Ausgabe 
27.10.1903 Drittes Blatt
 
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Nr. Ä52

Erscheint täglich außer Sonntags,

Dem Gtetzener Anzeiger werden hn Wechsel mit dem KeMschen Landwirt die Gletzener Familien» blätter mermal in der Woche betßdegL

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Schulstratze 7.

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Krrnsprechamchluß Nr. 5L

Dienstag »7. Oktober 1903

Erstes Blatt

153. Jahrgang

GieKener Anzeiger

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KeKmnümachung.

Betr.: Herbstübungen von Truppenteilen des XVIH.Armee­korps im Großherzogtum.

Das nachstehende an Großh. StantSministerium gerichtete

Schreiben bringen wir hiermit zur allgemeinen Kenntnis.

Gießen, den 23. Oktober 1903. .

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V.: Dr. Wagner.

18. ArmeekarpS.

Generalkommando.

Frankfurt a. M., den 10. Okt. 1903.

Dem Großh Staatsministerium beehre ich mich ganz ergebenst mitzutellen, daß die mir unterstellten Truppen während der diesjährigen Herbstübungen eine durchaus gute Aufnahme gefunden haben und darf ich das Großh. Staats- Ministerium sehr ergebenst bitten, den beteiligten Staats- und Kommunalbehörden, sowie den Gemeinden meinen verbind­lichsten Dank sehr gefälligst zum Ausdruck bringen zu wollen.

Der kommandierende General.

gez. von Lind equist.

' Bekanntmachung

Betr.: Unfälle auf Nebenbahn-Uebergängen.

Nach Mitteilung der Königlich Preußischen und Groß­herzoglich Hessischen Eisenbahn-Direktion Mainz hat sich in den letzten Jahren die Zahl der auf Nebenbahnen des Direktionsbezirks Mainz durch Ueberfahren von Fuhrwerken entstandenen Unfälle vermehrt. Es sind ferner zahlreiche Fälle vorgekommen, in denen nur durch besondere Aufmerksamkeit und Entschlossenheit des Lokomotivführers ein Ueberfahren von Fuhrwerken verhütet worden ist. Die Wagenführer haben meistens geschlafen oder das Bestreben gehabt, noch vor dem Zuge über den Bahnübergang zu kommen.

Die Bahnordnung für die Nebenbahnen Deutschlands sieht eine Bewachung der in Schienenhöhe liegenden Weg­übergängen, d. h. die Anbringung von Schranken nur in Ausnahmefällen vor. Eine Minderung der in Rede stehenden Unfälle kanu daher nur dadurch erreicht werden, daß es die Fuhrwerksbesitzer und Wagenführer beim Befahren solcher Bahnübergänge nicht an der nötigen Vorsicht fehlen lassen.

Indem wir dies hiermit zur öffentlichen Kenntnis bringen, weisen wir wiederholt auf die Gefahren hin, die durch Unaufmerksamkeit beim Befahren von Uebergängen entstehen.

Gießen, den 24. Oktober 1903.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

I. V-: Dr. Kranzbühler.

KisenöayvprojeLte in Hberheffen.

Aus dem Bogels berge wird uns ge- schrieb en :

Die Eisenbahnfrage gewinnt täglich mehr und mehr an aktuellen; Interesse sür den Vogelsberg und seine Be­wohner, sodaß inrmer wieder neue Projekte auftreten. Man sieht eben allenthalben ein, was auf dem Spiele steht, denn so viel ist sicher, die nächste zu erbauende Lahn wird wahrscheinlich auch für absehbare Zeiten die letzte Lokal­bahn jein, die vorderhand den Vogelsberg in seinem zen­tralen Teil erschließen soll. Das ist auch der Hauptgrund, warum sich mit einem Male alle möglichen Orte um diese

Bahn bekümmern.

