Ausgabe 
26.9.1903 Erstes Blatt
 
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23.

Vermischtes.

Wiesbaden, 25. Sept.

ULS .QlUUHUy ULIL1.W. UVUtll UIVUV M.4UM I ? " L V , , ZM f t. - V- , . ' r 1 . - '

Personen. Das Verständnis ixifür nehme in Deutschland | nach Ansicht der Gekehrten noch dre Schwierigkeit . .

R. B. Darmstadt, 26. Sept. (Eigener Draht­bericht.) Entgegen der ursprünglichen Meldung besuchten das Zarenpaar und der Großherzog gestern abend nicht das Theater, sondern blieben im alten Palais. Die 4 kaiserlichen Prinzessinnen und die Tochter des Großherzogs machten heute eine Fahrt durch die Stadt.

Mainz, 23. Sept. Mit heißen Tränen in den schönen Augen sah, wie wir im ,M. Tgbl." lesen, eine Künstlerin von unserem Stadttheater ihren niedlichen Schoßhund sterben. Dann ging sie an das Telefon und ersuchte die Wasen­meisterei, den Kadaver, den sie in einer Schachtel auf den Flur stellen werde, abzuholen. Am Nachmittag kam auch

aber auch da gefordert werden, daß würdige Alte uni) Sieche anders behandelt werden können, als die unsozialen Elemente. Die Hauptaufgabe sei die richtige Beschäftigung. Tie arbeitsscheuen Elemente seien dazu und dadurch zu erziehen, für die meisten anderen sei sie eine unentbehlliiye Bedingung eines befriedigenden Daseins. Auch vom finan­ziellen Gesichtspunkt sei die Ausnutzung der Arbeitskraft der Insassen geboten. Eine kleine Arbeitsprämie wirke dabei sehr günstig. Natürlich ist jede Konkurrenz mit der freien Arbeit zu vermeiden.

in den Kopf schoß. Kettner war sofort tot, der Täter ist als Zwangsmittel gegen arbeitsscheue und trunksüchtige Schwerkraft erfolgreich überwunden sind, so besteht doch verhaftet- s Personen. "Das Verständnis dafür nehme in Deutschland j nach Ansicht der Gelehrten noch die Schwierigkeit. . .

Berlin, 25. Sept. Der Schriftsteller Senna Hey in einer Versammlung, in der er über das Thema Iustizm inister als Angeklagter" sprach, bei Ausführungen über die Verhaftung von Redakteuren Beleidigung des Justizministers verhaftet.

Breslau, 25. Sept. Im Gemeindebezirke Heinrichaw

dient. Von verblüffender Wirkung ist I. Be.rnardsPw- kette". Die Eleganz französischer Kunst vertritt E. Rovrer (Krüssels mit zwei Skrnßenknlbcvn (nuS Parrs imd «n.- werpen) ferner C. Vrranb »ntBlicken durch das Schlussel- loch" Das im Kataloge unter der Nummer 190 bezeichnete Bild'von Konstantin Stoilosf, welches in der letzten War­schauer Ausstellung prämiiert wurde, betiteltDie Geld- au^fuhr aus Sibirien", zeigt Kosaken, die -in ihrer male­rischen Tracht die schmucklosen Wagen geleiten, auf denen das Edelmetall befördert wird. Die Pferde, rückhaltlos arraetrieben, arbeiten sich durch den Schnee der Tundra, hoch 'wirbelt der Schneestaub auf; es ist em Bild, dm, namentlich vermöge der Fremdartigkeit interessiert.

** Preisrätsel in denFamilienblättern". Wir machen auf das in den heute beigelegtenFamilienblättern" erschienene Preisrätsel aufmerksam. Es ist nämlich in der letzten Zeit die Beteiligung an der Lösung nach den ein­gelaufenen Zuschriften so erheblich angewachsen, daß wir für die Lösung des Rätsels vier hübsche Preise auszusetzen be­schloßen haben.

Weihe des neuen Friedhofes. Wie aus dem heutigen Inseratenteil ersichtlich ist, wurde die für morgen nachmittag angefetzte Weihe des neuen Friedhofes durch den evangelischen Geistlichen aus Sonntag den 4. Oktober verschoben.

- AuS dem Bureau des Stadttheaters geht

v , Zn der gestrigen Verhandlung ist von Stadtrat Fak

Die Nachmittagstemperatnren erreichen Beträge von 1920Grad, st e i n - Potsdam folgende Resolution eingebracht: ' ..

