Nr. »01
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dtotattondbrud u. Verlag der Brüh lachen Untoers.-Buch-u. Stein- druckerei (Pietsch Lrdech
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Kernsprechanschluß Nr. 5L
Zweites Blatt. 158. Jahrgang Freitag 28. August 1903
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Gietzener Anzeiger
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Amts- und Anzeigeblatt für den Ureis Gießen MM
Are heutige Mmmer umfaßt 8 Seite«.
Vom Tram.
Ein gelegentlicher Mitarbeiter schreibt uns: , , „
Bei den Erörterungen über die neue Militär - dorlage ist einer Truppengattung bisher nicht Erwähnung getan warden, die auch allgemein eine ihrer militärischen Bedeutung entsprechende Beachtung seltener findet: des Trains. Er hcrt organische Beziehungen zur Kavallerie; Lesernsten der Reiterregimenter leisten ihre Uebungen beim Train ab, was beiläufig eine wesentliche Erweiterung der militärischen Kenntnisse zur Folge hat, da der Train ar Vielseitigkeit von keiner anderen Waffengattung erreicht wird. Es gilt nun als sicher, daß besonders auf Grund von Erprobungen beim Kaisermanöver eine Vermehrung der Kavallerie in Aussich t steht; neuerdings spricht man von der Ausgestaltung verschiedener Kavallerie-Brigaden zu Divisionen, wobei wohl mir die GrenAezirke in Betracht kommen wurden. Ist das der Fall, dann dürfte auch eine Vermehrung der Trainbataillone bevorstehen
Die Heilige Schrift auf dem Diplomateutische.
Der Gesamteindruck der Deutschen Katholikentage pflegt von Jahr zu Jahr der gleiche zu bleiben. Die Würdigung seiner allgemeinen Bedeutung steht bei Freund unb Feind fest, Lehrreich wird dieser Parteitag der Zentrumspartei jedoch immer wieder durch die Beobachtung von Einzelheiten, die den hinter der Szenerie waltenden Geist enthüllten. Ho trat unter anderem auf dem diesjährigen Katholikentag in Köln wiederholt das neue und auffällige Streben hervor, in einer an protestantische Denkweise eriuuernden Form das „Evangelium" auf den Leuchter zu stellen und die Bindung des Katholizismus an das Tridentinun^. den Katechismus romanus, die Tradition und die Unfehlbarkeit des Papstes in dogmatischen Fragen mit Stillschweigen zu übergehen. In der Eröffnungs-Ansprache des Justizrats Custodis findet man den von solcher Absicht diktierten Satz: „Das Evangelium ist die Grundlage auch unserer Politik." Das Wörtchen „auch' scheint dazu besfiurmt, den Versuch einer Bestreitung dieser Behauptung int Keime zu ersticken, denn dieses Wörtchen stellt ja auch; einer anderen Politik als der des Zentrums die Berufung auf das Evangelium frei. Der Redner warf dann die Frage auf: „Ob man heute noch auf dem Arbeitstische eines Staatsmannes die Heilige Schrift findet?" Welch ein Verlangen aus dem Munde eines katholischen Führers! Durch Jahrhunderte hat man die Bibel verfolgt und verboten, versteckt mußte sie werden vor den Augen der