In einem Punkte stimmen alle Projekte überein, daß nämlich ihr M'i t t e l p u n k t U l r ich st e i n sem muß, wenn etwas Positives geschaffen werden soll.

Vergleichen wir die einzelnen Projekte mit einander, so müssen wir sagen, dem ProjekteEhringshausen- Großfelda-Ulrichstein" brachte die allgemeine Be­völkerung fast gar kerne Sympathie entgegen, weil es außer Großfelda gar keinen größeren und bedeutenderen Ort berühren würde und außerdem durch ziemliche schwie­riges Gelände geführt werden müßte. Es mußten dabei, um die gesetzlichen normalen Steigungen zu gewinnen, sehr große Schleifen und Kurven angelegt werden, wo- durch nicht bloS der Schienenweg bedeutend verlängert und der Bahnbau verteuert würde, sondern es würden auch zugleich Berkehrsverhältnisse geschaffen, die nimmermehr die projektierte Bahnlinie rentabel machen könnten.

Man würde pon Un t ers eib ertenr o d aus per Fahrstraße nur noch einen Weg von 10 Km. bis zur Sta­tion Mücke haben und also von dort aus per Fuhrwerk rascher und billiger sein Vieh oder sonstiges Stückgut zur Bahn befördern tonnen, wie aus dem Umwege über Groß­felda und Ehringshausen, denn dieser würde bis Ehrings­hausen mindestens 12 Km. betragen und von dort bis Mücke 131/2 Km., das sind 21/2 mal mehr Kilometer, wie ans

dem alten Wege.

Nun will ein neuerdings auf den Plan tretendes Pro­jekt diesen Umweg vermeiden, die Vertreter desselben sagen: Was wollen nur die oberen Vogelsberger mit iyrem Ver­kehr nach Gie ß e n und Fr a n k f u r t ? Gie ß en ser doch Nebensache ! Tie Hauptsache sei, daß eine ve^ere Ver­bindung zwischen den einzelnen Kreissräoten öeö berges, hier in erster Linie zwischen -^cho t re u uno 1 y' feld, geschaffen werde. Diese ^ahn ginge oann qum ourcy, den Vogelsberg und würde dciljenben durch nnglreo^ung an seine Kreisgädte völlig erschließen. ......

3)tfbei wird vergessen, dau bamu b.u ^giemng jjl eine nZ viel schwierigere Aufgabe gestellt wuroe, wie im

ersten Falle. Ein Blick auf die Generalstabstarten oder noch besser in die zum Teil schon vorhandenen Höhenkurven­karten der einzelnen Gemeinden zeigt sofort, daß hier fast unüberwindliche technische Schwierrn ketten vorlregen, deren Lösung so unendliche Kosten verur­sachen würde, daß niemals in absehbarer Zell auch nur auf eine nrinimale Bahnrente gerechnet werden könnte. Und unser Ministerium würde gewiß nie ein Projekt ge­nehmigen, das nur neue Opfer ohne jede Aus­sicht auf Geg en gewinn st von ihm verlangt.

