Ausgabe 
30.10.1903 Erstes Blatt
 
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u.

bestrafen.

TeBephomscher Kursbericht.

. 26.86

3ü/q Mexikaner

Tendenz: schwächer.

6*2

um

7

8

103.90

52.75

81.90

37.20

140 80

43.80

Schlußkurse.

209.80

219.40

145.12

189.12

199.25

91.80

111.20

104.90

210.20

196.40

144.50

154.00 162.80

143.00

16.60

190.00

237.00

189.00

189.90

Kommunion.

Seelenamt für alle Verstorbenen der

Reicheanleihe do.

Konsole do. . .

Hessen Oberhessen

3Va% 3°/o 3'/,°/o 8% 3V6%

. 102.10

. 90.95 . 102.00 . 90.85 . 100.00 . 100.20 . 102.10

bar verstümmelt, tot aufgefunden.

" Newyock, 29. Okt. Bei Dean in Iowa ereignete /ich ein Eisen bahn Unfall, bei dem der Heilsarmeeobcrst , Holland sofort getötet wurde. Frau Booth-Tucker von der Heilsarmee wurde schwer verletzt und starb später.y Ferner wurden noch 15 Personen verletzt, darunter zweil lebensgefährlich.

* Mit seiner Schwiegermutter durchgebrannt ist der Reservist S. aus Potsdam, der nach Beendigung der Manöver als Sergeant aus dem Dienst getreten war. S. war mit der 18jährigen Tochter des Potsdamer Haus­eigentümers A. verlobt. Frau A., die selbst noch in den besten Jahren steht, hatte sich bei den häufigen Besuchen des stattlichen Marssohnes in diesen verliebt. Als er das letzte Mal in der Wohnung der Schwiegereltern erschienen war, hatte Frau A. dafür gesorgt, daß weder Gatte noch Tochter anwesend waren; wohl aber hatte sie sich vorher reichlich mit Geldmitteln versehen. Das Ende war, daß Frau A. nut dem Sergeanten verschwand. Bisher ist es dem betrogenen Ehe- manne und der getäuschten Braut nicht gelungen, den Auf­enthaltsort des ungleichen Liebespaares zu ermitteln.

Vorsicht beim Alleinlassen von Kindern! In dec Wohnung des Arbeiters August Siepert in Berlin brach Feuer aus, wobei die Kleider der vierjährigen Tochter, die mit ihren beiden jüngeren Geschwistern allein in der Wohnung war, in Brand gerieten. Auf das Geschrei der Kinder drang ein Nachbar in die verschlossene Wohnung und löschte den Brand. Das schwer verletzte Kind wurde nach dec Sanitätswache IX und von dort nach dem Krankenhause I

am Urban gebracht, wo es bald nach der Ankunft starb. Ein Unfall aus ähnlicher Ursache ereignete sich in Leipzig.

Den Tod durch Ersticken bezw. durch einen Genickbruch fand das im zweiten Lebensjahre stehende Söhnchen eines in der Merseburgerstraße zu Leipzig-Lindenau wohnhaften Markt­helfers. Am Montag abend verließ die Mutter des Kindes auf kurze Zeit die Wohnung, als das Kind bereits im Bett! lag und schlief. Um ein Heraussallen des Kindes zu ver- hüten, steckte die Frau, wie es sehr oft gemacht wird, das Plättbrett in das Bett. Da das Brett länger war, stand es aus einer Seite etwas in die Höhe. Als die Frau zurück­kehrte, fand sie das Kind in ganz eigenartiger Lage tot vor. Das Gesicht des Kleinen steckte in den Betten, der Hals be­fand sich in dem Zwischenraum zwischen Brett und Bett, die Beine hingen nach unten. Das Kind war offenbar in der Zeit, als die Mutter sich entfernt, erwacht und es hatte zum Bett herausklettern wollen, wobei es stecken geblieben ist und so den Tod gefunden hat.

41/ag/o Chinesen . . Electric. Sohnckort . Nordd. Lloyd . . Kreditaktion . . . Diskonto-Kommandit. Darmstädter Bank . Dresdener Bank . « Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn . Lombarden , . < Gotthardbahn . . . Lanrahütte . . .

Bochum . . . . Harpen er . . .

4°/a Italien. Rente . . .

4/2% Portugiesen . . .

Portugiesen. . . . .

1% C. Türken . . . .

Türkenlose 4% Grieoh. Monopol.-Anl.

41/,% äussere Argentiner

UliwerMts-NilchrichieA.

