Ausgabe 
29.9.1903 Erstes Blatt
 
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Wohnung,

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Zu Ehren bcS Direktors Rehorn von der Elisabcthenschule in Frankfurt, der mit Schluß des Sommcrsemestcrs in den Ruhestand tritt, fanden am Freitag und Samstag feierliche Veranstaltungen in der Aula statt Die erste war lediglich eine Schulfeier, an der zweiten nahmen Vertreter dec Schulbehörden, Freunde und frühere Schülerinnen der Anstalt teil. Das Lehrerkollegium überreichte eine Adresse. Am Samstag abend war Festessen im Zoologischen Garten. In Kassel wurde der Soldat Stambecger von der 2. Kompagnie des 11. Trainbataillons mit Drillichanzug und Schürze bekleidet als Leiche auf den Schienen der Eisenbahn gefunden. Eine Maschine hatte ihm den Kopf abgefahren. Es liegt offenbar Selbstmord vor.

/ heilig, städtischer Verwaltungsrat des Münchener Vieh- und --^aubacb Schluchthofs, konstatiert, daß Heuer bis 25. September 5071 ' - 'Ochsen und 25 261 Kälber weniger als im Vorjahr zu Markt gekommen seien, dagegen 30 000 Schweine mehr, davon 26 000 aus Norddeutschland. Vom Münchener Markt weg sind bis 25. September 37 975 Stück Großvieh für Norddeutschland ausgckauft worden. Im ganzen Vorjahr waren '.es 46 941; es werden also wahr sch errrlich Heuer noch, mehr als "im vorigen Jahr werden. Die bayerische Land­wirtschaft könne den Bedarf in Bayern decken, wenn nicht exportiert würde. Letzteres bestätigt auch Metzgermeister Würz, der Vorsitzende der Metzgerinnnng. Die Exporteure kaufen alles rasch und bunt durcheinander, die berschie-

walter Sandig; da seine Bergung den Rettungsmannschaften Gefahr brachte, mußte die Grube eingedämmt werden. Es wäre ein erneuter Gasdurchbruch zu erwarten gewesen. Die Isolierung des Brandherdes erfolgte am Samstag spät.

Zcntralversammlung des landwirtschaftlichen Mereiris in Kayern.

recht unbestimmt, es kommt starke Irradiation in Betracht, dazu tritt die Plötzlichkeit der Erscheinung und die rasche Bewegung. Es wird daher auch, ein Astronom, der da rveiß, daß Mond und Sterne die scheinoare Größe von einem halben Grad haben, eine glanzende Feuerkugel für zu groß schätzen, ihr z. B. die scheinbare Mondgröße geben, wenn auch der scheinbare Meteorit, die leuch,tenoe Atmo-I sphäre mitgerechnet, nur einen Zehutelarad gemessen hat. Nun aber der Laie, den das herrliche Schauspiel blendet! Er sieht oder glaubt zu sehen, daß das 'Meteor im Ab­stande von wenigen Metern rried er fällt; er hat einen ungeheueren Lichteindruck, schätzt ab, wie groß bekannte Gegenstände in jener Entfernung aussehen würden, und

~ Den Ehrenpreis errang Ludw. Werner mit 17 Kegeln, zurück, wo ers seyr gut touri)e, und aus den Ruck- Das^PreÄegAn wa^gut^beucht. ^acht vom Sams- »°y^0^Lgäh'°verso^t ^werden^Ame nnd^mM

ng?br ?che^m ^fSierf£?Uben «3=^ £^"$43» WeTsung und Gang-

ßWh Snleti ftatiete eretnm Besuch bei es tun, wenn dort etwas zu haben Ware. Die Magervreh-

äLrteu^ ab « sich I einsichr aus Oesterreich Hache die Seuchengefahr in den

L>nn soaar den ©onntaaS ÄrenKezirken nicht vermehrt. Wir müssen das Magervceh Ö hort nehmen, wvivir es haben können. Magistratsrat Vier­en Grünb e^^ IeZ Die tu 1 ^n^rnt des Münchener Vieb. uni

