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2.12.1904 Drittes Blatt
 
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General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

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zilwenig empfangenes Gelände, das Geldausgleichungsoerzeichnis über

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'schen Umversitätsdrirckerel. R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition u.Druckerei: Schulstr.7.

Tel. Nr. öl. Telegr,-Adr» i Anzeiger Gieße«,

zuwenig empfangenen Obstbaumwert, die Geldausgleichungsverzeichnisse über zuwenig empfangenes Gelände von den zur Feld­bereinigung Bettenhausen infolge Grenzregulierung zugezogenen Teilen der Gemarkungen Birklar und

Akten, nämliche

das- Geldausgleichungsverzeichnis über

Vermischtes.

* Die Walpurgis < cre r auf uem Brocken ist ver­boten morden. Hierzu schreibt Tr. Bruno Wa gen er int nationalliberalenHann. Cour." entgegen anderen Behauptungen, es sei durchaus nicht Mahr, daß das Fest gedroht habe, sich zu einem Rendezvous der großstädtischen Halbwelt auszuwachsen; es sei fast durchweg ein solides Publikum gewesen, das in der Walpurgisnacht auf dem Brockengipfel versammelt mar. ^er wahre Grund des Verbotes liege ganz anderswo. Wahrend früher ein kleiner Meis von Broaenfreundcn sich einfand und Die Nacht bei frohem Aecherktange feierte, wurde in den letzten Jahren die Feier in etwas größerem Maß'tabe, organisiert, man Uetz den Teufel und seine Großmutter mit humoristischen Reden aus treten und inszenierte einen harmlosen Hexensabbath. Und nun wurde die orthodoxe G c i st l i ch k e 11 ausmerNam. Man begann eine lebhafte Agitation gegen dieheidnische-' Walpurgts- feier als ob irgend jcmaiii) daran gedacht hatte, den alten Gottern Opfer darzubringen. In einer hannoverschen Zeitung erhob man sogar einen komischen Protest dagegen, daß ,eine Person aus der Bibel" verhöhnt würde. Wer war denn diese Person aus der Bibel Der Tcusel! Tann sollte man, meint Tr. Wagener, nur gleich' verlangen, daß GoethesFaust" konfisziert würde, weck darin auch der Teufel auftritt. Das wäre ben Herren natürlich aucl) das Liebste. Ta sie das aber nicht erreichen rönnen, brechen sie eine Lanze für diebiblische Persönlichkeit", den 'Teufel und eine Großmutter, die auf dem Brocken Reden halten. Ties sind, nach Tr Wagener, die Grunde, weswegen man die Walpurgis­seier auf dem Brocken, deren Ausgestaltung irn Goetheschen Sinne schon für das Jahr 1905 ins Auge gefaßt mar, so unbequem emp,and und sie bekämpfte. _____

Ligen Tage ab begann, wie dies schon in den letzten Jahren der Fall war, wegen der jetzt herrschenden Dämmerung der Vormittagsuterricht an sämtlichen Landschulen um 8 y2 Uhr. Diese Verschiebung dee Anfangszeit des Unterrichts dauert, wie auch in den Vorjahren laut Verfügung der Königs. Regierung zu Coblenz bis zum 1. Februar.

tz-errqrsjaai.

Görlitz, 30. Rov. Tie Strafkammer verurteilte den Arbeiter Gattig aus 'Weißwaiier wegen M a s e st ä t s b e l e i d i g u n g zu 4 Atonalen Gefängnis. , ...

Leipzig, 1. ^ez. ^.as Reichsgericht verwarf die Revision des Bantiers Wut ff, der um 11. März d. I. von dem Landgericht in Dortmund wegen wissentlich falscher Darstellung der Vermögenslage der in Konkurs geratenen T ortmunder >0 a n d e t s b a n i in drei Fällen n einer Zusatzstrafe von a ch t o n a t e n Zuchthaus und 4500 M ark Geldstrafe verurteilt war. __

Aus Stadt und Sand.

Gießen, 2. Dezember 1904.

** Personalien. S. K. der Großherzog haben dem Kriegergräberwärter Konrad Volkmann zu St. Privat die Silberne Medaille des Ludewigsordens verliehen.

