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28.12.1903 Zweites Blatt
 
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Montag 28. Dezember 1N03

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Zweites Matt

153. Jahrgang

3>ie heutige Kummer «mfaht 8 Seiten.

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kunft.

dritten

man ihm auch für diese Gabe dankbar sein.

Andere Weihnachtssrenden bescherte das Stadt­theater, namentlich an die Kleinen. In vielen Lokalen fanden Konzerte vor zahlreichem Publikum statt und verschönten ihm die Weihnachistage.

Während der drei Feiertage war die hiesige Herberge

waltsam gerettet. Recht oft hätte man auf diese demWeißen Rößl" nachempfundenen Hochgebirgsszenen die alten Worte anwenden mögen, die Mylius' Töchterlein Lore einem un­liebsamen Freier gegenüber, einer zweiten verschlechterten Auf­lage des hochseligen Herrn v. Strietzow, schnippisch zitiert: Ich langweile mich nie, man langweilt mich". Aber die Mehrzahl der Zuschauer jubelte über Herrn Mylius im Hemde.

Im dritten und letzten Akte, in dem des Dr. Linden­burg Schweigen wegen Herrn Mylius' Schriftstehlerei mit Lore's ersehnter und sehnender Hand erkauft und durch ein recht ungeschicktes Mittel, nämlich einen albern wirkenden Florettgang, das Ueberfräulein aus Zürich von ihrem Petruccchio gezähmt wird, flauten Witz und Handlung noch mehr ab. Schließlich empfehlen sich zu Weihnachten als Verlobte die beiden Töchter Mylius' mit den Doetoren Linden- bürg und Mertens und der junge Bergführer Sepp mit seinem erst schwarzbchosten, dann über ihre rosa Ballschleppe stolpernden Regerl.

Iokos wars, daß von Hamburg aus den Herren Kraatz und Real der Vorwurf gemacht wurde, daß sie, die doch hier so viel von der Strafbarkeit des Plagiats sprechen, den Hauptgedanken ihres Schwänkleins, nämlich die abgeschriebenen Briefe, die sie, die Frau Direktor Mylius, nur zu sehr er­reichten, einem Roman von Fedor v. Zobeltitz entlehnt hätten. Darauf erwiderte Herr Kraatz, daß weder er noch sein Mit­arbeiter Real den Zobeltitz'schen Roman kennten, und fügte, nicht ohne Berechtigung, hinzu:

Ja ums Himmelswilleu ich kann doch unmöglich, wenn ich eine Idee habe, die gesamte dramatische unb Romanlilteratur

Gießener StadttlMrr.

Der Hochtourist.

Schwank von Kraatz und Neal.

Während der drei Feiertage w-ar die hienge Herberge wandernden Stationsgästen stark besucht. Am heiligen Abend erhielten 77 Handwerksburschen Verpflegung, am ersten Feiertag 52 und am zweiten Feiertag 44 freie Unter-

Jn deu Küchen.

Erhebende Weihnachts-gottesdienste wurden in allen Kirchen der Stadt abgehalten. Die Gotteshäuser waren bis auf den letzten Platz gefüM, ein Beweis, welche un­widerstehliche Zugkraft dieses älteste und herrlichste Fest jedes Christen, des GNvachsenen wie des eben schulpflichtig gewordenen Kindes, ausubt und Wohl stets ausüben wird, so lange die Religion der Liebe besteht. Die Andachten waren in gleicher Weise herzergreifend und erhebend.

In den Kasernen.

Am heiligen Abend fand in den Kirchen unserer Stadt Militärgottesdienst statt. Die Kompagnien unseres Regi­ments sind zwar durch die Beurlaubten stark gelichtet, aber die Mannschaften, welche nickt bei Mutter und Maid Weih-- nachten verbringen konnten, waren am Bescherabend echt kameradschaftlich beieinander Einer unserer Berichterstatter machte der 3. Kompagnie einen Besuch und erzählt, daß die Bescherung in der Kaserne überaus glanzvoll war. Hell brannte in der Stube der Lichterbaum, unter dem allerhand Geschenke für die Mannschaft ausgebreitet waren, welche als willkommene Gabe von dem Soldaten geschätzt werden. Nach Verteilung der Gaben, welche von der Kompagnie­mutter, dem stmst gestrengen Herrn Feldwebel, mit einer gemütvollen Ansprache eingeleitet wurde, setzte man sich, Unteroffiziere und Mannsckasten, zum gemeinsamen Abend­brot, ein nicht allzu kleines Fäßchen Bier wurde angesteckt,

Unter dem Weihnachtsbaum.

