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31.7.1903 Erstes Blatt
 
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Nr. 177

Srschetrrt täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem KeMschen Landwirt die Gießener Lamiiien» blätter viermal in der Woche beigelegt.

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Erstes Blatt.

153. Jahrgang

Freitag 31. Juli 1903

Wdvafiäf cev Bezugspreis;

V W monatliches Pf^ viertel-

Gletzener Anzeiger»

w General-Anzeiger **

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

, L zeig enteil: van« Beck.

Wow neuen Reichstag.

Wie wir aus Kürschners Deutschem Reichs­tag 19 0 3, herausgegeben von Hermann HMger (soeben lum Preise von 50 Psg. erschienen), entnehmen, werden in dem jetzt gewählten Deutschen Reichstag nicht weniger als 96 jetzige resp. frühere Offiziere sitzen. Gedient haben nach eigenen Angaben 156 Abgeordnete, studiert 206, davon allein 113 Rechtswissenschaft. An Adligen weist der jetzige Reichs­tag nur noch. 77 auf. Von den Landtagsabgeordneten der verschiedenen Landtage sind 173 im Reichstage vertreten. In ihren Wahlkreisen wohnen 192 Abgeordnete, mehr als die Halste also außerhalb derselben. Evangelisch sind 199 Abgeordnete, katholisch 140, mosaisch 4, konfessionslos 49. Außerdem sitzt ein Mennonit, der pfälzische Abg. Stauffer, im Reichstag. Ein Abgeordneter ist über 80 Jahre alt (von Winterfeld t-M en kin), zwei zählen erst 28 Jahre (Dr. Potthofs, Freis. Vereinigung, und Erzberger, Zentrum).

Von den hessischen Reichstagsvertretern erzählt Kürschner solgendes:

Louis Paul Kasimir Heyligenstaedt, Maschinen- fabrikant, Kommerzienrat, geboren 3. Februar 1842 zu Vacha in Sachsen-Weimar (res.), besuchte dort 184856 die Bürgerschule, dann in Offenbach 186268 die Gewerbe­schule, lernte 185660 als Maschinenbauer in Gießen, machte sich 1871 selbständig, gründete 1876 eine kleine Werk- zeugmaschinensäbrik (jetzt 500 Angestellte), großes Export­geschäft), ist Vorsitzender des Ortsgewerbevereins, des Aus- sichtsrats der Baugenossenschaft für Arbeiterwohnungen re., seit 1890 Stadtverordneter, seit 1903 Beigeordneter, seit 1888 Mitglied des Kreistages, seit 1890 des Provinziallandtages, seit 1894 des Provinzialausschusses, seit 1903 des Reichstags.

Waldemar Gras Oriota, Gutsbesitzer in Büdesheim, wurde geb. 28. Aug. 1854 in Bonn a. Rh. (katholisch), besuchte das Friedrich Wilhelm-Gymnasium in Berlin und studierte dort 187477 Jurisprudenz, war 187890 Referendar an den Gerichten in Charlottenburg und Berlin, dann Regier- ungsreserendar in Wiesbaden, schied 1880 aus dem Staats­dienste aus und widmete süy oer Landwirtschaft, Mitglied des Hess. Landtages seit 1887, des Reichstages seit 1893.

Dr. jur. Karl Eduard Wallau, Kreisrat in Lauter­bach, wurde geb. 25. Nov. 1855 zu Mainz (prot.), besuchte dort das Gymnasium, studierte dann in Gießen und Leipzig, promovierte 1882, wurde 1879 Gerichtsasseisor, 1882 Re­gierungsassessor, 1886 Kreisamtmann, 1898 Kreisrat, ist Vizepräsident des landw. Vereins für Oberhessen und Dr- rektor des landw. Bezirksvereins und des Zuchtvereins' Lauterbach.

Balthasar Cramer, Gastwirt in Darmstadt, geb. 1851, (konsessionslos), lernte als Zimmermann, übernahm 1882 das Geschäft des Vaters, seit 1901 Stadtverordneter, seit 1893 Mitglied des Hess. Landtags, seit 1898 des Reichstags.

