zmaxrar Dr. Hauser-Darmstadt, Schriftführer, Geh. Ober- Medizinalrat Dr. Neidhard-Darmstadt, 1. stellv. Schriftführer, Oberbürgermeister Brink-Offenbach, 2. stellv. Schriftführer, Kommerzienrat Diefenbach-Darmstadt, Schatzmeister, Kommerzienrat Martin Mayer-Mainz, stellv. Schatzmeister, Fabrikant Rudolf Bücking-Alsfeld und Prof. Dr. Schott-Bad Nauheim. In der Äusschußsitzung, sowie in der an diese anschließenden Vorstandssitzung kamen verschiedene, den Bau der geplanten Heilstätte betreffende Fragen zur Erörterung. Es soll alsbald an den Erwerb eines Bauplatzes und die Ausarbeitung der Baupläne herangetreten werden. Bemerkt sei, daß dem Vorstande verschiedene Bauplätze zur Verfügung stehen und demselben die Wahl des Platzes überlassen ist.
Vermischtes.
♦ Halle a. S., 27. Febr. Von den auf dem Credner- schacht bei Unter-Röblingen verschütteten vier Häuern wurden drei als Leichen zu tage gefördert, der vierte starb kurz nach der Befreiung.
* Potsdam, 27. Febr. Ter Prokurist Gladow von der Bankfirma B u r g h a l t e r ist gestern abend verhaftet und heute früh in das hiesige Amtsgerichtsgefangnis ern- geliefert worden.
"Brest, 27. Febr. Gestern abend fand hier eine Kundgebung gegen die hiesige kongreganistische Schule statt, deren Leiter wegen SittlichkeitSvergehen verhaftet worden ist. Die Menge brachte feindliche Rufe aus.
" Bozen, 27. Febr. Unweit des Schlosses Firmian bei Deutschmetz wurde durch einen Felssturz ein Anwesen teilweise zerstört.
Wien, 27. Febr. In den Vormittagsstunden wurden mfolge einer Explosion von altem Schießpulver im Kellergewölbe der H o s b u r g am Josephsplatz die beiden Hoszimmerleute Andreas Bauet und Josef Mazek, welche nebeneinander arbeiteten und einen Fußboden legen wollten, verletzt, ersterer schwer. Tie Ermittelungen ergaben, daß sich in dem früher erwähnten Kellerraum fünf sechs- pfündige Büchsen kartätschen befanden, welche wahrscheinlich zur Munition der seinerzeit in der Hofburg aufgestellten zwei Geschütze gehörten. Dieselben waren unbedachterweise unter die Fußbodcndiele hingelegt. Tie Pulversäcte waren in der langen Zeit verfault, das Pulver lag zerstreut umher. Ein Arbeiter hatte eine Ligroinlampe bei sich, durch welche die Explosion des Pulvers hervorgerufen wurde.
"'Schwere Ausschreitungen österreichischer Offiziere haben sich in Konrorn ereignet und in Ungarn lebhafte Erregung hervorgerufen. In der Wohnung des Oberleutnants Gal zu öwmorn veranstalteten vier Offiziere ein Zechgelage und benahmen fich so laut, daß sie der Hauseigentümer nachts ersuchte, den Lärm, der alle Mitbewohner störe, nicht fortzusetzen. Darauf rief Leutnant Linhardt dem Oberleutnant Figel "zu: „Schlage den H . . . von Magyaren nieder!" Dabei zog er seinen Säbel, versetzte dem Hauseigentümer Boldogi einen wucktigeu Hieb über den ödopf, sooaß der Schädelknochen bracy, schlug dann, als Boldogx bereits blutüberströmt zur Abwehr den Arm erhob, noch einmal zu und verwundete ihn schwer an der Hand. Boldogi stürzte hierauf bewußtlos zusammen; infolge des Lärms eilten mehrere airdere Bewohner des Hauses herbei und trugen den Verletzten in die Küche, deren Tür sie versperrten. Die Offiziere brachen aber unter lautemSchimpfen die Tür ein, bearbeiteten den bewußtlos daliegenden Mann mit Fußtritten und rissen die kaum angelegten notdürftigen Verbände von den Wunden. Figel feuerte Linhardt mit fortwährenden Rusen: „Schlag den Magyaren tot, laß "sein Blut fließen! Er soll verenden!" zu immer neuen Mißhandlungen an. Dabei verhinderten die Tobenden, daß ein Arzt geholt werde. Schließlich aber gelang es einem im Hinterhause wohnenden Feuerwerker, über einen Zaun zu springen und einen Arzt zu verständigen, der auch bald erschien und die Wunden Boldogis verband. Die Polizei und die Militärbehörde wurden von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt, und eine strenge Untersuchung ist im Gange. Unter“ der Bevölkerung herrscht eitve begreifliche Erbitterung. Im Parlament will der Abg. Resst in der Angelegenheit interpellieren.
