Telephonischer Kursbericht.
. 27.20
8u/ü Mexikaner . . 4,/t7o Chinesen . . Electric, bot ackert . Nordd Lloyd . .
Kreditaktien . . . Diskonto-Kommandit. Darm Städter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsgee. Oesterr. btaatebahn . Lombarden • • • Uotthar ibahn . . . Laurai.Qtte . . . . Bochum . . .. .
871’/o r/o
3V,e/o 8%
8 7,% 87,%
Eisenbahn Zeitung.
Berlin, 27. April. Die Beratungen von Kommissaren der am Eisenbahnwesen beteiligten Bundesregierungen über den im RetchSeisenbahnamt aufgestellten Entwurf einer Lifenbahnbau- und Betriebsordnung sind am 26. April zu Ende gegangen. Sie führten zu einer Verständigung über alle wesentlichen Punkte. Die zweite Lesung konnte erst für den Herbst in Aussicht genommen werden, weil bis dahin noch einige Untersuchungen, die sich als noch erforderlich herausstellten, erledigt werden sollen.
Berlin, 26. April. Für die preußische Eisenbahnver- Wallung ist ein besonderer Vertrauensarzt bestellt worden, besten Sitz in Berlin ist, während seine Amtstätigkeit sich über den ganzen Bereich der preußisch-hessischen Eisenbahngemeinschaft erstrecken soll. Das neue Amt ist dem SanitätSrat Dr. Schwechten in Berlin übertragen worden. Seine Qbllegenheiten bestehen zunächst in folgendem: 1. In der Erstattung von Gutachten in allgemeinen Ange- legenheüen, insbesondere über die Ausgestaltung der Rettungs- einnchtungen, über die Anforderungen an die körperliche Brauchbarkeit der Eisenbahnbediensteten und über hygienische Anforderungen bei dem Bau oder Umbau von Bahnhöfen, UebernachtungSräumen, Werkstätten, Wohnungen, Heilstätten und Eisenbahnwagen und bei anderen Einrichtungen; 2. hat der Vertrauensarzt Eisenbahnbediensteten Vorträge über Fragen der Gesundheitspflege zu halten; 3. statistische Ermittlungen über Krankheiten, Unfälle und Sterbefälle anzustellen; 4. Vereinbarungen mit Kurverwaltungen, Sanatorien und Heilstätten über günstige Bedingungen für Eisenbahnbedienstete oder Rentenempfänger oder für auf Staatskosten auszuführende Kuren zu vermitteln, sowie 6. alle sonstige Auskunft in ärztlichen und hygienischen Fragen zu erteilen.
4% Oesterr. Goldrente . . 41 6% Oesterr. Silberrente 4% Ungar. Goldrente .
4°/j Italien. Rente . .
47,% Portugiesen . . .
80/ Portugiesen. . . .
1% C. Türken . . .
Tärkenlose.....
4°/e Gnech. Monopol -Anl.
4* , % äqjmera Argentiner
44.95 Uarpener.....
Tendenz! fest.
. 102.70 . 92.40 . 102.60 . 92.50 . 101.20 . 100.70 . 103.70
101.05 . 102.50 . 103.90 . 51.25 . 32.20 . 32 00 . 131.20
Mark.
Bitterfeld, 28. April. Hier siegten bei den heuttgen Stadtverordnetenwahlen zum erften male die Sozialdemokraten. Es wurden die drei aufgestellten Vertreter gewählt.
M ü n che n, 28. April. Vom toskanischen Hofe wird den Meldungen, der Kronprinz von Sachsen habe der Prinzessin Luise aus eigenen Mitteln eine Fuhresrente von 30000 Mark ausgesetzt, widerspr o chen. 30000 Mark seien nur die Zinsen der eingebrachten Mitgift. Erne Aussöhnung des Großherzogs rntt der Prinzessin hat nicht stallgefunden.
München, 28. April. Die Herzogin KarlTheodor, Großmutter der verstorbenen Prrnzeffrn Jrmingard, ist infolge Infektion an Tiphtheritis erkrankt.
London, 28. April. Landwirtschuftsminisler Hanbury ist heute früh gestorben: er war an Lungenentzündung erkrankt.