Durch Erlaß des Kaisers vom 6. Oktober wurde Professor Niehues für die Universität Münster ins preuß. Herrenhaus berufen.

Israelitische Rcligrousgemeinde.

Gottesdienst in der Synagoge, Südanlage.

Samstag, den 31. Oktober 1903.

Vorabend 4.45 Uhr. M o r g e n s 9.00 Uhr.

Nachmittags 3.30 Uhr.

Schrifterklaruug.

Sabbathausgang 5.5" Uhr.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Berliner Börse vom 29. Oktober 1903.

(Mitgeteilt von der Bank für Handel und Industrie, Gießen.)

Privat-Diskont 3 7, Prozent. Anfangs-

Oest. Kredit .... 209.90

Deutsche Bank . . . 219.40

Darmstädter Bank . ..7O

Bochumer Guß . . ^9.25

Harpener Bergbau . . 200.60

Schluß-Tendenz: Schwach.

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

21. Sonntag nach Trinitatis, den 1. November. R e f o r m a t i o n s f e st.

Kollekte für die Gustav Adolf-Stiftung.

G o t t e s d i e n ft.

In der Stadtkirche.

Vormittags 9>/r Uhr: Professor D. Drews.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Beichte und heil. Abendniahl für Matthäus- und Markus- gemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde er­beten, für die Markusgememde bei Pfarrer Dr. Naumann, Südaiilage 8.

Abends 8 Uhr im Konftrmandensaal: Vereinig iln g d e r konfirmierten m ä nn 1 i ch e n I u g e n d d e r M a 11 h ä u s° I gemeinde, ivozu auch die Neukonsirmierlen eingeladen werden.

Die A n m e l d ii n g der Konfirmanden aus der Markilsgenieinde wolle man vornehnien am Donners­tag u ri d Freitag, den 5. und 6. November, jedesmal nach­mittags von 3 bis 7r7 Uhr, bei dein neu ernannten Pfarrer Schwabe, und zwar im Pfarrhaus, S ü d a n l a g e 8.

In der Johanneskirche.

Vormittags 97» Uhr: Pfarrer Euler.

Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukas- gemeinde. Pfarrer Euler.

| Abends 5 Uhr: Pfarrer Dr. Nau m a n n.

Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgemeinde. Anmeldungen vorher bei deni Pfarrer jeder Gemeinde erbeteii. . , PJ

Montag, den 2. November, abends 8 Uhr: B i b e l st u n d e im Konfirmändensaal der Johanneskirche.

Pfarrer Eule r..

Tie diesjährige Dekanatssynode wird am Mittwoch, den 4?November, in Gießen abgehalten. Im Eröffnungsgottes- dienst, der vormittags 9 Uhr in der Johanneskirche ftaltfinbet, predigt Pfarrer Gluck aus Heuchelheim. Hieran schließen sich um 10 Uhr die Verhandlungen an, die im Konsirmandensaal der Johanneskirche gehalten werden und öffentlich sind.

Freitag, den 6. November, nachmittags 57, Uhr, findet im Konsirmandensaal der Johanneskirche Vereinigung der konfirmierten Mädchen der Lutasgemeinde statt. Pfarrer Eule r.

Katholische Gemeinde.

Samstag, den 31. Oktober 1903.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag, den 1. November. Allerheiligen.

Vormittags von 6 7» Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. .

um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Anstellung der heil. Kommunion.

um 8 Uhr: Die zweite heil. Messe.

Militärgottesdienst mit Predigt.

um 9 7, Uhr: Hochamt mit Predigt.

Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.

Nachmittags um 5*/2 Uhr: Rosenkranz-Andacht mit Segen, darauf Predigt und Andacht für die Ab-

Neueste Melduugeu.

Originaldrahtmcldungcn des Gietzcner Anzeigers.

Berlin 26. Okt. Die Vereidigung der polnischen Keuaen int Pr o ze ß gegen die Gräfin K'w i l c cklvrrd von^heute ab unter Anwendung der von diesen gewohnten heimischen Zeremonien erfolgen. Aus diesem Anlaß ts ein Beipult und ein Kruzifix aus dem ^esangnts vr tat Sclmmraerickttssaal gebracht worden. An dem Betstuhl knieend werden dann die Zeugen in Anwescnh^t eines polnischen Geistlichen die Eidesformel ftc

der Geistliche vorher noch einmal m nachdrücklicher -Weife auf die Heiligkeit und Bedeutung der vorzunehmende« $3W Lessingtlf-eater wurde das vicr-

aktrge DramaZ a p f e n st r eich" von B e her ter n (dem Verfasser vonJena oder Sedan ) nut starkem Beifall

dem deutschen DampferProgretz- und dem der Nippen yusen Kaishalinie gehörenden Dampfer »Tekai Marn* statt. Letzterer sank. Die Zahl der Paffagiere und Mannschaft betrug 100, von denen 56 gerettet wurden.