Betrachten wir uns diese Linie etwas näher, so hören wir, sie soll von Alsfeld über Romrod nach Unter» und Oberbreidenbach Und Windhausen und von da oberhalb Köddingen, Helpershain in südwest­licher Richtung zwischen Rebgeshain und Ulrichstein nach Schotten zulaufen. Selbst angenommen, sie käme ohne werteres glücklich nach Schotten, so müßte dort erst die Anlage eines neuen Rangierbahnhofes weit draußen an der sogen. Spieß gegen Rain rod zu gemacht werden, damit es möglich wäre, die Höhendifferenz zwischen Schotten und der Wasserscheide bei Rebgeshain und Ulrich­stein zu überwinden. Und wenn man nun dies alles glück­lich zu stände gebracht und diese Verbindung her gestellt hätte, was wäre damit gewonnen für die Allgemeinheit? Nichts, rein gar nichts ! Es wäre wohl eine möglichst kurze Verbindung zwischen den Kreisstch)ten Schotten und Alsfeld geschaffen, die einzig und allein ein paar Fabri­kanten und Geschäftsleuten zu gute käme, für die Allgemein­heit aber fast gar keinen Wert hätte, da sie fast immer nur durch Wildnis und nur an ein paar kleineren Orten Vorbeigehen würde. Als Hauptgrund, der sür diese Linie spräche, wird ins Feld geführt erstens die leichtere Aus­beutung des Basalts und der Lungsteine und die, bessere Verwertung der Nutzhölzer in den Baugeschäften in Als­feld ; es ist aber leicht ersichtlich, daß dies alles auf anderem Wege gerade so gut zu erzielen ist. Durch diese Bahn würde aber U l r i ch st e i n, das doch den Zentralknotenpunkt des ganzen Gebirges bildet, erst recht beiseite gestellt, der altberühmte Jakobimarkt, der so schon durch die Prämien Märkte zu Lauterbach, Schotten und Alsfeld bedeutend verloren hat, würde mit der Zeit sicher eingehen, weil die eine Hälfte der Interessenten ihre Ein­käufe dann bequemer in Alsfeld, die andern aber in Schotten machen würde. Außerdem müßte man1 aller Wahrscheinlich­keit nach von Ulrichstein aus zu dem mit Rebgeshain ge­meinschaftlichen Bahnhof . sicher ca. 2 Km. bergauf erst fahren. Hätte das noch Sinn?

Auch das Großh. Haus dürfte diesem allerneuesten Projekt nicht sympathisch gegenüberstehen, denn durch diese projektierte Linie würde das buen retiro des Landesfürften, wohin er sich nach der Regierung Müh und Lasten in sein Jagdschloß mit seiner idyllischen Wawesruhe zurückziehen kann, belästigt und gestört

Dann ist es auch immer eine sehr schwierige- Sache, wenn man die >Verkehrsrichtung, wie sie sich im Laufe der Jahre entwickelt hat, mit Zwaugsmaßregeln in eine neue Richtung pressen will, es ist das einfach ein Unding! Aus den Bedürfnissen der Länder und ihrer Bewohner heraus entwickelt sich ganz allmählich der Verkehr in ganz be­stimmter Richtung, und dieser deutet hier mit allen Zeichen nachGießen und Frankfurtund nirgends anders hin. Nur dort sind Absatzgebiete sür unsere Fleisch­produkte, für unser Vieh und für Verwertung unserer Bau- und Nutzhölzer, Eisensteine rc. zu suchen und zu finden, denn gerade bei Bahnen gilt der Satz:Die kürzeste, normale Verbindung zweier Orte ist die beste. Darum müssen wir vor allem eine Eisenbahnverbindung mit Mücke, diesem aufstrebenden Knotenpunkt der ober- hessischen Bahn anstreben.

Vielleicht wäre das Projekt Mücke-Ulrichstein Rixfeld in zwei Teile zu verlegen, in einen Teil Mücke- Ulrichstein und einen Teil Ulrichstern-Rixfeld. Die An­lage des ersten Teils müßte zuerst erstrebt werden und die des zweiten erst dann, wenn nach einem gewissen Zeit­raum ein geschäftlicher Ueberblick gezeigt hätte, daß auch neue oberhessische Eisenbahnen ganz gut rentieren können, wenn sie nur richtig geführt werden

