Ausgabe 
2.4.1904 Zweites Blatt
 
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M. 78

Zweites Blatt

Uih-tiU ISgNch mit Ausnahme des Sonntags.

Eichener Anzeiger

General-Anzeiger, Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Eichen

Pie heutige Dummer umfaßt 16 Seiten.

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154 Jahrgang

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* tt! behiiibtit massen.

Portemonnaie mit Inhalt, 1 Zigarren-Etui, 1 goldene Brille, 1 dunkelblaue Matrosenmütze und 1 Zeugnisheft, auf den NamenJohanna Rosenkranz" lautend.

Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu

*

ti ^Eietzener Samillenblätter'* werden dem iJtnviger viermal wöchentlich beigelegt. Der eMidlt LaudwlrN erscheint monatlich einmal.

Samstag 2. April 1904

Rotationsdruck und Verlag der Brühl'sehen UniversttätSdruckerei. R. Lange, Gießen.

Redaktion, Expedition «.Druckerei: Schulstr.?.

Tel. Nr. 6L Telegr.-ÄLr.: Anzeiger Gteßea,

Der Gießener Anzeiger ist das weitaus am meisten gelesene Blatt nicht nur der ganzen Provinz Oberhessen, sondern auch in den benachbarten preußischen Kreisen.

Der Gießener Anzeiger ist ein freimütiges Blatt, das für die Interessen von Stadt und Land in gleicher Weise eintritt. Er unterrichtet seine Leser rasch und zuverlässig über alle politischen und übrigen Angelegenheiten.

Der Gießener Anzeiger verfolgt die wirtschaft­lichen Vorgänge mit besonderer Sorgfalt. Er steht im Be­griff, seinen Kursbericht wesentlich auszubauen und zu erweitern, so daß sich die Einsicht in jedes größere Kursblatt fortan erübrigt.

Der hessischen Landwirtschaft widmet der Gießener Anzeiger die gleiche Aufmerksamkeit. Er zählt zu seinen ständigen Mitarbeitern ein paar der hervorragendsten hessischen Landwirte, die bald im Hauptblatte, bald in der MonatsbeilageDer hessische Landwirt" über aktuelle land­wirtschaftliche Angelegenheiten das Wort ergreifen. Jeder Landwirt findet in diesen Artikeln mannigfache Belehrungen und Anregungen, die ihm wesentlichen Nutzen bringen. Bei dem heutigen schweren Existenzkämpfe muß

der Landwirt auch im Frühjahr «ud Sommer täglich seine Zeitung lese«,

selbst während der dringendsten Feld- und Ernte- arbeiten muß er sich die Zeit dazu nehmen. Tut er das nicht, so schädigt er sich selber mehr, als er selber wahr haben möchte. Er muß auch wissen, was im Reichs- und Landtage über landwirtschaftliche Dinge geredet und beschlossen wird. Im Gießener Anzeiger findet er auch den besten Aufschluß über die vorteilhafteste Verwertung aller seiner Produkte auf den Märkten Hessens und Frankfurts.

Zuverlässige Wettervoraussagen werden den Lesern des Gießener Anzeigers fortan täglich mitgeteilt werden, die für die Landwirte von besonderem Werte sind.

Bestellungen für das 2. Vierteljahr 1904 auf den Gießener Anzeiger nehmen alle Postanstalten, unsere Träger, unsere Zweigstellen und die Expedition Schulstraße 7 in Gießen an.

Vierßen, den 2. April 1904.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

I. V.: Roth.

Kckanntmachung.

der Zeit vom 26. März bis 2. April 1904 wurden fnr iit'iiiet Stadt

g Wunden: 1 Spazierstock, 1 Damen-Regenschirm, 1 Taschen­tuch, 1 Pelerine, 1 Herren-Ueberzieher und 1 Paar Glacehandschuhe:

oci; tlpuen: 1 goldene Damenuhr mit goldener Kette, 1

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- win>W Eine Weile hatten sie damit Erfolg, aber plötzlich (eiftePilln ibie Tibetaner auf Anstiften ihrer Führer Wider­stand-mb feuerten aus Luntengewehren. Einige eng- l i s cfäjt Soldaten wurden verwundet. In den darauf dim beiden Scharmützeln büßten die Eng - r t 2 M a n n ein. Tie Verluste derTibetaner

werdcm auf 400 bis 500 Mann geschätzt. Unter den Tmtc-: befindet sich ein tibetanischer General.

