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25.9.1903 Zweites Blatt
 
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Zweites Blatt«

Freitag ÄS. September 1903

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jähtt auLschl. Bestellg. Annahme von Anzeigen üx die TageSmnnrner jtS vvrrnMogS 10 Uhr.

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153. Jahrgang

bcn poltt. and aUflem« tetii U Qttito; für »Stadl und Land^ mrd .Gencdtssaol*: Avaust Gütz; für den An- getg enteil: Hand Beck.

Metzener Anzeiger

** General-Anzeiger v

Amts- und Anzeigeblatt flr den Kreis Gießen

Bezngoprer-r monat ltch7b Pf., oterteb jährlich Mk. 2.20; durch Abtzole- a. firoetgfteHen monatlich 65 Pf.; durch Mk. 2.viertel-

Nr. ÄÄS

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem Hessischen Landwirt die Gießener Kamillen, blätter viermal in der Woche bet gelegt

NotattonSdrnck tu Ver­lag der v rühl'schen Untoerf.-Vuch-n. Stein- bruderet (Pietsch (fcrbett) Medakrion. Expedttton and Drrrckerei:

Gchnlstraße 7.

tilbrefle für Depeschen: Vln-eiger Gießen.

Fernfprechanschluß Nr. 51.

Aie heutige Wummer umfaßt 10 Seiten.

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Bekanntmachung.

Detr.: Nebenbahn ButzbachSich. 4

Die Bahnarbeiten für die Nebenbahn Butz- ibach Lich sind von Lich ans soweit gediehen, daß vor einigen Tagen W dem Vorstrecken des Gleises begonnen worden ist. Der Transport der Materialien wird aus der genannten Strecke nunmehr durch Materialzüge mit Lokomotivbetrieb erfolgen.

Indem wir dies zur öffentlichen Kenntnis bringen, machen wir gleichzeitig auf die Gefahren aufmerksam, welche dem Publikum beim Ueberschreiten der Bah-n- übergänge erwachsen können. Mit Rücksicht hierauf ist Anordnung getroffen, daß die Annäherung des Zugs an einen Wegübergang durch Läuten mit der Glocke ange­kündigt wird. Fuhrwerke, Fußgänger und sonstige Paffanten haben alsdann in entsprechender Entfernung vom Gleise die Durchfahrt des Zuges abzuwarten und dann erst den Ueber- gang zu überschreiten.

Gießen, den 24. September 1908.

Großherzogliches Kreisamt Gießen.

________________I. V.: Dr. K r a n z b ü h l e r.__________

Bekanntmachung.

Vetr. Feldbereinigung in dec Gemarkung Bettenhausen.

In der Zeit vom 26. September l. I. bis enschließlich 9. Oktober l. I. liegen auf dem Gemeindehaus zu Betten­hausen

I. die Arbeiten des 3. Mschnittes von obiger Feld­bereinigung, nämlich:

1) 10 Zuteilungskarten,

2) 1 Band Zuteilungsverzeichnis,

3) 2 Bände Gütergeschosse,

4) 1 Heft Verzeichnis der Bonitätserhöhungen,

5. das Protokollbuch;

II. die Arbeiten des 3. Abschnittes über die aus Ge­markung Mlrschenhetm infolge Grenzregulierung zugezogenen Grundstücke:

1) 1 Zuteilungskarte,

2) 1 Heft Zuteilungsverzeichnis,

3) 1 Band Gütergeschosse,

4) 1 Heft GeldausgleichungLoerzeichnis,

5) 1 Heft über Bonitätserhöhungen;

III. die Arbeiten des 3. Abschnittes über die aus Ge­markung Birklar infolge Grenzregulierung zugezogenen Grund­stücke :

1) 1 Zuteilungskarte,

2) 1 Heft Zuteilungsverzeichnis,

3) 1 Band Gütergeschosse,

4) 1 Heft GeldausgleichungsoerzeichniS zur Einsicht der Betelligten offen.

Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hier­gegen findet statt:

Samstag, bett 10. Oktober 1903, vormittags von 9 */, bis 10y, Uhr, im Gemeindehaus zu Bettenhausen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschloffen sind. Die Einwendungen sind schriftlich abzufaffen, zu begründen und auf Papier in Men- größe (mindestens % Bogen) einzureichen.

Friedberg, 22. September 1903.

Der Großh. Feldbereinigungskommiffär.

S p a m e r, Kreisamtmann.

Sarmstävter Arirf.

R. B. Darmstadt, 24. Sept.

Tic Stadt prangt heute bereits zum würdigen Emp­fang der fürstlichen Lochzeitsgäste im vollen Festschmuck Tie hohen, laubumwundenen und unt Wappenschildern mrd ,Bannern geschmückten Fahnenstangen ziehen sich vom Main-Neckar-Bahnhof durch die mit eurer prunkvollen Ehrenpforte gezierte Rheinstraßc bis zur Ludwigssäule und von dort geradeaus weiter nach dem alten Reudenzschloß und rechts zum Neuen und Alten Palais.

schmuck trägt der Luisenplatz. Der mächtige Sockel der Ludwigssäule ist bis hoch hinauf mit Palmen und Blumen geschmückt, mächtige, laubumwundene Pyramiden tragen Guirlanden und Fahnenschmuck mit

schildern, oben Blumenvasen. Die Ankunft des rüstrjchen Kaiserpaares wird, wie schon gemeldet, r^rtag nach^ mittag kurz nach 3 Uhr erfolgen. Erne Schwadron des L.«eibgrenadierregiments Nr. 24, 0essen Ch^ Zar Nikolaus ist, stellt die Ehrenwache. In politischen Kreisen befestigt sich immer mehr die Ueberzeugung, daß wäyrend des mehrwöchigen Aufenthalts des Zaren hier oder in Wres- oaden eine persönliche Begegnung des Letzteren mit Kaiser Wilhelm in die Wege geleitet werden wiro.

Die Namen der fürstlichen Gäste bei den Bermahlungsfeier- lichkeiten werden heut abend auch offiziös begannt «geben und entsprechen fast genau den schon früher darüber ge­machten Angaben. Bemerkenswert und neu ist nur, daß als Begleiterin der Königin von England nicht der Herzog von Teck genannt wird, sondern Prinzessin Beatrix., Das nrssische Kaiserpaar bringt auch die Prinz es sllrnen-Töchter -nit; ferner werden genannt Großfürst Sergius und Groß­

fürst Georg, beide mit Gemahlinnen, uüd Großfürstin Wera von Rußland. Neben dem König mrd der Königin von Griecherlland erscheint auch das griechische Kronprinzen- paar, sowie Prinz Nikolaus und Prinzessin Helene; Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen bringen auch den jungen Prinzen Waldemar mit Prinzessin Elisabeth, das kleine Töchterchen unseres Großherzvgs, ist bereits gestern von ihrer Diutter aus Koburg hier eingetroffen. Der fürstliche Bräutigam, Prinz Andreas, der gestern aus den Manövern hierher zurückkehrte, hat im Neuen Palais Wohn­ung genommen, Prinzessin Ludwig von Battenberg, die Mutter der Braut, kam heute aus Schloß Heiligenberg und stieg im Alten Palais ab.

Seit einiger Zeit weilt neben zahlreichen, vorbereiten­den russischen Beamten auch eine Anzahl russischer Ge­heimpolizisten hier, welche unter den vielen in Darmstadt lebenden Russen, namentlich den die Technische Hochschule besuchenden Studierenden, genaue Umschau halten. Wie beim vorigen Besuch des Zaren, soll auch diesmal ver­schiedenen Personen russischer Nationalität, deren Bonität nicht ganz zweifellos feststeht, für die Dauer des Älus- enthaltes des Zarenpaares in Darmstadt das Verweilen hier und in der Umgegend verboten worden sein. Ein russischer Student der Elektrotechnik, Willmer aus Süd­rußland, dessen politische Umtriebe schon der hiesigen Be­hörde bekannt waren, wurde des Landes verwiesen und nmßte binnen wenigen Stunden abreisen.