London, 27. April. (Unterhaus.) T-as Haus lehnte nach" lebhafter Debatte mir 316 gegen 182 Stimmen das Tadelsvotum ab, das Asquith gegen die Regierung wegen des untätigen Verhaltens gegenüber dem langdaucrnden Strette zwischen Lord Penrhyn und den Arbeitern seiner in Wales gelegenen Sllieferbrüche beantragt hatte. Zm oaufe per Debatte führte Asquith aus, der streit erlangte infolge der langen Tauer nationale L^deutung. Tas »an- egen sollen, um Einigung herbeizufüyren. Ter Präsident des Hanoelscmis Gerald Balfour erwiderte, die Vermittelung fei unterblieben.
Reichsanleihe do.
Konsole .
do . .
Hessen .
Oberhessen
. 93.20 . 100.40 . 103.70 . 212.20 . 189.00 . 140.60 . 150.60 . 157.40 . 147.80 . 14.10 . 190 JO . 223.00 . 187.30 . 185.40
weil ste aussichtslos war. 2üd> Penrhyn erklärte, er werde keinerlei Vermittlung annehmen; übrigens habe der Streit keine nationale Bedeutung. Demgegenüber betonten die anderen Redner, daß der Streit zur Einfuhr von Schiefer auS dem Auslände führte.
Lille, 27. April. In Estaires und La Gorgue kam es zwisckien ausständigen Webern, welche trotz Verbote- . usammenrottungen bildeten, und Gendarmen, welche sie auseinandertrciben wollten, zu einem Zusammenstoß. Die Gendarmen wurden mit Steinwürfen und Messern angegriffen. Zahlreiche Personen wurden verwundet unb mehrere Verhaftungen vorgenommen.
Lille, 28. April. Em Telegramm aus La Geostarrae »erichtet, daß es zu ernsten Zwischenfällen gekommen ist. Trotz der Bekanntmachung deS Bürgermeisters, welcher Zusammenrottungen der Streikenden untersagt hatte, fand ein Umzug statt, an welchem über lausend Personen teilnahmen. AlS die Gendarmerie einschreiten wollte, wurde sie mit Eteinwürfen empfangen und von einigen Demonstranten mit Tolchmesiern angegriffen. ES gab mehrere Verwundete. Viele Fenster wurden zertrümmert und auch sonst großer Schaden angerichtet. Zahlreiche Denwnstranten wurden verhaftet.
Madrid, 27. April. Rach einer Statistik des Ministeriums des Innern wurden bei den gestrigen Wahlen 232 Ministerielle, 70 Liberale, 11 Demokraten, 10 Anhänger des Herzogs von Tetuan, 6 Anhänger Romero Rob- ledos, 28 Republikaner, 7 ttarlisten, 6 Katalonier, 2 Jnte- gristen, 8 Unabhängige und 2 Wilde gewählt. — Der „3m* parcial" kündigt den Rücktritt des Präfettcn von Madrid und den wahrscheinlichen Rücktritt des Ministers des Zqr- nern, Maura, an.
Wien, 28. April. Wie „Die Zeit" berichtet, ist c6 bei dem Gala-Diner zu Ehren deS Königs von Sachsen äußerst höflich, aber sehr kühl zugegangen. Der König von Sachsen sei ernst und schweigsam geblieben.
Budapest, 28. April. Eine Versammlung von Mitgliedern der Unabhängigkeitspartei fand in der Wohnung befl Mg. Barta statt. Es wurde beschlossen, die Obstruktion unverändert fortzusetzen und auch vor dem Ex-Lex-Zustandr nicht zurückzuschrecken. Die Studenten beschloßen, die Unabhängigkeitspariei in dem gegenwärtigen Kampfe zu unterstützen und bereits heute in großer Zahl vor dem Parlament zu erscheinen.
Semlin, 28. April. Hier zirkulieren unkontrollierbare Gerüchte, daß zwischen dem König Alexander und der Königin Draga ernste Differenzen bestehen, die möglicher Weise zu einer Scheidung führen können. Die Gerüchte gewinnen dadurch an Glaubwürdigkeit, daß in den letzten Tagen mehrere der Königin notorisch feindlich gesinnte Offiziere auf höhere Posten zurückberufen und die wichtigsten Staatsposten mit ausgesprochenen Feinden der Königin besetzt wurden.
