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28.2.1903 Erstes Blatt
 
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^ern Gießener Anzeiger werden im Wechiel mit dem Bt|Hfd?tn tanömlrt die «iehener Samllien. blüNer viermal in der Woche beigelegt Rototionebrucf u. Ver­tag de» Brühl 'lchen Unioerl.-Buch- u.Siein» brudt re« (Piellch (trben)

ItedakNon, Gxveduura und Drucke»«»:

Gchalftraße 7.

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Erstes Blatt.

153. Jahrgang

Samstag 28. Februar 1903

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger y '**

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

infltprcii» monatlich 76 'DI, viertet» jährlich Ml. 2.20, durch vlbtjole» u. Zweigstellen monatlich 60 HL, durch diePost Alk. L. oienel» jäbrL au6ld)l veslrllg. Annahme von Anzeige» » die lageenummei btft vormittags 10 Uhr. ZeUenvre»»: lokal tritt, aulroärtl tO Plg.

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Kclrannlmachung.

Der landwirtschaftliche Bezirksverein und der landwirt­schaftliche Lokaloerein Gießen beziehen in diesem Frühjahre Saatkartoffeln aus geeigneter Gegend für ihre Mitglieder. Die Preise stellen sich beim Bezug von bt§ zu 15 Zentw für Bruce auf 3 10 Mk., für Magnum bonum auf 2 95 Mk. für Frühe Rosen auf 3 00 Mk.

franko der in Betracht kommenden Stationen des Kreises Gießen incl. Sack, in Zenlnersäcken. Mitglieder, die über 15 Zentner hinaus bestellen, bezahlen für jeden weiteren Zentner 25 Psg. mehr. Bestellungen sind schriftlich bei Herrn Oekonomierat Schlenke auf dem Hardthof bei Gießen bis einschließl. 8. März zu machen. Spätere Bestellungen werden nicht berücksichtigt. Die Kartoffeln treffen bei ge­eignetem Wetter Ende März bis in die ersten Tage des April ein. Die Ueberlieferung der Kartoffeln geschieht auf den betreffenden Stationen ab Waggon gegen Barzahlung. Etwaige Reklamationen sind innerhalb drei Tagen nach Em­pfang bei dem oben genannten Herrn schriftlich einzureichen. Sobald 5 Waggon Kartoffeln 1000 Zentner angemeldet sind, muß die Liste der Besteller geschlossen werden, da nur der Bezug dieses Quantums vorgesehen ist.

Gießen, den 21. Februar 1903.

Der Direktor des lanbro. Bezirksdereins Gießen.

Dr. B r e i d e r t.

Volitische Tagesschau.

»Die fchlechtest bezahlten Beamten."

lieber die Bezahlung von Ministern hat man sich am Freitag, wie neulich im hessischen Landtage, auch im preußischen Abgeordnetenhaus unterhalten. Abg. V 0 p e l i u s (freit) brachte die Gewährung von Re- präsentationsgcldern an die Minister in Anregung, und alsbald beeilte sich Graf Limburg, dein Vorschlag beizu­zupflichten, indem er nach Ulrich schem Muster das große Wort gelassen aussprach: DieMinister sind die am schlechte st en bezahlten Beamten! Ein Gehalt von Mark 36000 und Dienstwohnung ist doch wohl eine recht annehmbare Gegenleistung für die Tätigkeit eines preuß. Ministers; es laßt sich auch damit besser als mit12 000 Märkelchen" repräsentieren. Abg. Vopelius erklärte, mit Rücksicht auf das diesjährige Defizit habe er keinen be- timmten Antrag gestellt. Abg. v. Eynern präzisierte >ie Stellungnahme der Nationalliberalen dahin, dag in >ieser Session die Frage nicht entschieden werden könne, und daß im übrigen die Initiative dem preußischen Staats- Ministerium zu überlassen sei. Kühl verhielten sich auch die Vertreter der freisinnigen Parteien gegenüber der An­regung.

