Ausgabe 
28.12.1903 Erstes Blatt
 
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Erstes Blatt

153. Jahrgang

ras

Gedenket der hungernden Vögel! |

Aks £xhidl und Kand.

Gießen, 28. Dezember 1903»

** Personalien. Se. Kgl. Hoh. der Großherzog haben Allcrgnädigst geruht, am 23. Dezember dem Pfarrer Wilhelm Hofmeyer zu Nieder-Erlenbach die neu errichtete 5. evangelische Pfarrstellc an der unierten Gemeinde Offen­bach, Dek. Offenbach, zu übertragen. Am 22. Dezember wurden die Finanzakzessisten Philipp Best aus Assenheim, Karl Jung aus Darmstadt, Ludwig Schmierer aus Darmstadt, Dr. Wilhelm Ullmann aus Nieder-Erlenbach, August Weimer aus Mainz zu Negierungsassessoren er­nannt. Am 23. Dezember wurde der Pfandmeister für den Beitreibungsbezirk Friedberg Johann Konrad Oehler zu Friedberg unter Anerkennung seiner langjährigen Dienste auf ein Nachsuchen in den Ruhestand versetzt.

* Handelsrichter. In unserer Weihnachtsnummer (Blatt 2) ist durch Versehen des Setzers in den Personal- Nachrichten eine Zeile in Fortfall gekommen, sodaß bie Mit­teilung über die Handelsrichter fehler- und lückenhaft ge­worden ist. Es heißt richtig: Konunerzienrat Ludwig Georgi, Kommerzienrat Sigmund Heichelheim und die Fabrikanten Gustav Mueller und Heinrich Schirmer in Gießen wurden zu Handelsrichtern, die Fabrikanten Hermann Eichenauer und Heinrich Em melius in Gießen zu Er­gänzungsrichtern bei der Kammer für Handelssachen mit dem Sitz in Gießen ernannt.

** Ein Preisrätsel wird in den unserer heutigen Nummer beigefügtenFamilienblättern" veröffentlicht, auf das wir unsere Leser besonders Hinweisen wollen, zumal wir annehmen dürfen, daß in diesen Tagenzwischen den Jahren" die Beteiligung an der Lösung besonders rege sein wird. Wir haben deshalb eine größere Zahl von Prämien in Aus­sicht genommen, und zwar haben wir bestimmt:

als 1. Preis: Kapitän Sverdrups epochemachendes WerkNeues Land", 2 starke Bände mit zahlreichen Illu­strationen, eleg. geb;

als 2. Preis: Des vortrefflichen Poeten Wilhelm Raabe berühmten RomanDer Lar", eleg. geb.;

als 3. Preis: Die Weihnachtsprämie des Gieß. Anz., das dickleibige, vorzüglich ausgestattete Kochbuch von Mathilde Ehrhardt;

als 4. Preis: Des Billardmeisters Woerz schönes

Billardbuch", eleg. geb.;

als 5. Preis: Des bekannten Jugendschriftstellers A. Oskar Klaußmanns stattliche JugendschriftMit Büchse, Spaten und Ochsenstrick in Südwest­afrika", eleg. geb.;

als 6. Preis: Lieder für eine Singstimme mit Klavier­begleitung von Rudolf Grützner, eleg. geb.

Eine Bluttat. Die Weihnachtsfeiertage sind leider nicht allenthalben in schöner Friedlichkeit und Fröhlichkeit vorübergegangen. Im Nachbarorte Alten-Bus eck ist ein schweres Verbrechen verübt worden. Man schreibt uns darüber: Am Abend des ersten Feiertages kurz nach 11 Uhr genet der Zigarrenarbeiter W. Becker, ein verheirateter Mann in den Fünfzigern, in Streit mit dem 20jährigen Arbeiter Karl Alban. Ersterer zog das Messer und ver­setzte Alban mehrere lebensgefährliche Verletzungen in ivahrhaft bestialischer Weise. Alban lief noch ungefähr 50 Schritte und brach dann zusammen. Junge Leute fanden ihn und trugen den schwer Verletzten in ein Nachbarhaus, wo er nach wenigen Minuten starb. Der Vater des Ge­töteten liegt schwer krank danieder; die armen alten Eltern verloren in ihm eine starke Stütze. Der Täter Hai sich seinem irdischen Richter bereits entzogen, indem er sich m der Nacht vom 26. auf den 27. im Untersuchungsgefängnis erhängte.

