Freitag Ä7. November 1803
Zweites Blatt«
33
Butzbach.
Kassierer,
2. Heinrich Jäger
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153. Jahrgang
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Bekanntmachung.
Betr.: Allgemeine Kranken- und Sterbekasse für Arbeiter aller Berufe Deutschlands. Eingeschriebene Hilfskaffe.
Die Allgemeine Kranken- und Sterbekaffe für Arbeiter oller Berufe Deutschlands, eingeschriebene Hüfskasse mit dem Sitze in Meißen, hat für den Bezirk der Gemeinde Mainzlar eine örtliche Verwaltungsstelle errichtet.
Dre örtliche Verwaltung führen:
1. Christian Weber aus Mainzlar, Vorsitzender,
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' 21- September 1903. "unenaml.
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Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger v **
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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ve-agspre,s monatltdrZbvl., oienel- tährtich Ml. 2.20 durch Abhole- u. ZrveigsleNea monatltd) 65 Pt., durch die Poti Mk.L— mevtcl* |äbvl austcht. Betlellg. Annahme oon Anzeigen tili die iaqeeruimmet bis vormittag- 10 Uhr. Zeilenprer- total 12 P)^ auSaxlrlS ÄJ Pt-^
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Combes mit sämtlichen Ministern außer Telcasss beiwohnte. d'Esbournelles, Senator Berthelot und der Sozialist Jaurös begrüßten die Gäste. Jaurös feierte den Einfluß der republikanischen Ideen Frankreichs auf den Weltfrieden und aus die f r e u n d " ~ cx ** * Gestaltung der sranzösisch-engli, z Ziehungen. Im Namen der Engländer dankten Sir ^ouldsworth und Lord Brassey. Der Ministerpräsident Eombes hielt zum Schluß auch eine Ansprache.
Aus Berlin, 20. Nov. wird uns geschrieben:
Ter Freispruch im Prozeß Kwilecki ist am Mittwoch abend von einem großen Teil der Berliner Bevölkerung fast wie ein nationales Ereignis gefeiert worden. Im Ernst kann niemand behaupten, daß die stürmischen Ovationen für das polnische Grasenpaar wirkliche Sympathien zum Ausdruck brachten. Was ist den Berlinern „W^oblewo"? Tie Kundgebungen hatten eine andere Spitze; sie richteten sich unverkennbar gegen unser geltendes Gerichts verfahr en, dessen Mängel eben in diesem Prozeß besonders auffällig zutage getreten waren. Au richtig, gesagt: man gönnte der Anklagebehörde den Mißerfolg, und umsomehr, als von feiten eines Staatsanwalts die Einrichtung des Schwurgerichts mit abfälligen Morten kritisiert worden war. Tiefe Aeußerung hat lwses Mut gemacht. Es erfüllte mit lebhafter Befriedigung, daß die Geschworenen gelassen die ihnen vom Staatsanwalt zageschobene Verantwortung auf sich genommen hatten, durch Verneinung der Schuldsrage Material gegen das Schwurgerichtsverfahren zu liefern. Nach der Ausfassung des Präiidenten hatte die Presse in diesem Prozeß ,/Nichts dreinzureden". Wer weiß, wie es lvare, hatte
die Presse ihre Bemerkungen bis nach Abschluß des Prozesses vertagt! Möglicherweise wäre es dann zu spät ge- we en. Tie Zweifel daran, daß das Material zur Ver- nrteilung ausreiche, sind zuerst in der Presse laut geworden; die Presse ferner hat aus Widerspruche, Ungenauig- keiten, Unklarheiten von Belastungszeugen aufmerk,am gemacht, und alles das fand Widerhall in der Oeffentl-ich- keit. Es ist eine durchaus gesunde und keineswegs beklagenswerte Erscheinung, daß die Oesfeni-lichkeit mit der größten Anteilnahme dem Gange der Verhandlungen folgre. Manchem mag nun erst deutlich zu Bewußtsein gekommen sein wie 'leicht er in die Lage geraten tarnt, als Zeuge vor Bericht einem Kreuzfeuer unliebsamer Fragen ausgesetzt zu sein oder gar auf der Anklagebank Platz nehmen zu müssen. Ter^Staatsanwalt 'hat in seinem Plaidyer die Zunahme der Scheu erwähnt, vor Gericht zu er; cheinen. In d.er Tat ist eine Zeugenvorladung, zumal im Strafprozeß, Mn allen postalischen Zusendungen ziemlich die unerfreu- lücülte Diese „Ehrenpflicht" wird vielen gründlich ver- lLwet' ganz abgesehen von dem Zeit- und Geldverlust, der d'Lmit in der Regel verrnüpft ist. Wer Gelegenheit hatte, Beobachtungen im Gerichtssaal anzustellen wird sich wohl schon die nachdenkliche Frage vorgelegt haben: Warum
