Ausgabe 
30.11.1903 Zweites Blatt
 
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adrige Frau, welche all ischeu Lriege 1870/71 0 vei tjiejtyn kukwohncr (rrjpainiije in Höhe fr slav. ^tor a ha^elfturm D einer Mdung der > >)lahe hvchtvasl'er wH - Ire Newa bei W larncto Men) >B Zu LchissaP wurde ® -ier sind ausgeblleben.- nLtti Mmn) geMu Lus'ftchtstum bei»

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Telephoniscsfier Kursbericht

456 Oesterr. Goldrento .

41 '656 Oesterr. ßiIberrente 101.20

Tendeoe: ruhig.

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. 102.00

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. 100.70

. 100.00

. 102.90

3u/o Mexikaner 4,/25/o Chinesen . Electric, bcbuckert Nordd. Lloyd . . Kreditaktion . . Diskonio-Kominandit Darmstädter Bank Dresdener Bank . Berdner Handelsges. Oeeterr. ßtaatebahn Lombarden . . Gotthard bahn . . Laura.lütte . . . bucnum .... Harpener . . .

3Va%

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Lebensschwäche Lungenentzündung Atrophie

Es starben an:

Tuberkulose der

Lungen Herzleiden Altersschwäche

456 Ungar. Goldrente . . 4*/c Italien. Rente . . , 4% 56 Portugieser . , . j6/ Portugiesen.....

156 C. Türken . . . . Lückenlose . . . . , 4% Gneoh. Monepol.-AnL 4,/»56 äussere Argentiner

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Montag, den 30. November, abends 8 Uhr: Bibelstund im Konfirmandensaat der Johanneskirche. Text: Jak. 1, 18.

Pfarrer Euler.

AneMsten.

M. W. Ihr kleines GedichtErkenntnis", das mit den guten Worten beginnt:Wer mcht gern und freudig schenkt soll es lieber lassen", ist hübsch empiunden und zeugt von einer schlichten lyrischen Anlage. Doch fehlt es Ihnen noch an der Ausdrucksfähig- feit, Eie können nicht nnmcr die rechten Worte finden iür Ihre Gedanken. Darum ist dieses kleine Gedicht noch nicht druckreif. Fahren Sie aber nur fort, sich im Ausdruck zu üben, dann kanns mal noch werden.

I. in E. Ihre Einsendung mußte als unwichtig wiederum dem Papterkorb übergeben werden.

Pr. Ter zum Wirtlichen Geheimen Rat ernannte Arzt des Kaisers Professor Johann Friedrich Moritz Schmidt flammt aus

Umoersttüts Nachrichten.

Wien, 29. Nov. Gestern versammelten sich in der Aula der hiesigen Universität italienische Studenten aller hiesigen Hochschulen, um für die Errichtung einer italrenischen Univ ersität in Triest zu demonstrieren. Ihnen schlossen sich die sonst mit den Italienern auf Kriegsfuß lebenden Südslawen an, um für die 'Errichtung einer flämischen Universität zu demoustrieren. Dem 'Eingreifen des Rektors gelang es, die Kundgebungen in ruhige Bahrien zu lenken.

Wien, 29. Nov. In der gestrigen Sitzung der Borsen- Aammer kam auf Veranlassung der Frankfurtere Handelskammer ibie dringende Notwendigkeit einer Telegraphenverbind- ung Wien-Frankfurt a. M. zur Sprache. Die Borsen­kammer beschloß, sich an das Handelsministerium zu wenden. Bon ausländischen Plätzen sind bisher Berlin, Hanrburg und Dresden -an das Wiener Telegraphennetz angeschlossen.

Gerichtssaal.

Offenbach, 28. Nov. In 97r. 122 vorn 28. Mai 1963 desOffenbacher Abendblattes" befand sich eine Notiz aus Jügesheim, d urch die sich der katholische Pfarrer Flath m Jügesheim beleidigt fühlte. Es hieß darin u. a., daß derjugendliche Herr Pfarrer", der früher auch in BieberUnfrieden stiften yasi", das auch in Iüges- lEiuk fortzusetzen scheine. Der wegen Beleidigung ange- Nagte verantwortliche Redakteur desAbendblattes",

. 26.20 . 91.35 . 111.00 . 105 40 . 215.20 . 197.90

. 148.10 . 159.25 . 165.10 . 144.80 . 17.05 . 189.50

. 238.00 . 187.50 . JW4J5

Sumina: 7(2) 4(1) 3(1)

Anui.: Tie in Klnminern gesetzten Ziffern geben an, wie viU der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen g0brachle Kranke kommen.

