roitrbe der Vizefeldmebel von
llmdes.
Ausland
(H. Landpost.) Darmstadt, 28. Juli, lieber die Disziplinar-
indessen zog W. einen Revolver und gleich darauf krachte ein Schuß, glücklicherweise ohne Unheil anzurichten. Ob der Revolverheld ein Attentat ausüben oder ob er sich selbst erschießen wollte, wie er nach seiner Uaberwättigung zu verstehen ggb, mag dahingestellt bleiben, jedenfalls wird ihm für längere Zeit sein gemeingefährliches Treiben geletzt und! ihm an passendem Orte Gelegenheit zu nützlicherer Beschüs- tigung geboten werden. Dem W. war bereits vor deut Gerichtsgang durch Wachtmeister Sambach ein Revolver abgenommen worden, der andere, mit drei Patronen geladene, war leider in seinem Besitz geblieben.
Hungen, 28. Juli. Dem Ortsvorstand wurde die Genehmigung erteilt, gelegentlich des am 14. September d. I. zu Hungen stattfindenden Bullen- und Zuchtviehmarktes mit Prämierung eine Verlosung von Vieh und landwirtschaftlichen Gegenständen zu veranstalten, unter der Bedingung, daß nicht mehr als 4000 Lose ä, 1 Mk. ! ausgegeben werden dürfen und daß 60 Prozent des Bruttoerlöses zum Ankäufe der Gewinne zu verwenden sind. Der Vertrieb der Lose wurde im Großherzogtum genehmigt.
Konstantinopel, 28. Juli. Marschall Meissel Pascha ist verhaftet worden, weil er an seinen in Deutschland zur Ausbildung weilenden Sohn einen Bries gerichtet hat, in welchem vom Urnsturzje der etzi g en Regierung die Rede ist.
fache des Geh. Oberbergrats Prof. Dr. Lepsius ist in den letzten Tagen in verschiedenen Blättern sehr viel Widersprechendes erzählt worden. Eine offizielle Richtigstellung ist bis jetzt nicht erfolgt. Es sind daher allerhand Kombina-
Aus Stadl und Land.
Gießen, 29. Juli 1903.
*• Personalien. Ernannt wurden der Schreibgehilse Friedrich Wagner in Offenbach zum Registrator bei dem Amtsgericht Offenbach, der Schreibgehilse Michael Rettig in Lorsch zum Registrator bei dem Amtsgericht Lorsch, der Schreibgehtlfe Georg Becker in Worms zum Registrator bei dein Amtsgericht Worms. — Die Ernennung des Amtsgerichtsdieners bei dem Amtsgericht Wörrstadt, Philipp Ahr, zum Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Darmstadt 11 wurde zurückgenommen. — Ernannt wurde der Amtsgerichts- biener bei dem Amtsgericht Butzbach Kaspar Wilhelm Luther zuni Amtsgerichtsdiener bei dein Amtsgericht Darmstadt II nut Wirkung vom Tage seines Dienstantritts. — Ernannt
mnt beS BürgcrtnnK ein hoch mtf die internationale revol lulronärc Svzialdernokrutie" ausgcbraä>t Hut. f .
- Der sozialdemokratische Parteitag findet üi der Woche vom 13. September ab in esd en stutt. I Ten Gesck)üftsbericht des Vorstandes werden Pfannkuch und Getisch, den Bericht der Kontrolleure MeMr erstatten Heber die parlamentarische Tätigkeit o Stadthagen rese- rieten, über die Maifeier R. Fischer, über den internationalen Kongreß in »Amsterdam 1904 Singer.
Frieörichsruh, 28. Juli. Ter (urigste Sproß der fürftltd) Bismarckschen Familie ist gestern durch Pastor Westphal and Brunstorf getauft worden. Er er- hielt den Vornamen Albrecht. Zu der Feier waren auch Graf Messen und Frhr. v. Stilmm geladen.
Thorn, 28. Juli. Dem polnischen Redakteur und Reichstagsadg. Prejski wurden bei seiner Freilassung aus dem Gefängnis, in dem er eine zweimonatliche Strafe wegen Preßvergehen verbüßt hatte, von seinen polnischen Srantetini stürmische Ovationen bereitet.
