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1.8.1904 Zweites Blatt
 
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General-Anzeiger, Amts- vnd Anzeigeblatt für den Kreis Metzen.

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Extragrosse Tafel- n Snppenkrebse.

Carl Sohwaab, Hoidelikaiessenhandlung.

Montag 1 August 1904

Rotationsdruck and Verlag der Brühl Ich« Untversitätsdruckerei. R. Lange, Dietz«.

Redaktion, Expedition «.Druckerei: Schukstr.A» Tel, Nr. bl, Tetegr.-Adr. r Anzeiger Dietz«».

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erleben, daß die dtplornatischeu Beziehungen zwischen Frankreich und denr Vatikan abgebrochen werden.

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Aus HtM und Zand.

Gießen, den 1. August 1904,

* Personackien. Se. Kgl Hoheit der Großherzog haben Allergnädigft gerulst, am 23. Juli den außerordentlichen Professor bei der philosophischen Fakultät der Landes-Uni- versiM Dr. Joseph Well st ein zu Gießen auf sein Nach­suchen mit Wrkuug vom 1. Oktober 1904 aus dem Staats­dienst zu entlassen. Se. Kgl. Hoheit der Großherzog haben AüergnäLügst geruht, am 20. Juli ds. Js. den Hos- orgarnsteu und Hofkantor Karl M a gel in Darmstadt auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste nut Wirkung vom 1. August 1904 in den Ruhestand zu versetzen. Die Orgamstenstelle an der Großh. Hoskirche ist mit Allerhöchster Ermächtigung dem ReaLehrer Hugo Römer in Darmstadt mit Wirkung vom 1. August d. gs. übertragen worden.

** Der Dere.1^ FrohsLaM fttertc gestern sein lOjahri^cS Stiftungsfest durchs ein großes Gartenfest int neuen Saalbau, nachdem am SamStg.g eine Vorfeier statt- gefunden hatte. Nack>mtttagS war großes Garteukouzestt Der Kavelle des Hefigen ^tegiineuits. Dem sich abends twch- nrals Zöocnzert in Dem mit Lampions festlich erleud^tcieu Garten mit großem und prächth-em Feneuverk und benga- lifcher Beleuclstung anfchjloß. Den Schluß bildete ein durch eine sehr wirkungsvolle Lampll>tlSpotvnaist eröffneter Ball. Außerdem wurde tuxn Herrn Vnchocker ein fehl jchinwr Prolog gesprochen^ dem, sich cüy gxpße Leche lebender

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Aeutsch-SüLwesiafriLa.

v. Trotha meldet unter dem 26. Juli (infolge Ver­stümmelung deS Telegramms, verspätet eingegangen): Die Lage am Waterberg ist unverändert. Hamakari, Ol- jikaru und Omuweronme sind stark besetzt. Viehposten be­finden sich zwischen Osondjache, Omuweronme und süd­lich von Otjenga. Die Abteilung Fiedler erreichte am 2L Juli die Gegend von Otjüoarougo und Orupemparopa und klärt in der Richtung auf Otjenga auf. Das Detache­ment Volk mann steht bei Qtawi und beobachtet nach Süden gegen Waterberg, nach Norden gegen Hoais, woselbst der Owambokapitän Nechale seine LriegSlente versammelt halt. Die Abteilung Estorfs ist noch bei Otjahewita und stellte die Verbindung mit Volkmann her, der iHv Mais und Schlachtvieh aus Großsonteiu zusandte. Die Abteil­ung Hehde steht bei Ombuje-Wakuirx. Die Abteilung Müller marschierte der Werde- und Wasserverhältrrifse wegen nach ErinLr-Ongoahcre. Zwischen den Abteilungen Müller, Heyde und Estorff besteht eine gesicherte Verbind­ung. Vom 2. Feldregiment marschiert die 2. Kom­pagnie auf Konjatch die 6. Kompagnie folgt, das 2. Bataillon und die 7. Batterie erreichten^ mit Der vordersten Staffel Karibib. Die nach Naidaus bestimmte Kompagnie wird verstärkt, Führer ist Oberleutnant Graf Brockdorff. Das Hauptquartier geht demnächst zur Abteilung Muller vor.