"r-*h.» ^nmnprnhtr aipmftrh I y. qA\öv aeiftia und sittlich oder körperlich ver- Bonis statt, der den ersteren wegen in Preßburg gemachter wahrlosten Kindwi unter 18 Jahren den erforderlichen ungarseindlicher Bemerkungen gefordert hatte. Struchly wurde Schutz zu gewähren, ist es wünschenswert, die Fürsorge- schwer verletzt.

erziehung für alle diejenigen Fälle zulässig zu erklären, * Budapest, 25. Sept. Der Honvedhauptmann Lepessy in denen der Richter Anlaß zum Einschreiten auf Grund un^ dessen Sohn, ein Oberleutnant, erschienen im Amtslokale der 88 1666 und 1888 des bürgerlichen Gesetzbuches findet." städtischen Beamten Bathy und brachten diesem nach Ta diese Resolution von Vertretern. der verschiedenen I^m Wortwechsel mit ihren scharf geschliffenen Säbeln zutage getretenen Anschauungen unterstützt wird, wird be- tätliche Wunden bei; Bathn liegt im Sterben.

IStertÄ* eSÄÄS-Üfd®» Ursache ^-Tat ist, daß Bathy ehrenrühr.ge Ding«gegen aus Dresden, der die sächsischen Verhältnisse beleuchtet, seine Frau, welche die Tochter des Hauptmanns ist, bei Ver- von denen aus der in Preußen hervorgettetene Konflikt Handlung der Scheidungsklage ausgesagt hat.

gar nitch zu verstehen ist, und Kttchenrat Höchstetterr * Budapest, 26. Sept. Abg. Barghas hat gestern aus Lörrach in Baden, der bedauert, daß in Baden der abend fünf Abgeordnete, die ihm gestern nach seinem Zwlschen- Armenpslege in Sachen der Kinderfürsorge nicht die ihrIBeleidigungen zuschleuderten, zum Duell gefordert, gebührende Stellung angewiesen sei, während ihr ein un- »König Eduard hatte bekanntlich auf eine Anfrage

gebührlicher Anteil an den Kosten «mfgebürdet werde,! Offizierskreisen geantwortet, daß er sich nicht minder gr­

ünd im Blick auf die schweren Bedenken, der dre Ver-^nn seine Offiziere, anstatt mit Wein, ten wünscht. Nach kurzen Begründungen, der Referenten spannt, zu erfahren, ob dieser sensatwnelle Ausspruch wird die Resolution einstimmig angenommen. an der hergebrachten eitte der Offiziere des feudalen , -oiaa

Alsdann tritt die Versammlung in die Beratung über Watch "-Regiments geändett hätte, jeden Mittag em ums ,chie geschlossene Armenpflege" ein Der erste Wein oder Sekt aus des Königs Gesundheit zu lehren. Alis Referent, Dr. Buchl, Letter des tz>amburger Armenwesens,Kre Anfrage antwortete Colonel Grogan umgehend aus erörtert zunächst die prinzipiellen Gesichtspunkte unter ^^ns Barracks, Perth (Schottland), daß es den Offizieren Hinweis auf England, wo die Gesetzgebung von alters- Regiments frei stünde, Seiner Majestät Gesündheit in her der geschlofienen Armenpflege das heißt der < Wasser m trinken,jeder nach seinem Ge- Versorgung der Armen tn geschlossenen Wem oder ^sser zu r-m°n .1 seinen Zweck nicht

Anstalten, vor der offenen Armenpflege, tote sie Ichmack . ^)as ronigiicye -uson y

in Deutschland geübt tmrd, b. h. der Unterstützungs- versehlt. fnntp _r

form, die den Armen in seinen Verhältnissen beläßt, den » Lrebe und Wrsse nschasü Jagte ei: M

Vorzug gibt und nur das workhouse, das Arbeitshaus, der hübschen^Lehrerm, »tch lrebe Drch und wurde für Dich schon jemand von der Wasenmeisterei, da aber die Künstlerin zur Grundlage aller Armenpflege macht. Drei Gesichts- bis ans Ende der- ^elt Zeh - ,/ , J -

nicht zu Hause war, packte er kurz entschlossen die kleinere punkte werden dort für die gesckchossene Armenpflege geltend ans Ende bei: Welt schen, Georgs Dr |

von den beiden auf dem Flur stehenden Schachteln und fort gemacht: l nur die Anstattspslege verbürgt es, daß dem ist rund wie: erne tofleiift Äfta t

