tour zu Wagen, als unterwegs sich plötzlich die Schere aushängte, das sonst treue Pferd scheute und den Mann vom
Kirche und Schule.
Gerade rechtzeitig vor Beginn der sommerlichen Ferienzeit kommt die Nachricht, daß bic preußische Unterricht Sverwaltung in Beratungen darüber eingetreten ist, wie die Sommer- und Herbslserien für alle Volksund höheren Schulen zweckmäßig zusammenzulegen
aus der Umgegend zu. Er befand sich auf einer Geschäfts»
doch liegt auch kein Grund vor, einen Selbstmord anzu- nehmen. Zwar war Schmitt ohne Urlaub nach Mainz gefahren und hatte hierfür, wenn man es entdeckte, allerdings Strafe zu erwarten, btc jeboch nur so gering ausfallen konnte, baß sie keinesfalls als Grund für einen.Selbstmord zu gelten hätte. Schmitt war als Freiwilliger eingetreten und diente im zweiten Jahr. ES wurde ihm von dem Eisenbahnzug der rechte Arm und der rechte Fuß und der Hinterkopf glatt abgefahren, wahrend das Gesicht völlig uverletzt geblieben ist. (M. Tgbl.)
Homburg v. d. H., 27. Mai. Die Tochter deS aus ben Freiheitskriegen bekannten Generals Grasen Bülow von Dennewitz, Frau Luise von Bülow, Witwe des Kämmerherrn Eduard v. Bülow und Stiefmutter des be- I annten Komponisten v. Bülow, ist heute im Alter von 90 Jahren gestorben.
b. Marburg, 27. Mai. Heute nachmittag fanb bie Äerliche Enthüllung des Denksteins an der bereits bis zu halber Höhe sertiggestcllten Bismarcksäule flott. Tas Kaiserhoch brachte Bizebürgermeister Siebert aus, im Namen der Stubentenschast hielt ein Vertreter der Fran konia eine Ansprache, worauf seitens der Ehrengäste bic üblichen .Hammerschläge erfolgten. Später fand im Museum ein großer Kummers statt, bei dem der Nektar der Uni* oersität die Festrede hielt. — Bon einem ungenannten Mitgliede des akademischen LehrrorperS erhielt Her Aus* chuß für die Errichtung der Bismarcksäule heute 1000 Mark überwiesen, die insbesondere zur Ausschmückung der Anlagen um den Denkmalsplatz oerwanbt werden sollen.
Eisenbahn Zeitung.
Berlin, 27. Mai. Die Äcjctzjamnilun§ veröffentlicht das Gesetz betreffend bic Bildung eine» Ausgleichswnds für bic Eiscn- balmuevioaltung vom 3. Mai, joiric^öa» Gesetz beliessend Erwei- icrung und Lervollsläridigung des Slaarsbahnnetzes und treuere Beteiligung deS Staarcs am Bau von Kleinbahnen vom 18. Mai.
versetzt.
** Der Oberh essische Geschichtsverein, der in diesem Sommer auf 25 Jahre seines Bestehens zurückblickt, unternimmt Samstag, den 13. Juni, einen Ausflug nach der Saalburg. Bei der Besichkiguna der alten, jetzt wwoer neu erstehenden Römercurlage wirb sich der Verein der sachkundigen Führung durch Herrn Professor Dr. Sauer erfreuen. Seinen Abschluß wird der Ausflug in Friedberg, bei einem Abendessen im Hotel Trapp, finden. Tie Liste zur Einzeichnung wird dieser Tage in Umlauf gesetzt.
— Ern ernster Unfall stieß einem Geschäftsmanne
tenberg. Geheimen Regierungsrat Dr. Jakob Bolhard das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen.
** Empfang bei Hofe. S. K. H. der Grvßherzog empfingen n. a. am 27. Mai die Oberlehrer Professor Luley und Dr. Bender von Gießen und den Bei- geordneten Kommerzienrat Heyligenstaedt von Gie ßen.
»♦ Personalien. S. K. H. der Großherzog haben den Hauswärter im südlichen Kollegiengebaude in Darmstadt Karl Ebel bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit mit Wirkung vom 1. Juni 1903 an in den Ruhestand
Gerichlssaal.
