Ausgabe 
25.7.1903 Erstes Blatt
 
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Wesen sich bereits -um

Landwirtschaft.

der Neutralen.

Gerichtssaal.

Höchste Temperatur am 23.-24. Inti 19,9- C.

Niedrigste 23.-24. 15,3U C.

ES senkt sich der Sag, J-lut stciyt auf Flat, die ®e- - J ----------c, dre Leute strengen

Marienberg.

* Lyon, 24. Juli. Bei Neuville schotterte gestern eine Harke. Tie drei Insassen ertranken.

* Basel, 24. Juli. Heute abend ereignete sich aus zier Rheinbrücke ein schwerer Automobiluns all. Ein mu Dr. La Roche und dem Gipshändler Ruof beje^le» | Automobil fuhr, da die Steuerung verloren war, gegen das gußeiserne Geländer, zerschlug es und stürzte in ben, Rhein. Glücklicherweise gelang es dem Pontonierverein, der gerade Fahrübungen abhielt, die Verunglückten, die beide aus Basel stammen, lebend, aber schwer verletzt, zu bergen, während das Automobil in den Wellen verschwand. y , ,,, ,

* Innsbruck, 24. Juli. Der berüchtigte Hoteldieb and Hochstapler Georg Monolescu ist am hiesigen Bahnhof verhaftet worden. Er wohnte seit dem 16. Juli als George Arthuro aus London in einem hiesigen Hotel 1. Klasse. Er wollte mit dem Wiener Schnellzug ab­reisen und hatte eine Karte bis Woergl gelöst. Tas Hotel­personal, dem der hochelegante Fremde durch das einem Steckbrief gegen Monolescu imInteressanten Blutt" bei-! gefügte Bild aufftel, verständigte jedoch die Polizei, und Monolescu, der bereits in einem Wagen erster Klasse saß, wurde kurz vor der Abfahrt des Zuges verhaftet. Auf dem Weg zur Polizei machte er einen Fluchtversuch, der aber mißlang. Anfangs leugnete er, legte aber dann cm Geständnis ab. Es wurden nur 210 Kronen bei ihm vor­gesunden. Ter Verbrecher wurde dem Landesgerichte ein- geliefert. Moiivlescu ist 1881 in Rumänien geboren und bestahl in den verschiedensten Hotels die Fremden in großer Zahl. Am 10. Juli war er aus der Berliner Irrenanstalt

Kirchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinde.

Nächsten Sornitag, den 2. August, wird die alljährliche Kollekte für innere Mission erhoben werden.

licherweise für das Dorf entstehen müßte, sprach er zu dem neben ihm stehenden Leutnant:Mögen die Klein- T s ch ir n e r Bauern ersaufen, sie haben mich \ chon oft Weinig geärgert! Es sollte mir eine Freude sein, wenn ich im Kahne durch die Tschirner Dorsjtraße fahren und Klein-Tschirn e im Wasser anseheu könnte!"

Meteorologische Beobachtungen

der Station Gießen.

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and eS tft nod) nicht gelangen, das Drer von feiner. H-effei seiner Kapelle j,

benreten Mumm'sche Palai81len ! Mehr«lS einmal wollte G

Vermischtes.

* Berlin, 24. Juli. Nach einer Mitteilung desBerl. Taaebl." hat der bei der Maschinenfabrik für Muhlenbau vorm. Kapler A-G. angcstellte Buch­halter Reinke durch Fälschung und ^oornichtung vonI Lohnlisten 1586 Mk. unterschlagen. Reinke ist seit 8 Tagen angeblich wegen Krankheit dem Geschäft fern geblieben, in Wirklichkeit aber flüchtig.

* Erfurt, 24. Juli. Eines Attentates im Ge­zickt ss aale machte sich vor der Strafkammer der Dach­decker Schreier aus Erfurt schuldig. Nachdem er wegen Tiebstahls zu 2 Jahren 4 Monaten Gefängnis verurteilt worden war, beschimpfte er Staats an walt wie Gerichtshof in gemeinster Weise, bog sich nach dem Gerichtsschreiber hin, ergriff eine sch w er es Duck und warf es nach dem Vorsitzenden, Landgerichts­direktor Rieß. Zuni Glück wurde nur dessen Schreibzeug ge­troffen, sodaß die Tinte umherspritzte. Der Gerichtsdrencr hatte seine Not, den Wütenden zu bändigen.

