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26.6.1903 Erstes Blatt
 
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Wr* 147 Erstes Blatt. ISS. Jahrgang Freitag ÄV Juni 1 »03

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tr- wenerm-Anzeiger Äzrs'is.

- ~ Amt;-- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen MWZ

FerntprrchanlchlußNr.kl. -etgentest: Pan» Beck.

Die Stichwahlen.

Das Wahlergebnis in Oberhessen.

Die Schlacht ist geschlagen und mit freudiger Genug­tuung können wir es konstatieren von den bürgerlichen Parteien glänzend gewonnen worden. Mit aller Energie haben wir die Sozialdemokratie bekämpft, in ehrlicher, inten­siver Arbeit haben wir uns abgemüht, dem Gegner das Mandat streitig zu machen, und es ist uns gelungen. Der im Reiche sonst gar vieler Orten stärker, als man befürchtet hatte,sich offenbarende Zug nach der äußersten Linken ist in ganz Oberhessen schwächer gewesen als die, die mit Eifer und Hingebung bestrebt gewesen sind, ihn aufzu­halten. So ist denn unser Wahlkreis sowie der be­nachbarte Friedberger im zweiten Wahlgange der nationalliberalen Partei zugefallen und auch im Wahlkreise Lauterbach-Alsfeld-Schotten hat der nationalliberale Kreis rat Dr. Wallau den Sieg davon getragen.

Dieser dreifache oberhessische Sieg des Natio­nalliberalismus muß jetzt, nach den Stichwahlen, zum wesentlichen Teile den bäuerlichen Wählern gut- ;e schrieben werden. Trotz mannigfacher, wenn auch nicht sachlich recht begründeter Verstimmung, haben sie es in unserem Gießener Wahlkreise über sich zu gewinnen vermocht, von ihrem Wahlrecht nicht nur im nationalen, im vater­ländischen Sinne Gebrauch zu machen, sondern sie haben, wie sehr auch einflußreiche Männer unter ihnen dagegen eiferten und dem privatbesitz- und namentlich bauernfeindlichen Sozialismus eine warme Lagerstatt am Orte der hessischen Landesuniversität zu bereiten sich bestrebten, dem liberalen Kandidaten zugestimmt, der ihnen als derschwarze Mann* oorgespiegelt wurde, als ein niederträchtiger Hasser des Bauerntums, was ungefähr so wahr ist, als wenn man be­haupten wollte, Herr Köhler-Langsdorf sei ein Jude. Und andererseits haben die Sozialisten mit imponierender Rührig­keit und Emsigkeit an allen Straßenecken in Dorf und Stadt ausposaunt, Herr Heyligenstaedt, der nun unser Reichs­tagsabgeordneter geworden ist, sei nebstsamt dem ganzen Liberalismus ein arger Feind des bestehenden direkten gleichen und geheimen Wahlrechts. Daß derGieß.Anz.", der in diesen Tagen von rechts und links viel geschmähte, weil er nichts als seine nationale, seine patriotische Pflicht tat, zur Zeit des Kampfes im heffischen Landtage um das direkte, gleiche und geheime Wahlrecht mit aller Ent­schiedenheit dieses befürwortete, daß er die sehr wenigen heffischen Nationalliberalen, die sich dagegen erklärten, be­fehdete, daß er seiner Freude über den ihm mehr im Sinne eines direkten und geheimen Wahlrechts scheinenden Ausfall der letzten hessischen Landtagswahlen unverhohlen Ausdruck gab, das haben die Sozialdemokraten, nur um Stimmen für sich zu angeln, bösartigerweise verschwiegen und somit die Wahrheit auf den Kopf gestellt von anderen kühnen Erfindungen der sozialistischen Partei zu Ungunsten der liberalen Sache und ihrer Vertreter ganz zu schweigen; wozu noch nach der gewonnenen Schlacht den Unterlegenen die Leviten lesen.