Gießen, 28. Dez. 1903.

Nicht mit Unrecht hat einmal ein deutscher Poet gesagt, man erlebe im Grunde alles dreimal, zunächst in der Zu­kunft, dann in der Gegenwart und endlich in der Ver­gangenheit. Für das Zukünftige hoffen wir, die Gegenwart bringt das Geschehene, das Vergangene gibt uns die Er- innerung^ Heute, da die Weihnachtsglocken, ausnahmsweise nach drei Feiertagen, verklungen sind, läuten noch die Glocken der Erinnerung vom Weihnachts feste in unseren Herzen. Allenthalben erschien am Donnerstag das Christkind, es drang mit versöhnendem, friedvollem Schimmer auch in zahl­

reiche Stätten der Sorge und DLot und senkte Balsam in viele wunde und müde Seelen.

Draußen nnd drinnen.

Wer um mittag des ersten Weit-nachtstages hinauszog aus den dumpfen Mauern der Stadt, der schwärmte über des Winters Herrlichkeiten in Prosa oder wohl gar mich in Versen, denn es war wundervoll da draußen. Dem Reif war eine Freistatt aus den Simsen und Dächern der Häuser und Kirchen vergönnt, und auf den lichten, frisch grün en Feldern ober dem gesund braunen, in blendendem Sonnen­lichte eigentlich mit allen Farben geschmückten Acker bliüte es wie Diamanten und lagerte wie zierliches araleenweißes Spitzengewebe eine zarte, spinnwebseine Schneedecke.

Auf den Sttaßen war der Schmutz schon in den letzten Wochen infolge günsttger Witterungsumständ-e verscbwunden, nachdem man sich lange mit einem nicht geringen Aufwand von Heroismus hatte durckflämpfen müssen, wo es lange gequollen und gepatscht hatte unter den Füßen, als wenn man durch die ponttnischen Sümpfe oder durch die Sumpf strecken der Lüneburger Heide schritte, wo die Pferde wie keuchende Dampfkessel Plagvoll dahingestampft waren. Hier sah man ja nur wenig von den idealen Winterreizen draußen auf dem Felde, wo die Erde ihr lieblich goldig zartes Fest­kleid trug. Das winzige Mschen Schnee verschwand schon in den Vormittagsstunden, und es blieb hier der eigent­liche Weihnachtszauber aus, der dock erst dann eintritt, trenn Mutter Erde ihre dickste weiße Winterrobe angelegt hat, wenn die Flocken unaufhörlich vom blaugrauen Him­melszelt heruntermirbeln und tanzen. Erst dann wird das Behagen im gesicherten, warmen, weihnachtlich geschmückten Heim von allen Men schon lindern doppelt angenehm em- psunden ja dreifach angenehm, treirn noch mild waltende Frauenhände es verstehen, reiche Gaben der Küche und des Kellers in vorzüglicher Güte zu spenden.

Aber gut gemeint hatte es der Weihnachtsmann mit dem Wetter, weitaus am besten am ersten Tage, und so konnte

Volltische Tagesschau.

Giuseppe Zanardelli f.

Maderno am Gardasee ist der frühere italienische Ministerpräsident Zanardelli am 2. Weihnachtsfeiertage ge­storben.

Der Verstorbene legte bekanntlich sein Amt als Kabi­nettschef nieder, als die Zarenreise nach Rom in diesem Jahre nicht zur Ausführung kam. Damals hieß es, Zanar- delli habe infolgedessen gehen müssen, und alle offiziösen Dementierungen fanden nur wenig Glauben. Bald aber häuften sich die Meldungen von seiner ernsten Erkrankung und es wurde bekannt, daß ein Magenkrebs, nicht der Zar den Rücktritt Zanardellis verschuldete.