Tie Folge einer etwaigen Erhöhung des Minister­gehalts in Preußen würde sein, daß auch die Bezahlung der Staatssekretäre im Reich wiederum als unzulänglich erkannt würde. Muß aber so schreibt unser Berliner parlamentarischer Mitarbeiter wirklich gar so viel re­präsentiert werden, müssen insbesondere die Parlamen­tarier so zahlreich Einladungen in die Ministerhotels er­halten? Zeigt sich als praktischer Erfolg dieser Ver­anstaltungenmit oppulentem Buffet" eine Erleichterung der Geschäfte, ein besseres Zusammenwirken von Regierung und Parlament? Man macyt im allgemeinen nur die Be­obachtung, daß zwar bei den parlamentarischen Verhand­lungen, besonders im Reichstag, so Rtancher durch Ab- wejenhett glänzt, den die Berichte über parlamentarische Ministerabende als anwesend aufführen. Von Politik wird bei diesen Gelegenheiten verhältnismäßig wenig gesprochen. Bedeutungsvolle Vereinbarungen, wie z. B. diejenige über den Zolltarif, sind nicht durch solche Empfänge, sondern durch sehr nüchtern verlaufene sachliche Besprechungen mit den einzelnen Führern zu stände georacht worden. Daß man dem Präsidenten des preußischen Abgeordnetenhauses Mtttel zur Verfügung stellt, um Haus zu halten in, der für ihn gebauten Amtswohnung, ist eher begreiflich; schwer begreiflich ist andererseits, daß in diesem Falle Gras Limburg die Notwendigkeit nicht einsehen wollte, weil die Bewilligung eine Veränderung der Stellung des Präsidenten bedeute. Die Sache liegt so, daß nur ein per­sönlich recht wohl situierter Präsident in das neue Haus einziehen kann. Also beispielsweise feinnotleidender Landwirt". Gras Limburg hat wohl an diesen immerhin möglichen Fall nicht gedacht.

Professor Harnack über Babel und Bibel.

In unserer gestrigenTagesschau" unter dieser Aufschrift sind infolge eines Versehens in der Setzerei die ersten Sätze völlig entstellt worden. Es heißt richtig folgendermaßen:

Jetzt nimmt in denPreuß. Jahrbüchern" der bekannte Ber­liner Theologe, Proi. Adofi Harnack, hochangesehen beim Kaiser, das Wort zürn Delitzsch'schen Bortrage, und erklärt^ daß die Ab- stammunq mancher Mythen und legenden des Alten Testaments aus Babylon längst bekannt und diese Tatsache der landläufigen Vorstellung von der Inspiration des Alten Teilaments rötlich sei. Es liege gewiß nicht im Sinne des Kaisers, wenn dessen Kund­gebung nur mit Schweigen beantwortet würde.

Parlamentarisches.

Berlin, 27. Febr. Tie Budget-Kommission des Reichstages hat heute bei der Beratung des Militär- Etats statt der geforderten 800000 Mark als zweite Rate zur Erwerbung eines Truppen-Uebungsplatzes für das 11. Korps nach längerer Debatte n u r 25 000 Mk.

bewilligt. Ferner gelangte eine von dem Abg. Müller- Fulda mit Unterstützung aller Parteien vorgeschlagene Ent­schließung zur Annahme, den Reichskanzler zu ersuchen, bei der Errichtung von neuen Uebungspläpen solche Projekte grundsätzlich auszuschließen, bei welchen sich die Schädigung einer größeren Anzahl land- wirtschaftlicher Betriebe erforderlich machen würde. Bei Abschnitt Artillerie- und Waffen­wesen versicherte der Kriegsminister von Goßler, daß sich unsere neuenGeschütze gutbewährten. TieRohr- Rücklaufgeschütze würden bei allen Neuerungen der Mafsen-Technik sorgfältig geprüft. Es habe sich aber noch kein fester Niederschlag der Anschauungen gebildet. Tie ver­langten 10 Millionen zur weiteren Beschaffung für Zwecke der Fuß-Artillerie wurden auf 8 Millionen herabgesetzt. Dienstag wird die Beratung fortgesetzt; außerdem soll noch der Etat für Ostasien zur Beratung kommen.

