Ausgabe 
27.8.1903 Erstes Blatt
 
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Erstes Matt.

Donnerstag rS^.AngnK 1903

153. Jahrgang

Bezug -pretSr

monatl

Uotertel- ,20; burcb

Teil: U öttito: für , Stadt and ßanb* und .Gettchts^aal^: Auaust Götz; für den An- zetgentetl: Han« Beck.

Nr. 200

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Kie Aeöet, hie David.

Der Abg. Bebel will dem.Kornödienspiel in der So- zialdemokratte" ein Ende machen. Er ruft den Revisio­nisten zu:Wir müssen uns darüber klar werden, wie wir zu einander stehen." Zu den Revisionisten gehört in erster Reihe der Abg. Dr. David, auf dessen Fehde mit Koutsky, dem Wortführer der revolutionären Orthodoxie, wir wieder­holt hingewiesen Haven. Die wissenschaftliche Tätigkeit Davids ist für diese Orthodoxie eine Quelle bitterer Sorge geworden; sein Hauptwerk über Sozialismus und Agrarfrage hat der marxistischen Theorie einen Stoß versetzt, wie dies vorher in g'kichem Maste wohl nur Bern­steins Buch, getan hatte.

Zu den Grundpfeilern der marxistischen .Lehre gehört die Behauptung von der stetig fortschreitenden Tendenz zur Konzentration der Betriebe. Ter Großbetrieb ist, so be­hauptet der Marxismus, in der kapitalistischen Wirtschafts­ordnung stets den: Meinbetrieb überlegen. Ein Kampf zwi­schen beiden endigt immer mit dem Siege des Großbetriebs. Dieser fortgesetzte Kampf führt zur Bildung immer größerer Betriebe, die stets wieder die kleineren aufsaugen, bis nur ganz wenige Riesenunternehmungen noch nebeneinander stehen.Daun aber", so sagt Marx,schlägt die Stunde des kapitalistischen Privateigentums; die Expropriateurs werden expropriiert." Aus den Ruinen aber blühe die kommunistische Gesellschaftsordnung. Unter dem Banner dieser Lehre sind feit Jahrzehnten die sozialdemokratischen Agitatoren ins Feld gezogen. Für die Industrie mochte es auch zumeist gelingen, die Lehre mit der tatsächlichen Ent­wickelung in Einklang zu bringen. Desto weniger stimmte sie in der Landwirtschaft. Ter Bauer, dem man mit untrüglicher Sicherheit vorrechnete, daß sein letztes Stünd­lein geschlagen habe, fühlte sich viel lebensfrischer als der Großgrundbesitzer, der nach der Behauptung der Agitatoren über seine Leiche hätte triumphieren sollen. Unter dem Ein­druck dieses Widerspruches von Theorie und Praxis setzte, von Vollmar geführt, eine Reform-Programm-Bewegung ein, die aber auf dem Breslauer Parteitag an dem Wider­stand derer um KautSky zunächst scheiterte. Jedoch die Sieger wurden ihres Sieges nicht froh. Kurz darauf lieferte die deutsche Berufszählung von 1896 den zahlenmäßigen Beweis, daß die Kleinbetriebe bis zu 20 Hektar Um­fang auf Kosten der größeren zugenommen hatten. Also war bie marxistische Theorie falsch? Tas durfte nicht fern. Kantsky fetzte sich hin undbewies" auf 450 Seiten, daß sie stimmte' trotz alledem. Eine kräftige Kritik aus dem Lager der Parteigenossen antwortete ihm und beleuchtete seine Beweise. Das letzte Produkt dieser kritischen Beweg­ung ist Davids umfassendes Buch. Das Ergebnis dieses Buches ist, daß die Lehre von der Konzentration der Be- rriebe für die Landwirtschaft nicht zutrifft und nicht zu­treffen kann. Der Grund hierfür ist, daß in der Landwirt­schaft jene Elemente, die in der Industrie den Großbetrieb dem kleineren überlegen machen, entweder nicht vorhanden sind oder eine weit geringere Rolle spielen. David legt scharf den Wesensunterschied landwirtschaftlicher und industrieller Produktion klar. Hier handelt es sich um die Entwicklung lebender Wesen, dort um die Bearbeitung toter Dingen hier um einen organischen, dort um einen mechanischen Prozeß. Daraus ergeben sich tiefgreifende ökonomische Unter­schiede. Tie völlige Durchführung der Arbeitszergliederung, aus der die Ueberlegenheit des industriellen Großbetriebes