Wie wohltuend und erhebend eine Negierungshandlung, die das allgemeine Interesse erstrebt und. Gegensätze in den Schichten der Bevölkerung anszugleich/en fuchh auf das Volksempfinden wirkt, haben wir jetzt zu unserer Freude tu unserem Hessenland erlebt Die Ministerialabteilnng für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe hat Stellung ge- lrommen zu der großen Aussperrung im Bauge­werbe, die sich über unser ganzes Großherzogtum er­streckt und Tausenden von Apbcllern und Arbeitgebern schwere.Schädigungen zu bringen droht Dieses Angebot der Vermittlung zwischen den Arbeitern und Arbeitgebern von der Regierung aus ist hocherfreulich und wird unserem Hessenlande zum Ruhme gereichert Ohne Zweifel wird dieser Schritt des Ministeriums^ dem beide Streittelle ent­gegenkommen werden, segen bringend wirken und mau wird erfahren, daß das Ministerium bei diesem liberalen Ver­halten durch verstäirdnisvollen unparteiischen Ausgleich der Jnteressenalllprüche eine nicht hoch genug anzuerken- nende sozialpolitische Tat vollbringt und sich damit das Vertrauen des Volkes erwirbt Da die Arbeiterpresse freudig die Annahme der Vernritllung anzunehmen er­klärt, wird der unhellvolle Zustand, daß in unserem Laude erne so enorme Zahl von Arbelleru feiert, nicht mehr llange dauern.

Irr einem größeren Streite, der allerdings keine Ver- auttlung erheischt, nänrlich dem französischen Kul­turkämpfe, steht die Entscheidung nahe bevor. Der MrnrsterpräsideM Eombes schellll entschlossen zu (ein, nun Trennung von Staat und Kirche einzuleiteu. In Ear- cassonne hat er u. a. erklärt:Es ist ein herzstärkendes | Schauspiel, eine republllänische Mehrheit dcur vereinten jiräftcn der Reaktioir trotzen, deren Drohungen verachten ^u sehen. Die großen! Linien unseres Programms sind bekannt: Vor allem uuD über allem die vollständige iVer- voeltlichmtg unserer Gesellschast durch den vollständigen Sieg Udes Laieugesetzes über das Kleritale." llnterdessen muß ar im Verlaufe der Angelegenheit Der beider Mschöfe sich Lnangelrehnt berührt fühlen, daß Bischof Lenordez von Drjon ihm untreu geworden ist uuD fiel}, nun Dem Papst unterwirft. Der Brschof von Dijon ist' auf einen neuen Mief des nardinalsiaatssekretärS Merry del Bal hin nach <3am abgereist Vermutlich ist dem Bischof Vergebung aller Sünden zugesichert worden, wenn er fiel), gehorsam zeigt; j ebenfalls scheint aber die Abseltdung dieses Brieses ui boen Augen des Ministerpräsideillen Eombes eine Verjchärs-

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DolMsche Wochenschan.

In diesen letzten Julitagen ist ein bedeutsames Werk Vollender worden, das zwar der Oeffentlichkeit bis heute Mrch ein geschlossenes Buch ist, cm das man aber bereits viele Erörterungen geknüpft hat, da es sich um nichts Geringeres handell, als um den Abschluß des heiß um- stritte neu deutsch-russis chan Handelsvertrags. Die Industrie wird nicht viel davon haben. In landwirt­schaftlichen. Kreisen freut man; sich über den Abschluß des Vertrags und wünscht, daß er möglichst bald in Kraft treten möge, damit der vorgesehene höhere Schutz für Ge­treide schon der diesjährigen. Ernte zuteil werden kann.

