Ausgabe 
4.7.1904 Erstes Blatt
 
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Permifcbtc».

* Köln, 2. Juli. Ein schwerer Unglüc^fall ereignete sich heute vormittag .in einem ftartfe an der Babnhofftraße. Zwei Dachdecker stürzten in die Tiefe und erlitten lebenSgefähr- kiche Verletzungen.

* Düsseldorf, 2. Juli. Die 23jährige Tochter des Guts­besitzers von Simmern in Unterbach kam mit ihrer Kleidung einem Spirituskocher zu nahe und etlitt schwere Drand- wunden, denen sie bald daraus .erlag.

* Zweibrücken, 2. Juli. ,Jn der Fabrik Anton Jpper wurde in vergangener Nacht ein junger Mann, der einen Ein­bruch verüben wollte, von dem Nachtwächter erschossen.

B e r l i n, 2. Juli. Bezüglich der in Kopenhagen feftgenom- mcnen Mädchenhändlerin Karoline Peterson alias Karoline Nielson wird mitgeteilt, daß die ein geleitete Untersuchung sich auf die etwaige Verschleppung deutscher Mädchen erstreckt.

Thorn, 2. Juli. Bei dem gestrigen militärischen Schießen verunglückten drei Kugelsucher aus Rudak. Dieselben waren im Besitze von Erlaubniskarten, hatten sich aber den Bestimmungen zuwider schon vor Beginn des Schießens vor das Ziel begeben, unb sich dort niedergelegt in dem Glauben, daß die Geschosse über sie hinweggehen würden. Sie wurden aber von einer Granate getroffen, wobei der Ar­beiter Bulder getötet, ein Marrn und eine Frau verletzt wurden.

*Straßburg ,2. Juli. Der seit kurzem kassierte Rechts­anwalt Richard Stadelmann in Mülhausen (Elsaß), über dessen Vermögen vorgestern der Konkurs eröffnet wurde, machte einen Selbstmordversuch Er atmete Gas ein und brachte sich durch Revolverschüsse schwere Verletzungen bei. Sein Zustand tft hoffnungslos.

* R o m , 2. Juli. T^r Dom vonPienza, einem Städt­chen in der Nähe von Siena, ist von Dieben schwer heim­gesucht worden. Die Einbrecher rissen 50 unschätzbare Minia­turen aus berühmten alten Chorbüchern heraus. Die Chorbücher waren ein Geschenk Pius' II. Der Raub ruft umsomehr Auf­sehen hervor, als erst vor wenigen Tagen Diebe in denselben Tom einbrachen, bei welcher Gelegenheit sie die Grüfte der gräflichen Familie Spalletti öffneten, um sich die in den Särgen befindlichen Kostbarkeiten anzueignen. Zahlreiche Verhaftungen sind bereits vorgenommen.