* Boshaft. In den Städten Oesterreichs gibt es durchweg Ortroigebühren, die bisweilen recht hoch sind. So zeichnet sich die Stadt Bozen durcb hohen Ausschlag auf Fleisch und andere Lebensmittel aus. Neulich war am gialhause zu Bozen ein Anschlag angeheftet, der einen Ochsen, einen Esel und einen Hund in traulicher Unterhaltung zeigte. Der Ochs: „Was bezahlst denn du Steuer?" Der Hund: „20 fronen das Jahr." Der Ochs: ,/D du Glücklicher, ich muß 12 Heller für das Kilogramm zahlen." Beide zum Esel: „Und du?" Der Esel: ,Lch brauche überhaupt feine Steuer zu zahlen, ich sitze im Gemeinderate."
* Ein Gentleman-Schimpanse. Der Schimpanse ,(Sonful" im Royal Aquarium ist augenblicklich die Sensation von London. Beinahe ein Mensch sagen die Besucher bewundernd bei Betrachtung des Tieres. Wie ein Gentleman benimmt sich das Kerlchen, das der Liebling der Kinder und der Damen der englischen Metropole geworden ist. „ßonfuP ißt und trinkt gesittet wie ein wohlerzogenes Kind, verschmäht auch eine leichte Zigarre nicht, spielt Fußball wie jeder englische Boy, fährt stolz auf dem Dreirad, wobei ihm besonders das Anschlägen der Warnungsglockc Freude macht, läßt sich, sogar mit Vorliebe, photographieren — kurz „Eonsul* ist eine Sensation, über die die Londoner Zeitungen lange Berichte bringen.
Vnioerfttüls-VaüirichlrK.
— Die Meldxmg der „Boss. Ztg." betreffend die Grmrdung einer U n t ü c r fx t ä t in Hamburg, ist durck-auS verfrüht. Ein derartiges Projekt bestellt ttufächlich; dasselbe gmg von Männern der Wysenschau und solcher m Staatsstellungen und der patriotischen GescUschast aus, doch i|i die Angelegenheit über vorläufige Vorbesprechungen, noch nicht hlnausgedieyen. Ter hicrsür notwendige Betrag wird aus 2UOOOOOO Alk. veranschlagt, die man durch Zahlung reicher Privater zusammeirzubringen t)offL
Kunst und Wissenschaft.
Prof. Delitzsch. Nach einer Meldung aus Wien oeröflentlicht „Die Zeil" eine Unterredung ihres Berliner Korrespondenten mit dem Professor Delitzsch, in welcher derselbe erklärte, daß er an seiner Ansicht unbeugsam feft- halte und sich durcd niemanden darin beirren lasse. So wenig er es wage, sich auf dem Gebiete des neuen Testaments und auf dem der theologischen historischen Forschung AU bewegen, so sehr be ft reite er jedem dieFäh ig- feit eines kompetenten Urteils über das alte Testament, der das letztere nicht in sprachlicher, histo
rischer und kritischer Beziehung so durchgearbeitet habe, wie es die gegenwärtige Forschung gestattet.
London, 27. Febr. Wie die Blätter melden, sind die Uni- versitäts-Prosessoren Olivor L o d g e und M i r h e a d mit einem von ihnen erfundenen neuen System der drahtlosen Telegraphie in die Oeffentlichkeit getreten.
Gerirytssaal.
Gießen, 27. Febr. Gewerbegericht. Den Borsitz führt Oberbürgernieister Mecum. Es kommt nur eine Klage zur^ Verhandlung. Ter Schlosser Wilhelm H. hier klagte geaen die Firma ed). hier auf Entschädigung, rneil er durch deren Wekmexsler zur Arbeit angenommen, aber nicht eingestellt wordeix sei. Im Termin erschien nur der Kläger uixd die Beklagte wurde auf Klägers Antrag, durch Versäumnisurteil zur Zahlung der geforderten Entschädigung verurteilt.
Kastel, 27. Febr. Die Voruntersuchung gegen den Treber- direktor Adolf Schmidt ist jetzt, wie ivegen des betrügerischen Lankerotts, so auch bezüglich des Betruges abgeschlossen und die Staatsanwaltschaft ist bereits nut der Fertigstellung der Anklageschrist nach beiden Richtungen beschäftigt.
