sträuße gereicht. Beim HerauStreten aus dem Bahnhofe begrüßte ihn die Menge mit sympathischen Kundgebungen.
Konstantinopel. 24. Mai. In der Nacht zum Donnerstag fand bei Mogila, nördlich von Monastir, ein Kampf zwischen türkischen Truppen und einer dreizehn Mann starken bulgarischen Bande statt. Letztere wurde vollständig vernichtet. Außerdem wurden vier Dorfbewohner, die sich der Bande angeschlosien hatten, und zwei Frauen aus dem Dorfe getötet. Vierzehn Häuser wurden durch Geschützfeuer zerstört. Die Truppen hatten drei Tote und mehrere Verwundete. Tas Geschützfeuer verursachte in Monastir einige Beunruhigung.
Santo Domingo, 23. Mai. Die Aufständischen haben nach einem erbitterten Gefecht, in dem sie besiegt wurden, das Arsenal in Santiago in die Luft gesprengt. Unter den Toten besindet sich General Dionisio Frias. Die Zahl der Verletzten ist groß. Das Kanonenboot ,Kolon', welches sich auf der Fahrt nach Samana befand, um den Präsidentschaftskandidaten Dcschamps aufzunehmen, ist bei Punta Espada verloren gegangen.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 25. Mai 1903.
— Besuch deS Großherzogs. In der heutigen Nummer unseres Blattes besindet sich ein .Aufruf*, in dem der Oberbürgermeister die Einwohner der Stadt ersucht, am Tage der Anwesenheit des Großherzogs ihre Häuser zu schmücken. Auch sind in dieser Bekanntmachung die Straßen bekannt gegeben, die der Landesherr durchfahren wird.
— Bestätigung. Se. K. H. der Groß Herzog hat unterm 20. ds. Mts., wie uns aus Darmstadt drahtlich gemeldet wird, die am 7. ds. Mts. von der hiesigen Stadt- verordneten-Vcrsammlung erfolgte Wahl des Gerichtsasfessors Cursch mann zum besoldeten Beigeordneten der Stadt Gießen bestätigt.
•* Empfänge bei Hof. S. K. H. der Großherzog empfingen am 23. Mai u. a. den Steuerkommisiär Müller von Friedberg, den Rektor Dr. Rausch von der höheren Bürgerschule in Schotten, den Professor Dr. Krüger, Rektor der Landes-Universität Gießen, und den Kreisrat Fey von Friedberg.
** Personalnachrichten. S. K. H. der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 20. Mai dem von der Stadt- verordneten-Versammlung zu Bad Nauheim zum Bürgermeister der Stadt Bad Nauheim gewählten Beigeordneten Dr. Gustav Kayser die Bestätigung zu erteilen. — Dem Pfarrer Philipp Heußel zu Rodenbach wurde die evangelische Pfarrstelle zu Altenstadt, Dekanat Rodheim, übertragen. — DerOberzollinspcktor und RegierungsasiesiorHeinrich Schäfer in Crefeld wurde zum Obersteuermspektor des Hauptsteueramts Worms ernannt. — Am 16. Mai 1903 wurde im Namen des Deutschen Kaisers mit Ermächtigung S. K. H. deS Großherzogs der Steuerkontrolleur Karl Meisinger unter Verleihung des Ranges eines Obersteuerinspektors den Königl. Preuß. Hauptzollämtern zu Eleve, Emmerich und Kaldenkirchen sowie den Hauptsteuerämtern zu Krefeld, Duisburg, Neuß und Wesel als Stationskontrolleur mit dem Wohnsitz in Krefeld bcigeordnet. — Ferner wurde der Ministerial- sekretär Dr. Karl Becker unter Ernennung zum Oberzollinspektor und Regierungsassessor dem Hauptzollamte zu Harburg a. d. Elbe, sowie den Hauptsteuerämtern zu Lüneburg, Stade und Verden als Stationskontrolleur mit dem Wohnsitz m Harburg a. d. Elbe beigeordnet. — Der Steuerkommisiär des Steuerkommissariats Homberg, Wilhelm Flath, wurde in gleicher Diensteigenschaft in das Steuerkommissariat Butz- bach versetzt, der Steuerkontrolleur, Regierungsasiesior Adolf Köhler zu Lauterbach zum Steuerkommisiär des Steuer- kommisiariats Homberg ernannt.