Jesuiten und der ihnen folgenden Dragoner, und lustig machte man siech in Rom übeer das Schristprinzip des Protestantismus und den Bibelglauben der Lutheraner. Indessen — uns kann dieses Verlangen nur recht sein. Auch wir würden es begrüßen, wenn die heilige Schrift einen Platz auf dem Schreibtisch? unserer Diplomaten fände. In solchem Falle wären wir überzeugt, daß das Verwerfliche der Verquickung von Religion und Politik unseren Staatsmännern wieder vermittelst der Bibel zum Bewußtsein käme. _______
4 Uhr die Versammlung der Abgeordneten der Zweigvereine, bei welch letzterer Pfarrer Berck-Wald-Michelbach i. O. einen Vortrag über „Die Aufgaben und Arbeiten des Evangelischen Bundes" halten wird. Am Abend findet öffentliche Versammlung statt, in welcher der bekannte Vorkämpfer gegen den Ultramontanismus und begeisterte Redner Prof. Dr. Böthlingk - Karlsruhe über:„DieJesuitenund das Deutsche Reich" sprechen wird. — Am Vormittag des 2. September nimmt nm 8 Uhr die Sitzung des Vorstandes und der Vertrauensmänner des Hessischen Hilfsaus- schusses zur Unterstützung der evangelischen Bewegung rn Oesterreich chren Anfang. Um halb 10 Uhr findet Kst- gottesdienst statt, bei welchem Pfarrer Walter-Worms die Festpredigt hält. Um 11 Uhr beginnt die geschlossene Mitgliederversammlung des Hessischen Hanptvererns des Evangelischen Bundes mit der üblichen Tagesordnung. Hieran chließt sich ein gemeinsames Mittagessen. Die öffentliche Festversammlung findet um 3 Uhr statt; in derselben werden Privatdozent Lic. N i e b e r g a l l - Heidelberg über: „Der Protestantismus und Oesterreich", Vorträge halten. Hierauf Gesang und Schlußwort. Alle Evangelische, Mitglieder und Freunde des Evangelischen Bundes mit ihren Familien sind zu diesen Versammlungen eingeladen.
Vertagung der Börsengesetzreform?
Aus Berlin, 27. August, wird uns geschrieben:
Dem Zolltarif zuliebe wurden bekanntlich in der verflossenen Parlamentssession einige gesetzgeberische Aktionen öertcgt. Nach der Darstellung einer Mwereln osfrMüser Offenbarungen gewürdigten Korrespondenz soll sich der Vorgang in der nächsten Session wiederholen, und M^r den Handelsverträgen zuliebe. Um für deren Verabschiedung Raum zu schaffen, wird angeblich von der Em- bringing besonders solcher Gesetzentwürfe Ab stand genommen werden, die den Konservativen wider den Strich gehen. Der Regierung, so heißt es, sei darum zu tun, die Kon)er- vativm Handelsverträgen geneigt zu machen, bei denen man voraussichtlich zu Agrarzoll-Konzessionen an dav Ausland sich verstehen muß. Zu den ,,Opfern soll dre schon im vorigen Jahr zuruckgestell^e vr s e n g e s etz - Novelle gehören. Im preußischen HLndelsMiNisterrum hält man nach nuferen Informationen das für unwahrscheinlich, weil der Entwurf der Novelle den Wunsche der BÄenrreise keineswegs voll entgegenkomme. Vre Ent-
Die Zunahme der Sozialdemokratie m Den ländlichen Bezirken und die Konfessionen.
