Gießener Thealerverein.
wle gestern aufgenommen werden.
P. Witiko»
Wenn man den heillosen Durchfall der „Familie Se- E , der em Unvergeßlicher Theaterskandal war, die abso- mte LuhnenunfähigVert der später mit Maul Ernst gemeinsam ^bMßten Komödie „Sozialaristokraten", wenn man diese Ml-tZgluaten «Versuche einer neuen Kunst mit dem großen Vuynenersolge des in den ältesten und ausgetretensten, oasur aber auch bewährtesten Geleisen der dramatischen ^echnrk ,rch bewegenden „TrauMulus" entgegenstellt, so kommt man — tzu Ungunsten der Herren Holz und r- einmal zu dem Schlüsse, daß die Grenzen der duhnennmp durch 'übergangslose Anstürme sich nicht erweitern lasten, daß vielmehr, wie allenthalben, auch aus diesem Gebiete nur eine ruhige Entwicklung giltige Aender- ungen bringen .kann,; ferner ersieht man daraus — zu Gunsten des Herrn Hjvtz — daß jedenfalls er, entgegen den Behauptungen Schlafs, der erheblich Bühnenkmrdi-
Dre Darstellung der meisten übrigen männlich« Rollen durch unsere jungen Künsller war recht erfreulich. Vortrefflich spielte Herr Lüttjohann in fein diskreter Weise den unglücklichen Primaner, die Scham der Lüge und die fülle Ber> zweiflung. Herr Andreas stellte mit nonchalanter Grazie einen Jüngling von weitestem Gewiffen dar, so nett und so selbstverständlich in seiner heiteren leichten burschikosen Form, daß man die innere Fäulnis dieses unerzogenen Burschen kaum spürte. Diesem Studiosus beider Rechte schien es gar nicht zum Bewußtsein zu kommen, daß die erbärmlichsten. Niederträchtigkeiten unaufhörlich von seinen Flaumbartlippen fließen. Zücht nur sein „alter Herr", nein die ganze Well will betrogen werden, also sei sie es; das ist die natürliche Weltanschauung dieses verluderten Sohnes des edelsten der, Menschen. Die von der Ueberzeugung allgemeiner Niedrigkeit ausgehende Selbstverständlichkeit erbärmlicher Gesinnung' !und Handlungsweise, die Herr Andreas zur Schau trug, gab diesem Lotterbuben trotz allem so viel Gewinnendes, daß die Blindheit des Vaters nicht gar so unwahrscheinlich erschien. Einen solchen kecken Wicht sympathisch zu machen, ist eine Kunst, die Herrn Andreas hoch anzurechnen ift Die Blüte> preußischen Landrattums, mit der uns die Herren Verfasser bekannt machten, war in der Darstellung des Herrn de. Giorgi eine lebendige Figur von jener Art von zu packendem Schneid, die die höchsten Spitzen erklimmt über Leichen hinweg und — „Laufekanäle".
Wie in Berlin, Frankfurt, München, Hamburg, Halle und Marburg — diese 6 Städte wohl nur sind bisher I Gießen in der Aufführung des „Traumulus" vorausgegangen — ist der Komödie auch hier das Bühnenglück treu geblieben. Der außerordentliche Beifall, den namerrtlich die beiden letzten Akte fanden, galt aber nicht zum wenigsten auch dem Gaste und den trefflichen Gießener Herren. Bel der großen mühsamen Arbeit des EinstudierenS wäre eß wohl angebracht, wenn die Direktion noch eine Vorstellung bcß /TraumuluS" riskierte. Herr Bauer würde sich gewiß noch zu einem zweite» Gastabend bereit finden lassen und mit gleicher Auszelchnung
amü;ante und pikante Gabe bot, so verlieh er ihr wenigstens eine wunderliche Standarteninschrift. Die dramatische Hand- tung ist freilich MM Te.il gar sehr wunderlich 'und absunder- -lrch, und seltsam konträr der Koüchagniearbeit, die vor anderthalb Jahrzehnten seinen unb seines' einstigen Busenfreundes umd heutigen Busenfeindes Johs. Schlaf Namen mit einem Schlage bekannt machte, der „Familie Selicke", ore, ein kampfftöhliches Erzeugnis der wild einherstüruien- den jungen „Genies" an der Wende des letzten Jahrzehnts des vorigen Jahrhunderts, einer neuen Kunst die Wche Hotz und Schlaf, deren „tragische" Freund- schafts-„Komödie^^ in ihren letzten unerquicklichen Szenen sich unlängst im „Neuen Magazin" abspiette, vertraten da- ?? ,^oen consequenten Naturalismus, sie wollten die ob^l^dcyaubühne insofern „reformieren", als sie einen
M kurzer novellistischer Behandlung geeigneten & handlungslosen Zu stand dialogisiert dem Theater- puolitum vorsetzten, das diese Art neuer Kunst so ver- ärgert als entschieden abwies. Jetzt zeichnet Holz mitver- ^twortlich für eine Komödie, die, Mr Hälfte lustig, zur Halste traurig, rem als Bühnenware genommen, die Note 1, sogar la verdient, die aber mit wahrer Kunst, deren ernsthafter Junger Hotz bisher stets gewesen ist, nicht viel zu
D,r Zufstand in Zeutsch-Südwestafrika.
