Ausgabe 
26.9.1903 Zweites Blatt
 
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f Leihgestern, 26. Aug. Unser Turnverein mut Heil" ist gegenwärtig, in einem erfreulichen Auf­schwung begriffen. Die Zahl der Mitglieder ist auf nahezu 100 gestiegen. Wenn man bedenkt, d- Gießen 700 Turner hat, so ist die Zahl 100 für Lechgestern gewiß verhältnis- müßig sehr hoch, du man ja auch noch seit kurzer Zeit in Leihgestern einen Ivetten TurnvereinFrer Heil" ge­gründet hat. Zn der letzten Hauptversammlung hat der Verein®ut Heil" beschlossen, sein diesjähriges Abturnen Sonntag, der: 27. September, abzuhalten. Bei dem Schau- tumcii werden Stab- und Geräteübungen vorgefiihrt wer­den. Während des Turnens findet Konzert statt, an das sich später nod) ein Tänzchen anschließen wird.

r. Mainz, 25. Sept. Auf der Strecke MainzWorms wurden in einer der letzten Nächte unfern von Weisenau mehrere Baumstützen über das Bahngeleise gelegt, die ein Bahnwärter kurz vor der Ankunft eines Schnellzuges noch bemerkte und beseitigte, wodurch ein Unfall vermieden wurde. Als Täter wurden drei fremde Zementarbeiter er­mittelt, die inzwischen flüchtig gegangen sind und steckbrieflich verfolgt werden.

Marburg, 25. Sept. Heute mittag fand in Anwesen- hett des Landrats v. Negelein, sowie des Präsidenten der Landwittschastskammer in Kassel, Baron v. Stockhausen, die Eröffnung der Gartenbau-Ausstellung statt.

Frankfurt, 25. Sept. Wir lesen in der ,Frkf. Ztg.": Die hiesigen Nationalsozialen sind mit dem Haupt­beschluß des Göttinger Parteitags nicht einver­standen, sie haben es abgelehnt, sich dem Wahlverein der Liberalen resp. Freisinnigen Vereinigung anzuschließen. In der Hauptversammlung des nattonalsozialen Wahlvereins wurde folgende Resolution angenommen: »Der Verein bleibt unter allem Namen als Lokalverein bestehen. Der Anschluß an den Wahlverein der Liberalen wird abgelehnt, indes soll Einzelmitgliedern der Beittitt zu letzterem nicht verwehtt werden."Die Frankfutter Nationalsozialen werden mit den übrigen Vereinen in Marburg, Gießen, Butz­bach, Darmstadt, Heidelberg, Karlsruhe u. s. w., sowie mit den Einzelpersonen, die den Anschluß nicht mitmachen, engere Fühlung nehmen und mit diesen, soweit es die ver- ändette Lage gestattet, im alten Sinne weiter tätig sein. Zu diesem Zweck wurde schon auf der Göttinger Tagung ein Vertrauensmann gewählt.

Frankfurt a. M., 26. Sept. Der neuernannte Handelssachverständige beim Kaiserlichen Generalkonsulat in Argentinien, Dr. Karl Theodor Stöpel, will vor seiner Abreise den Interessenten am Handelsverkehr mit Argentinien Gelegenhett zu einer mündlichen Rücksprache mit ihm geben. Für Interessenten aus Frankfutt und Umgebung wird er am 1. Okt. in Frankfutt im Sitzungszimmer der Handelskammer (Neue Börse), Börsenplatz, zu sprechen sein. Es ist Vorsorge getroffen, daß die Interessenten einzeln unter völliger Wahrung der geschäftlichen Diskretion mit dem Handelssachverständigen konfetteren können. Die Abreise des Dr. Stöpel nach Argen- stnien ist für Mitte Oktober in Aussicht genommen.