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so wesentlich beruht, scheitert in der Landwirttchaft an der von Natur gegebenen unabänderlichen Reihenfolge der pflanzlichen Arstände und der ihnen entsprechenden not­wendigen Verrichtungen. Die Maschine hat nicht entfernt die gleiche Bedeutung wie in der Industrie, sie steht auch dem Bauern ebenso gut zur Verfügung, wie dem Großgrund­besitzer. In der Landwirtschaft fehlt die selbsttätige Kon­trolle, die in der Industrie jeher Dellarbeiter dadurch, auA- übt, daß er aus der Hand seines Vorarbeiters nur ein fehlerfreies Teilprodukt entgegennehmen will. Darum macht sich in viel höherem Maße der Mangel an eigenem Interesse geltend, den der Lohnarbeiter an den Tag legt. Dieser Mangel wiegt um so schwerer, als die Arbeit vielfach wie bei der Behandlung des Viehs, einen hohen Grad von Sorgfalt erfordert. Hierauf gründet sich die bedeutende Ueberlegenheit des mit feiner Familie für sein Haus und Hof arbeitenden Bauern über den mit fremden Arbeitern wirtschaftenden Großgrundbesitzer. Die Konsequenzen dieser Anschauung lassen sich nach zwei Richtungen ziehen. Die eine, praktisch-politische, Folgerung lautet in Davids Worten:Trennung der kleinbäuerlichen Ge- folgschaftv onden FahnenderGroßlandwirte und politische Mobilmachung der Landarbei­ter." Die andere, noch wichtigere, ist eine theoretische, und sie spricht David nicht mit gleicher Deutlichkeit aus. Eine kommunistische Wirtschaftsordnung wäre doch nur möglich, wenn die Konzeutrationstenbenz das Ganze der Wirtschaft einheitlich erfaßte. Eine Wirtschaftsordnung, in der die Gesellschaft die industrielle Tätigkeit zwar im eigenen zentralistischen Betriebe ausübte, die landwirtschaftliche aber einer Unzahl kleiner selbstwirtschaftlicher Betriebe überließe ist ein Widerspruch in sich selbst. Darum bricht mit der Widerlegung der Konzentrationstheorie für die Landwirt­schaft die ganze Theorie des Kommunismus zusammen. Eharakteristischerweise räumt daher David der gewöhnlich alsEndziel" bezeichneten kollektivistischen Produktions­weise nur die Bedeutung eines Mittels zum Zweck ein, während er das wahre Endziel in einem Zustande sieht, wo jedem gegen Ableistung einer sehr mäßigen Arbeitszeit ein Leben in Wohlstand und ideeller Verfeinerung ge­währt ist."

Wir wollen uns über die Möglichkeit eines solchen Zu­standes jetzt nicht auseinandersetzen. Wir sehen aber, wie schwer der Schlag ist, den David gegen Die theoretische Grundlage der SoziaiDemorratie geführt hat. Es ist daher begreiflich, piaß in den Kreisen derAlten" schweres Un­behagen herrscht, und daß ein Genosse sogar David erregt einen Vorwurf daraus machte, daß er mit seinem wissen­schaftlichen Bekenntnis nicht wenigstens bis nach den Wahlen gewartet habe. Jetzt sind die Wahlen längst vorüber und dieRevisionisten" eine Macht in der Sozialdemokratie geworden. Und darum beginnt es zu kriseln. Herr Bebel verlangtKlarheit über die innere Situation der Partei", und es wird sich zeigen/ wie lange noch die marxistische Orthodoxie mit den revisionistischen Gegnern der marxisti­schen Lehre in einem Parteiverbande zusammenbleiben.