Wilhelmshaven, 27. Febr. Unler Ausschluß der Dessent- lichkelt wurde während der letzten fünf Tage vor dein Kriegsgericht ein Prozeß gegen den Korvettenkapitän z. D. Kayser geiührt. Das Wenige, was in die Oeffentlichkeit sickerte, ließ darauf schließen, daß es sich hier ursprünglich wohl um em Anklage wegen Verrats militärischer Geheünnisje, wenn nicht gar um Laiidesverrat handelte. Ein großer Zeugenapparat, etwa 30 Personen, unter denen sich auch eine ausländische Dame befand, war aufgeboten worden. Kayser war zuletzt im Reichs-Marmeamt zu Berlin beschäftigt. Er wurde auf einer Dienstreise verhaftet. -Später wurde Kayser kränklich und er wurde deshalb nach dem Lazarett gebracht, von ivo aus er in Begleitung zweier Offiziere jedesmal per Troschle nach dem Gericht gesahren ivurbe. Das Urteil lautet indes nur auf drei Monate Festung wegen Ungehorsams gegen D i e n st b e f e h l e. Bei der Begründung des Urteils wurde die Oeffentlichkeit wiederum ausgeschlossen.
Eine Wette. Bor dem Charlottenburger Schöffengericht hat sich der Student Max B e g e m a n n wegen körperlicher Mißhandlung zu verantworten. Bei einem Biergespräch über die Abhärtung,, der sich die spartanische Jugend unlerzieheii mußte, hatte der Slüdent behauptet, es gäbe auch jetzt noch Knaben, die freiwillig Züchtigungen über sich ergehen ließen; er wette, daß sich ein derartiges Kind finde. Tie Freunde Begemanns nahmen die Wette an. Es gelang dem Studenten, einen Knaben auszutreiben, der sich bereit erklärte, sich 18 Stockhiebe gegen Zahlung von 2.50 Alk. versetzen zu lassen. Tie Prügelei wurde in der vereinbarten Weise vollzögen mid Begemann, der sich von dem mißhandelten Knaben noch eine Quittung über die Prügel und das Geld geben ließ, gewann die Wette. Tie Sache gelangte zur Kenntnis des Vaters des Kindes, der Strafantrag stellte. Tas «Lchöffengericht verurteilte B. zu 50 Mk. Geldstrafe event. 10 Tageii Geiängnis.
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Berlin, 27. Febr. xer Aufsichtsrat der Deutschen Bank beschloß, der Generalversarninlung die Verteilung einer elfprozentigen Dividende, wie im - Vorjahre, vorzuschlagen. Die Gesamtumsätze beliefen sich auf 56 783 Mill., gegen 51815 Mill, im Vorjahre. Ter Bruttogewinn beträgt 33478395 gegen 31800 854, der Reingewinn 20 623536 gegen 20501997 Mill.
Wien, 27. Febr. Die „Neue Freie Presse" meldet als bisheriges Ergebnis der Konversion der gemeinsamen Rente, daß 2,3 Millionen Kronen zur Rückzahlung angemeldet sind, von denen circa 600000 auf England 6 bis 800000 auf Oesterreich-Ungarn der Rest auf Teutschland und Frankreich entfallen. Die Anmeldefrist' läuft heute ab.
Offenbach a. M., 27. F-ebr. Wie die „Frkf. Ztg." erfährt, haben die Stadtverordneten von Offenbach in ihrer gestrigen Sitzung die Konversion der 4prozentigen Anleihe von 1891 und 1892 von zusammen 2 000 000 Alk. in eine neue 3,5 prozentxge Anleihe beschlossen. Es lag ihnen die Offerte einer durch die Bankfirma <&. Merzbacher in Offenbach vertretenen Gruppe vor, die sich erboten batte, die Konversion unter Ueber- nahme sämtlicher Kosten gegen Vergütung von 1 pEt. zu übernehmen.
Bremen, 27. Febr. Wends Zigarrensabriken schlagen 24% Dividende gegen 17% im Vorjahr vor.
Nürnberg, 27. Febr. Die noch im Umlauf befindlichen unverlosten Schuldverschreibungen der 4 pEt. dlürnberger Stadt- Anleihe von 1891 werden zur Rückzahlung am 1. September 1903 gekündigt. Gleichzeitig wird den Inhabern dieser Schuldverschreibungen noch der Umtausch 3 % pEt. Titres angeboten, bei welchen Verlosung und Kündigung bis 1. Jaiiuar 1908 ausgeschlossen ist.