Breslau, 28. Zull. Ter sozialdemokratische Verein wählte ein fünfgliedriges Wahlkomitee für die bevorstehenden Landtags wählen, welches sofort alle erforderlichen Vorarbeiten in die Wege leiten soll. Das Komitee wurde beauftragt, ziinächst bei Singer, Bebel,
seßunq die er mit Herrn v. Wollmar gehabt habe, feinIj,ummcnl nn Programm stehen. Die „Leipziger Neuesten 'JKanbat niederlegen. Die Vertrauensmänner entschieden Nachrichten" schrieben am 18. Mai 1902: „Wollte man jedoch, daß für Herrn v. Haller kein ausreichender Grund gerechterwcise Wagner als Prüfstein an diese Leistungen zur 'Mandatsniederlegung vorliege. Wg. Segitz verpslich- Nitegen, so müßte man zu einem hohen Grad der Aus- tete sich, die „Differenzen in der Landtagsfraktion" mit I kommen, denn gerade die Tannhausee-^uoerture
aller Anstrengung auszngleichen. gelangte unter Blons Leitung zu gediegenster Wiedergabe."
------ Am 22. Mai desselben Jahres, am Geburtstage Richard Kirche und Schule. Wagners, verabschiedete sich das Orchester von Leipzig, wobei
Generalversammlung des Evangel.Idre „Leipz. Bollsztg." u. a. schrieb: Daß er an sein Orchester Sundes findet zu Ulm a. D. vom 28. September bis ,die höchsten, kühnsten Ansordeimngen und^ nicht^eher 1. Oktober statt. Aus der Tagesordnung sei bemerkt: Montag, 28. September, 91/2 Uhr vormittags bis 7i/2 Uhr abends Verhandlungen. 8 Uhr abends: Begrüßungsversammlungen mit Ansprachen von'Lic. Dr. Holzinger-Ulrn a. D.; Stadtpfarrer Dr. Weikbrecht-Wimpfen rc. — Dienstag vornnttags Verhandlungen. 5^ Uhr: Festgottesdienst im Münster, Festpredigt: Prälat von Weitprecht-Stuttaart. 8 Uhr abends Oeffentliche Versammlungen. Ansprachen von Professor D. Arnold-Breslau; Superintendent D Meyer-Zwickau; Dekan Dr. Wurster-Blaübeuren rc. — Mittwoch, 8—10 Uhr vorm. Spezialkonferenzen. 10 Uhr: Oeffentliche Hauptversammlung in der Drersaltigkeitskirche: Eröffnung durch den Vorsitzenden des Evang. Bundes D. Grafen von Wintzingerode- Bodenstein. Vortrag von Professor D. Kolbe-Erlangen: „Der Staatsgedanke der Reformation und die römische Kirche." 2 Uhr: Festmahl. 51/2 Uhr: Gesangsgottesdienst im Münster. Donnerstag, vormittags: Verhandlungen des Gesamtvor-
18. Armeekorps Heinrich Franl „ w
dem Amtsgericht Butzbach unter Zurücknahme seiner Ernennung zmn Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Wörr- stadt. — Ernannt wurde der Gefangenwärter am Landeszuchtshaus Marienschloß Ludwig Mayer zum Gefangen- aussehcr an dieser Anstalt.
- Prüfungen für baß höhere Lehramt. Gestern wurden die Ergebnisse der Prüfungen für das höhere Lehramt in der sprachlich-historischen Abteilung bekannt gegeben. Darnach bestanden von 18 Kandidaten folgende 13 Herren '"<”<■ '' M gxtienanb f (Sieben) Dr. Friedrich, Gräf, Himmelreich, Hotz, Keller, Kleck, Kron, seine Sommerkonserenz ab, die von Herrn Wtegand (Götzen Qnfc wnnff <^r Nitrert Terner. Tertor. Zwei eröffnet wurde. Der Vorsitzende des Gauvorones jwqaj
treten Die Prüfunqs-Erqcbmsse der mathematisch-natur- Aialzi (Darmstadt) wurde zum ersten und Herr Wiegand ääs ms =1.3- nsres ssäts 11 ” "'Landesuniversität. Bei der im nächsten Monat Limburg, Höchst, Mainz, Neunkirchen, Wetzlar und Gießen, stattfindenden Heidelberger Universitätsfeier wird die Hess. Nachdem die Anträge für den vom 20. bis 23. August m LandeSuniversitat amtlich durch den Rektor vertreten sein. M.-Gladbach stattfindenden Kongreß des Verbandes durch- " Tb eater- und Saalbau. Gestern abend traten beraten waren, wurde einstimmig beschlossen, den nächst- die Mitalieder der provisorischen Finanz- und Bankomitees jährigen Kongreß des Verbandes m Fulda tagen zu lassen. P^erwstein7 uh"ns"uite anderen anzusragen, ob sie usammen, um, wie in der Versammlung am 21. d. M. be- Als nächster Konferenzort des Gaues wurde Limburg eventuell geneigt wären, eine Kandidatur in Breslau ^j^n, die Komitees durch eine Reihe von Cooptatwnen bestimmt. .. , u