Heyligenstaedt erhielt am 16. d. M. 5355, Köhler 5123 Stimmen. Gestern hat Heyligenstaedt 10 480 bekommen, das sind außer den ihm im ersten Wahlgange zugefallenen Stimmen noch zwei mehr als Köhler am 16. erhielt. Schlagender kann nicht bewiesen werden, daß es von einzelnen antisemitischen Führern eine falsche Kalkulation war den Sozialisten an­zupreisen.

Es sind, nach dem vorläufigen Resultat nur ein kleiner Ort fehlt uns noch am 25. im ganzen 1795 Stimmen mehr abgegeben worden als am 16., und zwar 290 mehr in der Stadt Gießen und 1505 mehr auf dem Lande. Krumm hat in der Stadt 207, Heyligenstaedt aber 282 Stimmen mehr erhalten. Daraus ersieht man wieder, wenn man die am 16. für Köhler abgegebenen 143 und 77 Molthan- Stimmen berücksichtigt, daß am 16. d. M. mehr nationale, als sozialistische Wähler zu Hause geblieben waren! Gegen 1898 haben die Sozialdemokraten einen Stimmenzuwachs von 2366, die vereinten bürgerlichen Parteien dagegen einen solchen von nur 1731 Stimmen zu verzeichnen. Das gibt immerhin zu denken und wir glauben, das wird in Zukunft mehr als bisher die reichstreuen Männer veranlassen, die politische Situation und parteipolitische Konstellation aus nüchterner Er­wägung heraus zu beurteilen. Dann aber wird es den bürgerlichen Parteien niemals mißlingen, bei getrenntem Marschieren und vereintem Schlagen unseren Wahlkreis gegen sozialistischen An­sturm zu bewahren. Einstweilen lassen wir uns mit allen denen, die den Kampf gegen die Sozialdemokratie führten, gern ge­nügen, daß cs cm bedeutender moralischer und tat­sächlicher Erfolg war, den der Liberalismus in unserem Wahlkreise diesmal errungen hat, ein Erfolg, der zu der Hoffnung berechtigt, daß es auch ferner­hin gelingen wird, die Fahne des bürgerlichen Liberalismus über unserem Wahlkreise wehen zu lassen!

So ruhig sich auch die Wahlschlacht an sich! allent­halben abgespielt hat, so war doch die Spannung, nut der man dem Resultat entgegenharrte, ganz außerordentlich. Ein solches Interesse haben seinerzeit kaum dre iseptennals- w ab len wacbaeruien: dre Walillokale waren nut Wissens­

durstigen überfüllt. Nirgends aber standen die Menschen­massen so gewaltig, wie auf der Schulstraße, wohin Jung und Alt zusammengeströmt war, um auf dem Lichttableau am Gebäude des Gießener Anzeigers die einzelnen Resul­tate abzulesen ,wie sre uns teils auf telegraphischem oder telephonischem Wege, teils von unseren Radfahrern von nah und fern übermittelt wurden. Wie in einem Ameisen­haufen wibbelte und kribbelte es vor unserem Hause; jede neue Zahl wurde mit lebhaftem Interesse entgssgeuge- nommen und laute Ausrufe des Entzückens erschollen, wenn diese oder jene Ziffer den Schauenden besonders imponiert hatte. Dabei ergab sich übrigens deutlich, daß die Mehr­heit des Publikums nicht von der roten Couleur war; im Gegenteil, das Gesamtresultat, daß die sozialistische Partei unterlegen fei, wurde mit Jubel ausgenommen. Bis 11 Uhr hielt das Publikum mit großer Aufmerksamkeit aus; es war allerdings auch dafür gesorgt, daß Langeweile nicht aufkam, denn sortwähreno konnten die beiden Zahlreihen er­neuert werden.

