hx Rom keinen Einfluß aus, so wenig wie es in Portnoal der Fall war, wo König Eduards Ansprachen lediglich die vollzogenen Tatsachen verkündeten.
Heer und Flotte.
Braunschweig, 28. April. Oberst v. Pritzel- witz, der sich augenblicklich im Gefolge des Kronprinzen und des Prinzen Eitel Friedrich befindet, ist zum Nachfolger des Kommandeurs der hiesigen Garnison, des aus seiner Stellung scheidenden Generalmajors v. Ferna, auserschen. Oberst v. Pritzelwitz wird nach der Rückkehr der kaiserlichen Prinzen seinen hiesigen Posten arrtreten.
Graf Haeselers Pferdeheim. Der allverehrte ^dommandant des deutschen 16. Korps, der bekannte Graf Haeseler, der sich durch das von ihm bei seinem Korps gegründete Genesungsheim für rekonvalescente Mannschaft vielen Dank verdient hat, rief neuerdings eine ähnliche Einrichtung auch für Militärpferde ins Leben (der Graf ist Kavallerist) und hat damit bewiesen, daß er auch ein Tierfreund ist. Das Pferdeheim hat den Zweck, rekonvalescente Offiziers- und Trupvenpferde, besonders solche, die an inneren oder an Kranrhetten der Extremitäten leiden, besser und zweckmäßiger zu pflegen als es bei der Truppe möglich ist; auf ärarischem Grund haben sie einen eingezäunten Platz mit weichem Wiesenboden, Wasser, Schatten und einem luftigen Stall erhalten, wo sie sich den ganzen Tag nach Bedürfnis und Lust frei bewegen können, was ihnen, wie der Erfolg gezeigt hat, sehr gut tut; die Futterportionen liefern die Besitzer, beziehungsweise die Truppenkürper, denen die Pferde angehören. Interessant ist, daß die schon im Heim anwesenden Tiere diejenigen, die später eingeliefert werden, mißgünstig ansehen und schlecht behandeln, bis sie sich an sie gewöhnt haben.
Aus und Land.
Gießen, 29. April 1903.
** Zur Reichstagswahl. Zu dem Leitattikel „Tie Reichstagswahlen im Hessen" in unserer Sonntagsnummer geht uns von unterrichteter Seite die Mitteilung zu, daß besten Inhalt, soweit er den hiesigen Wahlkreis angeht, den Tatsachen entspricht; nur wird ein „ostentativer liberaler Kandidatenmangel" bestritten. Nachdem die beiden bürgerlichen Parteien (Freisinnige und Nationalliberale) bei den Kommunal- und Landtagswahlen gemeinsam vorgegangen sind, fanden zwischen den Führern beider Parteien wiederholt Verhandlungen über die bevorstehenden Reichstagswahlen statt; dieselben hatten das Ergebnis, daß man beiderseits ernstlich gewillt ist, in den Wahlkampf einzutreten und keinesfalls den Sozialdemokraten oder den
m. Hainchen bei Altenstadt, 28. April. Der hiesige ; in'egervereirr errichtet ein Kriegerdenkmal. Die Enthüllungsfeier findet am 12. Juli statt. Damit verbunden ist das Bezir^fest des Kriegerbezirks Altenstadt.
R B. Darmstadt, 28. April. Ein auch außerhalb unserer Stadtmauern interessierender Besitzwechsel ist heute hier perfett geworden. Tas Hotel „D ar m stä d ter Ho st', eins der ältesten und renommiertesten am Platze, ist zu dem Preise von 450 000 Mark an ein Konsortium verkauft worden^ Der „Darmstädter Host' besteht sett 1808, und ist aus sechs verschiedenen Häusern zusammengesetzt, die >er Vater des bisherigen Besitzers, Ludwig Wiener, im Laufe der Jahre erwarb. Die lieber gäbe des Hotels erfolgt am 1. Juli. Es wird beabsichtigt, im nächsten Jahre auf dem großen Eckgrundstück (Rhein- und Grafenstraße) einen prächtigen Neubau mtt etwa einem Dutzend Läden auftuführen. Das Hotel bleibt auch in Zukunft bestehen.
