Ausgabe 
25.6.1903 Drittes Blatt
 
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Betrage von 1 Millionen Mark bei der Barmer Sparkasse zu entleihen.

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aüec unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Keine Lehrernot für Gießen!

Gießen, 25. Juni.

Seiten Samstag wurde gemeldet, daß um drei Lehrer- stsllen in Gießen sich nicht weniger als 60 Lehrer be­worben haben. Anschließend an diese Meldung kommt nun der Berichterstatter einer hiesigen Zeitung zu der Folgerung, daßkeine Lehrer not für Gießen be­steh e."

Ferner schließt er daraus:Hiernach scheinen ovch die Annehmlichkeiten, Lehrer in Gießen zu sein, recht verlockend zu wirken und auch dieGehaltsverhältnisse unsererLehrer recht auskömmlich zu sein; denn sonst könnte man die vielen Meldungen zu den offenen Lehrer- steilen nicht begreifen."

Es war ursprünglich nicht unsere Absicht, diese Notiz weiter zu beachten, und nur der Umstand, daß unser Schweigen falsch gedeutet werden könnte, veranlaßt uns, heute kurz auf sie einzugehen. Die Selbstachtung macht uns das allerdings schwer, denn es ist wenig lHre &u holen, wo man gezwungen ist, Stellung zu nehmen gegen­über einem Machwerk, in dem eine sonoble" Gesinnung sich offenbart, wie in dem vorliegenden. Unsere Ausführ­ungen sollen sich daher auch darauf beschränken, nur einiges wenige zur Richtigstellung und zur Klärung der Situation damit allerdings auch zur Kennzeichnung des Herrn Berichterstatters vorzubringen.

Wir haben allen Grund anzunehmen, daß der Herr Berichterstatter derselbe ist, der uns schon des öfteren mit seinem Wohlwollen öffentlich bedacht hat. Es ist chm bekannt, daß wir Lehrer schon seit längerer Zeit darnach streben, im Gehalt mit unseren Kollegen in den anderen größeren Städten Hessens gleichgestellt zu werden, da nach unserer Ansicht gleiche Vorbildung und gleiche Arbeits­leistung auch gleiche Bezahlung bedingen sollten. Ter Herr Berichterstatter macht nun offenbar ein Geschäft dar­aus, uns hie urid da einenTrefft zu geben und in der Bevölkerung Gießens Stimmung zu machen gegen dieewig unzufriedenen Schulmeister".

Diesen letzteren Zlveck hat, das liegt für jeden, der zwischen den Zellen zu lesen versteht, auf der Hand auch die angezogene Notiz, in der er die große Zahl der Meldungen als Beweismittel dafür anführt, daß die Lehrer Gießens allen Grund hätten, mit ihrer glänzenden Bezahl­ung zuftieden zu sein. Dies zur allgemeinen Orientierung.

Im einzelnen bemerken wir das Folgende:

1. Es waren nicht drei, sondern fünf Stellen zur Be­setzung ausgeschrieben, darunter eine für Lehrerinnen. Zu diesen fünf Stellen haben sich 58 Bewerber gefunden, unter welchen acht aus Gießen selbst sind, so daß noch 50 aus­wärtige verblieben. Das macht für jede Stelle 10 bezw. 12 auswärtige Bewerber. Diese Zahl kommt uns bei weit üjer 2000 meldeberechtigten hessischen Lehrern und Lehre­rinnen nicht gerade ungeheuerlich vor. Der Herr Bericht­erstatter, der ja über alle städtischen Angelegenhellen offen­bar immer gut unterrichtet ist, möge sich gelegentlich ein­mal erkundigen, wie viele Meldungen schon in ähnlichen Fällen bei anderen städtischen Beamtenstellen eingelaufen sind. Vielleicht zwingt ihn dann sein Rechtlichkettsgefühl, auch Schlüsse zu ziehen, Vergleiche anzustellen und deren Resultat zu veröffentlichen. Gelingt es ihm übrigens, in unserer Stadt dem Grundsatz, dem er zu huldigen scheint: Wir können genug bekommen, warum also die Leute so bezahlen, wie sie anderswo bezahll werden?" für alle städtischen Beamten und Bediensteten in allen seinen Kon­sequenzen Geltung zu verschaffen, dann wird er sich um die Finanzen Gießens unsterbliche Verdienste erwerben.