Dr. med. Jakob Becker, prakt. Arzt in Sprendlingen, wurde geb .1864 zu Ludwigshöhe in Hessen (katholisch), studierte Cameralia, dann Medizin in Berlin und Gießen, diente 188889 beim 116. Jnf.-Regt., Vorsitzender des Ge­werbevereins, des Prüfungsausschusses für Gesellenprüf­ungen, Mitglied des Bezirkstages der Gewerbevereine.

Hans Karl Friedr. Mlh. Haas, Geh. Reg.-Rat, geb. 1839 in Darmstadt, studierte 1857/61 die Rechte in Gießen, wurde 1869 Kreisamts-Assessor in Friedberg, 1874 Dirigent des staatl. Volizeiamts in Darmstadt, 1886/1900 Kreisrat in Offenbach, Präsident des Hess. Landwirtschaftsrats, seit 1883 Anwalt, seit 1900 lebenslänglicher Präsident des Ver­bandes landw. Genossenschaften, Ehrenbürger von Heppen­heim und Isenburg, Mitglied des Hess. Landtages (seit 1897 L Präsident), des Reichstags seit 1898.

Cornelius Wilh. Frhr. Heyl zu Herrnsheim, Geh. Kommerzienrat, Ehrenbürger von Worms und Oppenheim, Inhaber des Fideikommisses Herrnsheim und Großindu­strieller, geb. 1843 in Worms (evang.), besuchte das Gym­nasium in Worms und höhere Schulen in Darmstadt und

Neuwied, bereiste alsdann Europa, lebenslängliches Mit­glied der ersten Kammer der Stände seit 1877 Präsident des Hess. Wohnungsvereins für Minderbemittelte und des Fischereivereins, Mitglied der Handelskammer und der Stadtverordueten-Persammlung in Worms, des Reichstags seit 1874.

Reinhart Schmidt (Vertreter für Bingen), Fabrikant in Elberfeld, geb. 1838, rief 1869 die Firma Reinh. Schmidt in Elberfeld (Briefumschläge) ins Leben, Mitglied des preuß. Abgeordnetenhauses seit 1890, des Reichstages seit 1884, Vorsitzender der freisinnigen Volkspartei.

Dr. pyil. Eduard David, Schriftsteller in Mainz, geb. 11. Juni 1863 zu Ediger an der Mosel (evang.), besuchte 1869/74 die Volksschule zu Krofdorf, dann die Gymnasien zu Gießen und Bielefeld, war 1881/84 als Kaufmann in Berlin tätig, studierte 1886/90 in Gießen Germanistik und Geschichte, promovierte 1891, war dann Lehramts-Assessor am Gymnasium zu Gießen, ist seit 1894 Redakteur der Mainz. Volksztg", schriebDie einheitliche Organisation der deutschen Studentenschaft" 1888,Sozialismus und Landwirtschaft" I.Die Betriebsfrage" 1903, Mitglied des Hess. Landtags seit 1896, des Reichstags seit 1903.

Aas Kardmatskoüegium.

Rom, 30. Juli.

Die Vorarbeiten zum Konklave sind fast beendet. Die Kärdinäle besichtigten bereits ihre Wohnungen, welche sie morgen abend beziehen werden. Die Ab stimmun g wird am Samstag beginnen. In vatikanischen Kreisen herrscht allgemein bte Ansicht, daß das Konklave von kurzer Dauer sein wird.

Die Sixtinische Kapelle ist für das Konklave fertig. 64 Thronsitze sind errichtet, die violett sind, mit Ausnahme des Sitzes des Kardinals Oreglia, der grün ist.