Meldungen °us Kapstadt wollen wissen, daß die Wit- s auf ihrem Marsche nach Warmbad mehrere Farmer CrntotSet haben. Die Witbois starken ZuMH von Eingeborenen- Jil einem Ge- «echt in der Nähe der Karasverge sollen Hf) drei
Offiziere und 8 Mann geifallen sein.
Meldung des deutschen Generalkonsuls aus ^uglische Resident in Mafeking berichtet, R Hererosdie Grenze nach
sch uan a-L an d-Protektorat überschritten hätten Es seien bereits Schritte ergriffen, die bewaffneten L?* Kapitäne seien nicht darunter
Eingeborenen Deutsch-Süd- ^b^^rrkas nach Kapland sei in neuerer Zeit nicht erfolgt . ,^.te ^klarung von Hendrick Witboi, daß die von deutscher ^>eiLe bestimmt ausgesprochene Absicht, die sämt- entwaffnen, ihn zum Aufstande
,öu Vielfachen Erörterungen geführt, ^etzt sind Privatbrrefe . eingetroffen, anscheinend aus Missionskreisen, wonach die Entwaffnung der Hotten^ tv n , ret^ begonnen habe. Diese wäre von einzelnen Stellen so ausgeführt worden, daß auf 12 Mann drei Gewehre belassen wurden und auf jedes nur drei Patronen. Dagegen wird amtlich bestimmt erklärt, daß von einer A^bbenden Stelll eine Verordnung zur Entwaffnung überhaupt noch nicht, ergangen ist Sollte dort ein solcher Versuch gemacht fern, so könnte er nu,r pon einer untergeord-
Stelle unternommen sein. Bekannt ist davon nichts.
^rese untergeordnete Stelle verdient jedenfalls Anerkennung. x
Am 12 November gehen die Dampfer „Eduard Wär- und „Erich Wörmann", ersterer mit 150 Mann und 200 Pferden letzterer mit 170 Mann Truppen und 300 Karden nach Swakopmund ab. Diesem Trmisport folgt am 23. November ein weiterer Dampfer. d
Traumulus.
Tragische Komödie in 5 Akten von Mno Lol^ und Oskar Jerschke. 1 6
.. ^?^.T?buterverein hat die Reihe seiner Vorstellungen drfses Wmters mit einer Aufführmig einer „tragischen Ko- mvdre" begonnen. „Tragische Komödie" klingt gesucht, be- zeichnet aber den Inhalt des „Traumulus" ganz richtig als durchaus zwiespältig. e ”--- *
der beiden Verfasser, der -----------
rertende Stilexperimeutator, liebt das Wunderliche und Ab- smiderliche, Md da dieses Theaterstück, dessen' Stoff ihm wohl die andere Hälfte, Herr Rechtsanwalt JLrschke aus Straßburg, Mtrug, sein lyrischer Mitarbeiter von anno 1884.