Reiohsanteihe do.

Konsole . do . .

Hessen Oberhessen

zeigt, die wesentlich größer war, als die der Geborenen. Es kamen nämlich einschließlich der auch bei den Geborenen ! berücksichtigten Totgeburten 717 521 Sterbefälle" vor gegen 754 459 i. I. 1901 und 785 516 i. I. 1900. Die natür­liche Volksvermehrung d. h. der Ueberschuß der Geborenen ' über die Gestorbenen betrug hiernach im Jahre 1902 578 393 gegen 546 732 und 490 343 in den beiden Vorjahren. Eigentümlich ist es, daß der Rückgang der Geburten viel mehr auf die männlichen als auf die weiblichen Kinder ent­fällt; es sind nämlich 665 813 männliche und 630 101 weib­liche Kinder geboren gegen 670 239 männliche und 630 952 weibliche im Jahre 1901. Unter den Geborenen befanden sich 40 228 Totgeborene gegen 40 718 i. I. 1901. Unehelich geboren wurden 92 175 Kinder gegen 93 643 im I. 1901. Der Anteil der unehelich Geborenen an der Gesamtzahl der Geborenen nimmt erfreulicherweise von Jahr zu Jahr a b. 1898 betrug er 7,76 v. H., 1899 7,55, 1900 7,34, 1901 7,20, 1902 7,11 v. H. Die Zahl der Mehrgeburten betrug 16 424 gegen 16 267 i. I. 1901. Zwillingsgeburten kamen 16 250, Drillings- geburten 172 vor, einmal fand eine Vierlings - gebürt und einmal sogar eine Fünflingsgeburi statt. Sondert man die Geburten nach dem Religionsbe­kenntnis der Väter, so fällt fast der ganze Rückgang auf die Evangelischen. Es wurden nämlich 694 590 (1901 699 508) Kinder evangelischer, 487 795 (494 599) katholischer, 3731 (3790) sonstiger christlicher und 7623 (7572) jüdischer Väter geboren.

* Abnahme des Bier Verbrauchs in Bayern. Nun haben Statistiker ausgerechnet, daß der Biervcrbrauch in der Hauptstadt des Ganibrinus, München, und in allen anderen großen Städten Bayerns in den letzten Jahren ganz bedeutend zurückgegangen ist. Allerdings hat noch jeder Münchener einschließlich der Frauen und Unmündigen im Jahre 1902 durchschnittlichlumpige" 298 Liter des edlen Gerstensaftes vertilgt; wie klein erscheint aber diese Zahl, wenn man berücksichtigt, daß der Durchschnittsverbrauch noch in den Jahren 188690 nicht weniger als 487 Liter betrug. Von da an ist es stetig rückwärts mit ihm gegangen. 1891 bis 1895 kommen auf jeden Münchener bloß noch 412 Liter, 1896 nur mehr 401 Liter und in den folgenden Jahren ging es weiter abwärts auf 395 rcsp. 391 resp. 364 resp. 356 und 341 Liter, bis dann von diesem Jahre 1901 zu 1902 wieder ein großer Rückschlag um 43 Liter durchschnitt­lichen Jahres-Vertrunks" folgt. Von ungenügender Leistungs­fähigkeit unserer Brauereien kann unmöglich 'gesprochen werden.

* Eine allerliebste Geschichte von den: Stutt­garter Aesthettker Friebricl) Visa)er:Bischer hatte wäh­rend seiner Tübinger akademischen Wirksamkeit von der württembergischen Regierung wegen eines Vortrages ein Tadelsvotum bekommen, und an dem gleichen Tage war er glücklicher Vater Geworden. Er kam nun ein wenig zu spät ins Kolleg, und die Studenten empfingen ihn deshalb mit Murren und Schurren.Entschuldigen Sie, meine werten Herren, daß i zu spät komme" begann er da sein Kollegi hab" heut von der Regierung einen kleinen Wischer und von meiner Frau einen kleinen Vischer Dekornnre!"