Das heutige Auftreten des amerikanischen Kardinals Gibbon war ein Gewitter, das die Situation klärte. Der Einfluß der ftemden Kärdinäle nimmt stetig zu; na­mentlich Kopp ist ein bedeutender Faktor im Konklave geworden. Die'nächste Folge wird sein, daß alle bis jetzt genannten Kandidaturen hinfällig werden. Obgleich di Pietro noch Aussichten hat, bringt er keinen römischen Kardinal dazu, ihn zu wählen. Jedenfalls wird der künftige Papst kein politischer sein. Uebrigens ist die jetzige Protestbewegung der fremden Kardinale nur der Anfang, aus dem sich wahrscheinlich noch mehr ent­wickeln wird. Die Optimisten wollen schon Kopp als Kurienkardinal sehen, was natürlich als Gegent- gewicht gegen die die Kirche monopolisierenden römi­schen Kärdinäle von großer Wichtigkeit wäre.

Alle Tel eph on lei tun g e n zwischen dem Vatikan und der Stadt [inbi aufBefehl des Kardinals Oreglia durchschnitten worden.

DasGiornale d'Jtalia" will wissen, daß in einer der letzten Versanunlungen der Kardinale eine Verfügung, Leos XIII. für das bevorstehende Konklave bekannt ge­geben wurde. Die Urkunde, 1882 in lateinischer Sprache geschrieben, erinnere zunächst an die früheren Bestimm­ungen für das Konklave, besonders für das nach dem Tode Pius IX., beklage sich sodann über die Lage des heiligen Stuhls und schlage vor, zehn Tage nach dem Tode Leos XIII. möglichst schnell zur Wahl des neuen Papstes zu schreiten und das Konklave in Rom abzuhalten, ausgenommen, wenn man chier den Kardinalen keine völlige Freiheit lasse. In dem Schriftstücke werde weiter daran ermahnt, die Rechte des heiligen Stuhles unverändert zu wahren und sich bei der Pappwahl nicht von persönlichen Gefühlen, sondern nur vom Wohle der Kirche.leiten zu lassen. Es folgen Bestimmungen für die Sedisvatanz. Es scheine, daß Papst £eo der ganzen Verfügung eine be­sondere Wichtigkeit beigelegt habe. Die Abschriften, die jedem Kardinal übergeben worden sind, enthielten die Auf­

forderung, über den Inhalt das strengste Schweigen zu beobachten und dieselben später zurückzugeben.

Der verstorbene Papst beauftragte vor sechs Jahren den Grafen Soderini auf dessen Wunsch, die Geschichte seines Pontifikats zu schreiben. Das Werk darf erst ein Jahr nach dem Tode des Papstes erscheinen und weder einen lobenden, noch polemischen Charakter tragen. Der Verfasser darf sich nur aus die Dokumente beziehen, welche der Papst ihm selbst zur Verfügung stellte. Um Soderini vollständige Freiheit zu lassen, hat der Papst niemals den bereits vollendeten Teil des Werkes sehen wollen.

TieN o r d d. A ll g. Z t g." sieht sich veranlaßt, gegen­über Behauptungen des PariserFigaro" sestzustellen, daß von keiner deutschen Stelle Einflüsse zu Gunsten oder zu Ungunsten irgend eines Kardinals auf­geboten werden. In Paris scheint man überhaupt ein besonderes Interesse daran zu haben, die Neutralität Teutschlands bei der Papstwahl anzuzweiseln als ob nicht alle Welt wüßte, daß gerade von Frankreich aus alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um Einfluß auf die Wahl zu gewinnen und um dem Kardinal Rampolla, dem Freund Frankreichs, zum Siege zu verhelfen. Dem Zwecke der Verdächtigung Deutschlands scheint auch eine angeb­liche Unterredung des Pariser ,Lournal" mit Kardural Kopp dienen zu sollen. Cs ist nicht anzunehmen, daß Kardinal Kopp Mitteilungen über Aeußerungen unseres Kaisers einem französischen Journalisten gemacht hat. Ein ent­sprechendes Dementi dürfte kaum auf sich warten lassen.

Roiitische Tagesschau.

Staatliche Penfionsverficheruug der Prrvatbeamteu.