Kassel, 27. Mai. TaS Ob erkiie^sgericht des 11.Armeekorps oerurieilte beide den Unteroffizier ^riednch Degen vom 14. vusarenregiment wegen Mordversuchs, begangen gegen seine Geliebte, die Dienslmagd Elisabeth Hemel, zu 6 Jahren Zuchthaus, 3 Jahren Ehrverlust unb Ausstoßung aus dem Heere. Die Hemel war seinerzeit in Die Iaido von Tegen gestoßen und bann von einem Ülnderen gerettet worden. In erster Instanz war Degen irelgesprocheu worden, da man die Hauptbelaslungszeugin für nicht genügend glaubivürdig erachtete. In der heutigen Verhandlung aber wurde ihre Vereidigung vorgenommen.^
Berlin, 27. Mau Vor dem hiesigen Schöffengericht I stand heute Termin zur Hauptverhandlung in der Privatklagc der,Post* gegen die .Eisleber Zlg." an. Ten Ausgangspunkt der Klage bildet die von der »Eisleber Ztg." an die .Post" gerichtete öffentliche Anfrage, ob sie von der magyarischen Regierung erkauft oder bestochen sei. Wegni dieser beleidigcndeii Frage und wcüercr Beleidigungen in cmev Serie von Artikeln der .Eisleber 3ta/ wurde von der jPofi* die Klage emgereichl. Aus formellen Gründen wurde die Verhandlung verragi.
Hirschberg, 27. Mai. Ter 47jabrige Schlosicr Paul wurd» gestern von der Slrastainnier wegen Beleidigung der Kaiserin zu drei Monaten Gefängnis verurteilt.
Hüssener hat seine Berufung wohl nur eingelegt, nm fernen Prozeß nach bet förmlichen Seite hin — auf die ber Fähnrich allgemein bas Hauptgewicht $n legen scheint — bis zur letzten Instanz durchzufiihren. Materiellen Erfolg verspricht er sich davon wohl selbst nicht. Tenn auch er wird sich sagen, daß eine mildere als bie vom Kieler Gericht beschlossene Strafe über ihn schwerlich verhängt werben kann.
Die „Nat.-Ztg." beschäftigt sich nochmals mit dem Prozeß. Der Artikel schließt wie folgt: Ter Einzelfall Hüssener ist erleb igt Worauf es an kommt, ist die Gewähr dafür, daß er ein Einzelfall bleibt. Nach dieser Richtung die militärische Erziehung zuerst zu kontrollieren und dafür zu sorgen, daß die Instruktion in ihren richtigen Grenzen auf die jungen Leute übergeht, ist die Aufgabe der Marineverwaltung. — Das „Berl. Tagebl." erkennt an, daß die Marineverwaltung durch das Urteil keinen Zweifel gelassen hat, daß Hüssener sich schwer gegen Gesetz und Tisziplin vergangen hat, und daß alles getan werde, um dem Volke Gelegenheit zu geben, sich selbst seine Meinung zu bilden. Das Blatt wirft sodann die Frage auf, ob es wirklich an
Vermischtes.
• Tilsit, 27. Mai. Zu dem dreifachen Raub- morde in Lompöncn, dem, wie wie wir berichtet, ber Meiereibesitzer Zürcher, bessen Ehefrau unb :linb zum Opfer sielen, werden jetzt noch folgende Einzelheiten bekannt. Zürcher hatte vor einigen Tagen einen größeren Posten Schweine verkauft und den Erlös hierfür in Höhe von 2000 Mark in seinem Gelbschrank aufbewahrt. Da ihm schon seit längerer Zeit aus einem Stalle verschie- bentlich Schrotoorräte gestohlen worben waren, so war er auf der Hut, um gelegentlich die Diebe bei der Tat abzuässen. In der Nacht vom Sonntag zum Montag^hal er nun anscheinend auf dem Meiercihofe Mehrere beim Stehlen erwischt und wurde von diesen sofort durch Messerstiche getötet. Die Mörder sind sodann in das Wohnhaus eingedrungen, haben die Frau erschlagen, deren Leiche neben dem Bett liegend aufgefunden wurde, ebenso das kleine Mädchen, desien Leichnam im Kinderwagen neben dem Bett lag. Das Dienstmädchen, welches etwa gegen 12 Uhr nachts von einem Vergnügen heimkehrte, hat nichts Verdächtiges bemerkt und sich alsbald schlafen gelegt. Erst am anderen Morgen änden die Lehrlinge die Leiche ihres Herrn und dann iour- den auch die Leichen von Frau und Kind entdeckt; hierbei wurde festgestellt, daß der Gelbschrank seines Inhalts beraubt war, auch sollen verschiedene Sachen aus der Scheune ge- tohlen sein. Ter Ermordete war 34 Jahre, seine Frau 27 Jahre und das ermordete Kind 5 Jahre alt Ein Säugling ist wunderbarer Weise von den Mordbubcn nicht entdeckt worden. Der verhaftete Fleischermeister Hubert-Lom- pönen hat den dreifachen Raubmord eingestanden. Seme Ehefrau wurde Dienstag nachmittag ebenfalls verhaftet. Bei der Haussuchung wurde in der Scheune Huberts ein Beutel mit 12 000 Mk. gefunden.