ä «? änäs** 9~ä »L srassx;-js äi 5«»«*

Sch°ch'°l °»s dem Fluc stand, füc die Abendoorstallung schsfH hie Konkawren/mit der freien Arbeit aus, Redner suche b-Mtigt." - 'i^al^Dirltietmtea bin mblbs

zu holen. Der Theaterdiener, als vorsichtiger Mensch, hob weis!^darauf hin, daß die Furcht vor dem Werchaus in auch nur sagen, daß! tch alles Dir M Gefallen vin wurde,

den Deckel ab und sah einen toten Hund. Nun klärte der Tat so abschreckend wirke, daß z. B. in einem Stadtteil Ach, welche schmeMche Deere ...EsgrebtkemeHsere,

sich alles auf und wieder mußte das Telefon in Arbeitstonbons die Zahl der Unterstüßten in wenigen Jahren beM- die Natur laßt^kern VaLum zu. Mer s^bst wenn cs

treten, um die Garderobe der Künstlerin vor der Wasen- von 6758 auf 1437 zurückgegangen sei. Es seren owerfellos em solches g , sollte sagen bau mein Leben ohne

meisterei zu retten. Am nächsten Tage traf sie dann auch auch wirtlich Httfsbedürftige abgehalten worden, öffentliche ^«n^^^ollt

wohlbehalten hier em, um gegen den toten Hund 6^361^ einntSm$atfMn&r wÄüe S die Traum meiner Nächte. Ich würde überall hinaehen, nm bei

Su werden.. ___^toföunaM?£a! ga fein. Stam ün buntelften »ftila oSex am 9tod><

, t In der »«gangenen «0^ Anteil.Lol wärest, so wurde ich zu Dir fliegen."Fliegen?

gerieten in der Kirchgaße die liellner Stettncr und Bruchmüller Ergänzuna unentbehrlich nichst bloß in Hinsicht Es wird minLestens noa), cm volles Jahrhundert dauern,

in Streit, wobei letzterer Kellner mit einem Revolver zweimal Nui die Siechen und Gebrechlichen, jondern vor allem auch bis der Mensch fliegen kann. Selbst wenn die Gesetze der

uns folgende Notiz zu: Es sei auch an dieser Stelle darauf hingewiesen, daß die Eröffnung dec Spielzeit unter der Direkllon Steingoetter Dienstag den 29. Septeinber statt» findet. Als Eröffnungsvorstellung gelangen zur Aufführung: Kleists .Zerbrochener Krug', hierauf Goethe's .Ge­schwister' und schließlich .Wallensteins Lager' von Schiller. Vorauf geht ein Prolog und entsprechend ge. wählte Zwifchenaktsmufik verbinden die einzelnen Stücke. Ein sehr lebhaftes Interesse macht sich für die sogenannten Wochentags-Abonnements geltend, die fast ausschließlich ge­nommen werden. Jntereffenten, die auf bestimmte Plätze

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Empfang nehmen. bie Feier mit einem Hoch auf <Be. Majestät. Das von

- DaS Verordnungsblatt für die evangelische Reumann-Torboy entworfene Denkmal zeigt auf einem Landeskirche des Großherzogtums Heffen, Rr. 11, aus- Granttsockel die Gestalt eines gebrechlichen Greisen, dem gegeben Darmstadt, 23. September, hat folgenden Inhalt: eine weibliche Gestatt von edler Anmut, die Armenpflege Ausschreiben 9tr. 17 vom 16. Septbr. 1903, betreffend das darstellend, in einer Schäle Labung darreicht. Auf der

2. Sept. 1903, betr. die Uebcrzugskosten an Geiltliche. Aus- I @utai)t W^seld. 1853-1903. Wohl der Stadt, wegen

schreiben Rr. 20 vom 14. Sept. 1903, betr. Ablieferung von ne^en h^u großen Helden und Staatsmännern auch die * ,

Erträgnissen des Pfarrei-Einkommens an den evangelischen §^niherzigkett also ehrt, und den Geist der Barmherzig- ^is Münsterberg, sind 18 Personen an Typhus erkrankt. Zenttal-Kirchenfonds. Ausschreiben Rr. 21 vom 18. Sept, f^it höchste Bürgertugend pflegt, und in der das ^gch amtlichen Ermittelungen ist die Entstehungsursache der 1903, betr. den Hessischen Schutzverein für entlaffene Ge- Amt des Armenpslegers für jeden Bürger als das höchste Erkrankungen in der Verwendung hochgradig verunreinigten fangene. Dienstnachrichten. Aufforderung zur Bewerbung. Ehrenamt gilt. Wassers des Röhrbaches zu suchen. Im Krankenhause zu