Bei eitiauna der Unterscheidung zwischen st ädti- konstitniren und dann sogleich in die Vorarbeiten eimreten vcrcjncn Begutachtung unterbreitet. Dem Entwürfe sch en und ländlichen Wahlkreisen. können. zufolge soll eine Schlachtviehversicherungvanstalt aus
Nürnberg, 28. Juli. Tiefgehende Differenzen ** qu dem Konzert des Berliner Ton- Gegenseitigkeit unter staatlicher Verwaltung errichtet wer- rn der bayrischen Sozialdemokratie werden von rünstlerorchesters, das uns am nächsten Samstag be- ^n; versicherungspslichtig sollen alle im Gebiete des Groß- der Parteileitung offen zugegeben. Schon vor einiger Zeit vorsteht, sind einige Urteile der Presse von Interesse, die sich Herzogtums zur Schlachtung kommenden Rinder und Ließ es her Landtagsabg. für Nürnberg Dr. Frhr. Haller die Wiedergabe von Wagnerschen Kompositionen aus- Schweine, welche über drei Monate alt sind, sein. Die Ent- von Öallerstein werde wegen einer heftigen Auseinander- suchen. Bekauntlich werden am Samstag vier Wagner- schädigung soll nach dem Schlachtwert bemessen werden, ' - 1 ----1 ' -------------- 1 Abzüglich des tatsächlichen Wertes der verwendbaren Teile
des geschlachteten Tieres, außerdem sollen die Kosten der Schlachtvieh-Fleischbeschau, Schlachtgebühren und Schlächterlohn ersetzt werden. Voraussetzung der Eiitlchädigungs- leistung ist, daß mindestens ein Viertel des Tieres für untauglich, bedingt tauglich oder miuderwertig erklärt worden ist. Eine Entschädigung wird nicht gewährt, wenn für die Tötung des Tieres auf Grund reichs- oder landesgesetzlicher Vorschriften eine besondere Entschädigung vorgesehen ist; ferner wird .eine Entschädigung nicht gewährt für Rinder, die sich nicht während der letzten neun Monate, und für Schweine, die sich nicht während der letzten sechs Monate im Großherzogtum befunden haben. Die Mittel zur Deckung der von der Verficherungsanstalt zu leistenden Enb- schädigungsbeträge sollen hauptfächilch durch feste Beiträge der Viehbesitzer aufgebracht werden.
, ... . J Rockenberg, 27. Juli. Herr Peter Landvogt ver-
— Hosfen wir, daß die Gießener pachtete das ihm gehörige ,Gasthaus zur Gerste" hier das Stotterene entaeaen-l Denninghof-Brauerei in Gießen. Der jährliche Pachtpreis beträgt 1600 Mk. Die Uebergabe erfolgt
ruht, bis sie ganz erfüllt sind, bewies das Abschiedskonzert, in dem acht an Schwierigkeiten überreiche Werke Wagners in glänzender Weise vorgetragen wurden." Und weiter: „Ganz besonderes Lob verdient der wohldurchdachte und partimrgerechte Vortrag des Nachgesanges aus „Tristan und Isolde" — der übrigens auch am Samstag in Gießen auf dem Programm steht — „Welch blühende.Klangschönheit des großen Tvnkörpers!" • " ‘
dem außergewöhnlichen Konzert das Interesse entgegenbringen, das es verdient.
" Das Konzert zu Gunsten des .Invaliden-. - c»anuflt 1904
dank' gestern abend im Neuen Saalbau hatte, was den »Bad Nauheim, 29. Juli. (Eigener Draht. Besuch anlangt, etwas unter dem Regcnwetter zu leiden; es 9 Ul)c wurde die Leiche des
wäre fonst der Saal wohl voll be)etzt gewesen. Immerhin ^ ^^mellters C ° l l sen. gelandet. Offenbar liegt Selb st- hatten sich größere Gesellschaften, befonders aus dem Offizier- ! üoc. Der Mann hatte vor kurzem seine Frau ver- korps und der Studentenschast, zahlreich eingesunden. Dw L unb in gedrückten Verhältnissen.