einen sympathischen, herzlichen Empfang zu sichern, entsprächen den Wünschen der französischen Nation. Er werde stets die Erinneruna an den Empfang bewahren, den er in London gefunden habe; denn Frankreich sei es gewesen, das man oort gefeiert habe. Der Willkommen, den er bei dem König, der königlichen Familie und den Behörden wie dem Volke in England erfahren habe, sei ihm zu Herzen gegangen. Er wünsche, daß die durch die englische Reise geknüpfte Bande dazu beitragen mochten, daß man dem Ziele naherbomme, das beide Länder gemeinsam im Jnterej,e der Zivilisation, Humanität und gegenseitigen Unterstützung verfolgten. ' •
Man begab sich sodann an das Buffet, wo Loubet in einem Trinkspruch aus den König von England, die königliche Familie und die englische Nation daran erinnerte, daß er ein Recht habe, sich an dem Friedenswerk zu beteiligen, das er verfolge, seitdem er die Ehre gehabt habe, die ersten Anregungen zu diesem großen Gedanken auszunehmen und Vertrauter des Kaisers von Rußland in dieser Angelegenheit zu sein, wie es von Anfang an der Fall gewesen. Das Werk der Haager Konferenz stehe erst iw Anfang seiner Wirkung. (Allgemeine Zustimmung.) Tie beiden großen Westmächte Europas müßten sich freuen, durch die Unterzeichnung eines Schiedsgerichtsvertrages als erste ein Beispiel gegeben zu haben, das, wie er hoffe, von vielen anderen befolgt werden würde. Diese Bewegung, davon sei er überzeugt, werde nicht zum Stillstand kommen und er sei dessen sicher, den Gefühlen seiner Gäste zu entsprechen, wie er denen seiner Landsleute entspreche, wenn er wünsche, daß das Werk, das man gemeinsam befolge, seine Krönung erhalten möge. Weiterhin führte Loubet aus, er bedauere, daß die Gäste zurzeit nicht ebenso mildes Wetter getroffen hätten, wie er seinerzeit bei seiner Reise nach London. Wenn Regen oder Kälte Einfluß aus die Herzlichkeit eines Empfanges ausüben müßten, dann hätte Frankreich allerdings Grund gehabt, unruhig zu fein. Aber er habe die Gewißheit, daß die Gefühle in keiner Weise durch das Sinken der Temperatur eine Veränderung oder Abkühlung erfahren würden. Wenn es anders wäre, würde er die englischen Gäste einladen, zu günstigerer Jahreszeit wieder- zubommen und seine Mitbürger auffordern, für den Empfang der Gäste dann Sonne, Frühling und Blumen zu Bundesgenossen zu nehmen. (Beifall.)
Nach der Ansprache des Präsidenten nahmen zwei en glis ^Parlamentarier das Wort und erklärten, sie wünschten nichts anderes, als im Bunde mit den französischen Parlamentariern an dem Werke des Friedens zu arbeiten. Beide Völker müßten sich zu dem Ergebnis beglückwünschen, das bereits in dem Schiedsgerichtsvertrag niedergelegt sei. Wenn sie ihre Bestrebungen dauernd verfolgten, würden sie dazu gelangen, die Möglichkeit eines Krieges zwischen den beiden Völkern zu beseitigen. Ties würde eine große Wohltat für Europa sein. T^ Interessen beider Länder seien identisch Beide Nationen, welche soviel für Fortschritt und Zivilisation getan hätten, würden, wie zu hoffen sei, gemeinsam handeln, um sie noch mehr zu fördern. Tie Reden sanden warmen Beifall. Auf Loubet und Gemahlin wurden Hochrufe ausgebracht.