*DerFalldes.StudentenPagel. Eine,/ttithen^ tische Darstellung" der „Münchener Zeitung" über den Fall des vermißten Straßburger Studenten Hans Pagel, der die Rentierstochter Hermine Scheler auf dem Pfänder bei Bregenz ermordet haben soll, ist geeignet, über den Charakter Pagels einige Ausklärung zu geben, wenn sie auch den ganzen Fall noch verwickelter erscheinen läßt. Pagel wird als einer jener schweigsamen Selbstbeobachter geschildert, bic eigentlich ohne jebes Interesse ihrem Innern ewig auf ber Lauer liegen. Anfangs bieses Jahres wollte Pagel schauspieler werben, obwohl er selbst wußte, daß ihm das Nötigste dazu fehlte: das Völlig aussichheraustreten. Im ganzen wird er als haltloser Poseur bezeichnet, ber sich durch seine „aristokratischen Allüren" in bic literarische Gruppe des „jüngsten Asaß" einzuführen mußte. Bor vierzehn Tagen verschwand er plötzlich, und nach einigen Tagen kam, wie wir schon ge- meldet haben, ein Bries aus Bregenz, in dem es hieß, er habe „das Liebste, was er besaß, erschossen und sitze nun ratlos im Hotel, nicht wissend, ob er sich morgen den Gerichten stellen oder auch sich leibst erschießen solle. Gleich nachdem er „sie" erschossen hatte, habe ihm bic Kraft bazu gefehlt". Nach dem Charakter Pagels zu schließen, ist es aber fraglich, ob ber Inhalt des Briefes auf Tatsachen beruht. Auf bem Pfänder fand man bekanntlich bisher keine Spur von einer Mordtat. Dadurch wird die ganze Geschichte ins tiefftc Dunkel gehüllt.
schieden Verwahrung gegen das den Handel schädigende Verfahren des Ministerialrats Braun eingelegt, welcher in einem Rundschreiben an Beamte sich zur Lieferung von hessischen Dom ani al weinen in Flaschen unter Verdrängung des Weinhandels bereit erklärt habe. Der Verein Mainzer Kaufleute hat sich dieser Verwahrung angeschlossen. — Der bei dem Automobilunsallin Nieder Ingelheim, bei welchem der Ingenieur Albert von Biebrich das Leben einbußtc, stark mitverletzte Chauffeur Saal er, der sich im hiesigen Hospital befindet, ist aus dem Wege ber Besserung unb sein Zustand gegenwärtig so günstig, baß eine birelte Lebensgefahr als beseitigt angesehen werden darf. — Der Chefarzt des hiesigen AUlitärlazaretts .Oberstabsarzt Dr. Wolf ist gestern gestorben.
seien. , , ... Mainz. 27. Mai. Die aufs eifrigfte betriebenen Er-
Shc Äreigfi)nobc Berlin hat emen Antrag an- haben zu dem Ergebnis geführt, daß der am
genommen, ber besagt: Du KreiSsynobe beschl.eßt, ohne au, g 4 s Schienengele.se zwischen Hochheuu du Frage ber Fenerbesta tnng W -"'-ugehen bas °Sst 7rn ausgefunbene von ber Estenbahn überfahrene Kirchenregiment zu eyuchen, ilnorbnungen unb Noychnsten, ’ ^rsiümmelte Musketier Schmitt 2. von
welche die tröstende und ehrenvolle Mitwirkung ber Kompagnie des 81. Infanterieregiments nicht zum
v^CfHTUn\bCthlT ^ucrbeftattunö Ziagen, für ^ eienstc'hmausgesckirzt ist/ Es liegt vielmehr ent- bte Okmlugen _________________________ Ad er M ord ober Selbstmord vor. Schmitt, der
~ Q । Lus Burg am Rhein stammt, hatte mit einem Mädchen m
■u r l e Kostheim em LicbesoerhätniS. Man erzähtt nun, daß Schmitt
Brussel, 27. Mai. ^n den Streiten der Kongo-I h^s QU; dem Weg zur Bahn angegriffen und bei dem Regierung erklärt man sich für überzeugt, daß Deutsch- entstandenen Streit erschlagen worden ist. Seme Loche hätten land die englische Aktion gegen das Monopolwesen am Mörder, um die Spuren ihrer Tat zu verwischen, vor Kongo unterstützen werde. bte Lokomotive geworfen und überfahren lafien. Das Koppel