r , ?C1! den Vorbildern der Herren Hotz mib Jerschke forschenden Berlmer Rez,eiisentcu Eamen nur Max Dreyers ,^Probekcuididat" und Otto Erilsts „FlachsMaiin als Erzieher" in den Sinn, lieber den „GiMiiasialdirektor" von Eugen Zabel und Alfred Bock, der übrigens Stoff und Charaktere aus unserer nächsten Nähe nahm, ist man also heute über den neueren, effektvolleren, aber dafür zersplitterteiu Schuldranien zur Tagesordnung iibergegangeu. Hub doch war dieses Stück nicht nur das erste, das Katheder und Schulbank' mit chreu Gelvissenskonslikten in den brauchbaren Hausrat uufe.rer Bühup-iMiftstelle^t eüirechie,
Die Handlung setzte als hübsche Charakterkomödie ein, in der leider die lustigen Nebenftguren fast sämtlich, sich des' gleichen abstoßend schnoddrigen Tones bedienen, unb ivollte als die Tragödie eines Idealisten ausllingeu. Möglich, daß sich der ursprünglich gute Stoff wirllich hätte tragisch behandeln lassem Hotz und JersM ist das aber nicht gelungen, sie brachten schließlich nur eine tückische und unwahr-1 schernliche Zusallsverkettung zu stände. Die Lage des Gymnasialdirektors wird auf ganz gezwmlgene Weise konrpli- ziert. In der Person des Lmrdrats, dieses preußischen Regierungsvertreters ilach der unverfrorenen, derben, draufgängerischen Fa^on derer v. Köller und Genossen, die auf oem Schlachtfelde angebracht sein mag, nicht aber am grünen Tische, ist ihm ein erbitterter Widersacher gesetzt. Ein Pennälerliebesabenteuer benutzt er unter Miwendung unschönster Mllte-l dazu, um einem ihm antiplathischen, 'well ganz und gar nicht schneidigen, dafür aber, in vollstem Gegensatz zu ihm, tief verinnerlichteu harinloseii deutschen Professor und Gelehrten, der allerdings ein untauglicher! Erzieher ist, den Strick zu drehen. Rücksichtslos schleppt er ein paar unreifer Früchtchen Mr Poltzei und vor den Staatsanwalt, unterbewußter Ueberschreitung seiner Befugnisse, aber des Dankes seiner Regierung gewiß. Indem die Verfasser so der menschlichen Güte die altzu .menschliche Wahrung der äußerlichen Autorität entgegenstelllen, ist man geneigt, zu vermuten, daß sie — oder wohl nur der Herr Rechtsanwalt Jerschke — übertriebenem, ja ungehörigem, well eine ganze Familie ohne hinlänglicheii Grmrd vernichtendem Verwaltungsschneid einen derben Hieb versetzen wollten, einzig ad inajorem Caesarismi gloriam. Dadurch aber kommen überheizte katastrophische Slluationen auf die Bühne nach Veyerleins Art, ohne innere Notwendigkeit und Wahr-1 scheinlichkeit. Eine gewisse Momentspailnung wecken sie freilich, und man Muß Mgestehcn, daß die als Intermezzi erdachten Stammtisch- und Bierulk-Genrebilder, von der sausendem und rauseiidein, das Studententum antezipieren- den Pennälervcrbiildung, die Herrn Otto Emsts Geniekiieipe in seiner „JUgerrd von heute" ganz, hübsch nacheinpsunden ist, von dem Kasinostammtisch mit den verschiedenen Charakteren, von dem Poltzieiverhör einer niedlichen Caiiallle von verführerischem turbulentem' Theaterdümchen recht frisch gestaltet sind. ' ‘ 1 ’ .