Sport.

h. Gießen, 26. Sept. Das am 1L Oktober i>. I. stattfindende erste öffentliche Preisschliefen für Dachshunden u. Foxterriers, arrangiert vom Ver­ein ,^Hundes Port für Gießen und Umgegend, äst mit hohen Barp-reisen und einer erheblichen Anzahl von Ehrengaben ausgeslattet. Tas vorläufige Programm kommt in diesen Tagen zum Versand; als Richter werden Ernst Proeßler und W. Orth aus Frankfurt a. M. amtieren. Der ganz neu erbaute Schliefplatz ist aufs Beste eingerichtet und erregt fortgesetzt das lebhafteste Interesse aller Be­sucher. Für die auswärtigen Sportkollegen liegt der Aus­schreibung ein Auszug aus dem Frankfurter Sportblatte zur einstwelligen Orientierung über diese prachtvolle An­lage bei, und es ist nur zu wünschen, daß die angestrengte Tätigkeit des jungen Vereins durch zahlreiche Meldungen zu dieser ersten größeren Veranstaltung und durch eine all­gemeine Beteiligung überhaupt die wohlverdiente Aner­kennung aller Kynologen findet.

Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Berliner Börse vom 26. September 1903.

lMitgeteitt von der Bant für Handel und Jndusttte, Gießen.)

Die schwachen Schlußkurse der gestttaen Newyorker Börse übten keinen Eindruck auf unseren Mattt aus; lediglich Kanada verkehrten entsprechend niedriger. Die Stimmung war im aügemeinen von Anfang an recht fest, umsomehr, als auch Wien bedeutend erholte Sturze sandte. Auf Renten war die Nachricht, daß London eine große Goldzufuhr aus Indien avisiett sei, anregend. In Tütten- werten setzte sich die steigende Bewegung fort, besonders wurden Lückenlose bei höheren Kursen lebhaft umgesetzt. In Montanwerten waren bie Umsätze bei behaupteten Notizen geringe; auf dem Kassa­industriemarkte notierten speziell Zementwette höher.

Pttvat-Diskont 3s/< Prozent

Oest Kredit. . . .

Deutsche Bank . . *

Darmstadter Bank . .

Anfangs- u. Schlußkurse.

201.10 201.75

212.00 212.3 Z

135.75 135.75

Bochumer Guß . . . 182.10

Harpener Bergbau . . 185.40

Schluß-Tendenz: fest.

182.25

185.40

Hypothek enbaukinHamburg, Wir machen auf eine Bekanntmachung der Bank im Inseratenteil der heu­tigen Nummer unseres Blattes aufmerksam.

Vom Geldmarkt. Tie Lage des heimischen Geld­marktes ist fortgesetzt als eine verhältnismäßig günstige zu bezeichnen. Es wird sogar angenommen, daß Die Bankwelt sich, wie sie dies eigentlich schon seit Wochen getan hat, auch fernerhin auf größeren heimischen Geldbedarf einzu- richten sucht. U. a. verlautet, daß von den sich noch im Ausland befindenden Guthaben ein Tell im Laufe der nächsten Wochen zurückkehren wird. Immerhin bleibt es durchaus nicht ausgeschlossen, daß, wenn die Bank von England zu einer Diskonterhöhung schreitet, die Deutsche Reichsbant sich einer Hinaufsetzung ihrer Zinsrate eben­falls nicht entziehen kann.

Deutsches Stahl-Syndikat. Die ,L. Z." ist der Ueberzeuguna, daß der Gründung des neuen Verbandes noch mancherlei Schwierigkeiten entgegenstehen. Insbe­sondere dürfte die Festsetzung der Beteiligungsziffer bei vielen Werken zu eurer Streitfrage werden. Selbpverstünd­lich wird die Beteiligung an dem neuen Verttagsentwurf geregelt, die Frage ist nur, ob einzelne Werke mit dieser Begebung auch einverstanven sind. Als Grundlage für die Beteiligung jedes Stahlwertsbesitzers gilt diejenige Menge Rohstahl, die mit ihm bei Abschluß des Verttages

vereinbart worden ist Das Merke Matt meint am Schluß einer Ausführungen, daß sich bei ernstlichem Willen aller Beteiligten das erstrebte Ziel schließlich erreichen läßt. Brs wann dies aber geschehen kann, das läßt sich allerdings zurzeit no*ch gar nicht absehen.

