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tSgktch außer Sonntag-.
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Aiotattonsdrucl n. Bei> lag der Brühl 'fchen Unwerl^Buch-n. Stein- druckeret. 9L Bange» Redaktion, Grvedttü» und Druckerei:
Schnlstratze 7.
Adresse für Depeschenr Anzeiger Sieben.
^ernsprcchanschlußNr 51.
Erstes Blatt.
154. Jahrgang
Dienstag 5. JulilSv4
GiehenerAnzeigerS
W General-Anzeiger "
Amts- und Anzeigeblatt fiir den Ureis Gießen ZMZ
, j.1 zeigenteil: HanS Beck.
Deutsches Deich.
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Ausland.
— Auf Veranlassung deS Staatssekretärs deS Innern sand am 30. Juni eine Besprechung statt zwischen Vertretern des Walzdraht- und Drahtstiftverbandes und Vertretern der an den Erzeugnissen der Walzdraht- und Draht- stiftindustrie interessierten Kreise sowie sonstigen Sachverständigen über die Verhältnisse und Wirksamkeit deS Verbandes deutscher Drahtwalzwerke und deS Verbandes deutscher Drahtstist- Neben den Vertretern der beteiligten Behörden ,, I waren etwa 85 Sachverständige anwesend. Die Verhand-
schulen vornehmen lasten, zunächst über Art und Umfang jener Kinderbeschäftigung.
!und über die Lohnbeschäftigung der Kinder im Haushalte wie in der Landwirtschaft und in Neben, betrieben am 15. November eine einheitliche Erhebung durch die Lehrer und Lehrerinnen der Volks-
den Segelsport sich entwickeln würde.
Bei oer Regatta Tr a v emün de-Warn e- munde ging a,m 4. d. M. endlich als erste Yacht der Tos lcktcl ! C mt.U,em Kaiser durchs Ziel. Die „Iduna" be. äut tocrb‘nl^l0te nch nrcht mu Wettsegeln. „Meteor" erhielt den ersten und ^urmdurg" den zweiten Preis.
Uebrigens hatte sich der Kaiser als Mitglied des deutschen Automobilklubs angemeldet. Es war da aber eine heikle Etikettenfrage zu lösen, indem Prinz. Heinrich schon seit längerer Zeit Ehrenmit- 9 beö Auchs ist. Wie das „Kleine Journal" mitteilt, ist letzt rn Kiel entschieden worden, daß der Kaiser von letzt ab als Erstes Ehrenmitglied in den Listen des Deutschen Automobilklubs geführt wird.
Paris, 4. Juli. Die Kammer nahm die letzten, noch ausstehenden Artikel des Militärgese tzes an und be- schloß, daß das Gesetz an dem auf die Veröstentlichnng folgenden 1. Januar in Kraft treten soll. Morgen werden noch einige Artikel beraten, die zurückgestellt wurden.
— Die Untersuchungskommission in der Karthauser- Angelegenheit hielt eine Nachtsitzung ab und vernahm nochmals den Redakteur Ecndre von der ,£ibrc Parole", die fiel] jetzt bereit erklärt, den Namen des geheiinnisvollen Besuches der Karthäuser zu nennen; es ist Ma Sc u rau d, der Präsident deS republikanischen Ausschusses für Handel und Industrie. Die Kommission nahm indes die Angaben CendreS nur mit Zweifeln entgegen, da dieser den Eindruck der Unglaubwürdigkeit machte.
Japanische Verdächtigungen.
Tie Feindseligkeiten der japanischen Presse gegen Deutschland werden nachgerade typisch. Eine neue Probe dieser grundlosen Animosität ist die, gestern bereits in einem Telegramm er- wähnte, „Befürchtung" eines leitenden Blattes in Tokio, daß Deutschland dem russischen Port-Art Hur-Ge- schwader erlauben könnte, sich nach Kiautschou zu flüchten. .Dadurch'würde Japan wider Willen gezwungen sein, Deutschland als Verbündeten Rußlands anzusehen. Tie Abneigung treibt sonderbare Blüten. Trotzdem muß man noch die Kriegsnervosität in Japan in Anschlag bringen, um diese geradezu groteske Verdächtigung zu erklären. Selbstverständlich werden die Russen in Kiautschou kein Asyl finden. Teutschland har bisher der japanischen Negierung Feinen Anlaß gegeben, über Reutralitätsverletzung zu klagen, und wird dies nicht tun. Uebrigens sind die Japaner mit Port Arthur noch nickt soweit, um über das Schicksal der russischen Flotte sich den Kopf zu zerbrechen.
