Ausland.
London, 28. Mai. Der Lordmajor hatte für heute die Mitglieder des internationalen kolonialen Instituts zu einem Frühstück eingeladen. Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg hielt hierbei eine Rede, in welcher er ausführte, daß London als das gigantische Zentrum des Weltreichs der geeignetste Platz für die Versammlung des Instituts sei. Die Welt sei groß genug, sodaß alle Nationen ibre .Kräftetätigkeit in friedlichem Wirken Seite an Seite betätigen könnten. Jeder neue Arbeiter müsse willkommen geheißen werden, der dazu beitrage, daß unbegrenzte Gebiete, die noch öde dalägen, erschlossen werden und der auf diese Weife die verborgenen Kräfte noch un- zivilisierter oder halbzivilisierter Völker zu wecken helfe. Wenn wir die „offene Zur", welche wir in dieser Stadt fanden, und all das, was wir von ihren hervorragenden Landsleuten über die britische „offene Tür" jenseits der Meere gehört haben als gutes Omen für die Arbeit, die noch von allen kolonisatorischen Nationen getan werden muß, betrachten, dann in der Tat wird ein großer Dienst der Ausführung unserer kolonialen Aufgaben im Interesse der Menschheit erwiesen werden, ein großer Schritt vorwärts wird für die Zwecke dieses Instituts getan werden.
— (Unterhaus.) Black richtet an die Regierung die Anfrage, ob Deutschland der einzige Staat sei, der mit der Differenzierung oder Androhung der Differenzierung der Zölle gegen Kanada vorgchen wolle, infolge der Bevorzugung, die Kanada dem britischen Handel gewahrt. Der Uniersekretär des Auswärtigen, Crandorne, erwidert: „Ja, soweit wir wissen." Das Haus nimmt die erste Lesung des Gesetzentwurfes an, welcher die Brüsseler Zuckerkonvention in Kraft setzt. DaS Gesetz ermächtigt die Regierung unter Anderem, die Einfuhr von Prämienzucker zu untersagen.
Brüssel, 28. Mai. In offiziösen Kreisen, die mit der Kongoregiernng Fühlung haben, betont man besonders den Umstand, daß Deutschland, Frankreich und England, ganz ebenso wie der Kongostaat, im Berliner Vertrage Handelsfreiheit in ihren Gebieten zugestanden hätten. Ueber die Ansichten der maßgebenden Persönlichkeiten sehen gut unterrichtete Gewährsmänner in der Aufrollung der Kongofrage durch England einen weiteren Schritt in dessen systematischem Streben, sich ein großes afrikanisches Reich zu schaffen, das vom Kap bis nach Egypten sich erstreckt. Rian mag an dieser Stelle aber bisher nicht glauben, daß die anderen Großmächte ein Jntereffe daran hätten, England bei fernen hierauf gerichteten Plänen zu unterstützen. Bisher
sind bei der Kongoregierung noch von keiner Großmacht in dieser Angelegenheit Noten eingelaufen. In den Verhandlungen mit England wegen einer für die Kündigung der Pacht von Lago an den Kongostaat zu gewährenden Entschädigung ist m der letzten Zeit fein Schritt vorwärts getan.
Madrid, 29. Mai. Prinz Heinrich ist gestern abgereist. Der König geleitete den Prinzen zum Bahnhose, wo sich der Prinz von Asturien, die Minister des Aeußeren, des Krieges, der Marine und zahlreiche hohe Würdenträger eingefunden hatten. Eine Kompagnie enoieS die militärischen Ehren. Die Verabschiedung des Prinzen von dem Könige war sehr herzlich.
Wien, 28. Mai. Die ,Polit. Korresp.* dementiert die Blättermeldung, wonach sich Oesterreich-Ungarn verpflichtet hätte, imKriegsfall Deutschland 70000 Remonten zu liefern.
Budapest, 28. Mai. In Samobor bei Agram erstürmte ein Bauernhause das Jagdschloß des Grafen Erdoedy, demolierte die Einrichtung und hauste im Innern vandalisch.
1803-1903.
Das hundertjährige Jubelfest des 2. Bataillons der Wer.