* Dresden, 24. Juli. Ter frühere Schutzmann Claus erschoß aus Eifersucht seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und beging darauf Selbstmord.

* Chemnitz, 24. Juli. Auf deut Haltepunkt Buch­holz bet Annaberg entgleiste heute nachmittag dcr von Weipert kommende Personenzug 'Dtr. 1387. Drei Wagen stürzten um, vier Personen wurden getötet, eine schwer und sechs leicht verletzt. Getötet sind Unteroffizier imid Musiker Paul Aanger-Großenhain von dem dort garni',0- nierenden Königshusarenregiment Nr. 18, Herr Grund- Baerenstein, Vertreter der Firma Gebrüder Katz, Frau Post- Verwalter Otto-Schmcrsch und Frau Witwe Emilie Meyer-

Wegen Mißhandlung und widerrechtlicher Be­handlung eines Untergebenen wurden vvm Kriegsgericht in Aachen ein im 12. Dienstjahr stellender Feldwebel D. vvm 40. Infanterieregiment zu 7 Wochen Gefängnis, ein Feldwebel K. wegen Zeugenbeeinflussung zu 3 Tagen ge­lindem Arrest verurteilt. Als Zeuge erklärte nach dem Echo der Gegenwart" ein Füsilier, daß er am 25. März sein Gewehr mit Petroleum geputzt habe. Der Feldwebel D. habe ihn dabei angetrosfen uiid in das Gesicht geschlagen, dann habe der Feldwebel ihm das Fläschchen Petro­leum an den Mund gehalten und ihn 10 bis 15 Tropfen Petroleum trinken lassen. Sodann habe !der Feldwebel zu einem anderen Soldaten gesagt: Kerls, scheert Euch fort von dem, der hat Petroleum ge­soffen und wird gleich explodieren. Am Abend hierauf ist der Füsilier, als er über den Zapfenstreich aus der Kaserne fortgeblieben war, aus Furcht vor Strafe fort- gelaufen. Als er 15 Tage später von der Polizei ergriffen wurde, habe der Feldwebel K. ihn abgeholt und unter­wegs zu ihm gesagt, wenn er vor Gericht käme, solle er die Petroleumgeschichte nicht erwähnen. In Aachen habe auch der Feldwebel T. ihm geraten, nichts zu sagen, denn das! wäre für beide Teile das Beste.. Neun Füjiliere, die als Zeugen vernonrnien wurden, erklärten sämtlich, weder ge­sehen noch gehört zu haben, daß der Feldwebel D. den Füsi­lier mißhandelte oder ihm besohlen habe, Petroleum zu trinken. Nachdem der Verhandlungsleiter den Zeugen das Verbrechen des Meineides und dessen Folgen eindringlich vorgehalten, zogen fast sämtliche Gemeine und Unteroffiziere, die zu Gunsten des Feldwebels ausgesagt hatten, ihre Be­kundungen zurück und erklärten nunmehr, daß sie gesehen hätten, daß Feldwebel D. den Füsilier ins Gesicht ge­schlagen und ihm das Fläschchen an den Mund gedruckt habe. Auf die Frage, weshalb sie zuerst gelogen, erklärten die Zeugen, daß sie aus Angst gelogen hätten.

entwichen.

* Bozen, 24. Juli. Hauvtmann Putzdar vom 102. Regiment ist bei einem Gebirgsmarsch von seinem Pferd in einen Abgrund geschleudert worden und wurde tätlich verletzt nach Trient gebracht.

* B u d a p e st, 24. Juli. Bei der polizeilichen Abnahme der Automobilverbindung ins Tatragcbict versagte gestern während der Fahrt die Bremse. Das Automobil stieß gegen einen Felsenvorsprung, wobei drei Insassen, darunter der Oberstuhlrichter Ujfalujy, schwere Verletzungen erlitten. Die Konzession wurde nicht erteilt.