Komische Tagesschau.

Die Forderung der Wehrsteuer.

Unser parlamentarischer Mitarbeiter schreibt uns unterm 24. September:

Tie Agitation zu Gunsten der Einführung der Wehr­steuer wird auch seitens militärischer Kreise betrieben. Man hat hierbei wohl einen besonderen Zweck im Auge, und die Annahme dürfte nicht ungerechtfertigt sein, daß dieser Zweck mit dem Militärpensionsgesetz zusammenhängt. Die militärischen Kreise rechnen mit Bestimmtheit darauf, daß dies Gesetz dem Reichstag schon in der nächsten Session vorgelegt wird, und sie erwarten darin Bestimmungen mit rückwirkender Kraft, derart, daß die Erhöhung der Pen­sionen auch den zur Zeit im Ruhestände lebenden Offi­zieren zuteil wird, die, wie man mit Recht hervorhebt, in schwerer Zeit dem Vaterlande gedient mrd vielfach dabei ihre Gesundheit zum Opfer gebracht haben. Die Verleihung rückwirkender Kraft an das neue Militärpensionsgesetz würde natürlich die Bereitstellung nicht unbeträchtlicher Geldmittel erfordern, und diese Mittel möchten die mili­tärischen Kreise durch die Wehrsteuer aufgebracht wissen. Wie oer neue Reichsschatzsekretar Frhr. v. Stengel sich zur Frage der Wehrsteuer stellt, ist nicht bekannt. Als Süd­deutscher vielleicht etwas freundlicher, als Frhr. v. Thiel- mann, da ja in Bayern und namentlich in dortigen Zen- trnmskreiscn der Wehrsteuer das Wort geredet wird, wie das auch Abg. Speck, der angesehene bayrische Zentrums- maun, im Reichstag wiederholl hat. Die Wehrsteuer wird aber jetzt auch zur Auffüllung des Reichsinvaliderifonds wie kürzliche gemeldet empfohlen. Um nach zwei Sellen hin Verwendung zu finden, dazu reichen freilich die Erträge aus der Wehrsteuer nicht entfernt aus.

Deutsches Kelch.

Berlin, 24. Sept. Staatssekretär v. Tllpitz hat sich heute nachmittag nach Rominten zum Vortrag beim Kai­ser beaeben.

Maxim. Harden, der Herausgeber derZukunft", hat an den Redakteur derTägl. Rundschau" einen Brief gerichtet, worin es heißt:Erweislich wahr ist: Mehring hat mir, dem politischen Gegner, demBismarck-Schwär­mer", seinen Parteigenossen Schönlank alsBuben", als Kümmel", alsSchuft" denunziert, und wenige Jahre danach für das Blatt desselben Schönlank Artikel ge­schrieben."

DemVorwärts" zufolge schritt bei der L e i ch e n - feie r des auf dem Dresdener Parteitag verstorbenen Sozialdemokraten Meiling die Polizei ein und ent­fernte mehrere rote Schleifen von den Kränzen der Teil­nehmer.