Paris, 29. Okt. Der ehemalige Bankbeamte Kurt Groß, der wegen Veruntreuung von 30000 Frcs.

' Äum Schaden eines Berliner Hauses verfolgt wird, ist hier aus Reqmsttion der deutschen Behörden verhaftet worden. Von der Summe wurde nur ein kleiner Teil vorgefunden. I

» Paris, 29. Okt. DemRappell" zufolge ist die frühere Kronprinzessin Luise von Sachsen schwer er. krankt und soll beabsichtigen, nach Lindau in das Schlag ihres Vaters zurückzukehren. Der Kronprinz von Sachsen babe sich telegraphisch nach dem Befinden der Prinzessin er- kündigt und die Absicht geäußert, sie dort zu besuchen.

Paris, 29.Okt. Als die Deputierten das Palais Bourbon verließen, schoß eine Frau, die am äußeren Gitter des Gebäudes stand, mit einem Revolver in die Lust. Die Frau wurde verhaftet; sie scheint geistesgestört zu sein.! Sie erklärte, sie sei von Grenoble gekommen, um in Paris Rechtsansprüche vor den Gerichtsbehörden zu verfolgen.

* Wien, 29. Okt. Der^ hiesige Gynäkologe Professor Ghrebak wurde nach Luzern zu der erkrankten Gräfin Lonyay berufen.

* Berchtesgaden, 29. Ott. Bet den Jagden des Prinzregenten Luitpold am Kammerlinghorn wurde, ein 70jähriger Treiber von einer stürzenden Lawine ersaßt und die steilen Abhänge hinabgeschleudert. Er wurde, furcht-

Dic irrige Meinung, daß ein ttichttger Schnupfen gesund sei und den Ausbruch anderer Krankheiten verhüte, ist zu verwer­fen' Der Schnupfen ist eine Krankheit wie jedes andere körperliche Leiden und muß sofort energisch bekämpft werden. Ein vernach- lcffsigter Schnupfen hat oft die schwersten Komplikationen im Ge­folge, namentlich bet Kindern und Personen mit zarter Konstitution. Deshalb muß jeder Schnupfen vorn ersten Tage an sorgfältig be­handelt werden. Als Mittel istForrnan" anzuwenden, der Schnupfenäther, der ärztlicherseits mehrfach als geradezu idea l es Schnupf en mi t te l bezeichnet wurde. Forrnan ist em Konden- sationsprodttkt aus Formaldehyd und Menthol. Seine Anwendung ist eine sehr einfache. Bei leichtem Schnupfen genügt die forrnan- walte, die in kleinen, wohlfeilen Dosen verkauft wird, bet starkem Schnupfen wird der Formanälher (in Pastillenfonn) mittelst emes kleinen Riechgläschens inhalirt. Das Eigenartige seiner Lbtrkungs- wetse ift, daß das Mittel fast momentan eine Erleichterung un Köpfe und in den Nasengängen verschafft.

Spart.

Lon don, 29. Okt. Thomas Lipton richtete am 27. Ok­tober ein Telegramm an den deutschen Kaiser, m dem er pcy erbot, den Pokal, den er für die i n t e rm a t to na 3ßfl wettfahrt über d en atlantischen Ozean gesttstet habe, mrückzuziehen, da er gehört habe, daß der Kaiser^ em abnhd) Anerbieten gemacht habe. Lipton fügte htnzu, dal; 5wet Rennen in demselben Jahre den Wünschen der Wettbewerber mcht cnt- sorechen würden. Kaiser Wilhelm erwtderte am 28 Okto­ber unter warmer Anerkennung des fportsmamuschen tahalten^ i Livtons, daß er allerdings durch den deutschen Botsaiafter tn Washington einen Pokal für die Wettfahrt über den Ozean zur Verfügung gestellt habe, daß er aber das m so rttterlicher Werse angebolene Zurücktreten Liptons im Interesse des schönsten Spor­ tes der Well gern annehme. --------

GerWssM.