Politische Tagesschau.

Zum Wechsel im Reichsschatzamt.

Wie schnell die Entlassung des Schatzsekretärs v. Thiel- mann vor sich ging, kann man, wie sich derFränk. Kur."

aus Berlin schreiben läßt, daraus entnehmen, daß er noch vor 8 Tagen von seinem Landaufenthalte in Bayern aus An­weisungen gegeben hatte in Bezug auf die Neuausstattung verschiedener Zimmer seiner Dienstwohnung. Beim An­tritt seines Urlaubs hatte er die Zimmer im Innern er­neuern lassen, die Anschaffung neuer Möbel in Ausfickt genommen und auch einen Umbau der Stallung angeord­net. Aus freien Stücken hat er kein Entlasfungsgesuch eingereicht, er ist dazu ausgefordert worden.

Was die neuen Steuern an betrifft, so kann der Berichterstatter des zitierten Blattes bestätigen, daß in erster Linie das Bier in Aus sicht genommen ist.. In der Regierung haben gegen Schluß der Reichstags- session Erwägungen stattgefunden, welche Steuern vor ge­schlagen werden sollen. Jrn Reichsschatzamt sind infolge­dessen sämtliche Steuerpläne wieder hervorgeholt und ge­prüft worden, die schon seit Jahren darin lagern, und bis auf Bier und Tabak sind sämtliche Steuer- Pläne verworfen worden, u. a. auch eine Wehr- fteuer.

Aer 50. Deutsche Katholikentag.

IIL

Tie Klage über das Ueb er Handnehmen der Festliche feiten ober, wie der Präsident es dem Mailänder Kardinal lateinisch verdolmetschte, die abunbantia feftorum, hat ihren Ausdruck in einem Anträge gefunden, der von der großen Zahl und dem zu großen Glanze der Festlichkeiten eine Rückwirkung der Vergnügungssucht und eine Schädig­ung des Familienlebens befürchtet und den Katholiken em­pfiehlt, auf Vereinfa chung und Verminderung der Festlichkeiten hinzuwirken. Ein besonderer Passus, der speziell den katholischen Studentenverbind­ungen diese Meldung ans Herz legt, hat, wie aus einer Bemerkung des Referenten hervorging, bei den Be­teiligten etwas verschnupft. Der Satz ist deshalb vom Aus­schuß in eine weniger stachlige Form gekleidet worden und wurde so angenommen. In einer launigen Bemerkung des Präsidenten wurde ausgesprochen, daß dieser Antrag auch auf die Katholikenversammlungen selbst Anwendung finden solle.

Als Ort der nächsten Versammlung wurde Regensburg, als Ort der übernächsten Straß­burg i. E. bestimmt.

Der jährlich wieder kehrende Antrag, der die Aufheb^ ung des Jesuitengesetzes verlangt, wurde ohne De­batte wiederum angenommen. Der Beifall, der die Ver­kündigung der Annahme des Antrags begleite, werde, so meinte der Präsident, hoffentlich auch von denen gehört werden, die es angehe, und der Referent Racke-Mainz meinte, man dürfe nicht dulden, daß allerhand Agitationen die gesetzmäßige Regierung in Teutschland Lafym legen und Radaubrüder die Regierung im Vaterland führten. Ohne Debatte wurde alsdann eine Reihe von sozialpoli­tischen Anträgen angenommen. Tie Landwirtschaft, das Handwerk und die Nationalstände der Arbeiter und Ge­sellen, die Parteiangestellten und Privatbeamten, auch die Bauernburschen wurden in 19 Anträgen bedacht. Der zur Agrarfrage angenommene Antrag fordert die Unter­stützung der eigenen Tätigkeit durch Fürsorge der Gesetz­gebung und Ergreifung aller zur Förderung geeigneten Maßnahmen umsomehr, als infolge der fortschreitenden