Das meiste Interesse erregten im Anfang diesen Woche ctod), die neueren Begleiterscheimrngen des russisch- japauischeu Krieges, namüch die Beschlag­nahme fremder Schiffe. Das letzte Wort ist in dieser Sache noch nicht gesprochen, da Rußland, obwohl es anfänglich England und DeutschlMld nachgiebig sich zeigte und auch seinen Hilfskreuzern im Roten Meere die Belästigung ftemder Schiffe verbot, auch neuerdings nicht willens scheint, verdächtige Schiffe einfach laufen zu lassen. Wahrscheinlich glaubt Rußland, gut informiert zu sein, daß Japan mancherlei Unterstützimg von Europa aus zugeht. Und daß Die Russen beginnen, den Krieg ernst zu nehmen, begreift man, werrn man Die Härte der Schläge ermißt, die diesem Volke durch die letzten; Kämpfe uuD Die Preis­gabe von Niutschwang zugefugt worden ifh

Auch in seinen inneren Angelegenheiten hat Rußland in dieser Woche bedeutsame Ereignisse zu verzeichnen. Der Mord des Ministers des Innern, Ple^we, mußte das Land in die größte Erregung versetzen Ob diese Tat den fteihelllichen Tendenzen in Rußland nütz­lich sein wird? Eine Reform plötzlich in Rußland durch- zuführen, ist außerordentlich schwer,' well die Gegensätze zwischen dem übermächtigen Konservatismus und den Fort­schrittsideen Der Intellektuellen viel zu schroff sind, als daß man das autokratische Rußland von heute auf morgen in ein parlamentarisch-republikanisches verwandeln könnte. Rußland harrt des großen Staatsmannes, Der eS ver­steht, die historischen Mächte nftt maßvollem Fortschritt zu kombinieren.

Uns in Deutschland hat Der 30. Juli wieder das An­denken eines solchen Staatsmannes wachgerufen. Der für unser Volk eine ähnlich große Aufgabe erfüllt hat. Sechs Jahre waren am Samstag vergangen, daß unser erster Kanzler seine klaren, treuen Augen für immer schloß. Er. der unvergeßliche, große Staatsmann, der bei seinem ersten Auftreten von den herrschenden Politikern über Die Achjeln angesehen und angeferndet wurde, stand, well er sich in den Dienst keiner Partei und keiner Einzelintev' essen stellte, seinem Volk so anßerorLentlich nahe. Und wenn ihm jetzt gelegentlich seine- Todestages wieder nach­gesagt wird, daß er das allgemeine und direkte Wahlrecht eingeführt und damit einen Fehler begangen habe, jo wird darauf zu antworten sein, daß Bismarck nicht etwa, wie z. B. die ^Deutsche Tagesztg." am Samstag erwähnte, die .Erziehungsrnöglichkeit des Volkes §u hoch schätzte, sondern wohl gerade im Interesse der berufenen Intelligenten han­delte, wenn er jedem von diesen durch die Einführung des allgemeinen direkten Wahlrechts auf der Basis der Gerechtigkeit das Recht unh Die Anwartschaft gewährte, die Interessen des Volkes als Abgeordneter wahrzunehmen. Nur solche Männer, die das allgemeine Interesse in ihren Entscheidungen priuzipiell sich zur Richtschnur machen, sind Männer des Volkes und verdienen, an Der Spitze des

-Laudeskoirferevj drr hessischen Sozialdemokralie. R. B. Darmstadt, 31. Juli.

In dem nahe gelegenen Pfungstadt fand gestern und heute eine zahlreich besuchte Landeskonferenz Der hessischen Sozialdemokratie statt. Die hessischen Reichs- und Land tagsabgeordneten, auch DieDurchgefallenen" aus Der jüngsten Zeit und ^Vertrauensmänner aus allen Drei Pro­vinzen waren zugegen. Den Vorsitz führte Hep: Ulrich- Offenbach Während in Der gestern abend stattgehabten Verffarmnlmrg in Vogelers Bierhalle die geschäftlichen Fragen zur Debatte standen und erledigt wurden, beschäf­tigte sich die heutrge, genau einenNormalarbeitstag" acht Stunden! aus füllende Sitzung mit den allgemeinen organisatorischen Angelegenheiten.