2. Zu der Annahme, daß unsere hiesigen glänzenden Besoldungsverhällnisse die Kollegen vom Lande nach Gießen zögen, erlauben wir uns, kurz folgendes anzusübren: Vor etwa 15 Jahren wäre dies vielleicht zutreffeno gewesen, denn damals war der Höchstgehalt eines Lehrers auf dem Land 1300 Mk., während er in Gießen 2400 Mk. betrug. Heute bezieht der Lehrer nach 30 Dienstjahren üi dem kleinsten Dorfe Hessens 2800 Mark, in Gieszen 3000 Mark. Die ganze Differenz, die also früher 1100 Mark betrug, hat sich heute auf nur 200 Mark reduziert. Bedenkt man nun, daß diese Differenz durch die gesteigerten Be­dürfnisse des Stadtlebens reichlich ausgewogen wird, so muß man zu der Ueberzeugung kommen: die glänzenden hiesigen Gehaltsverhältnisse sind es wohl nicht, die die Lehrer nach Gießen locken, hierfür dürften vielmehr wesent­lich andere Gründe maßgebend sein.

Gießen ist zunächst infolge seiner günstigen Lage eine m lebhaftem Aufblühen begriffene Stadt. Sie wissen nun, verehrter Herr Berichterstatter, daß sich seit einem Men­schenalter ein allgemeiner Zudrang nach den Städten be- merf'bar macht, und dieser Zug hat auch ansteckend gewirkt auf die Beamten. Demgemäß ist auch der Lehrer gern bereit, ein abgelegenes Dorf gegen eine Stadt, wie sie nun auch heißen möge, als Wohnsitz und Wirkungsstätte einzutauschen. vz t ,

Sodann ist Gießen durch die wohlwollende Fürsorge unserer Landesfürsten Sitz einer Universität. Daß der Lehrer, der als gewissenhafter Vater für feine Kinder auf die bestmögliche Art zu sorgen sich bestrebt, ganz besonders diesen Umitand bei )einer Entschließung in Betracht zieht, ist nicht nur erklärlich, sondern geradezu seine Pflicht (ganz wie bei anderen Leuten). Aus diesen zwei Gründen, Der» ehrtester Herr Gönner, scheint uns, die wir hierin wohl am meistep Erfahrung haben dürften, der Zudrang zu den hie­sigen Stellen zu resultieren. (Warum hat ftch zu der Stelle für Lehrerinnen nur eine einizige Bewerberin gefunden, und zwar eine hiesige?)

Das sind die zwei Hauptvorzuge Gießensl, die bewirken, daß es nie an Lehrern, nie aber auch an anderen Beamten fehlen wird, die gern nach Gießen gehen. Auf diese Vor­züge unserer Stadt kann auch die Bevölkerung mit Recht stolz sein; wir sind aber der festen Ueberzeugung: Der wahrhaft gebildete und rechtlich denke nde Teil unserer Bevölkerung wird niemals aus eine Stufe der Ge sinnung h e r a b st ei g e n, auf Der er bereit ist, diese Vorzüge als Drumph; aus AU spielen gegen M itbürger, die nichts Un- billtges zu erreichen streben. Wir aber glauben iti unserem Streben, oas Sie immer und immer wieder zu bekämpfen sich zur Aufgabe machen, nichts Unbilliges zu verlangen denn wir wollen was wir nochmals b^ tonen nur das, was man anderen Beamten und Bedien­

steten ohne weiteres zugesteht: Gleiche Bezahlung bei gleicher Vorbildung und gleicher Arbeitsleistung.

Haben Sie Lust, Herr Berichterstatter, dagegen weiter anzukämpsen, dann nur zu! Fahren Sie wohlgemut in Ihrer seitherigen Weise fort, mit diesen Waffen gegen uns zu kämpfen. Sie leisten uns nur einen guten Dienst damit. Denn die Einsichtigen unter unseren Mitbürgern werden sich dann sagen: Die Sache unserer Lehrer muß eine gerechte fein, wenn ihre Gegner keine anderen Waffen haben und zu solchen Beweismitteln und Manipulationen greifen müssen, wie es der Herr Berichterstatter tut, um überhaupt gegen sie ankämpfen zu können.

DerGreßenerLehrerverein.

Gerichtssaal.

R B. Darmstadl, 24. Juni. Der letzte Fall, der das Schwurgericht in seiner zweiten Periode beschäftigte, war ein Verbrechen der Notzucht., das erst vor 14 Tagen begangen worden war, also eine sehr schnelle Justiz erfuhr. Anaeklagt war der 35jährige Zigarrenarbeiter Georg Keller- rnann von Lampertheim, der, obgleich verheiratet, auf freiem Feld eine anständige Frau angesallen und ihr Geivalt anzutun versucht hatte. Als Ankläger trat Staatsanwalt Pfister auf, die Verteidigung führte Herr Rechtsanwalt Dr. Bender L Da der Angeklagte bereits vorbestraft ist und ein sehr schlechtes Familien­leben führte, verneinten die Geschworenen die Bewilligung mit» dernder Umstände, woraus der Angeklagte zu drei Jahren Zucht- haus und sünf Jahren Ehrverlust verurteilt wurde.

