G. Kehr IV.
4360
Villa Fünke - Lollar
für
die 12
zu teil.
Die Kompagnien hatten ihren Leuten, btt ohne seiten- gewehr erschienen waren, je 1 Mk. von dem ihnen überwiesenen Geld gegeben. Wiederum war zur Vermeidung deS Eintrittes Unbeteiligter von der 5. und 6. Kompagnie am Tor an der Bergstraße je ein Unteroffizier als Posten auf- gestellt worden.
AlS am späten Abend endlich im Garten ein wunder- volle- Feuerwerk abgebrannt wurde, als die Raketen und FeuerwerkSkörper zum Nachthimmel emporstiegen, hatte das schöne Gartenfest seinen Höhepunkt erreicht. Beim Erstrahlen deS Namenszeichens unseres Kaisers spielte die Mustk dte Nationalhymne. v , r
Später veranstaltete unsere Militärkapelle noch eine sehr packende Schlachtenmusik. Dabei donnerten die Gewehre der im Dunkel deS Gartens unsichtbar aufgestellten Schützen, so daß man sich mitten in das Schlachtfeld versetzt glaubte. Hierzu hatte die 5. Kompagnie 8 gewandte Leute mit Ge- wehren und je einem Rahmen Platzpatronen kommandiert. Die Kapelle hat übrigens gestern abend ihre vollste Schuldig- keit getan; biö spät in die Nacht hinein spielte sie noch zum Tanz auf, an zwei Stellen, int Saale und in einer lauschigen Ecke des Gartens.
Endlich vollzog sich noch im Garten deS SaalbaueS etn Zapfenstreich durch die RegimentSmusik und sämtliche Spielleute deS Regiments. , . t _
Lange noch tummelten sich Festesfrohe ui der kunst-
lange verweilte und dem Unteroffizier Günther in der 5, Komp. deS 1L Bataillons daS ihm verliehene DienstauS- zeichnungSkreuz für 16 Jahren überreichte. Draußen im Gatten hörte man der Musik unserer wackeren, unermüdlichen Regimentskapelle unter Musikdirektor Krauße zu, oder man ah die turnerischen Spiele, die Leutnant Tamm vorbereitet hatte, oder ergötzte sich an den geistreichen pantomimischen Spielen auS dem Schildwachenleben. Etliche andere, darunter der MuSketter Schmidt, schauten gefühlvoll hmauS in den chönen Maienabend und sehnten sich nach etwa« . . .
Dicht gedrängt saßen die Zuschauer im Saale, als ein Feldwebel auf der Bühne erschien und die Verse verlas, die Hauptmann Köttschau versaßt hat und in denen ein packen- der Ueberblick über die Geschichte deS Regimentes geboten war. (Wir geben in der heuttgen Nummer tm Feuilleton dieses Gedicht im Wottlaut wieder.) Die lebenden Bilder, die von Oberleutnant Schröder sehr exakt vorbereitet waren und durch die die Verse illustnett wurden, wurden überaus geschickt in Szene gesetzt. Reicher Beifall wurde den Darstellern
Stadt ihre Huldigungen darzubitten. Unter lebhaften Rufen der Menge fuhr dieser mit seiner Begleitung nach dem Bahnhofe. Um 6 Uhr 63 Min. sollte die Abfahtt erfolgen, doch hatte der Zug von Bettm einige Minuten Verspätung. Se. Kgl. Hohen verabschiedeten sich auf dem mit Teppichen belegten und mit Pflanzenschmuck versehenen Perron vor dem Fürstenzimmer von den Herren, die den Landesfürsten um Mittag empfangen hatten und ihm zur Abfahtt daS Ge- leite gaben: Oberst v. Graevenitz und Major Zahn, der Rektor der Universität Prof. Dr. Krüger, Provinzial- direktor Dr. Breidert und Oberbürgermeister Mecum. Vom Fenster deS HofwagenS auS unterhielt sich der Groß- Herzog noch einige Minuten mit den Zurückbleibenden. Dann wurde der Hofwagen ins zweite Geleise überfühtt und unter den Hochrufen der aiich innerhalb deS Bahnhofes sehr zahlreich erschienenen Gießener erfolgte die Abfahrt.
