Nr. 304
Crfd>etnt lägltch außer Sonntags.
5)e»n (Sießener Anzeiger werben in» Wechsel mil Jem hessischen Landwirt J[e Siebener Zanuiien. blattet oiermal m bei Woche beiflelegt.
Stoianonebrud u. Verla« de, Brüht 'schen Univers.-Buch- u. (Stein- b ruderet (Pietsch IL i ben) #tet>afnon, <SrpeOitu>n und D ruderet:
Echulstratze 7.
Adresse tür Depeschen; Elnzetger Gtetzen.
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Erstes Blatt.
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Dienstag 39. DezeMder 1903
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153. Jahrgang
General-Anzeiger
Amis- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
teil P IBtitfo tüt ,Stad» und tanö* und (Äend)i61aal* iluauft Bäh »ür den An- ^eiaenletl V crn« Beck.
KcKmmlmachung.
Die Benützung des Schweinemarktplatzes und verschiedener anderer Platze zur Förderung des in der Lahn gewonnenen Eises soll für den laufenden Winter
Donnerstag, den 31. Dezember 1903, vormittags 11 Uhr, an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 29. Dezember 1903.
Großherzogliche " iirnermeifterei Gießen.
Mecum.
Vatitische Tagesschau.
Weihnachten in Krimmitschan.
Aus Krimmitschau schreibt man:
In die Freude über die imponierende Weihnachts- bescherung, die den Streikenden das deutsche Proletariat bereitet hatte, — selbst das Ausland hatte Geld und Gaben geschickt — mischte sich merklich die Sorge um Existenz und Zukunft, und durch manche Arbeiterfamilie geht ein Niß tiefen Unfriedens, weil der Vater oder die Kinder zu Streikbrechern geworden sind. Am 23. betrug die Zahl der Arbeitenden (Auswärtige und Ueber- läufer) einschließlich der Meister, Vorarbeiter und Fabrik Handwerker nach amtlichen Feststellungen bereits 2019, also wieder 100 Personen mehr als bei der Zählung der Vorwoche. Das gibt zu denken, denn je mehr die Ziffer der Arbeitswilligen steigt, um so mehr sinkt für die gleiche Anzahl der Streikenden die Aussicht, nach Beendigung des Ausstandes in den Fabriken wieder eingestellt zu werden.
Die Verteilung der Weihnachtsgeschenke im Gabentempel, die mehrere Tage in Anspruch nahm, ist ziemlich beendet. Auf der Bühne des Gesellschaftshauses war ein mächtiger Weihnachtsbaum ausgestellt, um den herum endlose Tafeln mit Festspenden sich hinzogen. Immer 30 Personen wurden in kurzen Zeitabschnitten in den Saal gelassen, während draußen im Hofe gegen 300 des Augenblicks warteten. Nach einer Schilderung der „Leipz. Volks- Zeitung' verfügte die Abteilung für Lebensmittel u., a. über 40 Zentner Margarine, mehrere Zentner Butter, viele Zentner Zucker, Kaffer in Hunderten von Paketen, lange Nethen von Würsten, Speckseiten, Schinken usw. usw. Die Zahl der Kinderspielsachen war Legion, Frauen- und Männerkleider fast über Bedarf vorhanden; besonders fiel die große Menge der Kisten mit Schuhwaren auf.
Allgemein wird bedauert, daß es selbst einem Mann, wie dem Geh Regierungsrat Dr. Bö h m e r t n i cht gelungen ist, einen Vergleich herbeizusühren. Ihm gab kürzlich anläßlich seines Rücktritts als Lehrer der Nationalökonomie au der König!. Technischen Hochschule in Dresden selbst das königl. „Dresd. Journal" das Zeugnis, daß „alle Bestrebungen, die einen sozial versöhnenden Charakter tragen, in ihm einen eifrigen Verfechter fänden", und in Ärbeiterkreisen bringt man dem 75 jährigen Arbeiterfreund große Sympathien entgegen. Vielleicht versteht sich nun doch noch die Regierung dazu, die Vermittelung selbst in die Hand zu nehmen. Unmöglich erscheint sie heute nicht mehr, da die Arbeiter nicht abgeneigt scheinen, auf Grund der Böhmertschen Vorschläge: 10y2 stündige Arbeitszeit, nach einem Jahre Verkürzung um eine weitere halbe Stunde, Maßregelungen von keiner der beiden Seiten, die Hand zum Frieden zu reichen. Vom Verbände der Arbeitgeber der sächs. Textilindustrie in Chemnitz ist sämtlichen in den Krimmitschauer Fabriken beschäftigten Personen zu Weihnachten ein Geschenk von je 5 Mark überreicht worden.
Deutsches Reich.