*Die schlesischeHochwasserkatastrophe. Wie uns aus Breslau gemeldet wird, wurden im Regierungs­bezirk Oppeln 10000 Hektar Acker und Wiesen überschwemmt.' 8 Ortschaften waren ganz, 27 teilweise unter Wasser. Im Kreise Cosel sind 15000 Morgen überflutet worden. Im Kreise Oppeln wurden 15000 Hektar überschwemmt. Der Schaden, der allein an Deichen,' Brücken und Wegen ange­richtet ist, beläuft sich aus 7u0 000 Mk. Im Kreise Falkew- berg sind in 7 Orten Gebäude eingestürzt. EinStimm- ungsbild aus Klein-Tschirne, dem Wohnsitze des vielgenannten Grafenauckler, veröffentlicht derNieder-! schief. Anz." in einer Schilderung der Hochwassergefahr. Es heißt darin:Die Gefahx war groß, sie war größer als in dem Wasser-Unglücksjahr 1854. Seit jener Zeit ist der Damm, der unser Dörflein, unsere Fluren schützen soll, mehrfach zerstört worden, wenn nicht in aller Eile und mit alleräußerstem Fleiß bei Tag und Nacht, fort und fort an der Erhöhung und Befestigung des TammeS gearbeitet morden wäre. Wir Tschirner wären aber trotz der tat­kräftigsten Unterstützung aus allen, zum hiesigen Teichver-! bände gehörigen Ortschaften nicht im stände gewesen. Den Tamm zu halten, wenn nicht zur rechten Zett das Militär aus Glogau eingetrofsen wäre. Am gesahrdeften war das Torf wenn der Tamm am Schloßpart brach Mit bewun- oemsweriem Fleiße arbeiteten hier Zivil und Militär. Graf Bückler erscheint, sieht zwei Herren, denen er nicht besonders gnädig gesinnt zu sein scheint, verbietet ihnen den ferneren

schast konstituiert worden. . .

Homburg d. b. H., 24. Juli. Em Brand bat bc, bei dem Schneidermeister Funk in der ^.homasstraße Schaden angerichtct. Dcr Sohn des Abgebrannten Kellner Otto Funk, ist noch in derselben Nacht verhaftet worden. Er soll durch Fallenlassen einer Lampe den Brand verursacht haben. Die EUern wären beide bald verbrannt und konnten nur mit Mühe aus der brennenden Wohnung geschafft wer­den. Funk ist gegen Brandschaden versichert. Der Ver­trag mit den Direktoren des Hanauer Ettadtthcatcrs, Jantz und Oppmar, betr. die Pacht unseres Kur hauL-Theaterö, wird auch für den kommenden Winter wieder erneuert.

Geborene.

Juli. 13. Dem Schneider Heinrich Stein IV. dahier ein Sohn, Heinrich Lorenz August. 14. Dem Schlosser Wilhelm Lenip dahier ein Sohn, Karl 'Martin Ernst. 14. Dem Schneider Johannes Find dahier em Sohn. 17. Dem Hoboisten Johannes Vomend da­hier em Sohn, Otto Ciriax Johannes. 17. Dem Hausburschen Philipp Eisenhuth dahier em Sohn, Joseph Heinrich Adam. 18. Dem Schlosser Wilhelm Noll VI. dahier eine Tochter. 19. Dem Bierbrauer Heinrich Weber dahier ein Sohn, Friedrich Wilhelm Karl 20. Dem Jligenienr Paul Ludols Mulen ein Sohn, Otto Michael Ludols. 20. Dem Taglöhner Friedrich Schnierle eine Tochter, Marie. 20. Dem Hilfsheizer Adolf Gabriel dahier em Sohn. 22. Dem Taglöhner Justus Sauer dahier eine Tochter.

Gestorbene.

Juli 17. Elise Katharine Sieglinger, 8 Monate alt, Tochter des verstorbenen Bäckers unb Gemüsehändlers Heinrich Sieglinger. [18 Philipp Schneider II., 59 Jahre alt, Taglöhner dahier. 18. Karl Hermann Douglas, 69 Jahre alt, königl. Eisenbahnbeamter, Ritt- meister a. D. dahier. 21. Minna Becker, 21 Tage alt, Tochter des Taglöhners Ludwig Becker IX. dahier. 21. Emma Jung, 3 Monate alt Tochter des Taglöhners Balthaser Jung II. dahier. 23. Adam Hossarth, 22 Jahre alt, Taglöhner, z. Zt^Musketier dahier. 24. Karl Adolf Martin Pfeffer, 4 Monate alt, Sohn des Taglöhiiers Karl Pfesser dahier.