- Neuunisormierung der G-nbarmcn. Wie An beni abenbs 6 Ufc w bem über- " ^^^en 14 Typhuskrank- -ing-lief-rt. Auch an

die .Wormser Ztg.' von zuverlässiger Seite m Erfahrung äie ^Elberfllb^^men ^und anderen Platzen sind Typhus-Erkrankungen vorgekommen,

bringt, tritt demnächst in der Uniformierung der Gendarmen ungewöhnlicher Zahl teil Es waren gegen ' Hamburg, 25. Sept. Drei Kinder eines Tischlers

des Großherzogtums eine Aenderung ein. An stelle des ^0 Ete. die da festlich vereint waren. Leider erwiesen in Gimsbüttel sind infolge des Genusses verdorbener schweren Waffenrockes tritt ein leichterer, jedenfalls nach bem Stimmmittel der meisten> Redner der Aufgabe^ Wurst gestorben.

Muster der wütttembergischen Gendarmerie. Außerdem wird ^^n solchen Ranrn und eine solche Menge von Menschen < Besancon, 25. Sept. In St. Vits sind der Konn den Gendarmen für die wärmere Jahreszeit die langersehnte beherrschen, nicht gewachsem ttmso wirksamer erwies Fournier, ein Gendarm a. D. und ein 65jähriges Lttewka geliefert. Die Korpsschneiderwerkstätte ist mit An- jich die freudige Stimmung, das Gefühl der Gemeinschaft Dienstmädchen ermordet worden. Anscheinend liegt Raub- fettigung von 250 Litewken beauftragt. und der Zusammengehörig kett unter den ^esttettnehmernl ÜOC. Pon den Tätern fehlt jede Spur.

* Verlaus der Witterung von Dienstag bisZU wecken. h 25 Sevt Budapest, 25. Sept. Heute nachmittag fand in

Freitag. Ein umiangreicheS Hoch bedeckt ganz Mittel- und ' n F Mickolcz ein Säbelduell zwischen dem Jägerhaupt-

Nordeuropa; infolgedessen herrscht heiteres ost völlig klares Wetter. In her gestrigen Verhandlung rst von Stadttat S dem dortigen Einwohner Alexander

Die Nachmütagstemperatnren erreichen Betrage von 1920 Grad, I n-<>; -5TJnfahATM fmfnprthp Resolution einaebracktt: fmann Virucyiy uno t 9 ,/ ä ,

während nachts infolge der Ausstrahlung die Temperatur ziemlich; tief sinkt, sodaß stellenweise Reifbildung beobachtet wird, dagegen haben höher liegende Orte, so Hoherodskof, Taufstein, bedeutend müdere Nachte und gewähren sehr klare Fernsicht. In feuchter Lage treten Morgennebel auf. Die Luftbewegung ist wegen der geringen Luftdruckunterfchiede schwach, nur gegen mittag erhebt sich unter Einwirkung der Sonnenstrahlung vorübergehend mäßiger Wind. Die Windrichtung schwankt, je nach der Lage des Kernes des Hochs zwischen Nord und Ost. Heute Freitag ist das Hoch von dem großen, westlich Irland lagernden Tief etwas nach Südssten zurückgedrängt worden; auf der Süd- und Südostseite des Haupt- tiess sind flache Teiltiefs entwickelt. Es lag heute früh ein solches Teiltief über England und Frankreich und verursacht nordostwärts ziehend gegen mittag dünne Bewölkung. Weitere Tiefs scheinen nachzufolgen. Da jedoch dieselben vorderhand noch ganz 'schwach ausgebildet sind, und außerdem das Hoch sich nur ganz langsam nach Südosten zu bewegen scheint, so dürfte der Einstuß der Tiefs nur ein ganz geringer fein. Wir hätten also für die nächsten Tage immer noch Fottdauer des trorfenen, wenn auch nicht mehr so klaren Wetters zu ermatten, untettags ziemlich warm, aber im Gegensatz zu seither unter Einwirkung südöstlicher Winde mildere Nächte. A. P e p p l e r.