** Zuschuß an den Omnibusbetrieb. In der letzten Sitzung der Stadtverordneten genehmigten diese die Uebernahme eines Fehlbetrages in Höhe von 3000 Mk. auf die Stadtkasse, den die Gießener Omnibus-Gesellschaft in ihrer Rechnung für 1902 aufweist. Bekanntlich giebt die Stadt jedes Jahr für den Omnibusbetrieb einen Zuschuß von 3000 Mark. Dieser für das abgelaufene Jahr aus städtischen Mitteln zur Aufrechterhaltung dieses Verkehrsmittels beträgt also pro Tag 161/, Mk.
** Das Gewitter, das am Samstagnachmittag über unsere Gegend zog, hat besonders in dem südlichen Stadtteil und in den links der Lahn gelegenen Gebieten Schaden durch Wasser imb Hagelschlag angerichtet. Im nördlichen Stadtteil dagegen hat es überhaupt nicht gehagelt. Stellenweise wurden die Bäume förmlich entblättert und in Gärten und Feldern das Land zusammenaeschwemmt. — In Crumbach schlug der Blitz in die Stallungen des Bürgermeisters und tötete drei Kühe.
•• DaS Konzert unserer Militärkapelle gestern nachmittag in SteinS Garten war sehr gut besucht und fand viel Anklang. Es war eine Lust, bei dem schönen Wetter im kühlen Garten zu fitzen und den exakten und kunstvollen Darbietungen unserer Kapelle zu lauschen. Mit Vergnügen erwartet man die sommerlichen Tage, an denen auch des Abends Konzerte stattfinden werden. Dies könnte vielleicht schon in einigen Tagen eintreten.
** Betriebsvergrößerung. Der Betrieb der Lahn- kalk- und Marmor-Industrie von Aug. Gabriel je., Abendstern, hat sich mit der Zeit derartig vergrößert, daß es nötig wurde, in einem besonderen Kesielhause einen neuen Zirku- lations-Rähren-Dampfkeffel von 100 Pferdestärken und eine Maschine von 45 Pferdekräften neuesten Systems aufzustellen. Diese Anlage ist von der Firma Heyligenstädt u. Co. ausgeführt worden.
** Vom Vorsitzenden des Hassia-Bezirks Gießen geht uns folgendes Schreiben zu: Diejenigen Kameraden, welche zur Feier des 160jährigen Jubiläums des 2. Bataillons Infanterie-Regiments „Kaiser Wilhelm" Nr. 116 Einladungen erhalten haben, versammeln sich Freitag den 29. Mai nicht auf Oswaldsgarten, sondern mittags 1 Uhr im Hose der Zeughauskaserne.
Bad Nauheim, 24. Mai. Folgende Unterhaltungen werden in dieser Woche stattsinden: Dienstag nachmittags luib abends auf der Terrasse Konzert der Kur- kapelle. Abends im Saale musik. Soiree von Solisten der KurkapeNe und Kapellmeister Wilh. Bruch. Mittwoch nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Mit Vergnügen". Donnerstag nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kurkapelle. Abends im Saale Tanz. Freitag nachmittags und abends auf der Terrasse Konzert der Kürkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle: „Die Madonna". „Ter blaue Teufel". Samstag nachmittags und abends auf der Terrasse Koirzert der Kurkapelle. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Johannisfeuer". Sonntag, 1. Psingstfeier- tag: Konzert der Kapelle des Thüring. Ulanen-Regiments Nr. 6 aus Hanau. Montag, 2. Pfingstfeiertag: Moniert der Kurkapelle mit Einlagen des Großh. Hess. Hofmusikers Kümmel, bei gutem Wetter abends Parkbeleuchtung.