* Wien, 3. Juli. Aus PrzeworSki in Galizien wird gemeldet: Der Eisenbahn-Oberkondukteur Gadomski bemerkte auf der Fahrt von Krakau nach Dzieditz, daß eine elegante Dame mit einer Reisetasche im Begriff war, vom Trittbrett abzuspringen. Als der Zug zum Halten gebracht war, er­klärte die Dame, sie sei unwohl geworden und habe Luft schöpfen wollen. In dem Coup4, in dem sie geseffen, lag ein Herr in tiefem Schlaf. Es stellte sich heraus, daß der Passagier betäubt und seiner Barschaft in Höhe von 8640 Kronen beraubt war. Frau Wlodzimirska, die mit ihrem Verlobten Emanuel Barber im Sanatorium Fürth weilt, hat die schriftliche Duellforderung des Grafen Milewski entgegengenommen und infolgedeffen bei der Polizei den Antrag auf Wiederverhaftung des Grasen gestellt, trotzdem hat die Behörde dem Grafen die Erlaubnis erteilt, nach Rovigno zu reisen. Die Polizei kommt immer mehr zu der Auffaffung, daß der Graf das Opfer einer raffinierten Erpressung seitens der Wlodzimirska und ihres Advokaten ist. Aufsehen erregt hier das Verschwinden des Jagdschriststellers Dr. Hans v. Kadisch, der im Dezember beim Schwager de§ Zaren, dem Prinzen von Oldenburg, im Kaukasus eine Stelle als Hostagdleiter antrat. Seit zwei Monaten ist Kadisch verschollen. Alle briestichen und telegraphischen Anstagen an ihn sowie an den Prinzen blieben unbeantwortet. Kadisch lebte längere Zeit in Berlin und hielt sowohl in Deutschland als auch in Oesterreich Vorträge über seine abenteuerlichen Erlebniffe im Wildwesten Amerikas. Kadisch, der Sohn eines verstorbenen Generals, ist Doktor der Medizin und Philosophie und Verfaffer vieler Jagdwerke und Romane.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Von der Börse. Der zu Ende gegangenen letzten Woche dieses Semesters fehlte es an bedeutungsvollen Momenten. In ihr wurden besonders ausländische Rentenwerte bevorzugt: vierproz. gemischte Argentinier erreichten 80% im Kurse und 97% wurden für 5% Argentinier erzielt. Ebenso waren alle übrigen ausländische Rentenwerte sehr fest, dagegen bestand fast kein Interesse für hei­mische fonds, obwohl doch eigentlich die Vermehrung des Kapitals der preußischen Seehandlung aus den heimischen Rentenmarkt stimu­lierend wirken sollte. Bank-Aktien wurden in der vergangen Woche zu besseren Preisen gekauft, besondere Aufmerksamkeit wandte die Spekulation Nationalbank-Aktien und Disconto-Commandit Anteilen zu. Nach der Generalversammlung der Deutschen Bank wurden die

Aktien dieses Instituts bevorzugt. Große Nachfrage herrschte m1 Kohlenaktren und besonders zuletzt in Eisenaktien, von welchen Laura und Bochum je co. 1% stiegen. Kaliaktien waren von der Speku­lation begehrt jn der Erwartung des Kali-Syndikats. Schiffahrts- Aktien waren im Anschluß an die Verhandlungen zwischen der der Cunard-Linie rmd Ballin sehr fest, m der Erwartung einer baldigen Beilegung des Tarifkrieges. Südafrikanische Werte waren schwankend. Schließlich stellte sich jedoch gebesserte Haltung in London ein, der man sich in Paris gerne anschloß, so daß die jüngsten Einbußen rasch wieder eingeholt wurden. Amerikanische Bahnaktien bewegten sich in steigender Tendenz.

Turin, 3. Juli. DerGazetta di Torino" zufolge sind infolge des Bankerotts des Bankhauses Fratelli Cassinis il Cie. die Gebrüder Ferdinands und Giacinto Cassinis heute nachmittag verhaftet worden.

Markte.

)( Grünberg, 2. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt wurden verkauft: Korn, per Ztr. 7.00 Mk.; Kartoffeln, per Ztr. 2.503.00 Mk. Butter kostet 0.90LOO Mk. per Pfund, Eier per Stück 56 Pfg.

fo. Frankfurt a. M., 4. Juli. (Orig.-Telegr. desGießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise: Weizen Mk. 17.2500.00, Kurhessischer Mk. 17.2500.00, La Plata Mk. 17.0017.25, Kansas Mk. 17.7518.50, Roggen (hiesiger) Mark 13.0013.25, Gerste (Wetterauer) Mk. 15.0015.50, Franken­felder Mk. 15,7500,00, Hafer Mk. 12.2514.00, Mais Mk. 11.5012.00, Weizenmehl 0 Mk. 26.0026.50, 2. Qualität Mk. 24.00

bis Mk. 24.50, 3. Qualität Mk. 22.0022.50, Roggenmehl 0 Mk. 22.0022.50,1. Qualität Mk. 19.5020.00, Weizenkleie Mk. 9.00 bis Mk. 9.25, Roggenkleie Mk. 9.5010.00, Maiskeime Mk. 10.50 bis Mk. 10.75, Franken, Pfälzer, Ried Mk. 00.00000.0. Alles per 100 Kg. ab hier.

