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zwar keine pellt, wohl aber geotn $p'r?a^ntrutn b-- Muller-Fulda kurz vor diel aus dem Kerbholz,
ne Erzählung über den ens u. Halste und wirst die Befürchtungen aus -Sieht. Die Liebe der ui eine platonische.
er S-gen da? Flotten- mit der Bindung nicht s ihm gelungen, später litigen.
dem Wg. Bindewald, Mittelstandes getrost mit
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oder weniger unartilu» als einen Vertagung-- rng eine solche Art der ;e Heiterkeit.) Das ist ift einen Änttag.
ing deS Herrn Präsiden« Vertagung. sHeiterkeit.) cd angenommen.
Rechnunassachen, Keinere tiSWjumStat«
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Nr. 97
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Tem Siebener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Kelßsche» Landwirt die Gießener Familie». Hitler viermal tn bet Woche be,gelegt
Äotationlbrud u. Verlag bet Brühl 'scheit Unioer1.-Buch.u.eiein- b ruderet iPielsch tirben) lUbafnorv »rpebinoe und Druckerei:
Lchnlftrabe 7.
Adresse für Deoeschen: Anzeiger Wieben.
^fmiprrdianldilub^h 6L
Montag 27. April 1903
153. Jahrgang
Erstes Blatt.
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SietzenerAnzeiger«
General-Anzeiger v
Amtr- und Anzeigeblatt für den Kreis Giehen MM
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worin
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liche zehn auf der Tagesordnung stehende BeratuugSgegen- stünde erledigte. Nur bei Beratung der Denkschrift über den Starkd der Dewerbefürderung entspann sich eine längere Diskussion.
— Der Kronprinz von Sachsen | , tssin Luise nach einer offiziösen Meldung agebl." bcfinüiö eine JayreSrente von
Kirche und Schule.
Trier, 26. April. Tie seilens der Regierun g ev* folgten Zuge stündnisse im Schul streit sind folgende: Deutsch und Geschichte in de n oberen »t lassen werden in Zukunft von einer neu ernannten katholischen Lehrerin erteilt Die Pädagogischen Lehrbücher von Cfiermann und tzeitermann werden ab* geschafft, dafür Volkmer I und II eingckührt und pädago- gische Ä/rrftcn aus einem klerikalen Berlage in Padcr* vorn. Es sind die- sämtliche von katholischer Seite erhobenen Forderungen. (Da» sieht einem preußisd-en Spaziergang noch Lanossa verzweifelt ähnlich Die Red.)
Berlin, 25. April. Dem „Lok.-Anz." zufolge ist die Ausweisung der Mormone n* Missionare au5 Preußen und Mecklenburg von beiden Regierungen verfügt worden, nacl-dem seitens Bayerns die gleiche Maßregel schon vor einiger Zeit ergriffen worden ist Ten Missionaren wird aver Zeit gelassen, ihre Angelegenheiten zu ordnen. m
Wien, 26. April. Pater Hof er erklärt un „Pozor^, er befinde sich im Vollgenusse der priesterlichen Rechte; auch sei ihm vom Lrzbischos Kohn zugesichert worden, baß gegen ihn keinerlei Gewalt angewendet wird. Hoter wird, wie man glaubt, vor ein geistliches Gericht gestellt, und falls er verurteilt wird, vom Erzbischof beanadtgt werden. Der GemeiNderat von Kremfier erllärte, daß er, falls Hofer im kremfterer Gefängnis eingeliefert werden ,vitte, jede Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Ordnung adlehne, da Demonstrationen gegen den Erz- bisä-of unvermeidlich feien.
setzte der Prin- mg des „Leipz.
l 30000 Mk.
Politische Tagesschau.
Die prkvhtfche Cnqnöte Eber die Fleischteoenmg 1902.