** Die allgemeine Sterbekasse Gießen hält am Sonntag, dem 4. Dezember, nachmittags 4 Uhr imGam- brinus" ihre ordentliche Hauptversammlung ab. Die wichtige Tagesordnung (u. a. wird über die abermalige Erhöhung des Sterbegeldes beraten) erfordert ein zahlreiches Erscheinen der Mitglieder, weshalb an dieser Stelle nochmals aut die Ver­sammlung aufmerksam gemacht wird.

§ Großen-Lrnoen, 1. Tez. Nachdem man schon seit einigen Jahren die Wiederherstellung unserer Kirche plant, ist jetzt endlich ein Kostenanschlag der Re­novierung von einem Architelten ausgestellt worden, wo­nach ca. 26 000 W. erforderlich sind. Gineti großen Teil dieser Kosten wird die Kircheurasse übernehmen, während die Gemeindevertretung ebenfalls eine größere Suntme bei­tragen will. Der Kirchen- und Ortsvorftand haben sich in Eingaben an die 1. und 2. Standetammer und die Re­gierung gewandt und um einen Beitrag zu den Baukosten aus Sraarsmitteln nachgesucht. Die Kirche ist die alte st e Kirche in Ober!) ess en, wenn nicht in ganz Hessen und eine der ältesten Deutschlands. Um das Jahr 9 2 0 bis 950 n. Ehr. ist sie von schottischen Atönchen erbaut worden und zwar in Basilika- oder Kreuzstil. Das Gottes­haus steht aus einem Hügel, den vorher ein heidnischer Götzentenipel krönte. Teile der Bild Hauer arbeiten, nament­lich am tzauptportal, deuten noch aus die vorchristliche Zeit hin, aus der sie auch jedenfalls stammen. Mit der Kirche entstand gleichzeitig dabei der Ort Großen-Linden, sodaß Ort und Kirche auf ein fast tausendjähriges Be­stehen zurückblicken. Grund- und Umfassungsmauern, Türme und Portale stehen noch wie sie gegründet wurden. Ter Hauptturm zeigt auch noch die Fenster im Basilikastil, während diese im übrigen Teil der Kircy-e der Zweckmäßig­keit halber geändert wurden. Besonders schöne und gut erhaltene Bitdhauerarbeiten zeigt das Hauprportal an der Westseite der Arche. Zahlreiche Kunst- und Altertums- jreunde haben diese besichtigt und bewundert. Schon in den ältesten Urkunden des Klosters Lorsch werden Stadt und Kirche Großen-Linden erwähnt. Tie älteste Glocke ist 451 Jahre alt und trägt die Jahreszahl 1453. Philipp der Großmütige, der bekanntlich ost in Gießen residierte, hat 1561 gelegentlich einer Renovierung des DachwerkS das Holz aus seüten Gießener Waldungen zugewiesen. Der Tenkmalpsleger Pros. Walde- Darmstadt hat das Gottes­haus wiederholt besichtigt. An der Kirche haben sich be­sonders im Hauptturm seit Jahren bedenkliche Risse ge­zeigt. Im Innern des Gotteshauses ist ein Umbau des Schisses und des Chors erforderlich.

4- Grüningen, 1. Dez. Herr Georg Hrch. Bender wurde als Stiftsrechner der Ad. Jsheim'fchen Stiftung verpflichtet und in dieses Amt eingeführt.