* Berlin, 26. Nov. Es bestätigt sich, daß die Er­nennung des aus dem KWilecki-Pr0zeß bekannten Staatsanwaltsassessors Tr. Müller zum Staatsanwalt in Elberfeld mit diesem Prozeß nichts zu tun hat; sie war tatsächlich schon am 17. September erfolgt und war ledig­lich deshalb noch nicht perfekt geworden, weil Dr. Müller den Kwilecki-Prozeß zu Ende führen wollte. DerLok.-Anz." versichert, daß Dr. Müller ein Abschiedsgesuche bisher nicht eingereicht habe; er scheint sich aber mit dieser Absicht zu tragen, weil nach Angabe desselben Lokalblattes ihm ein glänzendes Anerbieten gemacht sein soll, die Leitung eines der ersten englischen Welthäuser zu übernehmen. Vielleicht eignet er sich dazu besser als zum Staatsanwalt.

Uruojte ItlrlDii 1113m.

Originaldrahtmeldungen des Gießener 'Anzeigers.

Berlin, 30. Rov. Wie das ^Kl. Journ." erfährt, hat Graf Hektor Kwilecki seine Zustimmung zur Aufnahme einer neuen Hypothekar-Anleihe auf Wroblewo gegeben, die in den letzten Tagen unter seiner persönlichen Garantie ab­geschlossen worden ist. Der Kaiser hat den Fürsten Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode zu den am 4. und 5. Dezember stattfmdenden Hosjagden in Letzlingen eingeladen.

Berlin, 30. Rov. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich auf dem Zuckerspeicher der Gülerabsertigungs- stelle. Mehrere hundert gefüllte Zuckersäcke waren dort zu einem hohen Stapel aufgeschichtet, kamen ins Wanken, und begruben zrvei Steuerbeamte unter sich. Einer derselben war auf der Stelle tot, der andere, der einen Bruch der Wirbelsäule erlitt, wurde in hoffnungslosem Zustande nach dem Krankenhause gebracht.

Berlin, 30. Rov. Im benachbarten Tempelhof tötete am Sonntag früh ein Gastwirt seine Frau durch Beil­hiebe und dann sich selbst durch einen Sturz aus dem Bodenfenster.

Berlin ,30. Nov. Aus sicherhettspolizellichen Grün­den wurde eine von Berliner Anarchisten einberusene öffentliche Versammlung verboten, deren Tagesordnung lautete: Vortrag und Diskussion über Herrschaft, Volks- Herrschaft und Herrschaftslosigkeit. Erschienen waren zu dieser Versammlung zahlreiche Personen, auch von außer­halb, da bereits vor länger als achi Tagen in mehreren Anarchistenorganen aus diese VersEmlung aufmerksam gemacht worden war. Im Zirkus Busch ist der Kunstjahrer Mündner bei der Todesfahrt ge­stürzt. In dem Moment, wo sein Rad die Schjleifenbahn verlassen sollte, um in vollem Schwung die sechs mächtigen Elefanten zu üverjpringen, verlor der Fahrer oie Richtung, Er kam zu Fall und überschlug sich mehrnmls, trug aber zum Glück kerne lebensgefährlichen Verlegungen davon.

H i r s ch b e r g i. Schl., 30. Nov. In Erdmannsdorf ist die Fabrik von Böhm & Haros ke mit sämtlichen Waren­vorräten bis aus den Grund nieder gebrannt. Hier­durch werden 275 Arbeiter ihre Beschäftigung verlieren, ganz abgesehen von der großen Zahl der Hausarbeiter, die sich auf die ganze Gegend von Hirschberg bis Warmürunn ver­teilen. Der Brandschaden ist durch Versicherung gedeckt.

Bautzen, 30. Rov. Das Schwurgericht hat den Zimmermann Philipp wegen Tötung seiner Kinder und des Kindes seiner Geliebten durch Schwefelsäure zu 15 Jahren Zuchthaus verurtellt.