Frankfurt a. M., 28. April. In der vergangenen Nacht gegen halb 2 Uhr wurden sämtliche Löschzüge der Feuerwehr durch Großfeuermeldung nach dem neuen Schauspielhaus gerufen. Bei der Ankunft teilte sich heraus, daß durch eine Störung an der Telegraphenleitung blinder Lärm entstanden war. — In einem Zimmer des Hotels König von England fielen heute vormittag mehrere Schüsse. Als man das Zimmer betrat, bot sich ein schrecklicher Anblick. EinjungerMannund eine Frau, die sich gestern abend als Ehepaar einlogiert hatten, lagen in chrem Blute. Der Mann war tot; die Kugel war ihm durchs herz Gegangen. Die Frau hatte einen Schuß in der Brust, sie lebte noch und wurde ins Hettiggeisthospital verbracht. Die bisherigen Feststellungen haben ergeben, daß der junge Mann Fleckenstein heißt und bis vor kurzer Zeit beim städtischen Elektrizitätswerk be- chästigt war. Seine Begleiterin war eine Frau Heinemann; ie ist 26 Jahre alt. ^ecfentfein stand früher in geschäftlicher «Verbindung mi. h.em <M en, w.hec ferne B.kannt- schaft mit der Frau batiert Am Freitag gab Fl. an, nach Berlin zu reifen, um dort eine neue Stelle anzutreten. Er fuhr jedoch nicht ab, sondern blieb in Frankfurt und kam mit der Frau zusammen. Diese gesellte sich schon am Freitag zu Fleckenstein und war seitdem nicht mehr in ihrer Wohnung gewesen. Die Waffe, mit der die Tat ausgefuhrt wurde, war ein kleiner sechsläufiger Revolver, der mit sechs Kugeln geladen war. Zwei Kugeln waren abgeschossen. Die Leiche des Fleckenstein wurde nach dem Fried- Hose verbracht.
Darmstadt, 28. April. Bei Gclegen^it der Feier von Liebigs hundertjährigem Geburtstag am 12. Mai wird als Vertreter der Großh Technischen Hochschule im Namen des Rektors Geh Hvfrat Professor Dr. Staedel den am Vormittag stattfindenden Fe statt mit einer Ansprache eröffnen. Als Vertreter der Stadt Darm- stadt wird im Namen des Oberbürgermeisters der erste Beigeordnete Dr. Glässing reden.
wird auch in Laien kreis en behaupten, daß Bet einet kn Anklagezustand gefetzten geringeren Person vielleicht nicht ein solches Aufgebot von Sachverständigen erfolgt wäre. Man giebt sich wohl sonst nicht so große Mühe, und daS ist bedauerlich Freilich darf zugestanden werden, daß auch die Verteidigung viel Mir Dorbereitting dieser so überraschend endenden Verhandlung mitgennrft haben mag; auch die Staatsanwaltschaft hat wohl größere Vorsicht gezeigt, als sie in Fällen „niedriger" Art zu zeigen gewohnt ist, |o daß es nahezu wunder nehmen muß, daß das Verfahren überhaupt durchgefübrt und nicht vorher wegen der „Unzurechnungsfähigkeit" niedergeschlagen worden ist.
Das ist gewiß, ein Dienstmädchen hätte in gleicher Lage wohl nicht so leicht einen ,Masserkopf" aufgesetzt bekommen, als Frl. v. Seckendorf.
Vermischtes.
• Zum Falle Heusler. Wie der .Franks. Zig.* auS München berichtet wird, mußte bei dem auS dem Falle Heusler bekannten Dienstmädchen Minna Wagner infolge Verletzung des MagenS und Narbenbildung, wodurch eine Verengerung desselben hervorgerufen wurde, mit Hilfe einer Operation ein neuer Magenausgang geschaffen werden. Die Operation ist gelungen.
• Epidemien. Noch einer Meldung auS Aachen ist in Montjoie eine Scharlach-Epidemie auSgebrochen. Die Schulen des Ottes mußten geschloffen werden. Die Mannschaften des Füsilier-RegtS. Nr. 40 welche auf dem Marsche nach dem Truppenübungsplatz Elsenborn in Montjoie Quartier beziehen sollten, wurden auf bie umliegenden Ortschaften verteilt. — In Port Said (Aegypten) wurde in der Europäerstadt ein Pest fall festgestellt.
• Wien, 28. April. Hier erschoß sich ein fremder 50jähr. Mann, welcher mit dem Forstingenieur Friedrich Neu komm aus Deutschland identtsch sein dürfte.
• Agram, 28. April. Heute vormittag fand hier ein zwei Sekunden dauerndes heftiges Erdbeben statt.
Universitäts Nachrichtr«.
Am 26. d. Mts. beging der Direktor der Tierärztlichen Hoch- chule in Stuttgart, Pros. Dr. S u ß d o r s sein 25iähr. To- enten-Jubiläum. Dem Jubilar wurden mancherlei Ehrungen erwiesen. — An der Universität Marburg ist em Lektor für Dor- tragskunst berufen worden: Herr Stockhausen, vormals Mitglied des .Berliner Theaters', zuletzt des Thalia-Theaters m Hamburg. — Ter a.-o. Prof, für Kunstgeschichte an der Universität G reisswald, Dr. phil. Theodor P y l feiert am 30. April sein bOjähr. Jubiläum.
