Wir
1. Lebensjahr:
derung ihrer Aknen warnen, da die Kriegsbejürchtungen auch jetzt noch »licht ernst zu nehinen sind.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
— Bctriebsreduuiou irr ver BaumwoUspiuuerei. Auch der Verband der italienischen Baumwollspilmer hat sich zu dein Vorschlag der engltsche»r Spinnereiveremigungen, betrefserld eine internationale Betriebsreduknon, vorläufig ablehnend verhalle»». Die »talienischei» Spinner sind so beschäftigt, daß ein großer Teil derselben sogar Rachlarbeit hat.
— Russische Werte. Die politischen Befürchtungen machen den Besitzern der russischen Werte gegenwärtig große Sorgen, sowohl die russischen Slaatssonds »vie die Eisenbahn-Obligationen
wird vor der Hulre eine gro^re ^oizierra,je errichtet, um das so r Uv äh ende Stehen im Schnee zu verhindern. Tie Lage des Kochelberges ist eure überaus güujiige, er bietet günstige Fernsicht nach allen Seiten. — Zum Schluß ici bernertt, baß der Alpine Sportklub seuren ^i.rrgliedern und Gästen bostenlos Unterwei,ung im Sk.lauf gibt.
Mit BeWil t>cs neuen Atzres 1904 wird die parlamentarische Tätigkeit in Berlin und Darmstadt aufs neue einsetzen und außerordentlich interessante Verhandlungen im Reichs- und im Landtage stehe»» bevor.
steht unter den Blättern Hessens mit nn erster Stelle in Bezug aus Reichhaltigkeit, Schnelligkeit und Zuverlässigkeit gerade der parlamentarische»» Berichterstattung. Ec geivährt ein erschöpfendes, gut orientierendes Spiegelbild des politischen und ivirtschastlichen Lebe»»s.
Wir bitten, bei unseren Bezugsstellen oder bei der Post sofort zu abonliieren, um Verzögerungen in der Zustellung zu vermeiden.
Ann».: Tie u» klammern gesetzten Ziffern gebe»» an, wie viel der Todesiulle in der betreuenden Krankheit au» von auswärts nach Eiepen gebrachte Kranke fommen.
Ardeiterkowegung.
93 erUn, 29. Tez. In einer heute nachmittag stattgehabten Versammlung der Taxan»eter-Droschkenbesitzer rvarde beschlösse»», mit de»» streikende»» Kutscher»» in V e r h a »» d l u n g e n eii»ziilreten, »venn die Streik-Kommission der Kutscher an die Troschkenbesitzer hera»»lritt.
— Z»»r Lage in Crimmitschau wird gemeldet, daß die sächsische Regieru»»g amtlich dei» Ministeral-Tlreklor Roscher nach Crimmitschau geschickt hat, um zivischen den Parteiei» zu verhandelm Wie das „Crunmüsch. Tagebl." meldet, sind die B e r m i t t e l u n g s v e r s u ch e des Geh. Regierungsrats Prof. Böhmertals vollständig gescheitert zu betrachten. Dieselbe»» finb von dem Spinner- und Fabrikcmtenverem nicht ange- iioininen »vorbeii. Die Industrielle»» stehe»» nach w»e vor aus dem Staildpunkt, daß eine Verkürzung der Arbeitszeit i»ur erfolge»» költne, wenn die im Wetlberverb mit Eril»»n»ilschau stehenden deut- chei» Jnbustrieftäbte die Arbeitszeit ebenfalls vertürze»» und daß bis dahin vollständige Wiederauinahtne der Arbeit mir zu den alten Bedlnguiigei» erfolge»» könne.
Sport.
