr ein Torpedo ab, .der aber sein Ziel ni<Ä erreichte. .Die übrigen Rohre waren zerschossen. Der Kom­mandant und der erste Offizier waren bereits -u Beginn des Kampfes tödlich verwundet worden. Vvn 22 Offizieren sind verwundet und an ihren Wunden gestorben: zwei Leutnants dreiMidlhipmenund derSchiffSarzt^ ferner verwundet drei Leutnants, zwei Midfhipmen und ein In­genieur. Von 800 Mann der Besatzung wurden an­nähernd 200 getötet und 278 Mann schwer oder leicht verwundet. Ta ich nicht die Möglichkeit hatte, das Schift zu lenken, und da das Steuer und mehrere Hauptrohre be­schädigt waren, .konnte ich mich nicht vor dem Feinde zurückziehen. Unsere Verteidigungsmittel waren vernichtet und ich beschloß daher wnl.vier gepanzerte Kreuzer, bte von der Verfolgung unserer Scknffe zurückgekehrt waren, und drei Kreuzer 2. Klaffe mit fünf orpedobooten sich zeigten, den Kreuzer in die Luft zu sprengen.^Der Versuch dies zu tun, mißglückte aber, da die Zündsckmure zum Teil durch ein explodiertes Geschoß vernichtet worden waren, zum Teil sich in dem unter Wasser gesetzten Schiffsraum^ besarrden. Ich befahl daher, denRjurik" zu versenken, was von den Ingenieuren ausgefühtt würbe. Die bis zur Versenkung des Schiffes übrig bleibende Zeit wurde zur Rettung der Verwundeten und der Besatzung verwandt. Da alle Boote Zerschossen waren, wurden Rettungsgürtel und Holzreste benutzt. Bald nachdeni wir unser Feuer eirrgestellt hatten, hatte auch der Feind ausaehört, auf uns zu feuern. Gegen V Ubr mittags sank der Kreuzer: die Besatzung wurde von den feindlichen Schiffen anfgenommen und diese chafftcn uns unter voller Sorgfalt nach Sasebo. Die Aufnahme der Verwundeten und ihre Pflege war äu ß e r st a n fm e r kfä m und gegen dre übrige Mannschaft war das Verhalten sehr gut. Offtzrere und Mamisckmst bewiesen während des Kampfes volle Kaltblütigkeit, und erfüllten ihre Pflicht lns zum letzten Augen- v Divsen Bericht hat Hieromouach Alexei über Nagasaki und Shanghai überbracht, der von den Japanern in Freiheit gesetzt wurde, weil er Jein Kriegsgefangener war.

Die vermißten Attaches.

Kiel, 5 Sept. Tas KanonenbootTige^ unter dem Stvm* Korvettenkavitäns Deimling sucht seit zehii Tagen die Küste t>i\> Golfes von Tschilr ab, um die Spur des verniißtcn Kapitanleutnants Hentschel von' Gilgen heirnb und deZ EzosisÄni MarlueattachceS i>e Euvcrville zu cntbccTcn. Bisher waren alle Bemühungen erfolglos.

Zie Wrrtoöung des deutschen Kronprinzen.

. DerReichsanz." schreibt: Die Verlobuna de« Sh-or« mnzen nnt der Herzogin Cäcilie zu Mecklenburg ist am Sonntag nachmittag in Gelbensande amtlicl, bekannt gegeben toorden. Witz begrüßen die freuMgc Kunde mit ehrerbietziasten Glückwünschen für die hohen Verlobten, für das kaffevliche und königliche Haus, für die großherzoglicküen Farnitten von Mecklenburg und der verwandten Höft. Mit herzlicher Shnrpathie wird eS in allen deutschen Gauen auf gcnonmien werden, daß der Erbe der Kaiserkrone zu seiner Lebensgefährtzin die Tochter aus einem der aktangestamw-

Kekanntmachung.

ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die nach § 6 des Reichßgesetzes vom 21. Juni 1887 über die Naturalleistungen für die bewaffnete Macht im Frieden ermittelten Durchschnittsmarktpreise, einschließlich eines Auf­schlages von Fünf vom Hundert, pro Monat August 1904 für den Lieferungsverband Gießen pro 100 Kg. betragen:

Hafer Mk. 15.90, Heu Mk. 7.80, Stroh Mk. 4.20.