Aachener Hüttenv erein Rote Erde. Die So- ciöte d'Eiche hat an den Aachener Hüttenverein einen Teil ihrer Gruoenfelder für 5 Mlllionen Frs. verkauft. Dieser Preis für 300 Hektar, also 17 000 Frs. pro Hektar, sei ein Rekordpreis; die letzten Verkäufe von Grubenfeldern rn Lothringen seien auf Grundlage eines Preises von rund 10 000 Frs. pro Hektar erfolgt

Vom am er ikanischen Stahltrust Wie dem Standard" aus Newyork gemeldet wird, dürfte sich der Verwaltungsrat der Stahlvereinigung in seiner nächsten Sitzung gegen die Festsetzung der Dividende in der bis­herigen Höhe erklären.

Tabak. Im Laufe der Berichtswvche war das Ge­schäft, teilweise auch beeinflußt durch die israelitischen Feiertage, ein ruhiges, es sind uns Abschlüsse von Bedeut­ung nicht bekannt geworden. Nach guter 1900 er und 1901 er entrippter, auch Büscheleinlage, die fein im Brand und Geschmack ist, besteht stets vermehrte Nachfrage und werden die Vorräte hierin unter teilweise Anziehung der Preise lleiner. Der Eintritt besserer Witterung veranlaßte in den letzten Tagen das weitere Einwiegen der Sand- grurnpen und werden bis zu 10 Pfg. Grüngewicht ohne Stmer hierfür angelegt. In 1902 er Zigarrentabaken liegt das Geschäft sehr ruhig, die Tabake brauchen noch längeres Lager, um für die Fabrikation brauchbar zu wer­den. Mit dem Einheimsen der neuen Ernte ist man voll­auf beschäftigt, es wird sehr wenig Blatt vorkommen. In losen Pfälzer Rippen geschäftslos, lose feine 1011 Mark, gebündelte feine 12 Mark.

Viehmarkt. 2luch während der abgelaufenen Woche waren die Viehmürkte stark frequentiert und es entfaltete ich fast überall ein sehr lebhafter Handel. Prima Groß­vieh zu Schlachtzwecken war rasch verkauft, auch mittlere Qualitäten sehr gut beachtet, der Absatz in letzterer ist als gut mittelmäßig zu bezeichnen. Die Preise sind immer noch die festen der Vorwoche, man kann ruhig behaupten, daß sie sogar eine Kleinigkeit angezogen haben. Kälber ind immer noch teuer, die Zufuhren künstlich beschränkte, odaß sich die Preise hallen müssen. Der Handel hierin war ein äußerst flotter, es konnte teilweise nicht einmal der Bedarf gedeckt werden. Fette Schweine waren genügend angeboten, der Handel aber etwas zurückhaltend, sodaß ziemlich Ueberstand blieb. Die Preise waren eine Kleinig­keit geringer wie jene der Vorwoche. Läufer und Milch- chweine nicht besonders berücksichtigt, es blieb ziemlich lieberstand.

Kraftfuttermitt e l. Das Geschäft bewegte sich in >er Berichtswoche in normalen Grenzen, disponible Ware ist mehr gefragt, jedoch fanden größere Umsätze nicht statt, und Preise erfuhren keine nennenswerten Veränderungen. Von einheimischen Artikeln sind namentlich Raps- und Leinkuchen wegen ihres relativ billigen Preisstandes be­achtet, auch Sesamkuchen waren gefragter, Palmkuchen da­gegen still. Die Marseiller Notierungen für Erdnuß- und Kokoskuchen lauten nach wie vor günstig, sodaß diese Ar­tikel bald wieder größerer Beachtung begegnen dürften. Für Baumwollsaatmehle besteht dagegen noch wenig In­teresse, da die amerikanischen Forderungen zu hohe sind. Schlempe ist aus erster Hand garnicht angeboten.

Obst Zur Obstgeschäft ist es noch ziemlich still und sind namentlich in Tafelobst wenige Verkäufe zu ver­zeichnen. Es werden hohe Preise verlangt und sind die Käufer infolgedessen noch sehr zurückhallend. Es scheint, daß das Obst im großen Ganzen ziemlich teuer wird. Mostäpfel werden mit 5 Mark per Zentner bezahlt. Birnen, namentlich bessere Sorten, sind sehr gesucht. Trauben, hiesige, sowie die Portugieser werden mll 13 bis 15 Mk. bezahlt, italienische kosten 2225 Mk., französische 35 Mk. Zwetschgen werden zu 910 Mark verkauft. Prei­selbeeren hallen sich hoch im Preise und scheint Schluß der Ernte zu sein. Ter Preis hierfür stellte sich in letzter Woche auf 2628 Mk. Neue Maronen werden zu 2530 Mark angeboten.