Wunsch, m Danzig geschaffen werden, und zwar in Ver- vrndung mit der dort neu errichteten Tech- nrschen Hochschule, sodaß Theorie und Praxis Hand rn Hand gehen. Im Bau von Kriegsschiffen und Ozeandampfern leisten die deutschen Ingenieure anerkanntermaßen vortreffliches. Sie werden ohne Zweifel auch auf dem Gebiete des Yachtbaues vollkommeneres erreichen und seegängige Fahrzeuge herstellen, die den englischen und amerikanischen gleichwertig sind. Zum guten Bvvts- materml aber gehört eine entsprechend ausgebildete Be- manmmg. Teutschland besitzt noch keinen Stamm von
Eine Iergimmung des Kaisers.
Die amerikanische Yacht „Jirgomar" hat in der letzten Juniwoche bei der Kieler R'g^tta die Kaiserp ach t ^Meteor" geschlagen, und bei der Wettfahrt fitel-, ^uuuvu^.i ®cfratfdrbe hat die englische Yacht „Brvnhild", ob- fabrikanten wohl fie wert zurücklag und eine volle Stunde später • startete, um eine halbe Stunde vor dem „Meteor"«,. — — —-------
die Ziellinie passiert. Die Travemünder, und nicht [""$55 ^7" .m ber Hauptsache die von den Verbanden ioeniger die Lübecker waren in schwerer Sorge. Der Kaiser Drahtmdustr^e befolgte Preispolitik und das Verhältnis hatte infolge dieser Niederlagen in den letzten Kieler Tagen des Absatzes im Inland zu dem Export und ferner die Frage incht mehr mitgesegelt, und das Gerücht war verbreitet, er der Konzentration der Industrie (Ausschaltung und Zusammen- ^alle nicht nach Travemünde kommen, sondern von Kiel legung von Betrieben) und die Rückwirkung der Kartell- direkt nach Swimnnünde gehen. „Jngomar" schnappte später bildung auf die Arbeiter- und Lohnverhältniste. Das Schwer-
.Hamburg dm Preis we^ und gewicht der Verhandlungen laq m den Auseinandersetzungen
gab und „Wendur" nicht gestartet hatte. «r führten, das emen
Am Samstag nachmittag erschienen aber doch in ? „9 etr7./>cr bestehenden Differenzen für die Zukunft er- Travemünde, von schwarzen Torpedobooten geschleppt, ^ffen laßt.
,,Meteor" und „Iduna", die beiden Kaiservachten. Als — Gemäß dem BundeSratSbeschluß vom 23. Juni schlug l'ie näher kamen, erkannte man auf dem 0)roßmast der Graf P osa d ow skv vor, daß nunmehr die Bundesregierungen ersteren den Stander des Großkonrmodore des Kaiserlichen der Resolution deS Reichstages vom 23. Mär, Folae neben Nachtklubs: der Kaiser war an Bord. ' —v "" v!- r r r - • 9
Dann kam der letzte Sam:tag, ein Tag, recht zum Segeln geschaffen. Sorme und reichlicher Segelwind. „Meteor" und ,^Jduna" blieben aber untätig an ihren Pfahlbündeln am Priwall liegen — man sagt, der „Meteor soll umgebaut werden, um eine andere Berechnung )er Segellängen zu ermöglichen. Der Kaiser ging jedoch, zur Freude aller Spvrtsmen, an Bord der „^yamlhtrg" und
cante mit. In der A-Klasse gingen „Jngoma^ und ,Lurm- burg" fast gleichzeitig über die Startlinie, fast auf die Sekunde mit dem Startschuß. „Jngomar" gewann einen kleinen Vorsprung, „Hamburg" blieb aber dicht auf. Bei dem zivar etwas böig gewordenen, jedenfalls aber ausreichenden Winde wurde die 25 Seemeilen lange Bahn glatt zurückgelegt. Jngomar" ging auch diesmal als Sieger durchs Ziel. Mit lauten Hurrarufen wurde !>er auf der Hamburg'" in die Trave einlanfende Kaiser empfangen. Er blieb noch eine Meile au Bord bet den Hamburger Herren, dami ließ er sich von seiner blauen Salon-! linasse nach denn ,^Jn,gomar"" bringen, und verweilte hier mit seinen Herren.