Zanardelli gehörte nocy zu den Kämpfern um die Einheit Italiens. In ihm hat sein Heimatland einen bedeutenden Staatsmann nnd Juristen verloren. Er war im Jahre 1829 geboren. Früh wirkte er journalistisch für die Sache eines einigen Italiens. 1876 wurde er zum erstenmale Minister, und im Jahre 1901 Ministerpräsident. Am 28. Oktober d. I. prfolgte sein Rücktritt. Er war ein Mann des Fortschrittes, der polittschen Freiheit des Volkes, ein treuer Anhänger des Dreibundes und trotzdem der Anbahner des jetzt in diesen Weihnachtstagen zwischen Italien und Frankreich ab­geschlossenen Schredsgerichtsvertra ges.

Zum Tvde Zanardeurs liegen heute noch folgende Nach­richten vor:

Tie Dodeskunde traf in Rom in später Abendstunde ein und erweckte überall tiefste Trauer. Der König und die Königin erhielten die Nachricht im Theater, das sie sofort verließen. Ministerpräsident Giolittt sandte ein Beileids­telegramm nach Maderno in seinem Namen und dem der Negierung. Ter Präsident der Deputiertenkammer, Sian- cheri, sprach der Familie Zanardellis das Beileid der Kammer aus und teilte mit, daß er mit verschiedenen Mitgliedern des Hauses an der Trauerfeier teilnehmen werde. Ter Ministerrat beschloß, das Leichenbegäng­nis auf Staatskosten stattfinden zu lassen, ferner, daß bis zur Beisetzung die Flaggen auf allen Staatsgebäuden auf Halbmast zu hissen finb. Ministerpräsident Giolitti wird mit einigen Ministern persönlich an der Leichenfeier teil­nehmen.

Ter König sandte an die Schwester Zanardellis nach­stehende Depesche:Ich erfahre mit lebhaftem Schmerze, den Dvd des erhabenen Zanardelli, dem ich in großer Be­wunderung und aufrichtiger Liebe verbunden gewesen bin. Italien verliert in ihm einen seiner besten Söhne, der sein ganzes Leben der Größe seines Vaterlandes geweiht hatte. Ich sende der betrübten Familie aus tiefem Herzen den Ausdruck meiner aufrichtigsten Teilnahme."

Tie Leiche, geschmückt mit der Kette des Annunziaten- ordens, wurde in der Trauerkapelle zu Maderno auf­gebahrt. Tie Drauerseierlichkeiten sollen am Mittwoch statt­finden. Beileidstelegramme sind auch vom Grafen von Turin, vom Herzog von Genua, dem Präsidenten des Senats und vielen politischen Persönlichkeiten eingegangen.

durchlesen, ob ich nicht mit irgend einer Idee irgend eines Autors kollidiere?! ? Die Hauptsache ist doch, day die Ausführung, die ~ a«« A..f ! Figuren, die Hharaktere und der DialogOriginal" sind, und das

Rachtkosturn als der Siömg m FuldasTalisman aus dec [^imHochtouristen" der Fall!! Cest le ton, qni fait 1& Leiter vor seinem Fenster. Tableau! Der zwecke Alt ist ge- nmsiaue! . . . Auf diese Art und 9* »Ue er als Weib

nach dem Essen dampften ana) Zigarren, und es entstand unter den Leuten die schönste Gemütlichkeit.

In den städtischen Schulen.

