Nr. 228
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Aerniprrchanschluß Nr. 6L
Freitag 28. September l«03
Erstes Blatt.
153. Jahrgang
GietzenerAnzeiger
** General-Anzeiger w
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Netzen
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VoMische Tagesschmt.
Die Ansprache deS Kaisers
Ku der Abordnung von Arbeitern der Danziger Reichs- und SlaoMWertftätien hat selbst auf den ,Mor- wärts" durch die Ruhe und Schlichcheit, mit der der Kaiser sprach, ihre Wirkung nicht verfehlt. Wenn, so schreibt jetzt die „Nationallib. Karr.", das soKialdemokratische Zentralorgan das Gewicht der kaiserlichen Worte dadurch herabzumindern sucht, daß es schreibt, der .Kaiser habe etwa dasselbe gesagt, was man in nationalliberalen Reden zu hören betornme, die auf die Ablenkung der Arbeiter von der nachdrü-Äichen Vertretung chrer Interessen ausgingen, so glauben wir es uns versagen zu können, den Vergleich kaiserlicher und nationalliberüer Reden in die Debatte zu ziehen. Aber unwidersprochen darf die Behauptung, solche Reden liefen auf die Ablenkung der Arbeiter von der nach- drticilichen Vertretung ihrer Interessen hinaus, nicht ins Land gehen. Kein Riensch im Deutschen Reiche und am allerwenigsten der Kaiser hat im Laufe der letzten Jahrzehnte die Arbeiter an der nachdrücklichen, ja nachdrüalich- sten Vertretung ihrer Interessen gehindert; kein Mensch und am allerwenigsten der Kaiser hürdert sie jetzt und in Zukunft daran, wenn sie sich in gesetzlichen Schranken halten. Tas allgemeine Reichstagswahlrecht wird unangetastet bleiben, und wie den Arbeitgebern, so ist auch den Arbeitnehmern durch stetige Sozialreformen die Möglichkeit zur Wahrnehmung ihrer Interessen immer mehr erleichtert worden. Daß aber auf die andere Seite der Wagschale der Anspruch gelegt worden, die deutschen Arbeiter möchten, wie in allem chrem Tun, so auch besonders in der Art, wie sie ihre wirklichen oder vermeintlichen Rechte wahrnehmen, nimmer chre Zugehörigkeit zur deutschen Volksgemeinschaft vergessen,, und die Mahnung: „Gedenke, daß Tu ein Deutscher käst", höher bewerten, als vielfach von ihrer Seite geschieht, ist nichts Unbilliges. Bei der Aufklärungsarbeit für die arbeiteirden Klassen, in der nichjt zu ermüden ein dringende und zwingende Notwend-^keit sür alle bürgerlichen Parteien bleibt, wird Leider so häufig der Hinweis unterlassen, welche unschätzbaren Vorteile und Erleichterungen allen Schichten der Bevölkerung, so besonders auch den arbeitenden Klassen die Wiederaufrichtung des Reiches hinsichtlich der Erwerbs Möglichkeit gebracht- Um so dankenswerter ist es, daß der ftaifer durch seine Ansprache in Danzig ein Beispiel gab, das eine möglichst umfassende und nachdrückliche Nachahmung finden möge." Heber die Stellung des Kaisers zur Sozialdemokratie tischt die „Saaleztg." ihren Lesern eine Zukunftsphantasie auf, die man mit Zweifeln zu begleiten hat. Daß diese Rede in versöhnlichem Ton gehalten war, haben wir selbst bereits hervorgehoben, aber es scheint doch sehr gewagt, daraus zu weitgehende Folgerungen zu ziehen, wie es das erwähnte Matt tut. Es erzählt zunächst, daß der Kaiser nach dem sozialdemokratischen Wahlsieg eine ganze Reihe nicht verantwortlicher Persön» lichkeiten auch aus dem Bürgerstande um ihre Meinung be KN al ich der nunmehr einzuschla- a end en Politik befragt hat — über den Kopf Bülows über anderer offizieller Ratgeber hinweg. Er selbst würde nach seinem Charakter auch einer liberalen Politik keineswegs abgeneigt sein. Ja, es gebe eine Reihe von Stellungen, z-B. im Reichsamt des Innern, im Reichsversicherungsamt, wo auch „Genossen" von Wissen und Talent arbeiten könnten, ohne politisch glar zu viel Unheil anrichten zu können. Aber es arbeiteten in dieser Hinsicht so viel G e g e n w i r k n n g e n, daß der Kaiser selbstverständlich den Mann in der Regierung nicht finden würde, der stark genug wäre, ihn bei einer solchen Politik -n decken. Zum Schluß
heißt es: ,., , ~ .