eines Nordlichtes, daß man, wenn nichts weiter zu sehen gewesen wäre, auf den Einfall hätte kommen können, daß ein Nordlicht einen Ausflug in so südliche Gegend gemacht hätte. Die Lichtbänder waren so zart, daß, wenn sie über den Haren Himmel zuckten, die Sterne durch sie hindurch deutlich sichtbar blieben. Zuweilen flackerten sie am äußersten §tand der Wolke auf, erleuchteten deren Ränder und zogen dann noch in das unbewölkte Blau hinein. Zu anderen Malen erschienen sie auf der zunächst gelegenen Seite der Wolke und zeigten den dunklen Umriß der Berge in deutlicher Zeichnung auf dem erleuchteten Hintergrund. Tie Lichtstreifen folgten schnell genug auf einander, daß man sie als dauernd bezeichnen konnte, indem ein schwaches rofiges Leuchten fortgesetzt sichtbar zu bleiben schien, ob­gleich es durch rasches Erzittern der wagerechten Licht- streifen in Bewegung erhalten wurde. Tie helleren Ent­ladungen waren nicht nur glänzender, sondern auch von kürzerer Dauer. Die besaßen eine blasse, bläulich-weiße Farbe und tarnen und gingen mit der Schnelligkeit ge­wöhnlicher Blitze. Zuweilen traten sie auf der anderen Seite des großen Bergrückens auf und ließen so den zerrissenen Kamm vor der beleuchteten Wolkenfläche erkennen, wäh­rend alle diesseitigen Hänge und Spitzen im Schatten blieben. In anderen Fallen aber zeigten sie sich diesserts der Berge und erleuchteten besonders die Schneefelder und Gletscher nebst den düsteren Felsspitzen in ihrer Umgebung. Niemals wurde etwas ähnlich der Gabelung von Blitzen an ihnen wahrgenommen. In einem Fall schien ein hori­zontales Band lebhaften Lichts von 23 Kilometer Länge vom Abhange an der Basis der Silberhornjpitze aufwärts zu schießen, als ob es vom Grund hmaussprang, unten scharf umrissen und glänzend, dann allmählich nach oben- ntn an Lichtstärke abnehmend und Mießlich auf halber Höhe zum Stamm verschwindend. Die sonderbarste Er­scheinung der helleren weißen (Entlobungen war es, wenn eins der großen Schneeselder oder eut Teil eines Gletschers für eine oder gar zwei Minuten fortgesetzt in einem schwachen bläulich-weißen Lichte erstrahlte. Nach einiger Zeit glühte derselbe oder ein anderer Teil des vorliegenden Gebirges in ähnlicher Weise auf.

Ter erste Eindruck luar, daß diese Strahlung nur der Widerschein von einem erleuchteten Teil der Wolke sein

konnte, aber der Beobachter vermochte sich keine Rechen­schaft über das Vorhandensein von dauernd erhelllen Tellen der Wolken zu geben. Ueberdies blieb das Leuchten über dem Schnee und dem Eis örtlich beschränkt und vereinzelt, als ob der Lichtstreifen eines Scheinwerfers auf einen be­stimmten Teil der Berggehänge gerichtet worden wäre und nach einiger Zell auf eine andere. Bei der Betrachtung eines dieser Lichtflecken nahm Geikie einen Hellen Lichtpuntt eines der Firnfelder auf den Gehängen des Mittaghorns wahr, der rasch verschwand, aber bald wieder erschien und dann mit eben solcher Schnelligkeit wieder verloren ging. Zu­nächst dachte der Beobachter, daß dieser Lichtpunkt ein Stern wäre, der für kurze Zeit durch Wolkenrisse hervor­getreten, obgleich sein Stand sich etwas unterhalb des Berg­kammes zu befinden schien. Nach einer halben Stunde jedoch erschien ein ähnliches Helles Licht an derselben Stelle, aber mehr zerstreut, als das erste und von etwas länglich ausgezogener Gestalt. Ob es in der $at ein Stern war, der durch leinen in Bewegung befindlichen Nebelschleier hindurchschien, oder eine Art von Elmsfeuer, konnte nicht mit Sicherheit entschieden werden. Andere Augenzeugen sagten aus, daß zu gleicher Zell in der Umgebung des Schilthoms ähnliche Erscheinungen auf getreten waren; dafür war für diese Beobachter die Jungfrauspitze dunkel ge­blieben. Ter Abstand der beiden Mittelpunkte dieser elek­trischen Vorgänge muß 810 Kilometer betragen haben.