Leistungen der Kapelle sanden mitunter überaus lebhaften (S)rün6era, 27. Juli. Der hiesige, wegen verschie- Beifall. Sie hatte sich zu diesem Extrakonzert auch außer- ^^ner Delikte mehrfach vorbestrafte Einwohner O. W., der ordentliche Bemühungen auserlegt und spielte u. a. das Vor- namentlich durch Drohungen und Schießenmitdem spiel zum ^Fliegenden Holländer" mit gutem Gelingen. Revolver hervorgetan hat, unter anderem hat er auf
** Ortsgewerbeverein. Gestern abend hielt der feine Angehörigen geschlossen, war heute morgen wieder chn- Gewerbeverein seine Jahreshauptversammlung ab, welche »mal vor Gericht geladen worden und sollte vom Amts- verhältnismäßig gut besucht war. Von dem Vorsitzenden gerichtsgebäude aus in das Hastlokal überführt werden. Kommerzienrat Heyligenstaedt wurde der Jcchresbe- Bis zur Gartentüre des letzteren ging alles programm- richt erstattet, welcher eine fortgesetzte gedeihliche Entwick- gemäß, hier aber entsprang der Häftling seinem Be- lung des Vereins bekundete. Insbesondere war demselben gleiter, Arresthausverwalter Wahl, und setzte sich, als er zu entnehmen, daß Gewerbetreibende und Handwerker den eingeholt wurde, zur Wehr, gab aber seinen Widerstand! Aufgaben des Gewerbevereins ein größeres Jnteresfe ent- auf, als der den Vorgang beobachtende Zünmermeister G. gegenbringen. Die an den Verein her an tret enden Aufgaben Haas dem Beamten zu Hilfe eilte; nach einigen Schritten wurden in drei Haupt- bezw. Mitgliederversammlungen unb1 1 drei Vorstandssitzungen erledigt. Außerdem wurden vier SitzunHen des Handwerkerausschusses und sechs Bezirkstage abgehalten. Recht erfreuliche Resultate ergab auch in diesem Jahre die Gesellenprüfung, an welcher sich 64 Teilnehmer beteiligt hatten, ebenso günstige Resultate ergab der in
Idem verflossenen Winter abgehaltene ^Reisterkursus, welcher
sich tigte man das Siech en haus. Die Beteiligung der Mitglieder dieser Exkursion war sehr stark und bot viel Interessantes und Lehrreiches. Mit dem Wunsche, daß der Verein auch ferner den an ihn herantretenden Aufgaben volles Interesse entgegenbringen möge, schloß der Vorsitzende seinen Jahresbericht. — Die bwcfy die Herren ytetri und Steinhäuser vorgep-rüfte Jahresrechnung sand keine . .
Beanstandung und dem Rechner wurde Entlastung erteilt tionen immer noch ^ur und -tor geöffnet. So gehen der m unb der Dank der VÄffarnrnlimg gusgesprochen. Ebenso Heilbronn erscheinenden ^Neckar-Ztg." „von einem besonderen wurde der Voranschlag für 1903/04 genehmigt mit der Mitarbeiter aus Hessen" nähere Mitteilungen zu, von denen
Aenderung, daß auf Antrag des Direktors Bergen ein m ebenso wenig wie von den anderen sagen läßt, inwiefern
größerer Betrag für Anschaffungen für die Bibliothek ein-1 fie ben Tatsachen entsprechen. Das genannte Blatt schreibt gesetzt wurde. Von dem ©tanbe ^ ^^en Spezialfonds, @5 handelt sich um genannten Herrn in seiner Eigen-
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der Versammlung Kenntnis gegeben. Die Vorstandswahl hatte der Münchener Kommerzrenrat S. dem Museum z ergab in der Mehrheit die Wiederwahl der im Turnus aus- Darmstadt eine größere Anzahl Altertümer, darunter wtem- scheidenden Mitglieder, während Spenglermeister Appel beile mit Stielen, ziemlich seltene Gegen,tände, die großtcu- und Schreinermeister Emil Beil neu gewählt wurden. Im teils der Steinzeit angehören sollten, zum Geschenk genracht. bevorstehenden Winter werden wie seither gemein- S. benützte die Vermittelung heS Prof. Lepsins, der die Funde sarn mit dem Kaufmännischen Verein gemeiuver- 2000—3000 Mk. schätzte und sie der Sammlung ein- ständliche belehrende Vor träge gehalten werden, und zur y^rleibte. Einer der leiten öen Älluseumsbeamten, Festsetzung dieser Vorträge wurde eine Kommission, be- L. bamQ[§ noch interimistisch beschäftigt war, bezweifelte Traber auch Echtheit f^^rwcrteolleren Stücks waö aber
kleinere Fachvorträge gehalten werden, wurde der erste Lepsius, sich auf seine geologischen ^enntnlffe ^lutzuid, e Dienstag der Wintermonate von Oktober bis März be- schieden m Abrede stellte. Gleichzeitig aber bewertete stimmt und der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß diese Abendel Lepsius die Schenkung immer höher und gab den Wert der-
8er Lalbinoolidenabteilmiq be§ recht zahlreich besucht werden mögciu Nachdem noch eine t.r Q-.n.rPnnhme (einer Er- die Neuorganisation der Sterbckalse in Beratung ge. zogen worden war, schloß der Vorsitzeiide die Versammlung unter Ausdruck des Dankes für die rege Beteiligung.