(!) Garbenteich, 23. Juli. Der Schnitt des Kornes hat begonnen. Selten hat man hier eine so vorzügliche I Korn e rntc gehabt. Ueberyanpt steht die gesamte Winter­frucht recht gut. Sommer frucht dagegen ist aus Mangel au Regen etwas kurz geblieben. Tie H a ck f r ü ch t e stehen ebenfalls sehr gut, und dem sich seit einiger Zeit bemerk­bar machenden Futtermangel dürfte durch das reichlich eingetretene Regenwetter auch etwas abgeholsen werden. Obst gibt es sehr wenig; Aepsel gar keine, Mr neu wenig, während Zwctschen eine ziemlich reiche Ernte versprechen.

Lieferung für die Heeresverwaltung. Die Heeresverwaltung forberi von neuem die Landwirte zur b i r^e k t en Lieferung ihrer Erzeugnisse an die Provlalitämter auf. toie will I hierdurch den Interessen der Landwirtschaft dienen und in erster I ! Linie den Zwischenhandel vermeiden. In Betracht kommen vor I I allem neben Haier, Roggen, Weizen, Heu und Stroh Hülsenfrüchte, wie Erbsen, Bohnen, Linsen, und Blattgewürze, wie Mohren, Zwiebeln, Sellerie, Petersilie und Lauch. Es wird nn Interesse der Lieseranten liegen, wenn nur gute Produkte angeliefert werden, andernfalls die Heeresverwaltung genötigt sein wird, wieder wie früher mit Großhändlern in Verbindung zu treten.

Bubapest, 24. Juli. Nach dein S a a t e n st a n b s b e - richt des Ackerbauministeriums vom 20. Juli wird der Ertrag des Weizens auf 39,45 Millionen Meterzentner geschätzt gegen 39,39 am 10. Juli, der Ertrag des Roggens auf 11,97 gegen 11,72, der Gerste auf 12,64 gegen 12,40, des Hafers auf 11,60 gegen 11,20 am 10. Juli. Tie Hackfrüchte und die Hülsenfruchte versprechen gute Ernte. Zuckerrüben und Tabak stehen befriedigend.

Nach dem ^Reichsanzeiger- war der S a a t e n st a n d im Deutschen Reiche um Mitte Juli (1 bedeutet sehr gut, 2 gut, 3 mittel, 4 gering): Winterweizen 2,7, Sommeriveizen 2,6, Wimer- spelz 2,1, Winterroggen 2,5, Sommerroggen 3,5, Sommergerste 2,5, Hafer 2,7, Kartoffeln 2,6, Klee 2,8, Luzerne 3,0, Wiesen 2,6. Die entsprechenden Ziffern des Vormonats roareu: 2,8, 2,5, 2,3, 2,5, 2,5, 2A 2,5, 2,7, 2,5, 2,7, 2,5. Hierzu wird bemerkt: Die Winter- I saaten litten im allgemeinen unter der Trockenheit nid)t erheblich. I Roggenernte hatte zur Zett der Berichterstattung schon ^hier und' Oa begonnen und dürfte jetzt in vollem Gange sein. Die Sommer- Halmfrüchte, die unter dem Regenmangel und Schädlingen zum Teil sehr gelitten haben, sind in der Entwicklung noch zuruck, kurz im Halm uiid vielfach statt verunkrautet. Doch hoffen biejneiften Berichte, daß die Niederschläge der letzten Tage manchen Schaden wieder beheben werden. Die Kartoffeln sind durch Dürre vielfach im Wachstum zurückgehalten; sie entwickeln sich jetzt nach dem Regen zusehends. Tie Frühkartoffeln liefen! meist nur geringe Er­wäge. Ter erste Kleeschiiitt lieferte vielfach nur mittleren Ertrag; auch der Nachwuchs verspricht zeitweise nur geringes Erträgnis. In Süddeutschtand macht sich strichweise schon Futter-nrangel be­merkbar. Ter erste Wiesenschnttt lieferte befriedigenden Ertrag, der Nachwuchs ist meist noch sehr gering.