Breslau, 24. Juni. Die Postsekretärswitwe Gott- schling, die seit acht Jahren B e t r ü g e r e i e n un größten Maßstabe betrieb, wurde voin Landgericht zu zehn Jahren Gefängnis und 4800 Mark Geldstrafe oder welleren zwei Jahren verurteilt.

handel und Uerkehr. Volkswirtschaft.

Geld-, Bank-- und Börscnwefen. Ein Handbuch für Bankbeamte, Juristen, KauslerUe und Kapitalisten sowie für den akademischen Gebrauch. 2. stark vermehrte Auflage. Verlag von Karl Ernst Poeschel, Leipzig 229 S. Preis 3.00 Mark. Im 1. Abschnitt behandelt Obst das Geld, die GeldsurrogateWechsel, Checks, Anweisungen rc. und die Währungsfrage. Der 2. Ab- schnitt bespricht die Geschäfte der Banken, wobei speziell das Effekten- und das Diskontoaeschäst eine ausführlichere Behandlung gefunden hat. Im letzten Abschnitt tvird die Technik der Börsen­geschäfte an der Hand zahlreicher Beispiele geschildert und die Kate­gorien der Wertpapiere werden einer sachkundigen Besprechung unterzogen. Tie trotz wissenschaftlicher Gründlichkeit leicht faßliche und fesselnde Dariteilungsweise des Bank- und Börsengetriebes, welche zeigt, daß der Versasser nicht nur ein erfahrener Praktiker, sondern auch nationalökonomisch und juristisch geschult ist, macht das Werk zu einem praktischen Hand- und Nachschlagebuch für jeden, der mit Geld und Geldeswert zu tun hat oder sich über diese wichtigen wlltschastlichen Fragen orientieren will.

Märkte.

Limbnrg a. d. L., 24. Juni. Fruchtmarkt. Durch­schnittspreise pr. Malter. Roter Weizen 14.10 Mk., Weißer Weizen 00.00 9)IL, Korn 11.12 Mk., Gerste 9.00 Mk., Hafer 6.90 Mk., Erbsen 0.00 Mk., Kartoffeln 0.00 Mk.

IÄülmlUaMchteni

Verlobte: Mathilde Kleeblatt in Seligenstadt mit Louis Schierlmg in Marburg.

Kirchliche Nachrichten.

Katholische Gemeinde.

Freitag abend 7,20Uhr wird derHochwürdigste Herr Bischof, von Büdingen kommend, hier eintreffen. Der feierliche Empfang findet nicht am Bahnhofe, sondern in der Kirche statt. Zu diesem (Smpfange wird die ganze Gemeinde eingeladen und gebeten, nicht an den Bahnhof zu gehen, sondern sich in der Kirche zu versammeln.

Samstag vorn,. 7 Uhr wird der Hochwürdigste Herr Bischof die hell. Messe lesen. Zum Besuche dieser hell. Messe ist den Schillern und Schülerinnen aller Schulen die erste Schulstunde frei gegeben.

Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast.

Sabbathfeier am 2 7. Juni 1903.

Freitagabend 8 Uhr. Samstag Vormittag 8 Uhr.

Nachmittag 4 Uhr.

Sabbathausgang 9.85 Uhr.

Wochengottesdienst: Dlorgens 6 Uhr, abends 8 Uhr.

KriesKajlen der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberücksichtigt.)

W. N. Jeder Kaufmann ist nach § 29 des Handelsgesetzbuchs verpflichtet, feine Firma und den Ort seiner Niederlassung zum Handelsregister anzumelden.

Z. H. E. Also auch Sie haben bemerkt, daß jenes Winkel­blättchen den in unserem Extrablatt unterlaufenen Fehler über die Stimmenzahl in AUen-Bufeck ebenso wie den unbequemen Druck­fehler, der das Enderesultat der für Herrn Köhler abgegebenen Stimmen um 100 verkürzte, kaltlächelnd uns nachgedruckt hat. Herr, hilf ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!

Neueste Metduiiqru.

Originaldrahtmcldungen des Gießener Anzeigers.