den Zusammenstoß werden folgende Einzelheiten geniiaili't:: Die Expedition des Obersten Vounghusband trat am :. pml mit ihrer unter dem Kommando des Generals MacÄoiM stehenden Eskorte den Vormarsch auf Gyangtse an kurzem Marsche traf man mit einem aus Lhassa entfcMIen General zusammen. Es wurden Verhandlungen gepfsti^ii. ' Vounghusband lehnte es ab, den Vormarsch ein» und riet den Tibetanern, sich dem Vorrücken der briti f-i Truppen nicht zu widersetzen. Der Oberst gab soda- MZcPfehl, die tibetanische Streitmacht aus ihrer Stell­ung, : sich quer zur Marschlinie der Engländer befand, roenr~ st rderlich unter Anwendung von Gewalt zu ent- serne.rr stste Stellung der Tibetaner wurde schleunigst völlig umzimi-'li.t Die britischen Offiziere, welche glaubten, alles sei v xbf.rc, ritten zur Versckanzung der Tibetaner empor. sRKki 'it wv., dieTibetan er ibre Schwerter und st tt r z-

ard Hanau. Im Jahre 1899 mit großer Stimmenzahl in die Stadtverordneten-Versammlung gewählt, war Hanau stets auf der Seite derjenigen zu finden, die, weder nach rechts noch nach links schauend, sondern gerade aus, ihr Mandat in. dem Sinne auffaßten, daß allen anderen Inter­essen voran dasjenige der Vaterstadt zu vertreten, Ehren­pflicht des Gewählten sein müsse. Im Gesamt-Kollegium, wie in den seine Arbeitskraft in hohem Maße in Anspruch nehmenden Kommissionen (Herr Hanau gehörte der Schlacht­haus-, der sozialpolitischen, der Markt-Kommission, sowie der Kommission zur Prüfung der Bedürfnisfrage für Ge­suche um Wirtschafts-Konzession an) brachte er mit Ersr.lg seine ihm lediglich von der Pflicht des Eintretens für das Allgemeinwohl diktierten Ansichten zur Geltung, und zeigte sich als Freund entschiiedenen Fortschritts. Schmerz­lich muß es ihn, und auch seine Kollegen im Stadd» Vorstande berührt haben, als eine schleichende Krankheit ihn nötigte, sich Schonung aufzulegen, und wenn es auch in den letzten Wochen schien, daß Wendung zum Besseren eintrat, so hat der am gestrigen Tage eingetretene Tod bekundet, daß diese von seinen Mitbürgern und Kollegen gehegte Hoffnung sich nicht erfüllte. Dem Vertrauen, das $err Hanau als Stadtverordneter genoß, entsprach das Vertrauen seiner Glaubensgenossen, in deren Gemeinschaft er lange Jahre das Amt des Vorstehers der Landjuden­schaft bekleidete. Sein Bestreben, dem Ganzen zu dienen, drohende und vorhandene Gegensätze in staats- und ge­meinde- und glaubenspolitischen Angelegenheiten auszu­gleichen, sichert dem Heimgegangenen ein ehrendes Aw- denken.

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l'.even, den 31, Eii >ßherzogl. Crett.-: @t05.

Das erste evglische Hefecht in Tibet.

Arn» Reuterschen Bureau wird aus Tuna vom 31. März üb em lir: ernsthaftes Gefecht gemeldet, das zwischen der briti Mm Expedition und Tibetanern stattfand. In zwei TresWwurden die Tibetaner mit schweren Verlusten uri Äcworfen und ihr Lager bei Guru genommen. Weiter he i'Mi dieTimes" über die Expedition, daß Oberst o miitg ousband und General Macdonald von stin tr nter nordwärts vordrangen und vier Meilen davon mit i li- mischen Führern zusammentrafen, die auf dem chick^; i)er Expedition bestanden. Die Engländer setzten desse n erachtet unter Dounghusband ihren Vormarsch fort und inriihten sich die Tibetaner gütlich zum Abzüge zu

Aus Stadt und Sand.