Einen Winter,port -Platz bei Garmisch - Partenkirchen will der dortige Alpine Sporik.ub an dem etwa 15 Minuten von Garmi,cy-P arrenkira-en entfernten Koa-elberg. errichten. Für den Skilauf ist schon ein eigener Sprunghügel. gebaut, des,en Anlauf über 40 Meter ausgedehnt werden laun, während die Abfahrt mit 60 Meter Lauge unb 22,5 Grad Neigung. den be,ren Sprung- Hangen gleichtommt. Tie Höhe btt Sprungschanze »st l,iO Bieter, ihre Breite betragt etwas über 3 Meter. Rechts des Koche»berges, von den [agenanmen Pichienviefen, wird eine Ci.khi luuv Bieter tan^zc Rob^lbahn angeicgt, deren te-nbe ,ich am ^pvrchm^e bcfmoet. Tce B..hrl wurde genau n.voU.ert uno unro aus das beste herge,iel-bt. Zur Bervoll,oauo^uug vte Eroanung einer geplant, in »veiu-er mau ।iu.ujt nur erwärmen, sondern auch au wurmen .Lvmim, ^pec,cu usw. laven iann. Auch
AiiiverKtiits-Vachrichten.
— In Halle a. d. S. ivuioe der Umversitätsbibliothekar Dr. O ck l e r im Bibliothekssaale t o t auigefunden. Ob em Unfall ober Selbstmord voruegt, steht nod) »»icht fest.
Kinder vom
ind in der letztei» Zeit l'/t bis 2 Prozent ztirückgegangen. möchte»» die Besitzer russischer Staatspapiere vor einer Berschleu-
schossen »mb beseitigt Nwrden. Die Leiche wurde jeßl unterhalb des Ahler Hofes bei Friedrichs,egen in der Lahn im Weidengesdräilch hängend anfgefunden. Sie zeigte Ver- tininbungcii am Unken Schulterblatt und an oer Stirn.
ch. Biedenkopf, 29. Dez. Keine unserer sladlischen Unternehmungen Hal seinerzeit so die Kritik weiterer Kreise gefunden »vie unser Elektrizitätswerk. Ria»» »var früher
Es starben an: Zusammen: Errvachsene: im
Kunst unö Wisscnschüft.
Ein teiloares Theurer. -..rofr.jor Theodor Fischer in Stuttgart verosientlicht in oer „Süuo. Bau- Zeitungs das interejsänke Prujcit eines teilbaren Theaters, oas die Vorteile zwc^r räumlich verbundener Theater hat, ohne deren gvoge Kosten zu erfordern. Prof. Fischer ch/reibt: Schüssen w^r e iiien Zuhörerraum, der durch eine oewegliche Teae der» vermiedenen Drdürfuijsen entsprechend aus dem „g.oßen Haus" ins „intime" umgelvan- oelt werden larrn. -raS Wagnertheaicr war maßgebend. Ta aber in unseren Hof- uno Stadtth-ea.ern eine Unter- ,cheidu»ig der Plätze, den Stände»» der Gefeltschaft ent- ,prechend nicht zu vcrineibcn ist, trennte ich das Amphitheater in eine vordere flach>e und eine Hintere hoch- gehobene und steilere Hälfte und schob dazwischen einen ;caiton und eine Logenreihe ein. Ter ganze Saal ist mit einer flachen Teae ver,ehen, von welcher der eine Teil über Atollen an Gegengewichten oder in anderer Weife aufgehangt ist unb mit geringer Kraft nach vorne gebracht werden tarnt. Gleichzeitig wird die Bühuenösfnuug verkleinert, das ver.enUe Orchester gehobeii, und das „kleine Haus" ist fertig. Prof. Fischier hat sein Projekt zum Patent an gemeldet.
2.—15. Jahr
Partie auf den 3OOU Meter hohen Zinken unternahmen, werden vermißt. 3)ian vermutet, daß sie sich im Rebel verirrt haben.
* Erdstoß. Nach einer Meldung der „Frkf. Ztg." wurde in Neuweiler ein Erdstoß in der Richtung von Süden nach Norde»» ver,pürt. Ter Stoß war ziemlich heftig.