Tmmt ist # die Tagesordnung erschöpft. Minister Frhr. von Hammerstein verliest die Veriagungsurkunde, wodurch .beide Häuser des Landtags bis zum 18. Oktober vertagt werden.
Politische Tagesschau.
Die Fleischbeschau im preußischen Herrenhause.
Berlin, 4. Juli.
Auf der Tagesordnung steht zunächst der mündlicl)e Bericht der Agrarkommission über den Enttmirf eines Gesetzes ziir Abänderung des F l e i s ch b c s ch a n g e s e tz e s. Graf Fink von Finkenstein als Berichterstatter empfiehlt Annahme des Antrages. Tie Kommission hat den Entlvnrs mit 13 gegen 7 Stimmen angenommen. Oberbürgermeister Becker-Köln erklärt sich gegen
Aer Krieg zwischen Japan und Wußland.
Kriegswiuter.
Eine Meldung des Reuterschen Bureaus aus Liaujang vom 3. Juli besagt, da den Operationen im Felde durch die Regenfälle ein Ende gesetzt worden ist? sei Kuro- patkin nach Haitscheng zurückgekehrt. Tie Meldung, daß die Russen denTaling-Paß (bisher ist er stets „Talinpaß" genannt worden) wieder genommen haben, ist verfrüht. Weder die Japaner noch die Ruffen könnten an den Paß in genügender Stärke herankommen, um die tatsächliche Besetzung desselben auszuführen, da tiefer Schlamm die Fortbewegung der Geschütze und des Trains unmöglich mache. Tie beiden Armeen befänden sich nunmehr im Biwak auf beiden Seilen des Passes.
Trotzdem liegt heute vom Kriegsschauplatz folgendes Telegramm vor:
Petersburg, 4. Juli. Wie General Ssacharow dem Generalstab vom 3. Juli meldet, wurde am 2. Juli in der Umgebung .von Kaitschou festgesteNt, daß die Vorpostenabteilungen des Gegners sich nach Süden zurückzog e n und eine 14 Werst lange Linie nordöstlich von Sseniut- schen besetzten. Tie Station Sseniutscknn wird von einer japanischen Jnfantrrieabteilung besetzt gehalten .In der Umgebung von Sseniutschen zogen die Japaner mindestens eine Division zusammen. Wie gemeldet wird, stehen in der Umgebung von Ssiujan _ gegen 50 000 Japaner. Bei dem Talinpaß hat der Feinds seine bisherige Stellung inne und rückt nicht weiter nach Haitscheng vor.
Berlin, 4. Juli. Die Meldung der ^Daily Mail^, wonach Kaiser Wilhelm, von einem deutschen Geschwader begleitet, den Besuch deS Königs von England im August d. J§. erwidern soll, wird der „Nat.-Ztg.^ von unterrichteter Seite als unbegründet bezeichnet.
Die Japaner leugnen und klagen an.
Tokio, 4. Juli. (Amtlich.) Es werden Gerüchte verbreitet, daß am Abend des 12. Juni drei bei Litiatung liegen gebliebene russische Verwundete von der angreifenden lapanischen Kavallerie in roher Weise gemartert worden seien, aber nach dem amtlichen Bericht des Generalstabchefs der zweiten Armee hat am 12. Juni nirgendwo weder eine Schlacht noch ein Zusammenstoß von Kavalleriepatronillen st a t t g e f u n d e n. In der Schlacht in der Rähe von Wafangtscheng am 15. Juni behandelten die russischen Soldaten unsere Gefallenen und Verwundeten grausam. Tie verwundeten russischen Offiziere und Soldaten, die gefangen genommen worden sind, zeigrn sich im höchsten Grade gerührt von der aufmerksamen Behandlung, die wir ihnen unsererseits stets zu teil werden lassen. Von den Leichen der Feinde wurde nicht eine einzige, wie fälschlich berichtet worden ist, auf irgend eine Weise verstümmelt: sie sind alle sorgst ig beerdigt worden. — Ein weiterer Bericht des Oseneralst < v f>cfs der zweiten Armee besagt, daß am 15. Juni sechs Kundsckmfter des 18. Artillerieregiments bei Jengtsuschon ein Scharmützel mit 15 feindlichen Kundschaftern hatten und daß, als unsere Leute getötet waren, die Feinde mit demBajonett nach Augen und Mund des Toten stießen und ihnen die Börsen und Kleidungsstücke raubten. Am 27. Juni wurde ein Soldat des 3. Kavallerieregiments namens Kobayashi durch Schüsse von dem Feinde verioundet, als er auf einem ungefähr vier Kilometer nordöstlich von Hsunycktslieng entfernten Punkte Posten stand. .Sobald er vom Vserde gefallen war, umringten ihn etwa 20 Mann der feindlichen Kavallerie, durchbohrten ihn wiederholt mit ihren Lanzen.und ergingen sich in Roheiten, indemsie ihm e i n i g e K ö r p e r t e i l e a b h i e b e n. Unsere Kavallerie kam jedoch plötzlich hinzu und brachte den Leichnam an sich, wäbr-'nd der Feind floh.