Weihung der Verbindungsbahn Mücke-

findet morgen Mittwoch mittag statt unb zwar wird ein von der Eisenöahudirektion gestellter Zug die Festteil­nehmer in Mücke aufnehmen. Die für den 1. November in Aussicht genommene Linie LichButzbach ist noch schr verfrüht, da die Arbeiten noch sehr im Rückstand sind. Von Lich aus sind die Schienen erst auf eine kleine Strecke weit gelegt, und gegen Butzbach zu ist der Unterbau noch nicht vollendet. Auw die Hochbauten sind durchweg erst im Entstehen begriffen

OJ*1VnSUJT KXehHürS suchen muß, komme dabei nicht an. Erste Qualität

word^.^as von m heil fch Nei-füauna ae^ fehle unter dem bayerischen Vieh, die anderen Qualitäten

^teb^e&tofle afaüaial ro^aatuteu Bwlpkänen^ustv. würden am Britimmungsort nach<;emästet. Das bayerische gErt

fpeltorS geführt mab nemrifc bem Wvbrruna^ zuftchr verboten fet Die Kälberpreise seien seit dem Winter

hcer iu Münchs so hoch wie nienml's vorher, ebenso die

Ztalwe in allen aderen Biehgattungen aller Qualitäten.

-Äct^elle der kleinen Leute'tälla sein Münchener Schlachthausdirektor Maggm führt aus, daß wcryMer Werfe un Interesse der ttonen wüte taug lntT nur ^Z>er° und vberbaherisches und etwas

^er ^ßever Geschäfte ^Aen mehre«» d^° MA hohe7^7sp7eN'nAn^Zo

SSftSW ^ykrftch7Weh mch7auft°enc

Ä ©tnSinW IS W Verkaufsvmmitllungsstelle^ nach, München gebracht werde. 11L O- mit ihren Damen teilnahmen. Heute nachmittag unternahmen das Kaiserpaar mit dem Großherzog und den übrigen fürstlichen Herrschaften euren Ausflug zu Wagen nach, dem ehemaligen Jagdhaus Dianaburg, wo der

I Tee eingenommen wurde. Am Wend verweilten der Groß­herzog und seine Gäste wieder im Hostheater, wo Philihpis Dornenweg" zur Ausführung gelangte. Der Rergen der Vermählungsfestlichkeiten wird, wie wir zuverlässig'

I vernehmen, schon am 5. Oktober mit einer Festvorstellung im Hoftheater seinen Anfang nehmen. .

Darmstadt, 27. Sept. Die hiesige griechrfche Kapelle ist durch die Muniftzenz Sr. Majestät des Kaisers von "Rußland um einen herrlichen Schmuck, ein Bild der Jungfrau Maria mit dem Christns- kinde im Arm, bereichert worden. Dieses Bild rst entworfen und ausgeführt in dem Atelier des Herrn v. Froloff tn St. Petersburg. Der Künstler, der das Atelier schon von fernem

Abg. Beckh spricht gegen die östreichische Einfuhr^ und für die Herbeiführung stabiler Preise. Er verlangt Schutz für die Züchter und gegen die Seuchen DaS^östreichische Vieh werde aus Ungarn verseucht, wo keine Seuchenpolizei be­stehe; so komme die Seuche nach Bayern. Die Grenze müsse geschlossen bleiben.

Staatsminister v. Feilitzsey bestreitet den Mangel an Seuchenpolizei in Ungarn. Bald würden in Ungarn dieses, bald jenes Komitat, auch kleinere Bezirke, abgesperrt, was die Tätigkeit der Seuchenpolizei bekundet. Es sei ftag- lich, ob in einzelnen Orten (München) die Fleischpreije im Einklang mit den Viehpreisen seien. Er beabsichtige dem­nächst die im vorigen Jahre gebildete Kommission von Interessenten zur Beurteilung der Fleisch v erseuch- ungsfrage wieder einzuberufen. Der Minister wünscht möglichste Jnlandsaufzncht, damit man die Einsuhr von

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kleinen Stückchen gefärbteu Glases. Die einzelnen gesa^c.