Am Abend war ein Bankett im Grand Hotel, welchem
Volitilche Gngesschau.
Tie Organisation des Zeichenunterrichts in Hessen.
wird demnächst die Weite Kammer ver Landstülwe beschäftigen, nachdem der Abg. N o a ck einen Antrag eingebracht hat, diesen Unter richtszweig an allen Schulen des Landes, mit Ausnahme der Hochschulen und gewerblichen Unter- richtsanstalten, ähnlich zu organisieren, wie dies bereits in anderen deutschen Bundesstaaten geschehen ist, mit Rücksicht aus die außerordentliche Wichtigkeit des Zeichenunterrichts als eines allgemeinen Bildungsmittels und insbesondere als dec Grundlage für die gesamte gewerbliche Fachbildung der Heranwachsenden Jugend. Zur Durchführung der Wunsche wird in erster Linie die Berufung einer Land eS ko mmis sion vor- geschlagen, bestehend aus einer Anzahl von Männern aus den Kreisen der Wissenschaft und Kunst, des Unterrichts wesens und der Technik. Diese Kommission sollte als begutachtende Körperschaft von der Regierung in allen Fragen des Zeichenunterrichts zu hören sein, ihr würde die Beratung bei Aufstellung von Lehrplänen und Unterrichtsgängen und die Befugnis zur Stellung von Anträgen obliegen. Die Lehrpläne selbst dürfen kein starres System bilden, nach, dem an allen Schulen gleichmäßig zu arbeiten wäre, sie sollen dem Köunert und der Persönlichkeit des Lehrers Spielraum lassen. Die Ueberwa^-ung des Zeichenunterrichtes wäre einem Landes- Zeichen -Inspektor zu übertragen, dec als künstlerisch gebildeter Lehrer des Zeichnens und Malens auch mit einer mtilgen Anzahl wöchentlicher Unterrichtsstunden an einer höheren Schule beschäftigt ist. Ihm würde weiter obliegen die Ab- daltung besonderer Lehrerausbildungsiurse, zu denen nach, Äefund der Prüfungen dor SäMen die an denselben tätigen Zeichenlehrer einderusen iv-ecden. Auf seinen nestwr-igungs- ceisen würde der Jnstktor auch zu prüfen haben, in welcher Arr die in den Ausbildungskursrn gegebenen Anleicungen und Erläuterungen von den Lehrern beobachtet und ange-
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Nr. 27V • rjdKtnt tügltch außer Sonntags.
Dem Gießener Anzeiger werden tm Wechsel mit dem Kesflschen Landwirt die Gießener §amttien> blätter viermal in der Woche beigelegt.
Rotationsdruck u. Verlag bei Viü b lieben Nnu-erl^Buch- u. Stein» drucke rei (PieN ch Erden) ftrbaCium, (fcrpebilioe unb Druckerei:
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Ubrefle lüx Depeschenr «u-etger Wietzen.