Von besonderem Interesse war ein umfangreicher Vor­trag von Dr. David über die Hoffnungen und Wünsche für Den bevorstehenden Parteitag in Bremen. Dr. David sprach, in seiner präzisen Darlegung die bestimmte Erwartung aus, daß Der Parteitag seine Zell nicht wieder mit so unfruchtbaren persönlichen Anrempeleien verbringen werde, wie Der Dresdener, und ließ in seiner Besprechung über den ^Fall Schippel". Der Den? Bremer Parteitag des Näheren beschäftigen toirD, klar und offen das Ver­langen Durchblicken, Daßman" in Zukunft bei Der Be­urteilung der einzelneu ^Fälle" innerhalb Der, Partei mehr Unparteilichkeit und Gerechtigkell an den Tag legen möge. Die Versammlung nahm auch eine Resolution an, in welcher Der Dringende Wunsch ausgesprochen wird, daß ähn­liche persönliche Strelligkellen und Angriffe, wie sie in Dresden vorkamen, in Bremen vermieden werden möchten. Abg. E r a m c r - Darmstadt referierte über die Tätigkeit Der Partei im hessischen Landtage und begründete die Stell­ung derselben zur Wahlrechtsvorlage. Er zeigte sich auch bezüglich der Wahlkreiseintellung durchaus nicht befrie­digt, die verschiedenen Parteien hätten sich nach. Möglich­keit ihre Vorteile zu Ungunsten Der Sozialdemokratie heraus­geholt, meinte ja.ber, daß die Partei diese Schädigungen mit Hilfe des direkten Wahlrechts bald wieder zu repa­rieren in Der Lage sein würde. Der Redner bedauerte auch, daß die Darmstädter Landtagswahl zur Wahl der beiden nationalliberalen Abgeordneten geführt habe, nur well keine Verständigung zwischen Sozialdemokratie und Freisinn erzielt werden konnte. Aus der Versammlung heraus wurde dem Abg. (Sramer der Vorwurf gemacht, daß er mit dem Abg. Berthold zusammen für die Vorlage über den Umbau Darmstädter Hoftheaters gestimmt und Damit gegen die Parteiparole gehandelt habe. Dagegen verteidigte sLch der Lngeariffene m lebhafter Weise. Sonst wurden «och bee Frage über die Ausgestaltung der Parte^- S4 dir Organisation bei Streiks x. besprochen. Die

apnnlnng ging um 6 Uhr abends in guter Ordnung auseinander, nachdem zuvor Der Sozialdemokratie Die üb­lichen guten Wünsche und Lebehochrufe dargebracht waren.

Mlder in vorzüglicher Darstellung anschloß, wobei viel gespendet wurde. Das Fest war sehr gut besuch: und die Stimmung bis in Die späte Nacht hinein sehr fidel und- gemütlich. Heute findet das Fest seinen Abschuß in einem Frühschoppen und einem Ausflug nach Dem Schiffender^ w Ein reiches Hasenjahr erwartet man in Jäger- kreisen. Der erste Satz, Die sogenannten Märzhasen, haben infolge des zeitigen Frühjahrs sich außerordentlich gut ent­wickelt. Für die Erllägnisse der Hasenjagd ist dies sehr wich- tig, da dieser erste Nachwuchs noch während des Sommers anfängt, selbst zu setzen. Auch der zweite Satz im Mai war oom Wetter außerordentlich begünstigt, so daß die H^s- nungen auf eine reiche Jagdbeute an Hasen sehr wohl be­rechtigte sind.

Butzbach, 30. Juli. Nach längerem schwerem Leiden verstarb gestern nacht hier der Gutsbesitzer und frühere RittmeisterFrecherrLudwig von Bouchenroeder im Alter von 58 Jahren. Der Verstorbene erfreute sich in allen Kreisen und Schichten der hiesigen Bevölkerung und auch weit über die Grenzen unserer Vaterstadt hinaus der größten Beliebtheü und Achtung. Er diente bei dem 23. Dragoner- Regiment in Darmstadt und machte aitch in diesem Regi» mente die Feldzüge 1866, 187071 mit und erwarb sich das Eiserne Kreuz. Noch vor kurzem suchte der Entschlafene in dem benachbarten Bad-Nauheim Heilung von schwerer Krankheit, die ihm anscheinend auch werden sollte. Doch em plötzlich hinzugetretener Schlaganfall ließ jede Hoffnung schwinden und an den Folgen dieses Anfalles verstarb er gestern. Vor Jahresfrist hat er mit seinen Familien­angehörigen für unsere neu hergerichtete Stadtkirche ein Kirchen­fenster mit Glasmalerei gestiftet und seinen bekannten Opfer­sinn hierdurch aufs schönste dokumentiert. Die Beerdigung fand am Sonntag nachmittag auf dem hiesigen grieMfof statt. (Butzb. Ztg.)