Gießen, den 2. April 1904.

** Steuerzettel. Den Schutzleuten wurden heute morgen die Steuerzettel für die nächste Steuererhebung aus­gehändigt eine nicht gerade sehr frohe Osterbotschaft!

** Stadtverordneter Eduard Hanau t- Mieder hat der Tod eine schmerzliche Lücke in die Reihe der Männer gerissen, die das Vertrauen der Mitbürger zur Wahrung der Interessen unserer Vaterstadt besessen. Menn je einer, der dieses Vertrauens gewürdigt wurde, dasselbe in vollem Maße gerechtfertigt, so war es Edu-

?ti Krieg zwischen Japan und Nußland.

Da8 Gefecht bei Tschongdschu.

Lianjang meldet vom 31. März die Rufs. Telegr.- lq : Zusammenstoß mit den Japanern in No dforna bei Tschöngdschu, der mit einem Siege der r u issji s ch e n Waffen endete, hatte für die Japaner - e iwnnuif größere Verluste im Gefolge, als für b i i?! Muffen. Nach koreanischen Meldungen beerdigten die, Zot aner gegen 50 Tote. 120 Verwundete wu cÄ,n mit Hilfe von 500 Koreanern zur japanischen Haupt- nta :tril 'n i ordert. Tie Verwirrung der Japaner war so loaß sie zwei Fahnen des Roten Kreuzes aushängten, zunnn.Köhen, daß sie sich ergäben. Eine der ar tig e V er- wi mirtß in den Reihen der Japaner ist im Kriege m i .ttH in a n i cht zu tage getreten. Tie in Liaujang ftchiectr (mff.) Truppen wurden durch die Meldung über das' nfti glänzende Gefecht in Korea in große Begeisterung Versal.

fine Tokioer Drahtung desDaily Ehronicle" be­sag! ' 7 cas Gefecht außerhalb Tschöngju fand zwischen dem ei |t \'üS( g im ent der Baikalkosaken unter Führung des rn'<r. : n (o und der japanischer! berittenen Kaisergarde statt. Tie ist st ab und begann den Angriff. Die Ko saken zogen sich', kick Singtschöng zurück. Sie hatten acht Tote.

.^panische Privatnachrichten besagen, die japani­sche ppen hätten, nachdem sie am 28. März die Russen ans 7ck!oengdschu verdrängten, einen Tag Rast gemacht und |:i;ia am nächsten Tage nach Joengtschu vorgerückt, von - : iic nach einem kurzen Gefecht die Russen w c Lite nachNorden drängten. Die Russen zogen sich aus Unsan zurück.

ten sich auf b ie Engländer, worauf ein scharfes Handgemenge folgte. Die Tibetaner waren aber alsbald einem scharfen Feuer ausgesetzt, worauf sie zurück- wichen und die F l u ch t ergriffen. Die Flüchtigen kamen noch unter das Feuer der Gurkhas und der Artillerie und erlitten schwere Verluste. Gleichwohl leisteten die Tibetaner noch ein zweites Mal hartn cickiaen Widerstand bei Guru. Schließlich wurden sie jedoch in vollkommener Verwirrung aus ihrer Stellung vertrieben. Von 1500 Tibetanern ist nur etwa die Hälfte entkommen. Aus der Art, in der die Tibe­taner kämpften, war ersichtlich, daß ihre Niederlage nur ihrer unzulänglichen Bewaffnung, nicht etwa dem Mangel an Mut zuzuschreiben ist. Einzelne gingen noch mit acht oder neun Wunden im Körper zum Angriff vor.

Lo n b o n, 1. April. Eine heute veröffentlichte amtliche Depesche über das Gefecht mit den Tibetanern bestätigt die bereits bekannt gewordenen Einzelheiten. Sie besagt, daß Engländer mir einige Verwundete hatten, während der Verlust der Tibetaner 300 Tote und zahlreiche Verwundete betrug und auch viele in Gefangenschaft gerieten. Die Meld­ung erwähnt ferner, daß die Tibetaner sich weigerten, ihre Waffen zu übergeben und dem Versuch, sie zu entwaffnen, Widerstand entgegensetzten, indem sie die Truppen mit dem Schwert und mit ihren Gewehren angriffen, worauf die Engländer das Feuer erwiderten.