B e r l i n, 25. Juni. Die Charlottenburger Stadtverord- neten-Versarnrnlung hat einen Antrag, auch Frauen zur Verwaltung des Armenwesens der Stadt heran­zuziehen, dem Magistrat zur Erwägung überwiesen.

Hamburg, 25. Juni. Im Prozeß wegen Kon­kurses der patriotischen Assekuranz-Kom­pagnie wurden die Direktoren: Holle zu 15 Monaten Gefängnis und 9000 Mark Geldstrafe, Schultz zu 6 Monaten Gefängnis uni) 3000 Mark Geldstrafe verurteilt. Garvers wurde freigesprochen.

L. L o n c> v u, 25. Juni. Tas neue amerikanische Gesetz gegen Ra hrnngsmittelfälschung, das am 1. Juli dieses Jahres in Kraft tritt, wird nach einer Newyocker Meldung derTimes" den amerikanischen Importeuren ausländischer Nahrungsmittel, namentlich den Importeuren deutscher Weine, Unannehmlichkeiten bereiten. Vertreter von Importfirmen sind bereits beim Schatzamt gegen das neue Gesetz vorstellig geworden. Der Leiter deis chemischen Bureaus des Ackerbaudepartements Dr. Wiley, der Ernähr- ungsversuche mit borhaltigem Fleisch sowie Versuche mit deutschen und frauzöft,chen Weinen an|£eilte, wird binnen kurzem einen ausführlichen Bericht erstatten, worin die schädliche Wirkung solcher Nahrungsmittel nachgewiesen werden soll.

L o n d o n, 25. JuniDaily News" veröffentlicht einen Brief seines Johannesburger Korrespondenten über die Sage in Transvaal. Derselbe erklärt-.' daß die Lage in Südafrika fettens der Regierungspresse st-sterna tisch in falschem Lichte dargestellt werde. Er gibt die 9Jteinungen verschiedener Kolonialblätter wieder, um darzulegen, daß a llgemeine Unzufried enh eit über das Regime Millners herrsche.

London, 25. 3um. Im Unterhause fand eine Ver­sammlung der konservativen Partei statt, welche den Zweck hatte, das Z o llge setz Chamberlains zu prüfen. An der Versammlung nahmen etwa hundert Abgeordnete

teil Es wurde eine Resolutton beschlossen, welche |tm zu Gunsten einer Enquete über die Zoll-Systeme ausspricht.

London, 25. Juni DieMorning Poft' meldet aus Tanger: Die Truppen des Sultans unter Clmenebhi erlitten bei Tazza eine schwere Niederlage. Jyr Verlust wird auf 300 Mann geschätzt.

Prag, 25. Juni. In der "Mhe von Lößnig ist ein Zuckerschiff der nordwestlichen Dampfschiffahrtsgesell- schäft gesunken. Ueber 1000 Zentner Zucker sind ver­loren.

Oedenburg, 25. Ium. Aufsehen erregt der Ver­kauf von 17 000 Joch Gräflich Zichyschen Besitzes und» des dazu gehörigen Artillerie-Schießplatzes inr Vezprimer Komitat an den Grafen Witzleben, einen Verwandten des deutschen Kaisers, um 4^ Millionen Kronen.

Belgrad, 25. Juni. Der Eid , den der n i g heute ablegte, hat folgenden Wortlaut:Ich, Peter Karageorgie- wttsch, schwöre, indem ich den Thron des Königreiches Ser­bien besteige und die königliche Macht übernehme, bei Gott dem Allmächtigen und bei allem, was mir das Heiligste und Teuerste auf dieser Welt ist, daß ich die Unabhängigteit Serbiens und die Einheit Der staatlichen Verwaltung schützen, daß ich die V er f a ssun g des Landes un ver- letzlich erhalten, daß ich. nacy dieser und nach den Ge­setzen regieren und daß icy in allen meinen Unternehm­ungen und Handlungen das Wohl des Volkes vor Augen haben werde. Indem ich diesen meinen Schwur feierlich vor Gott und Dem Volke tue, rufe ich Gott zum Zeugen an, Gott den Herrn, welchem ich vor seinem Richtersttchle Rechenschaft geben werde. So wahr mir Gott der Herr; helfe. Amen." Nach dieser Eidesleistung begab sich der König direkt zur Truppenparade. An derselben nahmen die Militärakademie, die Jnfanterie-Unterosfiziersschule, das 6., 7., 8. und 18. Infanterieregiment, die Santtätstruppen sowie Kavallerie und Artillerie teil.