Kohlen Es notieren: Ruhr-Fettnuß-Körnung 1 und 2 185190 Mark; Nußschmieoekohlen 175180 Mark; Deutsche Anthracit Nußkohlen 300310 Mark; Englische Anthracit ywßkohlen 380390 Mk.; Ruhrflammnuß Körn­ung 1 und 2 180190 Mk.; Ruhrflammnußkohlen 3 175180 Mk.; Fettschrot 140145 Mk.; Ruhr-Bruchkoks 225230 Mk.; Aussiebgries 115120 Mk. Alles per zehn Tonnen ab Mannheim

Nachdem dem überaus starken Begehr verhältnismäßig geringe Mengen disponibler Ware entgegenstehen, konnten sich die Preise etwas aufbessem und steht mll dem Heran­nahen tatteren Wetters Weller er Aufschlag zu erwarten. Sell einigen Tagen behindert Mangel genügenden Wagen­materials die Verladung.

Getreide. In der abgelaufenen Woche war die Stimmung matt und lustlos. Zwar zeigte sich für effektive russische Weizen etwas Frage, im Großen und Ganzen blieben die llmsätze jedoch in engen Grenzen und die Preise mußten etwas nachgeben. Dem Rückgang an den amerikanischen Mättten wurde seilens Rußlands bisher noch nicht gefolgt, während Rumänien sich schon eher nach­giebig zeigt. Roggen matt Gerste: In Braugerste war ruhiges Geschäft In Futtergerste fanden feil verändert. Mais flau und weichend.

Die heutigen Notierungen sind: Weizen. Red Winter II Kansas II Ulka-Weizen 9 p./H , 10 p.

Rumänischer, 80/81 Kilo 79/80 ,

, 78/79 ,

Roggen. Russischer 9 p. 16/$0 Gerste. Rufs. Futtergerste 60/61 Kilo Hafer. Rufs sich er 47/48 Kilo

, 50/51 ,

Mais. mixed Laplata r. t

Märkte.

Gießen, 26. Sept. Marktbericht Auf heutigemWocbenmattt kosteten: Butter pr. Pfd. 0,901,05 Mk., Hühnereier 1 St. 78 Pfg., 2 Stck. 0000 Pfg., Gänseeier 0000 Pfg., Enteneier 80 Pfg., Käse pr. Stck. 58 Pf., Käsematte 2 Stck. 56 Pfg., Erbsen pr. Liter 21 Pfg., Linsen pr. Liter 32 Pfg., Tauben pr.Paar0,7009,0Ätk., Hühner pr. St 1,301,80 Mk., Hähne pr. Stück 0,701,50 Mk., Enten pr. Stück 1,802,40 Nit, Gmsie pr. Pfd. 0000 Pfg., Ochscnsleisch pr. Pfund 6878 Pfg., Kuh° und Rürdfleisch pr. Pfund 6266 Pfg., Schweine­fleisch pr. Pfund 6676 Pfg., Schweinefleisch, gesalzen, pr. Pfund 80 Pfg., Kalbfleisch pr. Pfd. 7074 Pfg., Hammelfleisch pr. Pfund 5674 Pfg., Kartoffeln pr. 100 Kgr. 6,007,00 Ätk., Weißkraut per Stück 0000 Pfg., Zwiebeln pr. Zentner 4,505,00 Btt., Milch per Liter 18 Pfg., Aepfel per Pfd. 000 Pfg., in Korben 0000 Pfg. Zwetschen Lick. 5.006.50 pr. (Str., Trauben 0000 Pfg.

Tauer der Niarktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nach­mittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Be­

ginn der Marktzeit überhaupt nicht und während der ersten bre> Stunden der Marktzeit im Umherziehen nicht feilgeboten werden.

