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28.4.1903 Zweites Blatt
 
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Dem Gießener Anzeiger »erben rm Wechsel mit bem Kesßfchen taeötslrl bte »iefzener Kamille»- blätter oiermal in ber Woche betgelegL

Storni tone brud u. Ver­lag bet vrüh l|d)ee Unuxd.-t)ucb- u-Cleuv b rudern (tlietid) *rben) ilUbafnxm, fcpebuw* unb Drude reu

Echalßratze 7.

Ubrtfie tüi Devetchen: «ojeiger tieje«.

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Dienstag 28. April 1903

153. Jahrgang

Zweites Blatt.

GletzenerAnzelgerW

" General-Anzeiger W-IL

Amts- md Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

3>U dnitige pnmmrt umfaßt 10 Seite», e- 1== ' "g?". '

Volilische Tagesschau.

3* neues Arrchllig.

Man schreibt unS au- Berlin, 27. April:

Die für die nächsten Wochen getroffenen Reisebestimm- ungen deS Kaisers gestatten den Schluß» daß der Herrscher um die Zeit der RerchStagSwahlen in Berlin ober Pots­dam anwesend sein toirL. (4* ist erklärlich, daß der fcaifet an der Eittschkibung über die Zujamuiensetzung de- neuen Reichs tag- lebhafte- Interesse nimmt, ttnrb doch letzterer nicht minder bedeutungsvolle Ausgaben &u läsen haben, al- sie dem alten Reichstag in Gte|ialt der beiden Flottengefetze und deS Zolltarif- erwuchsen. In politischen Kreisen begegnet man beiläufig der Ansicht, daß die lom- menbe Llar in «Vorlage nicht nur eine Vermehrung der LreuzerfloUe, sondern auch eine solche der Marinetnsan- terie in sich schließen werde. Die,e Annahme darf jedock) nach Erkundigungen an unterrichteter Stelle als unzu- tressend bezeichnet werden. Line Verstärkung der See­bataillone Liegt nicht in der Absicht der Alarineverwatt- ung. Dieser Gedanke ist allerdings zurzeit der China- touren aus getaucht, hat aber niemals greifbare Form gewonnen, wie die- wiederholt unter Huuveis auf die angeblich beabsichtigte Bildung einer Lolonialarmee be­hauptet worden ist.

Zu» Besuch König tbuarbl tu Pari-.

Man schreibt und aus Berlin, 27. April:

hätte ber Morgantrust nicht in ber Reichöhaupt- Habt eine Vertretung eingerichtet unb zwar in ber Straße de- internationalen Verkehr-Unter ben Linden" man würde außer halb der Schiffahrtskreise durch nichts mehr an da- Bestehen diese- so geräuschvoll begründeten fee- toirtschafllichen Verbandes erinnert Der Name Morgan, an den ün vorigen Jahre die verwegensten jUnnbinatwnen sich knüpften, nur noch zuweilen in ber Presse auf, gegen­wärtig in der französischen, und zwar in Verbindung nU (Erfrierungen über den demnächstigen Besuch König Eduard- in Paris. Die betressenden Lersusser erässnen mit echt französischem Sanguin Ismus die Aussicht, daß der Besuch eine wirtschaftliche Annäherung -wischen Frankreich und England zur sZolge haben werde, die sich u. a äußern BinnU in Xkrbaublmigtn über die verbinduna französischer und englischer Reedereien -u einem Hegentrust gegen den Morgan scheu. Line etwa- kühne Erwartung. Mr. Morgan wird sich deswegen kaum beunruhigen: er kennt die (Engländer sicherlich zu gut, um nicht zu wissen, dab deren Wirts chrsttiche Beziehungen zu anderen Nationen durch Besuche König Eduard- am wenigsten beeinflußt werden. __________

Deutsches Keich.