Belgrad, 28. April. Tie „Westcherye Rowostt" melden, voraussichtlich werde fdjon bis zum 4. Mai die Umbildung des Kabinetts erfolgen, indem die radikalen Mi- nister durch vier liberale ersetzt werden. Das neue Wabl- gesetz ist in seinen Grundzügen fertiggestellt. DaSsewe schasse die Minoritätenvertretung ab und führe die Abstimmung durch beschriebene Stimmzettel ein. Geheime Abstimmungen und Listenskrutinium werden beibchalten.
Petersburg, 28. Anrll. Bei den Exzessen in Kischinew ereigneten sich schreckliche Szenen. Sämtliche jüdischen Geschäfte wurden gestürmt. Die Exzedenten vergewaltigten viele jüdische Frauen und warfen Kinder aus den oberen Stockwerken der Häuser auf das Straßenpflaster. Die verzweifelte jüdische Bevölkerung flüchtete nach dem Hause des Gouverneurs wurde jedoch gewaltsam oavongetrieben. Der Schaden wird auf vier Millionen Rudel geschätzt. Tausende sind ohne Obdach und Nahrung.
Habana, 28. April. Der von den dominikanischen Aufständischen geschlagene General Wasquez ist mit 150 politischen Gefangenen an Bord des Kanonenbootes „President«" in Guantanamo (Kuba- angekommen und an Land gegangen.
L. 9lero*9)ort, 27. April. Ein vor Kurzem veröffentlichter Bericht des Generalissimus MileS über seine Inspektionsreise auf den Philippinen bezeichnet die : ganze amerikanische Okkupationsarmee als eine ' Räuberbande die „wie die Hunnen verwüstet, mordet und 1 die Bevölkerung maltraitiert, sogar die Geistlichkeit*.
Newyork, 28. April. Tas Staatsdepartement erklätte - nach einem Besuch des chinesischen Gesandten beim Staats» i sekretär Hay wegen der Mandschurei-Frage nicht über einen Protest hmausgehen zu wollen.
Schiffsnachrichten.
Norddeutscher Lloyd.
In Gießen vertreten durch Earl Loos, Kirchenplah.
Bremen, 27. April. (Per transatlantischen Telegraph.) Ter Doppelschraubendampser „Brandenburg". Kapt. E. Wollersdorfs, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist gestern 8 Uhr morgens wohlbehalten in Baltimore angekommen.
Ktteralur.
Sammlung Gösch en, Nr. 1666—68, in eleg. Lwbd. je 80 Pfg. Russische Literaturgeschichte von Dr. Georg Polonskij. Bei dem wachsenden Interesse für die russische Ltteratur wie das Russenrum im allgemeinen macht sich immer mehr der Mangel an Werken gettend, die dem Leser die eigen- und fremdartige Wett des russischen Geisteslebens in intimer Weise zu vermitteln vermochten. Alles was auf diesem Gebiete dis jetzt in deutscher Sprache erschienen, ist zum TeU verattet, zum Teil auf äußere chronologische Aufeinanderreihung des einschlägigen Materrals be- schräntt und schon darum dem herangereiftem Bedürfnisse nicht gewachsen. Zn vorliegendem Bändchen suchte der Ber- süsser die sichtbare Lücke dadurch auszufüllen, daß er unternahm, von einem einheitlichen Standpunkte der inneren Entwicklung des russischen literarischen Schaffens von seinen Anfängen bis auf die neueste Zeit nachzugehen unb gerecht zu werden. Durch die Hcrbeiziehung des eins istagigen kulturhistorischen Materials bietet das Werkck)en, so knapp es ist, zugleich eine Erörterung der oft verkannten und nicht leicht erkennbaren intimen Setten der russischen Dichtung und einen geschichtlichen Grundriß, der nichts Wesentliches und Wertvolles unbeachtet ließ. Das Bändchen wird den Anforderungen und Bedürfnissen der Fachwelt wie der gebildeten Laien entsprechen. — SpanischeLiteratur- qeschichte von Tr. Rudolf Beer, Lektor der spanischen Sprache an dem romanischen Seminar der K. ft. UniDer|itat Wien. Diese Geschichte des spanischen Schrifttums ist die erste in deutscher Sprache, die unter steter Berück)ichtigung der ursprünglichen Quellen auch die wichttgsten Erscheinungen der modernen spanischen Literatur chis 1300,' verzeichnet. Die eigentliche Darstellung mußte sich dar aus beschränken, die hauptsächlichen Strömungen in der spaniichen Ltteratur unter Hinweis auf die Beziehungen zwischen Schrifttum und allgemeiner Kultur zu berücksichtigen. A.e Verfasser war bemüht, die neuesten Ergebnisse »paniicher und nichtspanischer Forschungen auf diesem Gebiete so gennsien- baft als möglich zu verwerten; hierbei wie bet der ~ojung zahlreicher Einzelfragen ist er von dem Professor der romanischen Philologie an der Universität Graz, vc.. Julius Cornu, wirksam unterstützt worden.