Ern froher Tag war der 22. d. M. für die Zöglinge de- Mädchen- und Knabenhortes an den hiesigen Volksschulen. Hatte doch das Cbristkind auch sie nicht vergessen und ihnen seine schönen Gaben unter den strahlenden Christbaum ge­legt. Um 5 Uhr versammelten sich die den Mädchenhort besuchenden Kinder in der Turnhalle der Stadt-Mädchen­schule unter Leitting ihrer Lehrerinnen, und Hauptlehrer Schaaf hielt an sie eine kurz,e Ansprache, in der er der Be­deutung des Weihnachtsfestes als eines echten und rechten Kinderfestes gedachte und die Kinder ermahnte, ihren Lehrern und Lehrerinnen durch Fleiß und gutes Betragen die schönste Weihitachtsfreude zu bereiten. Nachdem die Kinder mehrere der Bedeutung der Feier angemessene Lieder und Dichtttngen borgetragen hatten, erhielten sie ihre Geschenke, und sttyhlenden Auges zogen sie von dannen. Mit dieser Feier war auch eine Boscherrmg für die schwachbefähigten Kinder verbunden. Tie Lehrer- und Lehrerinnen der beiden städtischen Volksschulen batten aus ihren Kreisen die Mittel aufgebracht, die sie in den Stand setzten, auch diesen Kindern eine Weihnachtsfreude zu be­reiten.

Eine größere Feier veranstaltete in diesem Jahre der Knabenhort in der Tu.rnhalle der Stadr-Knabenschule. Hat er doch in diesen Tagen (15. Dez.) das 10. Jahp seines Bestehens vollendet. Auch bei dieser Feier wechselten Ölefänge und deklamatorische Darbietungen und zum Schluß wurde ein kleines Festspiel aufgeführt. Hauptleyrer Knauß gab in seiner Ansprache einen kurzen Rückblick über dieses erste Dezennium des Kuabenhortes. Er hob hervor, daß man an so bedeutsamem Tage Dank schulde dem Herrn, der unsere Geschicke leitet und auch aus dem Kuabenhort mänch gute Saat hat aufgehen lassen. Tmrk sprach er auch aus dem Rektor Hahn, dessen eifrigem Bemühen d!e Ein­richtung des Hortes zu danken ist, ferner den Lehrern, die an dem Horte in oft reckt mühevoller Arbeit ihres Amtes walten, dann auch dem Stadtvorstand, der hiesigen Spar­kasse und anderen edlen Spendern, die durch Bewilligung reicher Gaben den Hort lebensfähig erhalten. Auch deut Zeichenlehrer Gerhard, der für den Hort ein Bild gemalt (Anbetung der Weisen") und diesem für solche Veranstalt­ungen geschenkt hat, sowie auch der Familie des Hausver- watters Deck)ert sprach Herr Knauß seine Anerkennung für ihre Mühewaltung aus. Zum Schluß richtete er an die anwesenden Eltern die Bitte, die Lehrer bei ihrer mühe­vollen Arbeit zu unterstützen, in ihnen keine Gegner, son­dern Freunde und Bundesgenossen zu sehen; nur dann könne das Er^iehungswerk so gedeihen^ wie alle Gutge­sinnten es wünschen. Tie an die Feier sich anschließende Bescherung konnte diesmal ganz besonders reichlich auS-- fallen dank der Opferfreudigkeit einer Anzahl von Freun­den des Knabenhortes, die für den schönen Zweck namhafte Mittel zur Verfügung gestellt hatten.

Zn der ProvinziabSiechen-Anstalt.

Es war keine leichte Aufgabe, den Pfleglingen unseres Provinzial-Siechenhauses den Christabend zuzurichten, kam es doch darauf an, für 250 Männer und Frauen nicht nur Geschenke zu beschaffen, sondern es galt vor allem den Weihnachtsabend würdig zu begehen, um dadurch bei manchem der Insassen auszugleichen und möglichst vergessen zu machen das Empfinden, daß sie dieses Fest der Liebe fern von der Heimat, fern von Freunden und Verwandten feiern müssen. Schon Tage lang vor dem Feste hattew der Leiter der Anstalt, Dr. Markwald, die Schwestern, der Verwalter Lerch sowie das übrige Personal alle Hände voll zu tun. Tie Schwestewr hatten die ihnen zur Pflege Anderttauten veranlaßt, ihre Wünsche zu Papier zu bringen und tunlichste Berücksichttgung zugesagt. Dank der Mittel, welche die Provinz und die Stadt Greßen zur Verfügung gestellt hatten, sowie eine von privater Seite veranstaltete