Offenbach, 1. Dez. Bon Lieh vom Besuche seiner hohen Braut kommend, ttaf der Großherzog in einem von höheren Bahnbeamten geführten Exnazug gestern nach­mittag um 3 Uhr 30 Min. in Begleitung des Oberstall­meisters und Kammerherrn Fahr. v. Riedesel am Bebraer Bahnhof ein, begrüßt von den Herren Kretsrat v. Hvm- bergk zu Bach, Oberbürgermeister Brink, Oberst Ochwabt, Kreisamtmann Gennes und Kreisamunann Emmertmg. Nachdem der Fürst, der ebenso wie sein Begleiter in Zivil war, die Herren in huldvollster Weise begrüßt hatte, begab er sich nut ihnen durch den Fürstensalon zum Bahnhofs- platz, wo er von dem sehr zahlreichen Publikum nut Hocy- und Hurrarufen empfangen wurde. Daun ging die Fahrt in zwei Wagen durch die mit Flaggen reich geschmückten Straßen zur Toiletteseifen- und Parfümene- s a b r i k v o n G u st a v B o e h m in der Sprendlingerstraße. Am Tor der Fabrik stellte Herr Kreisrat v. Hombergk die Inhaber Theodor und Gustav Boehm dem Großherzog vor. Im Privatkontor, wo die nächsten Familienangehörigen ver­sammelt waren, überreichte Frl. Schmaltz mit einigen sinnigen Versen einen Blumenstrauß, über den sich der Fürst ehr freute, wie er sich auch in liebenswürdigster Weise mit den Anwesenden unterhielt. Bei dem Rundgang durch die Fabrik nahm der Fürst zunächst eingehend die Seisensabri- kation in Augenschein, wobei er sich ganz besonders für Die neue Art der Seijentrocknung und für die Maschinen und Pressen zur Herstellung der ^eifenstücle interessierte. Nacht minder beachtet wurde die Parfüm, abriluiion, die Lager­räume für alkoholhaltige Parfümerien, die Rohprodukte, die künstlich hergestellten Riechstosse und die vom Ausland ein geführten Stosse, wie Mojchus und Zibeth, ferner du Gläser-Schwenk- und Füllräume, die Packereien und die

M buit mir (inner einen Storch!

Fay's ächte Sodener Mineral - Pastillen haben meinen merj Katarrh wahrhaNig bis auf die letzte Spur verjagt 1 'Jian | I soll's nicht denken, wie viel die prächtigen Ringer nutzen. Bi Gellern tonnte ich nut jedem Köter um die <tette bellen III und heule? Brusl, Hals alles trei^bcr Magen m Ord- I > nnngl Bon jetzt ab kommen mir tfayS eoOcuci iud)t Bl« nicliv NUS bev Laich«. P«r ed)«id,icl zu 8» P's> überall ^u haben. VA all aehte am den viamen »pay .nv ,

Musterzimmer mit den je nach den Ländern, wofür die Ware bestimmt ist, verschiedenartigen Packungen. Das leb­hafte Interesse des Fürsten fand eine große Landkarte, auf der die über die ganze Welt verstreuten Llbsatzgebiete der Firma farbig eingezeichnet waren. Die Besichtigung dauerte über eine Stunde. Ganz besonders erfreut war der Groß­herzog Über einen Blumenstrauß, der ihm beim Verlassen der Fabrik von 's en beiden kleinen Knaben des Herrn Th. Boehm übergeben wurde; der Fürst, der ja als Kinderfreund bekannt ist, unterhielt sich längere Zett in herzlicher Art mit den Kleinen. Vtach kurzer Fahrt durch die Louisenstraße war die in der Geleitsstraße gelegene Taschenbügel- und Phantasie-Metallwarenfabrik von E. Ph. Hinkel erreicht. Auch hier bewies der Großherzog, der ich durch sämtliche Räume führen ließ, ein erstaunliches Jn- eresse für die verschiedenen Fabrikattonszweige. Er sprach viele Arbeiter an nnd ließ sich von ihnen die Einzelheiten' der Herstellung dieses oder jenes Gegenstandes genau er­klären. Erst nach U/2 Stunden war die Besichtigung der Fabrik beendet. Nachdem der Großherzog den Inhabern seine größte Anerkennung für das Gesehene ausgesprochen hatte, begab er sich in die Wohnung des §errit Kreisrats v. Hombergk. Tas Abendessen zu 20 Gedecken dauerte bis gegen 7 Uhr, und 10 Minuten nach 7 Uhr erfolgte die Ab­fahrt nach dem Konzertlokal, um dem Festkonzert des Turnersängerchors anzuwohnen. Dort wurde der Landesherr mit Jubel begrüßt, worauf ein in einer Hymne ausklingender, schwungvoller und gehaltreicher Prolog, ge­dichtet von Dr. Eduard Otto, Direktor der höheren Mäd­chenschule, eindrucksvoll von Frl. Gertrud Gluck gesprochen, der Tochter des Kgl. Musikdirektors August Glück, des Diri­genten der Turnersänger, folgte. Daß die musikalischen Darbietungen gut waren, bewies der lebhafte Beifall, welcher jeder einzelnen Nummer folgte und zu dem jedesmal der Großherzog durch Händeklatschen das Zeichen gab. Nachdem das Konzert beendet war, erhob sich der Großherzog und ließ die Vorsitzenden des Sängerchors, Herrn Karl Steuerwald und Lehrer Diehl, sowie Herrn August Glück zu sich ent­bieten. Er sprach ihnen die größte Anerkennung über die Leistungen des Ehors aus und äußerte, er wünsche, bald wieder einmal einem Konzert beizuwohnen, wenn möglich mit seiner zukünjtigen Gemahlin. Nachdem er sich^ auch die mitwirlenden Damen, soivie Herrn Redner und Herrn Direktor Dr. Otto halte vorstellen lassen, welch allen er seine hohe Bejriedigung über oeh schönen Abend ausdrückte, verließ er den Saal, begleitet von den begeisterten Hoch^ rusen des Publikums. Die Fahrt ging direkt zum Bahn­hof, von wo ttni halb 10 Uhr nach freundlicher Verabschied­ung von den Osjen'oacher Herren die Abfahrt nach Darmstadt erfolgte. (Ofsenb. Ztg.)