ko. Frankfurt a. M., 4. Juli. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt­preise. Zum Verkaufe standen: 563 Ochsen, 253 aus Oest­reich, 73 Bullen, 4 aus Oestreich, 676 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 0 aus-Oestreich, 176 Kälber, 198 Schafe und Hämmel, 1314 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 7274 Mk., 2. Qual. 6668 Mk., 3. Qual. 6063Mk.; Bullen l.Qual. 63 bis 65 Mk., 2. Qual. 6062 Mk.; Kühe 1. Qual. 7072 Mk., 2. Qual. 6567 Mk., 3. Qual. 6062 Mk, 4. Qual. 4749 Mk., 5. Qual. 0000 Mk. Kälber: 1. Qual. 7987 Pfg., Lebendgewicht 5052 Pf., 2. Qual. 7782 Pfg., Lebendgewicht 4649 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg., Schlachtgewicht 6065 Pfg., Schafe: 1. Qual. 7072 2. Qual. 6264 Pfg., 8. Qual. 0000 Pfg.; Schweine L Qual. 58-00 Pfg Lebendgew. 45 Pfg., 2. Qual. 5657 Pfg., Lebendgewicht 4400 Pfg., 3. Qual. 5052 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft bei Hornvieh gut, Ueberstand unbedeutend; bei Kleinvieh gut, kein Ueberstand.

Landwirtschaft.

Saaten st and im deutschen Reich Mitte Juni: Win­terweizen 2.4 (im Vorjahr 2.3), Sommerweizen 2.6 (2.4), Winterspelz 2.0 (2.1), Winterroggen 2.5 (2.4), Sommerroggen 2.5 (2L), Sommer­gerste 2.6 (2.3), Hafer 2.7 (2.4 , Kartoffeln 2.6 (), Klee 2.7 (2.4), Luzerne 2.2 (2.3). Wiesen 2.3 (2.2). 2 bedeutet gut, 3 mittel. Jn den Bemerkungen des Kaiserlichen Statistischen Amts dazu heißt es: Die Witterung des abgelaufenen Berichtsmonats war in dem größ­ten Teil des Deutschen Reichs für das Wachstum der Feldfrüchte wenig günstig. Die Winterhalmfrüchte haben noch verhältnismäßig wenig gelitten. Tas Sommergetreide hat unter der Ungunst der Witterung sehr gelitten; besonders die späteren Saaten wurden von der anhaltenden Dürre schwer betroffen. Stellenweise sind die Gerste- und Haferfelder vollständig abgestorben, auch Wurmfraß, besonders im Hafer, und Unkraut haben nicht selten zur Verschlech­terung des Standes beigetragen. Bezüglich der Kartoffeln hofft man, daß sie sich nach dem Eintritt günstigerer Witterung noch gut fort- entwikeln werden. Von Futterkräutern hatte in Nord- und Mittel­deutschland besonders Klee unter der Dürre und den kalten Nächten zu leiden, in den süddeutschen Staaten zeichnet sich der Stand der Futterpflanzen vorteilhaft aus, Luzerne hat sich widerstandshähiger gezeigt.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Der auf Mittwoch, den 6. d. M. verabredete Spaziergang der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde wird auf Donnerstag, den 7. ds. Mts. verschoben. Zusammenkunft 12 Uhr Bahnhof.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag den 5. Juli 1904: Nach vorübergehendem Aufklären neuerdings zrmehmende Bewölkung und Regen, besonders in Oberheffen, Temperatur wenig verändert, mäßig warm.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte.

Kpielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.

Vom 1. Juli bis inkl. 28. Juli bleibt das Opernhaus ge­schloffen.

Schauspielhaus.

Drenstag den 5. Juli, abends 7 Uhr: Zyklus klassisch«

Dramen:Wallensteins Tod/ ? 11OW

Neueste Meldungen.

Berlin, 4. Juli. Die fortgesetzten Angriffe, die der Overhofmeister der Kaiserin, Freiherr von Mirbach seit Wochen in der Oeffentlichkeit erkmlden muß haben auf dessen Gesundheitszustand so un­günstig ein gewirkt, daß Freiherr v. Mirbach die Absicht hat, die Enthebung von seinem hohen Hofamte zu erbitten. Jn Hofkreisen ist man der Ansicht, daß diesem Rücktrittsgesuche unter den obwaltenden Umständen stattgegeben werden dürfte.