Berlin, 27. April. Kaiser Wilhelm ist heute von Eisenach nach Berlin zurückgekehrt. Er begab sich gestern ödend 12y, llhr in Begleitung de- Großherzoas von der Wartburg nach dem Bahnhof, übernachtete in feinem Salonwagen unb fuhr heute morgen 4 llhr nach Berlin. Hier traf ber Kaiser um w llhr ein. Nach feiner Ankunft im Königlichen Schlosse hörte er Vortrag.

__ Eine hiesige Korrespondenz hatte die Nachricht Der- breitet, die Kaiserin habe auf die italienische Reise verzichtet, well sie al» evangelische Frau nicht dem Papst gegenüber treten wolle. Demgegenüber konstatiert diePost", daß die Kaiserin lediglich auf ärztlichen Rat hin die Reise aufgegeben hat

Heftern starb in Königsberg L 9t bei einstige deutsche Botschafter in Rom, ^zellenz v. Keubell, un mter von 80 Jahren. (Mit Robert v. Keubell ist einer der letzten noch lebenden diplomatischenHandlanger" bes Fürsten BiLmarck dahingegangen. Er hat nie einen wirklich bestimmenden Einfluß auf die politischen Entschließungen unb Pläne be- ersten Reichskanzlers gehabt oder auch nur erstrebt Unb doch hat er jahrelang dem Fürsten und seinem Hause persönlich näh er gestanden als irgend einer von demm die sich der Beachtung des eisernen Kanzlers erfreuen durften. Ms Rodert v. Keubell, der Lstpreuße, 1863 von Bismarck als Hilfsarbeiter ins ^luswarttge Amt berufen wurde, kettete er seines Glückes Schrff mit un­wandelbarer Treue an das Schicksal des damals schwer befehdeten und von der öffentlichen Memutig fast aus­nahmslos verkannten Dlannes. Ohne sich rn dav Getriebe der Tagespolitik einzumischen, gelang es Keubell sehr bald, durch die aufopferungsvolle Eingebung, mit der seine Arbeitslust ben Wünschen DiSmarcts entgegenkam, sich bas besondere Vertrauen des Ministerpräsidenten zu erwerbem Bismarck zog Keubell in sein Haus, und hier machte sich der stets Tienstberette bem Bismarckschcn Familienkreise unentbehrlich. Sein meisterhaftes Klavierspiel kam ihm dabei ttefflich zu statten In Rom wirkte er elf Jahre nicht vergebens im Sinne des deutsch-italienischen Bünb- niffts, bis ihn Bismara 1887 veranlaßte, feine Abberus, una au beantragen.)

Nach ben Veröffentlichungen des Ausweises über die Reickseinnahmen schließt bas Etatjahr 1902 nicht aanz so ungünstig ab, als man anfangs erwartete. 2ie Einnahmen des Reiches aus Zöllen und Steuern dürften um runb 17 Millionen M ar k hinter bem Vor­anschläge gurüableiben. In der Post- und irisenbahn- verwattnng sind 3,7 bezw. 0,2 Mill. Mt weniger verein­nahmt worben, als veranschlagt war. Tie Einzelstaa- ten können infolge ber höheren Zolleinnahmen 4 ML Mark mehr an Uebe'weisungen erhärten; trotzdem mus,en

sie immer noch 20 Mill. Mark mehr an Matrikn- iarbelträgen aufbringen.

Bezugnehmenb auf die Blättermeldung, daß von deutscher Seite bereit- die Erhebung bestimmter Zu- fchlag-zölle gegen Kanada besästosfen worden ist, schreibt tueNat.-Ztg.": Daß die lanabifd^n Kampfzölle nickt unerwidert bleiben werden, bezeiästieten wir von Ansang an für wahrscheinlich unb natürlich Umsomehr als es sich nicht nur um einen kanadischen Einzelfall, sondern um eine grunbsätzliche Abwehr der brittsch-kolo- nialen Vorzugszölle für England handelt Lndglltige 8k- fchlüsfe über bie Erhebung ber Zuschlagszölle fuib jedoch, wie wir zuverlässig erfahren, noch niclst gefaßt Vielmehr schveben über bie im Einzelnen au ergreifenben Maß­regeln noch Verhandlungen zwisä-eu den beteiligten ResfortS.