Kttnalur.

Selma Laaerlöf: Eine Herrenhofsage. Erzählung. Geheftet Mk. 1.50. Verlag von Albert Langen m München. In vornehmster Ausstattung und zu einem sehr billigen Preise erscheint Selma Langerlöfs berühmteHerrenhossage" hier m einer neuen | glänzenden Uebersetzung aus der bewährten Feder Pauline Kiaibers, i was sicher alle Verehrer der großen schwedischen Dichterin mit der lebhaftesten Freude begrüßen werden.Eine Herrenhofsage" ist eine Dichtung, voll des keusckesten Stimmungszaubers und der lautersten Poesie, und dabei mit einer fast männlichen Kraft der Charakteristik und Handlungsführung geschrieben, wie sie die be- [ rühmte Schwedin wohl als die emsige unter allen lebenden Schrist- ftcllerinneit besitzt. Vergebens wird man m allen Litteraturen nach einer zweiten so innig ergreifenden Frauengestalt sucheii, wie es die Heldin dieses Buches ist, die kleine Ingrid, die der verrückt ge­wordene Studeiit vor dem Tode des Lebendigbegrabemverdens rettet, und die dann den heimlich in ihren Erirmerungsträumen geliebten Atann von dem gelingen Tode der seelischen Umnachtung erlöst. Jii cmer leichten Stilisierring, die sie mit ihrem Hinter- gründ, der herrlich geschilderten Landschaft von Talarne zu einem gewaltig künstlerischen Eindruck verschmelzen läßt, stehen diese Atenschen doch so lebendig und real vor uns, daß wir mit ihnen zittern und jauchzen. DieseHerrenhofsage" sit das Mesitenverk einer großen und warmsühlenden Dichterin, ein erschütterndes und | erhebendes Buch.

Grundzü g e des V ö l ke r r c ch ts von Dr. 2llbert Zorn. Zweite, vollständig neu bearbeitete Auslage. Z Originalleinenband 4 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. - Der von Dr. Albert Zorn verfaßte und vom Geh Justizrat Pros. Dr. Philipp Zorn (1899 Delegierter auf der Friedenskonferenz im Haag- bevorwortete Grundriß ist eine allgemein verständliche Darstellung des Völkerrechts in möglichst gedrängter Kürze für wertere Streife. *2) immerhin noch den Umfang von 20 Bogen erreichende Werk ist hinsichtlich des Ausgangspunktes und der lunsti- schen Konstruktion ganz selbständig. Dos erste Buch hat les mit den Rechtssubjekten des Völkerrechts (Staaten, Staatsgewalt, Staatsvolk, Staatsgebiet) zu tun, das zweite wendet sich den Organen des völkerrechtlichen Verkehrs zu, wobei die internationalen ständigen Kommissionen, die Aemter der internationalen Verfvaltungsgemeinschasien und die internationalen Gerichte Berücksichtigung finden. Die folgenden Bücher behandeln die Formen des völkerrecht­lichen Verkehrs, den Inhalt der völkerrechtlichen RechtS- verhältnisse (der umfang- und stvffreichste Abschnitt), die Staatenstreitigkeiten uno deren friedliche Erledigung, das Land-iu itd Seekriegsrecht (u. a. die Blockade) und d-as Recht

h re letzten Kräfte an, da - horch!, - lustigeÄ -----c.* t Gr af Pückler laßt __________ »um Konzert aufspi e- . " r «Ilen > Mehr « einmal wollte Gams Päckler, als der Damm,

Frankfurt, 28. Just. DaS Mumm 1 che PalalS lenSchloßpartumgiebt, zu rutschen oder durchzubrechen auf der Zeil ist, wie jetzt gemeldet, an em belgljches "on- . ^en Schutzdamm an einer vom Schloß und Park 1ortium verlauft worden, das nunmehr den Betrieb onus > entfernten Stelle durch,stechen lassen.