Gießen, den 5. September 1904.

Großherzoaliches Kreisamt Gießen-

___________I. V.: Dr. Kranzbühler.____________

Bekanntmachung,

Betr. : Die Veranstaltung von Verlosungen innerhalb des GroßherAogtums.

Der Stadtvorstand zu Qrtcnberg beabsichtigt, mit dem ant 3. November d. A daselbst stattfindenden sogenannten kalten Markt eine Verlosung von Fohlen, Rindern, Schwei­nen, landwirtschaftlichien Geräten und fonftigen Gegen­ständen zu verbinden.

Großh. Ministerium des Innern hat die nachgesuch!te Erlaubnis zur Veranstaltung dieser Verlosung unter der Bedingung erteilt, daß nicht mehr als 6000 Lose zu 1 Mk das Stück ausgegeben werden dürfen und mindestens 60 Proz-, des Bimttzoerlöses aus dem Verkauft der Lose zum Ankauf von Gewinngegenständen vu verwenden sind.

Zugleich ist der VerLrreb der Lose in der Provinz Ober- Hessen gestattet.

Gießen, den 3. September 1904.

Großherzogliches Kreis amt Gießen.

______________I. V.: Dr. Wagner._______________

Bekanntmachung.

Der Deutschen Unterstützungskaffe für Mltsiker-Witwen und -Waisen, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, in Berlin ist die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb im deutschen Reich erteilt worden.

Gießen, den 5. Septemb?r 1904.

Großherzogliches Kreis amt Gießen.

I. V.: Hechler.

ten Herrschergesmiechtcr Deutschlands erwählt hat, u u s demselben Fürstenh a u e, das einst dem Thron der Hohenzollern und dem preußischen Volke die unvergeßliche Königin Luise geschenkt hat. Mögen die Strahlen des Glückes, die heute das junge Fitrstenpaar umgeben, über i^rem Lebenswege leuchten rmmerdar, zrun Segeil der 9^a- tton, zum Heil für Kaiser imb Reicks

Zur Verlobung berichtet derBerl. Lokalau^", daß dcr Kronprinz und seine Maut bereits vor anoertbalb Jahren sich ifire Üt e i g u n g g e g e «fettig er kl a r t haben. Tie Verlobr i g sollte au beut bevorstehenden 18.

bahn und ihrer Station befreundet hatten, und eine ver­lorene Schlacht, ja selbst ein verlorenes Heer dort soN den Zaren und Rußland veranlassen, den Japanern nach- zugeben? So weit ist man denn doch no chlange nicht, und trotz des Sieaes heißt es für Japan : Mar­schieren, marschieren, immer weiter, immer weiter, jetzt nachNopden in den Winter hinein, dann nach Osten, ohne Ende, ohne Ziel. Zar Nikolaus I. sagte einst von Rußland: seine Schwäche sei seine Größe. Jetzt ist den Japanern gegenüber Rußlands Größe seine Stärke! Der Winter wird kommen, neue Armeen wird Rußland senden, niemals darf sich Japan schlagen lassen, das toich auf die Dauer sich nicht durchMren lassen, und toenn dann genügend Zeit ins Land gegangen ist, dann dürste Japan doch ein­sehen, daß seine Kräfte einer europäischen Großmacht gegen­über nicht reichen.

Ein schwer errungener Sieg ist Liaujang für die japa­nischen Heere. Was nun? Wir haben jetzt Anfang Sep­tember, Charbin ist noch weit, und Mitte Oktober setzt der Winter ein. Ob Kuropatkin den Feldzug Napoleons nach Moskau studiert hat und Lehren aus ihm zieht? Weshalb nicht? Ein Feldherp, der aus Rußlands Weite und Klima nickt genügend Nutzen zu ziehen versteht, wäre kein solcher erster Klasse. Japan hat so früh wie nur Möglich den Krieg eröffnet am 6. Februar und sicher mit in der Absicht, bis zum Mnter vor dem Abschluß zu stehen. Liaujang ist aber kein Abschluß, keinesfalls tn dem Sinne, wie manche ihn in Japan erhofften. Es scheint, daß int Feldzug 1904 die Ja­paner von sich stets fugen können: ba$ Schlachtenglück ist mit denGroßen Bataillonen", beim sie sind die stärkeren. Aber im Feldzug 1905 dürsten das die Russen von sich sagen können.