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TOß ein prunkender Maientag ist er heraufgezogen, als ein rechtes Frühlingskind, der 29. Mai. Nicht ein Hauch von einem Wölkchen trübt den feierlichen Himmel, die ver- jüngte Welt wächst ordentlich zusehends tm blendenden Scheine der Maiensonnenstrahlen, und hold umfängt die Natur die Stadt der frohen Jubelfeier. Im festlichen Gewände prä- sentiert sich das Straß en bild. Zum Empfange des Landesherrn ist namentlich der Bahnhof aufs schönste geschmückt. Auf dem Platze vor ihm ragen weiße Fahnenstangen empor, an denen die hessischen Fahnen flattern: eine zur anderen trägt Guirlanden aus Tannengrün. Im Fürstenzimmer prang' inmitten frischgrüner Pflanzendekoratlon eine Büste des Groß- herzogS. Auf dem Slraßenzuge zum Oswaldsgarten giebts kein Haus, das nicht Flaggenschmuck trägt. Am schönsten nimmt sich der buntbewimpelte Settersweg, eine wahre Via triuinphaliß, aus. Eine prächtige Dekoration hat die Pelz- warensirma G. Schultheis an der Marktstraße hergestellt. Jnmüten eines effektvollen Arrangements von Pelzteppichen wilder Tiere prangt eine große sinnreich konstruierte Rosette. In dem Zentrum der Rosette sieht man in den hessischen Landesfarben den Namen Sr. Kgl. Hoheit, umrahmt von strahlenförmig auf Tannenzweigen ruhenden edlen und kost- baren Pelzfellen. Sehr schön ist auch die Ausschmückung des Bruck'schen Hauses am Brandplatze gegenüber dem Schlöffe.
In der Stadt herrscht lebhaftes, fröhliches Treiben. Die Einwohner befinden sich in Festesstimmung. Alles leuchtet und strahlt, die ganze Provinzial- und Unioersttätsstadt will dem Landesfürsten ihre herzliche Huldigung barbringen. Die Veteranen und Gäste kommen in großer Zahl vom Bahnhof. Ueberall sieht man ordengeschmückte Herren durch die Straßen wandeln.
Das Regiment hatte große Vorbereitungen zur festlichen Begehung des Jubiläums getroffen. Die Zeughauskaserne war durch das 1. Bataillon überaus reichlich und schön geschmückt worden. Der Zeughauskasernenhof war mit frischem Kies beftreut. Vorparaden hatten bereits gestern und vorgestern stattgefunden und die Bataillone hatten fleißig den Parademarsch geübt. Langwierige Vorbereitungen hatten namenllich die heute abend stattsindenden Aufführungen im Saalbau (Steins Garten) nötig. Gestern abend fand unter Leitung des Oberleutnants Schröder, des unermüdlichen Festordners, eine Generalprobe statt, und man darf für den heutigen Abend das Beste erwarten. Bringt das überaus reichhaltige Programm doch außer Prologen Schwänke, Kon- zett, Schauturnen, Pantomimen, Gesangsoorträge, Feuerwerk, Tanz rc. rc.
Appell.
Heute vormittag um 10 Uhr 45 Min. fand der Appell des 2. Bataillons auf dem Kasernenhofe statt. Das Bataillon stellte sich im offenen Viereck auf, und zwar die 5. Kompagnie in Front gegen die Grünbergerstraße, die 8. Kompagnie im Rücken dazu, und die 6. und 7. Kompagnie in Front gegen das Exerzierhaus. Die Offiziere trugen Dienstanzug, die Mannschaften Ordonnanzanzug, 4. Garnitur.
Der Kommandeur des Bataillons, Major v. Schlemmer, hielt an das versammelte Bataillon folgende zündende Ansprache:
S. K. H. der Großhcrzog haben Allerhöchst zu befehlen geruht, daß die hundertjährige Wiederkehr des StiitungStages des 2. Bataillons schon heute gefeiert werden möge, da S. K. H. Aller- höchstselbst der Feier beizuivohnen beabsichtigt.
Kerne größere Freude, ferne höhere Ehre und Auszeichnung konnte an feinem Jubellage dem Bataillon und mit ihm dem ganzen '.Regiment zu teil werden als die, sich vor dem Allerhöchsten Landes^ Herrn in Parade zeigen zu dürfen, dadiirch erhält dieser Tag für das Bataillon erst feine besondere Weihe.
Um der hohen Bedeutung des heutigen Ehrentages für das Bataillon voll und ganz gerecht zu werden, geziemt es flch zunächst, den Blick rückwärts zu lenken und der Wandlungen und Geschicke zu gedenken, welche das Bataillon m dem verflossenen Iahrhuuden durchlebt hat.