Bückeburg, 27. ApriL Zur Teilnahme an den Ver­mählungsfeierlichkeiten des GroßherzogS von Sachsen-Weimar mit der Prinzessin Karo- (ine von Neuß ä. L sind gestern unb heute die Hoch zeitsgäste größtenteils hier eingetroffen. Heute trafen ber Erbgroßherzog unb bie Erbgroßherzogin von Baden, die Königin Wllhelrnine von Holland und Prinz Heinrich der Nieberlande hier ein. Letztere wurden auf bem Bahnhofe, wo eine Ehrenkompagnie aufgestellt war, von bem Fürsten unb ber Fürstin, bem Prinzen Adolf, ber Prinzessin Vik­toria unb ben anwesenden Prinzen bes fürstlichen Hauses empfangen.

Heer unb Flotte.

Der General ber Infanterie v. Blomberg, & la suite des Kaiser Franz-Garde-Grenabier-Regiments Nr. 2, hat aus Anlaß seines 50 jährigen Dienstjubiläums vom Kaiser folgenbes Glückwunschtelegramm erhalten:

,Lch sende Ihnen zum heutigen Tage, an bem Sie vor 50 Jahren Ihre ehrenvolle milllärische Laufbahn begonnen haben. Meine herzlichsten GlücOvunsche. Dank­bar gebende ich hierbei Ihrer vortrefflichen, im Kriege, tote im Frieden hochbewährten Dienste und versichere Sie erneut Meines gnädigen Wohlwollens.

Wartburg, den 26. April 1903.

(gez.) Wilhelm."

Wahl-Bewegung.

Gießens sozialdemokratische Häuptlinge, die Herren Sladtv. unb ReichStagSkandibat Krumm und Re­dakteur Vetters, hatten am Sonntag einen Ausflug nach Wetzlar gemacht, um der dortigen Wah loerfammlung der deutsch-konservativen Partei beizuwohnen. Es scheinen, wie wir au8 dem sehr umfangreichen sachlichen Be- nchte deS »WetzL Gen.-Anz.^ schließen dürfen, mehr Sozial- deniokraten als Konservative in jener Versammlung erschienen gewesen zu fein. Der Vorsitzende Weber teilte mit, daß sich an da- Referat des konservativen Kandidaten Pfarrers Heckenroth eine Diskussion anschließen solle; mit Rücksicht auf die knapp bemessene Zeit stehe jedem Redner eine Zeit von 15 Minuten zur Verfügung. Von verschiedenen Seiten wurde lärmend eine längere Zeck verlangt. AIS aber Herr Krumm die Versammlung bat, den Redner ruhig anhören zu wollen und hinzufügte, 16 Minuten würden auch wohl genügen, da war man allem Anscheine nach sofort beruhigt, und Herr Pfarrer Heckenroth konnte seine Rede halten. Das genannte Wetzlarer Blatt verzeichnet nach den Ausführungen deS Herrn Pfarrers nurreichen Beifall*, nach der unmittel­bar folgenden Rede deS Herrn Vetters dagegenstümstschen Beifall*. Herr Krumm erhielt sogar, nach diesem Referat tosenden Beifall*. Die Dlationalhberalen WetzlarS erklärten sich übrigens für die Kandidatur HeckenrothS.

Reinheim, 27. April. Gestern wurde hier von den Nationalliberalen, Antisemiten unb dem Bunde der Landwirte der Kompromißkandidat, Stabte. hm-Offenbach, Sohn des ftuheren Reichstags­abgeordneten, einfturunig als Kandidat für den Wahlkreis Offenbach-Dieburg zum Reichstag auf gestellt Bohm hat zwar noch nicht fest angenommen und sich 45 Tage Be­denkzeit erbeten, doch glaubt man allgemein, daß er sich für die Annahme entscheiden wird.