Berlin, 28. Dez. Tie UebersiedelunA des kaiserlichen .iivflagers vrm Weiten Palais nach dem Berliner Schloß wird kurz vor dem Ordensfeste am 15 oder 16. Januar stattfinden. Wenn die Erholung des Kaisers in derselben Weise wie bisher fortschreitet, wird wie das „Berl. Tac,cbl." erführt, von einer Reise nach- deni Süden vollständig Abstand genommen. (So widersprechen sich- also auw hierüber die Meldungen tag- hd’’ -Stoch’' bet „Kreuzztg." hat der Kaiser zum Weih- aachtsfeste dem Reichskanzler Grafen v. Bülow eine in Br-onze ausgesührte, aus marmornent Sockel stehende Statuette Kaiser Wilhelms I. geschenkt. Der ?,nr-cher ist in der bekannten Haltung^ dargesteNt. nne er Borträae entgegenzunehmen pflegte, im Jnfanterte-Jnte- rimsrock mit dem Vergrößerungsglas ttt der Haud^ Bekanntlich stand der Vater des gegenwärtigen Reichskanzlers d^i Kaiser Wilhelm I. in besonderer Wertschätzung
2^'' »ahlreiM wertvol/e Weihnachtsgeschenke /rasen aäs in diesem Jahre im Reuen Palais für den ßaNer die Kaiserin, den Kronprinzen und die übrigen Mitglieder der Kaiserlick^n Familie von befreundeten und ~^-ürstlicbkeiten ein und wurden imt auf die Eiäw ®» besteht die Sitte daß sich
OTitnliebet befreundeter und verwandter Hofe gegen-
Hauses langen Kavall^ i. un$ ber Miferm
SSnEeFW es Gold- und Silbersachen,
die für die diensttuenden Hofchargen im Werte von 300 bis 600 Mark pro Person ausgewählt wurden.
— Im Reichstage sind nach dem Schluffe der Weihnachtsferien im Laufe des Januars weitere D.rlagen aus dem Bundesräte zu erwarten. Namentlich darf aus die Einbringung des im Bundesrate liegenden Gesetzentwurfs betreffend die Friedenspräsen^stärke des Heeres, welcher eine Verlängerung des bestehenden Zustandes um ein Jahr aus spricht, gerechnet werden.
Schwerin, 28. Dez. Folgender Erlaß des Grvß- herzogs wird bekanntgegeben: Die treue und freudige Anteilnahme an meiner Verlobung, der ich mich von vornherein bei meinem lieben Mecklenburger Volke versichert halten durfte, fand in den außerordentlich zahlreichen, mir aus allen Kreisen des Landes, von Behörden, Vereinen und einzelnen Personen zugegangenen brieflichen und telegraphischen Glückwünschen beredten Ausdruck. Ich habe alle diese Kundgebungen mit umso aufrichtigerer und wahrer Herzensfreude entgegengenommen, als ich aus dem Inhalt zugleick) die beglückende Erkenntnis gewann, daß ein großer Teil der mir darin bezeugten liebevollen und treuen Gesinnung- sich bereits auch auf meine, von mir vielgeliebte Braut, oie zukünjiige Landesherrin, über- tragen, hat. Allen aber, die meiner, sowie auch der Herzogin, meiner Braut, bei dem Glück, das uns Gottes Gnade hat finden lassen, mit so freundlichen Segenswünschen gedacht haben, sage ich freudig bewegten Herzens hiermit unser beider herzlichsten und wärmsten Dank.
Langenburg, 28. Dez. Tie Leiche der Fürstin von Hohenlohe-Langenburg war heute vormittag in der Schloßkapelle aufgebahrt. Nachmittags um ein Uhr bewegte sich dann der Lcichenzug zur Beisetzung in der Fürstengruft in die Stadtkirche.
Stuttgart, 28. Dez. Heute nachmittag fand auf dem Prag-Friedhof die B e e r d i g u n g des früheren östtei- chischen Ministers Dr. Sch äff le statt. Ter östreichische Gesandte von Pereira-Arnstein legte namens des östrei- chischen Handelsministers einen L^rbeerkranz nieder.
Ausland.
Paris, 28. Tez. In den Wandelgängen der Kammer ereignete sich ein l e b h a f t er Z wi sch e n f a l l. Ein Verrückter versuchte, nach dem Sitmngssaale zu gelangen, um wie er sagte, im Namen des Volkes den Vorsitz zu übernehmen. Er wurde schließlich überwältigt und der Polizei übergeben.
Madrid, 28. Dez. Der Ministerpräsident erklärte Zeitungsvertretern gegenüber, es sei unrichtig, daß sich, einige ausländische Kapitalisten zusanrmengetan hätten, um die Beschaffung der Mittel für ein neues Geschwader zu ermöglichen.
Rom, 28. Dez. „Giornale d'Jtalia" meldet: General Sismondv wurde zum Oberkommandanten der macedonischen Gendarmerie ernannt.