Nürnberg, 24. Sept. Auf der Konferenz zwischen den Delegierten der Regierungen der Mainuferstaaten über die Fortführung der Mainkanalisation bei Aschaffen­burg hat der Schwerpunkt der Verhandlungen dieTarif- Politik betroffen. Preußen verlangt Sicherheit, daß die bayrische Regierung nicht eine Eisenbahnpolitif von Aschaf­fenburg aus . treibt und Preußen und Hessen schädigt. Preußen verlangt jeweilige Verständigung wegen, der ein­schlägigen Tariffragen mrd konzediert, daß Frankfurt Main aufwärts, Aschaffenburg Main abwärts nicht Verkehrs­abschluß, sondern Ausgangspunkt ist, und schätzt dieses Opfer auf 4i/2 Millionen Mark. Weiter will Preußen nicht gehen. Daß Bayern auf der bayrischen Strecke niedrigere Masserabgaben erheben kann, als Preußen, wurde disku­tiert und ist bereits festgelegt, ebenso, daß Bayern den Sicherheitshafen an der Grenze baut. Die Konserenzdele- gierten können den Abschluß natürlich nicht herb ei führen, sondern nur verhandeln. CZ wird zunächst die bayrische Regierung ihren Standpunkt namentlich bezüglich der TarifpoUtik, schriftlich rmd auf diplomatischem Wege dar- legcn müssen. So schnell, wie es in der Presse vor kurzem hieß, wird es mit dem Abschlüsse dee. Staatsvertrages nicht gehen können. Es ist auch nicht anzunehnren, daß die beiderseitigen Landtage schon in oer nächsten Session mit einer Vorlage betraut werden. Jedenfalls ist man in Nürnberg wiederum einen Schritt weiter gekommen.

Kirche u«d Schul«.

Rom, 24. Sept. Kardinal RamPolla legte all, Aemter bis auf das des ersten Erzpriesters an St. Pete, nieder, um sich den Arbeiten an einem großen Ge schichtswerk zu wivmen.

Die Familie Sarto verzichtet aus den mischen Adel. Nach der Bulle Benedikts XIV. über das römische Patriziat und seine Verleihung werden Brüder und Schwestern jeden Papstes von Rechts wegen Mllgliedei des römischen Patriziats. Die Verfügung Benedikts t>ar* nicht verwechselt werden mit anderen Adelstlleln, die bei Papst seinen Brüdern und Schwestern oder anderen Ver­wandten verleihen kann, indem er sie zu Fürsten, Her^ zögen und Marchesen macht. Die Aiifnahme in das römische Patriziat kann nur und muß für Brüder und Schwesterr erfolgen als die nächsten Verwandten des Papstes. Jetzt besteht nun der merkwürdige Fall, daß Vollstrecker dei Verfügungen Benedikts die italienische Reg7ierung ist, web der König von Italien die Souveränitätsrechte der Päpste und der anderen Staatshäupter der Halbinsel übernommen hat und bestimmt wurde, die Bräuche der Begründer der verschiedenen regionalen Adelstitel bestehen zu lassen. Das heraldische Amt also müßte dem König Vorschlägen, Aufnahme bes Herrn Angelo Sarto unb seiner Schwestern unter bas römische Patriziat zu verfügen. Aber, wie eg scheint, hat Pius X., auf vertraulichem Wege wissen lasserx daß das heraldische Amt sich nicht bemühen^solle, da sein. Verwandten keinen Anspruch auf den Notabilllätstitel et- höben. Man glaubt, daß das Amt dem Wunsch des Papst eg nachkommen wird, obgleich die Bulle gesetzliche Wirkung hat, und das Amt sie eigentlich befolgen müßte.

Ausland.

Paris, 24. Sept. Ma rineMinister Pelletan^ der von mehreren Berichterstattern über Admiral Ma- rschal befragt wurde, sprach sich über Indiskretionen des Admllals sehr entrüstet aus, insbesondere, daß dieser nicht Privatgngelegenheiten eines Mariueosfiziers geschont habe, der wegen Selbstmordes eines Mädchens in Jndo- china auf Veranlassung Maröchals vor das Untersuchungs- gericht gestelll wurde. Pelletan tadelte in einem Schreibet Marechal, worauf dieser brieflich erwiderte:Ihr Schreibet kann nur von einem haßerfüllten Unterbeamten ausgehew der lediglich Vernichtung verdient. Ter Minister, in desser Adern französische Ehre, ftanzösisches Blut ist, kann sich nicht so tief erniedrigen." Diesen Brief legte Pelletan dem Ministerrat vor. Dieser war höchst erzürnt und einstimmig der Ansicht gewesen, daß Mar6chat streng bestraft wer« den müsse. Marechal sagte seinerseits, Pelletan habe chn beschimpft, der Lüge geziehen und chm vorgeworsen, daß der Untersuchur-gsrat von ihm ausgesucht sei. Das sei eine Infamie.