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Ter 1. Juni 1803 war es, an welchem aus den Stämmen des aufgelösten Leib-Grenadier-Bataillons das damalige Füsilier- Bataillon der Brigade von Landgraf, unser jetziges Bataillon, errichtet wurde.
Schon wenige Jahre später sollte sich das Bataillon auf dem Schlachtielde bewähren. Als L Leib-Füsilier-Bataillon der Leib- Bngade, welche Bezeichnung die Brigade von Landgraf im Jahre 1806 erhalten hatte, nahm es am 14. Oktober 1806 teil an der Schlacht bei Jena und im folgenden Jahre an der Belagerung der Festungen Graudenz und Stralsund. Im Jahre 1809 sehen wir das Bataillon aus Setten Napoleons gegen Oesterreich zu Felde ziehen.
1812 befindet es sich unter denjenigen Truppen, welche Hessen dem Kaiser Napoleon zum Kriege gegen Rußland stellen mußte. Kurz nach dem Ausmarsch wurde das Bataillon mit dem ehemaligen Garde-Füsilier-Bataillon, dem heutigen L Bataillon des Regiments, zu einem provisorischen leichten Infanterie- Regiment zusammengestellt; von da an sollten die Geschicke der beiden Bataillone eng mit einander verbunden sein.
Die Anstrengungen und Entbehrungen, welche die Bataillone in jenen kalten Wintertagen auf den Eis- und Schneefeldern Rußlands zu erdulden hatten, waren außerordentlich große; ebenso groß waren aber auch der Mut und die Ausdauer, mit welcher sie diese ungeheuren Strapazen zu überwinden wagten. Boll Vertrauen auf ihre Führer, unerschütterlich fest in dem Gehorsam, legten die Bataillone glänzende Beweise von Tapferkeit an den Tag und retteten dadurch die „große Slrmee* auf ihrem Rückzug vor völliger Vernichtung.
Der Feldzug 1812 gehört zu den ruhmvollsten Erinnerungen deS Regiments.
Während der nun folgenden Befreiungskriege in den Jahren 1818—1815 kämpfte das Regiment im Jahre 1813 zunächst noch auf Seiten Napoleons und nahm leU an den Schlachten bei Lützen, Bautzen und an der Völkerschlacht bei Leipzig.
Das Jahr 1814 sollte endlich alle Deutschen geeint sehen. Die Rheinbundstaaten waren auf die Seite der Verbündeten übergetreten, um gemeinsam mit diesen gegen den Erbfeind zu Felde zu ziehen.
Das Regiment fand auch in diesen Kriegsjahren Gelegenheit, sich in mehreren Gefechten hervorzutun.
In Anerkennung seines musterhaften Verhaltens in dem russischen Feldzuge war das Regiment inzwischen im Jahre 1813 aus einem provisorischen leichten Infanterie-Regiment zu einem ro i r f l i ch e n leichten Infanterie-Regiment unter dem Namen Garde-Füsilier-Regiment erhoben worden.
1820 erhielt es bann bie Bezeichnung 2. Garbe-Regiment und im Jahre 1830 den Namen Infanterie-Regiment Großherzog.
Auf das Jahr 1815 folgte eine lange Reihe von Friedensjahren für das Regiment, bis es im Jahre 1848 abermals zu den Waffen Semfen wurde, um in diesem und dem folgenden Jahre bei der Unterdrückung des Aufstandes in Baden mitzuwirken. 1866 focht die gesamte hessische Division als Teil des 8. Bundeskorps auf dem südwestdeutschen Kriegsschauplätze, das Bataillon speziell mit Aus- eichnung in dem Gefecht bei Laufach.
Bis zum Jahre 1870 ruhten die Waffen, um dann mit ungeahnter Kraft von dem geeinten deutschen Volk in Waffen von Neuem gegen den alten Erbfeind erhoben zu werden, der es in frevelhaftem Uebermute gewagt hatte, die deutsche Ehre anzutasten.
In stolzem Siegeszuge drangen die deutschen Heere bis in das Herz Frankreichs, bis nach Paris. Hier in der Nähe der fran- zösischen Hauptstadt war cs, wo an dem denkwürdigen 18. Januar 1871 in dem Schlöffe zu Versailles das Sehnen des deutschen Volkes erfüllt werden sollte, ivo als schönste Frucht mannhaften Ringens deutscher Streiter das deutsche Kaiserreich erstand.