fc. Friedberg, 24. Mai. In Fauerbach v. d. H. wurde bei den Ausgrabungen zu den Fundamenten eines Neubaus unter einer alten Mauer ein steinerner Krug mit 503 silbernen Münzen in der Größe von Thaler-, 2 Mark-, 1 Mark-, 50 und 20 Pfennig-Stücken gefunden. Die Münzen tragen die Jahreszahlen 1660—1683.
Y. Schotten, 24. Mai. Ter Reichstagskandidat unseres Bezirks, Kreisrat Tr. Wal lau von Lauterbach, entwickelle heute in einer allgemeinen Wählerversammlung sein Programm. Je mehr Tr. Wallau unter der Bevölkerung unseres Vogelsberges bekannt wird, desto größer werden erfreulicherweise Die Aussichten für dessen Wahl.
ßd. Darmstadt, 24. Mai. Der Verein „Hessisches Lehrerinnenheim" hielt seine diesjährige Generalversammlung bei guter Beteiligung im Rathaussale unter Vorsitz der Frau L. Wolfskehl ab. Frl. Marie Müller verlas den Geschäftsbericht pro 1902, aus dem hervorgeht, daß eine der Hauptaufgaben in der Erreichung des vorgeschriebenen Zieles, d. h. Errichtung des neuen HeimS, bestand, so daß am 1. März d. I. mit dem Bau, der im französischen Renaissance-Stil durchgeführt wird, begonnen werden konnte. Die Mitgliederzahl des Vereins ist auf 190 ordentliche und 445 außerordentliche gestiegen und e§ ist in erfreulicher Weise im ganzenGroßherzogtum eine Zunahme des Interesses zu konstatieren. Die Rechnungsablage ergab in Einnahme Mk. 10172, in Ausgabe Mk. 9369, sodaß ein Kasseoorrat von Mk. 802.86 verblieb. Der Voranschlag für 1903, welcher u. a. in Ausgabe Mk. 90 000 für den Neubau des Heims vorsieht, wird genehmigt, nachdem Herr O. Wolfskehl erläuternd erklärt, daß die Gesamtkosten Mk. 125000 be
tragen und nur die Ausgaben bis Ende 1903 vorgesehen seien. Bei der nunmehr erfolgenden Ergänzungswahl des Vorstandes wurden drei durch das Los ausgeschiedene Mitglieder durch Zuruf wieder und Frl. Kraft und Frl. Welsch durch Zettelwahl neu gewählt. Nachdem noch Oberbürgermeister Morneweg den Mitgliedern einige geschäftliche Mitteilungen gemacht und hierauf by: Vorstand zum Verkauf des alten Hauses ermächtigt wird, dankt der Vorsitzende nochmals Frl. Louise Müller und allen Mitwirkenden für das arrangierte Konzert und ersucht zum Schluß, Gesuche um Aufnahme in das Ferienheim in Auerbach a. B. baldigst einzureichen. — Im „Concordiasaale" fand gestern abend ein von russischen Studenten veranstaltetes russisches Fest mit Vorträgen, Gesang, Theater und Tanz statt, zu dem auch eine Anzahl Heidelberger Studenten und Studentinnen, meist in Reform-Kostümen, erschienen waren. Die Veranstaltung nahm einen sehr hübschen Verlauf.