Ein weiblicher Dippold. Wegen barbarischer Kindesmißhandllmg wurde von dem Schwurgerichtshofe m Exeter eine 40 jährige Frau namens Frances Alary ^.ay zu sechsnwnat- lichem schweren Kerker verurteilt. Die entmenschte Mutter, die zwei ihrer fünf Kinder, die 14 jährige Joan und dre 10 jahcrge Lychms, mit geradezu bestialischer Grausamkeit guälie, war ehemals Er- riehernl und ist eine sehr gebildete, mehrere ^prachei^ vollkonunen beberrfchende Frau/ Sie hatte eines der Kinder oft -rage lang m einem kleinen engen Kasten, woriir es weder llegen iroch stehen tonnte, eingesperrt gehalten, hatte es in kalten Llnternachten un­bekleidet an den Gartynzaun angebmiden und die ganze Jcacot

, 30. Okt. Bei der hiesigen Erstausführung erzielte Fritz LienhardsHeinrich von Ofter­dingen" starten, von Alt zu Akt stergenden Erfolg.

Lo n d er sh au s e n, 30. Okt. Zwrfchen,einem arift^ kra tischen Herrn und dem Oberförster Ob art fand im Walde ein Duell statt, bei welchem Ebairt durch einen Schuß in den Unterleid verwundet wurde.

L. Lissabon, 29. Ott. Wrzlich wäre es Heer beinahe zu einer p ex en ver b r e n n u ng gekommen, wenn die Polizei nicht noch rechtzeitig aus der Bildfläche erschienen, wäre. Eine Frau Maria da Eoncerdao stand nall)i Ansicht ihrer getreuen Nachbarn und desgleichen nut dem, Gottseibeiuns un Bunde und fügte mit Hilfe dieses ge­schwänzten Gesellen ihrer 'Rachbarschast allerlei Unyerl zu. Deshalb rottete sich die Menge zusammen, um died^exe 12u verbrennen. Man drang in die Wohnung der ahnungs­losen Frau ein, schlug alles kurz und klein und errichtete aus den Trümmern einen Scheit er hau f en. Dann band man der vom Teufel Besessenen Hande und Fuße, leM sie oben auf den H^aufen imb zündete ihn an. Die in^mschen benachrichtigte Polizei kam gerade noch recht, um die Un­glückliches die bereits das Bewuptsem verloren hatte, vor dem Schlimmsten zu bewahren.

Petersburg, 30. Okt. Die Ehunchusen überfie­len bei der Station Fulardi einen Frachtdampfer, metzelten die ganze Bemannung nieder, griffen sodann zwei russische Wachtposten an mW töteten 45 Mann der Wache. Als 200 Mann der Bahnwache mit 2 Geschützen zur Bestrasuug der Ehunchusen am Tatorte emtrafen, hatten sich dieselben verschanzt, sodaß aus Charbin Ver­stärkung herbeigeholt werden mußte, um die Räuber zu

Arbeiterbewegung.

In N e u n k i c ch e n i. Wests, kam es zu skandalösen Vorgängen. 15 Bahnarberter hatten die Arbeit ein­gestellt und begaben sich nach der Wohmrng des Bauführer^, wo sie sich gewaltsam Einlaß verschafften. Die Tumulte wurden! derart bedrohlich, daß die Polizei mit blanker Waffe enychreiten und Gendarmen telegraphisch herbeigcholt werden mußten. Mehrere Personen wurden verletzt, die-Hauptradelsfuhrer sind verhaftet word P'a x is 29. Okt. Die Arbeiter, welche in der Nahrungs­mittelbranche beschäftigt sind, hielten heute nachmtttag abermals eine Sitzung in der Arbeiterbörse ab m deren Verlauf Drohrufe auf den Alunizipalrat, den Polizciprasekten und die Polizisten aus- gestoßen wurdeii. Als eine Flasche aus dem Fenster der Arbeiter- börse geschleudert wurde, wodurch em P olizrft verle tzt wu de, zog die berittene Munzipalgarde blank und ruckte vor. In diesem Augenblick wurden etwa 10 Flaschen aus !den Fenstern geschleudert, ohne icmand m treffen. Im Verlawe des darauf entstandenen Hand- gemeLandem'etwa 40 Personen und

wurden mehrere, die aus der zweiten Etage der Halle der Arbeiter börse herabsprangen, verletzt. Tie Polizei rarnte spater die Arbetter- börse und nahm zahlreiche Verhaftungen vor.

Barcelona, 29. Okt. Infolge des Ausstandes der Gas­arbeiter feiern aiich 15 000 Arbeiter anderer Industrien.

Lemberg, 29. Okt.Slowopolstt" zufolge wurden gestern in Stanislmr bei Ausschreitungen von Arbeitern aus Anlaß der Wahlen zur Bezirkskrankenkasse em Zchuler getötet, em Sicherheitswachmann schwer verwundet. Zur Wiederherftellmig der Riihe mußte Wlilitär einschreiten. _

gestorbenen.