Mobilisierung des ersten russischen Armeekorps.
Petersburg, 4. Juli. Tie vor einiger Zeit gemeldete Mobilisierung des ersten Armeekorps wird durch einen heute veröffentlichten kaiserlichen Erlaß bestätigt. Eine Reserveinfanteriebrigade und zwei Artillcriebrigaden mit entsprechenden fliegenden Parks werden aus dem ersten Armeekorps ausgeschieden und dem Kommandeur des 18. Armeekorps unterstellt. Dagegen erhält das mobilisierte Armeekorps Truppenteile aus anderen Militärbezirken.
Die Wegnahme eines englischen Dampfers dnrch die Ruflen.
London, 4. Juli. (Unterhaus.) Auf eine Anfrage betr. die Wegnahme des cnglifcb-cn Dampfers „A llant 0 n" durch die Ruffen erklärt Unterstaatssekretär Perey, es finde ein M e i n- unasaustausch zwischen der englischen Regierung und dem Botschafter in Petersburg statt, der um die Mitteilung einer offiziellen Erllärung über die Gründe der Verurteilung des Dampfers „Allanton" ersuchte Die Regierung höre, der Schifss- eigner tat Schritte, Berufung bei dem Oberprisen- gericht in Petersburg zu erheben. Somit werde die Regierung die Entscheidung des Gerichtes abwarten, um zu beschließen, welche Vorstellungen sie,, .falls es nötig sein sollte, bei der russischen Regierung in gehöriger Weise machen kann, wenn sie im Besitze aller Tatsachen ist. Percy erklärt, die Negierung h.abe keinen Grund, zu glauben, haß die Russen sich von Niutschw an g zu rückzog en; aber er schickte das Kriegsschiff „Espiegle" dorthin.
Die Verstimmung des Kaisers über die Mißerfolge bei den Wettfahrten erscheint begreiflich. Ist es doch des Kaisers Wunsch, daß Deutfthland auch auf dem Gebiete des Sports anderen Länderir sich zürn mindesten gewachsen zeige. Beim Segelsport mit) in der Pferdezucht aber ist diese Linie noch nicht erreicht; die wertvollen Preise ivandern hier wie dort ns Ausland. Immerhin muß berücksichtigt n>erden, daß i)tc Kaiserhacht „M ete 0 r" auf einer amerika- nischenWerftgebant worden ist, daß also die amerikanischer! Konstrukteure mit der Herstellung der noch vollkonnneneren Yacht „I n g 0 m a r" f i f c H> ft ae- chlagen haben. Fer,uer sei darmr erinnert, daß das klassische Land des Schiffsbanes, England, ans dem (Sic*, biete dec Yachtkonstrnktion an Amerika nicht heranreick)<t. Der englische Teehändler Thomas Lipton ließ es sich Millionen kosteir, den Amerika Pokal für Albion zu gewinnen. Jedesmal aber siegte die amerikanische Yacht über die des Sir Lipton, der schließlich von weiterem Wettsewerb Ab -1 land nahm. Der deutsche Yachtban ist im übrigen noch zu tunken Datums, um mit dem englisch amerikanischen konkurrieren zu können. Eine besonderePslege stüttc aber soll ihm, wie Verlaubes auf des Kaisers'
Wien, 4. Juli. Daß ,N. W. Tagcbl.^ signalisiert den Ausbruch einer Krisis in den türkisch-bulgarischen Beziehungen. Fürst Ferdinand verschob seine beabsichtigte Außlandreise. Tie Blätter in Sofia fordern energisch den Krieg gegen die Türkei. In bulgarischen Ossizierskreisen soll man den Krieg für unvenneidlich halten: sollte Knropatkin in Okta sie n eine Niederlage erleiden, so wolle man sofort losschlagen, weil dann eine russische Intervention auf dem Balkan auSgeschloffxn scheint.