* Ein Radaubruder. Ein fremder angetrunkener Schlossergeselle schlug am Donnerstag abend m einer Wirt­schaft des Neuenwegs eine Glasscheibe entzwei, well ihm ver­weigert wurde, in dem Lokale zu musizieren. Der Wirt wurde, da der Täter noch im Besitze von Geld war, ent­schädigt.

** Schlägerei. In vergangener Nacht gegen 2 Uhr kam es in der Nähe des Bahnhofs zwischen jungen Leuten aus Gießen und Dorf-Gill zu einer Schlägerei. Ein Bursche aus Dors-Gill erhielt mehrere blutende Wunden am Kopfe, welche er sich in der Klmik verbinden lassen mußte. Anzeige ist erhoben.

** Zimmerbrand. Beim Abbrennen eines Weih­nachtsbaumes entstand in einem Hause des Selterwegs ein

General-Anzeiger

Amlr- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Ausland.

Brüssel, 27. Dez. Entgegen den Meldungen Pariser Blätter, wonach Jacques Lebaudy in Berlin erwartet werde und eine Audienz beim Kaiser nachgesucht habe, meldet Pettt bleu, Lebaudy beende sich in London. Sein Vertrauensmann Benoit war dieser Tage in Brüssel und erklärte einem Reporter des Petit bleu, Lebaudys Pläne würden bereits ausgeführt. Er unterhandle mit einer A n z a h l v o n M ä ch t e n und werde von diesen auch als Kaiser der Sah ar a betrachte tun d geehrt. (?) Er gedenke der Industrie bedeutende Bestellungen zu geben. Benoit versuchte in Brüssel mit dem Buren-General Zrl zu unterhandeln, um durch ihn die Mitwirkung der Kap-Re- bellen bei Errichjtung seines Reiches erwirken, ähn­liche Unterhandlungen hat Lebaudy selbst bei dem Buren- General Moritz, im Haag geführt. Dieselben sind jedoch

Montag 28. Dezember 1803 vetngdpret-, monatlich 75 Pn viertel» jährlich Mk. 2.20; durch

1h?. 303

Lrjchetnt täglich außer Sonnlags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mil dem hessischen Landwirt die Siebener Kamillen, blätter viermal »n der Woche beigelegt.

Siotationöhrud u. Ber­ing bei Brühl 'scheu Univers.-Buch- u. Stein­drucke ret (Pietsch Erben» Redaktion. Expedition und Druckerei:

Echnlstratze ?.

Adiesje füt Depeschen: Anzeiger Gieße».

Fkrulprkcdanlcdluß Ar 51

Iürlttmentarisches.

In schlechte Gesellschaft scheint der Reichs- kagsabg. v. Ger lach geraten zu sein. In der von ihm geleiteten ,.Bcrl. Ztg." schreibt er nämlich:Der Reichstag stellt ein trauriges Nachkömmlingstum dar. Es waren andere Zeiten, als noch große, führende Männer des natio­nalen Lebens, Männer von geistiger Eigenart und geistiger Gestaltungskraft von der Tribüne des ReichA.ages-zur Nation sprachen. Heute sind Epigönlinge, Banausen, Kleinaei st er minderer und mindester Ordnung ein1 starker Bestandteil der Volksvertreter." Zu welcher Kate­gorie Herr v. .Gerlach gehört, das verschweigt er diskret. Wenn man aber ihn allein fortan denEpigönlmg" nennen mird, dann hat er sich das durch seine üble Wvrterfurdung selber zuzuschreiben.

gescheitert. . .