3m Neven Saalbaa.
Die übrigen Gäste von auSwättS sind zum großen Teile noch etwas langer in unserer Stadt geblieben. Waren doch nach 6 Uhr abends gerade die Stunden gekommen, die die Gäste und Mannschaften des Regiments in fröhlichem Feste vereinigen sollten.
Um 6 Uhr abends fand die Feier deS 2. Bataillons and seiner ehemaligen Angehöttgen int Neuen Saalbau statt. DaS 2. Bataillon hatte Eintrittskarten hierzu auSgegeben. ES war eine außerordenttich schöne Veranstaltung, die hier in den Kreisen deS 2. Bataillons sich abspielte. Em un- gezwungenes Treiben und eine prächtige Munterkeit ohnegleichen herrschte da im Saale und Gatten. Im vollbesetzten Saale wechselten fröhliche, spaßhafte Theateraufführungen auS dem Soldatenleben immerfort ab. Der gestrenge Herr Haupt- mann z. D. dttllt, deS unversieglichen Diensteifers voll, in Ermangelung der so sehr von ihm vermißten Rekruten daS weibliche "Personal seine« HauseS, das mit Besen anstelle deS Gewehres die militärischen Uebungen mit ganz un- militärnchen Angewohnheiten und Redensarten absolvierte. Die Dialoge waren kostbar und man mußte ab und zu den Saal verlaßen, um draußen im Freien, wo die Kapelle unsere« hiesigen Regiments spielte, sich erst die richtige Stimmung zu holen. ES war aber ein Soldatenfest voll Laune und zur vollsten Befriedigung aller Anwesenden. Mit Genugtuung beobachte man, rote auch daS Offizierkorps mit seinen Damen sehr zahlreich und freudig sich beteiligte und unter den gleichen Umständen wie die Mannschaft sich unter- hielt und vergnügte. DaS gab dem Fest erst daS sinnreiche Gepräge. U. a. war auch der Herr Oberst erschienen, der
Bei der am 28. Mai oorgenommenen ErgänzungSwahl ür die Gemeindevertretung der Matthäusgemeinde sind nachbenannte Herren als Gemeindevertreter gewählt worden:
1) auf 10 Jahre:
1. MagnuS Becker, Vorarbeiter. 2. Friedrich Decker, Agent. 3. I. Peter Egly, KreiSamtsdiener i. P. 4. Wilhelm Ferber, Rentner. 6. Heinrich Gebhardt, Oberamtsrichter. 6. Heinrich Pfaff, Lehrer i. P. 7. Lorenz Spitz, Lehrer. 8. Wilhelm Spörhase, Mechaniker. 9. Wilhelm Spruck, Kaufmann.
2) auf 5 Jahre:
10. Heinrich Knauß, Hauptlehrer.
Es wird dies mit dem Bewerten bekannt gemacht, daß die Wahlurkunden — jedoch ohne Stimmzettel — an drei Tagen, nämlich am 2., 3. und 4. Juni, von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 4 Uhr, im Pfarrhause, Kirchstraße 1, zur Einsichtnahme offen liegen. Beanstandungen des Wahl» verfahrens oder der gesetzlichen Befähigung eme6 Gewählten können nur binnen acht Tagen, vom 6. Juni an gerechnet, bei dem Dekanats-Ausschuß geltend gemacht werden.
Gießen, am 30. Mai 1903.
Der Kirchenvorstand der Matthäusgemeinde.
Schlosser.4382
Lukasgemeinde zu (Ziehen.
Bei der am 28. Mai 1903 stattgehabten Neuwahl für Gemeindevertretung der Lnkasgcmeinde sind folgende
Bekanntmachung.
In unser Genoffenschastsregister wurde heule eingetragen: AuS dem Vorstand der Spar- und Tarlehnskasie e. G. m. u, H. in Birklar ist ausgeschicden Ferdinand Schmidt, Landwirt in Birklar. Neugewählt wurde Johannes Engel, Gastwirt in Birklar.
Lich, den 25. Mai 1903.