Wir wollen hoffen und wünschen, daß da^ rege Interesse, welches in der Versammlung den Aufgaben des Vereins entgegengebracht wurde, auch ferner fortdauern und sich immer stärker entwickeln möge.
** Der Mitteldeutsche Gauverband der katholischen kaufmännischer Vereine hielt dieser Tage hier
London, 28. Juli. Der japanische Gesmidte erklärte in einem Interview die Kriegs g erüch te für unbegründet. Japan denke niiyt an einen Krieg und es lügens keine ben Frieden gefährdende Differenzen mit Rußland vor. |
Lissabon, 28. Juli. Wie verluutet, ist im Palast von Azuda bei Lissabon ein anarchistisches Komplott entdeckt worden. Es wurde heftiges Gewehrfeuer, welches ,10 Minuten dauerte, aus dem Palast vernommen, worauf die Tore desselben sofort geschlossen wurden. Die Regierung ließ abends erklären, es hätte sich um einen Streit zwischen Soldaten gehandelt, in der Bevölkerung glaubt man jedoch, daß es sich um ein Anarchisteukomplott handelt. — Aus Rache wegen ungenügender Belohnung durch die Polizei veröffentlicht ein gewisser Luciano Einzelheiten über ein angebliches Dynamitkomplott anläßlich des Besuches König Eduards in der portugiesischen Hauptstadt. „ . , w , .. , .
Luciano arbeitete in einer Moake unter der Praca de Eom- von 26 Meisteraspiranten besucht war. Für die außerordent- mercio, wo der Pavillon für den Empfang des Wnigs liche Tättgkett wurde dem Vorsitzenden des Gesellen- und stand. Er hörte Stimmen in der Kloake und ging den Meisterprüftrngsausschusses, Hauptlehrer Traber, der Dank Eindringlingen nach, die verschwanden. Luciano benach- kcr Versammlung ausgesprochen. Auch die Schulverhält- cichtigte die Polizei, die eine Dynamitpatrone fand. Die Ljfje haben sich sehr günstig entwickelt und besonders die betreffenden Stimmen rührten von Spaniern her. Anmeldungen zum Besuche der Sonntagsschule sind außer- St. Moritz im Engadin, 28. Julü Unser Bad ist ordentlich stark. Es ist zu bedauern, daß bei den jetzigen gegenwärtig ein Sammelplatz deutscher Für st- -beschränkten'Raumverhältnissen viele Anmeldungen nicht lichkeiten. Im Kurhaus wohnen Großherzog und Groß- berü'cksichttgt werden können und mit jedem Tage tritt das Herzogin von Baden, im neuen Stahlbad die Großherzogin Bedürfnis nach größeren ausreichenden Schulräumen leb- von Sachsen-Weimar, im Hotel Thoma Badrutt Prinz nnb bafter hervor. An größeren Vorträgen wurden sieben ab- Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, Erbprinzessin Leopold gehalten, welche in Gemeinschaft mit dem kaufmännischen von Anhalt und Prinzessin Antoinette Anna von Anhall. Verein arrangiert waren und sich außerordentlich starken
Wien, 28. Juli. Ter englischen Botschaft ist keiner- Zuspruchs zu erfreuen hatten. Im Lause des Jahres be- lei Mitteilung von einer angeblichen Reise König'----- ■ ‘ ~ ~'T'!- ---
Eduards nach Marienbad zugegangen. Unwahrscheinlich sei auch eine Entrevue mit dem deutschen Kaiser am 8. September in Darmstadt, da der König aus bestimmten Gründen zu diesem Termin in London sein