„Freilich müßte erst eine liberale Stefan- struition der Regierung geschaffen werden, denn höchstens in einem liberalen Regiment würde ein Revisionist a la Vollmar Raum haben. Und hierzu fehlt es dem Grafen Bülow an Energie und an Mut. Der Kronrat hat seinerzeit tatsächlich eme UmMbung der Regierung in diesem Sinne bringen sollen Kurz vorher besann man sich- eines anderen und schwenkte von neuem mit kräftigem Rucke nach rechts. Trotzdem wird man"die^gegenwärtige Stellung des Kaisers zur Sozial- demokratie sorgfältig int Gedächtnis behalten müssen. Vielleicht en hält sie Motive, die eher, als man es glaubt, m einem teuer kaiserlichen AngmiblickentschlÜsse führen Ln n ^or denen sämtliche heutigen Minister bis herauf tum Grasen Bülow in beständiger Furcht schweben/«
Der Jahresberichts des bayerischen Landwirtschaftsrats bezeichnet die Bewertung der landwirtschaftlichen Erzeug- Nisse infolge der niedrigen Getreibepreise als minder be- fr edigend, da die Selbstkosten kaum aedeckt würden. Daß unter solchen Umständen, heißt es in dem Bericht, die Lust am sorgenvollen landlvirtschaftlichen Berufe immer mehr schwindet und die Land-Flucht in auffteigeudem Grade zu- nimmt, ist ebenso begreijlich wie bedauerlich. W wird aber nicht eher ein Umschwung zum Besseren emireten, als bis die Landwirtschaft eines wirksamen dauernden Schutzes ftcher ist, und ein die Produkttonsbosten und ine ftmab uns der landwirtschaftlichen Erzeugnisse ausgleiclMdeS Verhältnis durch eine sie nicht sqadigenbe Bkrtschafts- poZik erreicht fein wird. In dieser ^ehE se«n d« Landwirte ihre Hoffnung auf den neuen Jolliar f. T e enbgiuiac Gestattung ünjcrcr zottpolttrjcken Verhattniise zum Auslande wird allcrdrugs..noch von.hem'Inhalte der zu erwartenden Handelsverträge anhängig sem, allem der neue Zolltarif bringt, wenn auch manche berech.ttgte Wünsche der deutschen Landwirtschaft noch nicht erfüllt
worden sind, gegenüber den derzeitigen Zolltarifbestimm- unaen für die Landwirtschaft immerhin nicht unwesentliche Verbesserungen. Der Bericht beklagt daun, daß die Viehzölle nicht gesetzlich gebunden wurden, gibt aber zu, daß die Entwickelung der deutschen Viehzucht zurzeit eine günstige ist.
ßyriMch-sozialer Karteitag.
Mülheim a. d. Ruhr, 23. Sept.