Ausland.

London, 27. April. Tas Reutersche Burean erfährt, die chinesische Regierung habe der russischen Regierung in Petersburg die offizielle Ablehnung der tvn Rußland für die Räumung der Mandschurei er­hobenen Forderungen übersandt.

Ter Petersburger itarrefponbent derTaily Mail" will erfahren haben, baß der russische Gesandte in Peking der chinesischen Regierung einen Vorschlag zur Abänderung des Handelsvertrages mit China bezüglich der Zölle' an der Landesgrenze vorgelegt hätte. China habe diesen Vorschlag angenommen, und der russische Vertreter habe nach Verhandlungen mit dem Tsung li Yamen ein Abkommen getroffen, wonach u. a. der Import .chine- siscker Waffen nach der Mandschurei besteuert werden soll und in Kalgan für die geplante russisch-chinesische Bahn eine Fabrik zur Herstellung des Materials für diese Bahn er­richtet werde.

Cannes, 27. April. Als der Fürst von Bul­garien am Vormittag von Mentone zum Besuch hier ein­traf, wurde gegen das Fenster des Wagenteils, in dem er Platz genommen hatte, ein Ltein geworfen, der das Fenster zertrümmerte. Es wird geglaubt, daß der Stein tzon einem . . .

mittag kehcce der Fürst nach Mentone zurück.

Rom, 27. April. Der Papst vollendete heute 25 Jahre, uoei Monade und sieben Tage feiner RegierungK- zeit, wodurch er, wie derLsservadore Romano" hervorhebt, die RegierungSzett des hell Petrus übertrifft und fo u n t c r allen Päpsten, bie lange regierten, an bie zweite Stelle rückt. Mtt Rücksicht auf baS Alter ist der Vedonke aufgegeben, dielen Tag au feiern.

Budapest, 27. April. AbgeordnetenbauA Bei ber Begründung ber Erhöhung deS RekrutenbontingentS betont ber Ministerpräsident v. Szell, baß bie Entwick­lung der Wehrkraft Oesterreich-Ungarn - an­deren Staaten gegenüber zurückgeblieben sei. o. Szell fährt fort: Auf der (ikenze zwckchen Osten unb Westen kann sich nur ein starker Staat behaupten. Oester- reid)-Ungarn muß nicht nur eine bundeSsahige Aiacht fein, sondern auch seine Interessen wahren können, ehe ein Ait- sammenstoß erfolgt Der Mehraufwand infolge der ttr* höhung deS Rickrutenkontingents übersteige bie Leistungs­fähigkeit nicht Redner bekämpft bie gegen bie deutsche Heeressprache vvrgebrachten Argumnttr.

Die Kossuthpariei im ungarischen Abgeordnetenbausk liebt es sett einiger Zeit, das Haus Hohenzollerst als Nachfolger der habsburgischen Dynastie auf dem Thron von Ungarn teils freundschaftlich einzuladen, teils als den gewissen Teufel an bie Wand zu malen. Einer ber achtunbvierziger Hauptschreier Zollan Lengyel weiß sehr genau, wie man sich im Hause Hohen- zollern für ben ungarischen Thron Dorbereite. In einer jüngst gehaltenen breiftünbigen Lbstruktionsrebe erzählte er Den Blödsinn, daß man am Ho f e zu Berlin rnadja- rische Lieder finge, rnadjarische Tänze tanze und die Madjaren heftig liebe, ja (ftaune Deut­sches Reich!) ber Kaiser habe feinen zweiten Sohn Attila getauft, um ihn bereinst zum König von Ungarn zu machen.