Tas letzte Jahrzehnt hat das Untere)je an der Dohn- Lngseinriclitung - Innendekoration, wie man jetzt 511 jagen bfleqt — mächtig belebt Tas streben na* ge|d)inad- vollen individuellen Räumen, sei es tm Miethaus, sei es im eigenen Heim, ist heute lebendiger als je: das Bedürfnis, sich über den Wechsel der Stilrickrungen und über unsere neue Kunst zu unterrichten, ist allgemein, es fommt das Buch des Kunstfchriftstellers W. Fred „Tte Wohnung unb ihre Ausstattung" (ZIlustrterte Monographien -°on Velhagen u. ftlafing, Bielefeld und Leipzig mit 136 Abbildungen, Preis 4 ML), zur rechten Zeit Es gibt in übersichtlicher Leise einen Ucberbluf über all die Bewegungen auf dem Gebiet des Gcschmacks, die jur die Wohnungseinrichtung bestimmend r.'irj: und innn.'.id mb. 23ab uns besonders lobenswert erschern:: der ver
liert sich nicht in Theorien, er gibt praktische Hinweise —
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Lasier und Wern loch hin^ugelommen, das nettvurLe. Ganzen, n Angeklagten,Lun>cht. 'sitz sei ein bebeutenoer '■Sein" versandt worden. Dettweiler im Tezembn des Angeklagten etwa >en Gutachten der Prof. Wmger sNeustadt) liegt dem Jahrgang 1901 zu aber nicht erheblich ber- )ung von Weinhefe und den. Am 22. Juni 1899 tericht in Oppenheim Den eigesprochen worden, ic beide Angeklagten ch st 1500 Mark Geldsk:, ^eingesetzes je 3000 üart chljr. wegen VeweigiMg as Gericht hielt auf Stund erständigen' nicht für be- Jahrgang 1901 übermäßig chald auf ^rrifpredyng; imtid/tigu Angabe und rochen, dagegen wurden alten WeinMer für 1900 bis MhM 1901 jetzt in handel und Sabie Ware als Kunslli^ sei wegen GeWensi^. ni. wurde auf 1200 Äark iatf Geldstrafe erkannt
Neueste Welbuiigen.
Originaldrahtmcldungen des Gießener Anzeiger S.
Berlin, 28. April. Der Beginn des Prozesses bei Pommers che nHypothekenbank ist auf ben 1. Mar verschoben worden. Die Verteidigungsschrift des angeklag- ten Kommerzienrat Schulz füllt tausend Drucksetten.
Berlin, 28. Aprll. Der Kaiser besichttgte heute vormittag auf dem Bornstedter Felbe die drei Bataillone des 1. Garberegiments zu Fuß und des Lehr-Jnfantene- Bataillons und hielt darauf eine größere Gefechtsübung ab, zu welcher außer ben genannten beiden Truppenteilen auch ber größere Teil ber übrigen Regimenter ber Garnison hinzugezogen war. Später nahm ber Kaiser das Frühstück bei dem Offizierkorps des 1. Garderegiments ein unb eine größere Anzahl von militärischen Reibungen entgegen.
Sagen ,Wests.), 28. Aprll. Das Schwurgericht ver- urteilte ben Neubauten Moll aus Letmathe, ber feit 20Jahren 42000ML Kosseugelder unterschlagen hatte, zu drei Jahren Gefängnis.