Das ganze Schauspiel lieferte einen wunderbar voll­ständigen Beweis für die Irrtümlichkeit der früher herr­schenden Ansicht, daß das Wetterleuchten nur die Wider­spiegelung entfernter gewöhnlicher Blitze darstellt und für die Wahrheit der neueren Ansichten und über die Natur dieser Erscheinungen. Außerdem erwähnt Geikie noch, daß mit der Zunahme des Wetterleuchtens die vorher ganz ruhige Luft durch eine starke Brise erfrischt wurde, die von Südwest her, das Tal hinabwehte, aber nach dem Ver­schwinden der Lichterscheinungen gleichfalls aufborte. Tie Wolke über den Bergen begann die Gestalt einer unregel­mäßigen dunklen Cumuluswolke anzunehmen, und der .Himmel bezog sich dann allgemein. Von der Frühe des nächsten Morgens an fiel anhaltender Regem

Wetterleuchten iw Keöirge.

Einer der hervorragendsten lebenden Geologen, der frühere Leiter der Geologischen Landesuntersuchung in Eng­land, Prof. Archibald Geikie, der sich augenblicklich in Mürren auf h ält, hat dort lln Berner Oberland eine merkwürdige Naturerscheinung beobachtet und in einer Zuschrift an die LondonerNature" beschrieben. Es handelte sich eigentlich um ein Wetterleuchten in der Um­gebung der Hochgebirgsgipfel, aber in der Art eines Schau­spiels, das jeden Augenzeugen überraschen mußte. Wahrend Der zweiten Augustwoche waren mehrere Gewitter im nörd­lichen Oberland niedergegangen, und es war mehrfach hef­tiger Regen und Hagel gefallen, so auch am Tage vor jener Beobachtung. Der Himmel hatte fidj ganz rasch aufgeklärt und war am Aderck und in der Nacht wolkenlos, sodaß sich jede Spitze und jeder Kamm scharf gegen den klaren Hintergrund abzeichnete. Auch! der nächste Tag war schön und über Erwarten warm. Am Nachmittag begannen sich Fetzen von weißem Nebel um den Gipfel der Jungfrau zu sammeln, und dünne Wolkenstreifen bildeten sich in den höheren Luftschichten über dem großen Bergrücken, der sich vom Silberhorn bis zum Breithorn ausdehnt. Etwa um 8 Uhr abends bemerkte Geitte über sich ein schwaches zuckendes Lichtt, zuweilen verstärkt durch ein Aufleuchte n von größerem Glanz und ver­schiedener Farbe. Diese Erscheinungen nahmen rasch an Bedeutung zu, blieben aber auf die gegenüberliegenbe Bergkette beschränkt. Allerdings bekundeten andere Zeugen, daß sich ein ähnliches Leuchten, unabhängig von jenem, in der Umgebung des Schilthorn gezeigt hätte. Nicht ein einziger Donner war hörbar. Ueber den Gipfeln der Berg­kette entwickelte sich eine lange Wolkenbank, sodaß die bis dahin glänzend sichtbar gewesenen Sterne über dem Kamm verschwanden. o r ...

Bei genauer Betrachtung des Schauspiels war es leicht, zwei Arten von Entladungen zu unterscheiden. Die eine nahm die Gestalt eines schwachglänzendeii rötlichen oder rosa Lichtes an, bas mit einer zitternDen Bewegung schein­bar von links nach rechts in wagerechter Richtung dahm- schoß, als ob es von einem Punkt hinter der ^ungjrau ausainae. Diese Streifen erinnerten so vollkommen an die