Rouen, 24. Sept. Der Fürst von Monaco hat einen von Kaiser Wilhelm gezeichneten Entwurf vor­gelegt, welcher ein weißes Kreuz auf rotem Grunde enthält. Tas Ganze ist übersät mit roten und weißen Sternen. Das Berner Friedensbureau hatte diesem Entwürfe zugestimmt und mll Genehmigung des Kaisers noch in ine Mitte der Fahne einen großen SKrn angebracht mll der Inschrift Pax". Ter ganze Entwurf sollte dem jetzigen Friedens­kongreß zur Genehmigung vorgelegt werden, findet jedoch von englischen und amerllcmischen Delegierten prinzipiell Widerspruch. Von den ftanzösischen Delegierten wurde der Entwurf im allgemeinen gutgeheißeu und man erblickte in dem Werk des deutschen Kaisers ein Ent­gegenkommen gegen die Friedensbewegun­gen, welche vielleicht von praktischem politischen Werte sein körmte. Auf Anttag des englischen Abg. Clarke wurde eine Adresse an den Präsidenten der französischen Republik be­schlossen, er möge seinen persönlichen Einfluß in dem Sinne der Herbeiführung einer Einstellung der Waffen­rüstungen bewllken. Auf Anttag des nämlichen Abgeord­neten wurde eine Adresse an die ftanzösischc Regierung beschlossen, mit dem Ersuchen, sie möge die Initiative zu internationalen Verhandlungen behufs Einstellung weiterer Waftenrüstungen ergreifen. Auf Vorschlag des französischen Abg. Hubbard beschließt der Kongreß, die nötigen Schritte zu veranlassen, damit die die Friedensöestrebungen untere stützenden Abgeordneten in allen Parlanienten gleichzeitig eine Resolution einbringen, welche die betteffenden Regier­ungen auffordert, in kürzester Frist eine Herabsetzung der Militär- und Marineausgaben herbeizu­führen und sich in dieser Richtung mit den ftemden Re­gierungen zu verständigen. Auf Antrag der Baronin Suttner schließt sich der Kongreß dem Beschlüsse der letzten' in Wien abgehallenen interparlamentarischen Konferenz an, der die Einberufung eines neuen Kongresses von Re- gierimgsbevollmächtigten anstrebt zu dem Zwecke, die im Schlußprotokoll der Haager Konferenz versprochene Brüst­ung durchzuführen. Ein Zusatz des Belgiers Lehaie ver­langt gleichzeitig die Aenderung dieses Schlußprotokolls in dem Sinne, daß künftig jeder Staat bellreten kann, ohne daß die übrigen sich über seine Zulassung zu äußern haben.

Wien, 24. Sept. Abgeordnetenhaus. Im Ein­lauf befindet sich ein Anttag des Abg. Sch,reller und Genossen, in dem die Regierung aufgefordert wird, bei den Handelsvertragsverhandlungen mit Deutschland die Schäftung einer Zolleinigung arvu» bahnen unb für die 1 Adige Umgestaltung des Verttags- vcrhältnisses in diesem Sinne vorzusorgen. Abg. Paxa interpelliert den Ministerpräsidenten wegen der Lage der Christen in 9)taccDonien unb des Vernichtungskampfes der Türkei gegen diese, wobei darauf hingewiesen wird, daß die Großmächte zu dieser, dem Charattcr der Krieg- sühnmg zwischen zivilisierten Staaten in keiner Weise ent-