Die Ergebnisse der preußischen EnquSte über die Ursachen der Fleischteuerung de» vorigen Jahre- sind jetzt in einem stattlichen Bande gesammelt worden und dem preuß. Abgeordnetenhause zugegangen. Am 17. September 1902 wurden bie Regierungspräsidenten und Landwirtschaftskammern vom Landwirtschaft-Minister aufgefordert, Material über die ttnlroicflung der Fleischpreise zu sammeln und an Hand dieses Materials über folgende Fragen zu berichten: 1. Ob eine allgemeine ober örtliche Fleischteuerung in einem für bie Voltsernährung bedenklichen Maße anzuertennen ist; 2. ob em erheblicher Rückgang des Fleischverbrauchs gegen früher eingetreten sei; 8. worauf beides wohl zurückzuführen sei und welche Aussichten man für bie Zukunft habe. Außerdem wurde zum 1. Dezember 1902 eine außerordentliche Viehzählung ungeordnet. Das Ergebnis dieser Arbeiten ist in graphischen Darstellungen mit ausführlichem Text und vielen Tabellen zusammengestellt
DaS Zurüctgehen der Schweineschlachtungen in Jnbustitegegenden wird lediglich der rückläufigen Geschäftslage zugeschrieben. Dabei wirb besonder- auf Kiel exemplifiziert, wo ein solcher Rückgang sich nicht zeigt, sondern im Gegenteil eine Zunahme, weil in dieser Stabt die 9lcbeiler infolge der Flottenoermehrung stet- lohnende Beschäftigung gehabt haben. Beun Rindvieh hat von 1883 brs 1892 sowohl eine Vermehrung deS Viehbestände-, wie eine solche de- Gesamtlebendgewichtes stattgefunden, welche prozentual größer war al- die Bevölkerung. Die Schiverne haben von 1873 bis 1900 progressiv steigend mehr zugenommen al- die Bevölkerung. Die Schafhaltung ist zwar zurückgegangen, jedoch betrifft dieser Rückgang hauptsächlich da- eigentliche Wollschaf, nicht das Fleischschaf. Die Schrift behauptet, daß Deutschland sehr wohl noch seinen Bedarf an Schasfleisch selbst decken könnte. Die Entwicklung der Fleischp roduktion bi- 1900 sei günstig. Von 1900 bis 1903 sei allerdings eine vorübergehende Steigerung der Preise eingetreten, bie aber eine Reihe von Gründen gehabt habe, daran habe z. B. auch der Ausfall an amerikanischem Schweinespeck und Schmalz mitgewirkt, insonderheit auch bie internationale Teuerung. Interessant ist dabei die Bemerkung: den Gefahren der Einschleppung von Seuchen durch velerinärpolizelllche Maßnahmen an den Grenzen vorzudeugen, wie vielfach vorgeschlagen wurde, ist nach sachverständiger Ansicht und vielfacher Erfahrung nicht möglich. Unter den sonstigen Gründen der Preis- steige rung werben im besonderen aufgeführt: Zurückhalten dc- Viehs durch die Produzenten, bas sich freilich schwerlich beweisen lafie und zum anderen Verabredungen der Händler und Schlächter. Voraussetzung für bie günstige Entwicklung de- ViehstandeS und damit für genügende Versorgung deS FleischmarkteS sei em kräftiger Seuchenschutz der ein- heimlichen Viehbestände, sonst würden bie Viehzüchter ihre Kapitalien zurückhalten.
Eine heitere Parlawevtkszeve.