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sind es fast immer nur die Entlastungszeugen, denen etwas Unangenehmes passiert, beispielsweise, wegen „Verdachts der Begünstigung" nicht vereidigt, oder dem Mißtrauen oder schroffer Behandlung, ausgesetzt zu werden? Are kommt es, daß nur in so sehr seltenen Fällen einem Belastungszeugen ein Haar gekrümmt wird? Sind denn diejenigen, die etwas Ungünstiges auszusagen wissen, von vorneherein ehrenwerte, makellose Personen; läßt sich ohne weietres bei ihnen die Reinheit der Gesinnung, die Lauterkeit der Motive voraussetzen? Noch viel zu wenig wird mit der Tatsache gerechnet, daß sicherlich die große Mehrzahl der Zeugen vor dem Gericht einen an Furcht streifenden Respekt hat. Es genügt ost, daß der Staatsanwalt bei der Aussage eines Zeugen sich erhebt, um den Zeugen mit Verwirrung, mit lähmender Befangenheit und Angst zu erfüllen. Was folgt daraus? Taß im Großen und Ganzen das Bestreben bei den Zeugen obwalten wird, erstens, so bald als möglich entlajsen zu werden, zweitens, die Aussage so zu hatten, daß daraus mindestens keine ernftlicbe Gefahr für die eigene Person entstehen kann. Damit ist nicht gesagt, daß der Zeuge sich nicht an die Wahrheit hält. Aber, der Ton macht die Musik auch vor Gericht. Es kommt viel daraus an, ob eine Aussage zu Gunsten eines Beschuldigten im Ton der Ueberzeugung und Bestimmtheit, oder ob sie zaghaft und zögernd gemacht wird. Geschieht es vollends, daß im Lause der Verhandlung ein Entlastungszeuge als meiw- eidsverdächtig verhaftet wird, dann ist die Wirkung unbestreitbar, daß sich Bestürzung säst aller Entlastungszeugen bemächtigt, die noch nicht vernommen sind. Aus alledem ergibt sich, die diotwendigkeit, daß gerade denjenigen Zeugen, die etwas zu Gunsten des Beschuldigten auszusagen chaben, Mut zugesprochen werden sollte, daß man sie mit Ruhe und Geduld anhört, und daß man andererseits gegen Belastungszeugen, deren Aussagen gerechtfertigte Bedenken erregen, mit der gebotenen Strenge einschreitet. Besser, zehnSchuldigeentgeh end er Strafe, als daß ein Unschuldiger verurteilt wird!" Wenn solche Aufsassung mehr zur Geltung gelangt, dann wird auch das Vertrauen zur giechtspflege sich wieder festigen.
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3. Friedrich Schwarz „ w Revisor.
Es wird dies hiermit unter dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die genannte Kasse den Anforderungen Les § 75 des Kcankenversicherungsgesetzes nicht entspricht.
Gießen, den 24. Itooember 1903.
Großherzogiia-e.' itteisanu Gießen.
______________I. V.: Dr. K r a n z b ü h l e r._________________
Dctralmtmüchmlg.
Betr.: Schweinerotlauf.
In den Gehöften des Konrad Bender zu Grüningen, 6er Ioh. Gg. Müller Wwe. zu Bettenhausen, des Will;. Am end zu Gießen und des Karl Hermann zu Steinbach ist Schweinerotlauf ausgebrochen.
Gießen, den 21. November 1903.
Großyerzoglichcs sucisamt Gießen.
I. V.: Dr. K r a n z b ü h l e r.
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Dem „Verl. Tagebl." zufolge ging dem Justizrat Mronker am Tage vor dem Urteilsspruch im Prozeß Kwi- lecki ein Brief des Grasen Hektor zu, in dem er erklärt, er sei durch den Gang der Verhandlungen zur Einsicht gelangt, daß er seine Verwandten irrtümlich beschuldigt habe, und bittet, dies den Beteiligten mitzuteilen, die hoffentlich den Irrtum entschuldigen würden.
Ter Vertreter des „Verl Lok.-Anz." suchte den Grafen Hektor Kwilecki aus, der ihm erklärte, er sei lediglich den Geboten der Ehre gefolgt, wenn er sich jetzt wegen des geltend gemachten Verdachtes öffentlich entschuldige, der sich in der Verhandlung als unhaltbar erwiesen hat. Er hoffe, daß jetzt ein Ausgleich mit der gräflichen Familie zustande kommen werde. Er sei jetzt von der Unschuld oer Gräfin überzeugt und habe daher den polnischen Zeitungen sofort eine Erklärung zugehen lassen, in der er die Ueberzeugung von der Haltlosigkeit der erhobenen Vorwürfe und sein lebhaftes Bedauern ausg>e- spvoch-en habe, daß er durcy sein Auftreten die Gräfin und die übrigen Verwandten schwer beleidigt habe. Er bitte alle um E n t s ck. u l d i g u n g, deren Ehre er zu nahe getreten. Ter Hauptgrund, weshalbJusttzrat Wronker den an ihn gelangten Entschuldigungsbries Hektor Kwi- leckis nicht im Plaidoyer verwandt, war die Bitte des Grafen, die Angeklagten erst frühestens davon in Kenntnis zu setzen, wenn die Geschworenen sich zurückgezogen hätten.