London, 30. Rov. Die Blätter melden noch immer Einzelheiten über den Schaden, welchen die heftigen Regengüsse in den letztenTagen angerichtet haben. Das Themsetal hat besonders schwer gelitten. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Pfund geschätzt. Aus den Hafen­städten wird gemeldet, daß zahlreiche Schiffe ver­mißt werden.

Wien, 30. Rov. Die Polizei verhaftete den 27jähngen Hörer der technischen Hochschule, Paul I a g 0 d i s ch, weil derselbe seinem eigenen Geständnis zufolge mittelst Ein­bruchs in Agram Bargeld und Wertpapiere in Höhe von 66000 Kronen entwendet hat. Interessant ist, daß der Diebstahl in Agram noch nicht entdeckt wurde und die Polizei die Verhaftung nur deshalb vornahm, weil sich Jagodisch durch Verkauf der Wertpapiere verdächtig ge­macht hat.

L. Rewy0rk, 30. Nov. Zwei Direktoren der Darm­städter Bank haben, wie der New Port Herald meldet, eine Beteiligung an einer leitenden Newyorker Handelsmakler­firma erworben, zu dem Zweck, den Einfluß der Bank in Amerika auszude hnen.

Zusammen: Erwachsene: im vom

1. Lebensjahr: 2.15. Jahr

WreWe. erklärte mm nach derO. Z." vor dem SchSffen- gerrcht, daß er die ftagliche Notiz rnchi selbst geschrieben, daß er aber den betreffenden Gewährsmann für vertrauens­würdig gehalten habe. SMer habe sich allerdings ge- : zeigt, daß der Gewährsmann nicht gut unterrichtet ge­wesen sei. Das Urteil lautete gegen Wiehle aus 100 Mk. Geldstrafe, sowie auf Publikation rm Offenbacher Abend­blatt" und in derOffenbacher Ztg."

d. Mainz, 30. Nov. Um eineGeri chts^ r tz- ung" abzuhalten, waren am 24. August drei hiesige gerrcktsbekannte Taglöhner in ,den Sitzungssaal der zweiten Civilkammer im Justizgebäude eingedrungen und zogen dort die Talare und Baretts der Richter an. Nun wurde allerlei Unfug getrieben, sämtliche gefüllte Trnten- behälter aus dem Gerichtstische entleert und von den Fenstern aus den weiblichen Gefangenen im Provinzial- arresrhaus zugerufen. Als die Angeklagten ihreArbeit" verrichtet hatten, legten sie auf den Richtertisch erneu Zettel, auf den sie die Worte schrieben:Die Anarchie lebe hoch!" Aus der Straße rempelten sie nachher einen Gefangenenausseher an urtd beleidigten ihn. Diedrei Richter" wurden vom Schvssengericht zu je 2 Wochen und 4 Tagen Gefängnis und je 3 Tagen 5)vft verurteilt. Vor der Strafkammer hatte sich der 14jährige Schüler Johann Meinhardt aus 5)errnsheim zu verantworten, der am 18. Juli auf der Eisenbahnstrecke Worms- Gundheim Steine z)vischen die Weichen gelegt hatte, um zu sehen, wie die Steine durch den Zug zerdrückt würden. Es kant alsbald ein Güterzug, der die Weiche durch fuhr, und entgleiste. Der leichtsinnige Mensch wurde wegen Ge­fährdung eines Eifenbahntransportcs zu 14 Tagen Ge- fängnrs verurteilt.

Beut he n, 29. Nov. Die Strafkammer verurteclte den Verleger Kowalczyk und den verantwortlichen Redakteur, Schriftsetzer Zielpak, von dem polnischen BlatteGornos- lazak" wegen Vergehens gegen das Preßgesetz zu sechs be­ziehungsweise vier Wochen Gefängnis. Kowalczyk hatte es zugelassen, daß Zielpak verantwortlich zeichnete, obwohl ihm bekannt sein mußte, daß dieser nicht die für euren Redak­teur erforderliche Bildung besaß.