* Hofmarschälle in Pension. Tas Amt des Hof- marschalls beim Prinzen Friedrich Leopold ooi» Preußen ist neu zu besetzen, da der langjährige Hofmarschall des Prinzen, v. Luck, ganz plötzlich aus dem Dienst schied. Dieser bezieht sein bisheriges Gehalt von 12 000 Mart als Pension weiter, ebenso »Die die früheren Hofmarjchalle von Kanitz unb von Rlckljch-Roscnegk, bene»» ber Pciiiz gleichfalls bas bisherige Gehalt uoi» 24 000 resp. 18 000 Riark als Pension »veiter überläßt. Tas plötzliche Ausjcheiben des Herrn von Luck erregt allgemeine Venvunderung. Cbculeutnant Graf Henckel von Donnersmarck oom Garbe-Kürassierregiment ist schon mit ber Wahrnehmung beS genannten Hofamls vorläiifig betraut unb vom Kaiser bereits empfangen »vorber». Prinz Friebrich Leopolb ist bctannllid) einer ber begütertsten beiltschcn Prinzen.
* Eine seltsame Tragödie hat sich, wie ruffische Blätter berichten, in dem Städtchen Modshcbosch, im Po- dotijchen Gouvernement, abgespielt. Bei dem Hauptinann Gaatanewitjch weilten die Leutnants SsmolinSki und Kunze- witfch als Gäste. Frau Galancwitsch uao Ssmolinski spielten vierhändig Klavier; die beiden anderen Herren hörten zu. Gegen zwei Uhr nachts sielen mehrere Schüsse. Die Dienerschaft des Hauptntanns eilte herbei, fand aber die Türen versckstojsen. Racl)idein sich die Polizei gewaltsam Zutritt zu der Wohnung verschafft hakke, fand fie in der Nahe des Klaviers Frau Galanewitsch und Leutnant Ssmolinsu entjeeLt am Boden liegen; im Nebe»»zi»nmer lagen Hauptmann Galanewitsch um) LeuUrrnrt Kuuzewlisch in einer Blutlache. Kunzeloiksch war tut, Hauptmann Galanewitsch ohnmächtig. Bei Kunzewitsch sand man einen Revolver und einen Zekteh der die Worte enthielt: „Die Bedingungen erfüllend, Ijutie ich Frau Galanewitsch und Leutnant Ssmo- tlnsti erschossen."
* Eine §rau und zwei Ferkel zu verkaufen. Russischen Blättern wird aus Jrkurtsk berichtet: Ein Bauer aus Petrowtä richtete jüngst an den Poli^eiches des Kreis.s folgendes Schreiben: „Ich habe die Ehre, Ew. Hochwohlgeboren ergebenst zu bitten, in den Zeitungen die Bekanntmachung zu erlassen, daß in Petrowka eine zwanzigjährige Frau — meine Frau! — und zwei Ferkel verkauft werde»» sollen — alles zusaminei» für 28 Rubel. Tie Frau ist sehr hübsch, eine tüchtige Wirtin, aber strettsüchtig und boshaft; die Ferkel sind gut genährt und fett Auf Wunsch bin ich bereit, die Frau und die Ferkel gegen Nachnahme zu verwenden." Als der Kreiscki-ef dieses Schreiben empfing, fuhr er sofort nach Pokrowka, da er der Meinung war, daß der Briefschreiber nicht ganz zurechnungsfähig sei. Dieser Zweifel war jedoch unbegründet Dor Bauer war ein sehr vernünftiger Mensch und durchaus normal. Er erklärte, daß er die Frau verkaufen müsse, weil sie ihm das Leben verbittere. Tor Kreischef ließ dann die Frau rufen und ragte sie, was sie von dem Plan ihres Manms halte. Sie war natürlich nicht sehr erbaut davon, aber ekivas Ab- onderliches sand sie nicht darin.