Belgrad, 27. Febr. Bei der gestrigen Zeichnung auf die neue Anleihe wurden hier 500 Obligationen im Betrage von 250 000 Fr. gezeichnet.
Fabrik feuerfester und sänrefester Produkte Akt.-Ges. Balleudar iu Nouturö. Ans Koblenz, 37. d. Ms., ivirb geschrieben: ^eute wurde beim Landgericht in Neuwied das Urteil verkündet m der Klage eines Aktionärs gegen Vorstand und Aus- sichtsrath auf Schadensersatz und den Kurssturz der Aktien. Die Klage wurde k o st e n f ä ll i g abgewiese n."
— Loburg-Golhaifche Kredit-Gesellschaft. Der Aufsichtsrat beschloß, in der am 23. März ftattfxnöenöen Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 4 pEt. (m. i. V.) vorzuschlagen.
— Au der Berliner Börse loerben 4 000 000 Mk., 3 % pEt. BarmenStadt-Anleihe von 1903, in den Verkehr gebracht.
WilhclmShall. Für den Alonat Februar er. verteilt die Gewerkschaft Wilhelmshall in Anderbeck eine Ausbeute von 60 Mk. pro Kux.
— Dresdner Bank. Die ordentliche Generalversammlung findet am 30. März er. m Dresden statt.
— Deutsche Hypothekeu-Bauk Berlin. Die auf 6 % pEt. für das Jahr 1902 sesigefeyte Dividende wird von heute ab aus- bezahlt.
— Die nächste Ziehung der 5pEt. Russische 100Rubel- Los e von 1866 fxnbet am 14. März statt.
Märkte.
Frankfurt a. M., 27. Febr. Ter zwecke große Frankfurter A r b e 11 s - P s e r d e m a r k t wird am 4. März abgehatten, zu dem dre ersten Firmen von hier unb auswärts ihre Beschickung uigefagt haben, sodaß voraussichtlich ein gutes Pierdematerial zum Verkauf gestellt werden dürste. Der erste Arbeüs-Pferdemarkt im Aug.v.JS. hat eine solche Anerkennung durch großen Umsatz gefunden, daß der landwirtschaftliche Verein nunmehr beschlossen hat, jährlich zwei Arbeits-Pierdemärkte in den Monaten März und August Itattfinben zu lassen. Es dari angenommen werden, daß bei dem im Frühiahr^natiirgemäß größeren Bedarf an Arbeuspferdematerial grade der Frühjahrs-Arbettspferdemarkt eine noch bedeutendere Bewegung bringen wird, wie tm Herbst vorigen Jahres.
Auszug svs den slsudkssmlsrktzistrlü Oer >lsSi vttM
Aufgebote.
Am 19. Februar. Peter Kaspar Stieler, Zimmermanii in Liederbach mit Josephine Katharine Charlotte Mersckwod dahier. Am 24. Febr. Max Gustav August 6mil Anger, Bohrmeister in Bettenhausen mit Eva Maria Hauser dahier.
Geborene.
Arn 18. Februar. Tem Wirt Friedrich Bürger eine Tochter, Maria Eltsabeihe. Tem Bäckermeister August Deibel eine Tochter, Martha. Am 19. Februar. Tem Schneider Johann Bohl eine Tochter. Am 20. Febr. Tem orbcntl. Professor Dr. Karl Elbs ein Sohn, Gerhard Walter Ludwig Paul. Tem Finanz-Aspirant Wilhelm Erle etne Tochter, Karola Elisabeth Marie. Am 21. Hebr. Dem Fahrkartenausgeber Ludxoig Pabst ein Sohn. Am 22. ,xcbr.
Dem Metzger Nathan Günther ein Sohn, 6ermann. Dem Kauf mann Eugen Dürr eine Tochter. Am 23. Febr. Tem Dachdecker Johannes Lapp ein Sohn. Dem Fuhrunternehmer August Marx ein Sohn. Am 15. Febr. Tem Schneider Karl Roth ein Sohn Georg Christian.
Gestorbene.
Am 20. Febr. Wilhelm Reitz, 7 Mte. alt, Sohn des Wagenputzers Heinrich Reitz dahier. Am 21. Febr. Lina Weber, 60 Jahre alt, Rentnerin dahier. Am 22. Febr. Christoph Becker, 87 Jahre alt, Hilfsweichensteller i. P., dahier. Am 23. Februar. Wilhelm Kehres, 1 Jahr 8 Mte. alt, Sohn des Stalionsassistenten Hermann Kehres dahier. Am 24. Febr. Lapp «noch ohne Vorname), 5Stdn. alt, Sohn des Dachdeckers Johaniies Lapp dahier. Am 25. Febr. Wilhelm Lorenz Kreßmann, 2 Alte, alt, Sohn des Bäckers Johann Michael Kreßmann dahier. Gertriide Borchardt, geb. Odendahl, 82 Jahre 11 Alte, alt, Rentnerin dahier. Else Petry, 2 Jahre 10 Mte. alt, Tochter des Kaufmanns Wilhelm Petry dahier. Am 26. Februar. Wilhelm Göbel, 8 Alte, alt, Sohn des Fuhrknechts Jakob Göbel dahier. Friedrich Alay, 66 Jahre alt, Gasmeister L P., dahier.