— Der bisherige Privatdozent Pros. Lic. Karl Stange zn Halle a. S. ist zum ordentlichen Professor der theologischen Fakultät der Universität Königsberg u Pr. ernannt worden.
antisemitischen Bauernbündlern den Wahlkreis stillschweigend allein zu überlasten. Man ist der Meinung, daß beide Patteien die Pflicht haben, chren Freunden-Wählern einen Kandidaten zu präsentteren, dessen Person und polittsche Ueberzeugung es jedem liberalen Manne ermöglicht, jhm rückhaltSloS feine Stimme zu geben; nach dem Resultate der Reichstagswahl im Jahre 1898 dürste es übrigens bei einer regen Beteiligung aller liberalen Elemente nicht allzu schwer fallen, den feithettgen mißliebigen Vettreter Köhler (Langsdorf) zu beseitigen. — Wie wir erfahren, war von den Nationalliberalen Rechtsanwalt Windecker in Fried berg bie Kandidatur angetragen worden, die Verhandlungen haben sich jedoch zerschlag en; die beiderseitigen Vorstände sind eifrig bei der Arbeit und es wird in den ersten Tagen der Name des in Aussicht genommenen Kandidaten, der keiner Partei angehört, veröffentlicht werden.
•• Nationalliberaler Parteitag. Die Zentral- Zeitung der nationalliberalen Pattei hat Sonntag, den 3. Mai, vormittags llx/8 Uhr, einen allgemeinen Delegiettentag nach Berlin einberufen, um Stellung zu den Reichstagswahlen zu nehmen.
** Aus dem Theaterbureau. Die Direktion des Steinertschen Operettenensembles hat sich veranlaßt gesehen, die Aufführung der „Puppenfee" auf nächste Woche hinaus- zuschieben, um dem allgemeinen sttirmischen Verlangen betreffs einer Wiederholung der „Land st reiche r" nachzukommen, welche vorigen Sonntag mit so großem, jubelndem Erfolge in Szene gingen. Morgen Donnerstag findet die zweite und uiiwiderruflich letzte Aufführung der Landstreicher" statt.
♦♦ Das 25 jä h r. Dienstjubiläum begeht am 1. Mai der Oberpostschaffner Volpert vom Postamt 1 hier. Volpert wurde 1884 nach Gießen versetzt und ist seitdem beim Postamt 1 beschäftigt.
** Die privatrechtliche Sonderstellung der hessischen Staudesh err en von Dr. jur. W.Wehner, Gerichtsaccessist in Gießen, Verlag von I. Diemer in Mainz. (Preis 3 Mk.) Der Verfasser hat es sich zur Aufgabe gemacht, die in Hessen bestehenden Hausgesetze der standes- herrlichcn Familien und bcsolidcrs auch solche, bie nicht im Regierungsblatte abgedruckt sind, zu sammeln und dem allgemeinen bürgerlichen Rechte gegcnübetzustellen, wodurch die in den einzelnen Familien zurzeit geltenden Rechlszuständeu im wesentlichen fixiert werden. Dieses Werk über die privatrechtliche Sonderstellung der hessischen Standesherm, deren Litteratur bisher noch nie Gegenstand einer monographischen Bearbeitung war, dürfte für die beteiligten streife willkommen fein.
** Die Geschichte des Jnfanterie-Leib-Re- giments Großherzogin (3. Grvßh. Hess.) Nr. 117 von Generalmajor Keim ist soeben bei A. Bath in Berlin W. 8 erschienen. Auf Veranlassung Sr. König!. Hoheit des GroßyerzogS geschrieben, umfaßt diese Geschichte einen Zeitraum von 225 Jahren und dürste bei allen jetzigen und früheren Angehörigen des „blauen Regimentes" ganz besonderes Interesse erringen. Nicht unerwähnt sei, daß das Regiment vou 1677—1820 hier in Gießen gestanden hat und daß dem Buche ein „Plan der Festung Gießen aus dem Jahre 1742" beigegeben ist.
** Hassia. Aus der Ernst Ludwig^Vittoria Meltta- Stiftung wurden in diesem Frühjahr die üblichen Konfirmationsbeihilfen gewäl)rr an 194 Waisen und Halbwaisen von verstorbenen Kameraden der Kriegerkameradschast. Da jedes Kmd ein Geschenk von IQ Mk. erhielt, fo wurden ün gouyn 1840 SÖUL verausgabt.