Berlin, 4. Juli. Bei dem Rennen um das goldene Motorrad von Berlin wurde Robl Erster.

Breslau, 4. Juli. Von der russischen Grenze wird oberschlesischen Blättern gemeldet: Die No t in d en russi­schen Grenzgebieten ist unbeschreiblich. Infolge Ausfuhr von Lebensmitteln nach dem Kriegsschauplatz sind solche im Grenzgebiete kaum zu haben und schrecklich teuer. Da auch der Verdienst der Arbeiter bis' weit unter die Hälfte des früheren Lohnes gefallen ist, so können sie sich nicht mehr ordentlich er­nähren und sterben vor Hunger und Entbehr­ungen auf Straßen und Wegen.

Dessau, 4. Juli. Der in Untersuchungshaft befindliche Tischlergeselle Emil Ganser aus Berlin brachte einem Ge­fängniswärter mit einem Messer mehrere Stiche in den Kopf bei, floh dann in den Garten, kletterte am Blitz­ableiter in die Höhe und stürzte drei Stockwerke hoch herab/ Er trug schwere Ver l e tz u n g e n davon.

London, 4. Juli. .Ein Telegramm aus Grimsby berichtet: Das Dampfbvot Salaia traf hier ein, welches die einzig lieber* lebenden von 800 Passagieren des Auswandererschiffes Marge brachte, das am Rockhahn-Felsen am Mittwoch zerschellt und gesunken ist. Das Schiff war von Kopenhagen nach Mewyork abaegangen, lief jedoch nach Sonnen-Aufgang auf einen Felsen und sank sehr schnell. Acht Rettungsboote wurden hermtter- gelassen, aber infolge falscher Manöver wurden fünf gebrauchs­unfähig. Zwei andere mit Paffagieren gefüllt, konnten sich auf dem Wasser halten.

Paris, 4. Juli. Von der Rad-Rennfahrt rundum Frankreich kam die erste Etappe Paris-Lvon zur Erledigung. Sieger blieb Garin (467 Kilometer) in 17 Stunden 7 Minuten. Als Zweiter folgte nur 50 Meter zurück Pothier.

Wien, 4. Juli Der bekannte Schriftsteller und Zionist Theodor Herzl ist gestorben.

Petersburg, 4. Juli. D-erRuffkj Invalid" veröffeirt- lickt Meldungen über neue Kämpfe bei Port Arthur, worin es heißt, daß vier japanische Torpedoboote beschädigt worden seien.

Tokio, 4. Juli. Eins der hier erscheinenden Hauptblätter veröffentlicht einen Artikel betreffend die Neutralität Deutschlands und spricht die Befürchtung aus, daß Deutsch­land sich bereit erklärt hat, den Russen zu erlauben, den Hafen von Kiautschou anzulauf.en.

Telephonischer Kursbericht.

3%% Reichsanleihe . . 102.15 3% do. ... 90.35 3%°/c Konsole .... 101.05 3% do......90.40

V/e°/n Hessen .... 100.25 3% 96 Oberhessen . . . 99.00 4-6 Oesterr. Goldrente . 101.30 41 § 96 Oesterr. Silberrente 100.40 496 Ungar. Goldrente . . 99.90 40/> Italien. Rente . , . 103.90 4% 96 Portugieser . . . 61.80 3°/, Portugiesen. .... 61.00 196 C. Türken ....

Türkenlose .....130.60

4% Grieoh. Monopol.-Anl. ' 49.60 41', 96 Süssere Argentiner 44.60

Sty.j Mexikaner .... 27.70 41/e'/n Chinesen .... 89.70 Electric. Sehuckert . . . 103.00 Nordd. Lloyd . . . . 10195

Kreditaktien . . , . 202.00

Diskonto-Kommandit. . . 187.60 Darmstädter Bank . . 137.50

Dresdener Bank .... 150.50 Berliner Handelsges. . . 153J0 Oesterr. Staatsbahn . . , 135.75 Lombarden ..... 16.90 Gotthard bahn ..... 187.50 Laurahütte ...... 245.00 Bochum . ...... 187.30 Harpener......199.20

Tendenz: fest.