Uever lalle im Mu-Kuinea-Schuhgebiet.

Nach Telegrammen deS Gouverneurs von Neu-Guinea ist der australische SchoonerWill" auf den Adrni- ralitätSinseln von den Eingeborenen genommen worden. Die Besatzung wurde zum Teil getötet. Euro­päer sind nicht darunter. Die Bestrafung erfolgt durch den KreuzerCondor". Ferner wurde auf der Durouinsel /nördlich von Kaiser Wilhelmsland) die Station der Firma Hernheim s. Co. überfallen, wobei der Händler Reimers und zwei Chinesen getötet wurden. Eine Strafexpedition erfolgt nach der Rückkehr des Gouverne­mentsdampfersSeestern", der sich augenblicklich beS Dockens wegen in Hongkong befindet.________________________________

Nevcr die Eröffnung der Aahn Nutzbach<Lich finden wir heute in derButzb. Ztg." einen längeren Artikel, dem wir folgendes entnehmen:

ImHessischen Hof" in Butzbach sand au8 Anlaß der Eroff' nung ein Festessen statt, an dem weit über 100 Personen teil­nahmen. Die Blirgermeister, Beigeordneten und Ortsvorstände aus allen Stationsorten (mit Ausnahme von Lich) waren er­schienen. Auch der Butzbacher Stadtrat war durch sieben Mitglieder vertreten.

Wörtlich fährt dann das Butzbacher Lokalblatt fort:

Die Eröffnungsrede beim Festessen hielt Landtagsabg. Jo u tz, der in scharf markanten Worten die Wichtigkeit und Bedeutung der eingeweihten Bahn hervorhob, einige geschichtliche Momente, die gleiche Strecke betreffend, au« den 60er und 70er Jahren des ver­flossenen Jahrhunderts erwähnte und betonte, daß er nach wie vor die Interessen des Wahlkreises aufs beste und tatkräftigste vertreten und auch stets für Erstrebung weiterer Bahnlinien nach Wetzlar bezw. UsingenIdstein un­entwegt eintreten werde. Redner feierte unseren Gros; herzog, der als ein äußerst wohlwollender Landesfürst für alle nutzbringenden Neuerungen und Fortschritte ein reges Interesse hege, und schloß mit einem begeistert mitgenommenen Hoch aus Se. Kgl. Hoheit. Die Musik intonierte die Nationalhymne und stehend fang die Fest­versammlung den ersten VerS mit.

Herr Gemeinderat Grauer toastete aufHerrn Joutz als den eigentlichen Schöpfer der Bahn.....

Ein großer Beifallssturm erhob sich, als Herr Bürgermeister Reu hl von Gambach die nachfolgenden Telegramme, die vor ihrer Absendnng erst die einstimmige Genehmigung der Ver­sammlung erhielten, verlas. Dieselben lauten:

An Se. Kgl. Hoheit den Großherxog von Hessen.

Beim Eröffnungsfestessen der Butzbach-Licher Bayn unter Vorsitz unsere- allverehrten Herrn Landtagsabgeordneten Joutz gestatten wir uns, Ew. Kgl. Hoheit den Dank der über hundert Teilnehmer der Feier für gütige Unterstützung des Bahn- unternehmens darzubringen.

Die Festteilnehmer im Hess. Hof. Großh. StaatSministermm Darmstadt.

lieber hundert Teilnehmer am Festessen zur Eröffnung der Bahn ButzbachLich unter Vorsitz deS allverehrten Landtags­abgeordneten Joutz möchten nicht versäumen, ihren Tank für die Unterstützung dieses Bahnunternehmens von so hoher Be­deutung Ihnen auszusprechen.

Die Festteilnehmer im Hess. Hof. Lenz u. Co., Berlin.

lieber hundert Teilnehmer des Festessens zur Eröffnung der Bahn unter Vorsitz des allverehrten Herrn Abg. Joutz freuen sich dankbar über die Eröffnung der Bahn.