Glligejaiitt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Zum Falle von Seckendorf.
Vielfach hat die Entscheidung gegen die Kindes- Mörderin von Seaendorf Erstaunen und lieber» raschung hervorgerufen. Immer wieder hören wir, wieJälle, der denen die Kindesmutter einer niederen Gesellschaftsklasse angehörte, zum Vergleich herangezogen werden und die Ansicht geäußert wird, daß man in Hanau die Kindesmutter nur deshalb freigesprochen habe, weil sie eine Baronesse ist.
Hier ist aber zu prüfen, wer den Freispruch veranlaßt hat. Nicht derGerichtshof, der ja bei den Schwurgerichtsverhandlungen von dem Schiedsspruch der Ge- chworenen ungemein abhängig ist, ist es gewesen, und roch wird gerade ihm immer und immer wieder von den verschiedensten Setten der Vorwurf der Bevorzugung der Kindesmutter gegenüber anderen gemacht. In erster Linie liegt die Verantwortung für das fteisprechende Urteil bei den S a chv e r stä n d i g e n, deren Gutachten selbst den Vertreter der Anklagebehörde veranlassen mußten, die Ge- chworenen um Verneinung der Schuldjrage zu bitten; und n zweiter Linie liegt die Verantwortung bei den Ge- chworenen, weide unter dem Eindruck der Gutachten )ie Schuld frage verneinten. DaS Gericht scheidet also vollständig aus und es ist irrig, diesem einen Vorwurf der Begünstigung zu machen. Das ist eben das Bedenkliche bei den Schwurgerichten, daß es — woraus der „Gieß. Anz." wiederhott hingeöeutet hat — dem Gericht vielfach unmöglich ist, auf die Entscheidung einzuwttken. Es ist nicht unmöglich, daß eine Strafkammer trotz der Sackst, er ständigen-Gutachten eine andere Entscheidung gefällt haben würde.
Wie steht es aber mit den Sachverständigen - Gutachten? Daß diese nach bester Ueberzeugung abgegeben worden sind, unterliegt keinem Zweifel, dafür bürgt schon die wissenschaftliche Stellung der Sachverständigen. Daß jedoch eine gebärende Mutter sich nicht im Vollbesitz chrer Zu- rechnungsfähigkett befinbet, ist jedem Laien klar, darauf hat ja auch schon die Strafgesetzgebung in § 217 St.-G.-B. Rücksicht genommen, indem sie für die Tötung eines unehelichen Kindes als Maximalstrafe Zuchthaus dis zu drei Jahren festgesetzt und sogar die Zulässigkett mildernder Umstände, bei deren Vorhandensein auf Gefängnis nicht unter zwei Jahren erkannt werden kann, angenommen hat. Damit ist also von der Strafgesetzgebung die dolle Zu- rechnungsfähigkett verneint.
Darüber sind nun die Sachverftäningen in ihren Gutachten zum Teil hinausgegangen.
Daß Frl. v. Seckendorf in Bezug auf chren Geisteszustand nicht vollständig normal ist, muß wohl auch von dem Laienstandpuntt bejaht werden, sind doch in manchen Kreisen Einzelheiten bekannt, die das Benehmen des Frl. v. S. auch tti gesellschaftlick)er Beziehung als überraschend und außergewöhnlich erscheinen laufen mußten, und doch überrascht es, bag ein Akt brutaler Gefühlsroheit mit geistiger Unzurechnungsfähigkeit identifiziert wurde. Hier ist bie Frage berechtigt, würde man das auch z. B. bei einem Dienstmädchen getan haben? Sicherlich liegt diese Möglichkeit nicht sehr nahe, wenn sie auch mtt Rücksicht auf die jüngst vom „Gieß. Anz." wiedergeoebene Entscheidung eines östreichischen Schwurgerichts nicht als ausgeschlossen bezeickstiet werden darf.
Freilich ist es schwer, eine Kritik zu üben, da man ausschließlich auf einen Zeitungsbericht, der ja nur dem subjektiven Eindrücke des Lnnchterstatters entspringen konnte, angewiesen ist.
Immerhin darf die überraschende Beurteilung eines so graven Falles seitens der medizinischen Wissenschaft in 2aientreüen berechtigtes Erzürnen Hervorrufen, aber man
Eisenbahn Zeitung.