Wenn sich für die Lime Gr e b en ha in-Ged ern eine genügende Rentabilität nachweisen läßt, dann ist es an der Zeit, an die Regierung mit dem Gesuch um Ausbar» der zweiten Hälfte von Ulrichstein nach Rixfeld heranzu­treten Denn Schotten und Alsfeld unterstützen sich bloß deshalb gegenseitig, weil sie beide befürchten, von Lauter­bach minder Zeit überflügelt zu werden; Schotten dürfte namentlich mit dem "Ausbau der Linie Grebenhain-Gedern Gefahr lausen, daß der Verkehr über den oberen Vogels­berg um Schotten herum nach Gedern und Lauterbach geleitet wird/

ytun kann man woyr in zweiter Suite auch iuejett an­deren Bahnbestrebungen sympathisch gegenüberstehen, man darf sie aber nicht weiter unterstützen, da durch sie nur immer wieder neue Verzögerungen geschaffen werden, und so bleibt der Einwurf berechtigt: So lange die Inter­essenten des Vogelsberges selbst noch nicht einig sind über die Führung der projezierten Bahnlinie, liegt keine Ver­anlassung vor, näher an diese Frage heranzutreten! Daß man aber den Bestrebungen des Vogelsbergs, an die großen Verkehrsadern dura) eine Nebenbahn an-geschlossen zu wer­den, wohlwollend von allen Seiten her gegenübersteht, ist nicht zu leugnen. Besichtigten doch ersr ganz jüngst Se. Exeellenz der Mnanzminister Ar. Gnauth mit einem Oberbaurat das ganze Gelände, um persönlichen Einblick von der ganzen Sachlage zu gewinnen. Auch diese Herren dürften zu der Ansicht neigen, daß eine Erschließung des oberen Vogelsberges einzig und allein durch eine direkte Verbindung mit der Pr 0 vinzialh auptstadt Hießen gewonnen werden muß, und daß dies in bester

Weise nur geschehen kann durcv die Ausführung eines Mo- >ekts ck eU l r i ch st e i nR i x f e l 0. 11

Aas praktische Jahr.

Meinungsäußerung eines praktischen Arztes zu dem Artikel in Nr. 249Die Akademieen der Medizin".

Als das Gesetz betr. das im Anschluß an das Staats­examen abzuleistende praktische Jahr des jungen Arztes heraustam, da hat in ärztlichen Kreisen wohl niemand an die verblüffende Lösung mittelst Gründung von Akc> demien für Medizin in größeren Städten gedacht. Seit ge­raumer Zeit nun schwirren dunkle Andeutungen über solche Pläne der Reichsregierung in der Lust herum und beängstigen die ärztliche Welt. Derrn das möchte ich voraus- schicken: Den Beifall der Aerzte findet diese Neuerung so wenig, wie die bisherigen. In bescheidener Zurückhaltung hat man es nur bisher unter­lassen, die gegenteiligen Ansichten des ärztlichen Publikums laut werden zu lassen. Wozu auch sollte das dienen? Unsere leitenden Männer in Berlin scheinen ja Wohlgefallen daran zu finden, überall und immer das zu beschließen, das ein­zuführen, was den Wünschen der Aerzte diametral entgegengesetzt ist, die berechtigten Wünsche und For­derungen dieser 28 000 Deutschen aber vollkommen in den Wind zu schlagen, ja direkt ohne Wohlwollen zu be­handeln.

Jch> brauche nur an die Zulassung der Frauen zum medizinischen Studium (warum nicht auch zum theologischen, philologischen, juristischen?) und an die Schaffung von Jüngern Aeskulaps mit Real­schulmaturität zu erinnern, während fast gleichzellig m Bayern für die Veterinärmediziner Gymna- sialmaturität gefordert wird. Bekannt ist auch, wie wenig sich die Unfall- und Krankenversicher­ungsgesetzgebung mit den ärztlichen Forder­ungen auseinandergesetzt hat. In ersterer sind die Aerzte gar nicht erwähnt, obwohl ohne sie eine praktisch? Durchführung des ganzen Gesetzes unmöglich wäre, in der jüngst vom Reichstag verabschiedeten Novelle zu letzterem hat man trotz anerkannter schreiender Mißstände auf dem Gebiet der Honorierung der ärzt­lichen Leistungen nur die Pflichten der Aerzte erhöht, ihren Bitten und Forderungen aber nicht einmal eine wohlwollende Erwägung zugesagt.