Tie christlichf-soziale Partei hielt heute hier ihren siebenten Parteitag ab. Organisation, Taktik und Anträge wurdet: in geschlossener Sitzung verhandelt. Ter öffentliche Teil der Verhairdlungen bot in politischer Hinsicht nur zwei Darlegungen von allgemeinerem Interesse. Ter Führer der Ehristlich-Sozialen, Hosprediger a. D. Stöcker, hatte den ersten Vortrag mit b-em Thema: „Die politisch e Lage" übernommen. Stöcker kleidete in denkbar gemäßigter Form seine bekannten Ansichten über äußere unb innere deutsche Politik, die Geißelung der „Judenkulis" überließ er für später seinem Generalsekretär Dr. Burkhardt, und sonst troff er von Nächstenliebe unb Frieden. Stöcker führte aus: lieber den lieber» mut der Sozialde m okra tie ist chr Parteitag gekommen wie em Reif in der Frühlingsnacht. Es ist eine schwere Niederlage, die die Sozialdemokratie in Dresden erfahren hat. Die einen, aus dem Proletariat hervor gegangen, wollen das Volk beständig in Nevolutionsgedauken halten und glauben, das stets fortsetzen zu können. Diese Partei, die immer so unabhängig tut nach oben, nach Fürsten und Regierung, zeigt sich schpn jetzt plötzlich abhängig von bau Instinkt der Massen. Die Speichelleckerei -nach unten ist noch viel gefährlicher als die nach oben , und der Byzantinismus vor oem Pöbel ist noch gefährlicher als der vor den Monarchen. Und die anderen haben sich gefügt, ihre Hoffinmgen sind verronnen, und diese Liebeoien er ei nach unten werden sie m Reden und Handlungen bewähren müssen. Wie kommt es, daß wir in Deutschland mehr Umsturz, haben, als die gesamte übrige christliche Welt? Ich sehe die Sozialdemokratie für eine Volks krankheit an, und Uv ar für eine Kinderkrankheit, denn wir sind erst im Einfang der sozialen Bewegung, Ich habe immer behauptet, daß die Sozialdemokratie eher eine revolutionäre, als eine sozialistische Partei ist. Ihr Bestreben läuft darauf hinaus, den Pöbel immer bei Appetit zu erhalten. Das ist ein Frevel. Gegen die Sozialdemokratie giebt es nur eine Rettung, das ist das Ehristlich- Soziale. Dabei brauchen wir nicht an unsere Organisation zu denken, denn um dien Geankert handelt es sich, um die Turchdringung des Volkes mit praktischem lebendigem Christentum.
Im Anschluß an Stöckers Vortrag über die politische Lage wurde in der Besprechung eine Aeußerung des Vicepräsidenten des Oberkirchenrats Dr. Frhr. v. d. Goltz am Grabe des Präsidenten des Oberpräsiden Bark Hausen aufgegriffen. Die Aeußerungl lautete nach dem „Volk": „Tie lebhafte Erregung der sozialen Bestrebungen erschwerten das .Amt der obersten Kirchenleitung. Seine ganze Kraft hat ».er Entschlafene eingesetzt, um Frieden und Vertrauen h-erzustellen, jeder ernsten Ueberzeugung mit Achtung begegnend, unnötigen Zwiespalt und Eifer mäßigend und die Kirche gegen das Eindringen mehr politischer als religiöser Strömungen schützend." Pfarrer Pfahl, ein Hesse, knüpfte daran folgende Betrachtungen: In leitenden evangelischen Kreisen will man die politische Mitarbeit den Geistlichen unterbinden. Ich« will nicht schildern, welche Wandlungen man oben durchgemacht hatte. Das sollen vergangene Zeiten sein, besonders da die Gegenwart uns erinnert hat, wie diese feindliche Strömung gegen die Mitarbeit der Geistlichen am inner politischen Leben eine Stärkung erfahren hat. Es wird immer mehr betont, daß in politischen Äugen die Moral nicht mitzureden hat, daß da lediglich Opportunitätsrücksichten zu entscheiden haben. Deshalb ist es die Aufgabe unserer Partei, unbekümmert um Widerspruch und Anfeindungen, es uns nicht verwehren zu lassen, daß wir die politische Arbeit beeinflußt sehen wollen durch die Religion. Gerade am Grabe des Präsidenten des