Die Wahlbeteiligung ist bei der Stichwahl weit größer gewesen, als bei der Hauptwahl. Bei der Hauptwahl hatten im ganzen Kreise 62 Prozent der Wahlberechtigten gewählt, bei der Stichwahl 68 Prozent. Wie wir früher schon mit­teilten, war der Prozentsatz der Wähler in der Stadt Gießen bei der Hauptwahr 79 Prozent, bei der Stichwahl wählten 84 Prozent der Stimmberechtigten.

Die Wahl bet iligung war also ganz auffallend stark. Im 8. (südlichen) Wahlbezirk der Stadt z. B. haben von 783 Wahlberechtigten 672 ihr Wahlrecht ausgeübt! Uebrigens gab es auch diesmal ein paar ungültige Stimmen. So fand sich z. D. in dem genannten Bezirk folgendes Verslein auf einem Stimmzettel verzeichnet vor:

Der Heyligenstaedt ist nicht mein Mann, Den Krumm ich auch nicht wählen kann.

Ein Antisemit."

Der Aermste! Er hätte es doch so gern getan; denn sonst hätte er sich doch nicht nach dem Wahllokal begeben, um diesen dichterischen Geistesblitz von sich zu geben.

*

In Lauterbach ist Dr. Wallau, in Friedberg Graf Oriola, in Offenbach Dr. Decker, in Bens­heim Geheimrat Haas, in Worms Frhr. o. Hey-k'ge­wählt worden. Ferner Heyligenstaedt, das bedeutet eine Verdoppelung der n a tio n a l li b er a len Reichtagsabgeordneten für das Großherzogtum Hessen (früher 3, Helfi, Oriola und Haas). Dazu kommt als 7. Liberaler der freisinnige Schmidt in Bingen. Die beiden anderen Wahlkreise, die der grüßten Städte des Landes, Darinstadt und Mainz, werden sozialdemokra­tisch vertreten.

* *

Aus den: Kreise Lauterbach gingen uns folgende Telegramme zu:

Kreis Lauterbach vollständig Wallau 4436, Bindewald 1350 Stimmen.

Stadt Lauterbach 778 Wallau, 27 Bindewald.

Schotten 345 Wallau, 50 Bindewald; Altenhain 42, 17; Betzenrod 19, 38; Breungeshain 12, 55; Burkhards 31, 71; Busen­born 7, 43; Eichelsachsen 11, 90; Einertshausen 20, 41; Eschenrod 38, 54; Freienseen 34, 110; Götzen 13, 19; Kaulstoß 25, 16; Michelbach 34, 29; Rainrod 112, 13; Rudingshain 22, 78; Sichen­hausen 17, 36; Sternsels 114, 19; Ulsa 23, 161; Wingershausen 5, 48; Gonterskirchen 9, 99.

Udenhausen Bmdewald 50, Wallau 10; Grebenau 61, 55; Wallersdori 33, 2; Groß-Felda 144, 38; Ruppertsburg 137, 9; Wetterfeld 78,16. Gesamtresultat Dr. Wallau 8083, Btnde- wald 691L

Aus dem Kreise Friedberg-Büdingen (Oriola ge­wählt) liegt uns im Einzelnen bisher nur das Resultat von Butzbach vor: GrafOriola 409, Busold 137 Stimmen (der erstere 50 und letzterer 29 Stimmen mehr als am 16. Juni).

* *

Im Nachbarkreise Wetzlar wurde der National­liberale Krämer wiedergewählt (Krämer 14330, Breide- bach 6553 Stimmen). Im Kreise Marburg ist das defi­nitive Resultat: v. Pappenheim (kons.) 7038, v. Ger lach (nat.-soz.) 7789 gewählt.