Täese Behauptungen waren nötig, um meine Beyaupt- nng von dem Mangel an Wohlwollen der Reichsregier­ung gegenüber den Aerzten zu beweisen. Ich komme nun zum eigentlichen Thema und möchte die Kehrseite der Akademien für Medizin", wie sie sich dem Aerzte- stand zeigt, beleuchten.

Kliniken sind Krankenhäuser, deren Leiter einen Lehrauftrag haben. Neben diesen steht die große Zahl der städtischen Krankenhäuser, Hospitäler rc., deren Leiter zum großen Teil wohl ebenso bedeutende Koryphäen sein mögen, als die Leiter der Universitätskliniken. Sie hatten aber bisher keinen Lehrauftrag. Und diesen sollen sie nun bis zu einem gewissen Grage erhalten.

Ein anderes Unterscheidungsmerkmal existiert nicht. Die Akademien sollen, wie ich dem Aufsatz in Nr. 249 des Gieß. Auz. entnehme, die selbständige Behand­lung des Kranken durch die Praktikanten ermöglichen. Als ob dies an Kliniken nicht möglich wäre! Dem Ver­fasser ist dies immer gern gestattet worden, die akchrem. Lehrer erklärten sogar ausdrücklich, daß dies erwünscht sei, und es bedurfte nur einer dahingehenden Bitte, eines Interesses, das man bei jedem jungen Arzt voraussetzen muß, um diese Forderung erfüllt zu sehen.

Wo dies an großen Hochschulen nicht möglich ist, wo wie z. B in Berlin die Fernersitzenden mit Krim­stech ern den Verlauf einer Operationver- solgen müssen, da wird eben ein für seine Ausbildung besorgter Mediziner nicht bleiben. Er dient seinem Interesse m eit mehr, wenn er eine kleinere, Hochschule für einige klinische Seme ft er auf­sucht.

Wie ich schon sagte, unterscheidet nichts, rein gar nichts die Akademien in der geplanten Form (siehe Artikel in Nr. 249) von den Universitätsllinllen. Auch die Zahl der Praktikanten wird, fürchte ich, so groß werden, wie an kleineren Hochschulen auch. Es wird sich also nur um eine Fortsetzung der klinischen, der Krankenhaus- ausbildung handeln, in welcher der an großen Hoch­schulen notgedrungen (durch die Ueberfüllung) mangelhaft durchgebildete, oder der Mediziner, welcher während seiner Studienzeit etwasgebummelt" hat, die Lücken seiner Aus­bildung wird ergänzen können. Für die Zwecke der Praxis, zur Ausbildung praktischer Aerzte, wird das praktische Jahr an Akademien nahezu zwecklos sein.

Es möge mir zur näheren Erläuterung dieser Behaupt- tung gestaltet sein, aus einige Punkte näher einzugehen. Am schwierigsten wird es für Den ärztlichen Praktiker unter allen Umständen fein, in ärmlichen Verhältnissen, unter Vorurteilen, ohne jede Assistenz eine ge- b ur ts h il s liche oder chirngrische Operation vorzunehmen. Er muß die Instrumente keimfrei machen, desgi. das Opera­tionsfeld, und muß dafür sorgen, daß diese sernerhin nur mit aseptischem Material in Berührung kommen. Die Vor­nahme der Operation ist meist weniger schwierig, als die Erfüllung dieser Forderungen, von der das Leben und die Gesundheit des Patienten, der fieberfreie Verlauf des Wochenbettes u. a. ab hängt. Lernt der junge Arzt das praktisch in der Klinik? Wird er das in Akademien lernen? Es ist einfach unmöglich, in solchen mit allen modernen Hilfsmitteln ausgestarteten Anstalten die Verhältnisse einer dunklen, engen, schmutzigen Häuslichkeit zu markieren.