Paris, 27. Dez. (Senat.) Im Senat wurde das Budget des Ministeriums des Aeußern beraten. Minister Del c ass e gab eine D ar le gun g sein er P o litik. Be­züglich Marokkos bestehe Frankreichs Politik darin, die Un­abhängigkeit und Entwicklung dieses Landes vor Storungen zu bewahren. Niemand mache Frankreich seine Position in diesem Lande streitig. Hin,ichtüch Ostasien s erklärte der Minister, nichts berechtige dazu, den täglich tn Umlauf gesetzten beunruhigenden Nachrichten Glauben beizu­messen. Telcassä bespricht sodann die verschiedenen Grup­pierungen der Müch>te, welche sich in Europa gebildet haben und sagt, keine schiene sich ihm mehr dem Ideal in Hinsicht der nationalen Interessen und Sympathien zu nähern, als diejenige Frankreichs und Rußlands. Das habe selbst Fürst Bismarck anerkannt. Frankreich vergesse nicht semen Kolonialbesitz, denke ober n i ch t so sehr an seine Ä u s - dehnun g, als vielmehr daran, ihn wertvoll für das Mut­terland zu machen. Dieses Ziel könne es in Ruhe erreichen, wenn es in Europa stark sei, und wenn es ihm gelinge, die Mißverständnisse zu zerstreuen und der Wayrhen Geltung zu verschaffen, daß seine Interessen nicht im Widerstrett mit denjenigen eines fremden Landes sich vefinden. Au, Eualand übergehend, führt der Minister aus, daß gerade die" van Frankreich verschiedeneli Lebensoedmgungen dieses Landes das Mittel sind, uni seine Rivalität zu beseitigen. Ein Einvernehmen zwischen ihnen fei immer möglich, Frank­reich suche ebensowohl mit dem Maghatten wie mit der Festigkeit seinen Rechten Geltung zu verschaffen, rüdem es feine Interessen mit denen der anderen Machte freund-

Ten St.anislaüsorden 1. Klasse erhielt der Generab major v. W achter, Generaladjutant S. K. H. des Groß­herzogs von Hessen; die 2. Klasse mit dem Stern des­selben Ordens der Oberst z. D. Freiherr Röder von TierSburg, Flügeladjutant ä la suite S. K. H. des Eroßherzogs; den St. Anuenorden 2. Klasse mit Brillanten: der Rittmeister Kraemer, Flügeladjutant S. K. H. des Croßherzogs; den St. Stanislausorden 2. Klasse: Haupt­mann Freih. Schaffer v o n B e r n st e i n , Flügeladjutant S. K H. des Gvoßherzogs; die goldene Medaille für Eifer am Bande des St. Annenordens: Fähnrich von Engel­brecht und Unteroffizier (Fahnenjunker) Freih. von Lersner, beide im 2. Großh. Hess. Dragon erreg im ent (Leibdragonerregiment) Nr. 24; die silberne Medaille für Eifer am Baude desselben Ordens: Vizewachtmeiffer F ö r st er, die Sergeanien Lichtensels, Korn maier, Wahl I., Wahl II., Krüger, Luley, Hahl', Hahn, Ruppert, H i er o n y m u s, die Unteroffiziere Bartels, Stricker, Kadel, Günther, Dunstädter, Bech- larß, Schmidt Schwöbel, Brunner, Balzer, Krebs, Matuszewskr und der Gefreite Kuhn, sämt­lich im 2. Großh. Hess. Dragonerregiment Nr. 24; sowie die silberne Medaille für Eifer am Bande des St. Stcmislaus- ordens: der Gefrette Fischer, die Dragoner Dusch, Lorenz, Seipel, Pfenning, Arnoul, Dischel, Schr am m, Hann st ein, Feuerbach,Stosst,Veit, Straub, Maurer, Hrrjchberger, Berk, Egry, Orth und Schmidt, sämtlich im 2. Großh. Hess. Tra- gonerregiment Nr. 24.