Montag, den 2. November.

Allerseelen.

Vormittags von 6'/, Uhr an: Gelegeichell zur heil. Beicht.

Uhr: Die erste heil. Aiesse.

Die zweite heil. Messe, vor und in jeder " heil. Messe Aiisteilnng der heil.

Bereinigte Kunftseidenfabriken, Aktiengesellschast Fran»- surt a. M. Diese Gesellschast, die im Jahre 1900 gegründet wurde, mit einem Kapital von 27, Attllionen Mk arbeitet und deren Aktien an der F-rankfurter Börse eingefuhrt sind, soll gegen­wärtig so glänzend beschäftigt fern, daß die Auftrage kaum be­wältigtwerden können. Für das laufende Jahr wird ein un­gewöhnlich günstiger Abschluß erwartet. Die bis zetzt gezahlten Tividendeii betrugen 5, 8 und 9 Proz. Die Aktien sind , im Juli v. Js. zum Kurse von 125 Proz. an der Frankfurter Börse em- aesührt worden und notiren gegenwärtig ca. 240 Proz., wahrend | sie noch anfangs d. Mts. 178/r Proz. standen! Drese ganz un-: natürliche Kurstreiberei, selbst bei den allerbesten Aussichten, soll daher kommen, daß der Begehr des Piiblikums nach den Aktien ein sehr großer ist, das Material aber sich tellwei e m festen Händen befindet und sehr schwer Stüde zu bekommen sind.

Märkte.

S Butzbach, 29. Okt. Der heutige ^roeinemarft war mäßiger als sonst befahren und besucht^> Es kostete das Paar Ferkel 3540 Mk., Emlegeschweine 75100 Mk., ;e nach Qualität.

" 1 Pfarrei.

Nachmittags um 6'/. Uhr: Rosentranz-Andacht mit Segen. Schluß des Rosenkranzgebetes.

über im Freien gelassen, hatte dem anderen snnoc einen Fmger fast qäiizlich abgebissen, weil er Achmutzig^ war, es an Armen und Beinen gefesselt, an einem Balken aiifgehangt und Stunden lang hängen lassen. Diese ^ur^^tbnl;en erregten die Be-

völkerung der Stadt Exeter so sehr, day grope Menscheiimaffen vor dein Gcrlchtshause, als die Verurteilte ins Gefängnis gebracht werdeii sollte, eine drohende Haltung gegen sie annahmen und nur diwch polizeiliche Intervention von Tätlichkeiten abgehalten werden konnten. I

Wetterbericht vom 29. Oktober.

Verlauf der Witterung von Mittwoch bis Donnerstag.

Das über England lagernde Tief ist unter starker Abflachung nach der Alpenl,°g°nd fle5ogcn 63 »ciurfad)te '=9 feiner schwachen SluSbilbunq bei einer Winddrehmig von 6ub über £D|t nach Nord nur Bewölkung, das Weller blieb trocken. Ein neues Ties ist übet Irland erschienen und durste uns wegen der östlichen Lage des Hochs kaum beeinflussen. Jin Nordosten Europas herrschte I strenge Kalte>eita unb Samstag teils heiteres, teils wolkiges nchigä Herbstwetter, stellenweise Nachtsrost wahrscheinlich.

«p C p P l ß

Preusjischc KonsolS. Wahrend, wie wir schon ermatziten, es als sicher anzusehen ist, dast das Deutsche Reich nächstes Früh, saht mit einer neuen Anleihe an den Geldmarkt herantreten wird, dürste Preußen auch dieses mal keine neue Anleihe ainnehmen. Tas Budget wird zwar, wie nian derF. 3. lebreibt, ou$ dies-1 mal einen Fehlbetrag ergeben, aber dieser wird durch Streichungen und besonders Dank den Ueberschüssen der Staatsbahnen so minimal werden unb ganz verschwinden, daß man voraussichtlich von der Ausnahme einer neuen Anleihe wird absehen können.

Güterwagen auf preutzifchen Bahnen. Eine Entscheidung darüber, wieviel Güterwagen für das nächste Etatsiahr fetten^ der preußischen Eisenbahnen angeschafit werden, ift bisher noch nicht l getroffen. Nach einem Berliner Börsenblatte seien deshalb alle darüber in Umlauf gesetzten Nachrichten als verfrüht zu be-

S7o--

4% Oestorr. Goldrente

476% Oesterr. bilberrente 100.90

4% Ungar. Goldrente . . 99.85

ff