war an der Leiche abgeschnallt und man fand es zweihundert Aus giODi uno Kano. Meter von der Stelle, wo der Leichnam lag, auf dem Bahn-
Gi tßen, am 29 Mai 1903. ! dämm. In der Nähe fand man ferner die Mütze des ^oten, ~ v B ........ - * g W’ A. auf der ein schwerer Stein lag, um sie anscheinend am Fort-
tiSto ori? Ae^ie m'ber fliwn °u »^mbcvn Emc B-^'SUNg dafür j°b^ b°b
Fakultät ber vereinigten Friedriche llniversuär Halle-Dtt , Schmitt lasiachttch erschlagen worden stt, fehlt bis zur stunde,
gezeigt war, einen so zweifelhaften Charakter wie Hüssener überhaupt zu behalten. Es stehe fest, -baß Hüssener nicht jum Of izier tauge, obwohl man ben Eindruck nicht los werbe, baß er bis zu einem gewissen Grade in gutem _____ ___
-Z" „Tägl. Rundschau" schreibt s "untn bi?9iäber kam, bie ihm über
der General v. Bogoslawsln: » 1 Beine gingen. Zum Gluck fmb bie Der.
Offenbar habe Huttener bie chm gegebene 3n)truttion nicht I, ‘■U| ' ' . .. ,
richtig aufgefaßt unb es könne daher wohl darauf hstp. letzungen, soweit bis fetzt ersichtlich tzt, nicht seh sch gewiesen werden, daß der Jnstruktionsoffizier sich möglichst I Das Pferd, leicht verletzt, konnte eingefangen werden.
die lieberzeugung verschaffen müsse, daß er richtig ver-1 ** Mitteldeutsches Bundesfest der ^leischer-
stcuiden wurde. Unter allen Umständen sei der Gebrauch gehülfen. Am 19. und 20. Juli findet hier das 5. Mittel- ber Waffe gegen einen Fliehenden gesetz- deutsche Bundesfest der Fleischergehülfen, verbunden mit 15- toibrig und auch wohl ritterlichem Gefühl nicht jährigem Stistungsfest des Schlachtervereins Brüderentsprechend. Hüssener sei in Schuld und Unglück 0e- - . aft G^ßen statt. Schon viele fremde Vereine haben zu ührt worden durch eine unrichtige Auf fa | fu n g IIV' ihre Beteiliauno waefaat
^"ich äku-1 gs m °t dim wahk-u -'MüVk . . P™- K°nsr°b für.nnere Misson. Zu ben beben, des Soldatenstandes vereinigen lasse. — Die „Berl. tendsten und ältesten Versammlungen, die auch m unserer an N. N." betonen, der Prozeß habe nur bestätigt, daß eine Kongressen so überproduktiven Zeit em besonderes Recht auf Generalisierung des Falles Hüssener, bie Verdammung des Beachtung haben, gehören die alle zwei Jahre wiederkehrenden ganzen Systems unzulässig sei. In ähnli^em Sinne sprechen großen Kongresse für innere Missl on. Einst von dem sich auch die „Dtsch. Tagesztg." und die „Post" aus. Tie genialen Dr. Johann Heinrich Weih ern in den Zeiten dunkler „Berl. Vollsztg," und die „Berl. Ztg " halten das Urteil Gährunq im Jahre 1849 ins Leben gerufen als ein Sarnmel- für zu mild. Letzteres Blatt meint, fchon zur Abkühlung für alle die, die ein Herz haben für des Volkes Rot, Ca=»=fen ““ U M lange Übe- ben Tob ih-es B-g-Ünbe-s
Je eher der Fall Hüssener von der Bildflache der- hinaus lebendig unb zugkräftig erhallen. Er hat bannt den schwindet, desto besser ist es iedenfolls, und daß er ohne I Beweis dafür erbracht, daß er noch einem wirklich tiefen Wiederkehr bleibt, dafür werden die amtlichen Stellen durch Bedürfnis entspricht, und daß vor allem die Gedanken, aus eine schärfere Kontrolle der militärischen Erziehung sicherlich denen er erwachsen ist und denen er dienen wollte, das nach Alöglichkeit Sorge tragen. Verständnis zu wecken für den innerlichen Zusammenhang
■■■■ !»-■— zwischen der Rot des Leibes, der Not der Seele, und beide Volitische Tagesschau. zugleich anzufasien im Geiste Jesu Christi, sich dauernd als