* Tie Schlafkrankheit der Neger. Vom Wcst- user des Viktoria Nyariza wird der „Köln. Volksztg." ge- chrieben: Tie schon seit geraumer Zeit in Uganda herrschende Schlafkrankheit, die namentlich un.er der Bevölkerung des Küstenstriches des Diyanza und den Bewohnern des Sesse-Archipols ungeheure V.rheetungen anrichtet, hat nun- wehr auch in dem westlichen Teil des deutfchvstafriiauischen Schutzgebietes ihren Einzug gehalten. Bis Ende des Monats sind vier Fälle konstatiert worden, die sämtlich aus Einschleppung aus dem eugiifchen G.b.ete zurüazufuhren ind. Ein Mann aus der au den See führenden Landschaft Bngabu, der, wie jetzt erst bekannt wurde, bereits zwei Jahre lang in seiner Schamba krank gelegen hatte, starb einen Tag nach oer Ginlieferung im Lazarett, der Militär- tation Buloba. Die drei anderen Kranken, die fich tioch im Ansangsstadium der Krauthoit befinden, sind ebenfalls in diesem Lazarett untergebrachit worden. Der Oberarzt Tr. Feldmann, unternahm kürzlich in Bugabo eine Inspektionsreise, im Verlause welcher indessen keine weiteren Fälle konstatiert wurden. Seitens der Militärskakion find Maßregeln getvvsfen worden, um einer weiteren Ein- chleppung n»öglich.st vvrzubeugcn. Tor ganze Landgrenz- vertehr zwischen englischem und deutschem Gebiete ist bis auf weiteres aufgehoben worden und muß per See über Butoba gehen, wo die aus Uganda eintrefsenden Leute aus Schlafkrantheit untersucht werden. Ob die Krancheit im hiesigen Bezirk an Ausdehnung gewinnen wird, wird in erster Linie von dem Umstande abhängen, ob die Tsetse- liegenart Gio.jina Palpaüs, die nach den Untersuchungen von Oberst Bcuce in Entebbe die Uebcrträgerin des Erregers der Scl)<lafkranth-eit, der Trypaiiofoma Castellanu, ist, im hcefigen Bezirk vorkommt, was bis jetzt nicht erwiesen ist.
vielfach ber Ansicht, bas Werk sei, soiveit der Bedarf der Bürgerschaft selbst in Frage komme, versucht unb die wegen ber 9?entabilüät gehegten Erwartungen würben eine schwere Enttäuschung erleben. In besser» »vird ber bemnachfl zur Vorlage fomnienbe Abschluß bes Werkes bei» Uniliänben nach günstig abschließen, tuobei noch z»i bcbenfei» ist, daß die Anlage in ihrem volle»» Umfange noch gar nicht ausgeniitzt ist, »veil ber Bedarf an Licht unb Kraft sich erst nach unb nach einftellen wirb. Am Weihnachtsabend erstrahlte unsere Stabt zu»»» erstei»n»ale im elektrische»» Lichte. Die Probe- beleiichtung fiel zur vollsten Zufriebenheit a»ls.
sc. Aus Franke»», 29. Tez. I»» Reislenhausen geriet ver 28 Jahre alte ledige Steinhauer Adalbert Söller mit seiner 39jährigen Scl-wester, als er betrunken aus dem Wirtshaus kam, in Streit Ji» der Wut ergriff er seinen Ziminerstutzon u»»d schoß seiner im Bett liegenden Schwester eine Kugel in die Wange. Hieraus brachte er chr einen M e s j er st i ch unter dem rechten Auge ber und schoß sich danr» selbst durch das rechte Ohr eine Kugel in den Kopf. Er starb in vergangener Nacht, wahrend seine Schwester mit dem Leben davonkommen dürfte.
Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Herr Joh. Hiith UL unb Frau Anna Marg. geb. Rudolph in Langenhain feierten an» 27. b. Mts. bei vortrefflicher Rüstigkeit im Kreise ihrer Angehörigeii bie golbene Hochzeit. Jin Namen bes Kirche»»vorstanbes überreichte Pfarrer Jakobowski bem Jubelpaare eine Prachtbibel. Von bem Großherzog traf ein Gelbgeschenk ein. Huth machte im Jahre 1848 un 2. Hess. Jnf.-Regt. bie Kämpfe zur 'Uiterdruckung bes bamaligen Aufstandes mit unb ist im Ansitze ber hessischen sowie ber babischen Auszeichnung. — In Da rinstabt starb im 82. Lebensjahr ber Kanzleibiener ü P. Köhler. Er gehörte viele Jahre bis 1870 ber Kapelle des Großh. 4. Infanterie-Regiments an. Später war er Leiter einer Zivilkapelle, bis er zum Kanzleibiener bei ber Zw-üen Hessischen Stänbekainmer ernannt »vurbe, welchen Posten er bis vor etwa brei Jahren versah. — Die Stabt- vePorbneten in 9kauheim haben zur Errichtung eines stäbti- sZ.)en Elektrizitätswerkes als Sachverstänbigen Geheimrat Mittler in Darmstabt zuzuziehen beschlossen.
Wie auS Bochiin» bcpeschiert wirb, brach in ber Schulzschen Koksfabrik Rienke Feuer aus, rvelcheS bie gesamten Anlagen zerstörte. Der Betrieb »virb auf wenige Wochen eingestellt, Arbeiterentlassilngei» finben nicht statt.
* Siebenfacher M v r d. In Semlin wurde am Mittw-ou) zwölf Uhr mittags ein fürchterlicher Mord der Familie des Rentiers Davidovils verübt. Sieveu Personen linb lot, darunter der Tiener und die Köchin. Zwei Personen sind lcchver verletzt. Zwei der Tat verdächtige Burschen wurden riach der „Nationalztg." bereits verhaftet. Ter -Lchvinplap der enlsitzlichen Lat liegt un Stadtzentrum, gegenüber dem Haudetsministeriurn.
• 2lus bei» Bergen. Das „SJL W. T." niclbet aus Ailssee: Bier Touristen, die am 25. Deze»uber eine
Fiimilicn Vlichrichtcn.
Gestorben: Frl. Elisabeih Fneberlke Seitz, Frau Helene Länder, geb. Woli, Ferdinand Jmyäuser, sämtlich m Grünberg. Frau Katyarme Hotz, geb. Küßner, u» Laudach.
Die Träueu der Jungsrau.
Ein Gießner Alädchen sah ich weinen, D»e Augen »varei» purpurrot, Es »st ui» SeUersiveg geivejen, Wo mir sich dieser Anblick bot.
Mir tat so leib bas schöne Aläbche»», Ich sprach ihr barum tröstend zu: „O, tailii ich es, so helj' ich sicher, Wer raubte Dir beim Deine Ruh'?
Was macht Dir denn so großen Kummer, Hai Dem Geliebter Dich betrogen ?" „Ach na," sagt sie, „'s iS weiter nix, Es ts mer was ins Aag geflogen."
IV. 0.
iköchlllltline iicdrrM irr LoürsMk in irr Stadt Mtzeu 51. Woche. Vom 13.—19. Dezember 1903.
Einwohnerzahl: eingenommen zu 26 900 linkt. 1600 Mann Militär.) Llerbtichkeitszisfer: 23,19, nach Abzug von 7 Crtstremben: 9,66 °/ö0.
Vermischtes.
♦ Berlin, 29. Dez. Heute nachmittag, schvß die un- /erehelichte Wirtschafterin HedwigPohle, 33 Jahre alt, auf den 25jährigen Bankbeamten Gustav Blascha in seiner Wohnung mit einem Revolver urrd verletzte il)n chwer, angebliche weil er sicv von ihr trennen wollte. Tann prang sie aus einem vier Treppen hohen F e n st e r auf :)ie Straße, wo sie schwer verletzt liegen blieb. Beide wurden nach dern Krankenhause geschafft. — In Potsdam sind zwei kleine Kinder bei einem Brande in einer Wohnung erstickt Die M utter war ausgegangen. Der Brand entstand, indem ein hinter einen stark geheizten Ofen gestellter Strohsack in Brand geriet — In Schöneberg wurden zwei Frauen, Mutter und Tochter, die seit Jahren Pie Pjlege kleiner Kinder übernahmen, wegen Engelmacherei verhaftet In einigen Fällen wurde den Zoranen nachgewiesen, daß die ihnen anvertrauten Kinder verhungert waren.