Gegenüber einer Meldung, Staatsanwalt Dr. Müller habe sein Abschiedsgesuch eingereicht, erfährt der „Lok.-Anz", daß di.es bisher nicht geschehen sei.
Das „Berl. Tagebl." veröffentlicht auch ein Interview mit der Gräfin Kwilecki. Diese bleibt noch zwei Tage in Berlin und fährt dann zu einem ihrer Brüder aus dessen Besitzungen bei Posen. Später gedenkt sich die Gräfin in Berlin niederzulassen. Etwa 200 Glüäwunsch»- Telegramme sind bei ihr eingelaufen. Die Entlastungszeugin Frau Wieckowska aus Wrvblewo, die während des Kwilecki-Pvozesses aus Antrag des ersten Staatsanwalts unter dem Verdacht des Ateineids und der Begünstigung verhaftet worden war, ist aus dem Unterfuchungsgesängnis entlassen worden.
Tie Gräfin war auch gestern mittag in Moabit wieder Gegenstand von Kundgebungen, als sie, begleitet von ihren beiden Töchtern und dem kleinen Sohne, vc-r dem Gerichtsgebäude vorfuhr, um Geld und Briesschaften, die sich noch bei Gericht befanden, abzuholen. Ter Wagen wurde von einer Hurra rufenden Men.chenmenge umringt. Bei der Abfahrt wiederholten sich die Kundgebungen.
Ire engüscheu Aarlamentarier in Jaris.
Paris, 26. Nov.
Im Elysee war heute nachmittags Empfang der hier eingetvofsenen englischen Parlamentarier, an dem auch deren Familienmilglreber und zahlreiche französische Parlamentarier teilnahmen. Präsident Loubet und Gemay- Lin empfingen die Gäste im Festsaale, während die Kapelle die Nationalhymne beider Länder spielte. Lord Brassey hielt eine kurze Anspraü-e, in der er betonte, daß in den Kerzen der Engländer der aufrichtige Wunsch nach einer herzlichen Entente zwischen beiden Ländern wohne. Präsident Loubet erwiderte, die Bemühungen, den Gästen
Nuchrichtctt über Viehseuchen.
Bei einem Schweine des Uhrmachers Albert Heinzer- ling zu Biedenkopf ist die Rotlaufseuche in Form Don Backsteinblattern sestgestellt worden. Es ist Gehöftsperre inngeordnet._______________________________
KxkmmtmüHuug.
Betr.: Das Meldewesen in der Provinzialhauptstadt Gießen.
Nach pos. III, 2 der Melde-Ordnung für die Provinzjal- h-auptstadt Gießen vom 10. Mai 1890 haben die dorten des Näheren bezeichneten Meldepflichtigen, mit Ausnahme der Dienstboten, die vorgeschriebenen An- und Abmeldungen persönlich oder schriftlich zu erstatten.
Für schriftliche Nteldungen sollen vom 1. Dezember l. Is. ab eigens dazu eingeführte Formularien zur Verwendung kommen.
Wir ersuchen die Meldepflichtigen, sich dieser Formularien bedienen zu wollen, und machen darauf aufmerksam, daß solche außer auf unserem Meldebureau auch an den Oktroierhebestellen des Selters-, Neustadter- und Wallthors unentgeltlich verabreicht werden.
Gießen, den 26. November 1903.
Eroßverzogi.mu>.' viHifivmmi Gießen.
Hechler.
imiQ. 3iieqelpiflb21,H2, Herkäiti le, gleich welche Araich 878anb. Erp. d.öü„
Vrilwt'unb ioiort gesuchi.
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liätrin hat W ,usburg 12, 3.
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