Die Festteiln"hmer im Hess. Hof.

Herr Gemeinderat Helmes von Ober-Hörgern ließ in packender Rede nochmals Sie Verdienste des Herrn Abg. Joutz zu Wort kommen und hob hervor, daß es ihn gedrängt habe, als Mann vom Lande dies hier auszusprechen, um zu be­weisen, daß man auf den Ortschaften V e r d : e n st e gebührend zu würdigen verstehe. Herr Ioutz dankte und trank aus SaS Wohl von Butzbach und seiner Umgegend."

Mau ersieht aus diesem Artikel recht klar, wie trotz bei bekannten Landtagsinterpellation Herr Joutz heute noch in Butzbach basteht. Mr haben ferner an dieser Stelle zu erwähnen, daß Herr Joutz als Direktor der Butzbachs Licher Eisenbahn-Aktiengesellschaft nicht entlassen wor­ben ist. Inder Aufsichtsratssitzung am 24. v. M. trat der 2. Vorstand zurück und an dessen Stelle wurde Herr Regier- ungsrat und Baurat Mohr in Charlottenburg gewählt.

Gießen, den 2. April 1904.

B1»ir.: Die Unterrichtszeit in den Volksschulen.

M Großh. Kreisslhnlkommission Gießen

an die Schulvorstände des Kreises.

Gür beauftragen Sie, den Lehrern mitzuteilen, baß von deS neuen Schuljahres ab der Unterricht wieder all- gegurin nach Maßgabe der Normalstunbenpläne am Vor- ur-zrd Nachmittage zu halten ist. Die früher mit der ent» fp'lllchn.den Stundenverteilung genehmigten Pläne treten w r.pn in Kraft.

___________________Tr. Breibert.__________________________

Mmnntmochnng,

51!2 am 7. I. Mts. angeordnete Sperre der Wettergasse roecti hiermit aufgehoben.

. Gießen, den 31. März 1904.

Großherzogliches Volizeiamt Gießen.

Hechler.

Kunst und Wissenschaft.

2 t) 11 e 11 o n (Neuseeland), 1. April. Die Auffindung de§ heute hier eingetroffenen SüdpolarschiffesDiSeovery" durch die EntsatzschiffeMorning" undTerrandod" ist am 14. Februar 1904 erfolgt. Tie Entsatzschiffe waren am 5. Dezember 1903 von Hobart (Tasmania) abgegangen. An Bord derDis- covery" rourben alle Teilnehmer der Expedition beim besten Wohl­sein und in ausgezeichneter Stimmung angetroffen. Sie hatten sich den ganzen Wmter über mit der Bearbeitung des gewonnenen wissenschaftlichen Materials beschäftigt. Von den Ergebnissen der Expedition ist hervorzuheben die Feststellung, daß das Viktoria- Land sich in einer Höhe von 9000 Fuß fortsetzt und augenschein­lich ein ausgedehntes Festlands plateau darstellt. Es wurde ein neuer Weg nach Westen aufgefunden. In einer Höhe von 2000 Fuß wurde am Gletscher LebenSmitteloorrat niedergelegt.

^Ardeitervcmegung."

Laibach, 1. April. 1500 Arbeiterinnen der hie­sigen Tabakregie inszenierten wegen Entlassung einiger Ar­beiter, sowie wegen der geplanten Einführung von Zigaretten­maschinen, sowie anderer Maschinen große Demonstrationen, die aber später unterdrückt werden founten, nachdem man den Arbeiterinnen die Bewilligung ihrer Fordenrngen versprochen hatte.

Lille, 1, April. Hier kam es beute zwischen der Polizei und den Ausständigen, welche ihre verhafteten Genossen befreien wollten, zu einem Zusammenstoß. Durch einen der von den Ausständigen geworfenen Steine wurde ein Palizeikommissar am Kopfe verletzt.

Schisssnachrichtcii.

Red Star Linie, Vertreter Carl Retter, Gießen, Bleichstr. 8.

Der PostdamvferSwitzerland" der Red Star Linie" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 30. März wohlbehalten in Phila- elphia angekommen.