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29.9.1903 Zweites Blatt
 
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Zwettes Matt, LSS^ Jahrgmrg DieuStag «N.TePtemver 1903

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JHe ynrtige WmmAer mvfLßt 8 Kettrv.

Biairs iumprristor.

Das ^Yerl. DM." ttrilt wissen, bie GrundhLge der nen-en MMSrvvrlage und des neuen MUtaretcrks seien schon be- stimmt. Eine Erhöhung der FriedeuSpräfenz- stärke sei vorgesehen, die sich ater auf die notwendigen Neuschaffungen beschränkt. Die Bernrehrimg dürfte 10000 Mann nicht übersteigen. Die Verstärkung ein-el-ner Ärenzr egimerrter in Ostpreußen und Lothringen um dritte Bataillone ist vorgesehen. Bei der Kavallerie dürfte höchstwahrscheinlich keine, bei der Artillerie nur eine uuwes rntliche Personalverwehrnng M ex* warten sein.

Die Frage der Roh^rLäkTauf-GeschLtze ifi^ wie ViePost" gegenüber einer anderweitigen MeLdüng erklärt, noch nüfyt spruchreif. Die zur EnLscheiduna notwendigen Gutachten sind noch nicht fertig gestellt iuu) müssen auch dem Kaiser vorgelegt werden, der darauf seine Entscheid­ung treffen wird.

Wie man uns aus Berliner par laurentari- scheu K r e i s e n mitteilt, wird diese Frage in d-er Budge b- komMission des Reichstags zum Gegenstand einer An­frage cm die Heeresverwaltung gemacht werden. Man will namentlich um Auskunft ersuchen über die Stellungnahme der leitenden Organe nach den int Laisermanäver mit der Geschützneuemug gemachten Erfahrungen und über die ent- fpcecherrden GeÜMltnisse bei den Armeen anderer Mächte, besonders derjenigerr Frankreichs. Man beabsichtigt dies in der Annahme, daß daun ein detaillierter Bericht über die Manöver-Ersahrnngeu vorliegt. Je weniger sich die Volksvertretung der Erkenntnis verschließt,, daß die Ent­scheidung in einem künftigen Kriege in erster Linie durch die Artillerie herbeigeführt werden wird, desto be­greiflicher erscheint das Verlangen der Vol^vertreten nach genauer, natürlich vertraulicher, Jnfornrierung über die Geschützfrage. Was den Wissensdrang besonders in Bezug auf tue Verhältnisse bei der ftcmzösrschen Armee betrifft, so leitet er sich her aus der Tatsache, daß das Rohrrücklauf- geschütz in Frankreich bereits vor einigen Jahren, gelegent­lich der Parade beim testen Besuch des Zaren in Fvank- reich, in felddiLnftmsäßiger Verwendung vorgeführt wurde. Schon damals hieß eS in Pariser Blättern, auf Grund dieser Ge, chützneuern^ sei die französische Artillerie der deutschen überlege in. Wenn nun auch keineswegs rruberüctsichtigt bleibt, daß man in Militärischen Fragen jenseits der Vogesen den 3)tund etwas voll zu nehmen liebt, so besteht doch in partameutarischen Kreisen der Wünsch M erfahren, inwreroeit die deutsche Militärver­waltung über die Entwickelung der Geschützsrage in Frank­reich unterrühtet ish und ob ein Gcrurd W. der BesorgnüS besteht, daß' das deuisa-e Feldgeschütz cm LeistmrgKsLhlK- leit dem französischen nachsteht. Nicht mrberührt dürste bei dieser Gelegenheit bleiberl, die dieser Tage von einem ftanzöjijchen Redakteur und ReftrvevsMer ausgestellte Be- haustturlg, daß vermöge einer verbess erteu Gewehr­pa t r v n e die lleberlegenheit des ftanMischcn Jufantevie- gewehrs über das deutsche gesichert sei Schließlich, ver­dient noch erwähnt M werden die im parlamLnrarifcher: Kreisen aufgetanchte Vernmämrg, daß die Einsührimg des Robrrücklcmjs bei den deutscheri tzeÄNeschützcn die ja über kurz oder lang bewirkt werden muß nicht weniger als 1L bis 15 Millionen, wie dieNh.-Westst Ztg." berechnet hatte, sonder« mehr Losten, also zu einer be­sonderen ArtiLLerie-Lorlage sich cmswachsen wird. Der preußische KriegLm.im.ster v. Einem wird also in der Budgetlvrwmtfsion einer Reihe gewichtiger Fragen sich gegenüber sehen, und in der fonrmcnden RetchMtags- l'ession wird mehr als je zuvor das von ihm seirrerzeit ge­brauchte Dichiterwort Geltung gewinnen:Marsregiert >ie Stunde."