Der Staatssekretär des Reichsamts des Innern, Graf Posadowsky, hat dem Ausschüsse für die Herbeiführung einer staatlichen Pensionsversicherung für die Privatbeamten er­klärt, daß die Regierung der Forderung an sich sympathisch gegenüberstehe, zunächst aber der BegriffPrivatbeamter" bestimmt und der Umfang der Versicherung durch eine Um­frage festgestellt werden müsse. Der Ausschuß hat nun in Köln eine Sitzung abgehalten und den BegriffPrivat­beamter" wie folgt deftniert:

Privatangestellte sind alle in Diensten Privater bei staatlichien und Gemeindebehörden nicht pensionsberechtigte Angestellte, deren Beschäftigung höherer Art ist, und deren Arbeitsverhältnis nach den §§ 59 des Handelsgesetzbuches, 133 a der Reichsgewerbeordnung, 88 des Allgemeinen Berggesetzes und 622 des Bürgerlichen Gesetzbuches be­stimmt wird."

Die von der Regierung gewünschte Umfrage soll durch eine auf den 15. Oktober festgesetzte Versendung eines Fragebogens bewirkt werden. Ein weiterer Beschluß des Ausschusses geht dahin, Anfang Oktober dieses Jahres eine große Versammlung einziiberusen, in der Bericht erstattet und die Gründung eines Vereins vorgenommen werden soll, der sich ausschließlich mit der Pensionssrage zu beschäftigen hätte. Der neu zu gründende Verein für staatliche Pen­sionsversicherung der Privatbeamten soll in der Hauptsache den nicht in Verbänden oder Vereinen organisierten Privat- angestellten dienen und deren Interessen vertreten.

Heer und Flotte.

Der Kaiser hat der Familie des soeben verstorbenen Generalleutnants Reinhold Frhrn. Fuchs von Bimbach und Dornheim, Präses der Artillerie-Prüfungskommission, von Mo (iiöorwegen) aus ein langes Belleidstelegramm ge­sandt. Dieses schließt mit den Worten:Der Tod hat hrer ein reich gesegnetes, arbeitsvolles Leben abgeschlossen, dessen Inhalt unermüdliche Tätigkeit für die Entwicklung der deutschen Artillerie war. Mit warmem Herzen und nie ermüdender geistiger Kraft hat der Verewigte seine reiche Begabung, sein ganzes Wissen imd Können in den Dienst

ZemUeton.

Roseggers 6 0. Geburtstag. Heute, am 31. Juli, feiert Petri Kettenfeier Rosegger, der Dichter der Steiernrark, seinen 60. Geburtstag. Die Freunde des Jubilars haben ein ^Geburtslagshest" der sonst von ihm selbst geleiteten ZeitschriftHeimgarten" herausgegeben; seiner Fülle litera­rischer Beiträge entnehmen wir die folgenden:

Dtit Uebermütgen hast du keck gelacht,

Mit Tiesbelrübten hast du still geweint

Und hast den Kuckuck dir daraus gemacht,

Ob dem Herrn Nachbar Wanst das ratsam scheint

So ist dir nun das Höchste voll gelungen:

Ins Herz deö Volkes hast du dich gesungen.

Friedrich Spielhagen.

Wer im Volkstum wurzelt utib aus dem Volkstum blüht, der ist ein gesunder Baum: so eurer bist du, Peter Rosegger! Sei es dir vergönnt, deine Wurzeln immer tiefer in den Heimatsgrund zu versenken und die deutsche Seele durch das Wachstunr deiner Zrveige immer höher hineür verbreiten zu helfen in der; einen Naunr.

Gerhart Hauptmann.

Wiesenstein, Agnetendorf L, Riesengeb.,

1. Juli 1903.

Im Buch der Bücher es geschrieben steht:

Noch keiner war im eig'nen Land Prophet.

Nicht hat an dir das Wort sich je belvährt:

Wie m der Fremde, so daheim geehrt,

Von Groß und Klein, uait Reich und Arm gekannt, Prophet für alle du im Heimatland!

Emil M a r r i o t.