Tarmsta dt, 24. Mai. Einer schweren Lebensgefahr durch die elektrische Bahn entgingen gestern abend zwei Damen und der Führer einer einspännigen Chaise auf der Rückfahrt vom Böllensalltor nach Tarmnadt nur mit knapper Not. Ob die Elektrische nun der Cyaise entgegenfuhr, oder hinter ihr herkam, konnte man nicht ermitteln. Dicht an dem Easkandelaber und an denselben hinaufgeschoben stand die dem Anschein ntyt) völlig zerstörte Chaise, deren linkes Vorder- und Hinterrad, allerdings nur noch halb schwebend, den Boden berührten; die Deichsel lag abgebrochen etwa 5 Schritte entfernt quer über dem Bürgersteig und halb auf dem Rasen. Ter sonst glücke lich vorübergegangene Vorfall ist auf das Scheuen des Pferdes vor der dahersausenden Elektrischen zurückzüführen, wobei die beiden Tamen und der Kutscher infolge Anprallens der Chaise gegen den Gaskaudelader herabgeschleudert wurden, was trotz der erheblichen Gewalt glücklicherweise und anscheinendd ohne Verletzung der Insassen, des Kutschers und des Pferdes erfolgte. (T. T. A.1
Aus dem Weschnitztal, 23. Mai. Eine Sekte macht seit Wochen in unserer Gegend Propaganda. Tie Leute kommen besonders Sonn- und Feiertags in Lörzen- bach und Umgegend zusammen und nehmen da von einem Frankfurter Reiseprediger Vorträge entgegen. In Verhin- oeruug dieses Herrn funktioniert ein Schuster aus Lörzenbach. Bereits sind verschiedene Familien wegen Austritts aus der Landeskirche vorschriftsmäßig vorstellig geworden. (T. T. A.)
fc. Mainz, 24. Mai. Gestern wurde bei den Arbeiten an der Geleisstrecke Wiesbaden-Dotzheim in einer Sandgrube das fast vollständige Skelett eines Mammuts ausgegraben. Profesior Heyne leitet im Namen des Mainzer AltertumSmuseumS die Bergungsarbeiten. Vor ca. 30 Jahren wurde in derselben Sandgrube schon einmal der Zahn eines Mammuts gefunden.
r. Mainz, 24. Mai. Tas vor kurzem im nahen Niederingelheim vorgekommene Automobilunglück, bei welchem der Ingenieur Albert von Biebrich sein Leben eingebüßt hat, ist nachträglich noch zu einem Verbrechen benutzt worden, mit dessen Aufdeckung die hiesige Staatsanwaltschaft gegenwärtig eifrig beschäftigt ist. Ter junge Albert soll nämlich eine sehr beträchtliche Barsumme in französischen Banknoten und deutschem Geld bei sich gehabt haben, die von der Unglücksstelle bis zum Transport in das hiesige Spital spurlos verschwunden ist. Man ist zu der allgemeinen Ansicht gekommen, daß diebische Hände sich bei der Auffindung der Verunglückten die Geldsumme angeeignet haben. Bei verdächtigen Personen haben bereite Haussuchungen stattgefunden, die indes resuttatles geblieben sind. — Ter mit dem Ingenieur Albert gleichzeitig verunglückte Monteur Saaler liegt noch immer im hiesigen Rochushospital. Er hat einen Schädelbruch und einen Bruch des Kinnbackenknochens erlitten.