* Luxemburg, 29. Tez. Drei in der hiesigen Eisenhütte beschäftigte Arbeiter sind durch ausströmende Gase .getötet worden. Zwei waren Familienväter und hinterlassen Frau und Kinder.
* Paris, 29. Tez. IN Valenciennes würbe der aus dem Humbert-Prozeß bekannte Notar Lesevre unter der Anklage der Fälschung verhaftet. In seinen Geschäftsbüchern wurden falsche Eintragungen entdeckt, durch welche Unterschlagungen in Höhe von 70 000 Frcs. vertuscht werden sollten.
* Wien, 29. Tez. Die Sicherheitsbehörde verhaftete gestern den Beamten der Berliner Bank für Handel und Industrie Paltzer unter dem dringenden Verdacht, einen Kreditbrief dieser Bank von 50 000 Fr cs. auf den Kredit Lyonnais in Paris gefälscht und dort hehoben zu Haden. Außerdem ist der Verhaftete verdächtig, einen Kreditbrief von 20 000 Francs auf die Filiale des Kredit Lyonnais in Nizza gefatscht zu haben. Paltzer, bei dem ein größerer Betrag m ausländischem Gelde und wertvolle Neuanschaffungen vorgefunden wurden, leugnete anfangs, legte bei wiederholtem Verhör aber ein umfassendes Geständnis ab. Der auf die Nizzaer Filiale bes Kredit Lyonnais ausgestellte Kreditbrief scheint noch nicht behoben zu sein.
* Wien, *9. Dez. Der Direktor des Rairnurid-Theaters, Gettke, erlitt auf ber Straße einen Unfall. Durch Aus- ßleiten kam er auf den Hinrerwpf zu fallen und erlitt eine 'starke Erschütterung
* Innsbruck, 29. Ter. Auf der Zirog-Alp wurde bie Leiche des durch Selbstmord geendeten Touristen Martin Mayr aus Bayern gefunden.
*Die frühere Kronprinzessin von Sachsen hat, wie aus Dresden gemeldet wird, zum Weihnachls^eft ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschschreiben an den Kronprinzen gerichtet, welches von diesem sofort erwidert wurde. Ter Köuig, der von dem Schreiben der Prinzessin angeblich, sehr angenehm berührt rrruroe, soll dem Kaiser Franz Joses und dem Großherzog von Toscana durch Handschreiben seine vollste Billigung über das jetzige Verhalten der Prinzejiin ausgesprochen und weitgehendeZugeständnissein Aussicht gestellt haben.
’ In der Ehescheidung bes Prinzen unb ber Prinzessin von Schönburg-Waldenburg wirb noch aus Dresben gemeldet, das; dieselbe auf Klage des Prinzen auf Untreue der Prinzessin und aus Wiederklage ber Prinzessin wegen bes Benehmens bes Prinzen ihr gegenüber, erfolgt sei. Die vom Prinzen beantragte kirchliche Entscheibung ist noch nicht im Gange. Tie Untreu ber Prinzessin, bie in bem Prozeß zur Sprache kam, betrifft nicht ihren Kutscher.
• Branbe. Wie aus Göttingen berichtet wird, ist -er Englische^ Hof", das größte borUge Hotel, nachts bis auf die Umfassungsmauern mcbergcbraimt. Sämtliche In» Lassen sind gerettet. — Tie große Glas - Jnstriimenleiifabrit pon Schuhmacher unb Butleckorn in Zinnwalb in Böhmen sst so".it Rkaschincn unb Warenvorräten ruebergebrannt. —
Limgenentzimbung
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^imgeiikalarrt)
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Krebs
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Phtegmonie
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Lebensfchiväche
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Aiageligeichivur
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Rlaieri»
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Summa:
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