VoMsche Gügesschmr

Zwei preutzische Wahlauftrrse.

Die nationalliberalen Matter Preußens veröffentlichen den national Liberalen Wahlaufruf für die prenß. Land­tagswahlen. In demselben heißt es, daß der Kampf gegen die SozialdemoLratie ruwd wie vor natio­nale und liberale Pflicht bleibe Verfehlt wäre es aber, die Abwehr der sozialdemokratischen Gewähr von einer reaktionären ^tolitil 511 erwarten. Aufgabe der rwtional- liberalen Partei sei cs, dem Rückschritt an jeder Stelle und in jeder Form entgegenzutreten. Dies müßte auch das Ziel bei ben bevorstehenden Wahlen sein. Der LLufruf verlangt die Medereinbringung der Kanalvvrlage und eine Abänderung des ^Land tagswahlrechts. Er wendet sich ferner ge gen die schu rfeind liche Politik der Ko ns er var rv en und des Zentrums. Ein Vor­zug des Ausrufs ist die kurze und energische Faffung. Der Auftuf zu den Reichstagswahleu war zu lang geraten; diesmal ist der Fehler der Weitschweifigkeit vermieden worden. ES fehlt gleichwohl in der Kundgebung keine For­derung und keine Erläuterung, auf die es ankonrmt.

Der preußischen Regienrrlg dürste die Verheißung, daß der Ausbau deSWasse-r str atz en eine der ersten Forder- ungeit der nativnalüb. Partei bleiben werde, nicht Egenehm klingen, deicn man ist nicht gern an etwas erinnert, das zu Inn man keine Neigung hat, sei es nun ans Gründen oer Taktik um Mt Wetter bei den Handelsver­trägen zu schaffen oder aus Erwägung der Finanz-- Politik oder ans welchen Gründen immer. Nur e hi e An- erkerrnmlg wird der Regierung zuteil: tn der Polen­politik. Diese wird zietbewußt und deutsch genannt. Gleich darauf aber fährt der Wahlaufruf fort: Die Re-

ßEcnma müsse arrch die Gefahren der Klassen- und Inter- esseuwütschast, sowie dos immer weiter vor drin geraden MtramontLuriSrrrns mit der gleichen Festigkeit bekämpfen.

Der kurze Wahlauftrrf der Freisinnigen Volks- Partei legt etenfilllS den Schwerprm.ll auf die Verhütung einer konservativen MehrheiüSchon tn der ablaufenden Wahlperiode sehllen den beiden konservativen Fraktionen zusanmren kaum ein Dutzend Stimmen an der absoluten Mehrheit." Die Freis. Bolkspartei rechnet ihrerseits mit den Angriffen der Sozialdemokratie, sie will daherin Gemeinschaft mit anderen liberalen Parteien" Mandate verteidigen und neue erobern. Mfi> ein Zusam­menschluß mit den Nation al über al en und der Freisinnigen $ereinignug. DaS letztere ist be­sonders bemerkenswert.

BerMANg VI Grstzfnrftcu'Thrmrfolgers ssn Rußland?