l. Mainz, 24. Mai. Die Hauptversammlung des Landesverbandes für das Großherzogtum Hessen des Deutschen Flottenvereins tagte heute nachmittag 3 Uhr im Kasino „Hof zum Gutenberg" hier in Mainz. Der erste Vorsitzende Dr. W. M e r ck-Tarmstadt eröffnete die Versammlung und dankte den zahlreich anwesenden Vertretern und Mitgliedern für ihr Erscheinen. Mainz, als die größte Stadt Hessens, am Rhein gelegen, habe Gelegenheit gehabt vor einiger Zeit, als die Torpedoboote den Rhein hinauffuhren, einen wichtigen Faktor der Flotte kennen zu lernen. Hierauf kommt Redner auf die beiden erhabenen Förderer des deutschen Flottenvereins, den Kaiser und Großherzog zu sprechen, welch letzterer ja das Protektorat über den Landesverband übernommen habe. Er schließt mit einem
Polizeigefangenenhauses nebst Ueberblick über den Dienst- betrieb in Demselben und das Modell des nach Angaben des Polizeiamtes erbauten und hinsichtlich seiner eigenartigen Einrichtung dem Erbauer patentamttich geschützten, bespannten Gefangenenwagens nebst Fahrordnung für den selben re. Das Polizeiamt zu Leipzig zeigt in seiner Einzel- ausstellung einen Stadtplan mit 'Jingäbe der Polizeireviere und Polizeibezirke, eine schematische Darstellung Der Gliederung des Leipziger Polrzeiamtes und des Beamtenstandes bei dieser Behörde, einen Registrierschrank mit Inhalt zur Uedersicht über die Einrichtung des Meldeamtes, Der Registrande und deS Archivs, sowie Urkunden und Abbildungen von geschichtlichem Werte. Weiter stellen zur Schau die Polizeiverwaltung zu Worms das Blatt- registenneldewesen und die Polizeibehörde zu Hamburg Darstellungen allgemeiner An, der Gebietseinteilung, der Dienstgebäude, der Dienstfahrzeuge, der Ausrüstuugsgegen- ftänbe für Polizeibeamte, der Wohlfahrtspolizei, der Miminalpolizei, des Erkeunmtgsamtes, des Kriminal-Mu- seumS, der photographischen Anstalt, des Marktverkehrs des Straßenverkehrswesens, des Meldeamtes und der Kanzlei.
Ter bisher glaubwürdig verbreiteten 9tachricht, daß im neuen Merliner T om auch ein Standbild des Kaisers Karl V. neben Den Reformatoren Platz finden solle, wird jetzt von unterrichteter Seite widersprochen. "Nach vckm amtlichen Verteilungsplan kommen insgesamt acht Statuen in Der Zwickelkuppel zur Aufstellung: vier Fürsten und vier Reformatoren. Ter Altarraum wird vorn flankiert von den Gestalten Luther s und M e l a n ch t h o n s (Bildhauer Friedrich Pfannschmidt : nach Der Orgelempore reiht sich Zwingli an (Bildhauer Prof. Janensch^ und nach der Gemeinde-Empore Calvin (Bildhauer Prof. Calandrelli' Von Fürsten sind natürlich nur solche gewählt, Die sich um Die Einführung Der Reformation verdient geniamt haben. So mcrDcn über der kaiserlichen Loge sich zu beiden Seiten Die Standbilder Fried ri chs des Weisen von Professor Karl Begas und Joachims II. von Harro Magnusson erheben: nach der Orgel-Empore zu wird
die Figur des Landgrafen PhilivpdesGroßmütigen von Hessen von Professor Schott stehen, und na;ch der Gemeinde-Empore zu die Statue des Herzogs Albrecht von Preußen von Professor Riax Baumbach. Weitere Figuren werden in der Predigttirche nicht ausgestellt. Tie in Stuck auszuführenden, vier Ädeter großen Standbilder erhalten ihren Platz auf mächtigen Pfeilern in einer Höhe von 16 Metern. Die Künstler sind gegenwärttg mit der Ausführung beschäftigt.
Tie Karikatur Der europäischen Völker von Eduard Fuchs. Neue Folge. Lieferung 2—4 ä 7ö Pfg. Tie neuerschienenen Hefte 2—1 bringen wie Lieferung 1 wieder- um eine Fülle der geistreichsten und amüsantesten Karikaturen, welche die reichbewegte Zeit der Jahre 1848—1850 in Deutschland, Frankreich, Oesterreich und Italien bervor- gebracht hat. Tie Februarrevolutton in Frankreich, die Erhebungen in Berlin und Wien ziehen in einer Reche faszinierender Karikaturen auf Louis Philipp, Friedrich Wilhelm IV., den Prinzen von Preußen, Metternich usw., sowie aus die politischen und gesellschaftlichen Vorgänge dieser ereignisreichen Epoche an uns vorüber. Ihnen schließen sich die scharsen Satiren aus Die Frankfurter Nationalver- sammlung an und schon taucht Louis Napoleon vor unseren Blicken auf. Neue Seiten, neue Gebiete! Ein Brillantseuerwerk, das aber Den Vorzug hat, nicht jäh zu erlöschen, sondern zu blitzen, zu verblüffen, zu amüsieren, zum Lachen zu zwingen! Es i|t erstaunlich, wie diese Fülle des Gebotenen für einen so billigen Preis zu liefern ist. 75 Pfg. für jedes Heft!