Unzweifelhaft hat die Sozialdemokratie ihren großen Stimmenzuwachs bei den letzten allgemeinen Wahlen in erster Reihe den industriellen Bezirken zu verdanken, was ufy ja auch ganz von selbst versteht, da hier die Agitation ehr viel leichter ist, als in weit ausgedehnten Land- bezirken mit einzelnen Gehöften. Immerhin aber hat sie auch; in ländlichen Bezirken eine Zunahme zu verzeichnen, und es ist nicht uninteressant, daß dieser Zuwachs relativ in katholischen ländlichen Distrikten stärker ist als in evangelischen. In dem zum größten Teil evangelischen Regierungsbezirke Königsberg betrug die Stimmenzunahme der Sozialdemokratie (ohne den Stadtkreis Königsberg) 18 Prozent, im ganz evangelischen Regierungsbezirk Potsdam (ohne die beiden industriellen Wahlkreise Meder-Barnim nnb Teltow-Beeskow-Charlottenburg) 38 Proz., im Regierungsbezirk Frankfurt a. O. 36 Proz., in dem ganz evangelischen Pommern (ohne die beiden industriellen Kreise Ziandow-Greifenhagen und Stettin) 35 Proz., im Regierungsbezirk Breslau 18 Proz., in den Regierungsbezirken Magdeburg und Erfurt je etwa 30 Proz. In dem zu durchschnittlich dOProzentkatholischen Regierungsbezirk Münster, in dessen vier Wahlkreisen sämtlich die ländliche Bevölkerung überwiegt, betrug die Stimmenzunahme der Sozialdemokratie 800 Proz. und der Antell der Sozialdemokratie an der Gesamtstimmabgabe stieg von 2 Pwz. auf 11 Proz. IN den drei ländlichen Wahlkreisen des Regierungsbezirks Köln, nämlich in den zu 97, bezw. 89, bezw. 77 Proz. katholischen Wahlkreisen Bergheim-Euskirchen, Rheinbach-Bonn und Siegkreis-Waldbröl nahtn die Stimmenziffer der Sozialdemokratie um 160 Prvz. zu, im Regierungsbezirk Düsseldorf (mit Ausnahme der industriellen Wahlkreise Lennep, Elberfeld, Solingen, Düsseldorf, Essen und Duisburg) betrug die Stimmenzunahme 72 Proz., in den ganz katholischen und ländlichen altbayerischen Wahlkreisen (ausgeschlossen sind dabei die beiden großstädtischen Münchener Kreise) betrug die Zunahme 104 Proz. Im Großherzvgtum Baden endlim mit Ausnahme gerade der vorwiegend evangelischen und industriellen Wahlkreise Pforzheim, Karlsruhe und Mamcheim betrug der Stimmenzuwachs der Sozialdemokratie 75 Proz. Allerdings muß betont wsrden, daß hier nur von dem relativen Stimmenzuwachs gegenüber den Wahlen von 1898 die Rede ist; absolut genommen ist in allen den hier erwähnten Gebieten nicht so bald an einen Sieg der Sozialdemokratie zu denken, auch wenn sie bei den nächsten Wahlen in derselben Progression zunimmt.
Wenn die katholische Kirche irgendwo Einfluß hat, so ist es doch auf dem platten Lande. Gerade hier aber ist der Stimmenzuwachs der Sozialdemokratie relativ stärker gewesen als in den städtischen und vorwiegend industriellen Gebieten. _______________
Märsche Tagesschau.
Frankreich spendet den schlesischen Ueberschwernmttu.
Die „Nordd. Allg. Zig." meldet: Der hiesige französische Botschafter hat dem Auswärtigen Amt im Namen des Präsidenten der französischen Republik als Beitrag zur Linderung der Not in den vom Hochwasser heimgesuchten Bezirken Schlesiens die Summe von 5000 Fran cs übergeben.
Nichts kann die zwischen Paris mrd Berlin bestehenden angenehmen Beziehungen besser kennzeichnen, als diese Spende, die zugleich dem Edelmut des Präsidenten der Republik ein ehrendes Zeugnis ausstellt. Die Bekundungen warmherziger Teilnahme Kaiser Wilhelms an allen Katastrophen, die Frankreich! betroffen — es sei an den Bazarbrand 1897, die Verheerungen auf Martinique und das Untergrundbahn-Unglück erinnert, — sind in Frankreich also nicht ohne Eindruck geblieben. Besonders wertvoll erscheint die Spende des Präsidenten Loubet angesichts der Mißernte, unter der weite Bezirke der franzosisch-en Republik jetzt selbst leiden. Nach der Berechnung französischer Fachschriften 'beträgt der Verlust allein an Weizen gegen 300 Millionen Fran cs. Die Weinbauern sollen gar eine Milliarde verlieren.