In den gut unterrichteten Petersburger HosLeisen verlautet, wie der Fr. Pr." geschrieben wird, mit Be­stimmtheit, daß der Großfürst-Thronfolger von Ziußland, Michael Llexandrowitsch, sich! demnächst mit der Herzogin Eäcilie von Mecklenburg-Schwerin, der zweiten Tochter des verstorbenen Großherzogs von Mecklenburg und der verwitweten Großherzogin ^lTmstasia Michailowna, einer russischen Großfürstin, verloben werde. Herzogin Cäcllie, eine Schwester des -gegenwärtigen Großher^ogs von Meckllmburg Friedrich Franz IVv ist mütterlicherseits eine Cousine des russische« Gvoßfürsten-Thronfolgers.

Die Hochzeir soll im Monat Marz 1904 in Cannes stattfinden, wo Großherzogin Mrastafla Michailowna den ganzen Winker in ihrer VMa Wenden verbringt, und wo am 26. April 1838 die Vermählung der Herzogin Alexandrine, der ällestm Tochter der Gvoßherzogin Anaitasia, mit dem Prinzen Christian von Därremark stattgefunden hat. Groß- rürst-Thronfolger Michael Alexandrowitsch steht gegenwärtig Im 25., die Herzogin Cäcilie Auguste Marie im 17. Lebens­jahre.

Großfürst Michael Nikolajewitsch, der Großvater der Herzogin Cäcilie von Mecklenburg-SchLverin und Großonkel des Zaren Nikolaus IL, welcher unlängst von einem Schlag­anfalle betroffen wurde, wird, falls sein Gesundheitszustand süh bessern sollte, der Hochzeit seiner Enkelin mit dem Mwßfürsten-Thwnfolger beiwohnen. Großherzogin-Wtwe Anastasia Mchallowrr« von Meckierrburg-Schwerin, welche aus Arllaß der Erkrankrmg ihres Vaters, des Großfürsten Michael Nikolajewitsch, unlängst in Petersburg und auf dem Gute ihres Vaters Michailowskaja weilte, hat alles, was ans die Berlobrmg des Großstirsten-ThDonsolger mit ihrer Tochter Cäcilie Bezug hat, bereits festgesetzt.

Äom Grafen Pückler-Kl.-Tschirns

wird der »Ostsee-Ztg." in einer Danziger Zuschrift erzählt: Die Rachrickst, daß der bekannte Antisemit Gras Pückler-Kl.- Tschirne die Festrmg Weichselmünde, wo er zwei Monate Haft wegen Herausforderung zum Duell zu verbüßen hatte, bereits am Montag, 21. b. MtS., verlassen habe, ist falsch. Die Strafzeit des Grafen hatte erst mit bem 24. September ihr Ende erreicht. Dir Entstehung beö Irrtums entbehrt aber nicht eines pikanten Beigeschmackes. Er rührt wohl daher, baß Graf Pückler, ber in Danzig zu einer bekannten Erstheimmg geworden ist, am letzten Montag, an bem in Danzig die Enthüllung beS Kaiser Wilhelm-Denk­mals stattfanb, frei wnb offen vor aller Welt im Frack und Claqur an dem offiziellen Festeffen teilnahm, an welchem sich bie Spitzen der kommunalen unb milltärischen Behörberr unb auch bie Minister v. Pob- bieLKki tmb Frhr. v. Rheinbaben beteiligten. Man sah, baß Graf Pückler, von dem man wußte, baß er, wie jeber FestungSstuden-,Gefangene", höchstens fünf Stunden ^großen" Urlaub haben konnte, am Montag nicht zur Festung zurückkehrte, sondern ganz gemütlich nach dem feudalen Mahle in Danzig übernachtete. Daher stammte wohl die Annahme, daß der gräfliche ^Festrmgsftuben-Gesangene" sich bereits auf fteiem Fuße befände; tatsachttch war er aber einfach durchgebrannt. Erst am nächsten Morgen soll er sich in aller Seelenruhe wieder in ber Festung eingesunden haben. Ob von der Danziger Kommandantur gegen den Herrn bie Maßnahmen bes .Muschließens" ergriffen worben sind, entZiehi sich unserer Kenntnis.