Kunst nnd Wissenschaft

Berlin, 25. Sept. (Internationales Stati­stisches Institut) Am heuttgen letzten Kongreß hielt fZrof. Schm oller einen von lebhaftem Beifall aufgenom- menen Vortrag überD ie hi stori s ch e Lohnbeweg­ung vom Ja hre 13 00 bis 1900". Anschließend an diesen Vortrag referierte Sekttonschef Mataja-Wien über Arbeitsstatistik unter besonderer Berücksichtigung der Tätigkeit des Stattsttschen Amtes in Oesterreich". Zu dem gleichen Thema sprachen Julierp-Brüssel und Regierungs­rat Leo-Berlin. Darauf erstatteten die Sektionspräsidenten Bericht über die Tätigkeit der Sektionen. Tie von diesen angenommenen Resolutionen wurden von der Plenarver- ammlung einstimmig gutgeheißen. Im Auftrag derRohal Statistical Society" überbringen Hendricks und Major Gmgy die Einladung, die zehnte in zwec Jahren stattsindende Ver- ammlung in London abzuhallen. Die Einladung wurde unter dem Beifall der Versammlung angenommen. Zum Präsidenten der nächsten Tagung wurde wieder Jnama von Sternegg gewählt. Der Präsident dankte hieraus für die Güte und Hingebung, mit der alle Kreise des öffentlichen Lebens im Deutschen Reiche die Interessen des Instituts gefördert *nnb ihm die Erfüllung seiner Ausgaben erleich­tert haben. Gerade dem Kaiser verdanke das Institut in erster Linie die ehrenvolle Aufnahme. Als Vertreter der Staatsregierung wohnte Minister Frhr. v. Hammerstein der Sitzung bei

Ter Erbauer des Kölner Neuen Stadttheaters, Architekt Moritz, hat den ehrenvollen Aufttag des Neubaues des Barmer Stadttheaters erhalten.

Agnes Sorma wird "während ihres Auftretens im Neuen Theater zu Berlin in Max Halbes neuem Bühnen­werkeTer Strom" die weibliche Hauptrolle freieren. Uebrigens bestätigt die Leitung des Kleinen und Neuen Theaters die von uns bereits mitgeteilte Tatsache, daß Frau Sorma zunächst während der Monate Tezember, Januar und Februar ihre künstlerische Tätigkeit im Neuen Theater ausüben und innerhalb des am An­fang der Saison bereits festgelegten Spielplans wirken wird. Frau Sorma wird im Rahmen des Neuen Theaters auf alle bisher üblichen Gastspielformen und Gastspielankündiguugen verzichten.

Auszug sus -kn Stsu-rssmtsregistkru Der Stabt Sirßru

Aufgebote.

Am 22. September. Paul Alfred Treuke, Buchhalter dahier und Margarete Euler dahier. Am 25. Sevt. Martin Repp, Dach­decker dahier und Marie Böttner geb. Keil, Wvscherin dahier.

Geborene.

Am 14. Sept. Dem Handelsgärtner Karl August Kaufmann einen Sohn. Am 16. Sept. Dem Kaufmann Karl Mandler einen Sohn: Am 17. Sept. Dem Eisendreher Gustav Heinrich Krausch eine Tochter. Am 18. Sept. Dem Lehrer an der Stadtknabenschule Heinrich Schwöbel eine Tochter, Gertrud Elisabeths Johanna Irm­gard Äiargarete. Am 20. Sept. Dem Taglöhner Jost Rüspeler einen Sohn Hans. Dem Schreiner Johannes Pitz einen Sohn Otto. Am 21. Sept. Dem Schuhmacher Heinrich Müller einen Sohn. Dem Kellner Martin Stockert eine Tochter. Am 22. Sept. Dem Drechslermeister Emil Krämer eine Tochter Lina Elisa­beths. Dem Schuhmacher Friedrich Linn eine Tochter Anna Elise.

Gestorbene.

Am 16. Sevt. Ernst Müller, 58 Jahre alt, Rentner dahier. Am 18. Sept. Georg Heinrich Swhr, 74 Jahre all, Buchdrucker dahier. Am 19. Sept. Jette Lahn geb. Sck)amberg, 78 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Am 20. Sept. Auguste Engel, 61 Jahre alt, Privatin dahier. Am 21. Sept. Magdalene Knell geb. Löstel, 69 Jahre alt, ohne Beruf dahier. Am 22. Sept. Karl Emmnch, 32 Jahre alt, Pflegling früher Weißbinder dahier. Am 25. Sept, Friedrich Jakob Lichtenfels, 63 Jahre alt, Rentner dahier.