Warenhauses bezw. eines großen BazarS mit einem Gesell- aufmerksam gemacht, die dadurch begreif-

,'chaftSkapUal von 1800 000 Mk. handelsregisterlich angemel.' - ----- --------* ----------- ""

bet hat. Zu diesem Zweek ist eigenS eine inländische Gesell.

Handel und Verkehr. Vallibwirlschast.

Getreide. Wir haben heute wieder von einem recht ruhigen Verlauf des Geschäftes auf dem Weizenmarkte zu berichten; die Mühlen zeigen sich sehr zurückhaltend, und wollen auf spatere Ter­mine nichts unternehmen, obwohl Rumänien und Rußland in neuer Ware mit recht preiswerten Offerten am Markte sind. Die amerikanischen Forderungen sind etwas billiger gegenüber der Vor­woche. Argentinien ist für Weizen nicht mehr Abgeber und offeriert nur noch AtaiS. Die Erntearbeiten in der Pfalz sind durch die häufigen Geivitterregen verzögert. Roggen ivenig Geschäft; Ruß­land 'ist mit neuer Ware auf Aug./Septbr.°Abladung ziemlich stark am Markte. Futtergerste ruhig. Die bis jetzt von Ungarn emge- gangencn Muster 'von Braugerste zeigen alle eine gelbe tfarbc, auch die Pfalz und Elsaß dürften dieses Jahr nur gelbe Qualitäten ernten. Hafer fest, umsatzlos. Mais immer gut gefragt und ins­besondere guter Platamais, da Mixed immer noch m geringer kranker Qualität ankommt.

Petroleum. Tie Preise hielten sich m gleicher Hohe wie m der Vorwoche. Da in der letzten Zeit ziemlich belangreiche Ein­deckungen per Winter stattfanden, ist eine gewisse Ruhe im Ge° I schast eingetreten, die indessen nicht von langer Dauer sein dürfte, demi der größte Teil des Bedarfs der Winterkanrpagne ist noch zu decken.

Dio Labak- und Zigarrenfabrik Karl Gräff, G. m. b. H., Kreuznach, gegründet 1798, errichtete am 20. Juli in I R ü ni melsh c i m bei Bingerbrück eine Zigarrenfabrik.

Auszug sus dru Stsurrssmisregistnu brr StiM Sietzru.

Aufgebote.

Juli 17. Karl Wilke, Schlosser dahier, mit Susanne Geller, Köchin dahiee. 20. Ludwig Stichler, Kaufmann dahier, mit Elisabeths Hof dahier. 20. Georg Valentin Reinhard Kling, Lehrer an der Stadtknabenschule dahier, mit Emma Elisabethe Senßfelder dahier. 21. Reinhard Kröll, Kaufmann zu Offenbach a. M., mit Elise Marie Hofmann dahier. 20. Otto August Friedrich Ullmer, prakt. Arzt zu Lachsenberg, mit Auguste Amalie Elisabethe Nord- mann dahier. 20. Fritz Otto Alfred Liersch, Feilenhauer dahier, mit Elisabethe Naumann dahier. 20. Friedrich Wilhelm Burk, Futtermeister zu Heuchelheim, mit Katharine Margarete Schulze, Dienstmädchen dahier. 23. Ernst Georg Karl Ludwig Rohde, Rechtsanwalt zu Darmstadt, mtt Louise Wilhelmine Sturmfels da­hier. 24. Franz Göckler, Mechaniker zu Frankfutt a. M., mit Elisabethe Günther dahier.

Eheschließungem.

Juli. 18. Johannes Möller, Lokomotivheizer zu Gießen, und Marie Schättler, Tochter des Lokomotivführers Ludwig Schältler zu Gießen. 18. Christian Köhler, Schneider dahier, mit Anna Elise Marie Weiß, Tochter des verstorbenen Schneidermeisters Kaspar Weiß dahier. 22. Johann Friedrich Wilhelm Mettenheimer, Apotheker zu Vilbel, mit Wilhelmine Auguste Lma Elli Atetten- Heimer, Tochter des Kaufmanns Hermann Mettenheimer dahier.

aber nur in Flaschen, wo Plakate aushängen.

Juli 1903.

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