Steine sind' vermittelst Cement zusammen gefugt | --------------------

und der in den Fugen zutage tretende Cement öirmirulttS*

ist zur Erhöhung der Wirkung und um die zarten r J

Uoberaänge zu ermöglichen, in Farben abgetönt. Die Mrk- * Berlin, 28. Sept Gegen den wegen Mordes una ist eine wunderbare. Vor allem ergreifend sind das seiner Ehefrau verdachtrgcn Schlächter Gra- Gesicht und die Augen des Christuskindes, an dem ein bowski liegen nach Anftcht der Mimrnalpolizei so Mel j Mann allein lange Zeit gearbeitet hat. Ebenso wirkungsvoll Verdachtsgründc vor, daß er heute der Staatsanwaltschaft ist der sich> über dem Ganzen wölbende gestirnte blaue Him- üb er geb en wird.

mel, und rührend die Gestalt der Maria. Herr v. Froloff * Magdeburg, 28. Sept. Die von Zigeunern hat das Gemälde in 16 einzelnen Stücken von Petersburg entführte Else Kassel aus Hannover wurde in einem hierher gebracht, um es an Ort und Stelle zu vollenden. Zigeunerwagen bei Bahrendorf gefunden.

Da das Gemälde die ganze gewöMe Decke des Altar- * Breslau, 28. Sept. Die Bergverwaltung der raumes einnimmt, war seine Herstellung besonders schwierig. Laur ah ü tte teilt utit, daß bis heute nachmittag 2i/2 Bor ^vei Jahren bereits hat der Künsfter an der vorderen Uhr drei Personen als tot, vier als schwer, zehn als Außenseite der Kapelle das größere und an der Rückseite leicht und eine Anzahl als ganz leicht verletzt festgestellt mehrere kleinere Mofaikbilder gefertigt. N H. Vol. | sind. Eine Person wird jt-). vermißt^ Es ist der Bergver-

Frankfurt, 28. Sept. Die Königin-Witwe " " cf ar*

Margherita von Italien traf gestern abend im strengsten Inkognito hier ein und nahm im Fürstenhos

Dri.eb, die im Frühjahr unterbrochen wurden, werden jetzt wieder anf^nommen, und es sind umfangreiche Hügel-! aräber auSersehen, die eine große Erdbewegung erfordern. Möge das Ergebnis ebercko günstig wie das der beiden letzten SMrfungen sein, das berechtigtes Angehen erregt hat Der offenen Hand des Herrn Wilhelm Gail in Baltimore ist es zu danken, daß der Verein eine solche bedeutende, mit großen Kosten verbundene Arbeit unter­nehmen kann. Die Leitung der Aufdeckung liegt wieder I Major v. Schlemmer und dem Konservator des Museums, Hauptmann cu D. Kramer, ob. Wir können dem Verein nur einGlück auf" wünschen.

* Universitätsbibliothek. Der Volontär an der Universitätsbibliothek Dr. jur. Mül Haupt ist als Hilfsarbeiter an die Kaiser Wilhelm-Mbliothek in Posen übergefiedelt. An seine Stelle tritt Dr. phil. H. G. L e h n e r t aus Freiberg i. S., geprüfter Kandidat des höheren Lehr­amtes.

** Meteormeldunge n. Im Schiffenberger Walde ist, wie wir in unserer Nr. 221 meldeten, am 20. d. M. I um 7.19 Uhr abends eine Helle Feuerkugel beobachtet wor­den. Nun ersehen wir aus derKöln. Volksztg,", daß fast genau zur selben Zeit, nämlich am 20. irnti 7 Uhr 18 Min. abends in der Honuefer Gemarkung ein Helles Me­teor beobachtet worden ist. Drei Augenzeugen berichten übereinstimmend, daß ,£er glühende Meteorersenstein" auf dem beschriebenen GÄiet vor den Bergen in den Feldern niederschlug und daß ein genaues Absuchen der Flur vor­aussichtlich von Erfolg sein werde. Aus Königswinter wird berichtet, daß das Meteoranscheinerrd" zwischen Hirschberg und Wolkenburg senkrecht abwärts gefallen sei. In der Tat sind solche Angaben recht unsicher, wie man hieraus ersieht, denn die im Schiffenbergch: Walde bei Gießen bemerkte Feuerkugel ist zweifellos genau dieselbe wie die im Siebengebirge bei Köln beobachtete. Einer glänzenden Feuerkugel gegenüber! befinden sich die meisten unbefangenenn Beobachter in der Lage des Kindes, das nach dem Däonde greift: sie unter­schätzen den Ab stand. Es fleht für ihr Urtell von vornherein fest, daß ein Objekt, welches Bäume und Hauser erleuchtet hat diese mehrfach verkommende Angabe kann sehr wohl richtig sein in nächster Nähe niedergegangen ist. Indem oer Beobachter sich sofort eine Ansicht über den A b st a n d des Phänomens bildet, kommt er auch sosortt zu einem Urteil über dessen Größe. Die scheinbare Größe, oder der Lichteindruck auf der Netzhaut, ist hier schon