An den Ruhmestaten der deutschen Armee in den Kriegsjahren 1870/71 hat auch unser Regiment hervorragenden Anteil. Die Flamen Vionoille, Gravelotte, Metz, Noiseoille, Briare werden allezeit einen Ehrenplatz in der Geschichte des Regiments einnehmen.
Nach jenem glorreichen Feldzug ist das Regiment in ernster Friedensarbeit unausgesetzt weiter tätig gewesen, um sich feine Kriegstüchtigkeit zu erhalten, was ihm and? im vollsten Maße gelungen ist. Als schönste Anerkennung seiner Leistungen darf es mit Stolz auf den 12. September 1891 blicken, an welchem Tage 2. Di. der Kaiser die Gnade hatte, die ihm von S. K. H. dem Hochseligen Grobherzog Ludwig IV. angetragene Christelle des Regiments anzunehmen.
Tas damalige 2. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Grobherzog) Nr. 116 führt seit diesem Tage den Namen „Infanterie-Regiment Kaiser Wilhelm i.2. Großh. Hess.i Nr. 116" und trägt mit Stolz den Namenszug seines Allerhöchsten Chefs auf den Achselklappen
Wiederholt ~ hat seitdem das Regiment Gelegenheit gehabt, sich seinem Allerhöchsten Chef zu zeigen und stets dessen Anerkennung gefunden.
Heute hat das Regiment aus Anlaß der Jahrhundertfeier des 2. Bataillons die hohe Ehre, den Allerhöchsten Landesherrn begrüßen zu dürfen. Hoffen wir, daß auch S. K. H. mit seinem 2. Regiment zufrieden fein möge.
Wenn somit der heutige Tag für das Regiment ein Tag hoher Freude ist, so soll er für das Bataillon aber auch zugleich ein Tag ernster Mahnung fein.
In großen Zügen habe ich Euch soeben vor Augen geführt, was das Bataillon in dem ersten Jahrhundert fernes Bestehens in Krieg und Frieden geleistet hat, wie es sich allezeit treu und tüchtig bewährt hat.
Nun wohlan, Kameraden! Dieses hohe Vermächtnis ut> serer Vorgänger im Bataillon heilig zu hatten, es ihnen in allen Stücken nachzutun, das muß unser eifrigft« Bestreben fein.
Und so wollen wir denn an Dem heutigen Ehrentage des Bataillons von Neuem geloben, unerschütterlich fest m Treue zu stehen zu unserem Allerhöchsten Kriegsherrn und zu uujerem Allergnädigsten Landesherrn und unausgesetzt treu und gewisjetihaft unsere Pflicht zu erfüllen. Diesen Gesinnungen laßt uns Ausdruck verleihen indem wir rufen:
S. Di. der deutsche Kaiser Wilhelm LL unser hoher Chef, S. K. H. der Großherzog Ernst Ludwig von Hessen und bei Rhe» unser gnädigster Landesherr
Hurrah! Hurrah! Hurrah 1
An den Appell schloß sich ein Frühstück der Mann« schaffen auf ihren Zimmern. Alsdann wurde der Paradc- anzug angelegt und es folgte der Abmarsch der Kompagnien zur Parade. Kurz vor Vi2 Uhr trafen sie auf ihrem Platze auf Oswaldsgarten ein. Die ehemaligen Angehörigen des Regiments versammelten sich um 1 Uhr in der alten Kaserne und wurden von dort nach Oswaldsgarten geführt. Dazu hatte jede Kompagnie einen älteren Unteroffizier in bie alte Kaserne kommanbiert. Die Unterweisung erteilte dort Oberleutnant Schröber.
Um 1 Uhr würben unter klingendem Spiel die Fahnen vom Hause des Regimentskommandeurs nach dem Paradeplatz geleitet vom Oberleutnant Giese und Leutnant Frhr. d. Norbeck zur Rabenan.
Der Empfang Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs fand nach fahrplanmäßigem Einlaufen beS Frankfurter v- Zuges mittags um 1.51 Uhr burch bie Spitzen ber Milttär- unb Zivil-Behörben vor bem Bahnhof statt. Oberst von Graevenitz und berOrbonanzoffizier Oberleutnant Schroe- ber, ber Rektor unserer Universität Prof. Dr. Krüger, Provinzialbirektor Dr. Breibert unb Oberbürgermeister Mecum waren zum Empfang befohlen. Nachbem Se. König!. Hoheit unb Gefolge bem Salonwagen entstiegen, fand in den Fürstenzimniern Empfang statt. Alsdann erfolgte die Abfahrt nach Oswaldsgarten. Eine außerordentlich große Menge hatte sich am Bahnhof unb in der Westanlage aufgestellt, um den Landesfürsten zu sehen unb zu begrüßen. Unter lebhaften Hochrufen ber Menge fuhren Se. König!. Hoheit nach Oswalbsgarten. Neben ihm saßen in ber Hofequipage Generalabjutant Generalmajor v. W a ch t e r unb Hauptmann Frhr. Scheffer v. Bernstein. In einem weiteren Wagen fuhren Provinzialbirektor Dr. Breibert und Polizeiamtmann Hechler. Genbarmeriemajor Zahn ritt direkt hinter bem Wagen.