ästdentcrrschuö in Kreutzen.

Berlin, 27. Febr. Wie dieNordd. Allg. Ztg." meldet, wird Oberpräsident von Posen der bisherige Kö­nigsberger Regierungspräsident von Waldow. Er wird durch den Oberpräsioialrat von Werder daselbst ersetzt. Tie Stellung als Regierungspräsident in Düsseldorf erhalt der Mindener Regierungspräsident Schreiber, an dessen Stelle der Regierungspräj ident Kr u s e aus Bromberg tritt, während dessen Nachfolger der Geh. Obersinauzrar von Günther aus dem Finanzministerium wiro. An Stelle des zum Landeshauptmann der Rhein-Provinz ernannten Arnsberger Regierungspräsidenten Renvers tritt der Oberpräsidialrat Freiherr von Coels aus Koblenz. Re­gierungspräsident von Brandenstein in Hannover rückt in die gleiche Stellung in Magdeburg an Stelle des zurück- tretenden Regierungspräsidenten von Arnstedt, während die Stelle in Hannover durch den Regierungspräsidemeii Philivsborn in Hildesheim besetzt wird, der Nach­folger des Oberpräsidialrats Fromme aus Kassel wird. In Cöslin wird Polizeipräsident Graf Schwerin aus Hannover an Stelle Tepper-Las kis Regierimgspräsi- dent und erhält zu feinem Nachfolger in Hannover den Polizeipräsidenten Steinmei ft er aus Kassel. Letzterer wird durch den Regierungsrat^Gras Berg in Hannover ersetzt. Z-erner haben die Polizeipräsidenten von Schröt- ter in Stettin und von Puttkamer aus Kiel ihre Posten ausgetauscht.

Aas Kifiuveu des Kapst»s.

Rom, 27. Febr. Ter Leibarzt des Papstes Pro­fessor Lapponi bestätigt, daß der Papst erschöpft sei, glaubt aber nicht, dag ein Grund zur Beunruhigung vor­liege. Trotz des Ermahnens Lappvni's bestano yeuie der Papst auf dem Empfang des diplomatischen Korps, dessen Dekan, der portugiesische Botschafter, eine Adresse verlas. Ter Papst, dem man die Abspannung wohl ansay, wußte sich zu beherrschen und erwiderte einige Worte des Tantes.

gilaceöomen.

In der römischen Kammer erklärte auf eine An­frage Minister Baceelli, Italien halte den gegenwärtigen Augenblick nicht für geeignet, diplomatische Schriftstücke über die macedomschen Angelegenhttcen zu verösftntllchen; auch Rußland und Oesterreich-Ungarn hätten dies bisher nicht getan. Italien sei frühzeitig von den zlvischen Ruß­land und Oefterreich-Ungarii getroffenen Abmachungen Unterrichtet worden und brachte daraus seine Ansicht zum Ausdruck.

Im französischen Ministerrate teilte Delcassö ein Tele­gramm des französischen Botschafters in Konstantinopel Eonstans mit, in dem bestätigt wird, daß die Pforte das Programm für die in Mae.douien einzufährenden Reformen ohne jede Abänderung angenommen Hube. Deleasss teilte ferner mit, daß er ein Gerbbuch über die Angelegenheiten in Makedonien und ein solches über die Besetzung und Räu­mung von Shanghai vorbereite.

Nach einer Meldung desWiener Kvrr.-Bureau" aus Sofia gelangten dorthm Gerüchte, daß der russische Konsul in Mitrowitza, Schtscherbina, ermordet sei. Die Gerüchte werden jedoch in Sofia entschieden als un» ri aj 11 g erklärt.

Aus Statt uud tzau-.

Gießen, den 28. Februar 1903.