<r>rra Referat Über ,BolkS- und Kran ken-I kommt etwa zu der Angabe: so groß wie nn Kegelball ! Dr Blum-M.-Gladbach. Er ein Vergleich, dem ruan sehr häufig begegnet und der nichts nße Ätuna der Volks ernähr^ hin well mehr Sinn hat als die BehanMmg. faxe ©onne fei;

in^Tuichnfbcr'^e^fe die ftwecke und Gnrtcht- so groß wie ein Strantzener. Daß nun das Meteor vom wller denen nicht bloße Notstands- Sonntag vor acht Tagen nicht tn der Honnefer und auch u^trfteben feien obwohl sie vielfach aus diesen nicht in der Gießener Gegend uiedergegangen ich ist daraus &nbwtfl itnb Erhaltung solcher zu schließen, daß eine Erhellung des ganzen Gebietes hier «Shu io leichter da eine aut geleitete Anstall ebensowenig wie dort stattgefunden Mhabvt scheint, nament.

llL^wlbst eäalte Zu Fabrllstädten habe es sich als be- lich aber aus dem günzürt)en Fehlen der Detonation, dte sonst suh sell^st myal A7-beitcraussLüsse rur Mit- den Herabsturz eines Meteoriten immer begleitet, wenn

Sri? ^LiZ^^ Merdi^ s^ N lächt, auch wegm der Schalwerzogeruug erst nach erhebMen M SÄSpalten' Inders an leitender Stellej Bruchteilen der Mllmte, da das 3°^-^ « der Hohe ©toi <Mes persönliches Interesse und volle Hingabe der von mchreren Kilometer stattftndet. Die Detouatwn wird llllmdmPersönlichkeit gedeihe die VollsLiche nicht. Nicht am Orte des Mederfallens nicht leicht überhört, weil m Lntbebren sei auch die ehrenamtliche Aussicht. Eine inan stutzig wird unb tu der nächsten TOinute tn der «nstl^zu erstrebende Ergänzung unserer Fürsorge fürstichllgen Bersassnng ist, cuten äw^ten^wohnltchen hie Volksaesundheit sei die Begründung von Krankenküchen. L-mnesetildruck gut anszuuehmen. Die Meteorltwratur ver-- Besonders die Krankenkasien sollten sich dieser Ausgabe cm- zeichnet die ausfallendsten Täuschungen; wahrscheinlich hat nehmen Der Referent hat seine Ausführungen in einigen man tmr den Reflex des Meteors vcmi Schiffenberge aus wie LM§en zusammeilgesaßt, die eiiistimmige Aiinahme findem vom Siebengebllge gesehen. Allerdings ist ja eine lechtende Münch en, 28. Sept.

Nachdem noch auf Vorschlag von Pfarrer Schlosser. Fläche wohl uiiterscheidbar von einer dunkeln, die etn $er Vorsitzende teilt mit, daß die Mitgliederzahl 90000 Gießmtdie ausscheidenden Mitglieder des Zentralänsschus, es Heller Streif durchzicht. Es rst aber um towtOJn betrage und gegen das Vorjahr um 5000 äu genommen habe,

wiedergewählt worden waren und Stradrat Martius-Bres- schon recht dmikel. Das AiiMitzen^einzelne hiLl $ ntü Lcrne^ bag öer hefige Schaden größer fei als vor

Ian dem Vorsitzenden und dem gesamten Bureau den Dank (Hauser) rm Wiedersch^rn des Meteors konnte l rcht sur e-n- ^hren, wo 67 Pvoz. Entschädigung bezahlt wurden,

der Versanrmlung ausgesprochen hatte, wurde die Tagung das Meteor selbst gehalten weroen. Falls vielleicht 60 Prozent bezahlt würden, sei zu erwägen,

des Kongresses geschlossen. ... ** Hand fertigte iisun ter rrcht. _ Wre alhcchr- man künftig das Statut oder die Aussührungsbestimm-