Vielleicht werden Literaturhistoriker der Zukunft unter Verschwendung fabell)aften Scharfsinns Speziatforschungen anstellen darüber, was in diesem Theaterstücke von Holz stammt unb was dem uninteressanten Herrn Jerschke in die literarischen Ueberschuhe zu schieben ist. Manches kann heute ailch der beiden Autoren Fernsrehenbe mit Sicherheit feft(Mlcii. Hotz hat zunächst einige Name,l des Stückes aus seiner ostpreußischen Heimat geholt, wie das bisweilen auch sein Landsmcum Sudermami lut, desseii die Augen- blickswirlung berechnender situationsmacherischer Geist überhaupt niehr als erwünscht über dem Traumulus-Gewässer schwebt. Vor einem Vierteljahrhundert, als Hotz ein ost- dceußisches Gymnasiusm besuchte, regierte ein sehr schneidiger Here v. Kan ne Wurf als Landrat einen ostpreußi- scheic Siui , und der im Personenverzeichllis an untergeord- ii ter Stllle vorkommeuve Name Pöytmann war der Name ciin ■ (gymnasial prosessors, eines gütigen, wahrhaft reinen Manschen, der, angeglüht von,der Sonne Homers, in [einen Schülern den ginn für Jpe.cfte upd, sittliches. Kyr.eb.e.ü
In der Gymnasiastengruppe gab Herr Eckhardt frisch, frei und frech den Ton an. Ueberhaupt war die Schuler- tneipe ein Meisterstücklein unserer Regie, von erfteullchster Lebendigkeit und vergnügtestem, ausgelassenem Humor. Herrn Lüddeckes Kellerwirt zeigte die ganze plebejische Pfiffig, feit eines Menschen, der die Jugenderziehung als Geschäft betrachtet.
Auch das Lager der Honorationen sand eine natürliche ' und angemeffene Verkörperung durch die Herren Kraft, Linzen und Lippert. Ebenso verdienen die Herren Sandorf und Conradi mit Auszeichnung genannt zu werden.
Tie Damen — „die Damen geben sich und ihren Putz zum besten und spielen ohne Gage mit*, sagt der Theater- direktor im Vorspiel zum „Faust'. Mehr kann man von ihrem farblosen und unfertigen Spiel schlechterdings nicht sagen, ohne ungalant zu iverden.
Warnung vor Fälschung
WOdOr \U Pill^n HOth Pulverform noch mit KaJc<u> niipin Flaaoheu mit. eiugtipra^tem Namen ist IIommer»
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- so gerechten als dezenten Verhöhnung klatsch- unb IS I luchtigen niedrigen Banausentums auch heute noch bte Be- ^?ouDen Bühnenleiter verbient. Hotz unb jerschke hatten hier bereits manche ihrer Typen finden! können: den idealistisch gesonnenen Ghmnasialdirektor der wegen tmer schönen Frau um Amt und Würden kommt.' den im Grunde ehrenhaften, aber leicht verführbaren Dri^ maner den Regierungsrat, der dem Direktor den Garaus^ macht, den pöbelhaften Pennälerkneipwirt X 1
Sie beseelende, warme Innerlichkeit, mit der ein so wund-wvoller Unglücksmensch wie„Traumulus* dem Dichter nach- Igeschcfffen werden muß, besitzt Herr Arthur Bauer, unser ziemlich allwinterlicher, stets hochwillkommener liebenswürdiger Fransiurler Gast. Helle, hellenische Begeisterung und tief aufqullende Güte hat er diesem traurigen Helden verliehen. ®r war es, der mit seiner großen Kraft des Nachgestaltens remer, edler, tugendreicher und begeisterungsfroher Männer eine wahrhaft erquickende Lebenswärme mit köstlicher altfränkischer Rhetorik gleich über den ersten Akt auSgoß nach den einleitenden Dialog-Szenen von konventionellem Gleich- niaß. Er hat uns, in ausgezeichneter Maske, diesen altengütigen Gymnasialdirektor so nahe gebracht, daß in ihm die Zeit unserer Jugendeseleien in aller verklärter Schöne auf. stieg, und er hat uns tief erschüttert, als er den qualvollen ! Kamps, den jähen Zusammenbruch des wahrhaft Guten von beneidenswerlem Optimismus uns erleben ließ. Bald leuch, teten seine Augen in jugendlichem, loderndem Feuer, bald hqjte sein Gang etwas vom Dulder Odysseus, bald lag in seinen Händen die zitternde Seele eines feinfühligen, schön- heitstrunkenen Menschen. Und über diese sieghaften Zuge war doch die trockene Luft des Schulzimmers leise gebreitet, ferne Stimme hatte etwas Dozierendes, sein Auftreten etwas Pedantisches und Kindliches, fein sittliches Pathos wahrhaft! direktorialen Stil. Die Seele eines großen und reichen Menschen in dem ihm schlechtsitzenden Rocke des Magisters — das hat uns Bauer verständlich machen können und über die mannigfachen Zwiespältigkeiten deL Stückes, mtstandeu. durch die dichterische ZweiteÜung, mit außergewöhnlich großer- Kunst hinweggeholfen.