CD Bad Homburg, 25. Sept. In Verbindung mitlzu. Tie größte Zayl von solchen der geschlossenen Armen- r V r s. o qapaI üfleae in brefem Sinne ibicnenben Anstatten besitze bas

der Generalversammlung des Nasfauischen Landes Pi 0 &aLjen t>ic Provinz Schleswig-Holstein. Obst- unb ®artenbau^erexn§ üeranitaUd t>er Ml9«Lie Grünung und Unterhaltung solcher Anstalten setze aber Obst- und Gartenbauverein vom 3.-6. Oktober eine leistungsfähige größere Armenverbande voraus,

stellung von Erzeugnissen des Obst- und Gartenbaues. unb ,bie Bildung solcher Verbände zu diesem Zwecke sei zu

Kleine Mitteilungen aus Hessen und den erstreben. Dreierlei Anstalten seien notwendig: 1. Armen- Nachbarstaaten. Die sozialdemokratischen Landtags- arbettsanstalten, 2. Siechenhäuser, 3. Alterversorgungs-An- abgeordneten beabsichtigten, nach derFrkf. Ztg.", über das statten. Meistens diene eine Anstalt allen diesen Zwecken, Vorgehen der Darmstädter Polizei gegen die russischen was aber nur ein Notbehelf sei. Sehr schwierig fei die Studenten aus Anlaß des Zarenbesuches im hessischen Landtag Entscheidung, in welchem Fall zur Fürsorge in §orm ge- inipmpniprpn schlvsjener Armenpflege einzutteten ser. Sie solle nie ohne

5" lnti.;ellieien. guttehnna des Armenpflegers, womöglich des Arztes, ge-

--- troffen werden. Vor allem sei es fraglich, wie wett es

Lonarek des Deutschen Vereins für Armen- angängig und zweckentsprechend sei, die Ausnahme ut eine H V s Anstalt und das Verbleiben darin zu erzwingen. Redner

pffege und WoyNatlgneLr. I)ält nötig, daß die Fälle, in denen Zwang anzuwenden

(Eigener Bericht des Gieß. Anz.) sei im Interesse des Armen sowohl, wie der Gemeinde,

eigener «oeriup. gesetzlich genau umgrenzt werden müßten. Gegen eigen-

m. . williges Ausscheiden solcher, die sofort wieder der offenen

Elberfeld, 24. Sept. Armenpflege anheimfallen müßten, müßte sich die Armen-

Soeben komme ich vvn der Einw eihun g des Ar- Verwaltung durch allerlei pädagogische Maßregeln, nicht menpflegerdenkmals zurück. Es war eine sehr ein- er durch Zwang schützen. Gegenüber der starken Be- drucksvolle Feier, die sich da aus dem Platze der alten schränkung der persönlichen Selbjiändigkeit in der Anstatt reformierten Kirche vollzog. Sie entsprach in ihrer schlich- erwachse der Anstaltsleitung eine hohe Verantwortlichkeit ten Einfachheit ganz dem Geist, der in der Elberfelder eine den besonderen Verhältnissen und Bedürfnissen Armenpllege lebt. Eine besondere Bedeutung erhielt sie Rechnung tragende Fürsorge. Dabei soll nicht bloß die durch die Anwesenheit der aus ganz Deutschland versam- Arbeitsfähigkeit und Willigkeit, sondern auch die Würdig­metten Mitglieder unseres Kongresses. Sie gestaltete sich kett berücksichttgt werden. Referent gibt deshalb für Siechen- dadurch zu einer dankbaren Huldigung der deutschen Ar- Häuser dem Pavillonsystem den Vorzug, und wünscht menverbünde vor der geistig führenden Armenverwalt- gemütliche Zimmer, in denen nicht mehr als vier Insassen nng. Die Weiherede hielt der gegenwärtige Leiter des untergebracht werden. Von besonderer Bedeutung sei die Elberfelder Anuenwesens, Beigeordneter Aders, der dem Hausordnung. Trennung der Geschlechter sei geboten, jedoch Dank, den die Stadt den Neubegründern des Lttmenwesens, müßte alten Ehepaaren das Zusammenleben ermöglicht Daniel von der Heydt, David Peters und Gustav Schlieper, werden. Sehr schtoierig sei die Hausordnung für Anstalten, schulde, Ausdruck gab, und mit dem Wahlspruch der Elber- ^e allen verschiedenen Kategorien dienen soll. Es müsse felder Armenpflege schloß:Laßt uns Gutes tun, und nicht' * mühe werden". Alsdann übernahm der Oberbürgermeister Tr. Funk mit Dankesworten das Denkmal, nachdem seine Hülle gefallen war, in den Schutz der Stadt. Zum Schluß überreichte der Oberpräsident der Rheinprovinz, Dr. Nasse