sich! damit einverstanden erklärte, daß eine unbestreitbar oringliche Reform aus Gründen der politischen Taktik nochmals ans die lange Bank geschoben wird. '
Der Traum von der Reichseisenbahngemeinschaft ist von dem konservativen .Grenzboten' wieder einmal geträumt worden. Sie schreiben u. A.:
Die süddeutschen Staaten haben gleich Sachsen — Hessen ist ja der preußischen Eisenbahngemeinschaft beigetreten — ihe eigenen Lahnverwaltungen. Solche selbständige Verwaltungen stnd mindestens nicht billig, und von den 10 bayerischen Betriebsdirektionen könnte die Hälfte jetzt schon gespart werden. Auch sind die Betriebsergebnisse der süddeutschen Bahnverwaltungen finanziell zurückgegangen, und die Stimmen au§ dem württembergischen Landtage, die zu derselben Zeit, wo der bayerische Ministerpräsident in Stuttgart seinen Antrittsbesuch machte, nach Bayern herüberklangen und sich über die Umleitungen beklagten, waren nicht von übermäßiger Freundlichkeit. Es ist auch, ohne der Zukunft vorzugreifen, höchst wahrfcheinlich, daß Württemberg von den süddeutschen Staaten zuerst den Anschluß an die preußische Eisenbahngemem- schaft suchen wird. In einem solchen engeren oder weiteren Zusammenschluß, der jede Konkurrenz ausschließt und eine gemeinsame Berechnung der Betriebskosten ermöglicht, liegt auch die Zukunft unseres deutschen Eisenbahnwesens, da auf dem Gebiete des Verkehrs die Schaffung großer Bezirke und die Zunahme der Zentralisation immer notwendiger werden und kleine Verkehrsbezirke immer schwerer um chre Lebensberechtigung zu kämpfen haben. So würden auch die pfälzischen Bahnen, deren geplante Verstaatlichung an der keineswegs rosigen Finanzlage Bayerns scheitern dürfte, getrennt vom rechtsrheinischen Bayerri und umschlossen von den Bahnen anderer Eisenbahnverwaltungen immer aus den Kontakt mit diesen angewiesen sein, und es sei denn auch eine starke Strömung in der Rheinpfalz vorhanden, welche die pfälzischen Bahnen an die preußischen angliedern wolle.
Es ist bezeichnend, diese Sprache in einem konservativen Organ Sachsens zu finden, wo die Mehrzahl der Konservativen der Eisenbahngemeinschast durchaus abhold ist.
Kirche und Schule.
ZurSonntagsheiligung. Eine berechtigte Mttc hat der Vorstand des evangelischen Pfarrervereins im Großherzogtnm Hessen den Leitern von Vereinen, Jnstitnten usw. zugehen lassen. Er bittet, sie möchsten bei Versammlungen, Verhandlungen, Ausstellungen usw., die an einem Sonntage stattfindetl, der Bedeutung der kirchlichen Feiertage und der Zeit des Gottesdienstes möglichst Rechnung tragen. . , t .
— Die 8. Land esver sam'm Lung des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes findet am 1. und 2. September in Groß-Umstadt statt. Am 1. September, nachmittags halb 3 Uhr, beginnt Die Sitzung der Vorstände des Hessischen Haupwereins, um
Keer und Motte.
Tas Ritterkreuz 1. Klasse mit der Krone des Großh. Hess. Verdienstordens Philipps des Großmütigen ist dem Major Clößner im 5. Rhein. Jnf.-Regt. Nr. 65 verliehen worden. ___________________
Kom Iriedöerger Uredigersemmar.