Ehrung für Herman Schiller. Man schreibt uns: Die Spenden zu dem Schillersonds gehen täglich ein. Wie wir erfahren, möchte sich mancher an der Ehrung be­teiligen, hält aber vorläufig damit zurück, weil er sich über die ungefähre Höhe des beizusteuernden Betrages nicht recht klar ist. Für solche Unschlüssige sei bemerkt, daß eine ganze Reihe von Beiträgen zu 3 Mk. eingegangen ist, über die genau mit demselben Danke quittiert wird, wie über größere Summen. Wer dem Verewigten ober feiner Familie nahestand, oder wer sich bewußt ist, ihm persönlich viel zu verdanken, wird ja wohl, wenn es ihm seine Niittel erlauben, gerne einen höheren Betrag spenden. Die^ Expedition des Gieß. Anz." ist nach wie vor bereit, Beiträge anzunehmen und sie dem Schatzmeister des Schillerfonds, Rechtsanwalt Rosenberg, zu übermitteln; derselbe quittiert über jede einzelne Spende durch Post!arte. Eine Veröffentlichung der Beitragsliste ist nicht beabsichtigt.

** D le Sonntags-Promenademusik findet morgen um halb 12 Uhr in der Südanlage statt. Das Programm ist folgendes: 1. Ouvertüre zuFrau Luna" von Lmcke,

2. Chevalier et Ch&telaine auSBal cO8tum6Ä von Rubinstein, 3. Maritana-Walzer von Dellinger, 4. Finale aus der OperA'ida" von Verdi.