Oberkirchenrats Barkhausen hat der Vicepräsident des Oberkirchenrats das politische Gebiet sehr gestreift und gesagt: Barkhausen habe dem. Eindringen mehr politischer als religiöser Strömungen in die Kirche zu wehren gesucht. Das „Volk" hebt hervor, daß das gegen uns gerichtet ist. Ließen wir das Ideale, das Religiöse aus unseren Bestrebungen, dann würden wir bald das Schicksal der national-sozialen Partei teilen. Die national-soziale Partei ist nicht mehr. Sie ist von den Idealen herabgeglitten und dann immer tiefer gesunken, bis sie bei Pelta- sohn und Barth' 'angekommen war. Wir müssen uns dagegen verwahren, daß man einen großen Führer der evangelischen Kirche rühmt und lobt, nkeil er dem Eindringen politischer Strömungen entgegen zu wirken gesucht hat. Wir müssen den Finger darauf legen und sagen: Mehr Religion in die Politik, mehr religiöse Grundsätze in die innere und äußere Politik! Ich hoffe, daß man, ehe es zu spät ist, auch oben erkennen wird, daß der christlich-soziale Geist im Volke die einzige Möglichkeit noch ist, die Macht des Umsturzes zu bannen. Es ist dem Abgrund zugejagt, wenn man der katholischen Kirche alles zugesteht, alles zrtbilligt, und auf der anderen Seite die Kräfte der evangelischen .Kirche niederdrückt nnb mundtot machen will. Das sind außerordentlich billige Sachen, wenn man ab und zu einmal mit außerordentlichem Pathos sogenanntes Zeugnis ablegt. Nein, wir müssen immer durchdrungen sein voll religiösem Geiste. Ich möchte es Bar-Hausen nicht als Ruhmesblatt anrechnen und ihm aufs Grab legen, daß er damals bre Bewegung gegen unsere christlich-soziale Sache unternommen hat. Das imissen wir als Anklage aussprechen.
Wir vermissen bisher zu sehr, daß unsere evangelischen Behörden, wo es not tut, den Mund auftun rmd sich an die Spitze der evangelischen Begeisterung stellen. Die Herren wissen gar nicht, welche Resoncurz sie im evangelischen Volke finden würden, loenn sie sich auch einmal hinstellen und sagen würden: Bis hierher nnb nicht weiter! Wir brauchen politische Strömungen, die von religiösen Idealen getragen sind. Lassen Sie nns die Religion in die Politik hineintragen. Das ist auch christlich-soziale Arbeit! (Der Redner fand mit diesen Ausfi'chrrmgen sehr lebhafte Zustimmung in der Versammlung.)
Im nächsten Vortrag behanoelte Rektor Schrnell aus Lculgerfeld die Stellung der christlich-sozialen Partei znr evangelischen Volksschule. Der dritte Vortrag über „Unsere Presse", den Reichstagsabg. Dr. Brrrckhavdt hielt, war kurz und bündig. Nach einer kräftigen Abkanzelung der Jilden- presse und der Jndenkulis wurde als einzig lesbares Organ Stöckers „Volk" gepriesen.
Kitzunff der Stadtverordneten.
Gießen, 24. Sept. 1903.
Anwesend: Oberbgm. Mecnm, Beig. Georgi und die Stadtv. Brück, Emmelius, Gaffky, Gut- fleisch, Hanau, Haubach, Heichelheim,, Helfrich, Huhn, Fann, Jug h ar dt. Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Pirr, Dr. Schäfer, Schaffstaedt, Schm all und Wallenfels. Es hatten sich entschuldigt: Beig. Heyligenstaedt und Curschmann, Kirch, Keller und Schiele.
Oberbgm. M e eum eröffnet die Sitzung mit der Ver» lesung eines Schreibens von KanzleiratDernuth vorn 20. September, worin dieser sich für die Aufmerksamkeiten, die ihm aus Anlaß seiner Pensionierung entgegengebracht worden sind, bedankt und Die Stadtverwaltung bittet, ihm ein freundliches Andenken bewahren. Dann verliest Oberbgm. Mecum die von uns schotl mitgeteilte Ab- rechnnng der Wohltätigkeitsvereine über das Jugendfest dieses Sommers und die ebenfalls bekannte Ber- wendnng der darans gewonnenen Mittel. An den Verein hat Oberbgm. Mecum ein entfprechendes Antwortschreiben gerichtet, das er ebenfalls verlas.