Kirchliche Kachrrchten.
Katholische Gemeinde.
Samstag, den 28. Februar:
Nachmittags um 5 Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beicht.
Sonntag, ben 1. März. 1. F a st e n s o n n t ag. Vormittags voll 6'/, Uhr an: Gelegenheit zur heil. Beicht. ,, um 7 Uhr: Tie erste heil. Messe, vor unb in derselben Austeilung der heil. Kom- munion.
Vormittags um 8 Uhr: Tie zweite heil. Messe. Militärzottesdieixst mit Predigt. Feier des Papstjxibiläums für die Militär- genxeinbe.
, 9>/x Uhr: Hochamt mit Prebigt.
Nachmtttags um 6 Uhr ist Fastenanbacht.
Alittwoch Nachmittag um 6 Uhr ist Fastenandacht.
Kirche und Schule.
Zur Los von Noxu-Bewcguug. In der altkatholischen Pfarrgemeiitde Mähr.'Lchönberg betrug die Zahl der llebertritte im verstoßenen Jahre 124; das ergiebt mit 80 Geburten unb 38 Tobes fällen einen Seelenzuwachs von 166.
KnelliaUeii öer Keöalitlon.
^(Anouyuxe Llufrageu bleiben uuberückstchtigt.)
St. Tie von den Vereinigten Staaten in Sandy Hook bei Newyork aufgestellte sog. Riesenkanone ist durchaus nicht die größte der Welt. Tas Kaliber dieser Kanone soll 38, nach anderen 40 cm betragen. - In der ^englischen Alarxne haben die Sanspareil 2 Stück 42 cm-, die sechs Schisse der Eollingwood-Klasse je 4 Stück 43 cm- Geschütze. Auch Italien hat 5 Linienschiffe mit je 4 Stück 43 cm- Geschützen _ armiert. Alan gibt den Geschützen heute nicht mehr dieses große Kaliber, weil dre Turchschlagstraft der Gesck>osse in sehr viel höherem Maße von der Länge der Geschützrohre abhängig ist. Die größten Geschütze, die bie deutsche Alarme führt, sinden sich auf den Panzer-Kanoneiibooteti, von denen je eines 1 Stück von 30,5 cm führt. — Tas Geschütz auf Sandy Hook ist dagegen rvahrscheinlich das schiverste der Welt, da das Rohr nach anitlichen Alitteilungeii 130 T (2600 Zentner) wiegt. Die Rohre der oben genannten Geschütze, der englischen unb italienischen Alarme wiegen nur 110 T (2200 Zentner).
Schiffsiiuü)iili)ll'N.
. Red Star Linie.
Der Postdampfer „ftroonlanö" der Red Star Linie in Antwerpen ist laut Telegramm am 24. Februar wohlbehalten in New- Port angekomnien.
Bin b« achtenswerter Fortociiriit auf uem Gebiet der LikÖr-l>e»tiAl.ition >ot durch die Firma Dr. ** . Knecht «k (Jo. m r ruuktnrt a. M. erreicnt worden Dieselbe bringt unter dem haujen Säoti» einen aus den teinsieu und edelsten Alpenkräutern hergosicUten Magenbitter auf den Markt, der die denkbar grössten Vorzüge in oich vereinigt un<i d< »halb berechtigte* Anlsrhen erregte. e*äuli* ist ein aromatischer, sehr pikant bCumnkender Likör von aus- gezeichneter Wirkung auf die Verdauunguorgane und wurden bei Magenbeechwerdcn, Darmträgheit etc. die besten Er-olgu vun deu Aerzten beobachtet, sodass dieses Produkt dem Publ.kum em- ptoblen zu werden verdient, l'robefl Mk. 1.—, grosse Flasche »k 2.40 Ueberall erbäitlioh. Vertreter für Giessen: Cb. Ladwlg Thonif.s, Bahnbofstr. 37. 664
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Regen
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27.
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öchste Temperatur am 26.-27. Februar 4- 10,1" 6.
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