Essen a. d. Ruhr, 28. April. Die Firma Krupp erhielt von der Marineverwaltung Aufträge auf Lieferung von Schlffsmaterial in Höhe von elf Millionen
1 N9536H
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praktischer Landwirte xu einer Reisegesellschaft vereinigt, welche die wichtigsten landwirtschaftlichen Gebiete und Betriebe der Vereinigten Staaten aus eigener Anschauung kennen lernen soll. Die Gesellschaft hat am 18. Aprll mit dem Dampfer „Prätvria" die Ausreise angetreten, wird Ende Aprll in Newyork landen, von dort nach einem Fest, das der berühmte Newyorker deutsche Männergesangverein Urion am 1. Mai zu ihren Ehren veranstalten wird, die landwirtschafttiche Besuchssahrt nach dem Westen an treten, unb gegen Ende Juni sich wieder zur Rückfahrt einschiffeu. Man wird die verschieoensten laudwirtschafllicheu Betriebe besuchen, eine Muster-Mil-chrvirtschaft im Staate New- Jersey, mehrere ber besten Farmen in den berühmten „Blau - Gras - Gegenden" mit ausgedehnter Vichbattuny, große Rübenzucker^üter, ein Gut von 2500 Acres, die ausschließlich mit Luzerne bestellt sind, im Staate Nebraska, weiter, nach einem kurzen Aufenthalt in der Mormonen statt die aubgebeilten ©artenbaugebicte unb Lbstpflanzuugen in Kalifornien; bann gedenkt man in den nördlichen Gege-u- den vor allem die Gewinnung von Mais unb Luzerne, verschiedene großartige Weizen bau farm en, große, vorzugsweise bei Pferdezucht gewidmete Güter unb Pfirsichzüchicreicn kennen zu lernen. Auch die Industrieanlagen von Chicago mit dem Wasserverkehr und den Niagarasall wird man besichtigen. Die Reise ist auss grüiidlichste vorbereitet und verspricht den Tellnehmern umfassende Belehrung und Anregung, die für eine Verbesserung des landwirtschaftlichen Bettiedes in der Heimat sicherlick- nicht vergeblich sein wird. Präsident Roosevett hat in sehr dankenswerter Weise alle maßgebenden Behörden angewiesen, der Reisegesellschaft behilflich zu sein.
unb er ist em Freund be5 guten, auch der Darmstädter guten Neuen, ohne darum das gute Alle über Bord werfen tu wollen. Tie Brauchbarkeit des Buches für jeden, der die Einrichtung oder Umformung der eigenen Einrichtung im Auge hat, wird erhöht durch den reichen IllustrattonS- schmuck, für den — auch ohne jede Einsettigkett — auS allen Stilarten daS beste ausgewählt wurde, waS in ben vergebenen Epochen für die Wohnung geschaffen wurde. Das Bucb wird nicht zuletzt dadurch auch $u einem reizvollen Geschenkwerk.
Arbeiterbewegung.
-k- Mainz, 27. April. Mu bem morgigen Tag werden bier ea. 1500 Maurer befchästigungSloS. Trotz vielseitiger Bemühungen wurde zwischen den Arbeitern unb ber von dem Arbeiterausstanb zunächst berührten Bauftrma keine Verslänbigung erzielt. Daher beschloß ber Unternebmerverband entsprechenb feiner Vereinbarung eine AuSsperruna sämtlicher SDIaurer. Der Unter- nehmerverbanb halte mU ber Aussperrung noch ein Tag gezögert, um ben bereu« ftreifenben Arbeitern Gelegenheit zu geben, heule zur Arbeü zurückzukebren. Die ftreitenben Arbeiter haben cs aber oorgezogen, von ber Arbell sernzubleiben, unb so erfolgt bann von morgen ab bie Aussperrung sämtlicher Maurer. Tie bem Unter- nehmerverbanbe angehörenben Meister unb Bauunternehmer sind nach ihren Statuten zur Aussperrung gezwungen; sie würben sonst eine Konvenlionalstrase von 10 000 ML zu leisten haben. Bi« aus einzelne Wenige gehören sämtliche Baumitemehmer bem Serbanbc an. Da hier viele Bauten m Angriff genommen sinb, bebcutet diese Aussperrung für baS gesamte Baugeschäsl eben eine sehr un- angenehme KrisiS.
Zandel und Uerkehr. Volkswirlschafl.