Deutsches Mich.

Berlin, 28. Sept. Der Kaiser wohnte, wie aus Rominten gemeldet wird, am Sonntag mit seinem Ge­folge dem Gottesdierrst in der St. Hubertuskapelle bet Die Predigt hielt der Ortsgeistliche von Drrbeningken, Wangnick. Gegenwärtig weilt der Tiermaler Professor Friese in Ro- miuten, der den Auftrag hat, die vom Kaiser zur Strecke gebrachten Hirsche sofort zu malen.

Einer Parlamentskorresporrdenz zufolge dürfte die Eirrberufung des Reichstages erst zum 1. Dezember erfolgen.

Zum Zeu an iz,Wangs verfahr en gegen den Berichterstatter Rehbein vornVorloärt^ erklärt heute dieNordd. Allg. Ztg.", daß die Beschuldigrlngen, welche in dem der Militärbehörde em gereichten Prüfe eines Soldaten gegen den K'ompagniechef erhoben wurden, schon vorher zum Gegenstand eines Errnittetungsverfahrens ge­macht uub in diesem Verfahren sämlliche Unterosfiziere und Mannschaften der Kompagnie als Zeugen vernommen wor­den sind. Diese umfangreiche Beweisaufnahme habe feilt Material ergeben, bas bie Erhebung einer Anklage gegen ben bezichtigten Offizier rechtfertigen könnte. Insbesondere sei

keinerlei Beweis einer Mißhandlung oder vorschriftswidriger Behandlung Untergebener erbracht worden. Das Zwangs­verfahren sei gegen Rehbein angeorimet worden, um bat Schreiber des Briefes zu ermitteln. Nachdem Rehbein sich' hartnäckig geweigert habe, den Schreiber des eingereichten Briefes namhaft zrr machen, sei das Urltersuchungsversayren gegen den Kompagniechef eingestellt und das Zeugnis- zwcmgsverfahren gegen Rehbein unterbrochen worden.

Wie dieGerm" von gutunterrichteter Seite hört, ist hier an maßgebender Stelle nichts davmt beformt, daß Prälat Dr. Witpert einen politischen Aust rag des Papstes an den Kaiser habe. Derselbe- sei vielmehr damit betraut, sein neues Pr achtwerk über die Kata­komben dem deutschen Kaiser als Geschenkdes P a p ste s zu überbringen, und eS liege die Vermutung nahe, daß er bei dieser Gelegenheit zugleich ein Begletd- schreibeu des Papstes dem Kaiser über geben werde, das sich auf das Geschenk bezieht. Ban einer politischen Mission könne jedenfalls keine 3fcebe sein.

DerReichsanz." berichtet: Am 25. und 26. Sept, fanden im Reichsamte des Innern kontradiktorische Ver­handlungen über den Verband deutscher Druck­papier f abriken (Zeitungsdruckpapier-Syndikat) statt. 2lußer Vertretern des Syndikats beteiligten sich an den Beratungen der Vorstand, sowie mehrere Mitglieder des Vereins deutscher Zeitungsverleger, Vertreter der Papier verarbeitenden Jtümstrien, Papiergroßhändler 2c. Den Vorsitz führte Geheimrat von ber Borght. Den Erörtere ungen zu Grunbe lag der Bericht des Referenten, Regier* ungSrats Voelker über die Entstehung, Organisation und geschäftliche Tätigkeit des Syndikats. Die geschäfllichen Maßnahmen des Syndikats führten zu lebhafter Aussprache zwischen den Vertretern des Shttdikats, den Großhändlern und Zeitungsverlegern. Hierbei wurden Wege erkennbar, die zu einem Ausgleiche der Interessengegensätze führejn können. Für den Anfang November sind kontradiktorische Verhandllrngen über die Syndikate der Eisenindu­strie in Aussicht genommen. Die Roheisensyndikate, Halb­zeug- und Walzwerksverbände gelangen in unmittelbarer Aufeinanderfolge zur Erörterung.