Von Gästen sind ferner erwähnenswert: Gen.-Lt. Rau (Darmstadt), Gen.-Lt. von Schmidt, der bisherige Regiments-Kommandeur Gen.-Ma;. von Dewitz (Ludwigsburg), ber Brigadekommanbeur Gen.-Maj. Graf v. Kanttz (Darm- tabt), Gen.-Maj. Kühne (Metz), Oberst v. Rosenberg (Caffel), Oberst v. Lossow (Metz), Oberst v. Wrnters- berger (Weilburg) unb Prinz Friedrich zu Solms- Braunfels. Der fommanbierenbc General v. Linbequist ist )ekanntlich burch seine plötzliche Berufung nach Döberitz burch den Kaiser am Erscheinen verhindert. Auch der Divisionskommandeur General-Lt. Frhr. v. Gall ist dienstlich unabkömmlich. Generalmajor v. Madai hat sich gleichfalls ent- chuldigen laffen.
Aus der Sitzung des KkzirkStisenöahurats.
(Origmalbericht des „Gieß. Anz.")
Frankfurta. M., 28. Mai.
Int Verkehr einer Anzahl von benachbarten Stationen des Tirektionvbczirtes untereinander war für Gil- und Frachtgut Sendungen in der Zeit vom 1. März bis 30. April d. I. versuchsweise ein vereinfachtes 90) fertig- ungSverfahren mit Attirkenentwerruug angewandt worden. Tie gemact-ren Erfahrungen waren nicht befriedigend, daS Publikum tonnte sich mit dieser Neuerung wegen mancher ihr anl)uf teilte r liebel st am- nicht befreunden. Dieser ansangliche Mißerfolg .,iut dl Preusstich-Hc,«fische Gemeinschaft nicht ad, deninächst allgemein zu bem von ihr als zweckmäßig erkannten vereinfachten AbfertigungS-
dienst — wie er sich bei der Aufgabe von Postpaketen vollzieht — überzugehen. Bei den neuen Bestimmungen werden die vorliegenden Erfahrungen Berücksichtigung siirden, wie auch die Fack)zeitungeti bei Besprechung dieser Frage manchen zu beachtenden Verbesserungsvorscb'ag enthalten.
Ein vom Herrn Minister ernannter Ausschuß ist mit der Prüfung der Angelegenhett betraut Tas Verfahren wird voraussichtlich am L Okt l. I. in traft treten.
Der Vertreter der Handelskammer Kassel hatte in der cchuiig vom 26. November v. I. beantragt, baß der für ’bie Strecke Herdorf-Bremen bestehende Ausnahmetarif für Basalt Pflastersteine aud) für die Basalt-Bcrsandlstatonen von Niederhessen zu Grunde gelegt werde, um auch von hier aus in Bremen die Konkurrenz gegenüber dem
schwedischen Granit zu ermöglichen. Tie Tirektion war in der angenehmen Lage, der Plenarversammlung Mitteilen zu können, daß dieser, von ihr befürwortete Antrag bas weitgehendste ^ntaegenkommen des Herrn Ministers gesunden habe. Es seien außer Bremen auch die in Betracht kommenden unterhalb gelegenen Stationen, wie Geestemünde und Lehe, als Empfangsstationen zuge> lassen und den genannten Berjandtplätzen ein Staffeltarif auf billigster Grundlage bewilligt worden. Vom Referenten wurde die Herabsetzung an Zahlen erläutert: so ist der Frachtsatz von Gensungen nach Bremen von Mark 81 (nach Spcz.-.rai^ IIIj auf Mark 60 und von Hamberg a. E. nach Bremen von Mark 86 auf Mart t>i err..o stgt; auch der Station Herdorf wirb durch den Staffeltarif ein meuerer Frachtvorteil zu teil. Vorerst Bleibt diese ver-
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