Mainz, 30.Juli. Die Großherzogliche Handelskammer hat in ihrer gestrigen Sitzung Dagegen Stellung genommen, daß nach der Versügrmg des Großherzoglichen Kreisamtes im Asch- und Fleischwarenhandel sowie im Konditorei- und Bäckereigewerbe der Geschäftsbetrieb an Sonntagen nur von 5 bis 9 Uhr und von 11 bis 1 Uhr ausgeübt werden dürfe. Die Kammer steht unbedingt auf dem Stand­punkt des Beschluffes der Stadtoerordnetenoersammlnng, wo­nach für diese Gewerbe der Geschäftsbetrieb zwischen 5 und 1 Uhr bezw. 5 und 3 Uhr ununterbrochen freizugeben fft und hat beschloßen, bei dem Großherzoglrchen Murrsterümr cmf eme Abänderung der Vorschriften anzntragen. Vertreter von Metzgereien, Bäckereien, Londrtoreren und Kschereiw sind auf heute Samstag nachmittag zu de« Promnzmldacllor Gehermerat Freiherrn v. Dogern geladen, mn mit ihm über die neue Verordnung zu beraten. (M. Tgbll)

Mainz, 29. Juli. Bei dem diesjährigen, in Mainz abgehaltenen Sommerfest der-Schlarasfia hatte es die Sektkellerei Kupferberg sich nicht nehmen lassen, die aus allen Ländern erschienenen Schlaraffen zu sich zu laden. Qm dem Feste eme erhöhte Stimmung zu geben, war die für solche Zwecke erbaute Festhalle eigens dekoriert und im Sinne der schlaraffischen Veranstaltungen in eme Burg aus gebaut worden, wo der Burgherr, Herr Kupferberg, eine Begrüßungs- Ansprache hielt. Es erfolgte dann die Aufführung emes be­sonderen rheinischen »Bühnemveihe-FestspieleS^, wonach s^h ein frohes Treiben entwickelte. Erwähnt sei noch, daß jedem Festteilnehmer ein Andenken von der Sektkellerei dediziert wurde, und zwar den Burgfrauen und -Maiden ein reizender Fächer mit erner weißen Perlenkette, Den Rittern und Knappen ein in Silber und Emaille gediegen ausgeführter Kupferberg- Orden, dem als abnehmbares Anhängsel ein praktischer Zigarrenabschneider in Form eines Sekt-Fläschchens beu- gegeben war.

0 Marburg, 31. Juli. Der Stneik D-er frei­willigen Feuerwehr, Die in diesem Jahre beLmnt- lick) ganz und gar ihre Hebungen eingestellt hatte, well Die StaDt ihren Wüirschen betreffs ^Anschaffung neuer Lösch­geräte usw. nicht nachkommen wollte, hat nun fein Ende erreicht. Da Die städtischen Behörden jetzt Anstalten treffen, Die erforDerlicheri Gepate anzuschgffen unD diese in Der nächsten Zeit hier etitireffeu. AuS Diesem GrunDc gibt Das Kommando Der freiwillige^ Feuerwehr betont* Daß von morgen ab wieder Die regelmäßigen Hebungen Der einzelnen Löschzüge ftattfinDen. Gestern ereignete sich hier mitten in Der Stadt am stell abfallenden Steinweg ein Unglücksfall. Der 60 Jahre alte Fuhrwerksbesitzer Jeair Grimmell von hier wurde von feinem inS Rollen ge­kommenen schtveren Lastfuhrwerk überfahren und vor Den Augen zahlreicher Passanten förmliä> zerquetscht. Der Tod trat sofort ein.

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Nr. 178 Zweites Blatt. 154. Jahrgang

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Anzeiger viermal wöchentlich betgelegt. Der BP H K, \X. AM II ffl 8 M, 0 W 'm M NW

^hesstsch« Landwirt" erscheint monatlich einmal. w W v ßfl v W dH W V

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