Erne Reihe von Besichtigungen von wohltätigen Air- sich, so findet auch in diesem Jahre em Kuriu^^ unnen ab ändern solle. Es folgt eine lange Debatte über stallen, an denen Elberfeld so reich ist, einige gesellige liche Kirabenhcurdarbeit statt, an dem srch Knaben aller K|c Fleischversorgungsfrage. 5bonstatiert wurde,

Veranstaltungen und eht Ausflug irr das Wuppertal wer- Schulen vom 11. Jahre an beteiligen können. Anmeldungen in vielen Städten die Fleischpreise mit den

den die Kongreßteilnehmer noch einige schöne Stunden zum Besuche des betr. Unterrichts werden morgen, Mrll- ^-^^^^bis en gleich en Schritt gehalten hätten. In

znsammenhallen. woch, 30. Sept., nachm. 3 Uhr, im Schulhanse am A,terweg | München seren aber die Fleischpreise stärker gestiegen und

..I entgegengenommen. Daselbst werd auch nähere Auskunft heim Niedergang der Viehpreise nicht .im gleichen Maße

A11S Stflitt mtd fflltik erteilt. m . geringer geworden. Die Viehausfuhr aus Bayern

iuvv Wieseck, 27. Sept. Ber dem heutigen Prers- steige, die Einfuhr, namentlich an Schweinen, zeige eine

Gießen, den 29. September 1903. kegeln des Kcgelllubs ,Sille Neun" erhielten folgende Mit- Unkende Tendenz. Abg. Steininger (klerikaler Agrarier) "Museum des Oberhessischen Geschichts- Glieder Preise: Den 1. Preis K. Lotz, den 2. F. Lotz, führt dies auf den steigenden Msatz bayerischen Viehs Vereins. Freunde des Museums machen wrr auf einen 3 pubro Wacker, den 4. Phll. Keller, den 5. Karl aus dem Münchener Schlachtvichhof nach Mrddeutschland Musterschrank aufmerksam, der die wichllgen rfttnde der ' - ' * c - " " " '

Lindener Mark birgt. Es wird hiermit ein Etnbllck ^emer. in die demnächstige Ausstattung des Museums gegeben, dessen zukünftiges Heim, das ehrwürdige Schloß auf dem Brandplatz, hoffentlich seiner baldigen Vollendung ent­gegen schreitet. Besonders erwähnenswert in diesem Be­hältnis ist das Skelett mit Beigaben eines außergewöhn­lich großen Mannes, der 1879 im Bergwerkswald ungefähr 800 Meter südlich des Steigerhauses durch den damaligen stud. med. Großmann einem Grabe der Hallstattzeit ca. 800 v. Ehr. entnommen wurde. Der Tote war in einem Erdhügel von 10 Meter Durchmesser und 1,50 Meter Höhe bestattet, ruhte auf einer Unterlage von Steinen und Erde und war anscheinend mit Erde bedeckt. Den Leichnam umgaben zum Schutze größere Steine, die gewöhnlichen Decksteine fchlten. Zwischen den Füßen stand eine Urne und am Halswirbel befand sich ein einfacher, glatter Brouzerürg von 15 Zentimeter Durchmesser und 7 Milli­meter Dicke. Das Gesicht des Bestatteten war nach Sonnen­aufgang gerichtet. Auffallend gut haben sich "fei diesem Grabfunde die Knochen gehallen, im Gegensätze zu den Skelettgräbern auf dem Trieb, aus bpx mittleren Bronze­zeit stammend eine allerdings allere Periode. Bewirkt wird bei letzteren Gräbern diese Konservierung der Knochen durch eine vnmap Berührung derselben mit Bronzegegen­ständen, deren ausfcherderrden kupsersauren Salze die Knochenmasse vor Verfall schützen. Tritt in diesen Gräbern feine Verbindung der Knochen mit Bronze auf, so bleiben von der Leiche häufig nur die äußeren Zahnkronen (un- auflösbare kieselsaure Erde) übrig in der Erde als einzige Spur eine dunkle Färbung der aufgelösten Leiche lüllterlassend. Die Ausgrabungsarbeiten auf dem