In her FrenagSsigung deS preußischen Abgeord- neten Hause- spielte sich folgende heitere Parlaments- fjene ob:
Präsident v. Kroecher: ,DaS Wort hat der Aba. yrhr. o. Z e b 11R (freifon,.)/ — Niemand meidet sich. — ,Ter,elde scheint nicht anwesend zu fein. Tann hat das Wort der Adg Tr. X! a n fl e r t) a n 6 (Fr,. Vp. Zuruf: Ist auch nicht da ). Dann Hai das Won der Abg. «chmitz (Zentr.). — Auch dieser ist nicht anwesend. (HenetteU.) - Nunmehr gebe ich bat Wort dcm Adg. Tr. Hahn (Bd. d. L. Zuruf: Fehlt gleichfalls! Gröhe Heiterkeit). Daun schließe ich die Debatte. (Sturimsche Henerkeit.) Damit ist die erste l^jung der beiden Geseyesantrage beendet. (Heiterkeit.) . ,
Zur Beratung standen die Anträge zur Abänderung deS Einkommensteuergesetzes, worüber man eine lange Debatte erwartete. Die Redelust schien indes völlig versiegt zu fern, und so (am es, daß das HauS in 2»/»stündiger Sitzung samt-
Dichter und Geschworener. Gerhart Haupt-1 mann muß zurzeit in dem schlesischen kreisstädtchen, in | dessen vannweite er lebt,, seiner Bürgerpflicht als Geschworener Nachkommen. Ist es wohl lediglich das Pflichtgefühl des „redlichen uiid fceieii Rlaunes", ro.e unser Gesetz Den Idealgeschworenen nennt, oder nicht vielmchc auch der Wunsch des Dichters, die starken Ernorücke des Gerichts- soales einmal aus der allernächsten Nahe des Beteiligten in sich aufzunehmen, aus den urwüchsigen Dramen und Komödien, die sich alle Tage vor den od)ranten des Gerichtes abspielen, zu lernen? Hat nicht das öfteiilliche Verfahren selbst des Theatralischen genug an sich des Dramatischen ganz besonders? Ein dramat.scher ^i^tuC sollte eigentlich von Gesetzeswegen zum Be^ucye des Genchts- saales ang^hallen werden. Hier kann er die gewaltigsten Seelenkonjiille, die elementarsten Erscheinungen aller menschlichen Leidenschaften, des Schmerzes und der Verzweiflung, hier die versöhnende Macht der Wahrhell und den eheriien Schrill der Gere-chr^keic beobau,icii — eine schule sondergleichen. Dem Ges^worenen, dem Rller, um dessen Herz und Hirn sich tem Leiten staub gelegt hat, dem ( uuvtmann bcsotiders, oem .
~ , daß das :.L..ieu den ...ruschen wer^uii lieg,
was er geworden, mag oas „Lchuld»g od^r „Nichts^uldig"
DrulschtS Ulrich.
Berlin, 26. April. Der Saiser und der Großherzog von Weimar unternahmen von der Wartburg aus mit ihrem Gefolge einen Spaziergang nach der Drachen- burg. Gestern nachmittag wurde ein Ausflug nach der „Hohen Sonne"' gemacht. Der Kaiser nnrb seine Rückreise am Montag direkt nach Berlin antreten. Einen Besuch in ttummersdorf hat der Monarch aufgegeben, da die in Aussicht genommenen Schießübungen dort ausfallen werden.
— Die Erhebung von Zu schl a g s z ö ll en auf die kanadischen Hauptausfuhrartikel ist nunmehr beschlossene Sache. Die Zuschlagszölle sollen in gleicher Höhe erhoben werden, wie das kanadische Parlament sie auf die deutschen Ausfuhrartikel gelegt hat. Maßgebend für dieses Vorgel-en der deutsä-en Regieruna sei hauptsäcl)- lich der Gesichtspunkt, die übrigen britischen Kolonien von dem g.eicl-en Vorgel-en gegen Deutschlano abäuschreclen.
— Der kürzlich in Berlin gegründete Verein Deutscher Prioatsor ft beamten erläßt einen Aufruf, worin als Ziel des Vereins bezeichnet wlld: ein enger Zu- sammenschluh aller deutschen Berussforstleute im Dienste privater Waldbesitzer, sowie die Hebung der sozialen Stellung, Förderung der Ausbildung im Berufe, der moralischen Tüchtigkell und wirtschaftliche Sicherstellung der Hüter und Pfleger des deutschen Prioatwaldes.