—■ Vom L Mai b«. IS. ab wird auf den orrußisch-hefsifcken Staatsbahnen und den ReichSeisenbahnen auch Den Reifenden Der dritten Wagenklafse ohne Erhebung einer besonderen Gebühr der Zutritt jju den Speisewagen zur Einnahme von Speisen und Getränken endlich gestattet. Die Zugbeamlen und Bediensteten der WirlschaflSunternebmer sind indessen angewiesen worden, sorgfältig darauf zu hatten, daß der Auienthatt in den Speisewagen nicht über Gebühr ausgedehnt wird, und solche Reisenden, die darin länger verweilen, als es nach Lage der Umlände angemessen eftcheint, in höflicher, aber bestimmter Weise auszufordern, ihre Plätze in den Personenwagen wieder einzunehmen. Bei Meinuiigsoerschiedenheiten zwischen den Reifenden und Bediensteten über die Berechtigung zum Aufenthalt tm Speisewagen entscheidet der Zugführer.
Dandcl uni) Verkehr. Volkswirtschaft.
Anfangs- u. Schlußkurse.
. 211,70 213,25
21137
140,76
187,62
185,26
. 211,20
. 187,10
Privat-Diskont 2»/, Prozent.
Oest. Kredit. . .
Deutsche Bank .
Darmstädter Bank . Bochumer Guß . .
Berliner Börse vom 28. April 1903. (Mugereill von der Bank für Handel und Jndllstne, Gießen.) Nachdein die Ultimo- Liquidation so aut wie beendet war, eröffnete die Börse bereits in fester Grundtendenz. Auf allen Gebieten setzte man über gestrigen Schlußkursen ein. Der Bankenmattl beteiligte sich heule endlich einmal an dem Geschäft; infolge der Berichte zweier soeben aus Amerika zurückgekebrten ersten Finanziers über die dortige industrielle Lage interessierte sich die Platzspekulation wieder für unsere Bankaktien, welche bei ledhastem Verkehr mäßige Kursaufbeffe- rungen erfuhren. Gegen Schluß des Vettehrs ettichren TiSkonlo- Kommandit-Anteile und österreichische Kredit-Aknen noch eine wesentliche Steigerung, welche mit der festen Tendenz für Petroleum- Aktien, an welchen beide Institute interessiert sind, in Zusammenhang zu bringen ist. Recht feste Haltung zeigte wiederder Montan- markt, namentlich Kohlenwerte, welche, anschließend an die hohen Kuxnolierungen, ebenfalls bedeutend anzogen. Eoncordia, Nordstern, Königsborn u. A. erfuhren inehrprozentige Kursaoanccn. Schiffahrlsaktien lagen ebenfalls wieder in guter Tendenz auf Hamburger Anrege. Von Reuten fanden gemischte Araenlinier wieder rege Beachtung, auch Tuttenwerte und Spanier statt anziehend auf große Pattser Kaufe; für letztere wohl im Anschluß an Den Ausfall der Wahlen. Auf dem Kaffamattt waren außer erwähnten Koblenwerten noch Terrain- und Zementwette, foroie die Aktien der chemischen Fabriken lebhaft und höher.
Harpener Bergbau . . 186,2o
Schluß-Tendenz: fest.
Berlin, 28. April. Rach einer Mitteilung der Allgemeine« Elektrizitäts-Gesellschaft trat an die Stelle von S ch u ck e r t-Nürnberg die U n 10 n -Elektrizitäts-Gesellichast in Gemeinfchafr mit der Allgemeinen Elektriuläts-Gefellschaft, um ein Unternehmen in Valparaiso, elekttsche Bahn und Zentrale, au6-
zusühren.
Mannheim, 28. Apttl. Die ,9L Bad. LdSztg/ erhält vom Aufsichtsral der Oberrheinischen Bank die Nachttcht, daß zilm lebhaften Bedauern des Aufsichlsrats der Direktor Grofch ferne Demijsioii auf den 3L Dezember d. I. aus prioateii Gründen etn- gereicht hat, welche, da er darauf besteht, angenommen wurde. Direktor Grofch wird auch nach genanntem Zeitpunkt, foroeit es möglich ist, in beratender Weife für die Bank tätig fein.
Gerichtssaal.
Könitz, 28. April. Tie Strafkammer verurteilte bee Polizeiiergeanten Gleifer wegen Körpern er letz« u n g im Amte zu sechs M 0 n a t e n Gefängnis. Gleiser hatte einen bei einer Schlägerei verhafteten Malergehilfen auf dem Wege zur Wache mit dem Seitengewehr schwer mißhandelt.
Darmstädter MöbelfabrU (160 Zimm.-Einricht.), Preist grat. 291
Couverts mit Zirma billigst
BtiMW Uitoerfltö^tDadtereL