In Frankfurt a. M. ist der Sozialdemokrat Schmidt gewählt worden. In der letzten Stadtverord­netensitzung kam dort die Unzulänglichkeit der W ä h l e r l i st e n bei der gegenwärtigen Reichstagswahl zur Sprache. Am 16. Juni ergab si.ch, dort nur eine Wahl­beteiligung von 56 vom Hundert. Inzwischen hat sich durch übereinstimmende Beobachtungen verschiedener Parteien herausgestellt, daß von den nach den Listen versanditen Wahlbriefen 12000 als unbestellbar zurückgekommen sind, bei einer Gesamtzahl von 72000 Wahlberechtigten. Daraus folgert man, daß wenn alle Wähler an der Urne erschienen wären, die Berechnung nach den Listen doch nur eine Be- tetltgung von 83 v. H. ergeben hätte. Oberbürgermeister Adickes aab die Unzulänglichkeit der Wählerlisten zu und entschuldigte sich damit, daß die Grundlage zu den Listen von der Polizei geliefert werde, und es dem statistischen Amte bei der Kürze der Zeit nicht möglich gewesen sei, die polizeilichen Angaben zu prüfen.Das ist ein Beweis für die Enthüllung des Vorwärts, daß die Wahl schon am 18. April stattfinden sollte", rief der Sozialdemokrat Dr. Quarck, und die Redner der verschiedensten Parteien berich­teten ihre ungünstigen Erfahrungen mit den Wählerlisten. Zum Schluß wurde ein Antrag Dr. Geiger angenommen, der den Magistrat ersucht, wegen Verbesserung der Wählerlisten sofort daö Erforderliche veranlassen zu wollen.

Im 1. Berliner Wahlkreise setzte bei der Stichwahl der Wahlkampf bereits am frühen Morgen heftig ein. Dre Sozialdemokraten machten die größten Anstreng­

ungen, um auch diesen Wahlkreis zu erobern, was ihnen indes nicht geglückt rst. Der freisinnige Kempf hat über den Sozialisten und früheren Privatdozenten Dr. Arons gesiegt. Ueber 600 freiwillige Hilfskräfte standen den Sozialisten zur Verfügung, die aus verschiedenen Wahl« kreisen beordert waren. Auch die freisinnige Volkspartei hatte, unterstützt durch Mitglieder des Vereins Waldeck eine große Anzahl freiwillige Hilfskräfte zur Verfügung. Vor dem Wahllokal int Kaiserhof hatte schon bei Beginn des Wahlganges eine große Menschenmenge Aufstellung ge­nommen, um die Minister, die zur Wahl kommen würden, zu sehen. Einer der ersten Mähler war der Eisenbahn­minister Budde, dem alsbald der Staatssekretär des Reichs-Justizamtes Dr. Nieberdipg folgte. Um 103/4 Uhr erschien im Wahllokal Reichskanzler «Gras Bülow, der bekanntlich bei der Hauptwahl durch Krank­heit verhindert war, seine Stimme abzugeben. Die Minister haben also den Freisinnigen gewählt.

*

Noch ein Wahlkuriosum! DemMzr. Tgbl." zufolge wurde beider Hauptwahl ein Stimmzettel mit folgendem Text abgeben:

Von allen Kandidaten Taugt keiner eine Bohn', Drum wähle als Ersatz ich Von hier den kleinen Kohn!" ............... ........' , 1

Ehrenbürger Aulow.

Bromberg, 25. Juni.

DieNordd. Allg. Ztg." berichtet: Bei der Ueberreichung des Ehrenbürgerbriefes der Stadt Bromberg an den Reichs kanzler hielt gestern Oberbürgermeister Knobloch eine An­sprache, worin er betonte:

Die Uebernahme der Geschäfte durch den Grafen Bülon bedeute auf dem mühseligen Wege der inneren Einglieder­ung einzelner östlicher Gebietsteile eine Etappe, deren Spuren in den Gesetzvorlagen für den Osten bereits weithiv sichtbar geworden seien. Sicher werde die unerschütterlich« Fortsetzung der nunmehr eingeleiteten Politik nicht mv die feste Wurzelung der deutschen Bevölkerung, fonderr schließlich auch die vorbehaltlose Einordnung der Vreußer polnischer Rationalität unter die preußische Herrschaft in Gefolge haben. Der mächtigste Bundesgenosse des Staate^ hierbei sei die Zeit. Redner betonte dann: Die Dankbar­keit für tuen Grafen Bülow als den Träger dieser Politik beruhe in erster Linie auf den besonderen Fürsorgemaß nahmen des Staates für Bromberg, welche innig zusammen hängen mit dem von F-riedrich dem Großen, dem Schöpfe des Netzedistrikts, geschaffenen segensvollen Kulturplane Selten ernte heute der Staatsmann Dank, desto mehr aber Kritik. Um so freudiger ergreifen die Bürger Brombergs die Gelegenheit, chre unwandelbare Dankbarkeit auszu- drücken.

Der Reichskanzler dankte und erklärte:

Er betrachte es als hohe Ehre, mit Bromberg so eng verbunden zu sein. Er danke besonders für die künstlerische Ausführung der Urkurrde, welche ihm den schönen Inhalt noch wertvoller mache, da das Wort Goethes zutreffe:Gol­dene Aepfel in silbernen Schalen". Es sei ihm eine Freude gewesen, sich für die kulturelle und industrielle Entwick­lung Brombergs einsetzen zu können; denn er wisse, daß die von ihm geleitete und vertretene Ostmarkenpolitik der preu­ßischen Staatsregierung gerade bei der Bürgerschaft Brom­bergs verständnisvolle Unterstützung finde. Bromberg habe den Unterschied zwischen deutscher und polnischer Herrschaft am eigenen Leibe erfahren. Vom deutschen Orden ange­legt, sei Bromberg unter der Herrschaft des Ordens ein) blühendes Gemeinwesen gewesen. Als aber an einem der traurigsten, verhängnisvollsten Tage der deutschen Ge­schichte der Orden zusammenbrach, sei mit ihm, mit der Sache des Deutschtums im Osten auch Bromberg gesunken. Als der große König den Netzedistrikt wieder für Aeußen und Deutschland gewann, sei Bromberg, um mit den Worten des Königs äu sprechen, ein Stück Wüstenei gewesen mit kaum tausend Einwohnern. Der Oberbürgermeister habe mit Recht erinnert an das, was Bromberg dem großen Köntge verdanke, er habe auw die Beweggründe wie die Ziele der heutigen Ostmarkenpolitik richtig gekennzeichnet. An dieser Ostmarkenpolitik würde unbeirrt seftgehalten wer­den. Wir bildeten uns nicht ein, daß der historische Kampf, den das Deutschtum im Osten mit den Gegnern führen müsse, bon heute auf morgur beendet werden könne. 2Benn aber deutscherseits von oven und- Lorten weiter stetig, mutig und geduldig gearbeitet werde, würden die Früchte nicht ausbleiben.

Der Reichskanzler schloß mit dem Ausdruck des Dankes für die freundliche Anerkennung und Hilfe, die er in Brom- berg finde, und die er mit den besten Wünschen für das weitere Aufblühen der Stadt erwidere.

Peter I.

Belgrad, 25. Juni.

Der gemeinsamen Sitzung des Senats und der Skupsch tina, in der der König den Eid leistete, ging ein kurzer Gottesdienst voraus, den der Metropolit unter Assistenz dreier Geistlichen abhielt. Um 9 Uhr eröffnete der Präsi­dent des Senats, Welimirowitsch, im Sitzungssaale der Skupschtina die gemeinsame Sitzung mit der Mitteilung, daß der König den Eid auf die Verfassung ablege. 11m 9 Uhr 20 Minuten traf der König ein, die Brust mit Orden geschmückt, in Begleitung der Minister. Zunächst sprach der Metropolit ein kurzes liebet, hierauf legte der König mit lauter Stimme den lyib ab nach der vom Metropoliten vorgelesenen Formel. Lebhafte Ziviorufe der Versammlung begleiteten die iiidesablegung. Nachdem der Metropolit deu