— Die in Loburg (preuß. Prov. Sachsen) erscheinende „Kreisztg.", Verosjentlicynngsorgan des Amtsgerichts, des Magistrat- und der Polizeioerivallung in Loburg, schreibt in dem Artikel, daß, obivohl die Lan d w i r t s cha f t einer besonderen ErholuiigSkur von der „Nardenkötterei deS Grafen Eaprivt" bedürfe, •man Zolltarife mache, unter deren Wirkung die Landwirtstt/aft nicht leben und nicht sterben könnte. Die jetzigen Staatsleiter würden in der vaterländischen Gesll/ichte eine schwere Verantwortung zu tragen haben für die Verständnislosigkeit, bie sie gegenüber der Landwirtschaft und ihren Annexen zeigen. Noch sei es Zeit, einer Latasllophe wie einst der Niederlage bei Jena zu entgehen, wenn die Wahlen zum Reicl-stage den Regierenden die Augen öffnen, damit sie am Kreuzwege vorn richtigen Pfade nicht abirre. — Der Artikel ist geschrieben zu Gunsten der Wiederwahl des Fürsten Herbert Bismarck im Kreise Jerichow.
Tilsit, 26. April. Der russische Derkehrsminister FÜrftEhilkow ist mit Begleitung hier eingetroffen und vom Regierungspräsidenten Heget-Gumbinnen empfangen worderu Nach einer gemeinsamen Rundfahrt durch die Stadt begaben sich die Herren an Bord eines Dampfers und fuhren sttomauftvärtS weiter.
Osnabrück, 26. April. Den Schwestern vom bl. Franziskus wurde in Thuine vom Ministerium Oie Erlaubnis zu einer Ordensniederlassung erteilt für den Ort Soegel. Als Zweck der Niederlaisung wlld die Errichtung einer höheren Töchterschule genannt, deren Eröffnung zum Sommer erfolgen soll.
Dessau, 26. April. Minister von DalVvitz, feil Februar in diesem Amt, früher kanalgegnerifa-er Landrat und dann Vortragender Rat im preus-ijchen Muiisllrium deS Znnern, gab ein parlamentarisches Abendessen, zu dem sich auch bie drei Prinzen des herzoglichen Hauses, bei Erbprinz und die Prinzen Eduard unb Aribert, angesagt hauen. 9lad) dem Essen zogen bie Prinzen eine Roche von Gasten ins Gespräa> Ter Erbprinz sprach auch be n sozialdemokratischen Abg. 'beug, der mit seinem Genosien Voigt erschienen war, an; er erkundigte sich, wie lange Peus s^on in Dessau wohne und ob die Landtagssitzungen noch ränge dauern würden. PeuS bejahte dies und fugte hinzu, daß er und feine Freunde ja so viel auf dem Herzen hätten. . . .
schwer genug werden. Dem Staats an walt in hirschberg so heißt die durch chren großen Geschworenen noch zu gewissem Ruhme kommende Kreisstadt sein Amt nicht minder. Es ist ein anderes, vor zwölf braven Büraern em schneidiges Plaidoyer zu halten, als oor einem Dichter, dessen Werll tiefer iienntnid des Lebens und der Menschen entspiangen, einen „Fall" in gi.wohnter Weise zu erledigen.
Berlin, 26. Ap.il. Zm -oun ten Theater wurden gestern drei Einakter zum erfienmate aufgeführt, darunter eme burleske Louiöoie „M ay e r che n" von Dr. John Lehmann, die freundliche Aufnahme sand.
Rom, 25. April. Die Grundsteinlegung deS Goethedenkmals scheint vorläufig verschoben zu sein. Zwar bestätigt sich nicht das Gerücht von dem Untergründe bu5 StaiuplatzLs aus dem Pincio, doch ist die Fellr nicht in das für die Anwesenhell Kaiser Wilhelms auf» gestellte osfhielte Programm ausgenommen.
Venedig, 25. April. Zn Gegenwart des Grafen von Turm, des Kardinals Sarto, des linterrichtsministers Nasi, oes französischen linterrichtsministers Ehaumie und der ': .. .trcii5. D. leb .. feierIid örundsteinl egung oes neuen
J i j tf e n r u r m e s ai _.dte der ein gestürzten Eampanlle stall. —
Ausland.