Großherzogliches Amtsgericht.
Bei der am 28. Mai d. I. vorgenommenen Ergänzungswahl für die Gemeindevertretung der Marknsgcmcinde sind folgende Herren als Gemeindevertreter gewählt bezw. wiedergewählt worden: ,
1. Schwan, Georg, Messerschmied. 2. Peter, Wilhelm, Stationsafsistent i.P. 3. Erle, Peter, Gärtner. 4. Kummich, Ludwig, Postsekretär i. P. 5. Schlenke, Karl, Oekonomierat. 6. Döllmar, Philipp, Schuhmachermeifter. 7. Schneider, G. W., Kaufmann. 8. Horst, Emil, Bauartiktt-Fabrikant. 9. Kauß, Adam, Kreiskaffenrechner.
Es wird dies mit dem Bemerken bekannt gemacht, daß die Wahlurkunden — jedoch ohne Stimmzettel — an drei Tagen, nämlich am 2., 3. und 4. Juni, von vormittags 9 Uhr bis nachmittags 4 Uhr, in der Wohnung des Herrn Pfarrer Euler, Alicesttaße 13, II, zur EmsichtSnahme offen liegen. Beanstandungen des Wahlverfahrens oder der gesetzlichen Befähigung eines Gewählten können nur binnen acht Tagen, vom 5. Juni an gerechnet, bei dem Dekanats- Ausschuß geltend gemacht werden.
Gießen, den 30. Mai 1903.
Ter Kirchenvorstand der MarkuSgemeiude.
Scheu n cmann.438
Zpar- und LorjchuMein Treis a. All.
E. G. m. unbeschr. Haftpflicht.
Nächsten Sonntag, den 7. Juni d. F., findet die erste ordentliche Heneral-Versammlung deS Spar- und Vorschußvereins zu Treis a. Lda., «ach mittags 3 Uhr, auf dem Gemcinvehause statt, wozu alle Mitglieder freundlichst eingeladen werden.
TageS-Ordnung.
1 Abhör der Rechnung pro 1902. 2. Beschlußfassung übet Dioidendenoetteilung. 3. Verschiedenes.
Die Rechnung liegt acht Tage lang, vom 1.—6. Juni, auf dem Bureau des Rechners offen.
Ter AnssichtSratS-Vorfitzende:
früher BuveruS'sche Besitzung.
Vornehmer Ausflugsort
Vereine, Gesellschaften und Familie« a« Fnbe veS LtaufeubergS gelegen.
Vorzügliche Weine. — Haschen-Bier.
beglänzten Zaubermaiennacht, rote ent Romantiker tm tungsjahre des 2. Bataillons vielleicht gesagt haben »ilrbe. Doch der Schlummer kommt auch nach vaterlanbisck)crt otter-
Dir verließen das §<ft gegen 2 Uhr, «IS das Treiben und die Stimmung noch sehr lebhaft »nb fröhlich waren. Die Besucher der Feier, dte erst heute früh zurückkehrten, an den das Tor der Kaserne fdjon offen ...
Auch im Philof ophenwalb verlief btc erticr für bie Mannschaften sehr zufriedenstellend. Auch hier hatten sich Offiziere und Gäste zahlreich eingesunken, und btc Stimmung wurde bald sehr fröhlich.
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Nun ist bereits sett Tag und Stunde der ganze Feste»- zauber gebrochen und der Alltag schaut und wieder^ an — um morgen uns das „liebliche" Fest zu bringen, oo hell wie an dem verrauschten Festtage lächelt auch heute dte Sonne, unb in ihrem goldenen Lichte gedenken wtr derer, die die bedeutenden Muhen des schönen^ Fe,teS auf genommen hatten. Da verdienen zum Schluß noch besonders genannt zu werden bie Herren Regimentsadjutanr Leutnant Menges, der Adjutant des 2. BatalllonS Leutnant Mattel und Oberleutnant Schröder. Die beiden ersten Herren haben viel Mühe gehabt mit den vielseitigen und umständlichen Vorbereitungen zu der Feier, mit der Versendung und Prüfung der Linladungen tc. ic. Der letztere war der nimmermüde und umsichtige Festordner, der alle die Aufführungen, lebenden Bilder rc. geleitet unb feit langer Zeit mühsam einftubiert hat, ber ferner im Verein mit Major von Schlemmer die zahllosen Anfragen von Veteranen zu beantworten gehabt hat. Endlich verdient auch noch der Regimentspoet Hauptmann Kötschau für seine dichterischen Leistungen besondere An- erlennung. ..