rrt-L . gesund und wirkungskräftig erwiesen haben. In diesem Jahre
Russische Offiziere als Verschwörer. roirb nun der Kongreß zum 32. mal, und zwar in Braun-
Aus Petersburg wird einem Berliner Blatte tele- sch sg tagen. Der Zentralausschuß für innere Mission in gr^biert: Berlin lädt dazu für die Tage vom 21.—24. September
Srttuerie.^r “fl"® i =” uJfto'»tvft% in «n. unb hat für bie Verhandlungen bebeutsame Themata militärischen Kreisen bas peinlich st e Aussehen erregt, auf die Tagesordnung gesetzt und tüchtige Referenten ge- Die Verhaftung erfolgte wegen höchst kompromittie- wonnen. Die Themata der beiden Hauptversammlungen renber Briefe, in denen die revolutionäre Idee sind: „DieAufgabe der inneren Mission gegenüber der beiden Offiziere klar durchleuchtete. Leutnant Grigoriew der gegenwärtigen Gefährdung der christlichen erklärte dem Unterfuchungsrichter, daß er die Absicht ge- Lebensanschauung durch antichristliche Geist es- habt habe, den Oberprokurator des heiligen Synod, Po b - m u n g e nÄ und ^Unsere Stellung zu der Huje donnosze w, am Tage der Beeidigmlg des ermor^ manitären ßicbeSarbeit1. Ersteres wird Prof. Dr. beten Ministers Ssipjagin öUbrschießen. » h e i och Mayer-Straßburg, letzteres der auch unter uns wohl- SEiÄito.*'Se^nÄftm^ “u^ Ä M-nnk Stabchfarr-r Dr. W u r st ° r.H°Ubr°nn b-hanb^n. ähnlichen Attentatsplan gegen eüic hohe Person- In einer Reihe von Spezialversammlungen werden: Die lich kett ~ an der Spitze des Verwaltungswesens. „Prostitution", der evangelische Christ und seine Zeitung", bie
Diese Verhaftung beleuchtet wieder einmal, gleich dem I Fortbildungsschule" und die „Fürsorge für Fabrikarbeiter- aus dunklem Gewölk zuckenden Blitz, die bedentliche poli- innen" von sehr berufenen Kräften zur Besprechung gebracht tische Situation in Rußland. Pobjedonnoszew ist bekannt- morden.
lich die Seele der reaktionären Politik. Die Untersuchung k< ^ich, 27. Mai. Die hiesige Präparanden- wird natürlich mit äußerster Strenge geführt werden, weck hat bis jetzt seit ihrem Bestehen ihren höchsten
“ÄtaT ffiMSt SW 'At; jetzt 100 3öSlmge unb b^t bcei allein stützt sich noch die altrnssische Politik, die Dauern, Klasien, da die 2. Klasse in. zwei Parallelklassen mit je etwa Arbeiter und Studenten sind vom revolutionären Geiste 32 Schülern eingeteilt werden mußte.
erfüllt. Doch auch deren Unmut richtet sich keineswegs l △ Aus dem Vogelsberg, 26. Mai. Das Stecken gegen den Zaren, sondern gegen die Männer vom Synod der Kartoffeln ist dieser Tage beendet worden. Ocgen- mid ihre Gesimiungsgenosfeti, d-ie den Zaren offenbar iii I märtig sind die Landwirte noch mit dem Säen der Gerste
Unkenntnis erhalten über die herausziehende Gefahr. beschäftigt. Aepfel- und Birnbäume stehen in Blüte und ver-
-----sprechen ein gutes Obstjahr. Klee» und Wintergetreide, ^vayu-Dewegung. oroie Wiesen und Weiden zeigen einen sehr guten Stand.
In einer Wälflerversammlung in ^agenau (Elsaß) Mainz, 27. Mai. Der Verband rheinhessi- erklärte der BezirlSpräsident des Oberelsaß, Prinz Ale- scher Wein Händl er hat in einer eingehend motivierten xander von Hohenlohe- Schillingsfürst, der Sohn des Hsnaabe an das Ministerium des Jimern in Darmstadt ent- verstorbenen Reichskanzlers, die Regierung müsse'-- " - - c.»
leider heute mit dem Zentrum gehen. Gern tue sie es nicht. Der jetzige Kanzler würde auf dem politischen Schachbrett sicher lieber mit einer großen liberalen Partei operieren, als mit den schwarzen Figuren.