Mit litterarischen Ansprüchen wird niemand am W-ihncichtstage ins Theater gegangen sein, war dach die jüngste Saisonneuheit als Schwank bezeichnet. Wer ge­kommen war, wollte lachen nnd fand dazu Gelegenheit genug. Der Titel wirkt zudem als sommerliche Höhenlustremimszenz. Den Verfassern des tollen Schwankes lag es weniger daran, nach MoserS Vorbilde die Salontirolerei aufs neue lächerlich u machen. Sie griffen vielmehr das uralte Thema vom Pantoffelhelden auf, der gern ein bischen galante Wege wandelt und sie listig vor den Argusaugen seiner gestrengen Ehehälfte verbirgt. Herr Friedrich Wilhelm Mylms wird uns als Direktor einer Berliner Aktiengesellschaft vorgestellt. Obwohl Männer, die solche Posten bekleiden, sonst ernste Arbeiter zu sein pflegen, lernen wir in ihm einen kompletten Hanswurst kennen. Er hat schon in lungen Jahren wie Ibsens Baumeister Solneff, an Schwmdelanfallen gelitten. Qeht Sa er ein industrielles Etablissement leitet, mit schwindel­haft hoher Tantiöme, nach seinen Ausgaben zu schließen, reist der alte Schwindler allsommerlich nach Bayerns b,er- biederer Hauptstadt, setzt sich dort in fidele Gesellschaft und schreibt in den Briefen an seine Eheherrin m Berlin aus einem neuen Werke der Hochtouristik, versagt von Dr. Llnden- bura die schönsten Schilderungen von bedeutenden Hochtouren

Keimten Hochtouristen Mylius den Ehrenkranz auf d.e

verdutzte Stirn, ein Redakteur derStunde" interviewt ihn i und läßt den berühmten Bergsteiger für fein Blatt photo- 5 graphieren, wie er im Bergfexkostüm just die Zugspitze, ein c aus Stühlen, einer StubenlMer, schneeweißen Tisch- und I Betttüchern in seinen vier Wänden improvisiertes schroffes 1 Gipfelgebilde, erklimmt unter Asiistenz von zwei aus den Bergen von seiner Gattin extra zum Familienfeste ver- schriebenen namhaften Bergführer». >

Dieser erste Akt war von derbkomischer Wirkung, und man lachte nach Herzenslust. Der zweite istBauern- ! kumedi". Mylius soll in den oberbayerischen Bergen Proben : seiner Kühnheit und Gewandtheit ablegen und kommt natür­lich in grüß he Verlegenheit, die dcirch das Erscheinen des echtenHochtouristen" und Alpensportschriftstellers Dr. Linden­burg noch verstärkt wird. Dieser Akt verdankte fernen nach stärkeren Lacherfolg nur dem blödsinnigen Einfall der Autoren, den kugelrunden Herrn Mylius, den seine Leute auf schroffem Grat vermuten, durch nächtliche Familienfzenen aus süßem Schlummer im besten Berghauszimmer geschreckt, im Nachthemd aus dem Fenster der ersten Etage steigen zu lassen. Mylius wird nämlich unfreiwilliger Zeuge von den Lcebes- abenteuern seiner beiden Töchter. Die eine sieht er in den Armen jenes Schriftstellers Lindenburg, an dem er zum Abschriftsteller geworden ist, die andere, eine flach und flüchtig gezeichnete Züricher Studentin, eingebildete Männerhasserin und Vertreterin der Gleichberechtigung der Geschlechter, läßt sich vom jungen Rainthaler, dem Bergführer, in die still­verschwiegenen Berge führen. Mylius sieht die Liebesszenen seiner Töchter vor der ganzen Reisegesellschaft, die der Ruf, es sei die Studentin abgestürzt, aus dem Hause gejagt hat, sich abspielen, und wie ein Gespenst erscheint er, den jene da unten am wenigsten erwartet hätten, in einem weit ccxjy.ien Nachtkostüm als der Slönig in FuldasTalisman" auf der

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