* D i e Generalversammlung des Verschö­nerungs-Vereins, welche am Donnerstagabend dieser Woche im Cafö Ebel stattfand, war schlecht besucht. Vor Ein­tritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende, Direktor Spamer, in ehrender und anerkennender Weise der im verflossenen Jahre durch den Tod abberufenen Vorstands­mitglieder: Geheimrat v. Bechtold und Prof. Dr. Fuhr, und die Versammlung ehrte deren Andenken durch Er­heben von den Platzen. Der durch den Vorsitzenden er­stattete »Jahresbericht über die Tätigkeit des Verschöner­ungs-Vereins konstatiert, daß der Verein erfreulicherweise vorwärts gekommen. Größere Aufwendungen waren il a. er­forderlich für die Fortführung des Promenadenweges am alten Schiffenbergerweg bis zum Hasenkopf, für die Besser­ung des Aufstieges zur Hardt und die Errichtung einer Schutzhütte am Wege zum Gleibera, gegenüber der früher Schlenke'schen Besitzung. Eine grüiidliche Instandsetzung der Bänke und Aufstellung von drei neuen Bänken rc. nahmen die Mittel des Vereins sehr in Anspruch. An die Stadtkasse wurde die vorletzte Rate in Höhe von 300 Mk. als Zuschuß für die Errichtung des Aussichtsturmes auf der Hochwart bezahlt. Die neue Schutzhütte am Wege zum Gleiberg ist Mitte Septemoer v. I. fertig geworden, in liebenswürdiger Weise hat sich Architekt Hamann der kostenlosen Anfertig­ung der Pläne unierzogen, Brauereibesitzer Bichler über­ließ das Gelände, während Schlossermeister Sbohr ohne Entgelt das Schild zur Schutzhutt.' anferiigte. Die Zahl der Mitglieder des Vereins, welche 1901 382 betrug, ist im tzahre 1902 auf 456 gestiegen. Die Einnahmen des Vereins bestanden im abgelaufenen Jahre aus einem Bank­guthaben aus dem Vorjahre von 1093.60 Mk., Eingang von Mitgliederbeiträgen 912 Mk., freiwillige Spenden zur Schutz- hülte 178 Mk., Zinsen 32.55 Mk., im ganzen also 2216.15 Mk. Diesem Betrage steht eine Ausgabe von 1272.75 Mk. gegen­über, sodaß dem Verein für seine Aufgaben für das Jahr 1903 noch ein Kassenvorrat von ca. 950 Mk. zur Verfügung stehll Tie Byrstandswahl hatte das Ergebnis, daß per Attlamation wiedergewählt wurden: Ki^mmerzienrac Wilhi. Gail, Geh. Forstrat Heyer, Oberforstmeister I 0 s e p y, Oberbürgermeister Mecum, Direktor Sp> mer, Direktor Rausch, Bureaubeamter Klees, Fabntaltt Zur buch, sowie die beiden Papierwarenhündler Fritz Kühn und Ernst Balser. Neu kommen in den LÄrftand: Postdirektor Ritsert und Forstmeister Weigand. Eine Aussprache in der Versammlung führte zu Beschlüssen, welche Aus­besserungen und Verbesserungen bestebender, durch den Verein angelegter Wege im Auge haben. In dieser De­batte wurde darauf hingewiesen, daß Reiter besonders am Sonntag den vom Verem angelegten Promenadenweg am allen Sck)iffenbergerweg benutzuen und bamit zerstören, was im Interesse erholungsbedürftiger Fußgänger geschaffen sei. Es wurde beschlossen, Schritte zu tun, damit ein Fcldschütz diesem Unfug steuere und diese Reiter zur Anzeige bringt. Aber auch die in der Versamm­lung anwesenden höheren Forstbeamten sagten zu, das Forst- personal anzuweisen, damit hier Wandel geschaffen wird. In der Versammlung wird darauf hingewiesen, daß das Bankett auf der Straße nach Lich durch den wundervollen Wald bis zum Forsthaus Hochwart in einem derartig ver­wahrlosten Zustande ist, daß dessen Begehen burtfi Damen fast unmöglich sei. Die Versammlung beauftragt ben Vor- jtanb, sich mit der Bitte um Besserung der Verhältnisse an den obersten Leiter des Kreisbauamtes zu wenden. Aus der Mitte der Versammlung wurde die Anfrage gestellt, ob der Verein es nicht ermöglichen könne, die höchst un­schönen und abends im Dunkeln auch gefährlichen Pfähle (die man am besten als Palisaden bezeichnen kann-, welche den Fußpfad verunzieren, zu entfernen. Gebeimrctt Heyer entwickelte die Gründe, welche die Forstbehörde veranlaßt haben, die Pfähle hinzustellen; er schilderte, wie früher Radfahrer ohne jede Rücksicht auf die zahlreichen Fuß^ gänger im scharfen Tempo fahrend den Weg benutzt haben, und wie dabei leicht ein Unglück herbeigeführt werden könne. Es wurde demgegenüber daraus hmgewiesen, daß wohl fein Radler, dem seine gesunden Glieder lieb seien, absichllich jemand überfahren würde. Man höre selten, daß im Frankfurter Stadtwald, wo alle Fußwege für den Rad­satz rverkchr freigegeben seien, eiji Unglücks fall passiert sei. Bei gegenfeiiiger Rücksichtnahme könne der Fußgänger und der Radfahrer ganz gut den Weg benutzen, wolle man dies aber nicht, so genügen Tafeln mit der Aufschrift:Für Radfahrer verboten", wie man solche z. B. am Philosophen­wald finde. Ter Zustand mit ben im Weg stehenbenP fühlen sei für ben Fremben gerade fein sehr imponierendes Bild. Seilens des Vorsitzenden, Direktor Spa mer, wurde dar­auf hingewiesen, daß der Verein in der Angelegenheit nichts tun könne. Damit war die Tagesordnung erschöpft.

)( Allendorf a. d. Lba., 27. Febr. Der Verkehrs- verein Lumdatal, welcher vor vier Jahren gegründet wurde und gegenwärtig 35 Mitglieder zählt, hielt gestern abend hier seine erste diesjährige Versammlung ab. Von be­sonderer Wichtigkeit aus derselben ist die einstimmig be- ichlossene Angliederung an ben aus Zweigvereinen bestehen­den Touristenverein üDtarburg.

-i- Darmstadt, 27. Febr. Heute fand in dem SitzungSsaale der Jnvalibenversicherungsanstalt die gut be­suchte erste Sitzung des neu gewählten Landesausschusses des hessischen HeilstättenVereins und die Wahl des Vorstandes flau. In ben Vorstand wurden gewählt: Re- gierungsrai Dr. Tutz-Tarmstadt, Vorsitzender, Oberbürger­meister Köhler-Worms, stellv. Vorsitzender, Geh. Ober-Medi-