Gewerkschaft Gießener Uranustciuwcrkc, «teßcu. Aus Gießen, 26. b. MtS^ roirb ber ,Frkf. Ztg.' geschrieben: .Ter bied- jährigen Gewerkenversammlung liegt auch ein Antrag auf Veräußerung ber bei ber Gewerkschaft ruhenben 401 Kuxe vor. Hierzu höre ich, baß ber Grubenvorstanb in aussichtSoollen Verkaufs- verhanblungen stehe. Tas 1. Quartal 1903 brachte an Roh-lleber- schuß im: Januar Mk. 64 718, Februar Mk. 52 149 unb Alärz Mk. 65 864, zusammen also DU. 172 732, so baß nach Beslreituna von <Dlt. 72 682 p. r. t. für Zinsen unb Amortisation Mk. 100 050 Netw- Ueberschuß bleiben. Ter Versanb an Erzen soll sehr flott gewesen sein. Von bem Erlös ber zu begebenden 401 Kuxe soll bie Schuld bes VorbesitzerS getilgt roerben.'
Sieuc Sprozeutige «etchbauleihe. An bem Termin, an welchem bie erste Einzahlung auf bie neue Anleihe in Höhe von 290 Millionen Matt fällig war, sinb bereits 220 Millionen Mk. sogleich oollgezahlt worben.
Der große Zetchenersolg der neuen Reichsanleihe scheint in Lonbon selbst in ernst zu nehmenben Kreisen böses Blut gemacht zu haben; denn ein angesehenes FmanzblaU wie die .Financial gierod* eutblöbex sich nicht, solgenbes zu schreiben: ,Es roirb viel Aufhebens gemacht von ben bebeutenben Zeichnungen auf bie kürzlich emittierte neue 8prozentige beutsche Anleche; biefelbe soll 47 mal überzeichnet worben sein. ES scheint benen, bie so begeistert über bad Ansehen bes brutschen Kredits schreiben, nicht eingefallen zu sein, daß bet ber Zeichnung kein Betrag zu hinterlegen war. Die Folge bavon war, baß jeder Portier unb jeder Laununge in Berlm etwa 1 Million gezeichnet hat Der JingotSrnuS ist demnach jetzt auch in bie englische Finanzpresse übergegangen. Es stellt aber einem Fachblatte em übles Zeugnis aus, wenn es berart oberflächlich veriährt, wie bie .Financial NewS* mit ber Behauptung, eS wäre bei ben Zeichnungen auf bie deutsche Anleihe keine Hinterlegung zu leisten gewesen. Wenn sich dieses Blatt bie Mühe genommen hatte, ben Prospekt auch nur oberflächlich anzusehen, so hätte eS gefunben, baß 5 pEt. bes Zeichnungsbetrages in bar ober m Wertpapieren bei ben Anmelbestellen zu hinterlegen waren. Unb babei beklagen sich bie englischen Blätter noch immer über beutsche llnsreunblichkeitl
Was der Diamant unter den Edelsteinen, bas ist Doerings Eulenseife unter den leinen Toilettsetsen. Man muß sie versucht Haden, um sie voll würdigen zu können. Sie ist ernzig in ihrer Arf unb Wirkung die paut zu versemerii nnb zu verichönem, sie gtebt dem Teint bie fesselnde Klarheit lebensfroher fugend sie erhöht jenes liebliche Rosa ccs Antlitzes, das blühender Schönheit eigen i't und übt keinerlei belästigende Reizwirkung auf die Laut aus. Toennos Eulcn-Leife ist eine Seife par excellenc . Preis nur 40 P'g. 2301
Tic Ziehung der 2. WohllLtigkettS-Geldlotterie naht heran. Tiefe lotterte ist zur Tilgung der Schulden unb notwendigen Verbesserungen des Neudorier Aibeiterheims bestimmt. Zn dleier Lotterie hat ;ebe Ziehung 2490 Geldgewinne im Beilage von 41 OüO ML, Haupttreffer 15 000 ML, 6000 Mk. rc. Ta der Umsatz UUr 1 All. beträgt, so empfiehlt es sich, Lose von dieser Lotterie zu erwerben unb zwar nicht nur, weil es sich um ein edles Werk handelt, sondern weil man mit der geringen Einlage von 1 Mark durch '^cncraMibit Z. Stürmer, Straßbuig t. E., -'ange- 3trGBe 107, unb allen Losverkaufsstellen. Näheres ist aus ben Inseraten zu ersehen.