Auszug aus Ltn Kirchenbüchern der Stadt Kietzen.

Evangelische Gemeinde.

Getaufte. Lukasgemeinde. Den 12. Sept. Dem Maurer Wilhelm Kipper eine Tochter, Paula, geb. 4. August. Dem Postboten Gustav Wörner eine Tochter, Paula, geb. 9. August. Johannesgemeinde. Den 12. Sept. Dem Zigarren- abrckanten Adolf Noll ein Sohn Adolf Karl Arnold, geboren den 25. Mai. Den 20. Sept. Dem Schuhmacher Ehristian Weeg eine Tochter, Elise Lina, geboren den 14. August.

Getraute. Lukasgemeinde. Den 12. Sept. Heinrich Enders, Hilfsheizer zu Gießen, und Anna Emilie Diehl, Tochter des verstorbenen Bergmanns Gustav Diehl zu Emmerzhausen.

Beerdigte. Lukasgemeinde. Den 18. September. Elise Höpfner, geb. Kilian, Witwe des Konditors Adolf Höpfner, 80 Jahre alt, starb den 15. September. Johannesgemeinde. Den 18. September. Ernst Müller, Kaufmann, lediger Sohn des verstorbenen Karl Atüller, 60 Jahre alt, starb den 16. September,

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

September

1903.

Barometer auf 0° reduziert

Temperatur der Luft

Absolute Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit

-Q

Z

Windstärke

Wetter

________________t________

25.

9»

753,8

18,5

10,6

67

SSW.

2

Sonnenschein

25.

9

753,7

14,9

11,9

94

SW.

1

Regen

26.

rjV>

754,4

12,7

10,7

98

w.

2

Bew. Himme/

Höchste T

empera

tur an

i 24.-

-25.

Se

pt. 18,7C.

Niedrigste

24.

25.

4,1° C.

Jubiläum. Heute, am 26. Sept., blickt die Victoria auf eine 50jähr Tätigkeit zurück. Die Gesellschaft begann mit der Transport- Versicherung, führte 1861 die Lebens-Versicherung, 1883 die Unfall- Versicherung, 1889 die lebenslängliche Eisenbahn-Unfall-Versicherung, 1892 die Volks-Versicherung und 1901 die Haftpflicht-Versicherung ein. Die allbekannte große Entwickelung der Victoria, in der sie alle anderen Gesellschaften unseres Kontinents überflügelte, fällt erst in die letzten 1020 Zahre. Seit 1888 wuchs ihr Gesamt-Vermögen von 37 Mill. Mk. auf 400 Mill., die jährliche Prämien-und Zinsen- Einnahme von 8 auf nahezu 100 Mill. Alk., der Jahres-Ueberschuß von 1,5 auf 18,2 Mill. Mk., der für die Versicherten zurückgestellte Gewinn von 3,4 auf 66 Mill. Mk. und der Lebensoersicherungs­bestand von 135 auf 1050 Mill. Mk. Die Victoria hat zuerst und allein von allen deutschen Gesellschaften einen Bestand von einer Milliarde Mk. überschritten. Heute i|t der Vermögens-Zuwachs eines Jahres so groß wie das bis zum Jahre 1890 angesammelte Vei> mögen. 1888 gab es auf der Direktion 100 Bureaubeamte, 96 deren 500 und heute über 1100! Die Zahl der angestellten Personen über­haupt beträgt ca. 5000, die Agenten ungerechnet. 1895 bezog die Gesellschaft ein großes neues Geschäftshaus, schon 1897 war ein Er­weiterungsbau nötig und jetzt steht wieder ein großes Gebäude im Rohbau fertig da. Ter Gebäude-Komplex, 11145 qm groß, umfaßt 6 Hausgrundstücke und geht von einer Straße zur andern. Außer­dem hat die Victoria über 250 Filialbureaus. 723

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Mk.

133--

126127

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131-135 129130 127129

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91--