Eine weitere Ehrung dieses Tages hat der Gesamt­

vorstand der deutschen Dichter-Gedächtnisstiftung beschlossen.

Er beabsichtigt, unter den Werken, die in diesem Jahr an 500 Volksbibliotheken zur Verteilung kommen sollen, in erster Linie auch Roseggers Schriften zu berücksichtigen; und zwar sind die Erzähllmgen, die in feinem dreibändigen WerkeAls ich noch der Waldbauernbub' war, in je 500 Exemplaren angekauft worden. Zusammen werden also 1500 Bände Rosegger an arme Volksschulbibliotheken, insbesondere in kleineren Dörfern, in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz verschenkt.

TasWesen des Haschisch rausch es entwickelt Dr. Adolf Hagen in einem geistvollen Leitartikel, der uns soeben zugegangenen neuesten Nummer desMagazins für Literatur. Er zieht beachtenswerte Schlüsse über den Unterschied zwischen abendländischem und morgenländi­schem Charakter und kvnstrurert daraus eine mertwürdige und fesselnde Weltanschauung. Dieselbe Nummer Vieser ältesten uiU) dabei doch modernen Literaturzeitschrift bringt eine gründliche Untersuchung über den Deynleljll)üler Alfred Mombert von Hans Reinhart, der der seltsamen Kunst dieses Modernsten unter den Modernen auf srrbtile Weise gerecht wird. Bon belletristischen Beiträgen seien die seinen Vier Fragmente von Richard Sck)aukal, eine jchwerrnütige 9W- velle der geschätzten Lu Volbehr und eine scharf satirische Erzählung, die sich gegen die Auswüchse der J^rauettbeweg- img richtet, von der Berliner Schriftstellerin Leonore Frei, genannt. Außerdem ist in den zwei laufenden Romanen von Uvette Gullbert und Jassv dem Unteryaltungsbedürfnis Rechnung getragen, und in der Beilage, die Gespräche über die Schönheit der Frauen von Agnoto Firenzuvla, einem Renaissancedichter, in einzeln beigehefteten Bogen den

Lesern des Aöagazius für Literatur zugänglich macht, auch dem verwöhntesten Geschmack Genüge getan. Zu dem kommt noch eine kritische llebersicht über Neuerscheinungen des Büchermarkts, Gedichte rc. Wer das Alagazin für Literatur naher kennen lernen möchte, erhält Provenummern von der Geschäftsstelle des Magazms für Literatur in Leipzig- Reudnitz.

DieFreistatt" (Kritische Wochenschrift für Politik, Literatur und Kunst, München) wird ihrem Rus als viel­seitigste Wochenschrift Süddeutschlands inuner mehr gerecht. So heben wir aus der neuesten 9tummer (29) folgende be­sonders interessante Essays hervor: Eatholicus: Leo XIII., Fred Brandes (London):Präsident Loubet in London und die englisch-französische Allianz"; Dr. H. Platzer:Die Be­deutung einer Erhöhung der R ei ch s b i e r st e u e r für Bayern". Den belletristischen Teil bilden eine psychologisch sehr seine StudieGrete" von Erich Aiühsam und einige stimmungsvolle Gedichte von Paul Leppin. Wilhelm Holz am er bespricht die letzten musikalischen und lite­rarischen Ereignisse der zu Ende gehenden Pariser Saison und Stefan Zwe.g macht in einem jchivungvolten ')lujsatz Ein Dichter deutscher Hewe" aus Hans Benzmann aufmerC- sam. Aus dem kleinen Teil verdient bejonbere Beachtung ein Entresilet über den jüngsten Ponrmernbankprozeß, sowie einige geistvolle Apercus über dieQuadratstadt Mann­heim".

Paris, 30. Juli. Kapitän Gylden, Leiter der schwedischen Südpolar-Expedition, halle eine Besprechung mit Chareot und Gerlache, den Leitern der französischen Südpolar- Expedition, betreffs gemeinsamen Vorgehens ollv Auffindung N o r d e n f k j ö l d s.