Man steht im Begriff, bas außerordentliche rzestlleu. der Straßen unferer Stabt wieder abzustreifen. Doch bie Erinnerung an das schöne Fest wird lange bewahrt bleiben an den Ufern der hejftschen Lahn. In der Erinnerung an den herrlichen Tag und die fröhlich verlebten Stunden deS Abends werden bie Teilnehmer des Festes den erhebenden und ernsten Sinn ber Feier immer roieber sich erwecken unb bewahren, und auf bie benfwürbige und ruhmvolle Vergangenheit zurückblicken, heißt zugleich erneute Ermutigung finoen zur Erfüllung ber Pflichten, bie bad Vaterland von -einem jeben verlangt. *
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Arbeitsnachweis der Stadt Gießen
Gartenstraße 2 (Bürgermeistereigebäude) Zimmer Rr. 14.
Der Arbeitsnachweis hat die Ausgabe, zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern («rbeitem jeglicher «rt, Dienstboten und
LehrNngen) unentgeltlich Arbell zu vermitteln.
An den tBcnlagcn von 8 bis 1 Uhr unb von 8 bil 6 Uhr geöffnet«
ES tüunen eingestellt werden:
18 Dienstmädchen für sofort und später gegen hohen Loh«, 1 Hausmädchen, 1 Kindermädchen, 1 Köchin, 1 Küchen- mädchen, 6 Laus- bezw. Putzfrauen, 1 Waschmädchen bezw. Waschfrau bei gutem Lohn nach auswärts, 2 Flickerinnen, 1 Väcker, 2 Steinhauer (aueroärtS), 1 Sattler (auswärts), 1 Tapezierer, 1 Wagner, 1 Rider, 2 Schreiner, 1 Glaser, 1 Bauschloffer, 1 'Metallformer (auswärts), 1 Nietallschmelzer (auswärts), 1 Dachdecker, 2 Weißbinder und Lackierer, 3 Schneider (1 hier, 2 auswärts), 1 land- wirtschaftliche Pferdeknechte, 2 landwirtschasll. Arbeiter (1 hier, 1 auswärts), 2 Hausburschen.
Lehrlinge:
1 Landwirt, 6 Schlaffer, 1 Maler und Lackierer, 8 Schmiede /I hier, 2 auswärts), 1 Wagner, 1 Spengler, 1 Schreiner (auswärts), 1 Schneider, 2 Bäcker, 1 Friseur (auswärts), 1 Schreiber, 1 Lehrmädchen (Verkäuserin).
ES suchen Arbell:
4 Bauschloffer, 1 Ma,chinenschloffer, 2 Heizer, 2 Spengler, 1 Tapezierer, 6 Schreiner, 1 Wagner, 1 ÄUderrahmenmacber, 1 Glaser, 1 Zimmermann, 1 Bäcker, 1 Dachdecker, 1 Anstreicher, 1 Kellner, 1 Schuhmacher, 1 Biiieaugehilfe, 1 Bureaudtener, 1 Diener 1 Aiislauscr, 1 Kraiikenwärter, 1 Erdarbeiter, 7 Haus- burjche'n, 5 landwirtsch. Knechte, 3 Fuhrknechte, 2 Kutscher, 2 Tag- lohner, 3 Dienstmädchen, 1 Zimmermädchen, 7 Lauf- bezw. Putz- irauen, 2 Waschfrauen, 2 Weißzeugnaherinnen, 1 rztickerm.
Lehrlinge:
1 Schlaffer, 1 Schreiber. 4215
Bekanntmachung.
Die Unfallversicherung der in land- und sorslwirtschafllichm Betrieben beschäftigten Personen; hier: Beitragslelilung ]ur 1902 betr.