Ter König von Griechenland verlieh folgende Orden: das Großkreuz des Erlöserordens dem Generalleutnant Frei- herrn v. Gall, Kommandeur der Großh. Hess. (.) Divi­sion; das Großkommandeurkreuz desselben Ordens: dem Generalmajor v. Schmidt, Kommandeur der 25. Kaval­leriebrigade (Großh. Hessischen); das Kommandeur kreuz des­selben Ordens: dem Oberstleutnant v. Bernuth, Kom­mandeur des 1. Großh. Hess. Tragonerregiments (Garde- Tragonerregiments) Nr. 23, und dem Oberstleutnant Dein- hard, Kommandeur des 2. Großh. Hess. Feldartillerie­regiments Nr. 61; das goldene Ritterkreuz desselben Ordens: den Hauptleuten v. Go ern e und Frhr. S ch e n ck zu Schweinsberg, beide im 1. Großh. Hess. Jnfanterie- (Leibgarde-s/Regt. Nr. 115, den Rittmeistern Selzam, Schörte und v. Wilms, den Oberleutnants Gooeff- roy-Faerber, v. Jagemann und Luugershaustn, sämtlich im 1. Großh. Hess. Tragonerregiment ^Garde-Tra- gonerregiment) Nr. z3, und dem Oberleutnant Grafen von Büdingen im 1. Jnsanterie-(Leibgarde-)Negiment Nr. 115; sowie das silberne Ritterkreuz desselben Ordens: den Leutnants vom Hombergk zu Bach, Freiherr Schenck zu Schweinsberg, Freiherr Gans Edler Herr zu Put Utz, Freiherr v. Gall (Karlh sämtlich im 1. Großh. Hess. Ju- ianterie-(Leibgarde--Regiment) Nr. 115, den Leutnants von Besser, Böcking, Freiherr von Gienanth und von G o r r r s s e n, sämtlich un i. Großh. Hess. Tragonerregiment (Gardedragonerregiment- dir. 23, dem Leutnant Riedejel Freiherrn zu Eifenbach (Hermann) im 2. Großh. Hess. Tra­gonerregiment Nr. 24 und dem Musikdirektor Hilge im 1. Großh. Hess. Jnf.-Regt. Nr. 115.

Deutsches Reich.

Berlin,27. Tez. In Kreisen, die mit dem Hofe in engster Beziehung stehen, wird erzählt, daß der Kaiser am 2. Januar eine kürzere Reise nach Italien machen werde. Bor dem Ordensfeste wolle der Kaiser wieder zurück sein; gewählt solle der Landweg werden. Ob die Reise zur Ausführung gelangen wird, steht noch dahin, aber, wie gesagt, in den maßgebendsten Hofkreisen wird von diesem Abstecher auf vierzehn Tage nach Italien gesprochen. Tes Kaisers Befinden ist das denkbar beste; Personen, welche den Kaiser sprechen gehört haben, versichern, daß die Stimme so voll und klar wie früher geklungen und nicht mehr ein leichter Schleier darüber ge­legen habe.

Ter Kaiser empfing in den Weihnachtstagen den Landgerichtsrat Tr. So mm e r aus Frankfurt a. M., einen früheren Mitschüler des Monarchen aus Kassel, und die Porträtmalerin Frau Popert, die eine Porträt- Radierung des verewigten Königs Humbert von Italien überreichte.

Welcher horrende Unsinn über deutsche Angelegen­heiten in 'Mrris gläubige Gemüter findet, das beweist ein Artikel, den das Pariser BlattLe Journal" bringst. Man kann d-ort unter der UeberschriftDie Schwester des Kaisers krank" das Folgende lesen:Wir er­halten aus Berlin eine ernste Nachricht. Die Aerzte, die schon seit einiger Zett eine Verschlimmerung im Gesund­heitszustände der Schwester des Kaisers, der Prinzessin von Sachsen-Weimar, beobachteten, haben gestern enögiltig die Diagnose auf Krebs gestellt. In Ho streif en herrscht große Bestürzung. Da Wilhelm II. sich sämtliche Bulletins der Aerzte vorlegen läßt, so haben diese letzteren den Versuch gemacht, ihm die obige Diagnose zu verheim­lichen; aber der Kaiser ist dahinter gekommen und ist darüber in schrecklichen Zorn geraten, was seine immer noch prekäre Gesundheit kaum bessern dürfte." Viel mehr Fehler und Unwahrheiten lassen sich in so wenigen Zeilen kaum zusammendrängen. Ob man wirklich die Schwester des Kaisers, die Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen meinte? Aber diese erfreut sich, so viel man in Deutschland weiß, der besten Gesundheit.