Hamburg, 28. Sept. Wie derHamb. Korresp." er­fährt, wünscht man in Spanien anstelle des bisherigen. Meistbegünstigungsvertrages mit Deutschland den Tarif­vertrag zu setzen.

Magdeburg, 28. Sept. Infolge andauernder Ex­zesse auf der großen Herbstmesse mußte die Polizei wieder­holt mit blanker Waffe etnschreiten. Die Polizei beabsich­tigt infolgedessen, um Aushebung der Messe beim Ministerium vorstellig zu werden.

KarlSru he, 28. Sevt. MinistLr Schenkel hiell gestern bei Eröffnung der ^LanowirtschaftS-Aussteklung i n Dur 1 a ch" eine Rede, tn welcher er sich scharf gegen die Sozialdemokratie wandte, deren Maske in Dresden gefallen sei. Er kündigte des weiteren eine Vorlage in Bezug auf die Einführung eines direkten Landtagswahl­rechtes an.

Mannheim, 28. Sevt. Der badische StaatsminifteL^ v. Brauer, der gestern den hiesigen Rennen beiwohnte, hat geäußert, von sachverständiger Seite werde eine all* mähttche Besserung unserer wirtschaftlichen Konjunktur konstatiert. Er fügte hinzu, um Jeteresse unseres wirtschaftlichen, wie unseres politischen Lebens sei eS zu wünschen, daß die nächsten Handelsverträge! für einen Zeitraum von etwa 20 Jahren abgeschlossen würden.

Ausland.

London, 28. Scpt. Ans Tientsin wird von heute gemeldet: Die gegenwärtige militärische Stärke Rußlands im fernen O sten umfaßt ca. 50 000 Mann aller Waffen, darunter 18 Batterien, in der eigentlichen Mandschurei, 110000 Mcnm in den Verbindungslinien zwischen Port Arthur und dem Amur und 90000 Mann in Port Arthur und Talienwan. In Port Arthrtt sind 30 Forts errichtet, 50 Forts sind im Bau Begriffen unb alle Gipfel des Gebietes befestigt. Ferner sind in Port Arthur ständig 40 Kriegsschiffe, 40 andere liegen beständig unter Dampf in Talienwan. Am 15. Oktober wird dile Ankunft von drei Schfochtschisfen, zwei Krerrzern und vier Torpedo­bootszerstörern in ben chrnesischen Gewässern erwartet.

Paris, 28. Sept. In Reims wurde gestern ein Kon­greß der ftanzösischen revoluLionär-sozialisti- schen Partei abgehalten. Letztere umfaßt die Gruppen der Arbeiterparteien der Bfonquisten und Kommunisten, deren Führer Jules Guesde unb Lafargue sind. Der Kongreß bezweckt, Solidarität unter den verschiedenen Par­teien herbeizuführen.

Gestern kam es in Hennebont zu großen Demon­strationen gegen den Klerus, als sich dieser zur Kirche begeben wollte. Von einer tausendköpfigen Menge wurden die Geistlichen mit den Rufen:Nieder mit den Pfaffen!" empfangen. Die Menge warf sämt­liche Fenster der Kirche ein, der Bürgermeister wurde nieoergetoorfen und mißhandelt. Erst als sich die Menge zerstreut hatte, konyten die Gläubigen bie katholische Kirche verlassen.

Der Kolonialmini st er D 0 umergue leidet an einem hartnäckigen Schnupfen, und dieser soll, wie derGaulois" versichert, davon herrühren, daß zwei Fensterscheiben in seinem Arbeitskabinett zer­brochen sind. Sie werden nicht eingesetzt, weil ermittelt Serben muß, wer bie Kosten für die große Ausbesserung zu tragen hat, unb man sich im Kolonialministerinm vor den Einwänben. des Rechnungshofes zu fürchten scheint. (Tas Einfachste wäre vielleicht, wenn ber Minister bie neuen Scheiben selbst bezahlte.)