Budapest, 4. Juli. Kammer der Abgeordneten. Der frühere Ministerpräsident Baron Banssu erklärte sich gegen daS Gesetz, betreffend die Ermächtigung zur Eröffnung Handelsvertrags - Verhandlungen mit Italien und Deutschland, weil der Abschluß der HandelSverträae Ungarn gegenüber CcfietTetd) in eine ZivangSlage versetze.
den Antrag, well er die Städte m hygienrscher und finanzieller Bezrehui^ sehr zu schädigen geeignet sei. Werde der Anttag Gesetz, so würden Metzger wie Händler von dem Recht Sn11 1 & -0er Madt Fleisch SU kaufen in umfangreichen
Maße Gebrauch machen. Wenn man auf der schleunigen Verabschiedung bestehe, dann könne man mit Recht den Vorwurf erheben, daß man in einseitiger Weise in vermeintlichem agrarischen Interesse ohne Rücksicht auf die allgemeinen Interessen vorgehe. Er bitte nur, den Antrag mit schriftlicher Berichterstattung noch einmal an die Konnnission zurückzuverweisen. Im Herbst könne man dann die Sache gründlich uiti> objektiv erörtern. Oberbürgermeister Struckmann -Hilixsheim: Wenn biefer Antrag keinen Stamm von
so. werde es den Städten außerordentlich schwer gemocht. tfrren L Prüfen ttne England mid jAänerrka. Mit der Zeü geietzlichen Pflichten über die llntersiichima von eingeführtem _^ber cruch hrer der Unterschied sich auSgleichen lassen Mrsch nachzukommen. Die Vorsckwisten über die Untersuchung ^ur Danzig Ware es auch wirtschaftlich von Bedeutung, des Fleisches werden so illusorisch gemacht. Man werde dadurch dort im Anschluß cm die Technische Hochschule eine m Jupande öurückgeführt, die früher einrn Schrei ber Entrüstung zentrale füri den Segelsport sich errtwickeln würde
erresit haben Oberbürgermeister Kirsch- Bei der Regatta Travemünde-Wgrne- n er-Derlm: Vielen (Ärunden, die für das Gesetz in der Kom-'-'"-^" ------- * -- — -warne-
Million geltend gemacht worden seien, lassen sich obiekrive und Vcrnunftsgründe überhaupt nicht gegenüberstellen. D^s Recht, das den Städtern erhalten und ausgebaut werden sollte, wird ihnen jetzt genommen. Es ist nur merk- wurdig, daß .die dringliche Geschäftslage immer treffe. In finanzieller Beziehung werdeii die Großstädte es aushalten können. Ten lleincn und mittleren möchte er schon jetzt raten, sich den Luxus der Schlachthäuser, die sie auf dem Gesetz fußend und von der Regierung häufig angeregt, errichtet haben, jn Zukunft zu versagen. Und in janitärcr Hinsicht: In großen Städten ist von einer wirksamen Kontrolle gar nicht mehr die Rede. Alle Fort- schrittc, die man in den letzten 20 Jahren auf diesem Gebiete m der Wilsenschaft, Technik und Erfahrung gemackst hat, sind für me großen Städte ausgelöscht, wir kommen wieder zirrück in dre Zeiten vor Errichtung der Schlachthäiiser. Er glaube nicht, baß der heutige Tag, wenn man den Beschluß fasse, in der inneren Geschickte Preußens ein glücklick)er Tag sein werde. Oberbürgermeister Wilms- Posen wendet sich ebenfalls scharf gegen das Gesetz, das eine schwere Versündigung gegen die Volksgesundheit;
bedeute. Ter Antrag wird gegen die Stimmen der Oberbürgermeister angenommen.