Die Heberolle über die Beiträge zur land- unb forstwirt- schaftlicheu Bcrufsgeuosieuschaft für das Fahr 1902 liegt von heute an während vierzehn Tagen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei zur Eu»sicht offen. Innerhalb einer neueren Frist von zwei Wochen, nach Ablauf der Ll,eiilegimgsfri)t, kann der in der Heberolle als beitragspflichtig in Anfpruch Genommene gegen die Beilragsberechnnng he» dem Vorstande der land- und forstwirt- schaitlichen Beriifsgenoffenschasl Einspruch erheben (§ 15 der Verordnung vom 31. Mai 19u2, Reaierungsblatl 6. 83).
Gießen, den 28. Mai 1903. 4389
Ter Oberbürgermeister.
Mecum.
Herren gewählt worden:
1. Rinn, JustuS, Gelbgießer. 2. Rttsert, Postdtrektor a. D. 3. Heyligenstädt, Kommerzienrat. 4. Holtzmann Profeffor. ö. Seibel, Friedrich, Kaufmann. 6. Siebeck Geh. Hoftat. 7. Stade, Geh. Kirchenrat. 8. Drews, Profeffor 9 Spamer, Hermann, Rentner. 10. Keßler, Andreas, Postschaffner. 11. Wagner, Wilhelm, Dr. Regierungsrat. 12. Heß, Heinrich, Schuhmachermeifter.
Gießen, den 2b. Mai 1903.
Der Kirchen Vorstand der LnkaSgenseinde.
Euler. 4374.
tzmciMmtrctniig itt JchimsMciick.
Bei der am 28. Mai d. I. vorgenommenen Ergänzung^ wähl für die Gemeindevertretung der Johannesgemcinde ind nachgenanntc Herren als Gemcindevertreter gewahll worden: _ , n , ^ . . .
1. Doering, Hermann, Rendant. 2. Helfrich, Friedrich, Rentner. 3. Hennings, Friedrich, Bäckermeister. 4. Petri, Louis II., Weißbindermeister, b. Schaaf, Ludwig Haupt- ehrer. 6. Schelhorn, Ernst, Stations-Assistent. 7. Schön, Ludwig, Dr. Oberlehrer. 8. Senner, Franz, Rentner. 9. WaaS, Martin, Oberkonsistorialrat.
Gießen, am 30. Mai 1903.
Der ttirchenvorstand der FohanneSgemeinde.
Dr. Naumann.__4375
Verfteigerungs -Anzeige.
Samstag den 6. Juni 1903, nachmittags ll/> Uhr, werden in dem Schmidt'schen Hause an der Londorserstraße zu Grünberg folgende zu KonkurSmafle Dönsel gehörigen Gegenstände gegen Barzahlung versteigert:
16 div. Oefen, eine größere Partie Ketten, 1 Häcksel- maschme, 1 Schrotmühle, 1 Keffelgestell, 1 emaillierter Kessel, div. Stall- und Dachfenster, 1 Rolle Zink, ca. 150 Liter Salatöl unb eine Partie Pumpenschwengel. Montag den 8. und Dienstag den 9. 9uni l. F. werden in dem Schmidt'schen Hause an der Londorserstraße zu Grünberg die zur KonkurSmaffe Bönsel gehörigen Waren, als: Kolonial- und Spezereiwaren, Eisenkurzwaren, als: Schlösser, Beschlage, Schrauben, Nägel rc., ca. 60 Etr. Stabcisen, eine größere Partie Ketten, Schippen, Gabeln, Ofenrohr, Hämmer und sonstiges Werkzeug, ferner eine Ladeneinrichtung, bestehend aus Theke und Realen, 1 Schreibpult rc. rc.
Die Kolonial- und Spezereiwaren kommen zuerst zum AuSgebot. Auf Wunsch werden die Steigprttse durch Herrn Maffeverwalter Julius Karl dahier gegen Stellung eines zahlungsfähigen Bürgen kreditiert.
Grünberg, den 27. Mai 1903. 4353
Hanbnrger, Großh. Gerichtsvollzieher.