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Bekanntmachung.

Die Reparaturarbeiten an der Wage am Renstädterthor sind nunmehr beendet und kann die Wage von Dienstag den 5. Juli ab wieder benutzt werden.

Gießen, den 4. Juli 1904. 5776

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

I. V.: Curschrnann.

Bekanntmachung.

Ju das Handels - Register Abt. A wurde heute einge­tragen die FirmaAdolf Klein^ zu Gießen; Inhaber Kaufmann Adolf Klein daselbst.

Gießen, am 1. Juli 1904.

Großh. Amtsgericht. [5756

Versteigerung

Dienstag, den 5. Juli d. I., nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 dahier gegen Barzahlung:

a. 70 Gerüftstangen, 20 Dielen, i neuen Handwagen, 3 Speis­kasten, 6 Bütten, % Faß Fuß­boden-Oker;

b. 7 geschnittene Eichenstämme, 20 Mille Zigarren, 1 Kaffa­schrank, 1 Ladeneinrichtung, 1 Billard, 11 Kippwaaen, 100 Sack Zement und Möbel aller Art;

c. um 4% Uhr nachmittag-

1 Vertuow.

Versteigerung zu a und c bestimmt.

Sorn,

? Irschen, Heidel-

beeren und Gemüse zu bil­ligen Preisen zu bnben bei

Frau -erber, Ltndenplah

03784 im Laden.

Vergebung von Arbeiten ü.LicfttWkn.

Montag den 11. Juli, mittags 1 Nhr, sollen in dem Gemeindehause zu Rödgen nachstehende Arbeiten und Lieferungen öffentlich vergeben werden: veranschlagt zu Mk.

Maurerarbeiten 429,40 Liefern von Zement­

röhren 738,20

Liefern von Einfall­rösten 168,00

Gießen, den 4. Juli 1904.

Senßfelder, [5771 Kreisstraßenmeister.

MMei-Mais.

Donnerstag den 7. Auli, nachmittags um IV2 Nhr, soll ein der Gemeinde Rutters­hausen gehöriger, dienstab­gängiger, fetter Faselochtz auf der unterzeichneten Bürger­meisterei versteigert werden.

Ruttershausen, 4. Juli 1904. Großherzogl. Bürgermeisterei

Ruttershausen.

Klinkel. 5768

Submission.

Für unsere Klinik soll die Lieferung von Weißzeug- und Kleidungsstücken auf dem Wege der öffentlichen Sub­mission vergeben werden. Die Bedingungen und der Mi- nisterialerlaß vom 16. Juni 1903 liegen nachmittags von 3 biß 5 Uhr auf dem Ver- waltungSbureau offen.

Angebote, versiegelt und mit der AufschriftAngebot auf Weißzeuglieferung" versehen, sind mit den Mustern biß zum 30. Juli, vormittags 12 Uhr, zu welchem Zeitpunkte die Er­öffnung der Angebote statt­finden wird, auf dem Ver- waltungS-Bureau abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. 5690

Gießen, den 27. Juni 1904. Großh. Verwaltungs-Direktion der Universitäts-Augenklinik. ____________V 0 ssiuS.____________

Versteigerung

Mittwoch, beu *0. Inti d. IS., nachmittags 2 11 hr, versteigere ich Neustadl 55 dahier gegen Barzahlung: 5738

15000Verbandbinden, 13 Rollen Ledertreibriemen, 13 Rollen Wasser- und Hochdruckschläuche, 2800 Pesare, 121 Kilo Schnur und ASbestläden, chirurgische Instrumente undBeftecke, sowie einen Jnstrumentenschrank.

Born. GerichtSvollzirl)er.

Kaufmännischer Herein

Mittwoch den 6. Juli (statt Donnerstag) abends 8% Uhr:

Konzert

in den Kereinsgärten.

(Bei ungünstiger Witterung im Hause.)

Wir laden unsere Mitglieder mit ihren Familien hiermit dazu ein und bitten um zahlreichen Besuch. 5782

Der Vorstand.

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