e 154. 3^8 , Samstag 8. R-vembe-1804
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SBeife aus dem Leben schied. G«v<ß hat Holz seinen Nie- Srotofn^ ^nr5etI siuzelzügen bem Heben alten
Pohlmann nachgevrlbet. Er hat an der Nach.
schaf,ung . dieses prächtigen Menschen mit dem goldenen §?r3en )0ine ganze Pietät und, was mehr ist. seine ganze
Künstler aufgcwendet. Nur herzliche Liebe und Tankbarkett gegenüber einem leibhaften Menschen solcher Art konnte eine Gestalt !vie Niemeyer erstehen lassen so echt so wahr, so Gegenliebe weckend. Und er gab seiner
C’^e mei^re ton Sügett, die zwar von diesem Vorbrlde abwerchen, aber oas Lebensbild, das wir seben keineswegs beeinträchtigen, es nur dramatisch interessanter" daber durchaus nicht unwahr machen. Er mischte ihm nach ebenso leibhaftem Vorbilde, nicht nur eine schone altphrlologische Beredsamkeit, sondern auch eine starke Portion vertrauensseliger Schwäche bei und stellte einen Gymnaiiarchen auf die Beine, dessen Gedanken statt in tn^r homerischen Welt, an den blauen “1er" des ägäischen Meeres, am stillfliesenden Kephissos an den Rebenhangen von Samos und Ehios weilen und „Vom hohen Olymp herab" nur fteigeu, wenn andere ihm daß „seme Schüler", für deren idealistische ^,^^rlffe er ferne Hand rns Feuer legt, wieder einmal allzu straslrchen, polrMwrdrigen Unfug getrieben Haden.
Um biefer schonen, echt dichterischen Kgur willen würde man gern den berden Autoren alle anderen Sünden ver- wenn nicht — und ich möchte das Herrn Jerschke als allemrgem üblen Esfetthascher, der Hotz bisher nie genasen ift, aufs Schuldkonto setzen — das schöne Haupt- vorbrld, der gar nicht träumerische, sondern fest auf seme drchoftgen ostpreußischen MagisterMfel gestellte qe- nannte ehrwürdige Deuter Homers, in allen wesentlichen Aeutzevlichreiten gar so sehr umgesälscht worden wäre. Die ülmde Borniertheit des Traumulus-Niemeyer, der nachgerade als ein Riesenrindvieh mit Eichenlaub unb Schwer- tern vor uns steht, die maßlose Brutalität, mit der er i als Lehrer, sondern auch 'als Gatte und Baier
in höchst erbärmlicher Niedertracht hinters Hicht geführt wird, ift so groß, daß sie schließlich heftig empört. Seine Frau — hne kam der gute alle Traumjulus M dieser w-- - , V---V v I ar acht nieß^ nur Schulden, sondern warrdelt die
^K0 beuere Hälfte finsteren Pfade ber UnlauterfeU. sein Sohn fälscht Wechsel
)ncknzipien-I mrd sein'Liedllngsfchlller v. Z^litz, auf dessen mrtadelige Rllterlrchkeit er Die helligsten Eide schwört, und der im auch/m braver Junge ist, wird als Präses einer ^Verbindung beklappt, die allnächtlich in einem nichts künstlerisch Absund'erliches literarischen Feinschmeckern I zahlbare Humpen Biei2 mrtllgü Dllsew^ Z^^geh^vorr"dem! am^anto°un^i/Ä exguisito, | WM ersten Lnb e^ißenöÄ^
amuiante unh hifanfo — :x~ ------r^--3 saglrcherr und un,ellgen Gute untreu ivirb, bei feiner Edel-
mcmrrsehre angepackt, in Wind und Wetter auf unb davon unb, nach für den Direktor des Gymnasiums wie für den des Theaters und für das Theaterpublikum gleich endlosen Marterszenen, in den Tod. Das. brrcht denr sich als Knaben- mbrber fühlenden Traumulus als Gymnasialdirektor den