Sofia, 25. Juni. Aus Küstendiel an der makedoni­schen Grenze wird gemeldet, daß die Türken ohne sicht­baren Anlaß den Die Straße nach Sofia beherrschenden Grenzpuukt Sultantepe mit vier Bataillonen, 30 Ge­schützen und vier Schwadronen besetzt haben.

Newyork, 25. Juni. Die deutschen Landwirte sind auf ihrer Studienreise aus dem Westen zurückgekehrt. Sie beabsichttgen nach ihrer Rückkehr nach Deutschland einen ausführlichen Bericht über die Reise zu geben.

Newyork, 25. Juni Dte Aeußerungen in der ame* rikanischen Presse über Kiel sind in allgemein herz­lichem Tone gehalten. So schreibt derSun" in einem Leitartikel: Wir hoffen, daß kein Regentropfen auf beider Länder DJiarinollniformen fallen, daß die Festlichkeiten in Fröhlichkeit verlaufen, daß die Wettfahrten, ob Sieg oder Niederlage die gute Kameradschaft nicht beeinträchtigen möge.

Telephonischer Kursbericht»

jbrankiurt a. 2d. Juni ltiu3.

3/j% Reiohsanleihe . . 105.05 SO/, do. ... 9L50 3*/,% Konsole .... 101.05 3Ü/O do. 91.50 3l/3°/o Heesen .... 101.00 8%% Oberhoeeen . . . 100.00 4-6 Oesterr. Goldrente . . 102.90 4x[6% Oesterr. Silberrente 100.25 496 Ungar. Goldrente . . 101.60 4°/j Italien. Rente . . . 103.30 4*/,56 Portugiesen . . . 50.00 !>0/ Portugiesen. .... 34.30 196 C. Türken .... 3420 Türkenloee 132.40 4% Orieoh. Monopol.-Anl. 45.20 41/, % äussere Argentiner.

8u/0 Mexikaner .... 25.85 4,/2°/o Chinesen .... 92.75 Electric, tiohuckert . . . 93.20 Nordd. Lloyd . . . . 99 50

Kreditaktien . ... 207.90

Diskonto-Kommandit. . . 184,80 Darmstädter Bank . . . 135.45 Dresdener Bank .... 146.30 Berliner Handelsges. . . 153,00 Oesterr. Staatsbahn . . . 144.30 Lombarden .... 18.50 Gotthard bahn 192.40 Laurahütte 219.75 Bochum ...... 174.90 Harpener ..... 181.75 Tendenz: fest.

Schiffsnachrichten.

Red Star Linie.

Der PoftdarnpserVaderland" der Red Star Linie in Ant­werpen ist laut Telegramm am 22. Juni wohlbehalten in New- Pork angekommen.

Bekanntmachung.

Es wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß folgende Perfonen zu städtischen Leichenwärtern unb Leichenfrauen mit Wirkung vom 1. Juli 1903 ab bestellt worden sind:

Jost, Heinrich, Kaplansgaffe 10.

Sperling, Konrad, Sandgasse 36.

Arndt, Katharine, Kaplansgaffe 10.

Dürr, Elise, Marktplatz 8.

Gorr, Katharine, Wolkenaasse 17.

Schuchardt, Elisabetbe, Katharinengaffe 9.

Wacker, Johannette, Mühlgaffe 19.

Gießen, den 23. Juni 1903. 5039

Der Oberbürgermeister. __________________________Ai e c u m._________________________ LMmrtsWiche toftetag Achen vom 10.13. September.

Als Anhang zu dem für obige Ausstellung herauszugeben­den Katalog soll ein Annoncenteil gedruckt werden. Es wird damtt den Ausstellern und sonstigen Finnen Gelegenheit ge­geben, ihre Waren und Produkte roeitcreu Kreisen anzubieten. Annoncen können bis zum 15. Juli aufgegeben und die Be­dingungen durch die Geschäftsstelle des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen zu Alsfeld bezogen werden.

5030 Der geschüstssührende Ausschuß.

WiMM-Wetzemg.

Freitag 26. Juni 1903 und folgende Tage, vormittags 9 Uhr und nachmittags 2 Uhr anfangend, tvcrde ich im Laden

22 Seltersweg 22 ca. 1500 Mar Schuchoaren als: Herren- und Damenstiefel in Boxcalf, Chenreaux, schwarz und gelb, Chic- und Spangenschuhe, Pantoffeln, Kinderstiefel in schwarz und gelb, Halbschuhc, Turn- und Gummischuhe, Sandalen, Arbertsschuke rc. öffentlich meistbietend gegen Barzahlung versteigern. 03009

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