Friedberg, 27. Aug. Wir lesen in der „N. Frdb. Ztg.": „Die anonyme Denunziation des hiesigen Prediger-Seminars in der „Franks. Ztg." wegen „völliger Anarchie" ist als eine grobe Unwahrheit zu bezeichnen. Soweit dieselbe die Anstalt selbst betrifft, ist estzustellen, daß die Kollegien und Hebungen im laufenden Semester ihren völlig geregelten Gang genommen haben, wie denselben zum teil ja die evangelische Gemeinde selbst in den öffenllichen Kandidaten-Predigten beobachten kann. Ein völlig lückenloser Kollegien-Befuch hat hier, wie auch an der Hochschtlle, kaum jemals stattgefunden, darin unterscheidet sich trotz der bestehenden Ällegien-Mlicht unsere Anstalt als eine akademische von anderen Schulen. Einzelne Ausschreitungen, die tatsächlich vorgekonunen und bei einem plötzlich eintretenden JnterregauM nicht ganz unerklärlich'sind, haben chre ernste behördliche Rüge gefunden. Soweit die genannte anonyme Denunziation eine persönliche Spitze hat, bekenne ich. iiüch dazu, als Vertreter biblisch-positiver Theologie 1896 von Kiel hierher berufen worden zu sein und, wie auf der Kanzel, so auch aus dem Katheder ans meiner lieber» zeugung kein Hehl gemacht zu haben, ohne dieselbe anderen auszuzwingen. Die fiaglichen Differenzen, soweit sie Anlaß zu einer Krisis gaben, waren praktisch-theologischer Art, homiletische Zweckmäßigkeitsfragen, die bereits cm vorigen Semester behördlich entschieden worden sind. — Was ferner meine persönliche Stellung zu Herrn Direktor Pros. D. Dr. Weiffenbach betrifft, dessen schwere Erkrankung auch ich persönlich tief beklage, so habe ich in der Oeffenllichkeit: 1) bei der Wiedereinweihung unserer Stadtkirche (1901: Gemeinde-Familien-Abend); 2) gegenüber den Angriffen der Evangelisten-Anstall St. Lhrischona (1901/02); 3) durch örtliche Anregung seiner 60jährigen Ge- burtstogs-JÄer (1902) so unzweideutige Beweise meiner persönlichen und kollegialischen Stellungnahme gegeben, daß niemand mehr, als ich selbst, deren Trübung durch praktisch-theologische Meinungsverschiedenheiten be- llagt hat, dre übrigens zum tell von außen in unsere Anstalt getragen und verschärft worden sind. —- Meine lehramtliche Tätigkeit schließlich ist nicht nur früher vom König!, preußischen Kultus-Aiinisterium durch meine Berufung in das „pädagogische Seminar für die Kandidaten des höheren Schulamts" in der Provinz Schleswig- Holstein (zu Mel), sondern noch! 1900 durch Großh. Ober- Konsistorium mit ausdrücklichen Worten und durch meine Ernennung zum 2. Professor des Prediger-Seminars anerkannt worden. Professor Schoeler, Pfarrer, zugleich i. V. der Großh. Direktion des Pred.-Sem."
Ferner lesen wir in der „Dannst. Ztg.":
In der „Franks. Ztg." ist ein Artikel über die derzeitigen Verhällnisse am Predigerseminar in Friedberg erschienen und auch in andere Zeitungen übergegangen. In einer der letzteren ist die Erwartung ausgesprochen: „lieber diese Darstellungen der „Franks. Ztg." ist wohl eine Aufklär- ungvonmaßgebenderStellezu erwarten." Dieser Erwartung zurzeit zu entsprechen, ist nicht möglich, da noch Verhandlungen schweben, welche ein Eingehen auf Einzelheiten ausschließen, und solches wäre bei Richtigstellung der Angaben des Artikels nicht zu vermeiden. Spätestens wird die voraussichtlich im Oktober zusammentretende Landessynode Anlaß geben, sich eingehend über die Angelegenheit auszusprechen.
Der 50. Deutsche Katholikentag.
IV.
Köln, 27. August.
In der heutigen vierten öffentlichen Katholikenver- ; sammlung verlas Präsident Dr. v. Ort er er folgendes, aus Schloß Wilhelmshöhe vom 27. Mgust datiertes Telegramm: „ , , r ~ .
ee. Majestät der Kaiser und König haben den Huldlg- ungsgruß der diesjährigen Zubiläumsgeneraioeisamm-' lang der Katholiken Deutschlands mit Frendeji entgegen* : genommen und lassen das Präsidium ersuchen, der Generalversanimlung für den Ausdruck treuer Ergeben-