w. Aus dem Kreise Wetzlar, 1. Dez. Vom heu-

Muschenheim zur Einsicht der Beteiligten offen.

Einwendungen hiergegen sind bei Meidung des Aus­schlusses innerhalb der obenangegebenen Offenlegungsfrist bei Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen schriftlich einzu­reichen.

Friedberg, den 28. November 1904.

Der Großhtr.rgckche 6c tw reiuiguugskommissar: Spanier, Kreisamtmann.

ZUM 2. Arzemvcr 1904.

Gießen, 2. Dez.

Der heutige Tag ist ein bedeutsamer hundertjähriger Gedenktag für die Geschichte Frankreichs, ein trüber Er­innerungstag in t>er Geschichte Deutschlands. Am ... De­zember 1804 erhielt die Kais erpr o kl am atron des französischen Usurpators Bonaparte die kirchliche Weihe. Diesem Krönungsackle war im Kriegslager zu Boulogne ein militärisches Schauspiel vorausgegangen. Hier empiiug der abenteuerliche Imperator, auf einem eisernen Armstuhle sitzend, dessen sich -einst König Dagobert bedient haben soll, in der Mitte zwischen zwei unermeßlichen Kriegslagern, den Kanal und Englands feindliche Küste vor sich habend, die Huldigung feiner jubelnden Truppen wie vormals die Könige der Frankwi, die von ihren Soldaten auf den Schild erhoben wurden. Napoleons Rundreise durch die neu er­worbenen Rheinlande glich einem Triumphzuge. In M arnz wetteiferten die Wrsten Suddeutschlands, mit den über­schwenglichsten Phrasen der Unterwürfigkeit dem korjischen Emportömmling ihre Huldigungen darzubringen. Der deutsche Kaiser nahm den Titel eines Kaisers von Oe st er reich ani und löste damit das letzte Bawd, das ihn an das alte deutsche Reich fesselte. Preußen hatte nicht den Mut und die Beharrlichkeit, sich an die Spitze eines norddentschmi Bundes zu stellen, um den weiteren Zielen französischer Begehrlichkeit einen Damm entgegen­zusetzen. So iginy das abendländische Kaisertum vom Hause Habsbura an einen emporgekommenen Gewaltherrscher über, der sich ajls der Nachfolger Karls des Großen be- brachtete. _ .

Der bereits fast überall, mit Ausnahme von Rußland, England und Schweden erlangten feierlichen öffenttichen Anerkennung feines? neuen Ranges wollte der noch an den alten Formen festhalteude eitle Korse durch einen feier- lickien Akt der Krönung eine glanzvolle Weihe verleihen. Er erinnerte sich> daß Papst Leo einst auf das Haupt Karls des Großen eine goldene Krone gesetzt und ihn als römischen Kaiser ausgeruf'eu. Papst Pius VH. sollte dasselbe tun ?ür einen Kaiser, des,en Macht dee des Karolingers noch ui übertreffen suchte. Während Karl selbst nach Rom reifte, um etwa tausend Jahre vorher seine Krone aus den Händen des Papstes entEeuzunehmeu, sollte ^etzt der Papst nach der französischen Hauptstadt kommen, um den sranzosifchrn Usurpator zu tt. um >i. Und der Papst fand sich aus polt- tilrhen Gründen den it, die gefahrvolle Reise über die steilen Gebirgswege der Alpen am 5. November anzutreten. Am 15. November traf er in Fontainbleau mit Bonaparte zu-