Paris, 26. April. Zn einem heute veröffentlichten Schreiben Josef Reinachs an den Grafen geriet de Bour- bonne, wodurch die haltlosigkell der Fabel betreff- deS belannten Bordereaus bewiesen werden soll, giebt Reinach einen Brief wieder, roeldjen der verstorbene Botschafter Fürst Münster am 20. Mai 1901 aus Bückeburg an ihn gerichtet habe. Zn diesem Brieft heißt eS: „AIS dll Äffäre DreyfuS begann, fragte ich Schwartz koppen, ob er irgend ellvaS über DreyfuS wisse. Er versicherte mir in der bestimmtesten Weise, daß er keinerlei Beziehungen zu DreyfuS gehabt habe. Ich ließ an den Üriegs- miNiswr und den Generalstab üi Berlin schreiben und erhielt die Antwort, daß ein Offizier DreyfuS nicht bekannt sei und daß unsere Behörden niemals llgend welche Beziehungen zu chm gehabt hätten. Bezüglich der bekannten Unterredung mit dem Präsidenten Easimll Perllr und Herrn Dupuy heißt es in dem Brief des Fürsten Münster weiter: Zd) glaube nicht, daß Schwartzkoppen Esterhazy vor dem Jahre 1893 gekannt hat. Ich weiß nicht, auf »veld-e Weise Esterhazy seine Dienste an geboten hat, ob mündlich oder schrifllich Ferner zllllrt Reinach ein an ihn gerichtetes Schreiben Casimll Perllrs vom 22. November 1897, in dcm Casimir Perier anläßlich eines von ge- loissen Personen gesälsd-ten Brieses Kaller Wilhelms 1L seine Entrüstung über bie skandalösen Erfindungen auS- b rückt.
Annecy, 26. April. Die Behörden, die gestern nach La Roche gekommen waren, um sich von den durch dll Kapuziner im Kloster errichteten Barrikaden zu Überzeugen, wurden von einer Menge Landleute angefallen. Ter Staatsanwal t und der U n t e r s u chu n g s r ich- ter erlitten leichte Verletzuiigen. Ter Friedensrichter wurde am Kopse schwer verwundet. Der Präfekt sandte eine starke Gendarmerie zur Stelle. Dll Bevölkerung ist sehr erregt (Aehnliche Meldungen von heftigem Widerstand der Kvngreaationisten kommen audj auS mehreren anderen französischen Städten, so St Etienne, Grenoble^ Nantes ic. D. Red.)
Marseille, 25. April. Das hllsige Bürgermeisteramt ist vom Generalkonfikt der Vereinigten Staaten informiert worden, daß das amerikanische Geschwader, be- stehend aus den Kreuzern „Chicago", „Agoany" und „Cincinnati", sowie das Kanonenboot „Muchia" am 29. Aprll in Marseille zur Begrüßung des Präsidenten Loubet eintreffen will). ’
Florenz,^. April. Ter deutsche Kronprinz und
R B. Darmstadt, 26. April. Der hiesige Ri chard Dag n er-V er ein Halle heute mittag in der Aula der Technisck-en Hochschule eine Gedächtnis feier für den deutschen Tondichter Hugo Wolf veranstaltet die sehr stark von einem auserlesenen Publikum besucht war. diach dem Vortrag zweier Lieder des Verstorbenen durch Konzert- fänger Heinrich Reinhardt „Anakreons Grab" (Goethe^ und Wo wird nicht des Wandermüden letzte Ruheställe fein?' (Heine) hielt Privatdozent Dr. Nagel eine psychologisch fein ausgearbellete Gedäd-tnisrede, in der er die nieten Kämpfe deS vor zwei Rtonaten in völliger geiziger Umnachtung im Jrrenhouse gestorbenen genialen Äump> nisten schilderte und eine eingehende Würdigung leine» reichen, stürmischen Talentes gab, der/ich bei aller Neuheit und Eigenart eng an Wagner anschloß. Er ließ die Mu,ik nur a1» Ausdrucksmlltel der Wahrhell und des inneren Geistes der Dichll.ng gelten; die Melodie verschmilzt in seinen Liedern nicht mit der Klavierbegleitung zu einem, örä Dichters Gedanken ausdrückenden Ganzen. — Tie Feier schloß mit dem Vortrag zwller tief empfundener Wll.scherl der Lehre, Kompoillionen von Dichtungen Eduard Mörikes. j wa- er gen