Streikende Geschworene. Zum Beweise, daß sich die Geschworenen in den wenigsten Fällen von dem Staatsanwalt oder dem Gerichtshof beeinflussen lassen, führt dieBerl. Volksztg." folgenden Fall aus Halle an: Bei emer Schwurgerichtsverhand- lung gegen einen der Brandstiftung Angeklagten beantragte der medizinische Sachverständige, den Angeklagten auf Grund des § 81 der Strafprozessordnung zur Vorbereitung eines Gutachtens 6 Wochen zur Beobachtung seines Geisteszustandes in eine Irren­anstalt unterzubrmgen. Der Staatsanwalt sagte, der Angeklagte sei ganz gesund, auch das Gericht lehnte den Antrag ab, da es zu der Ueberzeugung gekommen wäre, daß der Angeklagte nicht nach § 51 des Str.-G.-B. in einem Zustande von Bewußtlosigkeit ge­handelt habe. Der Ankläger beantragte nun das Schuldig unter Verneinung mildernder Umstände. Der Verteidiger wies darauf hin, daß es die Geschworenen mit ihrem Gewissen nicht verein­baren könnten, unter solchen Umständen ein Schuldig auszusprechen. Als man bis abends V, 7 Uhr verhandelt hatte, zogen sich die Geschworenen in das Beratungszimmer zurück. Sie erschienen aber bald wieder und ließen durch ihren Obmann verkünden:Wir lehnen dieBeantwortung derSchuldfragen a b". Nunmehr mußte dem Anträge des Sachverständigen stattgegeben

werden. _ . . L .

Zu dem Kisch ine wer Prozeß wrrd g-emeldet, der VizLpolizeimeister habe zugesttrnden, daß es den Christen ae statt et wurde, Revolver zu tragen,, während das den Juden verboten wurde. Der Gouvernementsarzt Tr. Prejatatbowttsch gab an, daß die ihm unterstellten Aerzte 22 Leichen gesehen hätten, die nicht verstümnfelt waren, darauf sei die 9öachricht derBirschew. Wjsd." zu- rückzuführen, welche die Meldungen von den barbarischen Verstümmelungen der Leichen als unwahr bezeichnet.

Hchlsisnachrichton.

Norddeutscher Lloyd.

In Gießen vertreten durch Carl Loos, Kirchenplatz.

Bremen, 24. Nov. (Per transatlantischen Telegraph.) Ter Toppelschrauben-SchnellpostdampferKronprinz Wilhelm", Kapitän A. Richter, vom Norddeutschen Lloud in Bremen, ist heute 4 Uhr morgens wohlbehalten in New-Pott angekommen.

Bremen, 25. Nov. (Per transatlantischen Telegraph.) Ter Doppelschrauben-PostdampferNeckar", Kapitän A. Harrassowitz, vom ^Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 6 Uhr abends wohlbehalten in Newyork angekommen.

Kunst und Wissenschaft.

Saint Etrenne, 29. Nov. Gestern ist hier unter dem Vorsitze Casimir Periers der K 0 n g r e ß f ü r s 0 z i a l e H y g i e n e Äusammengetreten. Heute nachmittag sand eine Plenarsitzung statt. In dieser empfahl Casimir Perier in längerer Rede das Zusammen­wirken aller Gesellschaften, die die Tuberkulose und den A'lko ho lism us bekämpfen, mit allen Gesellschaften zur Er­bauung billiger Arbeüerwohnungen und mit allen mutualistischen Gesellschaften.

Wciynachis-aUtteratur.

DerHessische Kalender" für 1904, der soeben in der Hofbuchhandlung von E. Hüber in Kassel erschienen ist, eignet sich für den Weihnachtstisch in hervorragender Weise. Er besteht aus 12 Originallithographien nach Studien aus Heßen-Na sau und dem Großherzogtum pesten von H. Wleyer-Kassel tn München. Diese Lithographien in Folioformar sind kleine Kunstwerke von dauerndem Wert. Der Künstler hat nicht nur etnen treffsicheren Blick für das Malerische, sondern frisch zu packender Kraft und belebenden Schwung. Da sehen wir u. a. das hoch ragende stolze Diarburger Schloß, dann unser Lahntal vom S t a u f f e n b e r g aus gesehen mit Lollar, Gleiberg und Vetzberg, deii Feldberg und den Blick vom Auerbacher Schloß im Odenwalde, Eppstein im Taunus rc. re.. Ter Kalender kostet 2 Nik.