Friedrich Spielh a gen Romane — Neue °J.ß e„. — Wohlfeile Lieferungsausgabe in 50 Heften zu je 3o P'g AU vierzehn Tage eine Lieferung (Verlag von L. Staaamaiiu ia Leipzigs Tiefe hier bereits mehrfach in empfehle.:D(x. ’iic erwähnte wohlfeile Lieferungsausgabe schrettet rüstig >rt. Ne 11. bis 14. Lieferung gingen uns soeben zu, wcl^r. di • bereite tu 6. Auslage vorliegende Novelle „Zum ^crrvertreib", sowie die Anfangsbogen Der zwecken "Novelle „Susi", Dritte Auslage, enthalten. — In „Zum Zeitvertreib" zeigt siA her gefeierte Romanschrift
steller auf Der vollen Höhe seines Schaffens. Er führt uns in Die vornehmen Kreise Der Berliner Gesellschaft, inn welche er einen hochbegabten jungen Professor Eingang finden läßt. Ter Den untersten Volksschichten entsprossene Held des Romanes gerät in die Netze einer gefährlichen Circe, vernachlässigt seine Familien- und Berufspflichten und wird schließlich im Quelle mit dem Gatten der Tarne erschossen. Ter bis zum Schlüsse natürlich geführte Aufbau des Romanes fesselt durch Die kraftvolle Frische des Stiles und durch die spannende Schilderung der Situationen und Schicksale der handelnden Personen. — Cs sei hiermit noch besonders zum Abonnement eingeladen; jede gute Buchhandlung liefert Probehefte.
In der Allgemeinen Verlagsgesellschast zu München, Hasenstr. 11, beginnt soeben eine neue Illustrierte Geschichte Der deutschen Literatur von Prof. Tr. Anselm Salzer zu erscheinen. Die sich, nach Den uns vorliegenDen zwei ersten Lieferungen zu urteilen, Durch ihre glänzende Ausstattung vor ähnlichen Erscheinungen aus- zeichnet. Tas stattliche Werk soll 22 vielfarbige, 14 zweifarbige, 74 schwarze Beilagen und über 300 Abbildungen im Text bringen und ist auf 20 Drei- bis vierwöchentttche Lieferungen mit je 2—3 Textbogeu und 5—6 Beilagen zum Preise von je 1 Mk. berechnet. Gleich Die 1. Lieferung bringt eine getreue Wiedergabe Des Sängerkrieges auf der Wartburg aus der großen Heidelberger Liederhandschrift (14. Jahrh.) in der Universitätsbibliothek zu Heidelberg, ferner die Porträts von Grillparzer und F. 9t W. Weber und die Reproduktion eines Briefes von Herder an Hamann rc. rc. Wir gedenken wiederholt auf dieses schöne Lieferungswerk unsere Leser aufmerkfam zu machen.
„Wie bezahle ich meinen Arzt?" (Verlag von A. W. Kafemann in Danzig) ist ein buchhändlerisches Unternehmen, das in dankenswerter Weife sowohl den Interessen des Publikums wie dem des Arztes Dient. Tem Publikum ist mit dieser billigen Publikation — der Preis ist 25 Pfg. — Die Möglichkeil gegeucn. Die Honorarforder- ungen der Aerzte zu kontrollieren.