ammen, und dieser zeigte eine berechnende Hochachtung gegen den kirchlichen Würdenträger, wie sie ein Karl der Große,sein Vorgänger", gegen Papst Leo nicht größer bewiesen haben mochte. Am 2. Dezember fand die Krön­ung in der alten DomkircheZu Unseren lieben Frauen" unter großem Gepränge statt. Der neue Kaiser legte den Krönungseid auf das Evangelienbuch und in der Form ab, in der ihn der Papst vorsprach. Doch zeigte nun der Akt der Krönung den Mann seines Jahrhunderts. Während einst der Statthalter Ehristi die Krone dem Kaiser aufs Haupt setzte, wollte Bonaparte öffentlich) beweisen, daß er eine neue Würde nur seinen beispiellosen Erfolgen ver- )anke. Er nahm die Krone selbst vom Altar und setzte sie ich auf, und ebenso krönte er seine Gemahlin. Herolde verkündeten, daß derdreimal glorreiche und hochgelobte Napoleon, Kaiser der Franzosen, gekrönt und eingesetzt sei".

Fünfzig Jahre später bestieg wieder ein Napoleonide nach Beseitigung der republikanifchen Formen den Kaiser­thron Frankreichs. Wieder dieselbe Begehrlichkeit wie unter dem 1. Korsen nach Deutschlands Gauen. Diesmal sand ich die deutsche Viation zusammen. Aus der blutigen Saat auf Frankreichs Gefilden erwuchs die deutsche Kaiser­krone. i

Bekanntmachung.

Unter dem Schweinebestand des Karl Schön zu Rutters­hausen ist ein Fall von Notlaufseuche festgestellt worden.

Gehöftssperre ist verhängt.

Gießen, den 30. November 1904.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

,_________________I. V.: Hechler__________________

Kekmmlümchung.

Die Rothlaufseuche unter den Schweinebeständen des Friedrich Pfaff und der Anna Schupp zu Lollar ist erloschen.

Die Sperrmaßregeln sind aufgehoben.

Gießen, den 30. November 1904.

Großherzogin ,a. i mt Gießen.

-_________I. V.: Hechler.___________________

Kekanntmachung.

Betr. r Viehseuche in Gemarkung Bettenhausen.

Die Rotlaufseuche unter dem Schweinebestand des Joh. Hch. Matthes IO zu Bettenhausen ist erloschen.

Die Sperre wurde aufgehoben.

Gießen, den 29. November 1904.

Großhcrzoq.! tzes Sire Warnt Gießen.

_______________& V.: Hechler._________________

Gießen, den 1. Dezember 1904.

Betr.: Neuausgabe der amtlichen Handausgabe der all­gemeinen Bauordnung.

Das Grotzherzosiliche Kreisamt Gtetzeu

s» die (Krvhh. B-Ürgermeiftereteu des Streife*,

Die von ihnen bestellte Neuausgabe der allgemeinen Bauordnung ist hier eingetroffen und kann auf unserer Re­gistratur gegen Zahlung von 80 Pfg. in Empfang genommen werden.

__________Dr. Breidert.________________________

Kekanntmachung.

Betr.: Feldbereungung in der Gemarkung Bettenhausen.

In der Zeit vom 6. Dezember l. Js. bis ciu= schließlich 12. Dezember l. Js. liegen auf dem Amts­zimmer der Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen folgende

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Die feinsten Neuheiten in Uhren, Juwelen Gold-, Silbersowie versilberten H ar en empfiehlt

Nv« 284 Drittes Blatt. 154. Jahrgang Freitag 2. Dezember 1904

Erscheint tSglich mit Ausnahme des Sonntags. jRP

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^Anzeiger viermal wöchemlich beigelegt. Der S iV WM W D W M, W W

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