Budapest, 28. Tez. Abgeordnetenhaus. Eine kleine Gruppe der Obstruktion isten setzt heute die Obstruktion fort. Ter Landesver^eidigungsminister macht geltend, daß durch die Obstru ktion Tausende ins Elend gestürzt werden und gibt zu bedenken, daß der Zeitpunkt der Rekrutierung schon fünfmal verschoben lverden mußte und der letzte Termin, nach dem die Rekrutierung am 4. Januar beginnen soll, nur dann eingehalten werden könne, wenn über die Vorlage noch heute oder spätestens morgen abgestimmt würde. Geschehe dies nicht, so könnte die Rekrutierung erst in einem Monat beginnen, und da die neuen Rekruten vor Ende Mai nicht ausgebildet sein könnten, müßten die Ersatzreservisten bis zu diesem Zeitpunkt im Dienst bleiben, während sie, wenn die Vorlage jetzt vottert würde, zurzeit der dringend?!en Feldarbeiten entlassen werden könnten. Aus diesen Gründen wende er sich im Namen von 40 000 Ersatzreservisten an das Herz der Teilnehmer an der Obstruktion, daß sie den Kampf endlich aufgeben möchten.
Washins on, 28. Tez. (Reuter.) Die eiligen Vvr- bereittmgen, die kol um bische Gesandtschaft zu schließen, deuten darauf hin, daß es zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Kolumbien kommen dürfte. Die Gesandtschaft wartet nur noch den Eingang der amtlichen Mitteilung des Staatssekretärs Hay ab, warum die Vereinigten Staaten die Auffassung Kollnnbiens von der Panamafrage nickt akzeptteren können. Mittlerweile sind ein Dutzend amerikanische Kriegsschiffe unterwegs oder zur Abfahrt bereit, um das am Isthmus liegende Geschwader zu verstärken. . _ ,
Santo Domin go, 28. Dez. Santiago errtckftete eine provisorische Regierung unter dem Präsidium Jimenez. Dieselbe beherrscht den ganzen Norden der Republik. In der aufständischen Provinz Azua bildet ftch eine neue provisorische Regierung mit Pelletter als Präsidenten.
Zur Lage i« glaste».
An den Ernst der Lage in Ostasien glaubt die deutsche Diplomatie einstweilen nickt. Die düster gehaltener! Meld- ungen aus englischer Quelle werden von dieser Seite kühl ausgenommen. Wiederum stellt die „Nordd. Allg. Ztg.", indem sie beruhigende Auslastungen des Petersburger Blattes „Ruß" iwebergibt, fest, daß „kein Anlaß »orhegt die Lage im fernen Osten im Smne der englischen Meldungen zu beurteilen." „ w _
Ferner meldet auch die „Köln. Ztg" Petersburg, daß entgegen allen Alarmnachrichten über einen unvermeidlichen, nahe bevorstehenden Ausbruch Zeines chpanstch-rusp- fcf en Krieges die maßgebenden amtlichen ruf) fa)en stellen
daran festhalten, daß zunächst kein Grund für eine solche Annatune bestehe. Tie Antwort Japans sei formell durchaus h ö f l i ch u n d korrekt. Bon einem Wunsche, die russische Regierung möge die letzten Vorschläge nochmals erwägen, sei darin keine Rede; vielmehr seit jeder Anlaß gegeben, der weitere Verhandlungen zutasse, wodurch noch immer eine Verständigung zu erhoffen sei. Der Korrespondent der „Köln. Ztg." verweist auf ein in der^ neuen Zeitung „Ruhe" erschienenes anscheinend amtliches Tementt aller Gerüchte über die Einmischung einer auswärttgen Macht in die russisch-japanischen Verhandlungen, das auch ausländische Preßnackrichten über die außerordentliche Spannung in den russisch-japanischen Beziehungen als völlig unrichtig bezeichnete. Der fortdauernde Meinungsaustausch gebe allen Grund zu der Hoffnung 'auf ein schließlich vollständig günstiges Ergebnis der Unterhandlungen.