Fr-mksurt a. M.und hat das 65. Lrbenßiahr vollendet. Er studi-rt- m Göttingen. Wien. Berlin, Utrecht, in England und " Pans. Von 1862-1886 praktischer Arzt, widme,- er sich dannausichieb- lich der Largnqologie. 1892 erhielt er den Professor tel, 1898 wurde er («ch. Aledizinalrat und Ehrenmitglied des.^»ltituts sur experimentelle Therapie in Franksurl a. M. Er ichriev eines Reih« gedi-geii-r Arbeiten, z. B. über Kehlkopsschwmdsucht und über di- sirankheilen der oberen Luilwcge. _____

MchtllUiPe Wttjitzt deroörsfülle in Ser Siadt Bietzen.

46. Woche. 'Vom 8. bis 14. November 1903.

Einwohnerzahl: angenommen zu 26 900 (inkl. 1600 Alaun Militär.) ' Sterblichkeitsziffer: 13,53, nach Abzug von 2 Ortsfremden: 9,66 Vco.

Kruder

Sport.

D i e Strecke des Gordon-Bennet-Auto- m o b i l r e n n e n s, das 1904 in Deutschland stattfindet, wiirde gestern abend von der eingesetzten Kommission festgesetzt und zwar, wie lauge projektiert war, für die Umgebung von Hom­burg v. d. H. _________________________________

Handel und Nerlrehr. V^liiswirtschast.

Frankfurt a. Öl., 28. Nov. Infolge des schlechten Geschäfts­ganges hat, wie derFrkf. Gen.-Anz." meldet, die Z u ck e r f a b r i k in Hattersheimjämtlichen Arbeitern gekündigt.

Märkte.

fc. Frankfurt <u M., 3 0. Nov. (Orig.-Telegr. desGießen. Anz.") Amtliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise: Weizen All. 16.2500.00, Kurhessischer Mk. 16.5000.00, La Plata Nck. 17.0018.00, Kansas Mk. 17.0018.00, Roggen (hiesiger) Mark 13.2500.00, Gerste (Wetterauer) Alk. 15.2515.50, Framen- selber Alk. 16,0016,25, Hafer Alk. 13.0013.75, Mais Mk. 12.5012.75, Weizenmehl 0 Alt. 25.7526.25, 2. Qualität Alk. 23.75

bis Alk. 24.25, 3. Qualität Alk. 21.7522.25, Roggenmehl 0 Alk. 22.0022.50,1. Qualität Mk. 19.2520.25, Weizenkleie Alk. 8.75 bis Alk. 9.00, Roggenkleie Alk. 9.7510.25, Maiskeime Mk. 10.25 bis Alk. 9.00, Franken, Pfälzer, Ried Alk. 00.00000.0. Alles per 100 Kg. ab hier.

to. Frankfurt a. M., 30. Nov. (Telegr. Orig.-Bericht des Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen der heutigen Viehmarkt­preise. Zum Vettause standen: 426 Ochsen, 196 aus Oest­reich, 33 Bullen, 0 aus Oestreich, 705 Kühe, Fersen, Stiere und Rinder, 1 aus Oestreich, 259 Kälber, 364 Schafe und Hammel, 1407 Schweine, 0 Ziegen, 0 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qualität 7274 Mk., 2. Qual. 6870 Alk., 3. Qual. 6366Alk.; Bullen l.Qual. 65 bis 67 Alk., 2. Qual. 6264 Alk.; Kühe L Qual. 6466 Alk., 2. Qual. 6061 Alk., 3. Qual. 5052 Alk, 4. Qual. 4749 Alk., 5. Qual. 0000 Alk. Kälber: 1. Qualität8284 Pfg., Lebendgewicht 4951 Pf., 2. Qual. 7173 Pfg., Lebendgewicht 4055 Pfg., Schlacht­gewicht 5557 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 6668 Pfg., 2. Qual. 5256 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg.; Schweine 1. Qual. 5500 Pfg., Lebendgew. 43 Pfg., 2. Qual. 5254 Pfg., Lebendgewicht 4200 Pfg., 3. Qual. 4547 Pfg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Hornvieh mittelm. unbed. Ueberstand Kleinvieh unb. kein Ueberstand

. 100.20 . 103.70 . 64.25 . 32.45 . 37.15 . 144 80 . 44.85

42.75