Stadtv. Löber richtete an Oberbgm. Mecnm das Ersuchen, über die Ausführungen einer Flugschrift „Wahrheit und Klarheit in der Angelegenheit der Gießener Friedhofsweihe", die den. Standpunkt der Krrchenbehörde in dieser Aufsehen erregenden Angelegenheit vertritt, sich zn äußern, woraus Ober* bgm. Mecum erwidert, er werde darauf in der nächsten Stadtverordnetensitzung in acht Tagen cnttworten. Nächsten Donnerstag müsse nämlich schon wieder eine Sitzung stattfinden. Als Stadtv. Heichelheim den Wunsch äußert, die Sitzung mit Rücksicht auf den jüdischen Feiertag nickt Doriuerstags abzuhalten, wird sie mit dem Einverständnis der Versammlung auf den daraus folgenden Freitag verlegt.
Es erfolgt daraus die Auslosung zurückzuzahlender Schuldverschreibungen der 1893 er, 1894 er und 1895 er Anlehen.
Von dem 1893er Anlehen wurden 6 Stück 2 ä, 2000 Mk. gezogen, nämlich: L 47, 96, 71, 54, 76 und 11; 8 Stück Di zu 1000 Mk.: M 166, 392, 350, 372, 274, 237, 272, 386; 16 Stuck N zu 500 Mk.: N 87, 728, 734, 467, 398, 204, 662, 373, 577, 518, 772, 749, 141, 644, 224, 375; 6 Stück O zu 200 Mk.: O 180, 281, 93, 66, 136, 75; 8 Stück P zu 100 Mk.: 359, 157, 130, 21L 76, 150, 266, 322.
Von dem 1894erAnlehen: 2 Stück L L2000Mk.^ L 371, 370; 2 Stuck M ä 1000 Mk.: M 415, 464; 6 Stück N äöOOMk.: N 1031, 975, 1045, 860, 967, 1068; 3 Stück C a 200 Mk.: O 396, 354, 378; 4 Stück P ä, 100 Mk.: P 499, 570, 477, 558.
Von dem 1895er Anlehen: 1 Stück ä. 2000 Mk.: L 431; 1 Stuck ä 1000 Mk.: M 522; 2 Stück ü, 500 Mk.: N 1103 und N 1106.
Der Wirtschaftsplan der Gießener Stadtwaldungen, der diesmal im ganzen 700 Mark Differenz zugunsten der Einnahmen aufweist, wird genehmigt.
Die Lieferung der für das Schlachthaus im im Rechnungsjahr 1903/04 erforderlichen Braun- und Steinkohlen wird teils an die Grube Frielendorf, teils an die Zeche Hamburg vergeben.
Die Genehmigung vonRechnnngen dreier Firmen in Limbrrrg, Hannover und Gießen gingen ohne Weiteres von statten.
Die R e ch n u n g der Gemeind eki: anken - Versicherung für 1902 wurde geprüft, richtig befunden und der B'etrag von 252,89 Marn — das ist der Vorschuß, der sich für den Betrieb der Kasse seit einigen Jahren angesammelt hat — auf die Stadtkasse übernommen.
Ter im Sommer genehmigte Geländ etaus ch vcr» trag am Riegelpsao mit Heinrich Winn muß rektifiziert merben, da ein Teil des Geländes, das damals vertragsmäßig an die Stadt fallen sollte, dieser schon gehörte, wie sich nachträglich' herausstellte. Ter Betrag, den H. Winn zu zahlen hat, erhöht sich daher von 1820 Mark auf 1837 Mark.
Beim Ankauf der Ockelscheu Wiesen an der Rodheimersrraße hcu.delt es sich um eine Fläche von 997 und 1178 Quadratmeter, bereu Ankauf durch bie Stc.^' für ben Preis von 3 Mark für beit Quadratmeter, alp für den Gesamtbetrag von 6525 Mark, von der Versammlung genehmigt-wurde.