Tie „Nationalztg." erfährt gleichfaNs, bei den leitenden Staatsmännerm Rußlands, E*rglants, Frankreichs und Teutschlands bestehe Uebereinsiimmung hinsichtlich der ruhigen Auffassung der Lage im äußersten Orient. Tie maßvolle Sprache des französischen Ministers dcs Auswärtigen, Telcasse, im Senat hab^ in Berliner maßgebenden Kreisen einen sehr günsttgen Eindruck gemacht^
Tas Neue und Bemerkenswerte an der Mitteilung der „Nationalztg." ist, daß auch den englischen Staatsmännern eine ruhige Auffassung zugeschrieben wird. Wenn deut wirklich so ist, daun scheinen zwei Seelen in der Brust der englischen Staatsmänner zu wohnen. Offiziell hat die englische Regierung, soviel bekannt, keinen Schritt getan, dem verbiindeten Japan zu einer eiulenkenden, friedens- freundlichen Haltung zu raten. Wohl aber wird die Kriegshetze, die unausgesetzt von führenden englischen Zeittrngen und Depeschenagenturen betrieben wird, zum teil als Wirkung von Einflüssen bettachtet, die von englischen Regier- ungskreisen ausgehen. Im Auswärttgen Amt in Berlin scheint man von der „ruhigen Auffassung der britischen Staatsmänner nicht völlig überzeugt zu sein. Das Organ? unserer Regierung und speziell des Auswärtigen Amts, die „Nordd. Allg. Ztg.", wiirdte Tai^m Veranlassung nehmen, fast täglich die Zuverlässigkeit der Meldungen englischer Herkunft in Bezug auf Ostasien in Zweifel zu stellen — wenn hier nrcht das W -t Gettun„ hätte: „Man schlägt den Sack und meint den Esel." Wir glauben nickt fehlzugehen in der Annahme, daß es dem direkten W u n s ch d e r r u s s i - schen Regierung entspricht, daß auch von deutscher Seite nach Möglichkeit den Kriegstreibereien, die ihren Hauptursprung eben in England haben, entgegengetreten wird. Es liegt auf der Hand, daß nichts der englischen Politik willkommener sein könnte, als eine Verwicklung Rußlands in einen Krieg in Ostasien.. Welche wundervolle Gelegenheit für England, dabei im Trüben zu fischen? Nirgends wird größeres und auftichttgereS Bedauern herrschen, als in London, wenn es ttotz allem zu einer Einigung zwischen Rußland und J^pan kommt. Wir sehen also Deutschland in enger Verb indung mit R u ß l an d am Werk, englischen Gelüstenund Plänen den Boden zu entziehen. Eine Ab Wendung Deutschlands von England, wie sie vor Jahr und Tag nicht für denkbar gehalten worden wäre. Wenn nur Rußland für diesen Freundschaftsbeweis eine dauernde Erinnerung behält!
Auch ein in Wien weilender hoher japanischer Diplomat bezeichnete alle Marmmeldungen als unbegründet; es werde bestimmt nicht zu einem Kriege zwischen Rußland und Japan kommen.
Inzwischen setzt aber die englische Presse ihre Hetzereien fort. Den „Central News" zufolge hat der japanische Gesandte in London, Hayashi, am 28. d. M. der englischen Regierung eine wichtige Mitteilung gemacht. Japan hat den 10. Januar als letzten Termin gesetzt, an dem angesichts der großen Kr i e g s v o rb er e i t un g e n Rußlands (die indes lange nicht so groß sind wie die fapanischen!) die Antwort der Petersburger Regierung in Tokio empfangen und erwogen sein muß. Ms dahin werden die russischen Flottenverstärkungen in gefährliche Nähe der chinesischen Gewässer gelangt sein und ehe so daN OÄeichgewicht der Flotten in Ostasien gestört wird, muß Rußland seine Msichten vollkommen rärgemacht haben.
Aus Kansas City wird gemeldet, die russische Regierung habe von Drmour and Eo. fünfzehn Mill. Pfund Fleischkonserven gekauft, lieferbar am 22. Januar 1904 in San Franzisko.
Aus Japan laufen Meldungen vvn einer Bewegung der in Kumamato stehenden 6. Division und über den Abgang von 600 Ingenieuren für den Eisenbahn- und Tele- graphendienst in Korea ein. — Eine Peters-ur^er Meldung befa t, daß nach Depeschen auS Wkadiwosaok die Entsendung der japanischen Flotte nach Korea auf einen offenen Aufstand der Koreaner argen die eingewanderten Japaner zurückzuführen ist. Tiefe Tatsache könne mir zu Gmsten der russisch-japanischen Verhandlungen gedeutet werden und müsse die Hoffnungen Japans auf ein Prvtettvrat über Korea zerstören.
In einer am 28. d. M. in Uo ko Hama aögehaltenen gemeinsamen Sitzung des Kabinetts und deS geheimen Rats wurde, nach Reuter, über die Mittel und Dege cm- l-esichts der Lage beraten, aber keine Schwierigkeit befürchtet, für außerordentliche Ausgaben zu sorgen, die auch die Mittel zur Fertigstellung der Msenoahneu von Soeul nach Fusan enthalten. Man glaubt jetzt, wenn Rußland seine Antwort nicht abändere, werde Japan sofort den Schutz Korea s übernehmen, obxKeichj ein solcher SchritkV nicht notwendigerweise einen Krieg mit Rußland bedeuten würde.
Aus Paris wird telegraphiert, daß nach einer Meldung aus Petersburg in dortigen diplomatischen Kreisen