In einem jicbcnbürgischen Orte (Csilsomlho) haben die Schüler des bärtigen röm.-kath EymnasiurnS eine Heldentat nach kossuihialischem Geschmack ausgeführt Sie hoben auf einstimniigen Beschluß aus ihren Gesang­büchern das Blatt herausgerissen, auf welchem die Vo lkShymneGott erhalte gedruckt war, haben bann diese Blätter gesammelt, um sie dann demon­strativ öffenllich zu verbrennen. Es wird darüber im Parteiblatt der Kvssuthiaten berichtet,die ganze Bevölker­ung ber Stadt könne die Tat nur billigen, deren Trieb­feder nur bie reinste patriotische Empfindung [et" (Die tapferen Jungen können sich jedenfalls noch hübsch aus- w ochsen.)

Belgrad,>27. April. Me Unsicherheit an der Grenze ist dadurch erhöht, daß die dort angehäuften türkischen Truppen keinen Sold erhalten, schlecht verpsleat werden und daher auf Raubzüge angewiesen sind. Die serbische Regierung lenltc die Aufmerksamkeit der Gesandten Oesterreich-Ungonis unb Rußlands auf diese gefährliche Situation. Wie toeiter aus Ueskueb berichtet wird, hegt man ernste Besorgnisse für die Illema--Kommission in Jpet Sie soll als Geisel gegen mllitärische Gewallmarßegeln zurücllehalten worden [ein. Gerüchtweise verlautet sogar ichon, daß die Kommission das Opser von @reueltaten geworden sei.

Washington, 27. April. Staatssekretär Hah hatte mit dem russischen Botschafter, Grasen Cassini, eine Be­sprechung über die Mandschurei-Angelegenheit. Ter amerikanische Botschafter in Petersburg, Mo. Corrn ick, wurde angewiesen, bem russischen Ministerium bes Aus- roärtigen eine 92ote zu überreichen, welche, obgleich sie nur als Anfrage gehalten ist, in Wirklichkeit einen starken Protest darstellt. Ferner wurden dem amerikanischen Gesandten in Peking Anweisungen übersandt, China gegenüber das Miß­vergnügen der Bereinigten Staaten über die russischer Forderungen und bie Hoffnung auszusprechen, daß China nicht auf dieselben eingeyen werde Bis jetzt ist auf keine der beiden Noten geantwortet worden, doch gehen dem Staatsdepartement nichtamtliche Bersicherunaen zu, daß bie amerikanischen Interessen in der Mandschurei geschützt werden soll

New York, 27. April. Nach einer Meldung auS Willemstad vom 2L April sind die venezolanischen Regierungstruppen bei El Guapo, Barquisimeto, San Felipe unb Maron geschlagen worben. Tie Aufständischen räumten La Bela be Covo unb sind jetzt in fester Stellung in ber Nähe von Goro.

Tunis, 27. April Präsident Loubet ist hier ein­getroffen. Ter Ben geleitete ihn in bas Resibentsckafts- palais. Loubet stattete barauf bem Bey einen Gegenbesuch ab. Bei bem Frühstück in der Residentschaft versicherte der Dev den Präsidenten seiner Treue gegen die Republik und seine Bereittvckll^'it, bie Regierung des Protektorats bei der Entwicklung des Landes zu unterimtzen. Ter Präsi­dent dankte und betonte, das französische Protektorat fei bie beste Sicherung der iclamllischen Dynastie. Loubet rühmte die von der französischen Ntolonie feit Ferry ge­leisteten Werte unb dankte ber Fremdenkolonie für baS gute Einvernehmen mit der Bevölkerung.

Aus AM und £ani>.

Gießen, 28. 2lpril 1903.

Die Provinzial-Siechenanstalt an der Licher Straße füllt sich so nach unb nach und hat heute bereits 120 Bewohner ausgenommen. Leider ist, wohl veranlaßt durch die ungünstige Witterung, der Gesundheitszustand ein­zelner in hohem Alttc stehen, an­

fangs nicht gut gerne'en, sodaß der Direktor der Anstalt, Tr. Marlwald, in seiner Eigenschaft als Arzt gleich stark in Anspruch genommen worden ist. Die im SiechenhauS wir-