Ter königliche Hof legte heute für die Fürstin zu Hohenlohe-Langenburg, Prinze,sin von Baden, Trauer auf fünf Tage an.

Bei eventuellem Rücktritt des Staatssekre­tärs v. Tirpitz wird als einzig in Betracht kommender Nachfolger der zweite Admiral des ostasiatischen Kreuzer­geschwaders, Kommodore Kapitän z. S. v. H o l tz e n d o r f f, bis vor kurzem Oberwerftdirektor in Tanzig, bezeichnet.

Ter Direktor des Verwaltungsdepartements des Reichsmarineamts und stellvertretender Bevollmächtigter im Bundesrat, Wirklicher Geh. Rat Professor Perels ist am 24. d. M. abends unerwartet gestorben.

Wie diediordd. Allg. Ztg." mitteilt, hat der Kaiser anläßlich des Weihnachtsfestes einer Reihe von Beamten des Außendienstes Ordensverleihungen zuteil wer­den lassen. Es erhielten u. a. der Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amt Dr. v. Mühlberg den Kronen-Orden 1. Klasse und der vortragende Rat in demselben Amte v. Lindenau den Kronenorden 2. Klasse.

Straßburg, 27. Tez. Der Trau er sei er für die verstorbene Jürsnn zu Hohenlohe-Langenburg im Statthalterpalais wohnten außer den Familienangehörigen u a der kommandrer ende General des 18. Armeekorps non Lindequist als Vertreter des Kaisers und Herzog Albrecht von Württemberg als Vertreter des Königs von Württemberg, ferner der Großherzog und die Groß­herzogin von Baden, Prinz Max von Baden, die Prinzen Friedrich und Ernst von Sachsen-Nieiningen, die Mitglieder der verschiedenen Linien der Familie Hohenlohe usw. bei.

schaftlich ausgleichie. Diese Situation sei das Ergebnis des Zweibundes. Eine der entscheidenden Beweggründe für diese Allianz sei die militärische Stärke der beiden Verbün­deten.

Rom, 27. Dez. Der Papst, welcher sich der besten Gesundheit erfreut, enipfing gestern das diplomatische Korps, dessen Doyen oer portugiesische Gesandte, den üblichen Glück­wunsch aussprach. Darnach wurden die Mitglieder der ka­tholischen Aristokratie, die Angehörigen des verstorbenen Papstes, die hohen Würdenträger, Kardinäle, Mitglieder der päpstlichen Garde re. empfangen.

Keer urrv AtoUe.

^as Armee-Verordnungsblatt" veröffentlicht eine Ka­binettsordre, nach der die Paletots der Offiziere und der oberen Beamten der Militärverwaltung künftig mit einer oben eingenähten Längsfaire im Rückenstück zu rertiaen sttid, ferner die Offiziere und oberen Beamten die für sie vorgeschriebenen Achselstücke auch zum Paletot ,u tragen haben. Für Generale und Stabsonizrere und lu im gleichen Range stehenden Mllrtarbeamten lind Aünelüücke aus flacherer Schnur maßgebend. Die Pale- wts der Generale unb der im, gleichen Range stehenden SaliitätSossiziere erhalten Borstöße von panceaurotcnr AMtfy. TiC Militärintendanten mit dem Range der^ Rate erster Elaste tragen Borstöße bon karmoyrnrotem L,uch.

' Am 22 d. M. ist in Frankfurt a. M. oer Gem-Lt. - D Gustav Schlüter im Alter von bo Jahreng e st or - neu General Schlüter hat an den biet Feldzugen von 1SM 1866 und 1870/71 mit Auszeichnung terlgenommen.

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